Strong Style Wrest

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    • Strong Style Wrest

      Dumm oder Wahnsinnig?



      Bei meiner Journey durch die Wrestlingwelten bin ich kürzlich auf "Strong Style Wrestling" gestoßen. Hierbei geht es wohl mehr oder weniger um echte Schläge, echten Kontakt, Stomps und der ganze Nonsense. Ich bin schon kein Freund von "Death Matches" und co, aber das hier halte ich für ne ebene dümmer.
    • ExXanoskar schrieb:

      Ich bin schon kein Freund von "Death Matches" und co, aber das hier halte ich für ne ebene dümmer.
      Das kommt ja völlig drauf an, wie man den Strong Style ausführt. Da geht es sicher auch oft um recht stiffe Aktionen (neben Submission Holds und der Präsentation des "Fighting Spirit"), das heißt aber nicht, dass dies nur mit solchen irren Head Butts erreicht werden kann. Nur weil Shibata den Strong Style so auslegt und sich damit auf den OP-Tisch gebracht hat, heißt das nicht, dass das alle Strong Style Wrestler so machen.

      Als "King of Strong Style" gilt übrigens Shinsuke Nakamura, der japanische Marktführer New Japan Pro Wrestling ist durch seinen Gründer Antonio Inoki die Heimat des Stils. Inoki ist ja gerne gegen Athleten anderer Kampfsportarten angetreten, um zu beweisen, dass Pro Wrestling der "King of Sports" ist, in dem Zusammenhang kämpfte er beispielsweise gegen Muhammad Ali. Inoki war bemüht, Pro Wrestling als konkurrenzfähig zu anderen Kampfsportarten darzustellen, dabei legte er eben auch Wert auf dargestellte Härte bei der Ausführung und daraus entwickelte er den Strong Style für seine Liga. Das heißt nicht, dass die Schläge nicht auch abgesprochen und etwas gedämpft sind, aber zugunsten der Darstellung werden sicher härtere Treffer in Kauf genommen.

      Mittlerweile sind die Grenzen zwischen den japanischen Wrestling-Stilen ziemlich fließend geworden, in den Achtziger und Neunziger Jahren war das noch abgrenzbarer. Leute wie Ishii oder Shibata zeigen bei New Japan eher den Strong Style als andere, aber Elemente dieses Stils finden sich dort in vielen Kämpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zbyszko ()

    • Natürlich ist auch Nakamura Stiff , mittlerweile nur noch WWE Stiff dennoch Stiff, aber ich habe nun heute einige der Matches gesehen, das ist schon hart an evtl über der Grenze was da gerne gezeigt wird. Dabei ist so ein Headbutt schon sehr Dumm, aber auch die Punches und die Clothelines sind echt derb. Ich weiß das in Japan die Uhren ein wenig anders ticken, dass das Krieger sein auch im Wrestling deutlich höher hängt. Da bleibt dann am ende die Frage wie schaffen sie neben dem Stompwrestling etc. einen so hohen 5Star anteil zu haben.
    • Sogar der Kampf, der Shibata kürzlich durch so einen Head Butt vielleicht seine Karriere gekostet hat, hat von Meltzer fünf Sterne bekommen. Das Element des harten Austeilens und Einsteckens ist allerdings über den klassischen Strong Style hinaus verbreitet, es ist ja nicht so, dass man sich bei der vielgelobten King's Road von All Japan (Misawa, Kobashi & Co.) mit Samthandschuhen angefasst hätte. Auch in der amerikanischen und internationalen Szene sind Varianten des Strong Style weit verbreitet, die Movesets von Daniel Bryan, Samoa Joe oder Low Ki gehören beispielsweise dazu, auch wenn sie bei Auftritten bei WWE und TNA sicher weniger hart auftraten, bei ROH, wXw und Co. sah das allerdings anders aus.
    • Stiffes Worken beinhaltet für mich trotzdem sicheres Worken.
      Wenn beide so gut das ganze rüberbringen, dass es hart aussieht aber beide keine ernsten Verletzungen davon tragen,
      dann haben sie gut geworkt.

      Wenn sie aber wie in dem Beispielvideo immer so hart worken, wie in einem MMA Kampft, dann kann man gesundheitlich doch gar nicht so eine hohe Match Frequenz wie im Wrestling üblich abhalten.

      Das Geschrei war ja schon beim Lesnar - Orton Match vom Summerslam groß, als der "real" Elbow Punsh durchgezogen wurden
    • DDRMaulwurf schrieb:

      Wenn sie aber wie in dem Beispielvideo immer so hart worken, wie in einem MMA Kampft
      Tun sie ja nicht. Sonst würden sie nach 30 Sekunden auch so aussehen wie CM Punk oder Ronda Rousey nach ihren letzten Kämpfen.

      DDRMaulwurf schrieb:

      dann kann man gesundheitlich doch gar nicht so eine hohe Match Frequenz wie im Wrestling üblich abhalten.
      Deswegen gibt es in Japan viel häufiger 4-Man, 6-Man und 8-Man Tag Team Matches bei den Touren und wöchentlichen Sendungen, die langen belastenden Singles Matches werden meist für die Großveranstaltungen und Turniere aufgespart. Wer sich die G1 Climax anschaut, also das weltweit wichtigste Turnier des Jahres, bekommt normalerweise eine Menge Strong Style geboten. Wobei man aber auch sagen muss, dass Strong Style eher ein Etikett ist als ein genau umrissener Stil. Wer sich dem Strong Style verschreibt, der nimmt besonderen Bezug auf die Tradition Inokis und Gotchs, das kann sich aber ganz unterschiedlich darstellen. Der American Strong Style ist beispielsweise viel Entertainment- und Highflying-lastiger. Und man muss sich nur die ganz verschiedenen Kampfweisen von Keiji Muto, Masahiro Chono und Shin'ya Hashimoto anschauen, die ja alle auch Schüler Inokis waren.
    • Natuerlich sind diese Headbutt Spots von Shibata dumm. Das ist ein trademark von ihm, und es ist einfach nur dumm. Es ist im uebrigen nicht nur dumm, weil er ueber das hinaus geht was ein menschlicher Koerper aushaelt, sondern es ist auch dumm von einem Psychologie Standpunkt aus. Er no sellt die Finisher seiner Gegner und zeigt dann die idiotischen Spots.

      Erneut, wie Bret Hart sagte, die Kunst des Wrestling ist es, dass es so aussieht als ob man dem Gegner schadet, ihm aber nicht wirklich schadet.

      In Japan ist es stiffer wie es etwa bei WWE zugeht, aber Shibata, Ishii oder Honma sind in diesem Stil sehr extrem. Sie gehen ueber die Grenze hinaus, und haben noch Mal die stiffness auf eine neue Stufe gebracht von Leuten wie Misawa, Williams oder Kobashi die in den 90er Jahren extrem waren.

      Wenn man nun schaut, wie der track record der japanischen Wrestler ist, und wo sie heute sind…etliche sind frueh gestorben aufgrund ihres Stils, andere haben schwere Gesundheitliche Schaeden. Das es bei Shibata irgendwann dazu kommt war abzusehen, wenn nicht jetzt, dann in der Zukunft. Er war ruecksichtlos gegenueber seinem Gegner und sich.

      Und ja, wie auch im anderen Thread schon gesagt, auch ein Shinsuke Nakamura ist einige Male deutlich ueber das Ziel hinaus geschossen, und hat Gegner verletzt. Nicht nur er, auch andere bei NJ, oder frueher AJ.

      Das hat nicht zwangslaeufig etwas mit Strong Style zu tun, es sollte eine allgemeine Diskussion geben wo die Grenze ist! Die Grenze ist imo da erreicht wenn man ein Risiko nicht mehr abschaetzen kann, wenn man ueber die Grenze hinaus geht was ein menschlicher Koerper aushaelt. Blading ist im Prinzip ja auch eine Verletzung die man in kauf nimmt. Aber es ist ein Unterschied ob man sich eine Schnittwunde zufuegt, oder den Kopf spaltet durch einen headbutt.

      Leider gibt es diese Diskussion nicht, den viele Fans wollen nicht das was ihrem “Entertainment“ im Weg steht.

      Mick Foley hat bei HIAC 1998 die Grenze ueberschritten und hatte Glueck das er danach nicht schwerer verletzt war. Fakt ist aber, Foley hat daduch mehr Ansehen gewonnen. Er wurde dafuer gelobt, und nicht kritisiert!

      Kurt Angle vs Shane McMahon beim KOTR 2001 ging auch zu weit von den Spots. Was ist passiert? Beide wurden gelobt!

      Seth Rollins Turnbuckle Powerbomb war auch idiotisch, weil sie ein unkalkuliertes Risiko ist.

      Chris Benoit`s Flying Headbutt Finisher war idiotisch, weil er ihn jedesmal sehr stiff nahm und sich verletzte. Wenn ich das angesprochen habe wie dumm das ist, auch von einem Wrestling Standpunkt, wurde nur darauf hingewiesen wie toll doch Chris Benoit sonst war….eh nein.

      Shibata geht regelmaessig zu weit mit den Headbutts.

      Das sind nur einige Beispiele, sie zeigen aber, oft werden Wrestler dafuer gelobt dumme Aktionen zu zeigen und ueber die Grenzen zu gehen. Fuer was? Fuer Entertainment. Im Grunde dafuer, dass sie mit “wrestling“, im Sinne von “wrestling“, sonst nicht unterhalten koennen, sondern dafuer Aktionen brauchen die ueber die Grenzen hinaus gehen.

      Das Problem ist, erstens es ist ein hohes Risiko, und zweitens stumpft es ab, siehe die ECW und die FMW zum Beispiel die es nicht mehr toppen konnen und viele Fans sich abwandten, weil man abgestumpft war vom 5000 table oder fire spot.


      Sogar der Kampf, der Shibata kürzlich durch so einen Head Butt vielleicht seine Karriere gekostet hat, hat von Meltzer fünf Sterne bekommen.
      Aber Meltzer`s Ratings sind ja erstens nicht das Mass aller Dinge, und zweitens nimmt man den Headbutt Spot raus, oder 2-3 andere uebertriebene stiffe Aktionen in dem Match, wird das Match nicht schlechter.


      Inoki ist ja gerne gegen Athleten anderer Kampfsportarten angetreten, um zu beweisen, dass Pro Wrestling der „King of Sports“ ist, in dem Zusammenhang kämpfte er beispielsweise gegen Muhammad Ali.
      Kampf kann man das nicht nennen, Inoki lag die gesamte Zeit am Boden…
      Mark Nulty †2016
    • Nefercheperur schrieb:

      Aber Meltzer`s Ratings sind ja erstens nicht das Mass aller Dinge, und zweitens nimmt man den Headbutt Spot raus, oder 2-3 andere uebertriebene stiffe Aktionen in dem Match, wird das Match nicht schlechter.
      Natürlich nicht, solche Head Butts werden für ein gutes Match sicher nicht benötigt.

      Nefercheperur schrieb:

      Kampf kann man das nicht nennen, Inoki lag die gesamte Zeit am Boden…
      Man kann ja auch mit den Beinen kämpfen ;)