![]() |
|
Der Radsport AAR: Keine Grenzen, keine Limits - Druckversion +- Peoplesboard.de (https://www.peoplesboard.de/pboard2) +-- Forum: Community (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=5) +--- Forum: PC, Internet + Konsolen (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=24) +--- Thema: Der Radsport AAR: Keine Grenzen, keine Limits (/showthread.php?tid=18045) |
Der Radsport AAR: Keine Grenzen, keine Limits - DiViNo - 20.02.2008 Ich hab letztes Jahr bei http://www.cyclingmanager.de einen After Action Report über die Karriere eines jungen Bruderpaares gestartet. Diesen AAR will ich demnächst weiterführen und da habe ich mir gedacht, dass ihr auch daran teilhaben sollt. Ich werde also erstmal die Berichte bis zum Absturz meines Speicherstandes im letzten Jahr schreiben, dann den kleinen Sprung machen, den ich auch bei cyclingmanager.de machen muss und danach dann voll durchstarten. Ich erkläre es kurz: Ich habe das Jahr 2007 mit meinem Speicherstand gespielt und im Jahr 2008 ist das Spiel abgestürzt. Leider wurden auch einige Daten aus dem Jahr 2007 gelöscht. Diese beziehen sich auf die Saisonmitte 2007. Die Daten vom Ende des Jahres 2007 habe ich noch und deshalb werde ich diese auch noch in den AAR mit einbeziehen. Mit Beginn des Jahres 2008 spiel ich dann folglich mit meinem aktuellen Radsportmanager-Speicherstand. Der erste Beitrag kommt wohl morgen oder übermorgen. DiViNo - Double F - 21.02.2008 Freu mich das wieder zu lesen!! Mal ne blöde Frage: Kannst du da auch dopen? :winke: Soll jetzt bitte nicht falsch verstanden werden, soll eine ernste Frage sein!! - DiViNo - 21.02.2008 Nein, das würde gegen jegliche Ethik verstoßen, da in dem Spiel ja auch Originalnamen vorhanden sind. Auch wenn der Radsport in einem schlechten Licht steht würde das ja in gewisser Weise Verleumdung sein. Allerdings habe ich logischerweise die Daten von Anfang 2007 und deshalb sind Leute, wie Vinokourov noch dabei. Aber das ist ja egal, vorderrangig soll es ja um die Brüder Lucas und Tobi Kiehl gehen. Hier mal die Daten zu den beiden! Lucas Kiehl geboren am 12.3.1985 in Magdeburg nun sesshaft in: Wernigerode Hausberg: Brocken bisherige Profiteams: Wiesenhof-Akud Tobi Kiehl geboren am 25.11.1987 in Nordhausen nun sesshaft in: Nordhausen bei den Eltern der beiden Hausberg: Brocken bisherige Profiteams: - Nun folgt der erste Beitrag. Entschuldigt, falls der Schreibstil bei den ersten Beiträgen noch nicht so gut ist, schließlich waren das die ersten Beiträge zu dem AAR und man entwickelt sich ja erst mit der Zeit weiter. Keine Grenzen, keine Limits Leicht genervt blickte Lucas über seinen Schreibtisch. Nicht, dass ihn diese Situation, in der er steckte, stressen würde, im Gegenteil, er freute sich über das rege Interesse an seiner Person, aber bei diesen Angeboten eine Entscheidung zu treffen erwies sich als äußerst schwer. Aus allen Himmelsrichtungen wurde er in den letzten Tagen mit Post überhäuft. Angefangen hatte dies am 19.10.2006, dem Tag an dem er bekannt gab seinen Vertrag bei Wiesenhof nicht zu verlängern. Nun, 2 Wochen später, war er immer noch am grübeln, was seine Wenigkeit jetzt schon so interessant machte. 2 Jahre war er für Wiesenhof-AKUD gefahren und gerade im 2.Jahr blitzen seine Fähigkeiten ein ums andere mal auf. Dieser Junge aus dem Harz, der sich im 1.Jahr noch schwer verletzte und die Zeit nutzte um sein Abi nachzuholen, bekam im Jahr 2006 einen unglaublichen Entwicklungsschub. Er selbst hatte damit nicht mehr gerechnet. Das war auch der Grund sein Abi nachzuholen und nun war er umso glücklicher diese Entscheidung getroffen zu haben, denn neben dem Radsport hatte er nun immerhin eine 2. Option durch seinen erfolgreichen Abschluss. „Warum?“, hatte Jens Heppner ihn immer wieder gefragt als Lucas im April 2005 beschloss sein Abi nachzuholen. Er solle sich lieber auf die Reha konzentrieren, doch Lucas blieb stur. Der Radsport sollte nicht seine einzige Option bleiben und er sagte Heppner, dass er nach einem Karriereende nicht auf einem Jan Ullrich-Niveau weitermachen will. Dafür wurde er von Heppner deftig gerügt, er solle Respekt vor einer Größe wie Ullrich haben, denn dieser habe den Radsport hierzulande salonfähig gemacht und ihm vielleicht erst die Möglichkeit gegeben in den Radsport einzusteigen. „Respekt für einen Typen, der höchstens ein Halbjahresprofi ist?“ war die provokant aufgeworfene Frage von dem jungen Herrn Kiehl. „Mit Respekt kommt man nicht weit. Die anderen Fahrer neben sich zu akzeptieren ist in Ordnung, aber Respekt müssen sie sich erarbeiten, der wird nicht in Geschenkfolie eingetütet verteilt.“Diese Worte tönten aus Lucas nach seiner Verletzung und im Zusammenhang mit diesen Umständen im April 2005 erschien es einfach nur wahnwitzig und großkotzig. Nun, gute 18 Monate später schien sich das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Das Abitur gab ihm Selbstvertrauen in das Renngeschehen zurückzukehren und dies tat er mit Erfolg. Seinem Überraschungserfolg beim GP Schwarzwald folgte ein 9.Platz bei der Österreichrundfahrt und der 2.Platz bei der Sachsen-Rundfahrt, sowie weitere Erfolge. Zwar wurden ihm seine damaligen Worte immer noch als arrogant ausgelegt, aber jeder Experte hatte nun sein Potential erkannt. Im gleichen Atemzug wurde aber erwähnt, dass er mit dieser Attitüde in einem Team gespickt mit Stars und erfahrenen Profis ganz schnell auf die Fresse fliegen würde. Lucas waren diese Worte allerdings egal, er wollte sich profilieren, sich einen Namen machen und dabei würde er keine Grenzen, keine Limits kennen. - DiViNo - 22.02.2008 Lucas betrat den Raum begleitet von Blitzlichtgewitter. Überrascht, ja fast erdrückt nahm er Platz um sich den Fragen der Reporter zu stellen. Neben ihm nahm Marc Biever platz und gab auch gleich den Auftakt zur Pressekonferenz: „Hiermit darf ich voller Freude bekannt geben, dass das Team Astana das größte deutsche Nachwuchstalent Lucas Kiehl verpflichtet hat.“ Im Publikum war Applaus zu hören, was Lucas ein Lächeln abverlangte. Nach dieser Eröffnung mussten sich Marc und Lucas den Fragen der Presse stellen und es wurde sofort deutlich, dass die Presse viel von Lucas erwartete, der Druck schien ihm auf der Bühne schon jetzt unangenehm. Seine Worte konnte er nicht deutlich formulieren, immer wieder stoppte er, verhaspelte sich und vertauschte Wörter. Von seiner Selbstsicherheit war nichts zu spüren und ihm stand der Schweiß auf der Stirn. Er selbst fühlte sich gerade wie ein Jan Ullrich vor den Augen der Fernseherwelt: Nervös und schwammig in seinen Formulierungen. Das was hier gerade ablief musste definitiv der falsche Film sein, das passte überhaupt nicht zu ihm. Unter einer ihm anzumerkenden Anspannung brachte man die Pressekonferenz zu Ende. Hinter der Bühne warteten schon Tony Rominger, Walter Godefroot und selbst Teamkapitän Alexandre Vinokourov war anwesend. Man gratulierte ihm zu seinem neuen Vertrag und wollte nun teaminterne Details besprechen. Dabei ging es um die Rollenverteilung für die Saison. In Anbetracht dessen, dass Alexandre Vinokourov dabei war, wurde Lucas schon leicht stutzig. Bevor er seine Gedanken allerdings weiterspinnen konnte fing schon Walter Godefroot an auf ihn einzureden: „Wir hatten eine schwierige Entscheidung und sind nun zusammen mit Vino zu der Entscheidung gekommen, dass es das beste wäre mit einer Doppelspitze in die Tour de France zu starten“ „Ja sicherlich“, dachte Lucas, „mit Andreas Klöden und halt dem Vino“ … Walter fragte allerdings ob er Alexandre als 2.Möglichkeit neben sich akzeptieren würde. Lucas konnte seinen Ohren nicht trauen und ihm wurde ganz schwarz vor Augen, total geschockt fiel er in Ohnmacht. - DiViNo - 23.02.2008 Ganz langsam kam Lucas zu sich. Er war schweißgebadet. Nervös schaute er sich um – sein Zimmer. Ein Traum … Gott sei Dank!? Obwohl, eigentlich mochte Lucas diesen Gedanken so schnell wie möglich durchzustarten, er liebte ihn geradezu. Aber warum hatte er im Traum so empfindlich auf all diese Medieneinwirkungen reagiert? Er konnte sich die Frage selber nicht beantworten und die Zweifel des vergangenen Abends überkamen ihn wieder. An Schlafen war jetzt nicht mehr zu denken. Dafür spielten sich in seinem Kopf gerade zu viel wirre Gedanken ab. Um von diesen loszukommen beschloss Lucas aufzustehen und sich schon jetzt auf eine größere Trainingsausfahrt zu begeben. Es war zwar erst kurz nach 8 und sein Treffen mit Andreas war auch erst halb 4, aber er dachte gar nicht daran vorher nach Hause zurückzukehren. Er hasste es einfach sich selber so zweifelnd zu sehen, zweifelnd an sich, zweifelnd an der gesamten Situation. Das war er einfach nicht gewohnt und er wollte gar nicht probieren mit dieser Situation umzugehen, dies ließ sein Stolz nicht zu. Bis in den Nachmittag hinein würde er seine Probleme zum Teil sicherlich auf dem Rad lösen und wenn nicht ist dann ja immer noch Andreas da. Vorerst war die Situation aus seiner Sicht gerettet und nach einem ordentlichen Frühstück schwang sich Lucas auf sein Rad und begab sich in die tiefen Wälder des Harzes. - Double F - 23.02.2008 Da kann man ja mal gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht. Da kannst ja ein Buch danach rausbringen...
- Adrian Adonis - 23.02.2008 Du schreibst sehr gut und tu trennst die Beiträge genau am richtigen Ort, um die Spannung zu erhalten. Lese hier sehr gerne mit, mach weiter so! - DiViNo - 23.02.2008 Die Trainingsfahrt konnte Lucas einigermaßen ablenken, aber ganz ließen ihn seine Gedanken über seinen zukünftigen Rennstall nicht los. Ein Jedermann würde sich freuen über die Angebote, warum bereiteten diese gerade ihm so ein Kopfzerbrechen? War es sein eigener Erwartungsdruck oder vielleicht die Angst in einem großen Team als Jungprofi unterzugehen? Dass er ein hohen Druck an sich selbst hatte zeigte sein Astana-Traum. Diese Gedanken würde sein Kopf nicht einfach so zusammenspinnen, denn sein Ziel war ganz klar der Toursieg. Früher oder später wollte er diese gewinnen – wohl eher früher. Er war sich dessen bewusst und war sich auch sicher, dass er das Zeug dazu hatte. Umso mehr wunderte es ihn, dass sein eigener Kopf gerade nicht mitspielen wollte. Bei dem Gedanken daran packte ihn während der Ausfahrt die Wut und bevor ihn die Zweifel zerfressen könnten wollte er es sich selbst beweisen. Schnell wendete er mitten auf der Strasse und fuhr zurück Richtung Schierke. Allerdings hatte er es nicht darauf abgesehen eher daheim zu sein oder etwas früher zum Treffpunkt zu kommen um Andreas schon mal einen Kaffee zu bestellen. Nein – Er wollte es sich selbst beweisen an seinem Hausberg, dem Brocken. Er wollte ihn nicht nur bezwingen, ihn nicht nur in einer sehr guten Zeit befahren. Sinnbildlich wollte er den Asphalt von der Straße reißen um seinen Selbstzweifeln ein Ende zu setzen. Daraus wurde allerdings nichts. Nach gut 4 km, er war recht schnell unterwegs, bekam er einen Platten. Entnervt wendete er, packte sich das Rad auf die Schulter und ging den Berg hinab. Dabei war ihm aus irgendeinem Grund gänzlich egal, dass sein Trainer im Tal auf ihn wartete. Als er wieder zurück in Schierke war, war Andreas nicht mehr in dem Café aufzufinden, Lucas wurde nur eine Notiz hinterlassen. Er solle sich doch bitte melden sobald er daheim sei. Aber auch das machte Lucas nicht. Viel zu sehr hatte auch dieser Tag an ihm genagt. Hinzu kam auch, dass ihm sein Trainer ein wenig Leid tat und er nicht so direkt mit ihm darüber sprechen wollte. Er schrieb eine SMS, dass es ihm Leid tat und er verhindert gewesen sei. Er doch bitte morgen früh bei ihm vorbei kommen. Weiter konnte er das Gespräch nicht aufschieben, denn es war klar dass er bald eine Entscheidung treffen musste, sonst würden manche Teams schneller abspringen als ihm lieb sei. Lucas wusste das auch und wollte deshalb ausgeruht in den nächsten Tag gehen. Nachdem er noch einen Schlaf – u. Nerventee trank legte er sich hin, allerdings dauerte es noch eine Weile bis er endgültig einschlafen konnte. Innerhalb weniger Tage war aus dem sorglosen, selbstverliebten Lucas Kiehl ein geplagter Junge geworden, der sich langsam bewusst wurde, dass der Weg zum Ernst des Lebens voll von Hindernissen ist. Kann er diese überwinden und die Grenzen durchbrechen? - DiViNo - 24.02.2008 Ein Klingeln und einige Stimmen weckten ihn am nächsten morgen. Verschlafen öffnete er die Augen und sah, dass er den Fernseher angelassen hatte. Daher also die Stimmen. Er machte den Fernseher aus und da klingelte es erneut. Lucas schaute auf den Wecker. „Verdammt, verpennt“ sagte er sich und rannte schnell zur Tür. Dort wartete Andreas schon auf ihn und Lucas bat ihn herein. Noch bevor Lucas ihm irgendwas entgegnen konnte fing er sich einige mächtige Standpauke ein. „Gestern lässt du mich da elendig lange in dem Café warten und ziehst es vor nicht zu erscheinen und jetzt verschläfst du anscheinend und kommst hier im Schlafanzug an! Ist dir nicht bewusst um was es hier für dich geht? Mensch, es geht um deine Zukunft. Es kann tatsächlich so werden, wie du es dir in der vergangenen Zeit immer vorgestellt hast. Setz das jetzt nicht aufs Spiel, sei du selbst und dann klappt das auch. So sehr mich deine Art manchmal in den Wahnsinn treibt, aber das ist mir allemal lieber, als das was ich jetzt gerade sehe. Du bist doch sonst so klug und zielstrebig, da musst du jetzt doch wissen, was gut für dich ist.“ „Fertig???“, war das einzige was Lucas seinem Trainer entgegnete. Er schien seine Situation nicht zu verstehen. „Denk mal nach warum ich dich um Rat gebeten hab? Es ist einfach so, dass ich mit dieser schwierigen Situation nicht alleine fertig werde. Das muss ich zugeben, auch wenn es schwer fällt. Und du bist der einzige, der mir da helfen kann. Ich will, dass du mir bei der Teamsuche hilfst … und wegen gestern … es tut mir Leid“, Lucas stockte. Sollte er ihm vom Brocken erzählen oder nicht? - DiViNo - 25.02.2008 … Lucas holte tief Luft, „Ich wollte mich beim Training ablenken und war so in Gedanken, dass ich die Zeit falsch eingeschätzt habe. Sei froh, dass ich im Training so bei der Sache bin, das ist schließlich immer noch besser als zu Hause herumzusitzen.“ Andreas schüttelte den Kopf. „Nein, das ist es eben nicht. Du hast eine anstrengende Saison hinter dir, eine Saison, die auch sehr aufregend war. Das kann man als Jungprofi gar nicht so schnell verarbeiten, auch wenn du da anders denkst. Hinzu kommt jetzt die Teamsuche und das nagt an dir und wenn du nicht frei im Kopf bist kannst du keine weise Entscheidung treffen.“ Lucas stutzte. Er hielt kurz inne, schaute auf den Boden und kraulte sich am Kinn. Dann blickte er auf und fragte seinen Trainer was er vorschlage um die Situation zu verbessern. „Du solltest ausspannen, überstürze bei der Sache nichts. Mache Urlaub mit ein paar deiner Jungs, irgendwo fernab von hier. Da kannst du die Sache besser verarbeiten und siehst, dass das Leben derzeit nicht nur ein Krampf ist und wenn du wiederkommst bist du bereit für eine Entscheidung.“ Lucas konnte sich nicht sofort mit dem Gedanken anfreunden und versuchte seinen Trainer etwas aus der Reserve zu locken. „Was ist, wenn einige der Teams dann wieder abgesprungen sind? Wohlmöglich stehe ich dann ohne ProTour Team da. Das ist nicht der Sinn der Sache.“ Andreas schmunzelte erst, wurde dann aber wieder ernst. Er packte Lucas an den Schultern und sah ihm tief in die Augen. „Das ist doch genau der springende Punkt. Es ist vielleicht ein Risiko, aber dieses Risiko solltest du eingehen um zu sehen, wie sehr dich diese Teams wollen. Ein Team, dass an dir wirklich reges Interesse hat wird nicht innerhalb von einer Woche abspringen. Da ist das Risiko viel größer, dass du bei einer vorschnellen Entscheidung im falschen Team landest. Schicke eine Rundmail an die Teams und sage ihnen, dass du noch etwas Bedenkzeit brauchst, dann werden wir sehen, wer zu dir steht und wer nicht.“ Lucas hatte ein wenig Bedenken dieses Risiko einzugehen. Warum sollte ein ProTour Team, das über ein großes Budget verfügt auf einen jungen Mann wie ihn warten. Aus seiner Sicht tat sich da gar keine Frage auf, schließlich war er DER kommende Radstar Deutschlands, aber wenn er sich in die Lage der Verantwortlichen der Teams hereinversetzte kamen ihm doch Zweifel. Wäre es nicht besser schnell einen Deal abzuschließen um im nächsten Jahr sicher bei einem großen Team unter Vertrag zu stehen? Sollte er pokern oder die Karten auf den Tisch legen? - DiViNo - 27.02.2008 Lucas brauchte Bedenkzeit und die gab ihm sein Trainer auch. Andreas solle morgen früh wieder vorbei kommen und dann würde ihm Lucas seine Antwort geben. Bis dahin stand aber noch ein ganzer Tag vor Lucas. An ein ordentliches Training war heute nicht zu denken, denn das Abwägen, welche Richtung er einschlagen würde, stresste ihn genug. Nachdem er ausgiebig frühstückte setzte er sich in sein Auto und fuhr nach Nordhausen um seinen Eltern einen Besuch abzustatten. Er wollte ihre Meinung hören und schon an der Tür wusste er wie es wahrscheinlich ausgehen würde. „Oh Gott, was ist denn mit dir? Du siehst ja total fertig aus! Bist du krank?“, waren die ersten Worte seiner Mutter. Sein Vater war da etwas konserativer. Er begrüßte seinen Sohn normal und blockte die Sorgen der Mutter gleich ab. „Was den nicht umhaut macht den nur härter. Der ist Radprofi, da mach dir mal keine Sorgen.“ Lucas nervten solche Worte eigentlich, aber jetzt war es genau das, was er brauchte. Seine Eltern baten ihn dann in die Wohnung und man setzte sich erstmal gemütlich hin zu Kaffee und Kuchen. Reinhard, Lucas sein Vater, wusste um die Abneigung seines Sohnes gegenüber Jan Ullrich und neckte ihn ein wenig. „Iss nicht zu viel Schwarzwälder Kirsch, sonst endest du nachher wie der Ullrich … als Toursieger.“ Das war die alte Ostverbundenheit, als ehemaliger Staatsbürger der DDR. Lucas hatte die auch mal, aber nachdem er tiefere Einblicke in diesen Sport bekam entwickelte sich ein Anti-Ullrich-Denken bei ihm. Die familiäre Runde empfand Lucas als guten Zeitpunkt die Geschehnisse der letzten Tage zu erzählen. Aufmerksam hörten seine Eltern zu und seine Mutter nickte verständnisvoll, als Lucas von Andreas seinem Vorschlag erzählte. Sein Vater hingegen überließ die Entscheidung Lucas, schließlich könne nur er selber einschätzen, was in ihm vorginge. Lucas war nicht wirklich schlauer gewesen. Er bedankte sich trotz allem bei seinen Eltern und wollte das Haus gerade verlassen, als ihm Tobi, sein kleiner Bruder entgegenkam. Der war außer sich vor Freude seinen großen Bruder und sein Vorbild, schließlich war der 18 jährige selber Radfahrer bei einem Nordhausener Club, mal wieder zu sehen. Er sah Lucas an, dass irgendetwas nicht stimmte und fragte was los sei. „Probleme, bei der Teamfindung und der Andreas meint ich solle so schnell wie möglich Urlaub machen und den Kopf frei kriegen … am besten noch die nächsten Tage. Ich allerdings bin ein wenig zwiegespalten.“ Tobi runzelte kurz die Stirn und sagte dann, dass ein Urlaub doch perfekt zum ausspannen sei. „Und mitnehmen könntest du mich auch, schließlich habe ich gerade Herbstferien. Das wäre doch der Hammer, schließlich haben wir uns so lange nicht gesehen. Wir könnten so viel unternehmen.“ In freudiger Erwartung schaute Tobi Lucas an. Nach kurzer Überlegung schaute Lucas seinen Bruder an, grinste und fragte: „Wo soll es denn hingehen?“ Tobi schrie vor Freude auf und entschied sich spontan für Gran Canaria. Lucas nickte zufrieden, worauf die beiden zurück ins Elternhaus gingen um die Sache zu klären. Als Lucas ging fühlte er die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nicht nur um auszuspannen und ein neues Team zu finden. Nein, endlich konnte er mal wieder Zeit mit seinem Bruder verbringen, denn er wusste, dass er ihm das nach der langen Saison schuldig war. Sie hatten sich einfach zu selten gesehen und die lockere Art und Fröhlichkeit von Tobi konnte nur positive Auswirkungen auf Lucas sein Befinden haben. Das hatte sich auch in der Vergangenheit schon oft bemerkbar gemacht. Von Lucas fiel ein Teil der Last ab und noch am gleichen Abend rief er Andreas an, der für Sonntag, den 22.Oktober 2 Tickets nach Gran Canaria buchte. Lucas sah das nun nicht mehr als eine Flucht vor seinen Problemen an. Im Gegenteil, dieser Urlaub sollte ihm helfen seine Probleme besser lösen zu können. - DiViNo - 27.02.2008 Lucas schloss die Augen, während die Motoren erklangen und die Maschine startete. Vor seinen Augen liefen die Bilder der letzten Tage, eigentlich sogar die Bilder des gesamten Jahres, wie im Zeitraffer. Schöne, wie auch unschöne Erinnerungen kamen ihm in den Sinn. Er seufzte erleichtert und war in diesem Moment einfach nur glücklich. Er drehte sich seitwärts zu seinem Bruder und sagte ihm, dass er noch nie so ein Jahr verlebt hatte. So oft war er von der Familie getrennt, nur fixiert auf den Beruf. Einerseits war es schön, andererseits vermisste er seine Familie, ganz besonders Tobi. Auch war er traurig darüber, dass Toni an seinen größten Triumphen nicht teilhaben konnte. Beim GP Schwarzwald war er nicht dabei, da mit dem Erfolg einfach keiner gerechnet hatte. Und auch am Fuscherl Törl, einer Passage der Großglockner Hochalpenstraße, war niemand von der Familie anwesend. Dort hatte er seinen zweitgrößten Erfolg gefeiert, einen Etappensieg bei einer Hochgebirgsetappe der Österreich-Rundfahrt. Seine Freude konnte er mit seinen Teamkollegen teilen, aber mit seiner Familie wäre es definitiv schöner gewesen. Umso glücklicher war er nun, dass Tobi bei ihm war. Kurzerhand beschloss Lucas seinem Bruder sein ersten großen Karriereerfolg ein wenig näher zu bringen. Tobi war an diesen Storys immer interessiert, da er bekanntlich selber Radprofi werden wollte und Lucas dachte, dass nun ein guter Zeitpunkt war ihm zu erzählen, wie es als Nobody im Feld so ist. „ Der GP Schwarzwald ist ja nicht so ein großes Ding, nicht zu vergleichen mit den 3 Großen oder auch mit Rundfahrten wie der Deutschland-Tour oder der Tour de Suisse. Aber für mich als Jungprofi war das schon eine ganz große Nummer und dementsprechend nervös war ich. Diese stieg auch vorm Rennen stetig an, schließlich hatte ich als Helfer von Gerhard Trampusch eine harte Aufgabe. Wir wollten das Ding hier bestmöglich abschießen und somit musste ich Gerhard aus allen möglichen Schwulitäten raushalten. Einfach ist das nicht, da bekommt man auch schon mal einen Ellenbogen oder auch einen dummen Spruch ab, aber eher den Ellenbogen, denn zum größten Teil herrscht unter den Fahrern eine freundliche Atmosphäre. Meine Aufgabe war es nur Gerhard heil in die vorentscheidenden Steigungen zu bringen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Vor dem Rennen hatte ich Angst selbst diese Erwartung nicht zu erfüllen, schließlich bestanden meine Vormonate mehr aus Training, als aus Wettkämpfen. Lediglich in Niedersachsen und bei der Bayern Rundfahrt konnte ich Rennkilometer sammeln, davor war ich noch im Aufbautraining.“ Tobi lauschte gespannt während Lucas sich regelrecht in das damalige Rennen zurückredete. Man konnte spüren, wie sehr in diese Zeit prägte und wie schön er sie fand, denn er schilderte das Geschehen so enthusiastisch, als wäre man selbst dabei. „ Zu bewältigen waren bekanntlich 7 Runden mit je 23 km Länge und insgesamt 4000 Höhenmetern. Da konnte einem schon angst und bange werden. Im Rennen selbst hatte ich dann nur zwei Punkte, die Straße vor mir und natürlich meinen Kapitän. Ich wollte einen unbändigen Kampf liefern, den bestmöglichen Helfer darstellen. So wich meine anfängliche Angst wieder meinem typischen Stolz … Arroganz, wie Mutti und Vati sagen würden. Dabei schadet ein gesundes Selbstvertrauen doch nicht!? Dieses wurde mit der Zeit immer größer, denn das Feld wurde durch das T-Mobile Tempodiktat immer mehr dezimiert. Und an der Seite von Gerhard waren von uns nur noch der Robert Retschke und ich. Auch wenn die Knochen schmerzten und die Hitze das Rennen merklich erschwerte war es ein absolut geiles Gefühl hier ganz vorne mitzufahren. Ich gab mir hier selbst die Bestätigung eines der größten Talente Deutschlands zu sein, in meiner Altersklasse sowieso. Ein verrücktes Gefühl. Mich störte nicht mal, dass Gerhard in der vorletzten Passage mit Robert sein vorletzten Helfer zurückfiel. Im Gegenteil, ich freute mich diebisch der letzte zu sein an der Seite meines Kapitäns. Sicherlich ist das irgendwo egoistisch, aber wenn man weit kommen will muss man zuerst an sich denken. Und es hat sich ja auch ausgezahlt. Am letzten Berg attackierte Fabian Wegmann und urplötzlich wollte keiner von T-Mobile nachführen. Ohne auch nur zu Gerhard zu schauen setzte ich mich an die Spitze und wollte die Gruppe wieder heranführen und es schien zu klappen. Wir kamen wieder näher an Fabian ran und das durch mich. Ein unglaubliches Gefühl. Dieses Gefühl wurde noch mal getoppt als ich mich umschaute und keiner mehr Anschluss an mein Hinterrad hatte. Niemand konnte mir folgen, erst in diesem Moment kam ein T-Mobile Profi in mein Sichtfeld. Ich fragte per Funk nach Gerhard, aber man sagte mir nur, dass ich mich auf mein Rennen konzentrieren sollte. Also kämpfte ich mich weiter an Fabian ran. Meine Beine brannten höllisch, aber mit jedem Tritt kam ich näher an ihn ran und mit jedem Tritt stieg mein Selbstvertrauen. Ich erreichte ihn und behielt meine Frequenz einfach bei und die schien Fabian zu zermürben. Nicht lange und selbst er hatte Probleme an meinem Hinterrad zu bleiben. Ich zog noch mal das Tempo kurz an und da war es um ihn geschehen. Nun war ich alleine an der Spitze beim GP Schwarzwald. Es kam mir fast ein wenig ungeheuerlich vor. Die Querelen des Tages machten sich nun immer mehr bereit und ich fuhr die letzten Meter bergauf wie in Trance. Die Zuschauer um mich herum nahm ich nur teilweise war. Im Nachhinein piepten meine Ohren wie verrückt aber im Rennen selber konnte ich mein eigenes Herz pochen hören und mein eigenes atmen. Das war eher ein wildes Schnaufen, getrieben von dem Gedanken schon hier ein Exempel an Teile der deutschen Radelite statuieren zu können. Am Gipfel hatte ich einen recht komfortablen Vorsprung. Jetzt durfte ich nur nicht nervös werden. Immer hoch konzentriert in die Abfahrt, was bei der Hitze gar nicht so einfach war. Immer wieder schaute ich auch zurück, denn trotz des Wissens um meine eigene Stärke konnte ich es noch nicht so recht fassen. Aber ich packte es bis ins Ziel und dort brach alles aus mir heraus. Die Erinnerungen an das vergangene Jahr, die Verletzung, das Abi und dann der Weg zurück. Hier fand er seinen vorläufigen Höhepunkt. Es sollten weitere folgen, aber die überraschten mich weniger. Schließlich wusste ich spätestens jetzt, dass ich schon ganz vorne mitfahren konnte … und Tobi, ich verspreche dir, schon in ein paar Monaten werde ich in ProTour Rennen vorne mitfahren.“ Die letzten Worte zeigten wieder Lucas seine typische Arroganz, die ihm natürlich auch als Überheblichkeit ausgelegt werden konnte. Tobi allerdings tat das nicht. Er bewunderte Lucas und glaubte seinen Worten zu 100 Prozent. Er war mächtig stolz auf seinen Bruder und wartete sehnsüchtig auf den Tag an dem er den anderen Leuten am Fernseherbildschirm sagen konnte: „Ja, das ist mein Bruder.“ Und beide, Tobi und Lucas, waren sich sicher, dass dieser Tag nicht mehr lange auf sich warten ließ. Bitte um Feedback
- DiViNo - 29.02.2008 Lucas stieg aus dem Flugzeug und die Sonne lächelte ihm entgegen. Aus den tiefen, dunklen Wäldern des Harzes auf die sonnige Insel Gran Canaria. Sollte das sinnbildlich sein für Lucas seine Zukunft? Ihm schien diese Vorstellung zu gefallen, denn er schien gut drauf zu sein. Der Stress der letzten Tage war verflogen und Lucas blickte freudig auf die nächsten Tage. Es war nach der langen Saison auch Zeit zum ausspannen, einfach mal am Strand den Mädels nachpfeifen oder eine lockere Radtour mit seinem Bruder machen ohne auf Trittfrequenzen, Kilometerzahlen oder Puls zu achten. Ausfahrten mit dem Rad standen jedenfalls fest auf dem Programm. Darum hatte Tobi gebeten. Lucas hatte damit kein Problem, denn er wollte gerne mal die schöne Landschaft der Insel betrachten. Dafür eignete sich eine kleine Tour mit dem Velo perfekt. Doch jetzt stand erstmal eine Taxifahrt entlang der malerischen Ostküste der Insel an, schließlich mussten sie von Las Palmas noch in ihre Heimat für die nächste Woche gelangen, Playa del Inglés. Das hieß übersetzt „Strand des Engländers“. Das passte hier zwar nicht wirklich, aber das war Lucas egal. Andreas hatte ihnen nur gutes über die Südküste und die Orte Maspalomas und Playa del Inglés erzählt und dort deshalb auch ein Hotelzimmer im 4 Sterne-Hotel Neptuno reserviert. Das war nicht weit weg vom Strand und auch das Nachtleben sollte sich in der Gegend abspielen. Schließlich hatten die beiden Brüder es auch darauf abgesehen. Dementsprechend war die Vorfreude groß und schon im Taxi wurden erste Kontakte geknüpft. Ihr Taxifahrer Felipe sprach recht passabel Deutsch und nachdem Lucas ihm erzählt hatte, dass er Radfahrer sei, geriet Felipe ins Schwärmen. So manchen Radfahrer hatte er kommen und gehen sehen, Jahr für Jahr. Viele trainierten auch hier auf Gran Canaria, einige kannte er sogar persönlich, wie er selber sagte. Besonders zu Fahrern aus dem Team Illes Balears und aus dem ehemaligen ONCE/ Liberty Seguros-Würth Team, hatte er recht gute Kontakte. Lucas hörte interessiert zu und erwähnte auch ein Angebot von Astana zu haben, wo ja viele ehemalige Fahrer von ONCE und LSW waren. Dieses Angebot richtig einzuschätzen fiel Lucas allerdings schwer, was er auch Felipe so sagte. Diese Sorgen verstand Felipe durchaus, da das Team neu formiert wurde, u.a. auch mit einer neuen Führung. „Du gewiss noch mehr Angebote oder?“ fragte Felipe. Lucas zählte ihm danach die interessierten Teams auf. T-Mobile und Rabobank lehnte er kategorisch ab, im Rennen waren noch Gerolsteiner, CSC, Credit Agricole, AG2R und eben Astana. Als Felipe AG2R hörte runzelte er die Stirn und man konnte ihm seinen Unmut anmerken. „Diese Schweine haben einfach die gute Junge Francesco aus de Team geschmissen vor Tour 2006. Das wär sein Tour geworden, er hätte gewonnen, ganz sicher … aber er rausgeworfen wegen blinder Vorwürfe. Gehe bloß nicht zu diese Team von Heuchler. Da suche dir andere Team aus, eventuell ich kann helfen dir.“ Lucas hatte zwar eine andere Ansicht zum Skandal vor der Tour 2006, da er strikt gegen Doping war & folglich den Ausschluss von Mancebo, Basso, Ullrich etc. begrüßte, aber der Aspekt, dass Felipe ihm eventuell helfen könnte empfand er als interessant. Deshalb nickte Lucas einfach nur verständnisvoll während Felipe seine Wut über AG2R ausließ. Diesen Kontakt wollte er sich jetzt nicht durch eine Äußerung zerstören, auch wenn es eigentlich in seiner Natur lag, das zu sagen was er dachte. Aber hier war ihm das zu heikel, auch wenn er nicht wusste ob Felipe überhaupt die Wahrheit sagte oder einfach nur ein Hochstapler war. Tobi schlief während der Unterhaltung seelenruhig und bekam nichts mit von den neuen Sorgen, die sich für Lucas bildeten. Die Unterhaltung lenkte Lucas so ab, dass er kein Blick für die schöne Landschaft hatte, die er während der Taxifahrt eigentlich betrachten wollte. Irgendwie war das komisch. Sein Ziel war es während des Urlaubs vom Radsport loszukommen und nun traf er einen Taxifahrer, der vielleicht sogar eine Lösungsmöglichkeit für seine Probleme hatte. Lucas kam das, im wahrsten Sinne des Wortes, sehr spanisch vor. Nach einer gewissen Zeit erreichten die Drei ihr Ziel in Playa del Inglés. „Aufwachen, wir sind da.“ Tobi schaute verschlafen zu Lucas und lächelte ihn an. „Alles klar, Sachen aufs Zimmer und dann ab an den Pool.“ Felipe half den beiden noch beim Koffer tragen und zog vor der Verabschiedung noch mal Lucas zu sich heran und zeigte ihm einen kleinen Zettel. „Nimm diesen Zettel, da steht 2 Telenumero auf, oben ist meine, die untere kann dir vielleicht interessieren, wenn du dich doch schon entscheiden willst wegen Team.“ Überrascht schaute Lucas Felipe an und musterte seine Gesichtszüge. Würde Felipe ihm wirklich die Wahrheit sagen. Das war von äußerst großer Bedeutung, denn er hatte absolut keine Ahnung in was für eine Lage ihn ein einziges Wählen einer dieser Nummern bringen könnte. Allerdings schaute Felipe wirklich sehr ernst drein, von Häme war keine Spur. Also nahm Lucas den Zettel dankend an und während Felipe loszog rief er Lucas noch zu: „Und denke dran, falls Probleme, ruf mich an.“ Die obere Telefonnummer war also Felipe’s, über die untere allerdings wusste er nicht wirklich etwas konkretes und das machte ihn stutzig. Diese Geheimnistuerei kam Lucas komisch vor, weshalb er auch noch unentschlossen war, ob er die Telefonnummern nutzen sollte. Fakt war, dass es selbst im Urlaub schwer werden würde Ruhe zu finden. |