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Entwicklung der WWE - Druckversion +- Peoplesboard.de (https://www.peoplesboard.de/pboard2) +-- Forum: Professional Wrestling (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=3) +--- Forum: Wrestling Talk (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=4) +--- Thema: Entwicklung der WWE (/showthread.php?tid=24751) |
- Y2Jericholic - 12.04.2012 Gute, informative und aus meiner Sicht auch lehrreiche Texte, die hier verfasst wurden (Lights war sehr interessant ;) ). Da ich Wrestling bzw. die WWE erst seit 2009 gucke kann ich wenig bis nichts zu diesem Expertenthema einbringen, da hab ich viel zu wenig Ahnung. Eine Sache, wo ich euch allen recht gebe und wo es da wohl sehr an Durchhaltevermögen mangelt sind die Storylines. So gute Fehden wie einige hier schon angesprochen wurden (Nexus-Cena, Summer of Punk,...) wurden einfach inkonsequent halbdurchgezogen/abgebrochen. Ich meine, wie oft hat man sich schon im letzten Jahr gedacht: Oh Gott, wie schwachsinnig/sinnfrei ist das denn, damit macht man doch die ganze Story kaputt. - Double F - 12.04.2012 Zitat:Original von TaKeRoCk Auch das kann ich so nicht unterstützen, denn es gibt noch einige Stiffe Leute im Roster, zu denen ein Punk oder Bryan sicherlich gehören. Auch Ziggler und Sheamus sind bei Stiffness doch sehr weit vorne anzusiedeln. Schau die mal die Brust von vielen an, die sich Chop-Duelle liefern, oder die die Kicks von Punk und Bryan einstecken müssen. Da sieht man schon, was da los war und die haun sich schon noch rein. Die Glaubwürdigkeit ging aber leider durch die Ausrichtung etwas verloren. Du bist jetzt gewohnt, dass nach dem 2. oder 3. Stuhlschlag einer blutet, das passiert einfach nicht mehr. Aber das Selling selbst ist aktuell mMn wieder eher auf einem Höhepunkt und auch das Storytelling in den Matches wird wieder besser, wobei du da Recht hast, das war früher noch besser, was aber eher am insgesamten Storytelling lag und nicht nur für die Matches. Man hatte auch noch mehr Zeit um ein glaubwürdiges Finish aufzubauen, was noch dazu kommt, wo die Wrestler aber eben auch nichts dafür können! Zitat:Um noch einen etwas kürzeren Diskussionspunkt zu nennen, die Klasse eines Kurt Angle, Steve Austin und The Rock, um nur mal 3 zu nennen, wie sie die Zuschauer beim Match in einen regelrechten Bann reißen können, wer hat die heute noch?? Keiner... Wer kann jemanden in seinen Bann reißen?? Punk vs. Cena war wohl eines der besten Beispiele für genau das, was du da schreibst. Sind also schon mal 2! Jericho, Bryan, Ziggler, genau die können die Leute mitreißen, was man bei ihren Matches auch immer wieder sah. Allein die Matchserie Punk vs. Ziggler war super und hat nicht nur mich, sondern auch die Leute in den Hallen mitgerissen. Das kann ich also absolut nicht verstehen! The Rock hat es bei WM nicht gesachfft, die Leute in den Bann zu ziehen, und genau das ist es eben. Es muss alles passen und man kann nicht immer alle mitreißen in jedem einzelnen Auftritt!! Auch das sah man bei Rockys Promos z.B.! Und wie aktuelle Leute das schaffen sieht man auch Woche für Woche! Zitat:Das solches Talent in keinem der aktuellen Wrestler steckt, sowas zu sagen ist falsch. Nur das Talent wird nicht richtig erkannt, gefördert und umgesetzt. Das ist das Problem, der Aufbau, die Umsetzung. Ohne gute Story gehts einfach nicht und die fehlt einfach. Da hat Light sehr gut geschrieben, dass oft auch einfach der Mut fehlt, die Storys "richtig" weiter zu führen. Man geht dann oft einfach den einfachen Weg, oder gerade den eher unerwarteten. Man sieht es am Jericho Comeback. Tolle Videos, interessante Auftritte, die dann zu sehr ausgeweitet wurden und in Niederlagen beim Rumble und der Chamber gipfelten und sein Comeback in den Sand setzten. Ein Sieg beim Rumble oder der Chamber hätte seinem Standing enorm geholfen und die Punk-Fehde wäre besser gewesen für Wrestlemania mit einem Jericho von Beginn an auf Augenhöhe! Und genau hier muss man mMn ansetzen. Die Talente und potentiellen Stars hat man schon in den Reihen und mit Tyler Black, Claudio Castagnoli und Co warten schon wieder die nächsten auf ihre Chance. Gebt ihnen ne richtige Story und schon hat man die Stars von morgen, die auch im Ring perfekt abliefern! Außerdem sollte man den Fehler nicht machen, dass man sagt: "damals machte man keine Fehler"! Auch die gab es natürlich und nicht jede Story war damals gut. Aber leider fehlen heute eben diese WTF-Momente, wenn eine Story richtig geil ist! Im letzten Jahr im "Summer of Punk": Jeder fragte sich war die Shoot-Promo echt? Geht er wirklich? Was geht da ab? Das war einfach mal wieder so ein WTF-Moment. Dann die Sache mit der Convention und den Auftritten nachdem er bei MitB Champ wurde und "weg" war! Und dann zack, war er wieder da. Das war so, wie die Auflösung: Wer fuhr Austin um. Rikishi?? Da dachte auch jeder, was ist das denn jetzt bitte... Darum gehts. Es gibt trotzdem noch sehr viel positives im aktuellen Produkt zu sehen und zu entdecken, aber man darf eben auch kritisch sein, aber nicht alles von damals als Heilsbringend und wahnsinnig geil hin stellen, denn nicht alles war toll! ;) - Zar - 12.04.2012 Mich würde ja auch mal die Meinung der jetzigen Wrestlingfan-Generation interessieren. Wie seht ihr das aktuelle Produkt der WWE? Nich in Bezug auf die Vergangenheit, sondern auf das, was jetzt für euch neu und aktuell ist? Viele von denen, die jetzt hier geschrieben haben sind halt schon seit mindestens 10-20 Jahren Wrestlingfans, da fehlt vielleicht mal der objektive Blick fürs aktuelle Geschehen. - D-Nize - 12.04.2012 Also ich hab ja von 2005 bis 2007 und jetzt wieder seit einem Jahr regelmäßig. Damals hab ich au´fgehört zu schauen weil es mir irgendwann zu eintönig wurde, das hat sich letztes Jahr dann in den Wochen vor Wrestlemania geändert. Ich kenne auch nicht so viele Matches von früher, höchstens einige der ganz besonderen, wie einige EC oder HiaC Matches. Im Vergleich dazu hat man natürlich einige Dinge einbüßen müssen, denke man an Undertaker vs. Mankind in der Zelle oder Spots wie Chris Benoits Diving Headbutt von der Chamber und von Leitern (RIP). Heutzutage gefällt mir das Produkt eigentlich weitestgehend schon, nur wie schon oft gesagt wurde, ein ganz großes Problem sehe ich darin, dass das Ganze viel zu kommerzialisiert wurde. Es wird nur noch auf den höchstmöglichen Profit geachtet, was sich dann in unvollständigen Storylines und unglaubwürdigen Titelträgern und Finishes wiederspiegeln. Bestes Beispiel ist zur Zeit ja, überall wieder Comebacks und ähnliches groß anzupreisen, während die wahren Stars der neuen Generation wie Dolph Ziggler oder auch bis vor kurzem Daniel Bryan zu kurz kommen. Dazu kommt, dass viele ja scheinbar stark in den Moves die sie zeigen dürfen eingeschränkt sind, warum kann ich mir nicht beantworten. Das technische steht leider nicht mehr in dem Vordergrund. Das führt alles dazu, dass mir mitlerweile das Produkt, das von TNA abgeliefert wird, stellenweise besser gefällt. Dort hat man jede Woche gute Storylines UND gute Matches. Kann mich nicht daran erinnern nach einer Impact Ausgabe gesagt zu haben "die war nicht so gut", was bei der WWE mindestens einmal pro Woche vorkommt, leider muss man sagen... - Sawyer - 12.04.2012 Interessante Meinungen, zumindest die, die ich lesen konnte. Ich seh aufgrund der großen Posts nur die ersten paar Beiträge, was ich sehr schade finde, da es doch ein recht interessantes Thema ist - auch wenn man unbewusst sehr oft darüber diskutiert, was heute schlecht und damals gut war. Aber ich denke trotzdem, dass im großen und ganzen eh schon alles gesagt wurde, weshalb ich mich in den paar folgenden Zeilen sicherlich nur wiederholen werde. So sehe ich die Entwicklung aus meiner Sicht: Ich trauere der Attitude und der Post-Attitude-Era (imo von 2002 bis 2006) zwar nach, aber im Endeffekt bringt es nur wenig. Ändern kann man es sowieso nicht mehr. Der Entertainment-Faktor ist heutzutage ganz klar höher/stärker als damals, aber das bedeutet nicht, dass die Matchqualität schlechter geworden ist. Auch heute kann man noch sehr gute Matches bei WWE sehen, man hat einige Leute im Roster, die dazu fähig sind. Problem? Die WWE lässt das nur bedingt zu und beschränkt vor allem bei den Nachwuchstalenten wie Sydal, Moxley, Castagnoli und co. drastisch deren Movesets. Aber auch damals war nicht alles so prickelnd, wenn auch wesentlich "edgier", wie Batista gerne sagt. Ich erinnere mich an viele RAW is WAR Ausgaben (die ich natürlich nachgeholt habe), in denen die Matches allesamt zum Vergessen waren. Wirklich interessant waren eher die Segmente der Shows mit The Rock, Austin, Angle und co. Für die technischen Leckerbissen sorgten damals eher Leute wie Jericho, Benoit, Guerrero, Regal und co. Aber die gab es eher bei den PPVs zu sehen. In den Weeklies eher nur sehr kurze Matches, ähnlich wie heute. Womit die Attitude und Post-Attitude-Era aber wiederum SEHR glänzen konnte, waren meiner Ansicht nach die Tag Teams. Ich könnte "unendlich" viele aufzählen, aber das gelingt mir seit 4 Jahre nicht mehr so leicht. Die Tag Team Division war damals mit den Hardys, den Dudleyz, Edge & Christian und wie sie alle heißen kaum wegzudenken, bei jedem PPV waren Tag Team Matches ein wesentlicher Bestandteil, aber heute kann die Division nur mehr als schlechter Witz betrachtet werden. Was soll man denn sagen, wenn man gerade mal 2-3 richtige Teams hat? Wenn überhaupt... Fazit meinerseits: die Entwicklung geht sicherlich nicht in die richtige Richtung, was Buyrates etc. auch bestätigen, aber WWE passt sich leider dem modernen Stil sehr an (man merkts auch mit Twitter - WWE ist verrückt nach dem Ding und wie diese Social Networks alle heißen). Dennoch kann die WWE noch Momente kreieren, die mich stolz machen, ein Fan zu sein, sei es die Rückkehr von Rocky, Lesnar, etc. Die vergangenen Eras waren in meinen Augen zwar besser, aber auch nicht alles war damals so toll, wie es manchmal gemacht wird! - TaKeRoCk - 12.04.2012 Hier mal die Matches die ich mir ansah und wodurch es überhaupt dazu kam den Thread zu eröffnen: Zitat:Steve Austin vs Kurt Angle (2001 Summerslam http://www.youtube.com/watch?v=j-x7B9GIt-I & Unforgiven http://www.youtube.com/watch?v=Da2GrSWdR6Q) Da stimmt für mich einfach alles von vorn bis hinten. Die Kommentatoren sind voll bei der Sache und beim Match. Das Wrestling auf hohen Niveau, die Art wie man wrestlet, sich kackfrech die Finisher klaut und jedes mal denkt jetzt ist es zu Ende...aber nein KICKOUT und es geht weiter...sowas seh ich heutzutage nur noch sehr sehr selten. Nach spätestens dem 2. Finisher war es das in 99,99999% der Fälle gewesen, das war früher nicht so. Schaut euch an wie Kurt Angle aus dem Cover auskickt, so muss das aussehen. Auch einfach mal die Ringrichter ausnocken oder allgemein etwas mit den Ringrichter machen, ohne das sofort DQ kommt und das wars...sowas sehe ich heute auch nicht mehr. Auch was das Cover der Ringrichter betrifft find ich das im Vergleich zu heute viel gekonnter, ich weiß erst wenn es gesagt wird ob es jetzt ein Kickout war oder nicht, weils so schnell geht man sieht es nicht. Wobei ich sagen muss das der Ref Earl Hebner ein Ausnahmetalent war. Das Match kurz nach draußen verlagern, dann wieder rein in den Ring...einfach Sachen tun die unvorhersehbar sind und man das Gefühl bekommt jeden Moment passiert etwas anderes...wann gibts das denn heute noch, da haben einfach die Ideen nachgelassen. Ich weiß nicht ob da nur noch Leute arbeiten die keine Ahnung haben...ändern muss sich was. Außer man hat bei WWE die Absicht, nicht mehr auf die Vermarktung von gutes Wrestling zu schauen, sondern nur auf das Geld und es, solang es finanziell ok läuft dabei zu belassen... Rein vom Wrestling ist das Produkt nicht mehr das was es einmal war... :/: - Savage R.i.p. - 12.04.2012 @ Take a Rock Du hast schon recht Früher wurde in manchen Matches mehr auf Feinheiten Wert gelegt aber dann waren es auch Matches von Ausnahmetalenten die auf ihrem Zenit waren. Ich dachte Früher auch immer was, wie, die Alten sagen immer Früher war das und das besser, so werde ich nie und dann hab ich mich selbst mal dabei erwischt und es gleich wieder ein gestellt. Man kann keinen realistischen Vergleich ziehen, es ist fast so als wäre es eine Neue Liga. So dass war mein Senf zu dem Thema .
- TaKeRoCk - 12.04.2012 Ist echt eine treffende Aussage das WWE heute eine andere Liga ist wie die damalige WWF. - AwesomePunk - 13.04.2012 Die Rosterdichte stellt für die WWE aber in meinen Augen ein Problem dar, weil sie damit falsch umgeht. Es werden immer die gleichen gepusht und erfolgsversprechende Aufbauten und Storylines idiotischerweise wieder zerstört (wie meine Vorredner auch schon bemerkt haben ;) ) Dadurch das es auch keine ernstzunehmende 3. Show gibt (wie es früher ECW), kommen viele Talente nicht über ein Jobber Dasein hinaus. Die WWE sollte ihre Richtung wirklich überdenke und lieber langfristig mit jungen Talenten planen, anstatt auf Legenden zurück zu greifen. - Pauleta - 16.04.2012 Interessantes Thema, aber Ich trau mich wetten, dass exakt die selbe Diskussion schon vor 10 und vor 20 Jahren geführt wurde. ALles ändert sich, und alles aht sich geändert und grundsätzlich scheint sich alles zum schlechten zu ändern; zumindest wirkt es so. Ich kann und will jetzt auch nicht explizit auf einzelne Postings eingehen, da im Prinzip in jedem ein wahrer Kern steckt in den längeren vielleicht auch zwei, und sich der lange Post sonst ins unendliche zieht. Zuerstmal ein Punkt, der mir auffällt, und noch nicht genannt wurde. Früher waren Faustschläge untersagt und dementsprechend verlief das MAtch auch. Heutzutage schlagen sich die Kontrahenten andauernd auf die Fresse und trotz alledem scheint nur Big SHow jemanden auszuknocken. Das ist doch lächerlich. Und vollkommen ungaubwürdig. Wenn jemand mehrere Faustschläge einsteckt, dann müsste irgendwann mal jemand ausgeknockt sein! Und wieso gibt es noch diese sinnfreien Chops, wenn man genausogut einfach mit der Faust zuschlagen kann? Macht doch gar keinen Sinn. Und wieso warten die andauernd, bis der Gegner aufgestanden ist, anstatt ihm eifnach nur aus der Mount den Rest zu geben? Das ist doch vollkommen bizarr. Abgesehen davon ist es so unglaublich berechenbar geworden. Ein Cena zeigt immer seine Back Suplex Powerbomb und dann den Five knuckle Shuffle, ein Orton immer seinen wahnsinnig komplizierten DDT aus den Seilen... Und anscheinend kam in der WWE bisher niemand uaf die Idee, mal Videobänder anzuschauen, dnen dann wüsste man genau was jetzt kommt.(Wobei das auch vor 10 Jahren schon so war) Offensichtlich sind die WWE Wrestler auch komplett imun gegen Wunden und BLut, ein Dank an Pg, und versuchen sich wzar zu töten, aber bluten tut dabei keiner. |