Peoplesboard.de
Radsport 2005 Thread - Vorbereitung für neue Saison läuft - Druckversion

+- Peoplesboard.de (https://www.peoplesboard.de/pboard2)
+-- Forum: Community (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=5)
+--- Forum: Sport-Forum (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=6)
+--- Thema: Radsport 2005 Thread - Vorbereitung für neue Saison läuft (/showthread.php?tid=11094)

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39


- DiViNo - 05.06.2005

Lance Armstrong, der am Sonntag bei der französischen Dauphiné- Rundfahrt seine Tour de France- Generalprobe beginnt, ist sich vier Wochen vor der "Großen Schleife" seiner Form nicht sicher. "Schwer zu sagen, wo ich derzeit stehe", sagte der Amerikaner am Samstag bei einer Pressekonferenz am Vorabend des Prologzeitfahrens des "Critérium du Dauphiné", dem traditionellen Aufgallop zur Tour, den Armstrong zwei Mal (2002 und 2003) gewinnen konnte. Letztes Jahr war er dort Vierter.

"Mein letztes Rennen war in Georgia und danach habe ich nur viel trainiert", sagte Armstrong, der bei der Rundfahrt im Süden der USA im April keinen überzeugenden Eindruck machte und auch sonst in dieser Saison wesentlich schwächer fuhr als in den letzten Jahren. "Ich weiß wirklich nicht, wie meine Form ist. Das ist schwer zu sagen. Nach der Dauphiné weiß ich mehr", sagte Armstrong lakonisch. Spekulationen, er werde womöglich gar nicht zur Frankreich-Rundfahrt gehen, wenn seine Form nicht 100-prozentig stimmt, trat Armstrong entgegen. "Nur eine Verletzung oder Krankheit kann mich von einem Start abhalten."

Bisher hat der 33-Jährige, der nach der nächsten Tour de France seine Karriere beenden will, noch keinen Saisonerfolg zu Buche stehen, was die Frage aufwirft, ob er nach seiner Rücktrittsankündigung wirklich noch mit ganzem Herzen Rennfahrer ist. "Manche denken, ich sei schon Rentner. Denen möchte ich gern das Gegenteil beweisen", sagte Armstrong, der allerdings nicht als Favorit auf einen dritten Dauphiné-Sieg gelten will. Vor dem Mont Ventoux habe er "großen Respekt" und im Zeitfahren sei er auch noch nicht in Topform, meinte er.

"Es wäre schon komisch ("weird"), zur Tour zu gehen ohne einen Saisonsieg. Das wäre das erste Mal in sieben Jahren. Ich hoffe, ich habe Erfolg in den nächsten acht Tagen", meinte der sechsfache Toursieger. Besorgt äußerte sich der Discovery-Star, in diesem Jahr kaum Rennpraxis im Zeitfahren gesammelt zu haben. Und das umso mehr, als er seinen ewigen Rivalen Jan Ullrich, der die letzte Chance hat, den Amerikaner zu schlagen, stärker einschätzt. Beim Training in den Pyrenäen konnte sich Armstrong ein eigenes Bild machen von der T-Mobile-Trainingsgruppe um Ullrich: "Die waren terrible." Schrecklich gut, meinte er damit.

"Ich glaube, (Ullrich) ist weiter dieses Jahr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ullrich nicht aufs Podium kommt", sagt Armstrong, der die Magentatruppe als größte Gefahr sieht. "So weit ich das nach den Berichten sehe, ist (Ullrichs) Mannschaft stärker denn je. Ullrich ist der klare Leader, aber was sie so gefährlich macht ist die Kombination der drei. Klöden und Jan werden besser und Vino (Vinokourov) ist so stark wie immer. Da ist also eine potenzielle Bedrohung durch ein Trio. Aber wir können das mit (Yaroslav) Popovych und (Giro-Sieger Paolo) Savoldelli neutralisieren." Als weitere gefährliche Tour-Rivalen nannte Armstrong seinen ehemaligen spanischen Leutnant Roberto Heras und den italienischen Vorjahresdritten Ivan Basso, der beim Giro mit seinen verbesserten Zeitfahr-Qualitäten beeindruckte.

"Wenn man anschaut, was er beim Giro gezeigt hat, muss man sagen, dass Basso sehr viel gefährlicher geworden ist. Er hat sich im Zeitfahren enorm verbessert. Seine Position auf dem Rad ist besser, seine Geschwindigkeit war unglaublich. Er ist ein anderer Athlet geworden", sagt Armstrong. "Das wird eine aufregende Tour. Da ist eine ganze new wave von jüngeren Fahrern wie (Alejandro) Valverde, Basso und (Damiano) Cunego. Dann ist da Heras, der bisher ruhig fuhr, aber bei der Tour seine Karten richtig spielen könnte."

Mit welchem Ziel er bei seiner letzten Tour de France antritt, daran lässt Armstrong keinen Zweifel. "Wenn ich die Rampe runterrolle, habe ich den Sieg im Blick. Aber ich glaube, man kann beides machen. Ich will meine letzte Tour genießen und trotzdem gewinnen", so Armstrong. Ob das mit dem Genießen so hinhaut, wenn Ullrich oder Basso gewinnen?

Quelle: radsport-news.com

Ist mal wieder typisch Armstrong.Er schiebt mal wieder den anderen die Favoritenrolle zu mit seinen Worten.
Man kann also auf die heute beginnende Dauphine gespannt sein.
Ein überragendes Starterfeld (u.a.Armstrong,Popovich,Menchov,Mancebo,Heras,
Klöden,Winokourow,Sevilla,Leipheimer,Landis) und dazu noch Mont Ventoux und Col de Joux-Plane , der Berg an dem Armstrong im Jahr 2000 bei der Tour einen Hungerast erlitt.

Ich tippe auf Gesamtsieg Popovych oder einer der 3 Amis


- Nefercheperur - 05.06.2005

Zitat:Ist mal wieder typisch Armstrong.Er schiebt mal wieder den anderen die Favoritenrolle zu mit seinen Worten.

LOL genau das selbe habe ich auch gedacht als ich das lass. Verdammt clever muss man sagen, denn in der tat habe ich ja vor wochen schon gesagt das Ullrich auch fuer mich mit diesem Team (mit Kloeden und Vinoukorov) der klare Favorit fuer mich ist. Armstrong hat nichtmehr dieses gute Team wie noch vor zwei Jahren, daher schiebt er die Favoritenrolle ab und kann selber abwarten.

Ansonsten was die Tour betrifft sehe ich neben ullrich und Armstrong, vielleicht noch Basso wobei da ein grosses Fragezeichen ist wie er in Form kommt. Leute wie Heras, Mayo, Mancebo, Menchov, Simoni oder Cunego sind fuer mich keine ernsthaften Gegner fuer die anderen drei. Und aus dem Team von Armstrong wird bestimmt niemand gegen den Captain fahren, das macht man nur bei T-Telekom. ;)


- DiViNo - 05.06.2005

T-Mobile heißt das ... ;)

war letztes Jahr schon komisch.
der 2.platzierte muss in den Alpen das Tempo für den 4. machen.

Jedenfalls steht fest,dass der Sieger der Tour de France passable Zeitfahrqualitäten haben muss,womit Leute wie Mancebo,Heras,Simoni und Cunego schon mal herausfallen.
Mayo ist die große Unbekannte für mich.
Bei Landis muss man sehen wie er sich jetzt entwickelt ohne seinen Mentor.
Und bei Klöden stellt sich díe Frage ob er genug Rennkilometer in den Beinen hat,war ja bei Ullrich letztes Jahr auch das Problem.
... Zu Winokourow muss ich sagen,dass er IMO die Tour noch besser bewältigen könnte,wenn er sich ausschließlich darauf konzentrieren würde und nicht noch immer die Klassiker im Frühjahr fahren würde.
... Bei Basso ist es auch schwer einzuschätzen ... der Giro hat geschlaucht,gerade durch seine Krankheit wurde ihm nochmal mehr abverlangt.

Ein Tour-Tipp ist schwer aber ich versuche es mal

1.Armstrong
2.Basso
3.Ullrich
4.Klöden
5.Mayo
6.Menchov
7.Popovych
8.Winokourow
9.Mancebo
10.Landis
11.Sastre
12.Totschnig
13.Cunego
14.Valverde
15.Leipheimer


bzüglich Armstrong seinem Tourteam ... er hat zweifelsohne wichtige Helfer verloren mit Jekimow,Landis und Pena ... aber Popovch,Savoldelli und danielson sind auch starke Leute
übrigens frage ich mich,was mit Azevedo ist.
Überall steht,dass Popo und Savo Edelhelfer bei der Tour sind ... was ist mit Azevedo?


- DiViNo - 05.06.2005

Armstrong pokert weiter ...

so oder so ähnlich müsste man das Resultat vom Prolog bewerten.
Der Tour-Favorit wurde nur 4.bester US-Boy und trotzdem wurde er 5.
Den Prolog gewann George Hincapie in 9 Minuten und 55 Sekunden und damit mit einer Sekunde Vorsprung vor Leipheimer, 3 Sekunden vor Kashechkin , 4 vor Landis und 6 vor Armstrong.
Bester T-Mobile Profi war Paco Lara mit 10:09 und damit 8 Sekunden Rückstand auf Armstrong.
Vinokourov war nochmal eine Sekunde langsamer als Lara,Klöden fuhr 10:19 und sagte,dass er schlechte Beine hatte.


- Nefercheperur - 05.06.2005

Zitat:war letztes Jahr schon komisch.
der 2.platzierte muss in den Alpen das Tempo für den 4. machen.

Das nennt man eine scheiss Taktik ;) . Kann mich auch noch daran erinnern als Kloeden und Ullrich gegen Armstrong beide im Sprint verloren weil sie gegeinander fuhren......

Was der Toursieg anbelangt so hoffe ich auf Armstrong oder Basso. Hier mal meine Top 15,. wobei ich bei manchen nichtmal sicher bin ob sie ueberhaupt mitfahren.

1. Ivan Basso
2. Lance Armstrong
3. Joseba Beloki
4. Jan Ullrich
5. Levi Leipheimer
6. Aleksander Vinoukorov
7. Francisco Mancebo
8. Alejandro Valverde
9. Damiano Cunego
10. Paolo Salvodelli
11. Jose Azevedo
12. Yaroslav Popovych
13. Carlos Sastre
14. Gilberto Simoni
15. Floyd Landis


- DiViNo - 05.06.2005

Ob Beloki wirklich schon so weit ist???

Mitte Mai war es noch ein 151. Platz im Giro-Zeitfahren ...

Was mit Azevedo ist frag ich mich ... nix zu sehen bzw. zu hören.

Interessanter Nachtrag zur Dauphine.
Vino lag bei der Zwischenzeit noch auf Platz 2 hinter Hincapie,ging dann aber in der darauf folgenden Abfahrt nicht 100 % , da es für ihn schon großartig wäre überghaupt zur Tour zu kommen,nachdem er sie 2002 und 2004 wegen sturzpech absagen musste.


- daywalker07 - 05.06.2005

beloki wird sicher nich so weit vorne landen, so wie er sich im giro präsentiert n das kann er nicht mehr aufholen

hier noch ein ergebnis von heute:

Jan Ullrich hat sich einen Tag nach seinem verhaltenen Deutschland-Debüt beim GP Schwarzwald in beeindruckender Form präsentiert.

Der T-Mobile-Kapitän zeigte sich beim Grand Prix Gippingen in der Schweiz in blendender Verfassung und verpasste den Sieg nur knapp. Der 31-Jährige unterlag im Schlussspurt dreier Ausreißer nur dem Schweizer Alexandre Moos vom Team Phonak.



- DiViNo - 05.06.2005

naja so stark war das Fahrerfeld aber nicht.
das sollte man nicht überbewerten,ich glaub kaum,dass man das mit dem 5.Platz von Armstrong bei der Dauphine gleichsetzen kann.


- Nefercheperur - 06.06.2005

Bei meiner Liste ist auch wunschdenken dabei, hoffe das es Beloki schafft, denn er ist einer der wenigen die auch das koennen haben Armstrong zuschlagen, vorausgesetzt die Form stimmt. Bei Azevedo haben wir es letztes Jahr gesehen das auch Helfer sehr weit vorne landen koennen, denn in den Bergen wird er immer lange dabei bleiben. Und bei Salvodelli denke ich das er seine gute Form des Giro halten kann, da ist der 10 Platz von mir noch sehr konservativ.


- DiViNo - 06.06.2005

ich hab extra ne Liste ohne Wunschdenken zusammengestellt und denn machst du sowas.
Mach mal eine,die für dich realistisch ist
... obwohl bei wunschdenken ullrich bei dir kaum auf platz 4 landen kann


- DiViNo - 06.06.2005

ich hab heute Profile für die Tour de France Etappen gefunden.
ich denke die meisten Bergetappenprofile sind bekannt,nicht aber die nach Geradmer und nach Mende.
nach Geradmer lauert 15 km vor Schluss der Col de la Schlucht

[Bild: http://tour.ard.de/tour/tdf/strecke/img/profile/tdf_et_08_vor.gif]

hier noch die Berge:

km 14,5 Côte de Dobel (3. Kat., 702 m)
5,9 km bei 5,9 % mittlerer Steigung
km 27 Côte de Bad-Herrenalb (3. Kat., 537 m)
3,9 km bei 4,3 % mittlerer Steigung
km 38,5 Côte de Nachtigal (3. Kat., 392 m)
3,8 km bei 5,8 % mittlerer Steigung
km 48 Côte de Zimmerplatz (3. Kat., 363 m)
1,9 km bei 6,7 % mittlerer Steigung
km 216 Col de la Schlucht (2. Kat., 1139 m)
16,8 km bei 4,4 % mittlerer Steigung



dann die Etappe im Zentralmassiv nach Mende am 4.letzten Tag.
Kurz vor dem Ziel ist ein über 3 km langer und 10 % steiler Anstieg.
Das ist das Flair von Paris Nice was uns da erwartet.
Ist sicher was für Vinokourov.
Da könnte Ullrich Probleme haben.
Der Anstieg ist kurz,es ist mit Tempowechseln zu rechnen,was Ulle ja nicht mag.

Hier das Profil:

[Bild: http://tour.ard.de/tour/tdf/strecke/img/profile/tdf_et_18_vor.gif]

Berge:

km 53 Côte de la Béssède (4. Kat., 601 m)
8,3 km bei 2,9 % mittlerer Steigung
km 99 Côte de Raujolles (3. Kat., 517 m)
2,7 km bei 5,2 % mittlerer Steigung
km 131,5 Côte de Boyne (2. Kat., 903 m)
9,2 km bei 5,3 % mittlerer Steigung
km 180 Côte de Chabrits (3. Kat., 924 m)
1,7 km bei 7,1 % mittlerer Steigung
km 187,5 Côte de la Croix-Neuve (2. Kat., 1084 m)
31, km bei 10,1 % mittlerer Steigung)





- Nefercheperur - 07.06.2005

Zitat:Original von PsYcHo
ich hab extra ne Liste ohne Wunschdenken zusammengestellt und denn machst du sowas.
Mach mal eine,die für dich realistisch ist
... obwohl bei wunschdenken ullrich bei dir kaum auf platz 4 landen kann
Ich sagte AUCH wunschdenken ;) , wenn es voellig nach meiner Vorstellung gehen wuerde, dann wuerde ich denn Sieg mal einem Ausreisserfahrer goennen, wie 92 fast Chiappucci. Waere doch mal geil, ein voellig unbekannter Fahrer gewinnt auf einer Flachetappe in den ersten Tagen 20-30 Minuten (wie damals Chiappucci) und es stellt sich dann heraus das er auch in den Bergen gut ist, und die Favoriten ihn nicht los werden. Man wuerde ich dann lachen. ;)

Nunja eine "realistische" Einschaetzung ist vielleicht noch zu frueh, denn man ist ja noch in der Vorbereitung. Aber zur Zeit wuerde ich dann so tippen:

1. Ivan Basso
2. Lance Armstrong
3. Jan Ullrich
4. Aleksander Vinoukorov
5. Levi Leipheimer
6. Paolo Salvodelli
7. Floyd Landis
8. Alejandro Valverde
9. Jose Azevedo
10. Francisco Mancebo
11. Yaroslav Popovych
12. Damiano Cunego
13. Carlos Sastre
14. Gilberto Simoni
15. Joseba Beloki

so oder so aehnlich :rolli:


- DiViNo - 07.06.2005

was sagst du zu den Mittelgebirgsetappen?
Also ich finde gerade die 18. , sprich das 2.Profil , sehr geil mit dem steilen Berg zum Schluss.
Auch auf der 17.etappe lauert ca. 6 km vor dem Schluss ein fast 2 km langer und 7,1 % steiler Anstieg.
Könnte dort ähnlich laufen wie bei manchen Giro Etappen dieses Jahr oder was?

Und der Col de la Schlucht ist zwar nicht steil,aber ziemlich lang,was auch zermürbend ist.
Könnte aufgrund der Gleichmäßigkeit Ullrich entgegenkommen im Gegensatz zu dem Berg in Mende