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Irak Krieg - Diskussionsthread - Druckversion

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+--- Thema: Irak Krieg - Diskussionsthread (/showthread.php?tid=3990)

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- WWFFBagwell - 23.03.2003

Selbstabschüsse: ja ja jetzt knallen sie sich wieder selber ab ist doch nichts neues das sie sowas machen, ziemlich beschränkt wenn man schon auf sie selber los geht und leuten die wohl psychich nicht gerade die stärksten sind mit Waffen und Granaten ausüstet, ein ziemliches Armutszeugniss wenn ihr mich fragt!


- RDLA - 23.03.2003

Friendly Fire gibt es schon seit es Krieg bzw. Schusswaffen gibt. Von daher halte ich das für nichts besonderes. Es wird nur immer sehr von den Medien gehypt.


- Nefercheperur - 23.03.2003

Zitat:Original von RDLA
Friendly Fire gibt es schon seit es Krieg bzw. Schusswaffen gibt. Von daher halte ich das für nichts besonderes. Es wird nur immer sehr von den Medien gehypt.
Im 2 Iraq War starben von 4 US Soldaten 1 durch eigene Leute :nervous:


- WWFFBagwell - 23.03.2003

Zitat:Original von Nefercheperur
Zitat:Original von RDLA
Friendly Fire gibt es schon seit es Krieg bzw. Schusswaffen gibt. Von daher halte ich das für nichts besonderes. Es wird nur immer sehr von den Medien gehypt.
Im 2 Iraq War starben von 4 US Soldaten 1 durch eigene Leute :nervous:

Also ich würde mir schon verdammt gedanken machen wenn ich auch noch drauf achten muss nicht aus den eigenen Reihen her erschossen oder mit Granaten beworfen zu werden.


- RDLA - 23.03.2003

Und es werden noch mehr werden. Das ist imo kein Grund hier einen auf Panik zu machen. Das gehört zum Krieg wie Zivilopfer. Solche Sachen lassen sich einfach nicht vermeiden, wenn es erstmal zum Krieg gekommen ist.

Dies ist kein pro Krieg Statement, sondern lediglich meine Ansicht der schrecklichen Wahrheit eines jeden Krieges.


- Nefercheperur - 23.03.2003

Meinst du mich mit Panik machen???Ich wollte nur sagen das es im 2 Golfkrieg jeder 4 soldat von den eigenne Leuten umgebracht wurde.Das ist normal.Ob sichd as steigert?Wahrscheinlich weil diesesmal handelt es sich um einen angriffskrieg was bedeutet,es werden merh opfer fallen.Hat ja jetzt schon einer mit 2 Handgranaten eigene GI`s verletzt bzw getoetet.
Zu den Zivilopfern,es mag makaber klingen,aber die regierungen planen das vollkommen mit ein.Und Saddam hat ja jetzt denn Einwohnern Bagdads verboten die stadt zu verlassen,um sie als schutzschild zu nehmen.War aber auch zu erwarten.


- Trantor - 23.03.2003

Zitat:Original von Nefercheperur
Meinst du mich mit Panik machen???Ich wollte nur sagen das es im 2 Golfkrieg jeder 4 soldat von den eigenne Leuten umgebracht wurde.Das ist normal.

Sowas ist in der Tat normal, und die ganzen Unfälle und die Handgranatensachen passieren im Frieden auch ständig. Bei der Bundeswehr war es z.B. leider auch immer so, dass es bei jedem Großmanöver mehrere Tote durch Unfälle gab und auch im normalen Dienst passieren immer wieder Schießunfälle und ähnliches. Ich erinner mich z.B. noch an das alte Wachgebäude, in dem ich saß, wenn ich OvWa (Offizier vom Wachdienst) war, da war ein Einschussloch unter dem Schreibtisch, weil mal einer der Leute beim Waffenreinigen nicht aufgepasst hatte. Damals ist wohl nicht passiert, aber der hätte sich genausogut selbst treffen können, und auf mich selbst haben z.B. auch 3 mal Rekruten aus Versehen mit einer geladenen und entsicherten Waffe gezielt bzw. ich habe auch mehreren die Waffe aus der Hand geschlagen, weil sie zu sehr damit rumgefuchtelt haben.




Die USA blamieren sich - Nefercheperur - 28.03.2003

Die USA haben sich jetzt ganz oeffentlich blamiert.Gestern nacht sprangen ca 1500 US Soldaten ueber den Nord Iraq ab,die ganze Aktion war natuerlich geheim,da der ueberraschungseffekt bewahrt werden sollte.Nun hat man eine 2 Front im Norden.Doch ganz geheim war es wohl nicht,denn am Boden war ein CNN reporter der dann die Fallschirmjaeger nach der Landung interviewte und willkommen hiess.
O ton Reporter:Welcome to Iraq.Soldat:Thank you Breites Grinsen LOL .

QUELLE:CNN.Schaut es euch an Breites Grinsen


- dkS - 03.04.2003


Zitat:O ton Reporter:Welcome to Iraq.Soldat:Thank you :

QUELLE:CNN.Schaut es euch an Breites Grinsen



LOL CNN hat wohl keine schlechten Spitzel in der US-Streitmacht... wie sieht's dann wohl mit El-Kaaida und dem Irakischen Regime aus...

BTW: Syrien und Iran scheinen tatsächlich die nächsten Regionen zu sein, welche die US-Streitmacht (mein neues Anti-US-Regime Propaganda Wort ;) ) mit Ihrer Befreiungsaktionen in Grund und Boden rammen wollen... ich kann nur noch Kotzen über diese Elende Arroganz...

Amerika braucht dringends Wiederwahlen und einen neuen Präsident. Geopolitsche Interessen vor Leben zu stellen, dass darf in einer globalisierten sozialisierten Welt nicht sein...


- Nefercheperur - 03.04.2003

Zitat:Original von dkS
Amerika braucht dringends Wiederwahlen und einen neuen Präsident. Geopolitsche Interessen vor Leben zu stellen, dass darf in einer globalisierten sozialisierten Welt nicht sein...
Die wahlen sind doch bereits naechstes Jahr.Und der Iraq War ist noch nicht zuende, das wird noch Jahre gehen.

Und ich denke das Syria und Iran sich ansehen werden was da geschieht,mit sicherheit auch mit einem Lachenden auge wenn es um Hussein geht.



- Nefercheperur - 03.04.2003

Zitat:Internationaler Flughafen von Bagdad angeblich eingenommen

Washington (dpa) - US-Truppen haben nach britischen und amerikanischen Medienberichten den Flughafen von Bagdad eingenommen. Dabei sei die 3. US-Infanterie-Division nur auf wenig Widerstand gestoßen. Das berichteten Reporter vom US-Fernsehsender ABC und dem britischen Sender SkyNews, die mit den Truppen unterwegs sind. Das Pentagon bestätigte die Angaben zunächst nicht.



- Trantor - 03.04.2003

Zitat:Original von Nefercheperur
Internationaler Flughafen von Bagdad angeblich eingenommen

Washington (dpa) - US-Truppen haben nach britischen und amerikanischen Medienberichten den Flughafen von Bagdad eingenommen. Dabei sei die 3. US-Infanterie-Division nur auf wenig Widerstand gestoßen. Das berichteten Reporter vom US-Fernsehsender ABC und dem britischen Sender SkyNews, die mit den Truppen unterwegs sind. Das Pentagon bestätigte die Angaben zunächst nicht.


Es wird wohl so weitergehen wie bisher: Schnell vorstoßen und dann auf Nachschub warten. So läuft der Wüstenkrieg eigentlich immer, schon seit Rommels Zeiten...




- RDLA - 08.04.2003

Da es auch darum ging, dass es dem Volk besser gehen wird, habe ich einen Artikel gefunden welches Ausmaß der Krieg auf die Umwelt udn somit auch auf das Befinden des Volkes hat:

UMWELTDRAMA IM IRAK
Die Wüste stirbt
Von Sebastian Knauer

Hamburg - Das letzte Mal war Klaus Töpfer, 64, mit einer Bundeswehr-Tupolew über den schwarzen Rauchfahnen der brennender Ölquellen unterwegs. Zur Inspektionsreise erkundete er nach dem Golf-Krieg 1991das befreite Kuwait aus der Luft. Da war er noch deutscher Umweltminister.

Als heutiger Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) in Nairobi steht demnächst möglicherweise wieder ein Besuch im Zweistromland Irak an. Seine Behörde bereitet sich bereits auf die Nachkriegszeit an Euphrat und Tigris vor. "Jeder Krieg ist ein Drama für die Menschen, sowohl für die Zivilbevölkerung als auch für die Militärs. Und jeder Krieg hat dramatische Folgen für die natürliche Umwelt", sagt Töpfer dem SPIEGEL.

Der Konflikt am Golf ist nach Einschätzung von Experten auch ein Krieg gegen die Umwelt. Noch gibt es keine verlässlichen Daten über die tatsächlichen Öko-Schäden des Feldzugs gegen Saddam Husseins Regime. "Die vorliegenden Satellitenbilder sind jedoch alarmierend", urteilt Pekka Haavisto, Leiter der Unep Fachgruppe "Post-Conflict-Assessment" in Genf. Zwar wurden bislang im Vergleich zum ersten Golfkrieg wesentlich weniger der insgesamt 1600 Ölquellen von den irakischen Militärs in Brand gesetzt. Aber auch die aus militärischen Gründen angelegten Gräben, um zur Verwirrung der US-Luftwaffe Öl abzufackeln, seien eine "relevante Quelle" diverser Schadstoffe und der lungenschädigenden Ruß-Partikel.

Streit bei Greenpeace

Nach einer Bestandsaufnahme der Internationalen Umweltorganisation Greenpeace drohen in den Hauptfördergebieten im irakischen Norden bei Mossul sowie im Süden bei Basra größere Ölverseuchungen. "Wir werden uns nach Ende der Kampfhandlungen vor Ort ein Bild verschaffen müssen", sagt Greenpeace-Experte Wolfgang Lohbeck, "und wir wissen nicht, welche Verzweiflungstaten noch kommen."

aus den damals geöffneten Piplines liefen rund 7 Millionen Barrel Rohöl in den persischen Golf - das 13-fache des kürzlich vor Spanien gesunkenen Ölfrachters "Prestige"
mehrere tausend Tonnen Schwefeldioxid, Stickoxide und Kohlenwasserstoff sowie teilweise krebserregende oder erbgutverändernde Stoffe wie Cadmium, Blei, Vanadium oder Chrom gelangten aus den über 700 brennenden Ölquellen in die Umwelt
der "schwarzer Regen" aus Ruß wehte bis nach Pakistan und Indien und ging dort als schmieriger Film zu Boden.
Ein Dauersmog in Kuwait ließ die Sterblichkeitsrate um rund zehn Prozent steigen. Die Frühjahrsblüte blieb aus.

Zerstörte Landwirtschaft

"Wir werden diesmal noch mit ganz neuen Umweltzerstörungen rechnen müssen", sagt der Kriegsfolgen-Forscher Knut Krusewitz, 61, der früher an der Technischen Hochschule Berlin lehrte. So hätten heute schon die massiven Truppenbewegungen der Alliierten sowie der irakischen Militärs großflächig die ökologisch wichtige "aride Bodenstruktur" zwischen Euphrat und Tigris zerstört.

Wird die oberste feine Flugsandschicht der sensiblen Wüstenregionen gewaltsam aufgewirbelt, bekommen die vorherrschenden Westwinde aus dem Mittelmeer "viel Futter" (Krusewitz). Die Folge sind eine Versandung der benachbarten landwirtschaftlichen Anbaugebiete, die dringend zur Versorgung der irakischen Bevölkerung gebraucht werden. Die Entstehung von neuen bis zu 50 Meter langen Wanderdünen im Kuweit brachte die Öko-Forscher auf diese schleichende Umweltgefahr (SPIEGEL, Nr.17/1995).
Kettenfahrzeuge, Reifen von Truppentransportern, gebuddelte Unterstände oder der Einschlag von Granaten sowie Benzinbomben zur Minenräumung zerstörte die seit Jahrmillionen liegende lockere Kiesdecke unter dem Flugsand nachhaltig. Für die karge aber wichtige Pflanzenwelt der Wüste fehlt dann der Schutzschild - die Wüste stirbt.

Munition mit Ewigkeitsproblem

Ähnlich verheerend werden auch diesmal die Auswirkungen der von den US-Militärs wieder eingesetzten sogenannten DU-Munition (Depleted Uranium) mit abgereicherten Uran eingeschätzt. Die panzerbrechenden Spezialgeschosse setzten ein instabiles, radioaktives Schwermetall frei, das sich in Kleinstpartikel über die Luft weiträumig verteilt. Die Unep-Experten vermuten langfristige Schäden beim Menschen wie Krebs, Erkrankung innere Organe wie insbesondere der Nieren. Allerdings kann ein "direkter Zusammenhang" zwischen der panzerbrechenden Munition sowie den Krebserkrankungen auch nach Greenpeace- Angaben "bislang nicht bewiesen werden".

Bei der im letzten Golfkrieg eingesetzten Menge von bis zu 900 Tonnen DU-Munition können jedoch nach vorläufigen Schätzungen der Britischen Atomenergiebehörde bis zu zehntausend Menschen direkt betroffen sein. Bei einer Halbwertzeit der radioaktiven Partikel von viereinhalb Milliarden Jahren handelt es sich für Kriegsforscher Krusewitz um ein "Ewigkeitsproblem".
Hochgiftiges Chemikaliencocktail
Insbesondere der Beschuss von irakischen Panzerverbänden im dicht bewohnten Verteidigungsring um Bagdad werde die Gefahr radioaktiver Verseuchungen der Zivilbevölkerung erhöhen. Und die Panzerwracks, zumeist russischer Bauart, sind selbst hochgradige Öko-Bomben. Nach Untersuchungen schwedischer Wissenschaftler verseucht jedes Panzerwrack die Umwelt mit mehreren hundert Litern Hydraulik-Öl, das die besonders krebserregenden Polychlorierten Biphenyle (PCB) enthält. Asbest, Dioxine, Furane und ein ganzer Chemikaliencocktail wird ebenfalls aus den brennenden Regierungsbauten und Palästen in Bagdad frei gesetzt. "Dieser Krieg wird seine letzten Toten erst in vielen Jahren haben", sagt Forscher Krusewitz. Die "Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage und der Ressourcen" für große Teile der Bevölkerung sagt Unep-Chef Töpfer sei "eine der wenig beachteten Kriegsfolgen".
Die größte Öko-Tragödie in dem Kriegsland ist jedoch die Vernichtung eines über 5000 Jahre alten Siedlungsgebietes. Das Sumpfland im Zusammenfluß der irakischen Flüssen Euphrat und Tigris gilt nach der Überlieferung als Garten Eden der Menschheit. Schon nach dem ersten Golfkrieg begann das Regime die dort lebenden oppositionellen Schiiten umzusiedeln oder zu vertreiben. Trockenlegung der Sümpfe, Stauwerke an den Flüssen sowie Abbrennen der artenreichen Schilflandschaften zerstörte die Lebensgrundlage der sogenannten "Sumpfaraber".
Zwischen 1970 und 2000 verschwanden nach Unep-Angaben "rund 90 Prozent" des zentralen Kurna-Sumpfgebietes. Saddams Militäraktionen führte schließlich zu über 200 000 Umweltflüchtlingen. "Wer die Umwelt als Waffe mißbraucht, sollte international geächtet werden", sagt Unep-Chef Töpfer. "Wir haben nach dem Krieg die Chance, dieses Gebiet wieder zu retten", hofft Kyla Evans von World Wide Funds for Nature International in Genf. Dazu will der WWF ein Programm zur Beseitigung von Sprengkörpern, Chemikalien oder versunkenen Schiffen in den Sumpfgebieten starten. Auf deutsche Hilfe können die internationalen Organisationen auch aus Berlin hoffen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin will sich "keiner sinnvollen Anforderung" verschließen. Ob Abwassertechnik, Labors oder Wasseraufbereitung - im Nachkriegsirak wird deutsche Ökotechnik auf jeden Fall gefragt sein.