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Bzg. Bundeswehr und Verweigerung - Druckversion

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Bzg. Bundeswehr und Verweigerung - Adios - 23.08.2006

So, ich habe ja zu Beginn des Jahres mit den Gedanken gespielt zur Bundeswehr zu gehen und mich dann auch zu verpflichten. Hatte nun im Juni die Musterung, die ich mit einer 2 bestanden habe. Beim Wehrdienstberater holte ich mir die Unterlagen, für die Bewerbung (also Verpflichtung), allerdings kamen mir die letzten Wochen erhebliche Zweifel. Ich hab zwar bis jetzt alles so eingeleitet, dass ich nur noch die Bewerbung ausfüllen muss und ich dann nach München müsste um mich nochmal zu Mustern....

Nur will ich jetzt eigentlich gar nicht mehr so recht zum Bund. Ich müsste jetzt also eine Verweigerung schreiben. Meine Frage, was sollte da alles rein und wie lang sollte so etwas sein um das auch angenommen wird in Köln!

Hab schon etwas gegoogelt, aber einfach so einen Text zu kopieren ist auch nicht das wahre, wenn die mir da drauf kommen bin ich wieder am Arsch.

Die leichteste Lösung wäre wohl ein Muster zu kopieren und dann einfach etwas hinzufügen...

Was ich jetzt eigentlich wissen wollte ist, ob ihr schon Erfahrungen dieser Hinsicht habt?


- Senechall - 23.08.2006

Es reichen ganz wenige zeilen mittlerweile... früher musste man übern Anwalt gehen ist nicht mehr nötig.

Am Einfachsten ist es, wenn du sagst das du nicht den Eid beim gelöbnis ablegen kannst da es nicht zu deiner Meinung der Demokratie passt.

Defakto heißt das für dich du kannst/willst und wirst nicht dem Vaterland die Treue schwören.... Naja und du merkst plötzlich das Waffen nicht dein Ding sind.


Aber... ich war knappe 2 Jahre beim Bund und muss sagen das es einige Voteile bringt, gerade wenn man sich länger verpflichtet... das heißt 8 jahre aufwärzt... klar klingt viel. doch es werden dir, falls du noch nicht hast eine Truppenspeziefische Ausbildung gegeben... bei Sanitätern meistens Rettungssanitäter oder Rettungsassistent.... desweiteren ... du hast 3 mahlzeiten am Tag.... der Sold für Zeitsoldaten ist nicht zu verachten beginnend mit 1200 bis... hm je nachdem wie man sich anstellt. Bei 8 Jahren (also Feldwebellaufbahn) sind es ab dem 3. Dienstjahr gut 2000... und ich rede selbstverständlich von Netto beträgen.
Je nachdem wie lange man gemacht hat kommen dann noch eine gute Lohnfortzahlung dazu. bei 8 jahren immer hin 6 monate 85% des letzten Bruttolohnes... ABER... gleichzeitig hat man noch anspruch auf Arbeitslosen geld. demnach hat man in den Monaten danach noch eine Menge mehr geld als während der Arbeit.

Ob du nun hingehst oder nicht bleibt natürlich dir überlassen doch ist es eine Erfahrung der man sich nicht entziehen sollte... und seien es nur die 9 Monate...


EDIT: Nicht zu vergessen das eigentlich jeder Feldwebel dort seinen LKW führerschein macht... und wenn man Glück hat sogar den Busführerschein.....


- The dangerous Dave - 23.08.2006

Tja nun, vor bereits etwas längerer Zeit habe ich auch einmal die ersten Papiere vom Bund bekommen, ich hab das alles ausgefüllt und nächstes Jahr fange ich ja erstmal die Ausbildung an, das hab ich angegeben abgeschickt und seitdem ist nichts mehr gekommen.

Ist ja auch schon vorgekommen das Leute vergessen wurden usw. Breites Grinsen
Naja, schaun mer mal was kommt


- Senechall - 23.08.2006

Es wird mittlerweile ein großer teil *vergessen* da es viele freiwillige gibt. Nun meine Meinung zu Drückbergern lass ich sein... darf ja jeder selbst entscheiden was er machen will (8)


- Sidewalker - 24.08.2006

Das Kreisverwaltungsreferat hat mir bezüglich des Wehrdienstes 2 oder 3 Briefe geschickt, die ich alle unbeantwortet gelassen habe. Jetzt hat mir meine Mutter vor ein paar Tagen gesagt, dass sie einen Brief über Ersatzdienst geschickt haben. Im Moment warte ich auf die Bestätigung das ich ab nächsten Februar wieder Schüler bin, so dass ich das dann einschicken kann und endlich keine Briefe mehr kommen. Naja, und wenn nicht, ab Dezember lebe ich eh nicht mehr in Deutschland.


- Seth - 24.08.2006

Zitat:Original von Sidewalker
Naja, und wenn nicht, ab Dezember lebe ich eh nicht mehr in Deutschland.

Das könnte aber trotzdem ein Problem werden. Nen Freund von mir kommt ursprünglich aus Polen. Is mit 3 Jahren rübergekommen...

Nu wollten die Urlaub da machen. Da kam nen Brief aus Polen (zum Glück vorher). Er und sein Bruder sollen ihren Wehrdienst für die Polnische Armee ableisten... sobald sie polnischen Boden betreten, werden sie von Soldaten erwartet. Haben beide nur die Deutsche Staatsbürgerschaft.

Hat sich dann zum Glück alles geregelt...

Moral von der Geschicht:
"Erst alles Regeln, dann abhaun" Breites Grinsen


- The dangerous Dave - 24.08.2006

Guter Spruch Breites Grinsen

@ Senechall: Jo, hab schon von diesen "Meinungen" gehört. Ist besser wenn du die hier mal aussen vor lässt...


- Slash - 24.08.2006

@Hitman: Warum der plötzliche Sinneswandel?

Also das verweigern ist an sich kein Problem, du nimmst dir halt so ein Muster aus dem Internet und veräderst es so lange, bis es nicht mehr mit dem Original übereinstimmt. Evtl. auch ein bisschen den Satzbau und solche Scherze. Wichtig ist v.a. dass das mit dem Paragraphen, evtl. Bibelstelle etc. drinsteht. Da der Bund aber eben nicht mehr so auf die Wehrpflichtigen angewiesen ist, sollte es dann kein Problem sein, in Köln damit durchzukommen.

Mir persönlich fiel das natürlich nicht so schwer, da ich überzeugter Christ bin und auch einiges in der Kirche gemacht hab (Ministrant, Lektor), was ich mit aufnehmen konnte.

Auf jeden Fall alles gute, für was du dich auch entscheidest. Das haut schon hin.


- Senechall - 24.08.2006

Die Polnische Armee ist Rigoros... wir hatten einen in unserer Einheit (Grundwehrdienstleistender) der bekam auch Post aus Polen... natürlich lies er das erstmal unbeantwortet, warum auch war er doch in der Deutschen Armee.... najaaaaa.. theoretisch auch okay... nur sollte man es regeln bevor die Polische Militärpolizei vor der tür steht....

und Slash... die bundeswehr bietet eine hervorragende Militärfürsorge, sowohl Evangelisch als auch Katholisch *G* (scheiß Werbung hier immer ) LOL

vor vordrucken aus dem Internet warne ich, man muss dort eine ganze menge ändern, denn auch das KWEA kennt diese vordrucke sehr gut und finden sie heraus das man sich eines solchen bedient hat, weil man unvorsichtig beim ändern etc war, dann kommt man schneller zum Bund als einem Lieb sein kann ^ ^


- Snowder - 24.08.2006

Also bei ner 2 würd ich in Berufung gehen Breites Grinsen Meistens, bevor sie dich nochmal mustern, geben sie dir ne 3 (wenns vage war) und dann bist eh draußen ^^ :pfeif:


- Senechall - 24.08.2006

Jab und mit ner 3 ist man mittlerweile draußen, ich weiß noch was das für ein stress damals gab als 3 als nicht mehr tauglich bestimmt wurde. wir hatten einige in der Einheit die 3 waren die durften es sich dann aussuchen ob sie gehen oder bleiben.


- The Russian Zar - 24.08.2006

Na ja jeden seine eigene Sache, ob er zum Bund will oder nicht. Ich werde auf jedenfall im Oktober zum Bund gehen und dann nen Feldwebellaufbahn einschlagen, mit einer Berufsausbildung.
Zu Adios
Du musst nach Köln? Hast de dich als Offizier beworben?
Is doch ne tolle Sache, wenn de sogar nen Studium machen kannst, und dafür sogar Geld kriegst!

Da du aber nicht hin willst, rate ich dir dich einfach doof anzustellen bei der Bewerberzentrale in Köln, beim Psychologen is die Chance am höchsten.

Und falls sie dich dann nur noch neun Monate nehmen, dann mach die doch einfach, die sitzt du ja wohl auf dem Arsch ab.


- Chokeslam - 24.08.2006

Bin auch ab Oktober beim Bund und werde es wohl bei 9 Monaten belassen, wobei man beim Bund schon relativ leicht Karriere machen kann. Ein Kumpel von mir ist jetzt im Kosovo und arbeitet größtenteils im Büro, wenn er dann in ein paar Monaten wiederkommt, hat er sich eine goldene Nase verdient.