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Destiny Calls #1: Das Titel-Dilemma? - Silk - 30.01.2009 Herzlich Willkommen zu meiner allerersten PB-Kolumne, in der ich verschiedene Themen (ob ligenaktuell, historisch oder allgemein) aufgreifen will und vielleicht einen Diskussionsstandpunkt bieten will. :winke: Ich hoffe es findet einigermaßen Resonanz. Ausgabe 1 wird sich mit der aktuellen Situation in der wohl bekanntesten Independent Liga befassen, das Thema an sich kann jedoch als Blaupause auf alle Ligen angewandt werden. Destiny Calls #1: Das Titel-Dilemma? Er ist ohne Zweifel einer der prestigereichstingen Championships im heutigen Wrestlingbusiness und wahrscheinlich sogar DER wertvollste Titel im Independentbereich der USA. Der Ring of Honor World Championship Title. [Bild: http://image63.webshots.com/463/8/15/0/2574815000089075537LRdNmh_ph.jpg] Zu seinen illustren Titelträgern gehören Low Ki (frisch von der WWE verpflichtet und neben seiner Rolle als einer der Startpfeiler der damaligen X-Division von NWA-TNA auch einer der Top Names im Indy-Business sowie der allererste ROH Champion überhaupt), Xavier, Samoa Joe (der den Title mit seinen Verteidigungen in Europa und später in Japan zum World Title legitim erhob, mit 645 Tagen bisheriger Spitzenreiter in der Regentschaftsdauer des Titels ist und sich 2008 zum TNA World Champion emporschwingen konnte) und Austin Aries (welcher bereits in der TNA als Austin Starr aktiv war). Weitere Regenten dieses Titels waren CM Punk, welcher sich jetzt in der WWE einen Namen gemacht hat und vor kurzem den Rekord erreichte am schnellsten die WWE Triple Crown zu erreichen sowie der den WWE Fans als Jamie Noble bekannte James Gibson. Bryan Danielson, der den Titel mit dem ROH Pure Championship verteidigte, ist ebenso in der Liste vertreten wie LAX’ler Homicide und NOAH Superstar Takeshi Morishima. Heute, vor 482 Tagen gewann Nigel McGuinness den ROH World Title von Morishima beim ROH PPV Undeniable im Main Event. Seit diesem Tag ist der Brite McGuinness an der Spitze der Nummer 1 Indy Promotion in den USA, welche sich in dieser Woche einen TV Deal sichern konnte. Bereits jetzt ist McGuinness auf dem 2. Platz der Rangliste der längsten ROH Regentschaften, er ist der erste ROH Wrestler, der den Titel ein gesamtes Kalenderjahr innehatte und wenn es so weitergeht, kann er dieses Jahr den Spitzenregenten Samoa Joe noch übertrumpfen. Dieses Wochenende finden bei Ring Of Honor mit Motor City Madness 2009 und Caged Collision zwei weitere Shows statt. Die Samstag Show in Chicago ist zugleich ein weiteres PPV-Taping, bei dem Nigel McGuinness seinen World Title gegen den „Generic Luchador“ El Generico verteidigen wird. In meinem Kolumnendebüt werde ich nun ein wenig auf die derzeitige Situation um das höchste Gold bei ROH eingehen und 6 Herausforderer/Varianten ein wenig näher analysieren, die in meinen Augen derzeit das Potential haben könnten, den Mann an der Spitze zu enthronen und diese Möglichkeiten mit einer selbst eingeschätzten Wahrscheinlichkeit bewerten. In meinem Fazit/Ausblick werde ich dann noch eine kleine Selbsteinschätzung betreiben, wieso ROH momentan mit einem Nigel McGuinness im „Titel-Dilemma steckt“. Doch zunächst ein Blick auf das Herausfordererfeld. Variante 1: El Generico [Bild: http://www.onlineworldofwrestling.com/pictures/e/elgenerico/04.jpg] El Generico ist der Erste der möglichen Herausforderer, welche ich betrachten will. Seit seinem ROH-Debüt 2005 gelang es meiner Meinung nach dem Generic Luchador sich als feste Kraft im ROH-Kader zu etablieren. Besonders im Tag Team mit Kevin Steen schafft es der Mexikaner zu überzeugen und ich sehe Steenerico momentan neben den Briscoes als treibende Kraft in der Tag Team Division, welche für konstant gute Leistungen steht. Nicht umsonst war die Fehde zwischen den Briscoes und Steenerico 2007 eine der Besten der Liga, welche mit dem Ladder War beim Man Up! PPV ihr Ende fand. Gleichermaßen gelang es Generico in der Folgezeit sich auch als Singles Wrestler zu etablieren, bei Pro Wrestling Guerilla schaffte er es sich im 2007er Battle Of Los Angeles bis ins Finale zu kämpfen und auch bei ROH konnte er sich durch das Race To The Top Turnier schlagen, ehe er im Finale Claudio Castagnoli unterlag. Zumindest hat er bewiesen, dass er das Zeug dazu hat, starke Singles Matches zu liefern. Dies zeigte er bereits 2008, als er die Chance auf den World Title der Promotion 2-mal bekam, letztendlich jedoch immer knapp McGuinness unterlag. Nach McGuinness abfälligen Hompeage-Kommentaren, dass er nun jeden bereits bei ROH besiegt hat (dazu später mehr), bat Generico nun das ROH Office um eine erneute Chance um den Titel um Nigel Respekt einzutrichtern. Widerwillig nahm McGuinness die Herausforderung auch in der vergangenen Woche an, woraufhin das Match nun scheinbar fest steht. Wie sehe ich die Chancen von Generico ein? Meine anfängliche Reaktion auf diese Matchansetzung war erst einmal Enttäuschung, war doch lange die Suche des Offices bekannt nach einem geeigneten PPV Gegner für Nigel. Nun ist es also Generico, der ohne Zweifel in der Lage ist mit Nigel ein spannendes Match aufzustellen. Das einzige Problem was ich habe ist einfach, dass diese Konstellation für mich die wahrscheinlichste Variante darstellt, bei der McGuinness seinen Titel verteidigt. 2008 wäre ein Generico Gewinn eine wahrhaftige Überraschung gewesen, die für einige Monate sicherlich funktioniert hätte. Nun seh ich aber in diesem Szenario keinen Reiz mehr, ein Titelwechsel wäre zwar immernoch überraschend, aber hätte seinen Reiz verloren. Generico ist meiner Meinung nach momentan nicht so „on the rising star“ wie im Herbst 2008. Daher glaube ich einfach nicht, dass Generico den Titel gewinnen wird. Ein weiterer Faktor, der dagegen sprichs: Generico hält bereits mit Steen derzeit die ROH World Tag Team Championships (obwohl diese natürlich auch Freitag verloren gehen können) … und ich glaube einfach nicht, dass man in ROH Generico als Doppeltitelträger sehen wird. Daher rechne ich ihm nur eine Gewinnchance von 15% (25% bei Tag Title Verlust am Vorabend) aus. - Silk - 30.01.2009 Variante 2: Kevin Steen [Bild: http://slam.canoe.ca/Slam/Wrestling/2008/07/23/steen_silveira.jpg] Die zweite Person, die ich nun betrachte, ist zugleich der Tag Team Partner und Co-Champion von El Generico, Kevin Steen. Momentan wirkt er nicht im Titelgeschehen um den ROH World Title, scheinbar ausgelastet scheint er mit seinem Tag Team Title zu sein. Zusätzlich bahnt sich eventuell eine Fehde mit Claudio Castagnoli an, welcher ihn zu einem Match am 31. Januar herausgefordert hat, was von Steen auch angenommen wurde. Motivation für dieses Match ist Claudios Behauptung, dass er Championship Material sei und um dies zu beweisen, würde er einen Champion aus ROH besiegen. Kevin Stehen will natürlich Claudios Bemerkung nichtig machen und mit einem Sieg aus dem Match gehen. Aber wer weiß, eine Niederlage könnte durchaus einen längerfristigen Konflikt nach sich ziehen, genauso gut ist es aber möglich, dass Castagnoli durch einen Danielson Eingriff verliert, mit dem er nun seit seinem Heel Turn vor einigen Monaten ständig fehdet. Den Vorteil von Steen gegenüber Partner Generico sehe ich vor allem in dem Fakt, dass er selbst eher wie ein angemessener World Champion herüberkommt. Seine Statur und sein Auftreten qualifizieren ihn für mich eher als würdigen Champion, als „Hänfling“ Generico, dem ich in seinen Titelmatches immer wieder eher die Rolle des Underdogs zuschreiben würde, der doch alle Hindernisse überwindet. Kevin Steen dagegen wirkt für mich einfach legitimierender als Champion, der es mit jedem aufnehmen kann. Ein gesundes Potential an Brawling und Technik Fähigkeiten. Als Hindernisgrund sehe ich jedoch neben dem gleichen Faktor des Tag Title Holders wie bei Generico und einer möglichen Castagnoli Storyline vorallem auch den Zeitpunkt. Es wirkt einfach nicht wie der Richtige. Steen hatte in 2008 die perfekte Storyline für einen World Title Gewinn. Er versprach bis zum Ende des Jahres ROH Gold um seine Hüften zu tragen und begann eine interessante Fehde mit Nigel McGuinness, bei der er vor allem im April an 2 Wochenenden hintereinander knapp an einem Titelgewinn scheiterte. Der ideale Aufbau geschah aber für mich erst im Sommer des Jahres 2008, als sich abzeichnete das Kanada ROH erstmalig empfangen dürfte. Bei der Toronto-Show erhielt der Lokalheld Steen (Kanadier) eine erneute Chance auf den Titel, schaffte es jedoch wieder nicht McGuinness zu besiegen. Für meinen Auge wäre es die ideale Möglichkeit gewesen, ihm das Gold wohlverdient umzuschnallen, aber es geschah nicht. Sein Gold-Versprechen konnte Steen trotzdem noch 2008 einhalten, als er sich mit El Generico von The Age Of The Fall um Jimmy Jacobs und Tyler Black die Tag Team Titles nach langer Jagd holte. Momentan sehe ich also bei Steen ebenso nicht den richtigen Zeitpunkt für den Titelgewinn gekommen, daher rechne ich bei ihm nur von einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 25%. Variante 3: Bryan Danielson [Bild: http://slam.canoe.ca/Slam/Wrestling/2006/09/14/dragon.jpg] Der American Dragon Bryan Danielson gilt wahrscheinlich nicht umsonst als einer der besten technischen Wrestler derzeit/gar aller Zeiten. Zu Recht sage ich. Er hat das Talent, er hat die Ausstrahlung das Charisma. Und er hat wohl neben Samoa Joe den World Title mit am Stärksten geprägt, hat ihn gegen Mann und Maus verteidigt wo es nur ging, ihn in einer großartigen Fehde gegen McGuinness mit dem ROH Pure Championship vereinigt (McGuinness war Pure Champion, das hervorragende Vereinigungsmatch fand in England statt) – im Allgemeinen konnte man sich immer sicher sein, dass Danielson gute bis sehr gute Matches hervorzaubern würde. Würdig ist er allemal und viele Fans wünschen sich, dass Danielson derjenige sein wird, welcher als erster 2-Time ROH Champion in die Geschichte eingeht. Ihn rechne ich im Titelrennen auch sehr hohe Chancen ein … einziges Manko, was ich jedoch hier bei ihm sehe ist, dass momentan der Zeitpunkt wieder nicht absolut optimal wäre. Beim großen Mainevent-Tohuwabohu in Edison (siehe Showreport im Forum) spielte sich Danielson als Bewahrer auf, der vergeblich Ruhe in den ME reinbringen wollte, welcher bereits durch Jimmy Jacobs, Austin Aries und Jerry Lynn gestört wurde. Fakt ist jedoch in meiner Ansichtsweise, dass Danielson idealer Zeitpunkt ebenso bereits vergangen ist und einem jetzigen Titelgewinn nicht die passende Storyline vorangehen würde. 2008 war unter anderem von einer erneuten Fehde zwischen Danielson und McGuinness geprägt, das Besondere dabei in meinen Augen, dass sich diese Fehde vornehmlich über die PPVs abspielte, quasi für dieses besondere Publikum verständlich aufgebaut wurde, ohne dass sie die ganzen Zusatzevents kennen mussten, die auf DVD veröffentlicht wurden. Bryan Danielson machte bereits auf den Titel wieder Jagd als Morishima Champion war (mit Beginn des ersten PPVs ersichtlich), konzentrierte sich dann zwar anfangs auf seine Blutfehde gegen den Japaner, aber Nigels Titelgewinn wurde bereits dadurch überschattet, dass Danielson dessen Siegesfeier unterbrach. Über die Folgemonate turnte Nigel Heel und lehnte die Herausforderungen Danielsons ab, mit der Begründung er müsse erst einmal die Wrestler besiegen, die McGuinness bereits besiegt hatte (Hintergrund war eine Niederlage vom Dragon gegen Tyler Black, welchen McGuinness bereits besiegt hatte). Danielson konnte diese Bedingungen in den folgenden Wochen erfüllen und bei Rising Above im November 2008 erhielt er endlich seine Titelchance. Für mich der passende Moment um McGuinness den Titel abgeben zu lassen, die Fehde war logisch aufgebaut und fand mit diesem Match seinen Höhepunkt/finalen Schlusspunkt. Doch wieder gelang es McGuinness siegreich aus einem Title Match herauszukommen. Chance vertan, ROH? Ohne Frage, ich rechne Danielson noch immer sehr hohe Titelchancen aus, allein schon das Ringen des First 2-Time Champ ermöglicht ihm für mich eine hohe Chance … trotz alle dem … ich bin mir nicht so sicher derzeit, ob wirklich er derjenige ist, der Nigel entthronen darf? Und ist es vor allem in Anbetracht der derzeitigen World Title Situation angebracht ihm Danielson wieder zu überreichen? Sollte man nicht etwas Neues probieren? Meine Prozentchancen belaufen sich beim Best In The World auf 80%. Nummer 4: Austin Aries [Bild: http://www.obsessedwithwrestling.com/pictures/a/austinaries/03.jpg] Zu ihm kann ich mich ein wenig kürzer fassen, für ihn gilt Ähnliches wie Danielson. Er hat die gleiche Chance wie der Dragon und hat die Chance auf den Rekord des zweifachen Champions. Seine Eignung als Champion sehe ich auch unbestritten. Er hatte 2008 ebenso ein hervorragendes Titelmatch gegen Nigel McGuinness, wo er unterlag. Sein momentaner Pluspunkt: Aries Charakterwandel. In den letzten Wochen ist er allmälich von der Position des Publikumslieblings abgrückt. Den Großteil des Jahres 2008 war er in einer Fehde mit Jimmy Jacobs, dem Anführer von The Age Of The Fall verwickelt, konnte diesem The Necro Butcher abspenstig machen, Jacobs Gefährtin Lacey turnte zu Aries und letztendlich konnte Aries das finale I Quit Match über Jacobs gewinnen. Doch in der letzten Zeit begann sich Aries dem Heel Turn zuzuwenden. Seit 2009 hat er eine neue Entrance Musik, verhält sich dem Publikum gegenüber arrogant und erwähnt sein großes „Manifesto“ was alles erklären würde. Gegen Tyler Black arbeitete er sogar bei der vergangenen Show in Edison zusammen und zerstörte dessen Traum des Sieges gegenüber McGuinness. Als Grund für seinen Sinneswandel behauptet er, dass das Publikum einfach nicht mehr zu schätzen weiß, was die Wrestler für sie leisten, derjenige der einen Chairshot verteilen würde, würde bejubelt werden, der ehemalige Held dagegen in Vergessenheit geraten. Deswegen werde sich Aries nun nur noch um sich kümmern. Sein Hauptziel scheint dabei neben dem ROH Gold Tyler Black zu sein, welcher explizt von ihm angesprochen und angegriffen wurde und in seinen Augen wohl derjenige ist, der momentan dieser Zuspruch des Publikums entgegenschlägt. Ist es vielleicht Neid? Wie auch immer … Aries hat eine Storyline am Laufen, eine Fehde ist momentan am Köcheln gegen Black, zusätzlich hat Aries einen Title Shot bereits inne (welchen er bei Final Battle 2008 gegen Black gewann dank Eingreifens von Jacobs) … hervorragende Voraussetzungen eigentlich. Wenn da nicht die Informationen des letzten ROH Newswires wären, wo bekanntgegeben wurde das aufgrund der Geschehnisse von Edison Austin Aries der Title Shot abgesprochen werden würde. Zusätzlich wurde entschieden, dass das feststehende Tag Team Match am Samstag Abend zwischen Jimmy Jacobs & Austin Aries vs. Bryan Danielson & Tyler Black eine Sonderklausel erhält. Derjenige der den Sieg für sein Team einfährt, erhält automatisch einen Shot, den er jederzeit einlösen kann ohne vorherige Absprache mit dem ROH Office (sprich eine Art WWE Money In The Bank). Sind damit Aries Chancen minimiert? Ich gebe ihm trotz allem die hohe Wertung von 85%. - Silk - 30.01.2009 Variante 5: Tyler Black [Bild: http://slam.canoe.ca/Slam/Wrestling/2008/08/04/nigelblack.jpg] Tyler Black kann man wohl als Durchbruchstar des ROH Jahres 2008 bezeichnen. Im Take No Prisoners PPV Mainevent bekam der Youngster gegen Champion McGuinness einen Title Shot und obwohl er verlor, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Match ihn zu einem Star machte. Warum? McGuinness war alles an Aktionen und Trademark Moves, die er kannte … konnte aber immer wieder nicht Black final besiegen. Mehrere Lariats brachten nur den Kick-Out des Underdogs, der bei jedem 2-Count umso frenetischer bejubelt wurde (trotz seines Status als Heel). Letztendlich musste er zwar im London Dungeon aufgeben, war jedoch für mich 2008 ständig in der Uppercard verankert. Zeitgleich begann er 2008 eine Fehde gegen Bryan Danielson, die ihn durch hervorragende Matches weiter etablierte. Er gewann mit Jacobs das Tag Team Title Tournament und konnte Ende Dezember bei Full Impact Pro die höchste Krone erringen, nachdem er den bisherigen Champion Go Shiozaki besiegte. Man kann durchaus behaupten 2008 war „Tyler Black Jahr“. Zwar verlor er wie bereits erwähnt gegen Austin Aries bei Final Battle 2008 das No.1 Contendership Match, war aber bereits bei den ersten 2009er Shows wieder direkt in das Main Geschehen involviert. Am 16. Januar 2009 in Manassas konnte er in einem Non-Title Match Nigel besiegen und durch Aries’ Verweierung am Folgeabend in Edison seine Titelchance wahrzunehmen, ein erneutes Titelmatch zu erlangen. Durch kontroverse Umstände endete jedoch das Match in einem Time Limit Draw, Nigel blieb Champ. Die Entwicklungen um das kommende PPV Tag Match geben nun jedoch den Spekulationen Nahrung, dass Black sich so eine neue Chance krallen kann und wer weiß … vllt sogar am selben Abend nach Nigels Titelverteidigung einlösen – im Stile des Ultimate Opportunist Edge? Ich halte diese Variante momentan am wahrscheinlichsten (wohl auch eher als Wunschgedanken?!?) – schon allein um neue unverbrauchte Konstellationen zu ermöglichen. Daher behaupte ich einfach mal – Wahrscheinlichkeit: 90%! Variante 6: Surprise Champion [Bild: http://www.atlantamagazine.com/uploadedImages/Atlanta/Blogs/Shop_Girl/QuestionMark.jpg] Als letzte Möglichkeit nehme ich einfach, die mit der keiner rechnet. Es wird irgendjemand neuer Champion, mit dem man bis heute noch nicht rechnet. Das kann Jimmy Jacobs sein, der potentiell im PPV Tag Team ebenso einen überraschenden Title Shot erringen kann, dass kann der mysteriöse Top Star sein, von dem ROH im Newswire gesprochen hat, welcher in Verhandlungen steht (insofern damit nicht D’Lo Brown gemeint ist *hust*), vielleicht nach dem Motto Wunschdenken Christopher Daniels … oder einfach jemand den wir noch garnicht auf dem Papier stehen haben. Beim ROH Championship gab es bisher immer wieder in der Vergangenheit Situationen, wo es zu einem überraschendem Titelwechsel kam (neben den lang aufgebauten Titelwechseln ala Homicide oder Aries). So gab es 1. CM Punk, bei dem eigentlich schon der Wechsel zur WWE feststand, der jedoch Aries um den Titel besiegte nur um einen großartigen Heelturn nach dem Titelgewinn darzulegen und damit zu drohen das Gold mit zur WWE zu nehmen 2. James Gibson, welcher Punk überraschend entthrohnte (überraschend, weil zuvor ebenso bekannt wurde, dass er wieder zur WWE zurückkehren würde) und 3. Takeshi Morishima, welcher bereits nach 3 Titelverteidigungen Homicide als Champion besiegte. Zumindest ich glaubte anfangs, dass Morishimas Gastspiel nicht so lange währen würde. Am Ende wurden es 20 Titelverteidigungen in knapp 8 Monaten. Also wer weiß … vielleicht gönnt uns ROH wieder eine neue Überraschung? Wahrscheinlichkeit: 40% Fazit: Das „Titel-Dilemma“ [Bild: http://img176.imageshack.us/img176/4426/l512d480062dcbdfae77533lx8.jpg] Wie man nun überblicken kann, sehe ich Tyler Black derzeit mit den größten Chancen neuer ROH Champion zu werden. Ein Teil davon ist wohl eigenes Wunschdenken, aber ich finde dass er derzeit immernoch „on fire“ ist … in einer Art Fehde mit McGuinness steckt und mit Aries und Jacobs und Danielson bereits potentielle neue Fehdengegner als Champion hat, also spannende Storylines mit sich bringt. Das Problem was ich derzeit bei ROH jedoch sehe ist … ein dominanter Champion Nigel McGuinness. Und zwar zu dominant. Nigels In-Gimmick Aussagen, dass er so gut wie jeden in der Promotion besiegt hat, mögen perfekt seinen Heel Charakter unterstreichen, allerdings auch eine Schwierigkeit mit sich bringen. Er hat einfach Recht. Und ROH weiß das auch. McGuinness wurde in seiner Regentschaft so gebookt, dass er nunmal jede Herausforderung überwand und Champion blieb. Es gab mehrere Momente wo sich ein Titelwechsel angeboten hatte … sei es Steen in Kanada, Genericos Upset, Danielson beim PPV oder jetzt am Wochenende mal wieder Tyler Black. Immer hatte man das Gefühl der Titelwechsel sei offensichtlich (der Herausforderer hat das nötige Momentum) … immer wieder hat ROH uns jedoch überrascht und Nigel retainen lassen. Jede mögliche Titelmatchkonstellation wurde von ROH durchgespielt, durchgekaut etc. Nigel hat gar keine neuen Herausforderer, zumindest glaubwürdige. Daran krankt ROH mit seinem World Title. Sicherlich ist es löblich hart umkämpfte Titel zu kreieren mit langen Regentschaften, aber man muss den passenden Absprung schaffen ansonsten landet man in der Misere, die man nun hat … nämlich was nun? Oder vielmehr: WER nun? Das jetzige Wochenende wird bereits zeigen, ob Nigels Regentschaft jäh beendet wird oder erneut weiter geht … das Tag Title Shot Match mit Danielson, Jacobs, Aries und Black deutet momentan auf eine mögliche neue Chance auf einen Titelwechsel hin? Aber vielleicht bereits wieder zu offensichtlich? Wird Nigel erneut am Ende on the top sein? Lassen wir uns überraschen… Ich hoffe ihr hattet Spaß an diesem (zugegeben) längeren Kolumnentext, der euch ein wenig näher in das Geschehen an der ROH Spitze einführen sollte … es würde mich freuen wenn es Feedback gibt und zugleich eifrig diskutiert wird. Wie seht ihr Nigels Regentschaft?r Wen haltet ihr für den geeigneten Nachfolger? Mit wem rechnet Ihr? Was haltet Ihr allgemein von langen Regentschaften? Nützlich oder schädlich? Bis dahin auf bald wenn es heißt … Destiny Calls! Euer Silk - Adrian Adonis - 30.01.2009 Wow, vielen, vielen Dank dafür. Aber um mitzudiskutieren muss ich erst eine halbe Stunde lang lesen ;) - The Russian Zar - 30.01.2009 Sandro das habe ich eben auch gedacht, klasse Silk
- Adrian Adonis - 30.01.2009 Habe deine Kolumne mal ganz frech aufs Newsboard gestellt! :winke: - Souljacker - 30.01.2009 Wow,... ich schau zwar kein Wrestling mehr, aber das les ich mir jetzt mal doch mal durch !
- Silk - 31.01.2009 Danke fürs Aufs-Newsboard-Stellen und für die bisherige positive Resonanz. Ich hoffe das Feedback ist nach dem Lesen noch genauso gut. Mit den Freitags Show Results bin ich ja noch gut im Rennen mit meinem Tipp, dass Generico als Tag Champ bestimmt nicht noch World Champion gleichzeitig wird. Ich rechne immernoch mit der MITB-ähnlichen Edge Variante ... gerade weil es heute abend ein PPV Taping ist. - Double F - 31.01.2009 So, bin jetzt auch endlich dazu gekommen und muss sagen: KLASSE!! Du führst mit deiner Kolumne sehr gut durch das Geschehen und durch die Nebenbei-Infos wird es nicht langweilig, trotz langem Text. Ich bin jetzt etwas mehr in das Geschehen ROH eingetaucht und muss sagen, dass es im Moment wirklich sehr spannend zu sein scheint, mit einem sehr dichten Contender-Feld!! Das McGuinnes wirklich sooo lang schon Champ ist, hab ich wohl irgendwie verdrängt Aber sein Aufbau war schon klasse gemacht. Und auch, dass es noch einen 2-Time-Champ gab wusste ich nicht!! Alles in allem eine klasse Kolumne mit kleineren Grammatik und Rechtschreibfehlern, die sich aber bei dieser Menge an Text einfach einschleichen, aber nicht am Leserspaß rütteln!!! Nun zu deinen Fragen: -Wie seht ihr Nigels Regentschaft? Ich stehe ihr sehr positiv gegenüber. Einer kleinen Promotion tuen solche Runs meiner Meinung nach richtig gut. Das ein oder andere Mal hat man mit einem Wechsel gerechnet, aber McGuinnes spielt seine Rolle sehr gut und er durfte alles und jeden besiegen. -Wen haltet ihr für den geeigneten Nachfolger? Ich stimme mit dir überein, dass Black wohl die beste Variante ist. Erstens wäre es für diesen ein riesiger Push, den übermächtigen Champ zu besiegen und 2. war er imo am nächsten an einem Gewinn dran, wenn ich das richtig mitbekommen bzw rauslesen konnte. Wenn nicht er, dann glaube ich eher an einen Surprise Champion. Der Top Star wäre schon eine Möglichkeit, auch durch den TV-Vertrag nach McGuinnes eine neue Ära einzuläuten. -Mit wem rechnet Ihr? Wie gesagt, kommt es nun darauf an, wer denn der Top Star ist. Wenn es wirklich einer ist, dem man den Title zutraut, sollte man diese Chance meiner Meinung nach auch nutzen. Sonst sehe ich auch Black am wahrscheinlichsten, kein Wunschdenken, denn die anderen brauchen diesen Push eigentlich nicht wirklich, v.a. nicht Danielson oder Aries... -Was haltet Ihr allgemein von langen Regentschaften? Nützlich oder schädlich? Im allgemeinen sehe ich das schon positiv, weil der Title dadurch auf jedenfall an Wert gewinnt. Zu viele Wechsel deuten aber auch auf ein dichtes Feld hin... Ich finde eine gesunde Mischung von beidem am Besten. Im Vergleich zur WWE sehe ich, dass dort nicht mehr wirklich richtig lange Regentschaften auftauchen und ich muss sagen leider. Was so eine lange Regentschaft auch mit sich bringt ist sehr wichtig: Das richtige Booking. Wenn man es so macht, wie zum Beispiel bei Superman Cena oder auch bei Triple H damals, dann haben die Leute nicht mehr wirklich Lust auf den Champion. Wenn man es so macht, wie bei McGuinnes zum Beispiel, scheint es zu stimmen!!! Das ist für mich das wichtigste an langen Regentschaften. Bei kurzen kann man einfach mal so eine Fehde beginnen, aber bei Langen muss man schon gut durchplanen, was man denn als nächstes vorhat und wie man da am besten hin kommt... Danke nochmal für diese geile Kolumne und ich hoffe, es gibt bald noch mehr von dir!!!!
- Can Shamrock - 31.01.2009 Zweimal von mir. Ist zwar nicht meine Baustelle, aber trotz allem interessant und gut zu lesen. Gerne mehr davon.
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