![]() |
|
Others Steckbrief: Max Steinke - Druckversion +- Peoplesboard.de (https://www.peoplesboard.de/pboard2) +-- Forum: Professional Wrestling (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=3) +--- Forum: Wrestling Talk (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=4) +--- Thema: Others Steckbrief: Max Steinke (/showthread.php?tid=23939) |
Others Steckbrief: Max Steinke - The Crusher - 23.06.2011 MAX STEINKE [Bild: http://www.wwf4ever.de/team/ronald/Max Steinke.jpg] 1923 reisten die beiden deutschen Wrestler Richard Schikat und Hans Steinke erstmals in die USA, um sich auch dort im Wrestling zu profilieren. Richard wurde unter dem Pseudonym "Dick Shikat" zweifacher World Heayweight Champion, wogegen Hans als sog. Police-Wrestler für einige Champions aktiv war und für diese gegen verschiedene Herausforderer antrat. Sie waren im Prinzip die ersten Professionals aus Deutschland, die in den USA dauerhaft von Promotern gebookt wurden. Als sich Hans Steinke dazu entschloss nach Nordamerika auszuwandern, blieb sein jüngerer Bruder, Max Steinke, in Europa und etablierte sich hier als Topwrestler der Mittelgewichtsklasse. Fakten/Herkunft: * 1895 in Stettin (Szczecin) † 10.1961 in Hamburg - jüngerer Bruder von Hans Steinke - Gimmick/Pseudonym: Max Bach Pro-Wrestling Debüt (als Berufsringer im griechisch-römischen Stil): - 1919 Karriere: - deutscher Profi im Mittelgewicht; als solcher einer der Topwrestler in Mitteleuropa während der 20er Jahre - erlangte in seiner Heimat weithin Bekanntheit durch viele Auftritte in den Stettiner Zentralhallen - wrestlete anfangs unter dem Pseudonym "Max Bach" zusammen mit seinem Bruder Hans Steinke; die Verwandtschaft beider sollte damals nicht bekannt werden; Max legte den Namen aber nach kurzer Zeit im Profilager wieder ab, und kämpfte als Max Steinke - 14.03.1920: Hans Steinke besiegte Max Bach (Max Steinke) bei einem Turnierkampf der Europameisterschaft in Hamburg (März bis April 1920); es ist das einzige bekannte Match, wo beide gegeneinander kämpften - blieb ohne Siege bei den Welt- und Europameisterschaften trotzdem einer der gefragtesten Wrestler seiner Gewichtsklasse; sein Bruder Hans kämpfte als Schwergewichtler - erreichte viele Platzierungen bei lokalen Meisterschaften - 07/1924: größter Erfolg mit Platz 3 bei der Weltmeisterschaft in München (Mittelgewicht); Max platzierte sich nach Hadji Weinura (Sieger) und Josef Kunst (2) - gewann 1930 die Deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht - 1930er: viele Auftritte bei den Turnieren (Ringkampfkonkurrenzen) des deutschen Großveranstalters Rudolf Zurth - wurde nach 1935 als Spitzenkämpfer der Mittelgewichtsklasse abgelöst von Gustl Kaiser, Fritz Kley, Gottfried Grüneisen, Bruno Mosig, Herbert Audersch, Max Walloschke und Willi Müller - späte 30er: Steinke kämpfte oft in den wochenlangen Großturnieren; konnte sich aber gegen die Schwergewichtsklasse, die stärker gepusht wurde, nicht durchsetzen; ein größerer Push ist ihm als Mittelgewichtler verwehrt geblieben - Teilnehmer der großen Weltmeisterschaft im Schwergewicht 1936 im Hamburger Flora-Theater (01.11. - 21.12.1936; Promoter: Paul Westergaard-Schmidt) - Karriereende als Folge des 2. Weltkrieges - lebte nach 1945 in Hamburg; war dort noch im Schiedsgericht der Turniere aktiv Max Steinke - Turnierliste 03/1920: Hamburg 05/1920: Berlin 08/1920: Lübeck 12/1920: Essen 03/1921: Düsseldorf 11/1921 > 12/1921: Bremen 04/1922 > 05/1922: Dortmund 06/1923: Breslau (Wroclaw) 07/1923: München 1924: Halle (Saale) 04/1924: Prag 07/1924: München > Weltmeisterschaft / Platz 3 im Mittelgewicht 01/1925: Elberfeld (Wuppertal) 03/1925: Dortmund 04/1925: Gelsenkirchen 05/1925: Karlsruhe 08/1925 > 09/1925: Berlin 11/1925 > 12/1925: München 02/1926 > 03/1926: Hamburg 05/1926: Köln 07/1926 > 08/1926: Hamburg 10/1926: Dresden 11/1926: München 12/1926: Breslau (Wroclaw) 02/1927: Warschau 03/1927: Kaliningrad (Königsberg) 04/1927: Riga 05/1927: Danzig 06/1927 > 07/1927: Hamburg > Platz 2 im Mittelgewicht 09/1927 > 10/1927: Berlin > Platz 2 im Mittelgewicht 12/1927: Szczecin (Stettin) 03/1928: Danzig 07/1928: Freiburg (Breisgau) > Platz 2 Spätjahr 1928 - Tournee nach Südamerika (Buenos Aires: Turnier / September > December 1928) 04/1929 > 05/1929: München > Platz 4 09/1929: Slupsk (Stolp) / Polen 10/1929: Wien 11/1929: München 1930: Platz 1 / Deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht 05/1930: Köln 06/1930: Madrid 08/1930 > 09/1930: Breslau (Wroclaw) 02/1931 > 03/1931: Madrid 06/1931: Bydgoszcz (Bromberg) 10/1931: Poznan (Posen) 10/1931 > 11/1931: Hamburg 01/1932: Stuttgart 02/1932: Szczecin (Stettin) 08/1932: Hamburg > Platz 4 1933: Krefeld 03/1933: Köln > Platz 2 06/1933 > 07/1933: Frankfurt (Main) > Platz 1 07/1933 > 08/1933: Hamburg > Platz 4 08/1933 > 09/1933: Breslau (Wroclaw) 09/1933: Slupsk (Stolp) / Polen 09/1933: Beuthen / Polen 10/1933: Berlin > Platz 4 im Mittelgewicht 12/1933 > 01/1934: Stockholm 01/1934: Rostock 02/1934 > 03/1934: Hamburg 04/1934: Essen > Platz 3 05/1934: Szczecin (Stettin) > Platz 2 06/1934 > 07/1934: Rostock > Platz 3 08/1934: Annaberg (Sachsen) 09/1934 > 10/1934: Bremen > Platz 3 10/1934: Zürich 11/1934: Szczecin (Stettin) > Platz 3 11/1934 > 12/1934: Hamburg 03/1935 > 04/1935: Breslau (Wroclaw) 05/1935: Kassel 05/1935: München 06/1935: Hamburg 07/1935 > 08/1935: Berlin 09/1935: Würzburg 10/1935 > 11/1935: München 11/1935 > 12/1935: Szczecin (Stettin) 04/1936 > 05/1936: Magdeburg 07/1936 > 08/1936: Köln 08/1936 > 09/1936: Lübeck > Platz 1 09/1936 > 10/1936: Breslau (Wroclaw) 11/1936: Hamburg 12/1936: Frankfurt (Main) > Platz 1 01/1937 > 02/1937: Nürnberg > Platz 3 03/1937: Wien 04/1937: Magdeburg 06/1937: Krefeld > Platz 4 06/1937 > 07/1937: Frankfurt (Main) > Platz 3 im Mittelgewicht 08/1937: Lübeck 09/1937 > 10/1937: Breslau (Wroclaw) 11/1937: Köln 04/1938: Karlsruhe 05/1938 > 06/1938: Kassel > Platz 4 06/1938 > 07/1938: Berlin 09/1938 > 10/1938: Dresden 11/1938 > 12/1938: Hamburg 01/1939: Chemnitz 05/1939: Hamburg - Blubb - 25.06.2011 Sehr schöner Steckbrief, wieder was dazu gelernt ;) Ich frage mich manchmal, ob das amerikanische Wrestling etwas davon hätte, wenn man auf mehr als zwei Gewichtsklassen setzen würde. Mittelgewichtler, Weltergewichtler, Leichtgewichtler haben außer in Mexiko eigentlich kaum irgendwo eine Lobby. Welche Bedeutung hatten diese unteren Gewichtsklassen eigentlich zu Steinkes Zeit (und davor) in Europa? Fand das wirklich Beachtung oder war es nur eine Nebenattraktion für die Schwergewichtler? - The Crusher - 25.06.2011 Durch das Turniersystem, das in Europa im gr.-röm. Stil 1897 eingeführt wurde, war es auch für Wrestler jenseits der Schwergewichtsklasse möglich geworden, sich als Professionals zu etablieren. Die Leichtgewichtsklasse fand in späteren Jahren, zwischen den beiden Weltkriegen, keine sonderlich große Beachtung mehr, aber die Mittelgewichtsklasse konnte sich dennoch neben der Schwergewichtsklasse durchsetzen. 1897 kann man als Wendepunkt bezeichnen: Bestritten die Wrestler in Europa davor noch einzelne Kämpfe bzw. sog. Matchkämpfe gegen Herausforderer aus dem Publikum, etwa die Stabuffringer (Jahrmarkts-Rummel-Zirkus), so kam mit dem Turniersystem mehr Professionalität ins Business. Den Anfang machte dann ja sogar die Mittelgewichtsklasse im August 1897 in Brüssel mit der ersten WM im Mittelgewicht. Das war überhaupt die erste offizielle WM im gr.-röm. Stil. Frühere Wrestler, die vor Max Steinke an der Spitze der Leicht- und Mittelgewichtsklasse kämpften, waren u.a. Michael Hitzler, Heinrich Weber, Maurice Gambier, Constant le Boucher und Georg Lurich. Gambier gewann auch die erste WM (Mittelgewicht) in Brüssel und die erste WM im Leichtgewicht 1899 in Paris....(mehr dazu in einem gesonderten Thread zu einem späteren Zeitpunkt). Bei der WM in Paris gabs diese Matchserie zw. Gambier und Hitzler, wo ein Kampf insgesamt 10 Stunden und 44 Minuten dauerte (über mehrere Tage verteilt). Die Organisation zum IRV 1911 in Berlin war ein weiterer wichtiger Schritt, der auch die Mittelgewichtsklasse beeinflusste. Max Steinke trat dem Verband bei, um so bei den lokalen Meisterschaften, Welt- und Europameisterschaften auftreten zu können. Die meisten namhaften Profis, besser gesagt alle, waren damals Mitglied im IRV. Dass der IRV nicht nur die Schwergewichtsklasse pushte lag auch darin begründet, dass Heinrich Weber dem Verband von 1911 bis zur Gleichschaltung 1933 als 1. Vorsitzender vorstand. Weber gewann die WM im Leichtgewicht 1903 in Paris. Auch ist er es gewesen, der sich maßgeblich für die Organisation von Professionals in Verbänden einsetzte, und nicht zuletzt eine weitreichende Reformierung des Berufsringkampfes in Mitteleuropa initiierte. Max Steinke konnte sich in den 20er Jahren als Spitzenkämpfer der Mittelgewichtsklasse behaupten, auch weil der Kader dort noch nicht so groß war, wie es dann in den 30er Jahren der Fall war. Ende der 20iger und Anfang der 30iger kamen neue, jüngere Leute, wie Gustl Kaiser, der sich zum Topwrestler entwickelte. Weitere Spitzenkämpfer der Mittelgewichtsklasse waren zu diesem Zeitpunkt (20er und 30er Jahre) noch: Gottfried & Rudolf Grüneisen Fritz Kley Willi Müller Hans Kämpfer Karl Wehram Hadji Weinura Bruno Mosig Max Walloschke August Ahrens Herbert Audersch Die größte Beachtung fand natürlich die Schwergewichtsklasse, dennoch konnte sich die Mittelgewichtsklasse damals trotzdem behaupten, was auch die vielen lokalen, Welt- und Europameisterschaften belegen. - The Crusher - 07.04.2017 Max Steinke - Turnierliste 03/1920: Hamburg 05/1920: Berlin 08/1920: Lübeck 12/1920: Essen 03/1921: Düsseldorf 11/1921 > 12/1921: Bremen 04/1922 > 05/1922: Dortmund 07/1923: München 1924: Halle (Saale) 04/1924: Prag 07/1924: München > Weltmeisterschaft / Platz 3 im Mittelgewicht 01/1925: Elberfeld (Wuppertal) 03/1925: Dortmund 04/1925: Gelsenkirchen 05/1925: Karlsruhe 08/1925 > 09/1925: Berlin 11/1925 > 12/1925: München 02/1926 > 03/1926: Hamburg 05/1926: Köln 07/1926 > 08/1926: Hamburg 10/1926: Dresden 11/1926: München 12/1926: Breslau (Wroclaw) 03/1927: Kaliningrad (Königsberg) 04/1927: Riga 05/1927: Danzig 06/1927 > 07/1927: Hamburg > Platz 2 im Mittelgewicht 09/1927 > 10/1927: Berlin > Platz 2 im Mittelgewicht 12/1927: Szczecin (Stettin) 03/1928: Danzig 07/1928: Freiburg (Breisgau) > Platz 2 Spätjahr 1928 - Tournee nach Südamerika (Buenos Aires: Turnier / September > December 1928) 04/1929 > 05/1929: München > Platz 4 09/1929: Slupsk (Stolp) / Polen 10/1929: Wien 11/1929: München 1930: Platz 1 / Deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht 05/1930: Köln 06/1930: Madrid 08/1930 > 09/1930: Breslau (Wroclaw) 02/1931 > 03/1931: Madrid 06/1931: Bydgoszcz (Bromberg) 10/1931: Poznan (Posen) 10/1931 > 11/1931: Hamburg 01/1932: Stuttgart 02/1932: Szczecin (Stettin) 08/1932: Hamburg > Platz 4 1933: Krefeld 03/1933: Köln > Platz 2 06/1933 > 07/1933: Frankfurt (Main) > Platz 1 07/1933 > 08/1933: Hamburg > Platz 4 08/1933 > 09/1933: Breslau (Wroclaw) 09/1933: Slupsk (Stolp) / Polen 10/1933: Berlin > Platz 4 im Mittelgewicht 12/1933 > 01/1934: Stockholm 01/1934: Rostock 02/1934 > 03/1934: Hamburg 04/1934: Essen > Platz 3 05/1934: Szczecin (Stettin) > Platz 2 06/1934 > 07/1934: Rostock > Platz 3 08/1934: Annaberg (Sachsen) 09/1934 > 10/1934: Bremen > Platz 3 10/1934: Zürich 11/1934: Szczecin (Stettin) > Platz 3 11/1934 > 12/1934: Hamburg 03/1935 > 04/1935: Breslau (Wroclaw) 05/1935: Kassel 05/1935: München 06/1935: Hamburg 07/1935 > 08/1935: Berlin 09/1935: Würzburg 10/1935 > 11/1935: München 11/1935 > 12/1935: Szczecin (Stettin) 04/1936 > 05/1936: Magdeburg 07/1936 > 08/1936: Köln 08/1936 > 09/1936: Lübeck > Platz 1 09/1936 > 10/1936: Breslau (Wroclaw) 11/1936: Hamburg 12/1936: Frankfurt (Main) > Platz 1 01/1937 > 02/1937: Nürnberg > Platz 3 03/1937: Wien 04/1937: Magdeburg 06/1937: Krefeld > Platz 4 06/1937 > 07/1937: Frankfurt (Main) > Platz 3 im Mittelgewicht 08/1937: Lübeck 09/1937 > 10/1937: Breslau (Wroclaw) 11/1937: Köln 05/1938 > 06/1938: Kassel > Platz 4 06/1938 > 07/1938: Berlin 09/1938 > 10/1938: Dresden 11/1938 > 12/1938: Hamburg 01/1939: Chemnitz 05/1939: Hamburg |