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Irak Krieg - Diskussionsthread - Druckversion +- Peoplesboard.de (https://www.peoplesboard.de/pboard2) +-- Forum: Community (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=5) +--- Forum: Dies und Das (https://www.peoplesboard.de/pboard2/forumdisplay.php?fid=11) +--- Thema: Irak Krieg - Diskussionsthread (/showthread.php?tid=3990) |
Irak Krieg - Diskussionsthread - Silk - 20.03.2003 Nun ist es offiziell passiert, die ersten Marschflugkörper sind kurz nach Ablauf des Ultimatums (3.30 Uhr deutsche Zeit) auf den Irak abgefeuert worden, George W. Bush hielt eine 4-minütige Ansprache an sein VOlk, in der er sagte, dass nur ausgewählte Ziele jetzt attackiert werden. Auch Saddam Hussein trat vor einigen Minuten vor die Kamera und rief jetzt zum "Verteidigungskrieg" auf! Tja nun ist es wiedermal soweit...ein Krieg hat angefangen!
- Raven - 20.03.2003 Hab es auch heut morgen im Radio gehört. Die schlimmen Angriffe sollen aber erst in ca. 12 Stunden folgen.
- KingKoolTaxXx - 20.03.2003 Der Krieg gegen den Irak hat am frühen Morgen (MEZ) mit begrenzten Angriffen auf Ziele in und um Bagdad begonnen. Nach Angaben unseres Partnersenders CNN wurden insgesamt 40 Marschflugkörper abgefeuert. Auch wurden Tarnkappenbomber eingesetzt. Bislang gibt es keine Informationen über mögliche Opfer und Schäden. Die britisch-amerikanischen Bodentruppen an der kuwaitisch-irakischen Grenze befinden sich in Angriffsposition. Sie wurden aber noch nicht in Marsch gesetzt. Drei Stunden nach Beginn des Krieges strahlte das irakische Fernsehen eine Ansprache Saddams aus. Darin warf er den USA und deren Verbündeten ein "schändliches Verbrechen gegen die Menschheit" vor. In den USA sprach Präsident George W. Bush in einer nur vierminütigen Fernsehrede von Angriffen auf "ausgewählte Ziele von militärischer Bedeutung". Laut CNN galten die ersten Raketenangriffe Saddam Hussein und seinem inneren Führungszirkel. Nach zwei Stunden hatte sich die Lage in der Hauptstadt wieder beruhigt. Militärexperten gingen davon aus, dass die große erste Angriffswelle erst in zwölf Stunden oder später erfolgen werde. In einer ersten Reaktion äußerte sich die Bundesregierung "mit großer Sorge und Betroffenheit" über den Beginn des Irak-Kriegs. Ebenso bedauerte die russische Führung den Beginn des Kriegs. Auch Frankreichs konservative Regierungspartei UMP kritisierte den Angriff. Unmittelbar nach Beginn des Irak-Krieges haben die Aktienkurse in Asien und Australien in der Hoffnung auf ein schnelles Ende des Konflikts zugelegt. Die Preise für Nordsee-Öl und Gold gaben deutlich nach. Der Euro gewann leicht hinzu. [Bild: http://www.n-tv.de/images/200303/3147613__1cp45549.jpg] (Quelle: n-tv.de) - sebbo - 20.03.2003 mehr will ich dazu nicht sagen :/: Irak schlägt zurück - KingKoolTaxXx - 20.03.2003 Irak hat nach US-Angaben Kuwait angegriffen. In Kuwait-Stadt wurde Luftalarm ausgelöst. Das berichtet der n-tv Partnersender CNN. Raketen seien nördlich von Kuwait-Stadt und hinter die Linien der US-Truppen eingeschlagen sein. Da man nicht von Treffern ausgeht, sprechen US-Militärs von einem "gezielten Warnschuss". Ein CNN-Reporter sprach von einem Alarm bei den US-Truppen in Kuwait. Die Soldaten wurden aufgerufen, sicherheitshalber Schutzmasken aufzusetzen und sich in Sicherheit zu bringen. Eine der irakischen Scud-Mittelstreckenraketen wurde nach britischen Angaben durch eine Patriot-Abwehrrakete zerstört. Es gebe keine Hinweise, dass die Rakete mit chemischen der biologischen Giftstoffen beladen war, sagte ein britischer Militärsprecher. Mit einem gezielten Angriff auf Saddam Hussein hatten die US-Streitkräfte am frühen Morgen den Krieg gegen den Irak begonnen. Rund drei Stunden nach dem Militärschlag strahlte das Fernsehen eine Ansprache Saddams aus. Dabei blieb unklar, ob die Rede möglicherweise vorher aufgezeichnet worden war. Aufruf zum "Heiligen Krieg" Saddam Hussein wandte sich kurz nach Beginn des Krieges an sein Volk und versprach den Irakern den Sieg über das "amerikanisch-zionistische Bündnis". "Wir werden mit Gottes Hilfe siegen", sagte Saddam, der seine Rede in Uniform vorlas. Der amerikanische Präsident George W. Bush sei ein Verbrecher, fügte er hinzu. Der "Heilige Krieg" habe begonnen, sagte Saddam. (Quelle: n-tv.de) - sebbo - 20.03.2003 der bush ist genauso ein arschloch wie der saddam - DiViNo - 20.03.2003 Wir waren vorhin auf der Demo in Rostock und mitr ist ein Schild besonders aufgefallen. Oben stand Most Wanted , darunter Terrorist und dann ein Bild von Bush Ich bin heut morgen gegen 4.00 uhr zufällig aufgewacht und habs gesehn. es ist verdammt nochmal einfach nur scheiße - Silk - 20.03.2003 Haben heut auch von Schule aus Demonstrationen gegen den "Terror von Bush" aka Krieg gemacht. Halte ich auch für sehr wichtig, dass die Welt zeigt, das die Taten von Kriegstreiber Bush **** sind! - Silk - 20.03.2003 Warum aber nicht erstmal um Nordkorea kümmern, von diesem Land geht vielmehr Gefahr aus...es war immernoch Gelegenheit für friedliche Lösungen... :rolli: aber naja Scheissen wir auf die UNO! Scheissen wir auf Völkerrecht! Auf gegen den Terror! Wer ist der Nächste auf der Liste? Iran? Nordkorea? - Trantor - 20.03.2003 Zitat:Original von Silk Genau aus dem Grund, den Nef schon genannt hat in einem anderen Thread ... bei Nordkorea ist es eigentlich zu spät, da kann man unter 1 - 2 Millionen Toten wohl nichts mehr machen. - Silk - 20.03.2003 Sucht man sich also ein Land aus, wo man sich vielleicht schonh mit rund 250000 Toten begnügen kann? - Raven - 20.03.2003 In unserer Schule haben wir (wie immer) nicht darüber geredet. Schlimm ist das ganze, ich habe jedenfalls heute in der Sparkasse auf N-TV gesehen das es bisher einen Toten gegeben hat. - Silk - 20.03.2003 Hier mal ein offener Brief, den ich recht gut finde! ------------------------------------------------------------- Danke, Praesident Bush: Offener Briefeines weltbekannten Autors an das Weisse Haus von Paolo Coelho Danke, grosser Staatsmann George W. Bush. Danke, dass Sie jedem gezeigt haben, welche Gefahr Saddam Hussein darstellt. Viele von uns haetten sonst womoeglich vergessen, dass er chemische Waffen gegen sein eigenes Volk, gegen die Kurden und die Iraner eingesetzt hat. Hussein ist ein blutruenstiger Diktator und eine der augenfaelligsten Verkoerperungen des Boesen in der heutigen Welt. Aber nicht allein dafuer wollte ich Ihnen danken. Waehrend der ersten zwei Monate dieses Jahres 2003 haben Sie der Welt eine Reihe anderer, wichtiger Dinge gezeigt. Ich moechte mich daher in Anlehnung an ein Gedicht, das ich als Kind gelernt habe, bei Ihnen bedanken: Danke, dass Sie allen gezeigt haben, dass das tuerkische Volk und sein Parlament nicht kaeuflich sind, auch nicht fuer 26 Milliarden Dollar. Danke, dass Sie der Welt gezeigt haben, welch tiefe Kluft zwischen den Entscheidungen der Machthaber und den Wuenschen des Volkes liegt. Danke, dass Sie uns vor Augen fuehren, dass weder José Maria Aznar noch Tony Blair ihren Waehlern die geringste Achtung und Wertschaetzung zeigen. Aznar bringt es fertig, darueber hinwegzusehen, dass 90 Prozent der Spanier gegen den Krieg sind, und Blair ist die groesste Demonstration der vergangenen dreissig Jahre in England schlichtweg egal. Danke, dass Sie Tony Blair dazu gebracht haben, mit einem Dossier, das ein Plagiat einer Arbeit war, die ein Student zehn Jahre zuvor geschrieben hatte, vor das britische Parlament zu treten und es als vom britischen Geheimdienst erbrachten schlagenden Beweis vorzustellen. Danke, dass Sie Colin Powell gestatten, sich selbst zum Narren zu machen, indem er dem UN-Sicherheitsrat Fotos vorlegt, die eine Woche spaeter von Hans Blix, dem Chef der UN-Ruestungskontrollkommission zur Entwaffnung des Irak, oeffentlich angefochten werden. Danke, dass Sie mit Ihrer Haltung dafuer gesorgt haben, dass bei der UN-Vollversammlung der franzoesische Aussenminister Dominique de Villepin mit seiner Anti-Kriegsrede Applaus geerntet hat, was meines Wissens vorher nur einmal in der Geschichte der UNO, im Anschluss an eine Rede Nelson Mandelas, geschehen ist. Danke, dass Sie mit allen Ihren Bemuehungen, den Krieg voranzutreiben, dazu beigetragen haben, dass die sonst untereinander zerstrittenen arabischen Nationen sich bei ihrem Treffen in Kairo in der letzten Februarwoche erstmals einstimmig gegen jedwede Invasion ausgesprochen haben. Danke, dass Sie mit Ihrer rhetorischen Behauptung, die UNO habe nun die Chance, ihre wahre Bedeutung zu zeigen, sogar die zoegerlichsten Laender dazu gebracht haben, sich gegen jede Art von Angriff gegen den Irak auszusprechen. Danke, dass Sie mit Ihrer Aussenpolitik den britischen Aussenminister Jack Straw zu der Erklaerung verleitet haben, im 21. Jahrhundert koenne es Kriege geben, die sich moralisch rechtfertigen liessen, wodurch Straw seine ganze Glaubwuerdigkeit verlor. Danke, dass Sie versucht haben, ein Europa auseinander zu dividieren, das fuer seine Vereinigung kaempft. Es wird ihm als Warnung dienen. Danke, dass Sie geschafft haben, was nur wenigen in diesem Jahrhundert gelungen ist: Millionen Menschen auf allen Kontinenten im Kampf fuer dieselbe Idee zu vereinen, auch wenn diese Idee nicht die Ihre ist. Danke, dass Sie uns wieder fuehlen lassen, dassunsere Worte, wenn sie vielleicht nicht gehoert, so zumindest ausgesprochen wurden. Das wird uns in Zukunft noch mehr Kraft geben. Danke, dass Sie uns missachten, dass Sie alle marginalisieren, die sich gegen Ihre Entscheidung stellen, denn die Zukunft der Erde gehoert den Ausgeschlossenen. Danke, denn ohne Sie haetten wir nicht erkannt, dass wir faehig sind, uns zu mobilisieren. Moeglicherweise wird es uns diesmal nichts nuetzen, aber ganz sicher spaeter einmal. Nun, da es keinen Weg zu geben scheint, die Trommeln des Krieges zum Schweigen zu bringen, moechte ich wie ein europaeischer Koenig einst zu seinem Invasoren sagen: "Moege dein Morgen schoen sein, moege die Sonne auf den Ruestungen deiner Soldaten strahlen, denn noch am Nachmittag werde ich dich besiegen." Danke, dass Sie uns - einer Armee anonymer Menschen, die wir die Strassen fuellen, um einen Prozess aufzuhalten, der bereits im Gange ist - erlauben zu erfahren, wie man sich fuehlt, wenn man machtlos ist, und aus diesem Gefuehl zu lernen und es zu verwandeln. Also, geniessen Sie Ihren Morgen und welchen Ruhm er Ihnen auch immer bringen mag. Danke, dass Sie uns nicht zugehoert und uns nicht ernst genommen haben. Doch Sie sollten wissen, dass wir Ihnen sehr wohl zugehoert haben und Ihre Worte niemals vergessen werden. Danke, grosser Staatsmann George W. Bush. Herzlichen Dank. C Diogenes Verlag, Uebersetzung von Maralde Meyer-Minnemann ----------------------------------------------------------------- |