Den Punkt der zuvielen Title sehe ich anders. Natuerlich bedeuten mehr Gewichtsklassen auch weniger Fights aus den Top 5 Gewichtsklassen (HW bis LW) und dadurch wird es schwieriger zu verfolgen. Aber im Boxen etwa sind die Gewichtsklassen unter 155 Pounds die Populaeren und dort sind die grossen Draws und Stars und das schon seit Jahren und Jahrzehnten. Derzeit sind die Flyweight bis Lightweight Gewichtsklassen in der UFC noch ohne grossen Draw, aber das braucht Zeit (und einen richtigen Aufbau) und ist langfristig denke ich die richtige Entscheidung. Boxen wird zwar anders promotet wie die UFC, das muss man natuerlich bedenken und spricht fuer deine Ansicht, aber ich glaube man koennte es sich nicht erlauben nicht auch auf untere Gewichtsklassen zu setzen.
Auch das man darueber nach denkt eine Strawweight Division einzufuehren ist imo die richtige Entscheidung langfristig. Die UFC versucht verzweifelt gerade die Hispanische Bevoelkerung anzusprechen, die brauchen auch einen Fighter wie Oscar De La Hoya, Juan Manuel Marquez, Saul Alvarez oder Jesus Cesar Chavez. Den hat man bisher noch nicht gefunden, aber man hofft das man ein paar talentierte Mexicanische Fighter bekommt wenn man eine Strawweight Division einfuehrt. Langfristig braucht man den Hispanischen Markt der immer wichtiger wird.
Auch das man eine Women`s Division eingefuehrt hat ist die richtige Entscheidung wenn man bedenkt das der Markt fuer die weiblichen Zuschauer immer wichtiger wird. Auch Frauen werden immer mehr zum Kampfsport kommen als Zuschauer, deswegen ist es wichtig auch eine Frauen Division zu haben. In Zukunft wird da kein Weg dran vorbei gehen, das oeffnet noch mal neue Tueren, zum Beispiel was Werbepartner betrifft die auch Frauen als Zielgruppe haben (und diese Werbepartner zahlen mehr!).
Was die zu vielen Shows betrifft: Wuerde ich zustimmen, es gibt zu viele Shows die auch noch eine schlechtere Qualitaet wie frueher haben. Eine Art Farmliga waere fuer die Zukunft richtig, da sage ich seit Jahren, aber imo nicht um die unteren Gewichtsklassen wieder abzugeben. Ausserdem wuerde ich die geringe Anzahl der Shows damit ausgleichen das ich die Fight Anzahl pro Event hoch setze auf 13-14 Fights und eine klare Pecking Order einfuehre. 6 Main Card Fights, ein klarer Main Event (Titlefight), ein klarer Semi Main Event (Contender Fight) der den Main Event zu Not ersetzen koennte. Der Main Event ist abgesichert durch einen Ersatzfighter den man dafuer bezahlt ein Ersatzfighter zu sein. Die restlichen 4 Main Card Fights sind Fights zwischen Top 15 Fightern. Der Rest sind Prelim Fights die bei PPVs nicht gezeigt werden und auch nicht im Free TV ausgestrahlt werden. So hat man Material fuer PPV Highlights (eine kurze Prelim Zusammenfassung), oder spaeter fuer DVDs oder TV Specials.
Zu den Regelaenderungen: Haerter und konsequenter Bestrafen ist auch eines meiner Kritikpunkte. Ein Foul gibt sofort eine Verwarnung, bei spaetestens drei Fouls eine Disqualifikation. Sollte ein Foul absichtlich oder besonders schwer sein erfolgt sofort die Disqualifikation und bei einer DQ muss der Fighter 50% seiner Gage abgeben 25% an den Gegner und 25% an die Promotion. Auch haertere Bestrafungen bei Dopingvergehen: 1. Verstoss ein Jahr Sperre und der Fight wo er positiv getestet wird, wird automatisch zum No Contest wenn er ihn gewonnen hat. Die komplette Gage des Fights muss er abgeben. Zweiter positiver Test, zwei Jahre Sperre, komplette Gage des letzten Fights weg. Dritter positiver Test, lebenslaengliche Sperre.
Weitere Regelaenderungen und andere Aenderungen die Diskutiert werden sollten und hier schon einige Male diskutier wurden:
-Wie du sagst Kniestoesse auf dem Boden, evtl Soccerkicks.
-Kein TRT mehr for gods sake, wer aelter wird hat nun mal einen niedrigeren Testosteronewert, das ist natuerlich. Es ist ein Witz das aeltere Fighter den Testosteronewert angleichen koennen an frueher, erst recht wenn sie selbst fuer den niedrigen Testosteronewert verantwortlich sind weil sie frueher Steroide nahmen (Belfort, Sonnen, Marquardt, Duffee etc…). Und wer eben wirklich mal an einer Krankheit leidet und sein Testosteronewert zu niedrig sein sollte, tja dann sollte man vielleicht nicht einen Profi Sport betreiben. Wer kam eigentlich mal auf die Idee das Profi Sport fuer jeden sein sollte? Darf jemand mit einem Glaskinn ein Kopfschutz tragen um Faire Bedingungen zu schaffen? Es ist das gleiche, gleiche Bedingungen gibt es nicht. Wer eben einen zu niedrigen Testosterone Wert hat aufgrund einer Krankheit, der hat dann Pech gehabt.
-Profi Referees und Profi Judges mit einer richtigen Ausbildung. Manche Judges die UFC Events beurteilen koennen haben keine Ahnung was sie da tun oder sind korrupt, zu dem Ergebnis muss ich leider kommen wenn ich manche Skandalentscheidungen sehe die es so gab. Fehlentscheidungen sind normal und kommen vor, wenn es jedoch manchmal so ist das es komplett abweicht ist es nicht normal.
-Das 10 Point Must System sollte entweder geaendert werden oder gleich ganz abgeschafft, habe dazu mal einen langen Bericht geschrieben. So wie das 10 Point Must System gebraucht wird ist es falsch. Es ist Populaer und fuer den Mainstream leicht zu verstehen, aus sportlicher Sicht im MMA ungeeignet zumindest in dieser Form.
-Weight Cutting besser unterbinden, das habe ich auch mal in einem Artikel geschrieben wie man das leicht machen kann. Das waere auch wichtig fuer den Hispanischen Markt, oder Japanischen. Amerikaner sind die besten Weight Cutter die es gibt, man nehme nur die Flyweight Division wo wieder Amerikaner dominieren, nicht nur durch Weight Cutting, aber auch. Fuehrt die UFC eine Strawweight Division ein, werden wieder Amerikaner dominieren, weil viele Asiatische und Mexicanische Fighter einfach zu viel Gewicht abgeben. Wenn man das Weightcutting unterbindet wird es langfristig dazu fuehren das die Chancen erheblich steigen einen Champion aus Japan und Mexico zu sehen. Ausserdem wuerde die Qualitaet steigen, Fighter muessten nicht mehr Wochenlang weight cutten, sondern koennten sich auf das Training konzentrieren. Auch waere es fuer die Gesundheit der Fighter besser, man wuerde sportlich fairere Fights sehen, und die Wrestler die am besten Weight cutten koennen wuerden etwas geschwaecht werden, also wuerde man andere Disziplinen in denen das Weight Cutting nicht vor kommt (oder nicht so stark) staerken. Ich sehe da nur Vorteile.
-Das UFC Booking bei Titlefights sollte natuerlich besser sein. Ich glaube der Punkt duerfte jedem klar sein. Man schaue sich die jeweils letzten zwei Gegner von Jon Jones und Anderson Silva an, ein Witz. GSP traf auf Nick Diaz der kein Top Ten Fighter ist und zuletzt verlor und positiv getestet wurde. Langfristig schadet so was der UFC weil man keine Sportlichkeit hat. Und mal abgesehen davon, will ich die besten Fighter auch gegen die besten Fighter sehen.
-Die UFC hat ueber 500 Fighter unter Vertrag, einige von ihnen sind einfach schlecht und Lower Level Fighter. Klar braucht man auch eine Basis, die sollte aber bei der UFC aus Mid Level Fighter bestehen. Ein Leonard Garcia darf viermal in Folge verlieren und wird erst bei der fuenften Niederlage entlassen, waehrend gute Fighter bereits nach einer Niederlage entlassen werden, obwohl die guten Fighter gegen andere Top Fighter verlieren, waehrend mancher Lower Level Fighter gegen andere Lower Level Fighter verliert. Aus Business Sicht koennte es sich die UFC erlauben auch gute Fighter zu behalten die etwas mehr verdienen, oder zumindest versuchen neue Vertraege auszuhandeln. Man sieht es auch an TUF, heutzutage besteht eine TUF Staffel ueberwiegend aus Lower Level Fighter, und wenn ueberwiegend Lower Level Fighter nach kommen senkt das die gesamte Qualitaet auf Dauer.
-KEIN TUF mehr, oder wenn dann nur noch 1x im Jahr (weltweit) und mit einem guten Roster. Wenn wir gerade dabei sind, keine UFC Champions mehr als TUF Coaches, das laesst die Title zu lange pausieren, siehe jetzt ua Ronda Rousey wieder.
-Die UFC muss ueberdenken wie man Fighter und Fights promotet, man hat es in den letzten Jahren viel zu wenig geschafft eine Verbindung zwischen den Fans und den Fightern herzustellen, das ist der Schluessel fuer eine Fanbase, siehe Jon Jones. Der Typ sollte eigentlich der groesste Draw der UFC sein, das ist er aber nicht weil sich die Leute nicht fuer ihn interessieren, zumindest nicht so viel wie fuer GSP und Silva. Wenn man einen Fight hypt, dann sollte man auch mehr ueber den Hintergrund eines Fighters erfahren, anstatt immer nur das uebliche Fight Hyping, siehe hier ua Ronda Rousey vs Liz Carmouche, das war ein klasse Hype.
-Die UFC hat letztes Jahr 31 Live Events gehabt, davon 13 PPVs. Es gab etwa 350 Fights bei diesen 31 Events, genau nach gezaehlt habe ich jetzt nicht, aber in etwa duerfte das hinkommen. 12 PPVs sollten voellig ausreichen, das waere ein PPV im Monat, was immer noch zu viel ist imo in der heutigen Zeit. Dazu sollten vielleicht 12 TV Specials kommen, also 24 Live UFC Events. Das reicht imo aus, Wenn man jetzt die Lower Level Fighter streicht und anstatt 11-12 Fights pro Event auf 14 Fights pro Event geht, dann kommt man immer noch fast auf 350 Fights. Voellig ausreichend und man haette weniger Events, mehr Qualitaet und keine so grosse Uebersaettigung. Klar haette man weniger Einnahmen, aber durch wahrscheinlich wieder hoeheres Zuschauerinteresse wuerde man auch wieder das steigern koennen. Langfristig sehe ich sowieso ganz andere Moeglichkeiten was die Fernsehlandschaft betrifft, da werden PPVs weniger eine Rolle spielen.
Okay, das war mein Rant of the Day dazu.