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Nef`s Voice vom 21.04.06-Welcome to the Wasteland
#1
Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Nef`s Voice. Nach UFC 59 trifft die Aussage “Welcome to the Wasteland“ wohl auf keine Weight Division im Mixed Martial Arts mehr zu wie die Heavyweight Division in der UFC. Es ist sicherlich nicht die schlechteste Weight Division im MMA, und vielleicht nichtmal mehr in der UFC, jedoch ist sie momentan im Niemandsland. Die HW Division der UFC hat sich in den letzten 12 Monaten enorm gesteigert, man brachte neue HW Fighter zur UFC, baute neue Fighter auf (auch bei TUF2, wobei die mittlerweile mehr in der LHW Division antretten), und pushte den UFC Heavyweight Title gerade 2005 enorm nach oben mit Andrei Arlovski. Doch nun hat Tim Sylvia den “UFC Star“ der Heavyweight Division besiegt, und hat das gleiche Problem wie sein Vorgaenger, es fehlen die Contender!

Die UFC hat sich in den letzten 12 Monaten enorm um die Heavyweight Division bemueht, das Problem ist, man kann nicht in 12 Monaten das nachhollen was man in drei Jahren versaeumt hat! Das ganze Dilemma fing eigentlich bei UFC 36 im Jahre 2002 an, damals besiegte Josh Barnett den UFC Heavyweight Champion Randy Couture in einer domminanten Art und Weisse. Barnett wurde jedoch der Title aberkannt nachdem er Positiv auf Steroide getestet wurde. Der Champion verliess die Promotion und bei UFC 39 gewann dann Ricco Rodriguez den vakanten Title gegen Randy Couture. Rodriguez galt damals eigentlich als Gegenstueck zu Minotauro von Pride FC, beiden wurden lange Titleregendschaften vorausgesagt. Doch Rodriguez schaffte nichtmal eine Titleverteidigung als damals bei UFC 41 der relativ unbekannte Tim Sylvia den Upset schaffte und neuer Champion wurde. Sylvia vakantierte freiwillig ein paar Monate spaeter den Title nachdem er ebenfalls Positiv getestet wurde. 10 Monate blieb die UFC ohne Heavyweight Champion bis bei UFC 48 Frank Mir sich den vakanten Title gegen Tim Sylvia hollte. Damit hatte die UFC zum erstenmal seit Barnett wieder einen Poster Boy als Champion, doch die Freude sollte nur von kurzer dauer sein. Mir verletzte sich schwer bei einem Motorradunfall und konnte 16 Monate nichtmehr antretten. Die Folge auch ihm wurde der Title abgenommen und dem Interim`s Champion Andrei Arlovski gegeben (der zuvor gegen Justin Eilers antretten musste). Die dritte Titleaberkennung innerhalb von drei Jahren war der Tiefpunkt der Heavyweight Division in der UFC, obwohl man eigentlich von anfang 2004 bis ende 2005 den Tiefpunkt sehen kann. 2004 gab es vielleicht 4 Heavyweight Fighter in der UFC, nun sind es schon ueber 10 HW Fighter die regelmaessig antretten, die Frage ist aber wenn wird die UFC in zeitnaher Zukunft gegen Tim Sylvia stellen. Schauen wir uns also mal die Heavyweight Fighter in der UFC an.

The Champion:

Tim Sylvia (21-2-0)
Tim Sylvia baute sich seine Karriere vor der UFC damit auf das er die meisten Gegner reihenweisse ausknockte. 2002 kam er in die UFC und hollte sich Senssationell den UFC Heavyweight Title in seinem zweiten UFC Fight. Sylvia wurde als neuer Star der Heavyweight Division bejubelt und fand sich auf etliche MMA Magazine Covers wieder. Der Absturz folgte dann als er positiv auf Steroide getestet wurde und den Title nach nur einer Titleverteidigung gegen Gan McGee abgab. Es folgten zwei Blitz Submission Niederlagen bei UFC 48 gegen Frank Mir (50 Sekunden), und bei UFC 51 gegen Andrei Arlovski (47 Sekunden). Sylvia kaempfte sich zurueck bei UFC 54 mit einem KO Sieg ueber Tra Telligman, und einen wenig schmeichelhaften Decision Sieg ueber Assuerio Silva bei UFN 3 im Januar. Am letzten Wochenende hollte sich nun Tim Sylvia etwas gluecklich zum zweitenmal den Title als er gegen Andrei Arlovski als Aussenseiter gewann. Title Refights mit Arlovski oder Mir waeren sicherlich vom Marketing her das beste fuer die UFC, und Tim Sylvia hat ja schonmal vorgesorgt und gleich Frank Mir herausgefordert. Doch mit welcher Berechtigung sollten Mir und Arlovski Titleshots bekommen? Aber das hat die UFC bisher ja nicht sonderlich interessiert siehe Justin Eilers gegen Andrei Arlovski, oder Nathan Quarry vs Rich Franklin.


The Top Challenger:

Jeff Monson (21-5-0)
Der #1 Contender heisst momentan Jeff Monson, und man weiss das die Heavyweight Division nicht gut dasteht wenn Jeff Monson nach zuletzt nur zwei UFC Fights der #1 Contender ist. Okay in der UFC bedeutet es nicht viel der #1 Contender zusein, fragt mal Matt Lindland. Also nur weil Monson der #1 Contender ist, heisst das noch lange nicht das er auch einen Titleshot bekommen wird. Versteht mich nicht falsch, Monson ist der rechtmaessige #1 Contender, er besiegte Marcio Cruz bei UFC 59, und Monson hat einen Winning Streak von 15 Fights! Aber wer will den wirklich Jeff Monson (183cm) vs Tim Sylvia (203cm) sehen? Ich denke nicht viele, selbst ich als Jeff Monson Fan waere vondem Fight nicht allzu begeistert. Das Problem ist nur, ausser Jeff Monson gibt es momentan NIEMAND in der UFC der einen UFC Heavyweight Titleshot sich verdient hat!


The Former Champions

Andrei Arlovski (9-4-0)
Arlovski ist sowas wie ein Marketing Traum und Albtraum fuer Zuffa. Traum deswegen weil er der beste Heavyweight in der UFC momentan ist, und seine Fights immer unterhaltend sind. Albtraum deswegen weil er die Division durch seine letztjaehrige Dominanz total ausraeumte und nun nichtmehr der Champion ist obwohl Zuffa ihn wie kein anderer Fighter hypte. Der mittlerweile 27 jaehrige Arlovski ist seit dem Jahr 2000 ausnahmslos in der UFC angetretten, und hat sich seither hoch gekaempft zu einem der besten Heavyweight Fighter im MMA. Sein UFC Heavyweight Titlereign stand nie unter einem guten Stern, weil er den Title kampflos zugesprochen bekam, eine Situation die nie gut ankommt bei den Fans. Das Arlovski nun nichtmehr UFC Champion ist kann man aber auch Positiv sehen, zum einen sehe ich die Chancen das er ende des Jahres zu Pride FC wechselt fuer nunmehr nichtmehr so hoch. Dann ist ein Fight mit Frank Mir wieder im Bereich des moeglichen gerueckt, und auch ein grosser dritter Fight mit Tim Sylvia wird sich die UFC nicht entgehen lassen. Nur sollte und wird die UFC Andrei Arlovski in seinem naechsten Fight nicht um den Title antretten lassen. Zum einen hat er gerade den Title verloren, und auch wenn er Champion war muss sich Arlovski erstmal gegen andere Contender beweissen, bevor er wieder um den Title antretten sollte. Und zum zweiten hat er nur noch einen UFC Vertrag ueber ein Fight, solange er keinen neuen UFC Vertrag unterschreibt, wird Arlovski in seinem naechsten Fight nicht um den Title antretten.

Frank Mir (8-2-0)
Hier haben wir den zweiten Ex UFC Heavyweight Champion. Frank Mir galt lange Jahre als die UFC Hoffnung fuer die Heavyweight Division, und mit 26 Jahren hat er evtl ja noch etliche Jahre vor sich. Frank Mir war und ist sicherlich ueberschaetzt, er ist kein Topfighter, allerdings kann man seine Popularitaet nicht absprechen. Er war der gut aussehende Sunny Boy der Submissions so beliebt machte wie KO`s in der UFC. Sein Hoehepunkt war natuerlich der Titlegewinn bei UFC 48 als er Tim Sylvia Arm brach. Dann folgten 18 Monate Pause bevor er gegen Marcio Cruz bei UFC 57 ueberraschend verlor. Wie oben angesprochen waere ein Fight mit Andrei Arlovski denkbar, aber nicht gerade Ratsam. Genauso wenig haette Frank Mir einen Titleshot gegen Tim Sylvia verdient, auch wenn er der ehemalige Champion ist der nie den Title in einem Fight verlor. Beide Fights waeren Marketing Technisch zwar nicht allzuschlecht fuer die UFC, aber sie wuerden Frank Mir nochmehr schaden als ohnehin schon. Mir ist immernoch jung, auch wenn die Frage besteht ob er jemals wieder so in Form kommt wie vor seinem Motorradunfall? Wenn Zuffa auf Frank Mir fuer die Zukunft bauen will, dann sollte man ihm als naechstes einen Branden Lee Hinkle geben.


The Best of the Rest

Brandon Vera (6-0-0)
Vera ist sicherlich die groesste Nachwuchshoffnung in der UFC Heavyweight Division. Nach seinen KO Siegen ueber Fabiano Scherner und Justin Eilers gilt er schon jetzt als einer der unterhaltsamsten Fighter und Hoffnungen fuer die Zukunft. Ich denke auch Zuffa will Vera nicht direkt den Woelfen zum Frass vorwerfen, und will ihn aufbauen. Im MMA kommt alles darauf an wie man Fighter aufbaut, gerade in der UFC auch im Nationalen Free TV. Brandon Vera ist so ein Fighter wie GSP denn man von seiner persoenlichkeit einfach moegen muss. Wird man den Fans Vera naeher bringen im Free TV, dann wird Vera der naechste Star in der HW Division werden. Er soll als naechstes bei UFC 60 gegen Assuerio Silva antretten, ein Fight der denke ich ein Contender Eliminator sein koennte bei dem Vera nur gewinnen kann. Er tritt gegen einen Veteranen an, wenn er gewinnt ist er schon in Title naehe, sollte er verlieren hat er gegen einen erfahrenen Fighter verloren

Assuerio Silva (10-4-0)
Assuerio Silva war seit etlichen Jahren mal wieder ein Top Heavyweight den sich die UFC hollte. Er ist ein Pride Veteran und haelt Siege ueber Alessio Sakara, Fabiano Scherner und Valentjin Overeem. Ausserdem verlor er durch Split Decision bei Bushido 1 gegen Aleksander Emelianenko, allerdings war das eines der beruehmten Japanischen Upfuck Urteile (siehe Nog vs Rodriguez). Silva gewann eigentlich den Fight klar, da er jedoch Pride gerade am verlassen war, gab man Aleksander bei seinem Debut den Sieg. Bei seinem UFC Debut verlor Assuerio knapp gegen den jetzigen Heavyweight Champion Tim Sylvia ueber Decision. Als naechstes steht ein Fight gegen Brandon Vera an, und Fights gegen Arlovski, Mir und ein Refight mit Tim Sylvia waeren denkbar.

Paul Buentello (20-8-0)
Buentello ist so etwas wie der Underdog in der Heavyweight Division, und auch einer der wichtigsten Fighter. Er ist sicherlich kein Top Heavyweight im MMA, allerdings auch kein schlechter Fighter. Buentello ist zudem in der Latino Community sehr beliebt, und das ist ja eine Zielgruppe die die UFC anspricht (siehe auch Ortiz und Sanchez). Buentello ist noch in Titleshot naehe, und sollte er mal nichtmehr an der Spitze der UFC HW Division sein, dann kann man ihn gut als Journeyman einsetzen. Er ist 3-1-0 in der UFC, und fuer mich ist ein Buentello vs Sylvia Titlefight momentan noch am interessantesten, ja auch vor Sylvia vs Mir und Sylvia vs Arlovski III. Gibt dem Headhunter als naechstes einen Fight gegen Gonzaga, und dann gegen Vera oder Christison, und dann bei zwei Siegen ein Titleshot.

Marcio Cruz (2-1-0)
Pe De Pano ist einer der Fighter die eine lange UFC Karriere vor sich haben koennten. Cruz ist ein weltklasse Brazilian Jiu-Jitsu Fighter, und wenn man seine drei MMA Fights sah, dann wird man festgestellt haben das er sich jedesmal verbesserte. In seinem zweiten MMA Fight zerstoerte er den ehemaligen UFC Heavyweight Champion Frank Mir, und am letzten Wochenende verlor er nur sehr knapp gegen einen der besten HW`s der Welt Jeff Monson durch Split Decision. Wenn man Cruz Zeit gibt und er sich weiter entwickelt, dann hat er das Potential eines Tages UFC Heavyweight Champion zu werden. Sein Ground Game ist sicherlich eines der besten als Heavyweight im Mixed Martial Arts. Und wenn er sein Striking und seine Kicks weiter verbessert, und lernt seine enormen Reichweiten Vorteile gegen die meisten seiner Gegner richtig zunutzen, dann wird mit Pe De Pano in Zukunft zurechnen sein. Als naechstes waeren Fights gegen Gonzaga, Hinkle oder Assuerio Silva denkbar.
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#2
Gatekeeper

Gabriel Gonzaga (5-1-0)
Napao kann sicherlich mehr als ein Journeyman sein, genau wie Cruz besitzt er das Talent dazu eines Tages mal Champion zusein. Doch Private Probleme haben ihn jetzt schon bei zwei gebookten UFC Fights geschadet. Zum einen seine mieserable Performance bei UFC 56 gegen Kevin Jordan, als seine Frau Hochschwanger eines der Zwillinge verlor und er nicht trainieren konnte fuer den Fight. Zum anderen bei UFN 4 vor einigen Wochen als er auf Brad Imes treffen sollte, und wegen Visa Problemen nicht nach Vegas reisen konnte. Ich denke die UFC wird ihm noch eine Chance geben im Sommer, aber die MUSS Gonzaga nutzen wenn er eine UFC Karriere anstrebt.

Dan Christison (8-3-0)
Bis UFN 4 gab man Dan Christison wohl keine grossen Chancen auf eine UFC Karriere. Sein Auftretten bei TUF2 war um es harmlos auszudruecken sehr bescheiden. Dann jedoch gab die UFC ihm eine zweite Chance bei UFN 4 als Napao ausfiel. Ein paar Tage vor dem Fight sprang er also ein um gegen Brad Imes anzutretten, und man gab ihm keine grossen Chancen. Doch Christison beeindruckte als er Brad Imes regelrecht ausseinandernahm, und wenn man auf die Liste derjenigen schaut die Christison besiegte, dann findet man Namhafte Fighter wie Jimmy Ambriz, Ben Rothwell und Andre Roberts. Zudem sind zwei seiner drei Niederlagen gegen Dan Severn gewessen, und zweimal ueber Decision. Momentan duerfte Christison sein Platz in der UFC Heavyweight Division gefunden haben, mal schauen wie er sich weiter entwickelt als Schueler von Jackson's Submission Fighting.

Tom Murphy (2-0-0)
Tom Murphy ist ein weiterer TUF2 Teilnehmer der voellig entaeuschte, jedoch ausserhalb der Casting Show ueberzeugen konnte. Fast unbemerkt gewann er bei UFC 58 sein PPV Debut gegen Icho Larenas. Auch wenn Larenas als TKO Heavyweight Champion nicht zu den Top 30 Heavyweights zaehlt, so muss man als Rookie auch erstmal einen erfahreneren Fighter besiegen. Murphy ist sicherlich nun der Heavyweight den die UFC gegen UFC Debutanten stellen kann, oder gegen Christison oder Imes.

Brad Imes (3-2-0)
Ich habe vor kurzem gelesen das die UFC Brad Imes unter einen 9 Fight Contract genommen hat. Keine Ahnung was Dana White dazu wieder geritten hat, sollte das tatsaechlich stimmen. Brad Imes hat sicherlich Charisma, und er hat eine beeindruckende Phsysis. Nur leider geht es im MMA vorallem um das fighten, und da hat Imes keinerlei Ground Game sowie Striking Skills und in zwei UFC Fights zwei Niederlagen hinnehmen muessen! Imes ist sicherlich ein Fighter der sich entwickeln kann (und muss!), und irgendwann vielleicht die Journeyman Rolle ablegen koennte. Doch zum jetzigen Zeitpunkt ist die UFC sicherlich eine wenn nicht gar zwei Nummern zugross fuer ihn. Selbst mit Aufbaufights wird sich die UFC schwer tun geeignete Gegner fuer Brad Imes zufinden.

Branden Lee Hinkle (12-7-0)
Branden Lee Hinkle ist momentan der typischste Journeyman den die UFC hat. Er ist 1-1-0 in der UFC, hat einen guten Namen und ein gutes Standing, ist auch ein akzeptabler Fighter, allerdings nicht sogut das man ihn nicht als Test fuer junge oder erfahrene Fighter einsetzen kann. Hinkle hat zuviele Schwaechen um nach oben zukommen, aber durch seinen Namen kann man einigen jungen Fightern oder zum Beispiel auch Frank Mir einen wichtigen Sieg geben.


Outside Talent
Die UFC hat wie man sieht schon etliche Heavyweight Fighter unter Vertrag, aber zuwenig wirkliche Top Heavyweight Stars die man bei Pride FC findet. Fighter wie Josh Barnett und Heath Herring waeren hier sicherlich am interessantesten fuer die UFC, und beide bekundeten ja auch schon ihr interesse zur UFC zurueckzukehren bzw ihr Debut zugeben. Oder die UFC hollt sich aus den eigenen Reihen ihr Stars in der Heavyweight Division. Tito Ortiz zum Beispiel waere vielleicht ein Kandidat genauso wie Ken Shamrock. Aber man muss nicht unbedingt bei Pride FC die Top Stars abwerben, oder Ortiz und Shamrock in die Heavyweight Division stecken, es gibt genuegend Heavyweight Fighter auf dem “Free Agent Markt“ mit einem guten Namen die die UFC Heavyweight Division verstaercken wuerden. Folgend mal eine Auswahl der Fighter.

Jerome LeBanner (3-1-1)
LeBanner waere sicherlich eine super verstaerkung fuer die UFC. Er will sich auf seine MMA Karriere konzentrieren und er forderte schonmal Tim Sylvia heraus. Er ist zwar im MMA noch ein Rookie wenn man so will, im Kickboxing bzw K-1 ist Jerome LeBanner jedoch ein Star. LeBanner wuerde der Heavyweight Division mehr Bedeutung verleihen, und er waere sicherlich fuer jeden momentanen Heavyweight in der UFC ein ernstzunehmender Gegner.

Gary Goodridge (21-15-1)
Hier haben wir gleich den naechsten K-1 Fighter bzw Kickboxer. Goodridge ist ein UFC und Pride FC Veteran der schon gegen die groessten Heavyweights im MMA antrat, sei es Fedor, Frye, Coleman, Taktarov, Rodriguez, Herring oder Minotauro. Goodridge gehoert mit 40 Jahren sicherlich nicht zu den Top Fightern, aber er gewann 4 seiner letzten 5 Fights. Und kann sich jemand einen besseren Journeyman wie Gary Goodridge vorstellen?

Tra Telligman (7-5-1)
Tra Telligman wird den meisten Fans noch in Erinnerung sein weil er bei UFC 54 gegen Tim Sylvia spektakulaer KO ging. Und ihr werdet euch sicherlich fragen wieso sollte die UFC den 40 jaehrigen Telligman zurueckhollen, den er verlor 4 seiner letzten 5 Fights. Die Antwort ist ganz einfach, genauso wie bei Goodridge hat Telligman einen guten Namen und kann noch fuer junge Fighter ein Test sein. Man muss bedenken, Telligman war gegen Tim Sylvia letztes Jahr der Favorit! Auch wenn Telligman nur 4 Fights in den letzten 6 Jahren bestritt und schon 40 Jahre ist, so kann man ihn dennoch in Fights stellen wie gegen Buentello oder Brandon Vera.

Edson Drago (7-0-0)
4 KO Siege in Folge in Brazil reichten aus das Edson Drago mittlerweile auch in den USA in der Internet Community aufmerksamkeit bekommt. Drago ist so ein Fighter dem die UFC eine Chance geben sollte, um dann zuschauen ob Drago es hat oder nicht. Wenn die UFC Kevin Jordan zwei Chancen gibt und Brad Imes einen 9 Fight Contract, dann sehe ich keinen Grund warum Edson Drago nicht in den naechsten 12 Monaten sein UFC Debut geben sollte.

Mike Kyle (9-4-1)
Ich bin kein Fan von Mike Kyle, allerdings ist er sicherlich ein interessanter Charackter, und als Fighter gut genug fuer die Heavyweight Division der UFC. Er ist denke ich noch 1-2 Siege bei kleineren Shows entfernt damit er wieder eine Chance in der UFC bekommt. Seine letzten zwei Fights waren sicherlich nicht hilfreich dabei, allerdings hat er einen UFC Record von 2-1-0. Ausserdem hat er eine gute Praesenz im Octagon, und Kyle hat ein Style nachdem Motto: Entweder ich knocke den Gegner aus, oder werde selber ausgeknockt. Die Fans werden ihn moegen oder hassen, aber bei Kyle kann man sicher sein das er eine Reaktion bekommt. Und da sein Freund Justin Eilers nichtmehr in der UFC ist, sondern im Boxen sein Debut gab, koennte Mike Kyle auch ungestoerrt sein UFC Comeback geben.

Vladimir Matyushenko (14-3-0)
Matyushenko ist sicherlich ein sehr guter Fighter, der immer nur einen Schritt davon entfernt ist ein Top Fighter zusein. Auch wenn er von 2003 bis 2005 pausierte, so hat er immernoch einen guten Namen und ein gutes Standing. Matyushenko ist einer der frei verfuegbaren Fighter die keine Journeyman mehr sind, und sofort man gegen die Top Leute stellen kann um ihnen Glaubwuerdigkeit zugeben. Denkwuerdig seine UFC Fights gegen Arlovski, Rizzo und Ortiz was auch ein Vorteil ist, denn den 5 fachen UFC Fighter werden die Fans noch kennen.

Vitor Belfort (13-6-0)
Ich habe schon lange aufgehoert zuglauben das wir nochmal den “alten” Vitor Belfort mit seinen Fists of Fury wieder sehen (das ganze ist ja mittlerweile ein Running Gag geworden). Aber Vitor Belfort wird solange er fighten wird, ein Star sein! Sicherlich koennte er auch die Light Heavyweight Division verstaercken mit Fights gegen Alessio Sakara, Renato Sobral, Stephan Bonnar, Forrest Griffin oder ein Refight mit Chuck Liddell. Aber die Heavyweight Division hat einen Star noetiger wie die LHW Division der UFC, und Belfort kann locker sich hochtrainieren als Heavyweight. Fights gegen Sylvia, Arlovski, Vera, Mir oder Buentello waeren wiedermal etwas neues anstatt die 292 Refights und Rubber Matches die die UFC staendig zeigt.

Ricco Rodriguez (22-6-0)
Ricco Rodriguez ist sicherlich die Standart Antwort #1 wenn es darum geht, einen Heavyweight Fighter aufzuzaehlen den die UFC zurueckhollen sollte. Zuerst scheiterte das am Boesen Blut beider Parteien, dann am Ego von Rodriguez, dann an den zu hohen Geldforderungen und zuletzt scheiterte es an Rodriguez selbst der sich Muehe gab Akebono einzuhollen mit seinem Gewicht (er wog ueber 330 Pounds!!!). Die Folge war das er gegen Robert Beraun und Ron Waterman verlor. Die gute Nachricht ist aber das Rodriguez mit Billy Rush trainiert, und bei UFC 59 schon wieder deutlich unter 300 Pounds wog, wenn mein Augenmass mich nicht taeuscht. Zudem hat Rodriguez dank Ortiz wieder ein besseres Verhaeltniss zur UFC (wenn auch nicht Dana White), andem sollte es also nichtmehr scheitern. Wenn Ricco Rodriguez wieder in Form kommt und sein Normalgewicht von 260 Pounds erreicht, dann sollte er definitiv zurueckkommen. Rodriguez galt 2002 als einer der besten Heavyweights im MMA, und sein Ground Game hat sogar Minotauro geschlagen, auch wenn die Blinden Pride Judges damals Nogueira den Fight schenkten weil er ein DSE Fighter war. Ricco Rodriguez kann immernoch ein Top Fighter sein wenn er koerperlich in Form ist, und grosse Fights gegen Frank Mir, Tim Sylvia, oder Andrei Arlovski koennten die Folge sein wenn die UFC ihn wieder verpflichtet. Er waere definitiv der groesste Name den die UFC verpflichten koennte in absehbarer Zeit.


Fazit:
Ich koennte noch etliche weitere Heavyweight Fighter aufzaehlen die Free Agents sind und die die UFC im Auge haben koennte, etwa Devin Cole, Helio Dipp, John Marsh oder Tom Erikson. Die Moeglichkeit ist also da die immernoch bescheidende wenn auch zuletzt verbesserte Heavyweight Division weiter aufzubauen, und eine groessere Bedeutung zugeben. Das MMA und die UFC erleben in den USA momentan einen Riesen Boom, da ist es fast schon eine Schande das die Heavyweight Division so schlecht ist. Die Heavyweight Division ist im Kampfsport ueberall die Koenigsdivision die etwas besonderes hat. Im Boxen ist die Heavyweight Division heutzutage geradezu laecherlich zu den vergangenen glorreichen Zeiten aus den 80er und teilweisse 90er Jahren. Und Namen wie Felix Trinidad, Jermain Taylor, Oscar De Lo Hoya oder Floyd Mayweather Jr sind im Boxen nun die Top Namen aus den unteren Gewichtsklassen. Aehnlich sieht es auch bei der UFC aus mit Chuck Liddell, Rich Franklin oder Matt Hughes die die UFC Stars sind. Und auch wenn diese Top Fighter PPV`s headlinen koennen, so sind es doch die grossen Heavyweight Fights die die Massen nochmehr anzieht! Wann gab es denn den wirklich letzten grossen Heavyweight Fight in der UFC? Da muessen wir schon etliche Jahre zurueckgehen mit Rodriguez vs Couture bei UFC 39 vielleicht. Die UFC ist auf einem guten Weg die Heavyweight Division wieder aufzubauen, aber dazu braucht man auch Top Stars wie etwa Rodriguez, Barnett, Herring oder LeBanner.
Nefercheperur
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