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UFC 89 - Bisping Vs. Leben Card Thread
#1
Wie mehere Seiten berichten wird es bei UFC 89 zum Aufeinandertreffen im Mittelgewicht zwischen Chris Leben und Michael Bisping kommen. Stattfinden soll das Spektakel am 09. Oktober in der National Indoor Arena in Birmingham, England.

Beide Kontrahenten sollten ürsprünglich bei UFC 85 - Bedlam aufeinandertreffen nur ein Haftaufenthalt kurz vor der Veranstaltung verhinderte diesen Kampf. Leben wurde hierbei zu 35 Tage Haft verurteilt weil er gegen seine Bewährungsauflagen verstieß. Bisping traf daraufhin auf Jason "Dooms" Day den er in der ersten Runde ausknockte.

Bisping wird damit ein weiteres Mal auf der Main Card einer UFC Show in England stehen. Sein Kampfrekord ist fast makellos, einzig eine Split Decision Niederlage gegen Rashad Evans trübt diesen. Danach gewann er seine 2 Kämpfe aber wieder und nährt sich immer mehr einer Titelchance.

Chris Leben hat 18 Siege zu buche stehen, durfte aber auch vier Mal das Ocatagon als Verlierer verlassen. Nach zwei Niederlagen in Serie gegen Jason MacDonald und Kalib Starnes zeigt aber auch seine Formkurve wieder nach oben und er gewann seine letzten beiden Kämpfen. Alessio Sakara musste sich hierbei als letztes dem Team Quest Mitglied geschlagen geben.


UFC 89 - Bisping vs. Leben
18. Oktober 2008
National Indoor Arena
Birmingham, England


-Middleweight Fight:
Michael Bisping (16-1-0) vs. Chris Leben (18-4-0)

-Light Heavyweight Fight:
Brandon Vera (9-2-0) vs. Keith Jardine (13-4-0)

-Light Heavyweight Fight:
Rameau Thierry Sokoudjou (5-2-0) vs. Luiz Arthur Cane (8-1-0)

-Welterweight Fight:
Paul Kelly (7-0-0) vs. Marcus Davis (14-4-0)

-Welterweight Fight:
Chris Lytle (25-16-0) vs. Paul Taylor (9-3-0)

-Lightweight Fight:
Sam Stout (13-4-1) vs. Terry Etim (10-2-0)

-Lightweight Fight:
Per Eklund (12-3-1) vs. Samy Schiavo (10-5-0)

-Welterweight Fight:
David Biekhelden (12-6-0) vs. Jess Liaudin (12-10-0)

-Welterweight Fight:
Akihiro Gono (28-12-7) vs. Dan Hardy (19-6-0)

-Heavyweight Fight:
Neil Wain (4-0-0) vs. Shane Carwin (9-0-0)

-Welterweight Fight
David Baron (16-2-0) vs. Jim Miller (11-1-0)
#2
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es bei UFC 89 zum Welterweight Showdown zwischen Thiago "Pitbull" Alves und Diego "Nightmare" Sanchez kommen. Alves konnte zuletzt die Welterweight Division kräftig durcheinander wirbeln, als er erst Karo Parisyan und anschließend den ehemaligen Champion Matt Hughes brutal ausknockte. Alves konnte seine letzten sechs Kämpfe erfolgreich beenden, davon die letzten fünf vorzeitig.
Für Diego Sanchez geht es nach Siegen über David Biekhelden und Luigi Fioravanti zurück an die Welterweight-Spitze, die er nach aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Josh Koscheck und Jon Fitch etwas unsanft verlassen musste.
Man kann davon ausgehen, dass der Gewinner dieses Fights den nächsten Titleshot gegen Georges St. Pierre oder Jon Fitch erhält.

-Welterweight Fight:
Thiago Alves (15-3-0) vs. Diego Sanchez (19-2-0)
#3
Die Fans in Birmingham können sich auf einen weiteren Leckerbissen freuen. Wie die UFC heute bekannt gab, wird es beim kommenden Europa-Event auf der britischen Insel zum Duell der ungeschlagenen Brasilianer Thiago Silva und Lyoto Machida kommen.
Für Silva könnte es nach Siegen über James Irvin, Antonio Mendes, Tomas Drwal und Houston Alexander der nächste Schritt zu einem möglichen Titelkampf sein, während sein Gegenüber versuchen wird, seinen Status als Herausforderer Nummer 1 auf den Halbschwergewichtstitel der UFC zu untermauern.

-Lightheavyweight Bout:
Thiago Silva (13-0-0) vs. Lyoto Machida (13-0-0)
#4
Der Kampf zwischen Thiago Silva und Lyoto Machida wurde vorerst von der Card gestrichen. Grund ist eine Rückenverletzung die sich Thiago Silva zugezogen hat und somit verhindert das er bei UFC 89 antreten kann. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die UFC einen neuen Gegner für Machida findet oder ob der Kampf komplett gestrichen wird. Für Machida heisst das also "warten" (auf einen möglichen neuen Gegner und auf die Chance um den Lightheavyweight Titel antreten zu dürfen).
#5
Lyoto Machida stand nach dem Ausfall von Thiago Silva ohne Gegner da und so entschloß man sich von Seiten der UFC den Kampf restlos von der UFC Card zu streichen. Es fand sich einfach kein adäquater Gegner dem man Lyoto Machida entgegen stellen konnte.
#6
Herzlich willkommen allerseits zur Vorschau zum kommenden europäischen UFC Event UFC 89: Bisping Vs. Leben. Es gibt wohl kaum einen Event in jüngerer Vergangenheit, der weniger Beachtung in den Fanlagern fand als dieser hier. Der Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen steht schon eine Woche später der Middleweight-Titelkampf zwischen Anderson Silva und Patrick Cote an und zum zweiten entbehrt ein Main Event mit Chris Lebens Beteiligung einer gewissen Seriosität, nachdem dieser Kampf wohl kaum einen direkten Contender hervorbringen wird, sondern viel mehr dafür sorgen soll, dass die englischen Fans auf jeden Fall einen Knockout zu sehen bekommen, am besten noch von ihrem Hometown Hero. Und abschließend befinden sich leider wieder nur wenige Zugpferde der UFC in England, sodass die Card von der reinen Starpower dünn besetzt aussieht. Wie so oft, wenn die UFC einen Abstecher nach Europa macht, bekommen wir leider wieder quasi den gleichen Kader, nur in anderer Besetzung zu sehen. So sind mit Paul Taylor, Jess Liaudin, Marcus Davis, Brandon Vera, Luis Cane und natürlich Michael Bisping wieder sechs Kämpfer dabei, die man schon bei UFC 85 bewundern durfte. Nichtsdestotrotz sollte man auch hier wieder einige spannende Fights oder zumindest aufregende Submissions oder K.O.s zu sehen bekommen.
Los geht’s also mit dem ersten Fight der Undercard.


-Lightweight Fight:
Per Eklund (12-3-1) vs. Samy Schiavo (10-5-0)

Schweden gegen Frankreich heißt es hier, wenn Eklund auf Schiavo trifft. Für beide könnte es der zweite und vorerst letzte UFC-Fight ihrer Karriere werden, denn beide konnten in ihren UFC Debüts gegen Clay Guida respektive Sam Stout nicht überzeugen. Beide haben den Großteil ihrer Erfolge über Submissions einfahren können von daher ist es eher unwahrscheinlich, dass einer den anderen mit einem Aufgabegriff überraschen wird. Eklund dürfte allerdings der schmächtigere Lightweight der beiden sein, sodass ich Schiavo durchaus zutraue, ihn mit seiner Physis zu overpowern und aus der Mount entweder mit Ground and Pound zum Erfolg zu kommen oder zumindest durch die Takedowns so viele Punkte auf den Scorecards zu sammeln, dass es am Ende für die Decision reicht.

Tipp: Samy Schiavo via Unanimous Decision


-Welterweight Fight
David Baron (16-2-0) vs. Jim Miller (11-1-0)

Es geht eine Gewichtsklasse höher und damit zum Welterweight Fight zwischen dem Franzosen David Baron und dem Amerikaner Jim Miller. Baron, der sich zuletzt vor zwei Jahren gegen Takanori Gomi geschlagen geben musste, gehört zu den besten Grapplern Europas und konnte zuletzt sogar Hayato Sakurai mit einem Choke zur Aufgabe bringen. Nun darf sich der 35jährige zum ersten mal in der UFC messen. Dort trifft er auf den zehn Jahre jüngeren Jim Miller, der sich ebenso auf der Matte am wohlsten fühlt und zuletzt in der IFL erst zum dritten mal in seiner Karriere über die volle Distanz gehen musste. Hier wird sich entscheidend auswirken, wer den ersten Fehler macht, aber ich denke, dass Baron, aufgrund seiner größeren Erfahrung hier den Stich machen wird und Millers Erfolgsserie nach sechs Siegen beendet.

Tipp: David Baron via Submission in Runde 1


-Lightweight Fight:
Sam Stout (13-4-1) vs. Terry Etim (10-2-0)

Mit Stout und Etim treffen, im Gegensatz zum vorherigen Fight, zwei lupenreine Striker aufeinander. Stout, der bisher nur zwei aus fünf Kämpfen erfolgreich gestalten konnte, verlor zuletzt in einem knappen Fight gegen Rich Clementi per Split Decision. Er ist ein aggressiver Striker, aber mehr auch nicht. Sein Ground Game ist gelinde gesagt, verbesserungswürdig. Zum Glück braucht er das aber gar nicht, denn Terry Etim geht auch ungern auf die Matte. Zuletzt musste sich der bis dato Ungeschlagene erst Gleison Tibau und dann ebenso Rich Clementi geschlagen geben. So könnte sich sein heimlicher Wunsch erfüllen, dass er im vierten UFC-Kampf endlich auf einen Striker trifft. Sein Pech, dass es mit Stout einer der überdurchschnittlicheren in seiner Division ist, der über kurz oder lang seine Vorteile ausspielen wird und Etim wohl nur wenig Chancen lassen wird.

Tipp: Sam Stout via TKO in Runde 2


-Welterweight Fight:
David Biekhelden (12-6-0) vs. Jess Liaudin (12-10-0)

Schweden gegen Frankreich die zweite. Und wieder wird das Duell wohl auf der Matte entschieden. Liaudin konnte zuletzt eher durch sein auffälliges Äußeres als durch seine Qualitäten im Käfig punkten und durfte daher auch mit Niederlagen im Gepäck die letzten beiden europäischen Events verlassen. Der gebürtige Franzose ist ein unorthodoxer Striker und im Standup schwer auszurechnen, weiß sich aber auch auf der Matte zu helfen. Sein Gegenüber David Biekhelden wird versuchen, letzteres auf die Probe zu stellen. Als BJJler dürfte es klar sein, welchen Weg Biekhelden einschlagen will, um seinen ersten Erfolg in der UFC zu feiern. Ich denke, dass es ihm über kurz oder lang gelingen wird und Biekhelden eine weitere Gelegenheit bekommt, sein Können in der UFC zu zeigen, während der Weg für Liaudin hier wohl ein Ende findet.

Tipp: David Biekhelden via Submission in Runde 1


-Heavyweight Fight:
Neil Wain (4-0-0) vs. Shane Carwin (9-0-0)

Mit Carwin betritt hier die neue Heavyweight Hoffnung der UFC die Bühne. Carwin hatte keine Probleme, in seinem UFC-Debut Christian Wellisch KO zu schlagen und wenn es nach der UFC geht, soll das am Samstag gerne wiederholt werden. Carwin verfügt über eine beeindruckende Physis und ist ein starker Wrestler.
Seinen Gegner habe ich persönlich noch nie gesehen, aber scheinbar soll er eine Art englischer Tank Abbott sein, ein Relikt vergangener Zeit, als das Image des Kneipenschlägers noch positiv behaftet war. Sollte es wirklich zu so einem Matchup kommen, dann sollte sich Carwin auf seine Takedowns und sein Ground and Pound verlassen, um so einen weiteren vorzeitigen Erfolg sicher zu stellen.

Tipp: Shane Carwin via TKO in Runde 1


-Welterweight Fight:
Akihiro Gono (28-12-7) vs. Dan Hardy (19-6-0)

Kommen wir zum letzten Kampf der Undercard und zum Welterweightduell zwischen Akihiro Gono und Dan Hardy. Und unterschiedlicher könnten die Vorzeichen nicht sein. Auf der einen Seite haben wir den erfahrenen Gono, der seine Stärken auf der Matte hat und auf der anderen Seite steht der junge Dan Hardy, der sich eher im Standup zuhause fühlt. Hardy ist der deutlich größere Fighter und sollte so seine Vorteile im Standup haben und auch suchen, denn auf der Matte dürfte Gono mit seiner Erfahrung aus vierzehn Jahren MMA noch eine Nummer zu groß sein. Allerdings denke ich, dass Hardy hier den Upset schaffen kann. Gono trat zuletzt vor einem Jahr an und könnte möglicherweise schon etwas Rost angesetzt haben, während Hardy voll im Saft steht. Und wer weiß, ein Sieg von Hardy könnte die Tür zu einem Refight mit Yoshiyuki Yoshida, gegen den er letztes Jahr durch Disqualifikation verlor, öffnen. Aber das steht noch in den Sternen, zuerst muss Gono besiegt werden.

Tipp: Dan Hardy via Unanimous Decision
#7
-Welterweight Fight:
Paul Kelly (7-0-0) vs. Marcus Davis (14-4-0)

Kommen wir nun zum ersten Fight der Main Card und zu zwei alten Bekannten in Marcus Davis und Paul Kelly. Kelly konnte bei seinem UFC Debut bei UFC 85 Paul Taylor über Decision besiegen. Mit Marcus Davis steht ihm ein Boxer gegenüber, der im Mai gegen Mike Swick seine erste Niederlage nach elf Kämpfen in drei Jahren verkraften musste. Dementsprechend wird die Motivation bei Davis besonders hoch sein, mit einem schnellen KO wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Ich schätze, dass Davis in diesem Fight sehr aggressiv auftreten wird, um sich nicht wieder die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Das und die mangelnde Erfahrung Kellys werden am Ende genügen, um Davis wieder auf die Siegerstraße zu bringen. Ich sehe jedenfalls nur geringe Chancen für Kelly in diesem Kampf.

Tipp: Marcus Davis via TKO in Runde 2


-Welterweight Fight:
Chris Lytle (25-16-0) vs. Paul Taylor (9-3-0)

Kommen wir gleich zum zweiten Welterweight Fight der Main Card. Der ewige Gatekeeper Chris Lytle trifft hier auf Paul Taylor. Taylor gehört mittlerweile schon zum Großbritannien-Inventar, denn er durfte schon bei vier UFC Events auf der britischen Insel antreten und hat mittlerweile eine ausgeglichene Bilanz. Mit Chris Lytle trifft er auf einen Fighter, der leider immer etwas unter dem Radar fliegt, weil er einen so schlechten UFC-Record hat (4-8) und ihm, seitdem er um den Titel des The Ultimate Fighter 4-Sieges betrogen wurde, in schöner Regelmäßigkeit erst ein Contender und dann ein Newcomer vor die Nase gesetzt werden. Nach Matt Hughes musste Jason Gilliam dran glauben, nach Thiago Alves Kyle Bradley und nach Josh Koscheck soll nun Paul Taylor dafür sorgen, dass Lytle seinen Win-Bonus erhält und der gemeine UFC-Fan ihn noch respektiert. Und ich glaube, dass Taylor der richtige Mann dafür ist. Taylor hat in seinen letzten beiden Fights gegen Kelly und Liaudin jeweils nicht sehr gut ausgesehen und musste beide male über die Distanz gehen. Lytle ist ein besserer Striker und auch sein Wrestling ist nicht von schlechten Eltern. Ich denke wir werden hier ein Slugfest erleben nach welchem Chris Lytle als Sieger hervorgehen wird.

Tipp: Chris Lytle via TKO in Runde 1


-Light Heavyweight Fight:
Rameau Thierry Sokoudjou (5-2-0) vs. Luis Arthur Cane (8-1-0)

Chooo-choooo! Hört ihr das? Klingt wie ein Zug, nein, wie zwei Züge. Aber was ist das? Nur ein Gleis? Da bahnt sich doch eine mittelschwere Katastrophe an, wenn zwei mit Hype voll beladene Güterzüge mit voller Geschwindigkeit aufeinander prallen werden. Auf der einen Seite African Assassin Rameau Sokoudjou, der, nachdem er ein wenig Hype am Bahnhof Machida loswerden durfte, zuletzt Kazuhiro Nakamura in seine Erfolgsliste aufnahm und auf der anderen Seite Luis Arthur Cane, der zuletzt leichtes Spiel mit Jason Lambert hatte. Sokoudjou ist eigentlich ein Judoka, der sich bei Team Quest von Dan Henderson noch die nötigen Tricks und Kniffe in Sachen Wrestling beibringen lässt, aber sein Steckenpferd ist eindeutig das Striking. Der Predator ist ungemein gefährlich auf den Beinen und kann mit explosiven Kombinationen aus Tritten und Schlägen glänzen.
Ihm gegenüber steht mit Luis Cane ein noch weitgehend unbekannter Fighter, der durch seinen KO über Lambert wohl etwas überschätzt wird. Gegen Lambert konnte er zumeist mit offenem Visier kämpfen, da er die Haymaker des behäbigeren Lambert früh erahnen konnte und vorher auf Distanz ging, bevor er selbst zum Angriff überging. Ich bezweifle, dass er auch gegen Sokoudjou die Deckung so vernachlässigen kann wie gegen Lambert. Vielleicht sieht man beim kommenden Kampf mal wirklich, wo man Cane in der Light Heavyweight-Division einordnen kann. Bisher reicht das Gezeigte leider noch nicht dafür aus, weshalb ich Sokoudjou, von dem ich schlichtweg mehr gesehen habe, hier favorisiere. Allerdings können wir uns einer Sache sicher sein: die Judges werden hier nichts zu tun haben.

Tipp: Rameau Sokoudjou via TKO in Runde 2



-Light Heavyweight Fight:
Brandon Vera (9-2-0) vs. Keith Jardine (13-4-0)

Im vorletzten Fight treffen zwei weitere Striker aufeinander. Jardines Karriere glich in letzter Zeit einer Achterbahn. Einem Sieg über Forrest Griffin folgte prompt der KO durch Houston Alexander, wovon Jardine mit einer noch beachtlicheren Leistung zurückkehrte und Chuck Liddell über Decision schlagen konnte, bevor er wiederum in der ersten Runde KO geschlagen wurde, dieses mal von Wanderlei Silva. Mal sehen, wohin die Reise weitergeht. Jardine, der in Greg Jacksons Camp trainiert, hat seine Stärken im Striking und im Wrestling, dass er eigentlich ausschließlich für den Sprawl nutzt. Jardines Repertoire, welches er in den wenigen Sekunden gegen Silva nicht wirklich zeigen konnte, beinhaltet gute Leg Kicks sowie wenige Jabs und dafür umso mehr Haken aus allen möglichen Winkeln, sodass Jardine nicht leicht auszurechnen ist. Wie man an obiger Liste sehen kann, waren bisher immer sehr aggressive Striker ein großes Problem für Jardine und genau da steht die große Frage im Raum: Sehen wir Brandon „The Truth“ Vera oder doch nur Brandon „Too Small For Heavyweight, Too Mediocre For Light Heavyweight“ Vera. Vera kämpfte sich mit vier siegen in Folge in Richtung Heavyweight-Spitze, allerdings machten Vertragsschwierigkeiten sowie zwei Niederlagen in Folge gegen Tim Sylvia und Fabricio Werdum den Weg frei in die nächstkleinere Gewichtsklasse, in der er bei der UFN 14 Reese Andy besiegen konnte. Von der versprochenen Schnelligkeit und Agilität, die den Fans versprochen wurde, war allerdings recht wenig zu sehen und Vera musste gegen einen kleineren und offensichtlich schwächeren Striker über die volle Distanz gehen. Von daher ist Brandon Vera momentan nur schwer einschätzbar für mich. Vera ist immer noch ein ordentlicher Striker, der sich am Boden zumindest verteidigen kann, aber ob das für Keith Jardine reicht? Ein sehr schwer zu tippender Fight und ich glaube, dass Keith Jardine am Ende aufgrund des besseren Gameplans über Decision gewinnen wird, aber knapp wird’s.

Tipp: Keith Jardine via Split Decision



-Middleweight Fight:
Michael Bisping (16-1-0) vs. Chris Leben (18-4-0)

Kommen wir nun also zum Main Event dieser Veranstaltung und ich hätte wohl nie gedacht, dass man Leben mal im Main Event sehen würde nachdem er zweimal hintereinander gegen mittelmäßige Gatekeeper unterlag, doch Wunder geschehen scheinbar immer wieder und somit wird den britischen Fans zum Abschluss des Abends immerhin noch eine Menge Unterhaltung geboten, wenn Englands Own Michael Bisping auf den Catsmasher und Crippler Chris Leben trifft. Dieser Fight hätte schon bei der letzten England-Show stattfinden sollen, allerdings machte eine Haftstrafe von 30 Tagen für Chris Leben die erste Ansetzung zunichte.
Chris Leben hat definitiv eine Entwicklung durchgemacht und dürfte mittlerweile ein stark verbesserter Fighter im Vergleich zu seinen Leistungen bei The Ultimate Fighter sein. Früher hat sich Leben vor allem auf eines verlassen: Beton. Beton in seinen Fäusten und in seinem Kinn, denn Leben kann ordentlich einstecken und auch mal eine Bombe raushauen, die jeden umwerfen kann. Allerdings wird Leben wohl nie in seiner Karriere ein technisch sauberer Boxer werden, er wird immer der Brawler bleiben, der ihn berühmt berüchtigt gemacht hat. Aber Leben geht nicht mehr stur nach vorne und fängt sich fünf Jabs ein, um am Ende die Bombe fliegen zu lassen, die dann so vorhersehbar ist, dass sie zwangsläufig daneben geht. Er ist mittlerweile deutlich klüger geworden und auch seine Cardio scheint verbessert, die Aggressivität ist allerdings noch die alte. Zudem kann Leben, wenn es hart auf hart kommt zumindest noch auf sein passables Wrestling zurückgreifen, um zumindest hin und wieder einen Takedown zu verhindern.
Auf der anderen Seite des Käfigs erwartet den Crippler der Publikumsliebling schlechthin, Michael Bisping, der nach seinem dritten Erfolg in der UFC-Middleweight Division trachtet. Bisping, wie Chris Leben auch zur über The Ultimate Fighter zur UFC gekommen, ist ein mehr als ordentlicher Kickboxer und konnte in seinen letzten beiden Kämpfen sowohl Charles McCarthy als auch Jason Day nach Belieben dominieren ohne je selbst in Bedrängnis zu geraten, wobei ihm der Zuspruch der Fans noch einen ordentlichen Schub geben konnte. Dies wird am Samstag Abend sicherlich genauso sein. Darauf sollte sich Bisping allerdings nicht verlassen, denn im Gegensatz zu Day wird Leben nicht eingeschüchtert im Rückwärtsgang kämpfen und Bisping den Kampf bestimmen lassen, sondern immer schön Druck machen. Trotz der Größenvorteile dürfte es daher nicht allzu leicht fallen, Leben auf Distanz zu halten.
Sollte Bisping auf den Gedanken kommen, den Fight im Standup auszutragen, dann kann man davor nur den Hut ziehen. Sicherlich ist Leben kein Ausnahme-Striker, gefährlich ist er allerdings immer. Schlauer wäre es daher definitiv, wenn Bisping auf den Takedown geht um anschließend seine Grappling-Vorteile zu nutzen und Chris Leben zu submitten. Für Chris Leben sehe ich momentan keine wirklichen Vorteile. Klar, er hat die One-Punch-Knockout-Power aber ich denke, dass sich Bisping da geschickt aus der Affäre ziehen kann und den Sieg auf der Matte holt.

Tipp: Michael Bisping durch Submission in Runde 2


Fazit:
Die UFC präsentiert seinen Fans hier nichts anderes als einen Anheizer für den nächsten richtigen Pay-per-View. Die Card ist von den Namen her schwach besetzt und viele Fights sind leider viel zu unausgeglichen angesetzt, um wirklich interessant zu werden. So werden wir zwar einige Highlights aus der Show mitnehmen, ein Fight Of The Year-Kandidat wird da allerdings nicht dabei sein. Aber wer auf Knockouts steht, dem wird hier definitiv geholfen werden.
Noch ein Wort zum Main Event: Anderson Silva sei Dank ist das hier jetzt wirklich ein Eliminator, zumal mit Rich Franklin und Dan Henderson zwei Top Middleweights die Flucht in die Light Heavyweight-Klasse angetreten haben, sodass die obere Klasse des Mittelgewichts so gut wie leergefegt zu sein scheint. Außer Champion Silva und Herausforderer Cote bleiben da momentan wirklich nur Marquardt, Okami und jetzt wohl auch der Gewinner des Main Events übrig. Ich könnte mir daher auch gut vorstellen, dass Samstag in einer Woche im Anschluss an den Silva-Cote-Fight der nächste Herausforderer angekündigt wird und es entweder Michael Bisping oder Chris Leben sein wird. Traurig irgendwie...

Wie so oft wird es Samstag Abend die Live Results geben und ich darf an dieser Stelle noch auf das Tippspiel des Peoples Boards hinweisen. In diesem Sinne: „Let’s get it on!“
#8
Starkes Preview! Irgendwie hast du's geschafft mir zumindest teilweise den Mund wässrig zu machen, denn so schwach die Card an sich ist - spektakulär kann sie werden. Ich freu mich jedenfalls schon auf Samstag, ich hoffe wir können wieder einige Leute im Chat begrüßen!
#9
Mein Bild des Tages:

[Bild: http://farm4.static.flickr.com/3201/2947...1a8b76.jpg]

Irgendetwas passt da nicht so ganz. Gruebeln ;)
#10
Zitat:Original von Can Shamrock
Irgendetwas passt da nicht so ganz. Gruebeln ;)
Naja... wird ein Tribute an Evan Tanner sein. Leben und er waren Trainingspartner bei Team Quest...

... auch wenn Leben eher wie Jens Pulver hier aussieht.
#11
Michael Bisping - 185 lbs.
Chris Leben - 186 lbs.

Keith Jardine - 205 lbs.
Brandon Vera 203 lbs.

Luiz Cane - 206 lbs.
Rameau Thierry - Sokoudjou 205 lbs.

Chris Lytle - 170 lbs.
Paul Taylor - 170 lbs.

Marcus Davis - 169 lbs.
Paul Kelly - 169 lbs.

Akihiro Gono - 171 lbs.
Dan Hardy - 169 lbs.

Shane Carwin - 264 lbs.
Neil Wain - 254 lbs.

David Bielkheden - 156 lbs.
Jess Liaudin - 155 lbs.

Terry Etim - 155 lbs.
Sam Stout - 155 lbs.

David Baron - 155 lbs.
Jim Miller - 155 lbs.

Sammy Schiavo - 156 lbs.
Per Eklund - 156 lbs.


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