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Bully Beatdown
#1
Im März diesen Jahres war es soweit, die UFC fand den Weg in deutsche Fernsehen. Seit dem 7. März überträgt der Sportsender DSF nun also Kämpfe der Liga. Dem Ansehen in Deutschland half das bisher nicht viel, obwohl mit Oliver Copp und Tobias Drews zwei Kommentatoren am Mikrofon sind den man wohl alles Vorwerfen kann nur nicht das sie Hahnenkämpfe für gut halten würden. Nun fand eine etwas andere Show den Weg ins deutsche Fernsehen. Bully Beatdown eine Show die um den Paradiesvogel des MMA aufgebaut ist. Jason "Mayhem" Miller hilft hierbei Opfern von Mobbing, Schlägereien oder sonst welchen Übelltaten es ihrem Peiniger wieder heimzuzahlen. Hierbei steigt der Peiniger nach einem kleinen Training und viel dummen Sprüchen Mayhems und seiner selbst ins Octagon mit einem MMA Fighter. Die erste Runde ist ein reiner Grappling Kampf, hierbei kann der Peiniger bis zu 5000 $ gewinnen. Für jedes Mal abklopfen verliert er jeweils 1000 $. In der zweiten Runde kommt es zum Kickboxkampf hier kann der Peiniger wieder 5000 $ gewinnen wenn er es schafft seinen Gegner KO zu schlagen. Für alles was der Peiniger an Geld verliert gewinnt der Gepeinigte das Geld. Ringrichter ist Big John McCarthy.

Nun die Frage wie steht ihr zu dieser neuen Show. Schadet sie eher dem Ansehen des MMA in Deutschland oder kann sie neue Fans locken (die Jackass-Generation bspw.)? Würde mich über ein paar Antworten freuen... :winke:
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#2
Ich glaub wir haben uns schonmal über ICQ darüber unterhalten. Ich find die Sendung nicht wirklich gelungen. Grade in Deutschland, wo MMA immer wieder in die Schläger- und Prügelecke gesteckt wird, verursacht so eine Sendung nur Schaden. In Amerika hat MMA einen viel höheren Stellenwert und da wird die Sendung wahrscheinlich auch als das erkannt was sie ist. Eine pure Unterhaltunsshow ohne wirklichen Bezug zum Sport. In Deutschland kann da von vielen einiges falsch verstanden werden, denke ich. Allein die Tatsache, dass professionelle Kämpfer gegen unausgebildete Schläger antreten, könnte dem Image des Sports schaden oder zumindest nicht hilfreich sein, MMA in Deutschland zu etaplieren.
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#3
Also ich finde das Konzept mehr als nur merkwürdig.

Eine Show die auf Rachegefühlen aufbaut ist selten gut. Und dieses Konzept kann man als zwei Jugendliche soo geil ausnutzen um sich danach die Kohle zu teilen, komme was wolle. Bezweifle daher den Wahrheitsfaktor hinter dem Show, was wirklich jedem auffallen sollte.

Und wie ein Bully nach ein wenig MMA-Training auch nur irgendetwas aus den MMA Fightern herausholen will kann ich mir auch nicht vorstellen. Wenn in den Shows der MMA Fighter vom Bully besiegt wird, obwohl dieser total kampfunerfahren ist, dann schadet diese Sendung dem Ruf von MMA.
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#4
So erstmal haben wir das Problem das wir hier in Deutschland ein massives Imageproblem beim MMA haben. Teils ist dieses Imageproblem aufgrund von Falschaussagen und Unwissenheit entstanden, teils ist der Sport aber auch selber dran schuld. Nicht jede Liga heißt UFC und hat die hohen Standards...In Deutschland gibt es einige Veranstalter die wie die Mix Fight Gala oder der Outsider Cup und wie sie alle heißen etwas für das Image des Sports tun. Sie unterwerfen sich strengen Regeln und passen auf das der Ruf des Sports nicht in den Dreck gezogen wird, andererseits sollte man aber auch nicht vergessen das es genug Schwarze Schafe gibt die den Ruf des Sports beschmutzen und die die Politiker zum Anlass nehmen Druck auf den Sport auszuüben...Hier liegt also das große Problem, was hat das jetzt aber mit Bully Beatdown zu tun? Ja ganz einfach. In Bully Beatdown kämpfen unausgebildete Schläger gegen professionelle MMA Kämpfer an. Der Eindruck den man dadurch erstmal gewinnt ist nicht berauschend...Schaut man sich aber die Regeln der zwei Runden an und die Schutzvorkehrungen kann ich die Show als gar nicht so schlecht empfinden...Dieses Bild habe aber ich, der neue Zuschauer sieht hier wieder nur blutrünstige Rachegelüste und kann die Schutzvorkehrungen wahrscheinlich gar nicht so aufnehmen. Schauen wir uns doch den Grapplingkampf an...Was ist hier? Ja der MMA Kämpfer wird seinen Schlägen beraubt und die Gefahr für den Schläger ist sehr minimiert. Aufgabegriffe wie sie dort durchgeführt werden machen den Schläger schon nicht fertig. Der wohl bedeutenste Ringrichter der Welt sorgt dafür das dem Schläger nichts passieren dürfte. Die meisten Klopfen eh sofort ab und tun sie das nicht geht der Ringrichter dazwischen. Alles also keine große Gefahr und für mich auch nicht blutrünstig oder sonstiges. Kommen wir zum Kickboxkampf! Der Schläger kriegt hier zum Schutz einen Helm auf, welcher ihn schon sehr schützt. Der Ringrichter geht bei dem kleinsten Anzeichen von Null Gegenwehr dazwischen und beendet das Duell, auch hier also eine doch eher geringe Gefahr das etwas größeres passieren könnte....Klar sind wir hier bei einem Full Contact Sport und die Chance auf Verletzungen ist da immer vorhanden, aber die Show bietet echt alles auf um diese Gefahr auf ein minimales zu verringern. Soweit also der Hauptpunkt der Show...Ich denke man findet so eventuell sogar noch interessierte Zuschauer, wird aber auch Probleme mit den Politikern kriegen, wobei diese Show dazu weniger beitragen wird als oben angesprochene schelchte Veranstalter...Ein guter Grund die Show zu schauen ist aber auch der Kommentator...Jason Mayhem Miller ist echt ein schräger Vogel und immer für einen lockeren Spruch zu haben. Für diese Art der Show ist er genau der richtige...Den Schlägern nimmt er direkt den Wind aus den Segeln...Die Show gewinnt dadurch Esprit und ich denke ich werde mir das vielleicht noch öfters anschauen...
Sandro das das Fake ist glaube ich ehrlich gesagt nicht, warum sollte es auch, ich habe angesprochen was gemacht wird um die Kämpfer zu schützen. Würde hier ein wirklicher MMA stattfinden dann wäre es eine große Gefahr für den Schläger, aber das wurde ja gut umgangen...
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#5
Denke schon dass die Show eher schadet, genauso wie zB Promi-Boxen dem Boxen nicht hilft.
Desweiteren ist das Konzept sich für etwas zu rächen was man selbst nicht zustande bringt weil man zu schwach ist etc wie schon gesagt sehr fragwürdig und unterstes Niveau. Da ich die Show noch nicht gesehen kann ich sonst nicht viel dazu sagen, aber denke dass damals die Reality Serie die wie Ultimate Fighter aufgebaut war, sicher hilfreicher für das MMA hierzulande ist.
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#6
Ich glaub schon daß diese Sendung teilweise abgesprochen ist mit den Bullys. So wie die sich am Anfang immer geben kann es nicht sein daß sie nach einer einzigen Niederlage gleich klein beigeben. Ausserdem wird hier ja auch nie geklärt wie lange die Bullys wirklich trainieren. Ich tippe mal drauf daß diese Sendung eher für Amerika gedacht ist weil sie eben gleichzeitig Werbung für Strikeforce und King of the Cage ist (sollte wohl allen schon aufgefallen sein daß da KoftC Logos auf fast allen Gloves sind und viele Fighter von Strikeforce auftreten ;) )

Eine Schaden kann es nur bei den neuen Fans anrichten weil diese eben wie der Zar es schon erwähnte keinerlei Wissen über Schutzkleidung haben und daß ein Fighter jederzeit weiß wann er aufhören soll.

Für die Amerikaner ist es bestens geeignet und jeder MMA-Fan freut sich einen seiner Lieblingsfighter wieder mal im Käfig zu sehen Daumen hoch (auch wenn die Gegener lächerlich sind) aber in Deutschland würde diese Sendung eindeutig dem Image von MMA schaden und nur schlechte Kritik bekommen :/:
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#7
Hier für Zar nochmal zum nachlesen und mitdiskutieren... :winke:
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#8
Hehe, danke dir.

Es ist klar, dass man diese Sendung nicht für wirkliche MMA oder UFC Liebhaber macht, sondern eher um neue Leute zu locken.

Und in Zeiten, wo so ein Schrott wie Jack Ass beliebt ist, und solche Leute tatsächlich Fans haben, hat Bully Beatdown wenigstens noch eine kleine Message, auch wenn die Läuterung innerhalb eines Kampfes unglaubwürdig ist.

Aber man kann durch die Sendung grundsätzlich sehen um was es geht, halt mit Aufgabegriffen und mit Punches und Kicks zu arbeiten. Und Regeln werden klar gemacht. Für Einsteiger vielleicht nicht so schlecht, vor allem bei jünderem Publikum.

Wer dann daran kleben bleibt, wird sich dann sicher nicht mehr für BB interessieren, sondern für das richtige MMA und UFC.

Ich finde das auf jeden Fall besser, als dieser Hulk Hogan Celebrety Wrestling Crap (8)
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#9
Zitat:Original von Zar
Und in Zeiten, wo so ein Schrott wie Jack Ass beliebt

Jackass ist kein Schrott, sondern einfach nur genial. Idioten wie du und ich tun sich weh und haben Spaß dabei. Das Konzept ist toll und wurde leider mittlerweile zu oft kopiert. Breites Grinsen

Zitat:Ich finde das auf jeden Fall besser, als dieser Hulk Hogan Celebrety Wrestling Crap (8)

Das war auch ziemlich geil. Matches waren richtig schlecht, aber mit Vadda (der in den 90ern Wrestling geguckt hat) und nem Bier in der Hand, war es absolut unterhaltsam. ;)

@topic:
Imagemäßig ist Bully Beatdown natürlich ein absolutes Desaster für den MMA-Sport, aber es ist definitiv möglich, dass sie bei einigen Interesse am MMA-Sport geweckt hat. Schlechtes Beispiel: Als wir letztens Kingscup gespielt haben und bei der 2 waren, hab ich MMA-Fighter genommen, damit der neben mir trinken musste, allerdings kannte er immerhin Jason "Mayhem" Miller, das war allerdings der einzige den alle kannten. Breites Grinsen
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#10
Zitat:Original von Zar
Und in Zeiten, wo so ein Schrott wie Jack Ass beliebt ist, und solche Leute tatsächlich Fans haben, hat Bully Beatdown wenigstens noch eine kleine Message, auch wenn die Läuterung innerhalb eines Kampfes unglaubwürdig ist.
Ja... ein unerfreulicher Nebeneffekt, wenn etwas so derart gescripted ist wie eine südamerikanische-Schwülst-Telenovela.

Läuft dieser Dreck etwa immer noch ??? Nee nee
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