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Was ich mich schon immer gefragt habe
#11
Ich glaube man sollte sich immer mal bewusst machen, dass Pro Wrestling (auch) eine Kunstform ist. Und WWE-Kunst ist eine völlig andere als New Japan-Kunst, ROH-Kunst oder CMLL-Kunst. Wenn man AJW-Maßstäbe an die Divas Division anlegt, ist das als würde man Impressionistische und Expressionistische Kunstwerke aneinander messen, obwohl es letztlich nur Geschmackssache ist. Natürlich bin ich nicht blind und würde mir bei den Divas und Knockouts ein wenig mehr handwerkliches Vermögen wünschen, aber dafür gibt es weltweit auch durchaus andere Ligen. Die Divas erfüllen ja bei WWE eine ganz andere Funktion.

Auch dass die Authority-Storyline tot ist, würde ich abstreiten. Pro Wrestling war schon immer ein Spiegel der Gesellschaft, bei dem die Fans ihre angestaute Wut über Dinge, die ihnen in der Welt begegnen, an den Gestalten des Rings auslassen konnten. Eine ungerechte und ungeliebte Obrigkeit ist nach wie vor ein großes Thema in unserem Alltag: Eine unfähige Regierung, ein fieser Chef oder einfach die doofen Eltern. Ich will das nach wie vor sehen, in der ein oder anderen Form. Gerade die Authority liefert aktuell ziemlich gutes Zeug ab und dient als toller Antagonist für Bryan, Cena und Co.

Dass die Zuschauerzahlen nicht so hoch sind, kann man nicht einfach ausschließlich einem "schlechten" Produkt unterschieben. Das ist ein weltweites Phänomen, das gesellschaftliche Hintergründe hat. Auch das erfolgreiche Wrestling der späten Neunziger lebte zum Teil noch vom Kayfabe, damals war das Internet noch nicht so verbreitet, nicht jeder war bis zum geht nicht mehr über die Vorgänge im Hintergrund aufgeklärt. Außerdem lassen sich Glücksfälle wie Steve Austin oder Hulk Hogan nicht gezielt produzieren, auf die kann man nur hoffen. Selbst mit Leuten wie Tanahashi, Okada oder Nakamura geht es in Japan nur ganz ganz langsam bergauf. Ein nochmaliger Wrestling-Hype ist nicht unmöglich, aber sicher schwerer zu erreichen als in den Achtzigern oder Neunzigern. Mir ist es relativ gleich, ob es einen Hype gibt, solange ich Wrestling auf dem derzeit guten Niveau bekomme. Aber wenn ihr unbedingt einen Hype haben wollt, dann solltet ihr anfangen ihn selber zu machen, statt ihn durch Erbsenzählen und Stimmungsmache selbst zu behindern.

Das ist wie in der Wirtschaft, bei der die einen sagen, dass das Angebot die Nachfrage bestimmt und die anderen sagen, dass es genau umgekehrt ist. Die Wahrheit liegt natürlich in der Mitte, sie bedingen sich gegenseitig. Und genauso müssen beim Wrestling die Qualität der Shows und die Bereitschaft der Fans, diese Qualität auch zu genießen, aufeinandertreffen, um einen neuen Boom zu bewerkstelligen.

Ich hatte irgendwann einfach keine Lust mehr auf das ständige Gebashe, das ich auch mit Inbrunst betrieben habe. Und siehe da, wenn man seine antrainierten Negativ-Reflexe mal hinterfragt, sich vielleicht einfach mal auf das Produkt wieder einlässt und sich nicht von den Hatern und Skippern den Spaß vermiesen lässt, dann ist WWE wieder genau das Vergnügen, dass es vor 15 oder vor 20 Jahren auch gewesen ist! Wrestling ist weltweit so vielfältig und toll, wir haben New Japan mit seinen drei Top-Stars und der tollen Midcard, wir haben den CMLL, der sich wieder in besserer Form präsentiert, wir haben die tollen weltweiten Indys, die sogar in Deutschland, Australien und Südamerika immer bessere Qualität zeigen, wir haben TNA, Lucha Underground, die weltweit immer vernetztere Damenszene ... und wir haben WWE, das gerade aktuell wirklich glänzt, mit NXT, den aufstrebenden Shield-Jungs und guten Storylines ... und kaum jemand scheint das alles bemerken zu wollen, vielleicht weil das Gebashe schon lange als Ersatzbefriedigung herhält und einfach nicht so leicht aus dem System zu kriegen ist.
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#12
Guten Storys? :pfeif:

Deine Augen und Ohren möchte ich haben.
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#13
Deine möchte ich nicht haben ;)
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#14
Zitat:

Da verstehst du mich falsch. Es macht mir wenig bis gar keine Mühe, die Stories und Matches gut zu finden. Von Anstrengung kann da keine Rede sein. Ich genieße die Shows entsprechend ihrer Dramaturgie und wenn ich mir mal einen Zusatzgedanken machen muss, dann geschieht das en passant.


Breites Grinsen ;) , ernsthaft, ja?


Zitat:
Im Gegenteil, aus eigener Erfahrung würde ich eher behaupten, dass dieses ständige Gebashe und destruktive Denken mehr Mühe macht. Nach Fehlern suchen ... nach dem Haar in der Suppe und sich dann ausgiebig darüber beschweren. Jedesmal den destruktiven Reflexen nachgeben, die auf allen möglichen Foren gepflegt werden, vom Teddy Long-Tag Team Match über den x-ten Big Show Turn bis zum ewigen Babyface Cena. Klar, so schwimmt man auch auf einer Welle. Wenn es schon keinen WWE Hype gibt, macht man wenigstens beim gemeinsamen Bashen ordentlich mit


"nach dem Haar in der Suppe suchen"... das impliziert, dass wir hier auf hohem Niveau jammern würden. Das wir uns trotz des durchweg qualitativ hochwertigen Produkts an Kleinigkeiten aufhängen würden.

Bei allem Respekt, ich bin fast 30. Ich muss auf keiner Welle mitschwimmen.Ich kann dir objektiv und sachlich sagen, dass das Produkt schlecht ist.
Deine Ausführungen sind auch total unlogisch. Du verlangst, dass wir unser "Hirn einschalten". Aber genau da liegt doch der Hund begraben.
Einerseits sollen wir unser "Hirn einschalten", andererseits nicht, oder wie?

Die WWE WILL doch Garnichts anderes sein, als Gossentrash. Und du tust so, als ginge es hier komplexe Zusämmenhänge. Das ist erschreckend in Bezug auf WWE. Man weiss garnicht, ob man lachen oder Mitleid haben soll.

Zitat:

Ich glaube man sollte sich immer mal bewusst machen, dass Pro Wrestling (auch) eine Kunstform ist. Und WWE-Kunst ist eine völlig andere als New Japan-Kunst, ROH-Kunst oder CMLL-Kunst. Wenn man AJW-Maßstäbe an die Divas Division anlegt, ist das als würde man Impressionistische und Expressionistische Kunstwerke aneinander messen, obwohl es letztlich nur Geschmackssache ist. Natürlich bin ich nicht blind und würde mir bei den Divas und Knockouts ein wenig mehr handwerkliches Vermögen wünschen, aber dafür gibt es weltweit auch durchaus andere Ligen. Die Divas erfüllen ja bei WWE eine ganz andere Funktion

help help

Worum geht es hier eigentlich? Mann muss differenzieren: Natürlich ist es Geschmackssache. (wie man ja hier deutlich nachlesen kann).
aber dein Punkt ist doch, dass wir uns nur beschweren, weil wir es gerne tun. Stimmt nicht. Jeder erwachsene Mensch, jeder halbwegs gebildete Mensch, wer nimmt die WWE ernst?
Dein Vergleich hinkt auch total. Man kann die WWE schon vergleichen. Das ist etwas anderes als zwei unterschiedliche Kunststile zu vergleichen.

Zitat:
Steve Austin oder Hulk Hogan nicht gezielt produzieren, auf die kann man nur hoffen


aha. Es geht schon um Eigendynamiken. Aber die WWE ignoriert (wie bei Cesaro) die Eigendynamik, statt flexibel darauf zu reagieren.
Ausserdem kann man dem kreiieren neuer Stars durch durchdachtes Booking nachhelfen. (siehe nefs Goldberg Bsp).

Nefs Post hat alles zu dem Thema gesagt. Man kann ihn als Schablone für die letzten 13 Jahre nehmen (und das ist noch nett von mir).

Ich habe auch vielmehr Bezug zu dem Board hier, als zur WWE. (denke, das gilt für so manchen hier).

Zitat:
Ich hatte irgendwann einfach keine Lust mehr auf das ständige Gebashe, das ich auch mit Inbrunst betrieben habe. Und siehe da, wenn man seine antrainierten Negativ-Reflexe mal hinterfragt, sich vielleicht einfach mal auf das Produkt wieder einlässt und sich nicht von den Hatern und Skippern den Spaß vermiesen lässt, dann ist WWE wieder genau das Vergnügen, dass es vor 15 oder vor 20 Jahren


ohne Worte
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#15
Zitat:Bei allem Respekt, ich bin fast 30. Ich muss auf keiner Welle mitschwimmen.Ich kann dir objektiv und sachlich sagen, dass das Produkt schlecht ist.
Deine Ausführungen sind auch total unlogisch. Du verlangst, dass wir unser "Hirn einschalten". Aber genau da liegt doch der Hund begraben.
Einerseits sollen wir unser "Hirn einschalten", andererseits nicht, oder wie?

Nein, man kann es nicht abschalten ;) Das Hirn filtert immer das Gesehene nach den gewohnten Mustern. Diese Muster werden antrainiert, schleichen sich ein, wie auch immer, auf jeden Fall sind sie hinterfragbar und dadurch wandelbar.

Mir stellt sich nur die Frage, welche dieser Muster wirklich sinnvoll sind. Sicherlich schwankt die handwerkliche Qualität bei den einzelnen Promotions und im Wrestling allgemein. Meiner Meinung nach allerdings nicht in so einem Ausmaß, wie das viele an die Wand malen wollen.

Ich will WWE (und Wrestling im Allgemeinen) genießen und dabei Spaß haben können. Und zu einem guten Teil habe ich es selbst in der Hand, ob ich mir dabei Steine in den Weg lege oder nicht. Viele wählen lieber die Steine.

Man kann Cena als konstanten verlässlichen Charakter wertschätzen, dessen Ideale immer wieder neu auf die Probe gestellt werden ... oder man kann ihn dafür hassen, weil man vielleicht Wrestler ohne Turns nicht so gewohnt ist. Man kann Big Show für seine Turns hassen... oder man kann ihn als wenig verlässlichen, schwachen, dadurch aber interessanten Charakter sehen, der sowas nunmal immer wieder tut. Man kann die Stipulation von der Survivor Series so nehmen wie sie war, oder man kann so tun, als wäre die Authority unwiderruflich verbannt worden und sich dementsprechend aufregen, wenn sie wenig später zurückkehrt. Wie gesagt ... viele wählen lieber die Steine.
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#16
Ich versuche noch Mal zu erklaeren was ich meine. Es gibt Geschmack, da kann jemand WWE, NJPW, CZW, ROH, AAA oder klassische Musik, oder Rap Musik, Horror Filme, oder Musicals, NHL oder ECHL, Steak oder Fisch moegen, jeder mag was anderes. Davon habe ich aber hier nicht geredet. Ich habe von Qualitaet geredet, da geht es nicht darum was man mag oder nicht mag, sondern ob etwas qualitativ gut ist oder nicht.

Wenn bei einem Konzert die Musiker schlecht spielen und der Saenger die Toene nicht trifft, dann ist es egal was fuer eine Musikrichtung jetzt das Konzert hatte, wenn die Musiker den Ton nicht treffen, dann ist es qualitativ schlecht. Man kann das Konzert immer noch moegen, aber qualitativ ist es nunmal schlecht. Genauso im Wrestling, wenn jemand in ein Wrestling Ring steigt und ein Move zeigt, dann ist es mir egal welche Promotion/welche Ausrichtung das ist, dann erwarte ich, und sollte man auch erwarten von etwas “Professionellem“, das dieser Move Richtig ausgefuehrt wird. Das sollte Grundvoraussetzung sein. Gerade wenn du Kayfabe Erklaerungen magst, und dich Kayfabe ueberzeugen willst das WWE Wrestler gut sind, dann sollten Moves korrekt sein. Den wen Moves nicht korrekt ausgefuehrt sind, dann ist es ein einfaches Anzeichen fuer fehlende Qualitaet, auch aus Kayfabe Sicht. Wie soll ich aus Kayfabe Sicht einen Wrestler als den besten ansehen wenn man sieht das er nicht Mal einfache Moves korrekt ausfuehren kann?

Eine WWE Diva soll genauso unterhalten wie eine AJW Wrestlerin, nur die Art der Unterhaltung ist anders, das ist klar. WWE Divas sind Eye Candy, AJW Wrestlerinnen sollten Wrestling zeigen. Was man mag, ist egal, jedoch wenn sie etwas zeigen, dann sollten sie es koennen, doch WWE Divas koennen das meiste was sie zeigen nicht.

Das aber Moves nicht Richtig ausgefuehrt werden, ist nicht nur auf WWE Divas beschraenkt, die gibt es auch zahlreich im maennlichen Roster. John Cena, der Top WWE Guy seit 10 Jahren, schafft es nicht einen FREAKING HEADLOCK oder einen seiner Trademark Moves, den STF, richtig auszufuehren. So, jeder kann John Cena, oder die Bella Twins moegen oder nicht moegen, aber sie haben zum Teil sehr wenig Qualitaet, weil sie einiges von dem was sie zeigen nicht Richtig ausfuehren, entweder weil sie und WWE zu lazy sind, oder es ganz einfach nicht koennen. Ergebnis: Es fehlt die Qualitaet! Und das ist nur ein Beispiel, von dem was zum Teil falsch gezeigt wird. Das geht ja weiter mit Micwork, das zum Teil horrible ist, die Schauspielerische Leistung etc etc.


Was den Erfolg des Professional Wrestling betrifft, es gibt heute mehr Moeglichkeiten im Fernsehen als vor 15-20 Jahren, ganz zu schweige von Unterhaltungsformen im Internet, dem aufkommen des MMA, etc. So, die Alternativen sind groesser fuer die Menschen, sie koennen besser waehlen wie noch vor 15 Jahren. Auch gibt es heute mehr Wrestling zusehen ueberall, auf youtube, im Fernsehen, eigene Channels, das ist auch ein wichtiger Punkt, die Uebersaettigung. Ausschliesslich ist die Qualitaet fuer den Zuschauerrueckgang nicht verantwortlich (WWE war z.t. horrible in der Attitude Era). In Japan denke ich das Qualitaet wichtiger fuer den Erfolg ist als in Nord Amerika, da dort die Fans die sportliche Leistung eher schaetzen.Und in Japan ist es auch deutlich wie sehr die Qualitaet zurueck gegangen ist, und der Erfolg ist eingebrochen. NJPW hat heute eine gute Main Event Szene, aber insgesamt was die Qualitaet betrifft ist New Japan lange nicht so gut wie Anfang der 90er Jahre.

Was Kayfabe betrifft, klar das Internet hat es beeinflusst, aber das Argument sehe ich anders. Erstens, ist nur ein geringer Teil der Fanbase im Internet unterwegs, so das ist nicht viel mehr wie der Fan Anteil der sich frueher die Newsletter gekauft hat. Damals waren auch schon die “Smarts“ gut informiert durch die Newsletter, durch das Internet ist es nur einfacher geworden. Ein weiterer Grund ist, das das Wrestling selbst dafuer gesorgt hat das Kayfabe keine Rolle mehr spielt, weil die Praesentation nicht mehr auf Kayfabe ausgerichtet ist. WWE ist Kayfabe voellig egal, das merkt man an ihrer Praesentation der Shows, der Characktere, der Storylines etc etc. Man kann auch heute mit dem Internet, noch eine Show praesentieren wo man die suspension of disbelief haben kann, das Internet kann also nicht verantwortlich sein das es heute kein Kayfabe mehr gibt oder es schwieriger geworden ist. Die Promoter zeigen einfach kein Kayfabe mehr.


Und wie gesagt, das WWE negative Reaktionen bekommt (und viele andere Promotions auch), liegt nicht an Zuschauern die bashen, sondern an der fehlenden Qualitaet die es gibt.



Zitat:Man kann Cena als konstanten verlässlichen Charakter wertschätzen, dessen Ideale immer wieder neu auf die Probe gestellt werden ... oder man kann ihn dafür hassen, weil man vielleicht Wrestler ohne Turns nicht so gewohnt ist.
Ich finde es gut das Cena nicht turnt, ich finde aber seine Schauspielerischen und Wrestlerischen Faehigkeiten sehr schlecht (sein naives Super Hero Charackter finde ich auch schlecht, das ist aber wiederrum Geschmackssache).


Zitat:Man kann Big Show für seine Turns hassen... oder man kann ihn als wenig verlässlichen, schwachen, dadurch aber interessanten Charakter sehen, der sowas nunmal immer wieder tut.
Wohl eher psychisch total labil…
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