zbyszko,'http://galaxyboard.de/pboard/index.php?thread/29297-superfly-jimmy-snuka-verstorben/&postID=471476#post471476' schrieb:Natürlich macht es das. Inwieweit eine Tötungsabsicht vorlag oder nicht, finde ich bei der Bewertung eines Menschen sehr relevant. In der Englischen Sprache wird sehr schnell das Wort "Mord" verwendet und vom Mord aus boshaftesten Motiven bis hin zum unabsichtlichen Totschlag wird es von "first-degree murder" bis "forth-degree murder" herunterdekliniert. In der Anklageschrift geht es aber nur um den dritten und vierten Grad, was beides "manslaughter" also Totschlag wäre.
Und was als Moerder gilt in den USA, und da ist das Verbrechen passiert…Deswegen ist es nicht falsch von einem mutmasslichen Moerder zu sprechen.
Laut Autopsie wurde mehrmals mit einem harten Gegenstand der Kopf von Nancy Argentino zertruemmert. Was fuer eine Rolle spielt es ob Snuka, der regelmaessig Gewalt gegen Frauen zeigte, die Tat geplant hat oder nicht? Macht es ihn zu einem besseren oder schlechteren Taeter wenn er die Tat geplant hat? Das spielt hier keine Rolle in der Diskussion. Das ist haarspalterei und soll nur vom eigentlichen Thema ablenken.
zbyszko schrieb:Ein differenzierteres Bild ist es auch nicht, wenn man die Betonung auf das Negative legt.
Das negative ist jedoch Mord, also ein erheblicher Tatbestand!
Da ist es absolut gerechtfertigt die Betonung auf das negative zu legen! Das gebuehrt die Moral und der Anstand.
Das brutale toeten seiner Familie, oder das brutale toeten einer Frau, ist wichtiger und bedeutsamer wie 10-15 Jahre Entertainment Value.
Das bedeutet nicht dass man das Entertainment Value nicht mehr haben kann wenn man sich die Matches der Beiden anschaut, aber man sollte schon in der Lage sein zu Differenzieren und Einzuschaetzen das ein brutaler Mord eben die Nachbetrachtung eines Menschen erheblich beeinflusst und ueberschattet. Und die Verantwortung dafuer traegt derjenige der die Tat begangen hat!
zbyszko schrieb:Gerade das Leben von Chris Benoit hatte über Jahrzehnte so viele positive
Aspekte, nicht umsonst wird in so hohen Tönen von seinen Mitmenschen und
Fans von ihm gesprochen.
Gerade die Leute die Chris Benoit sehr gut kannten, sprechen nicht so positiv von ihm. Zumal eben gerade seine psychologischen Probleme auch mit seinem Mord zu tun haben, und die hat er nicht erst kurz vorher bekommen, sondern hatte sie schon einige Jahre.
Chris Benoit wurde selbst von Freunden die ihn gut kannten als z.t. irrational beschrieben, der unberechenbar war, zu viel Alkohol trank und aggresiv werden konnte.
zbyszko schrieb:Da ist es in der Darstellung eher unverhältnismäßig seinen letzten drei Tagen ein solches Gewicht zu
geben.
Sehe ich nicht so, da die schwere der Tat zu bemessen ist.
Ausserdem ist zu bemessen das Chris Benoit sich keine Hilfe holte, trotz psychischer Probleme die er seit mindestens 2003 hatte wie man im Nachhinein erfuhr. Es ist ausserdem zu bemessen das er ueber 10 Jahre lang Steroide nahm, die auch eine Rolle gespielt haben koennten.
Auch hatte er ein Alkohol und Medikamentenproblem.
Chris Benoit war vorher kein heiliger, den alle positiv sahen.
Und ein solches Gewicht seiner letzten drei Tage, hat Chris Benoit selbst gelegt. Das ist absolut verhaeltnismaessig ihn AUCH deswegen zu beurteilen.
Ja, die Frage ist, beeinflusst eine Tat die Rueckblende eines ganzen Lebens?
Ja, das tut sie definitiv! Sie ueberschattet das gesamte vorherige, und das bei der schwere der Tat voellig zu Recht.
Man sieht es bei WWE, die Chris Benoit aus den Geschichtsbuechern gestrichen hat.
Die schwere der Tat ist hier ein erheblicher Faktor der zu beruecksichtigen ist und schwer wiegt.