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FFF 2004
#1
http://www.fantasyfilmfest.com

Geht wer hin?
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#2
Den einen oder anderen Film werde ich mir bestimmt angucken. Weißt du schon, was du gucken willst?
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#3
Nein.Bis auf Haute Tension hab ich von keinem Film was gehört.Was könntest du denn empfehlen?Und wie sieht es mit den Freigaben aus,bin ja leider erst 17.
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#4
Da ich auch noch nichts davon gesehen habe, kann ich auch nichts wirklich empfehlen. Auch was Freigaben angeht, weiß ich es nicht, aber versuchen kann man es doch immer mal. ;)

Persönlich werde ich mir wohl auch nur englischsprachige Filme ansehen, da ich es hasse irgendwas auf französisch, japanisch, oder was weiß ich was zu gucken. Das schränkt die Auswahl zwar ein wenig ein, da ich aber doch US Filme bevorzuge, ist das kein Problem. Einzige Ausnahme wird The 36 Chambers of Shaolin.
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#5
Naja,was ich so höre dass Haute Tension gar nicht erst veröffentlich werden soll in GER,weil er eh indiziert werden würde... :nervous: ,da mach ich mir keine Hoffnungen.Aber die ganzen Shaw-Filme dürften doch nicht sooo brutal sein,da müsste sich doch was finden.Naja,mal schauen versuchen werde ichs.Werden eigentlich viele US-Filme gezeigt?Was ich hier so sehe sind doch ne Menge aus Europa.
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#6
Es sind nicht wirklich viele US Filme. Ich habe mir davon mal drei rausgepickt, dazu noch ein paar englischsprachige Filme. Hier mal meine vorläufige Liste der Filme, die ich sehen möchte:

Saw
36 Chambers of Shaolin
The I Inside
The Machinist
The Hillside Strangler
The Big Empty
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#7
James Wan Debut wird im Programmheft nicht umsonst als legitimer Nachfolger von David Finchers Seven angepriesen. Vieles erinnert an Finchers Meisterwerk, was garantiert nicht unbeabsichtigt ist, sondern vielmehr als Verneigung vor Seven zu verstehen ist.

Zwei Männer, Dr. Gordon und Adam wachen angekettet in einem schäbigen Raum auf. Beide wissen nicht wie sie an diesen Ort gelangt sind. Zwischen ihnen liegt die Leiche eines Mannes, der sich scheinbar selber getötet hat. Beide Männer finden in ihrer Hose eine Kassette, durch die ihnen eine verzerrte Stimme mitteilt, dass Adam sterben wird und Dr. Gordon diese Tat ausführen wird, sonst muss seine Familie sterben. Mit diesem klaustrophobischen Szenario beginnt Wans Film. In Rückblenden erfährt der Zuschauer nun mehr über die beiden Protagonisten und auf welche Art der Killer vorgeht.

Diese Rückblenden sind in Saw jedoch eine sehr zweischneidige Sache. Zum einen sind sie nötig, um die Hintergründe des Films zu erklären. Dabei scheinen einige Rückblenden, vor allem Dr. Gordon betreffend, als unwichtig und lassen einen Großteil der Spannung verfliegen, sind jedoch für den Ausgang des Films von enormer Wichtigkeit. Die Rücknahme der Spannung an sich ist auch nicht unbedingt falsch, da man in den ersten 15 Minuten vor lauter Dichte der Spannung und Atmosphäre kaum Atmen kann. Allerdings gelingt es Wan danach nur sehr selten wieder die Spannung komplett aufzubauen und erreicht nur höchst selten auch nur annähernd die Dichte der ersten Sequenz.
Dies ist auch auf Wans Verspieltheit mit der Technik zurückzuführen. Manche Szenen wirken unfreiwillig komisch, sollen jedoch wahrscheinlich nur die Spannung steigern, bewirken aber um Endeffekt nur das Gegenteil.

Gelungen ist dabei durchaus das Schema mit dem der Serienkiller ans Werk geht. Wollte John Doe in Seven der Menschheit ihr sieben Todsünden vorführen, verfolgt der Killer in Saw das Ziel die Menschen, die er bedroht zu läutern. Jedoch läuft diese Läuterung nicht ohne den Tod eines anderen Menschen ab, so dass der Killer das Morden oft nicht selber unternimmt, sondern wie oben beschrieben oft ausführen lässt. Die Opfer haben also die Chance zwischen ihrem eigenen Leben und dem Leben eines anderen zu unterscheiden. In diesen Mord- und Opferbildern sind auch die eindeutigen filmischen Referenzen an Seven zu sehen, da Ore und Farben doch sehr an Seven erinnern.
Geht Seven dabei in einer gradlinigen Richtung vor, die nur ein Ziel verfolgt, fehlt dieses inhaltliche Ziel in Saw leider vollkommen. Dort dienen die Taten nur als Mittel zum Zweck. Dieser Zweck ist hier nur das Ende. Dieses ist durchaus überraschend und lässt den Film in einem ganz anderen Licht erscheinen, was durchaus als sehr positiv zu sehen ist, da man gezwungen ist den Film im Kopf noch einmal durchzuspielen. Allerdings fehlt leider auch ein wenig der springende Punkt, das Klicken, welches es eben in Seven gab.

Herausstechend neben den ersten 15 Minuten ist vor allem das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller Cary Elwes und Leigh Wannell. Ihre Darstellung von gegenseitigem Vertrauen und Misstrauen in ihrer extremen Situation hilft nach den ersten Rückblenden wieder halbwegs Spannung in den Film zu bekommen und ihre Szenen sind eindeutig die stärksten des Films. Leider schafft Wan es immer wieder durch falsch eingesetzte Effekte, die neu entstandene Spannung wieder großteils zu minimieren, so dass ein erneuter Aufbau stattfinden ist. Diese Drosselung der Spannung ist an manchen Stellen garantiert nötig, jedoch geschieht dies leider viel zu oft, was die Qualität des Film deutlich senkt.

Was bleibt ist eine durchaus gelungene Hommage an Seven, die auch versucht auf eigenen Beinen zu stehen und auch einige Höhepunkte, sowie ein unerwartetes Ende zu finden. Leider ist das Ende jedoch nur die halbe Miete und im Mittelteil begeht Wan zu viele kleine Fehler, die dazu führen, dass sein Erstlingswerk nicht im Gesamtbild nicht so stark erscheinen lässt wie dies Anfang und Ende alleine erscheinen lassen würden. Dabei ist sein Kardinalsfehler die Verschachtelung der Geschichte und die Erzählungen der Hintergründe in Rückblenden, die die Spannung reduzieren und nötig sind, aber auch Längen produzieren und die Spannung danach nur selten wieder das hohe Anfangsniveau erreicht. Alle Fans von Seven dürften jedoch nicht enttäuscht werden. Zarten Gemütern ist jedoch angeraten vor dem Anschauen des Films dreimal zu überlegen, ob man sich mit der teilweise exzessiver Gewaltdarstellung wirklich auseinandersetzen will.
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#8
William Butler: Madhouse

Dazu möchte ich nru kurz Stellung nehmen. Ein netter Film, der vor allem Freunden von Psychiatrie Filmen gefallen könnte. Dabei setzt Butler auf eine gewisse Anzahl von Schockeffekten und ziemlich verstörter Musik. Der Film versucht zu Beginn den zuschauer sehr schnell auf die Geister- und Horroschiene zu locken, was auch recht gut gelingt. Bald stellt sich berechtigterweise die Frage, ob es sich nicht doch nur um reine Fiction handelt oder der Film doch auf diesem Planeten spielen könnte. Mit diesem Element wird recht lange gespielt und der Zuschauer muss sich entscheiden welchen Hinweisen er folgen wird. Diese sind durchaus vorhanden, jedoch bleiben nach ca. einer Stunde nur noch zwei Möglichkeiten, wie der Film enden kann.
Kurzweilige Unterhaltung, die allerdings ncihts Besonderes beinhaltet und auf die man mit einem ruhigen Gewissen ebenso verzichten kann.


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Brad Anderson: The Machinist

Als Christian Bale als neuer Batman vorgestellt wurde, krausten sich meine Nackenhaare, da er vor allem nach seiner Vorstellung in Equlibrium kaum als überdurchschnittlicher Schauspieler durchgehen konnte. Viel zu oft wirkte er in seinen Filmen deplaziert und ohne richtige Mimik. Nach The Machinist musste ich meine Meinung allerdings aufs erste revidieren. Nicht nur, dass Bale alles für diese Rolle zu tun bereit war, er magerte sich um 30 Kilogramm auf haut und Knochen ab, sondern er gab dem Charakter des Trevor Reznik eine ungeheure Tiefe. Zu Beginn war er durch den Gewichtsverlust kaum zu erkennen, doch zeigte er eine so ausgefeilte Mimik und Gestik, dass man meinen konnte man hätte es mit einem anderen Christian Bale zu tun.
Trevor Reznik leidet seit einem Jahr unter Schlaflosigkeit. Dabei hat er einen grossteil seines Gewichts verloren und seine Knochen sieht man bei jeder seiner Bewegungen. Sein Leben besteht aus seiner Arbeitsroutine, dem Besuch bei einer Prostituierten, einem Kaffee auf dem Flughafen und gelegentlichen Putzanfällen. Diese Routine wird unterbrochen als Trevor den mysteriösen Ivan auf seiner Arbeitsstelle kennenlernt. Ivan lenkt Trevor bei der Arbeit ab, was zu einem Fehler Trevors führt, der seinem Kollegen Miller den Arm kostet. Danach läuft Trevors Leben komplett aus den Fugen, da er das Gefühl hat von Ivan verfolgt zu werden. Vor allem scheint es diesen Ivan überhaupt nicht zu geben, da ihn niemand in der Fabrik zu kennen scheint. Trevor steht vor einem Rätsel und driftet immer mehr in den Wahnsinn ab.
Genau dieses driften in den Wahnsinn stellt Bale sehr gelungen dar. Doch ebenso können seine Mitakteure überzeugen von Jennifer Jason Lee bis zu Michael Ironside.
The Machinist thematisiert aber mehr als nur Trevor Rezniks Wahnsinn. So wird schon früh die Frage aufgeworfen, was überhaupt real ist. Dabei ist wichtig, dass Trevor Reznik der einzige Fokus ist auf den sich Regisseur Brad Anderson konzentriert. Sieht der Zuschauer die Realität oder sieht man die Realität von Trevor, die weit entfernt von der menschlichen Logik angesiedelt zu sein scheint. Dabei wirft Anderson immer neue Motive und Personen in den Raum, die für sich alleine keine Bedeutung haben. Erst zum Ende hin wird langsam klar, was hinter all diesen Hinweisen steckt. Dies kann Anderson sehr schön bis zum Ende hinauszögern, dass die Spannungskurve sehr schön bis zum Ende des Films gehalten wird.
Anderson verzichtet in seinem thematisch recht düsteren Werk auf nahezu jegliche Farbelemente und viele Bilder sind fast in Schwa/Weiß mit einem geringen Blaustich gehalten. Dies gibt dem Film auch eine optische Dunkelheit, die sich Trevor Geisteszustand anzupassen scheint.
Brad Andersons Film über einen psychisch angeschlagen Mann, der langsam den letzten Funken Verstand verliert lebt eindeutig von Christian Bale und seiner grandiosen Verkörperung des Protagonisten Trevor Reznik. So gut der restliche Cast auch spielt und durch Bild und Ton untermalt wird, ist es doch Bale, der dem Film eindeutig seine persönliche Note verleiht und er den Vorschußlorbeeren, die ihn begleitet endlich auch einmal Taten folgen lässt.


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Roland Suso Richter: The I Inside

Simon Cable erwacht in einem Krankenhaus und hat die Erinnerungen an seine letzten beiden Jahre verloren. Er muss erfahren, dass er seinen Bruder verloren hat und er ist mit einer Frau verheiratet, die er nicht kennt. Hinzu kommt, dass er scheinbar eine Geliebte hat und seine Ehe alles andere als aus Liebe entstand. Doch als ob dies noch nicht genug ist, hat Simon das Gefühl verfolgt zu werden. Bei einer Untersuchung wird ihm eine Spritze gegeben und er erwacht erneut im selben Krankenhaus, nur zwei Jahre früher. Dieser Wechsel zwischen den Jahren 2000 und 2002 hält an und langsam setzt sich für Simon das Puzzle der verlorenen zwei Jahre zusammen.
Roland Suso Richters Film ist allerdings weit mehr als nur der übliche Film, der sich auf die Suche nach verlorenen Erinnerungen macht. Vielmehr ist dies ein Film über Entscheidungen, die man im Leben trifft und das es eben unmöglich ist diese Entscheidungen zu revidieren. So wird der Zuschauer zwar recht lange im Ungewissen gehalten, in welche Richtung sich der Film entwickeln soll, aber ist die Suche nach den Puzzleteilen immer auf einem sehr hohen Spannungsniveau gehalten. Bald weiß nicht mehr nur Simona Cable, was überhaupt in seinem Leben noch real ist, sondern auch der Zuschauer stellt sich die Frage. Dabei wird das Ende doch relativ früh im Film vorweggenommen, aber auf eine sehr kluge Art und Weise, dass es einem erst in der letzten Szene wie Schuppen von den Augen fällt.
Sehr intelligent ist auch das Spiel mit den Personen gehalten. Richter setzte auf einen kleinen Cast, der zum Ende hin eine immer größere Rolle spielt und sowohl Simon als auch den Zuschauer zusätzlich verwirrt. Schauspielerisch können alle Akteure überzeugen und auch Ryan Phillippe kommt weg von seinem jungen Beau Image, dass er seit Cruel Intentions mit sich schleppt.
Wer es gerne verschachtelt mag, sollte sich The I Inside auf jeden fall ansehen. Es ist aber eine gute Konzentration mitzubringen, da man sonst zu schnell Gefahr läuft den Faden zu verlieren.
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#9
Gestern habe ich dann noch The Hillside Strangler Chuck Parello und The Big Empty von Steve Anderson gesehen.

Hillside Strangler basierte auf einer wahren Begebenheit Ende der 70er Jahre und zeigt den Weg von Kenneth Bianchi vom Wachmann über Betrüger und Zuhälter bis zum Serienkiller. Der Film bietet ein gelungenes 70er Jahre Ambiente und die beiden Hauptdarsteller C. Thomas Howell und Nicholas Turturro können durchweg überzeugen. Insgesamt aber doch eher Durchschnittsware.

The Big Empty war ein sehr gradliniger, aber auch absoluter verrückter Film. Viele sehr skurille Charakter und einige ebenso verrückte Plots wurden hier von Anderson in seinem Debut unter einen Hut gebracht. Der hochverschuldete Schauspieler John Person bekommt den Auftrag einien blauen Koffer zu tranpsortieren. Für diesen Job soll er 25.000 Dollar erhalten. Sein Trip führt Person in die Wüste, wo er es mit einem durchgeknallten Motelbesitzer, einem debilen Restaurantbesucher, einer Barbesitzerin und deren aufreizender Tochter, sowie deren Möchtegernfreund zu tun bekommt. Die Liste der Personen geht so weiter.
Netter Mix aus Skurilitäten, wenn auch der letzte Biss ein wenig gefehlt hat. Mir persönlich hat es jedenfalls gefallen.
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#10
Vn denen von dir bewerteten interessiert mich nur Saw,und der ist ja ganz gut weggekommen.Für mich als Fncher-Fan dürfte das also wohl was sein.Naja mal schauen was sich dann in Richtung DVD tun wird.
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