18.06.2009, 19:27
Herzlich willkommen zu einer Preview der diesen Samstag stattfindenden The Ultimate Fighter 9 Finalshow. Zwölf Wochen lang konnten wir je acht britischen und amerikanischen auf Schritt und Tritt beim Versuch, sich für die UFC zu empfehlen folgen und diesen Samstag ist es nun soweit, das Finale steht an. Strotzten frühere Finalshows nur so vor Teilnehmern der Show, hat die UFC mittlerweile Abstand von dieser Herangehensweise genommen und präsentiert den zahlenden Zuschauern in der Halle nur noch ausgewählte Teilnehmer der Show neben Fights alteingesessener UFC-Veteranen, was die Qualität der Fights ein Stück weit nach oben korrigiert.
An diesem Samstag wird man insgesamt vier Fights mit reiner TUF 9-Beteiligung zu sehen bekommen. Zum einen die beiden Finalfights zwischen Damarques Johnson und James Wilks im Welterweight sowie das rein britische Lightweight-Finale zwischen Andre Winner und Ross Pearson. Des weiteren sorgt dieser Event ebenso für Spannung im Rennen um den Lightweight-Gürtel der Promotion, da man davon ausgehen kann, dass der Sieger im Main Event zwischen Diego Sanchez und Clay Guida der nächste Herausforderer auf den Titel sein dürfte.
Aber vor dem Main Event liegen noch neun weitere Fights, die dem UFC-Fan gefallen dürften, daher kommen wir ohne Umschweife zum ersten Kampf des Abends, wobei die Reihenfolge noch abgändert werden dürfte.
-Welterweight Fight:
Nick Osipczak (3-0-0) vs. Frank Lester (3-2-0)
Wie auch im Lightweight werden auch die unterlegenen Halbfinalisten im Welterweight aufeinandertreffen. Nick Osipczak konnte es bis ins Halbfinale schaffen, wo er schlussendlich nach hartem Kampf Damarques Johnson unterlag. Der ehemalige britische Kung Fu Champion gehört mit knappen 1,90m zu den größeren Welterweights und mag es, seine Kämpfe im Stand auszutragen, was seine ersten Gegner Tommy Maguire und Mark Miller am eigenen Leib erfahren durften. Der 24jährige hat aber auch die Grundlagen des Grapplings drauf, zwei seiner drei Siege kamen über einen Rear Naked Choke zustande. Ihm gegenüber steht mit Frank Lester sowas wie das Stehaufmännchen der Show. Nachdem er überhaupt erst den Qualifikationskampf zur Show angeboten bekam, nachdem ein US-Welterweight Probleme beim Abkochen hatte, konnte er sich erneut nur glücklich für die Show qualifizieren, da sein Gegner in ebendiesem Kampf, Kiel Reid, sie bei einem Slam selbst ausknockte. In der Show selbst zeigte Lester, was für ein Kämpferherz in ihm steckt, denn nachdem er im ersten Kampf gegen James Wilks vier Zähne ausgeschlagen bekam, zögerte er keine Sekunde, als ihm Dana White anbot, den frei gewordenen Platz von Jason Pierce einzunehmen. Lester nutzte seine Chance, besiegte David Faulkner und schied im Halbfinale erneut gegen James Wilks aus. Allerdings war das sein vierter Kampf innerhalb von 34 Tagen. Nun, nachdem Lester sich mehrere Wochen ausruhen und bei Team Quest auf den Fight vorbereiten konnte, dürften wir erneut einen verbesserten Lester bewundern. Schon in seinen Fights während der Staffel zeigte Lester,dass er über Power in seinen Händen verfügt. Die Technik ist zwar noch etwas roh, aber das ist bei jungen Fightern ja häufiger der Fall. Zudem hat Lester ein gutes Kinn, gutes Clinchwork und ordentliche Takedowndefense. Mit diesen Mitteln sowie der kräftigen Physis sollte Lester zumindest bestimmen können, ob der Fight auf der Matte oder im Standup stattfindet. Das Problem ist nur, dass er auch schon gegen James Wilks offenbart hat, Probleme mit größeren Gegnern zu haben und auf dem Boden dürfte ihm die Erfahrung fehlen.
Ich denke, dass biede Kontrahenten es hier auf ein Slugfest anlegen werden. Osipczak mag zwar der versiertere Fighter sein, die Power von Lester dürfte da allerdings einige Nachteile ausgleichen können. Zudem ist Lester ein Fighter, der einfach nicht aufgibt, egal, was man ihm entgegenwirft. Daher glaube ich, dass Lester jetzt, wo er ausnahmsweise vorbereitet und topfit in einen Fight geht, auch Osipzcak einfach überpowern wird, den KO wird er aber nicht schaffen.
Tipp: Frank Lester durch Unanimous Decision
-Lightweight Fight:
Cameron Dollar (2-1-0) vs. Jason Dent (18-9-0)
Hier stehen sich zwei Fighter gegenüber, die wohl gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite Jason Dent, der schon UFC-Erfahrung sammeln durfte, sich im BJJ und Muay Thai zuhause fühlt und während der Show stets der Außenseiter bei Team USA war und auf der anderen Seite der nahezu komplett unerfahrene Wrestler Cameron Dollar, der sich wohl mit 80% der Fighter im Haus gut verstand.
Dollar wurde erst im zweiten Anlauf für die Staffel ausgewählt, nachdem er bei Staffel 8 abgelehnt wurde. Im Qualifikationskampf konnte Dollar Tom Hayden besiegen, anschließend auch noch Martin Stapleton zur Aufgabe bringen, bevor für ihn gegen Andre Winner im Traingle Choke Schluss war. Jason Dent konnte im Qualifikationskampf Großmaul Robert Browning, Bruder von TUF 8-Unruheherd Junie Browning besiegen, bevor er erst Jeff Lawson mittels Anaconda Choke zur Aufgabe brachte. Sein Siegeszug fand sein Ende gegen Ross Pearson nach einem sehr unterhaltsamen Fight.
Jason Dent galt eigentlich durchweg als Favorit in der Show, da er einen großen Erfahrungsschatz aufweisen kann, allerdings ist Dent meiner Meinung nach einfach zu leicht für die Division. Ich vermute, dass er nicht einmal groß Abkochen muss, um die Obergrenze der Gewichtsklasse zu unterschreiten und auch sein Rettungsring während der Staffel spricht Bände. Gegen Dollar sollte sich Dent auf sein Standup verlassen. Am Boden dürfte ihn Dollar mit seinem guten Wrestling und der Power kontrollieren können, ähnlich wie es Pearson im Halbfinale machen konnte. So muss Dent also versuchen, den Stand soweit es geht im Stand zu halten, um da auch Dollars größte Schwäche, das Striking auszunutzen. Dollar gehört zu der Sorte Wrestler, der es mag, im Stand die großen Bomben zu werfen. High risk, high reward ist da die Vorgabe. Schwingen was das Zeug hält, irgendeiner wird schon mal treffen. Dass er dabei manchmal offen wie ein Scheunentor ist, wird gekonnt verdrängt, aber sein Kinn sollte die Treffer Dents aushalten können. Gewinnen kann er den Fight durch gute Takedowns, Top Control und Ground And Pound, aber finishen wird schwer, denn selbst ein Gleison Tibau oder Roger Huerta haben es nicht geschafft Dent vorzeitig zu besiegen.
Ähnlich wie bei Lester setze ich allerdings bei Cameron Dollar auf den Trainingseffekt. Dollar sah im Halbfinale schon viel besser aus als in der ersten Runde. Mit einem guten Trainingscamp im Rücken und genügend Vorbereitungszeit könnte der 21jährige noch für Furore sorgen. Bei Dent stellt sich die Frage, ob er nun sein Potential abrufen kann. Während der Show entschuldigte er schlechte Leistungen immer wieder damit, sich im Haus nicht wohlzufühlen. Am Samstag wird sich zeigen, ob das nun stimmt oder eine faule Ausrede war.
Tipp: Cameron Dollar durch Unanimous Decision
-Light Heavyweight Fight:
Mike Ciesnolevicz (17-3-0) vs. Tomasz Drwal (15-2-0)
Nun kommen wir zum einzigen Fight des Abends jenseits der 170 Pfund und zum Duell zwischen Mike Ciesnolevicz und Tomasz Drwal. Ciesnolevicz springt hier für den verletzten Eric Schafer ein, der eigentlich auf Drwal treffen sollte. Ciesnolevicz gehört zur Iowa-Sippe um Pat Miletich und kontne seinen bisher einzigen UFC-Fight gegen Neil Grove mittels Submission gewinnen. Ihm gegenüber steht der Pole Tomasz Drwal, der im dritten UFC-Fight nun zum ersten Mal auf einen Amerikaner trifft. Beide haben ähnlich viele Fights hinter sich gebracht, allerdings dürfte Ciesnolevicz in der IFL gegen die deutlich härteren Brocken angetreten sein als Drwal, der sich seine Sporten bisher fast ausschließlich in Europa verdienen konnte. Nach einer Niederlage gegen Thiago Silva und einem Sieg über Ivan Serati soll hier nun der zweite UFC-Sieg folgen.
Drwal sollte im Striking hier die Oberhand haben, aber beim Wrestling und auf der Matte dürfte ihm Ciesnolevicz überlegen sein. Für Ciesnolevicz kann daher die Devise nur lauten, unbeschadet den Takedown zu schaffen und Drwal anschließend mit Ground And Pound zu zermürben, bis dieser einen Fehler begeht. Aufpassen muss Ciesnolevicz auf die Fäuste Drwals, die schon den ein oder anderen Fighter ins Land der Träume schicken konnten. Ich denke, hier wird die Erfahrung Ciesnoleviczs zum Zug kommen. Er wird Drwal mit Ground And Pound zu einem kapitalen Fehler zwingen und diesen dann zu einem Choke nutzen.
Tipp: Mike Ciesnolevicz durch Submission in Runde 2
-Welterweight Fight:
Brad Blackburn (13-9-1) (1 NC) vs. Edgar Garcia (7-0-0)
Striker gegen Wrestler heißt es in diesem Welterweight-Fight zwischen Brad Blackburn und Edgar Garcia. Blackburn kam nach dem Ende der IFL zur UFC und konnte dort gleich zwei Erfolge gegen James Giboo und zuletzt Ryo Chonan feiern. Nun trifft er auf den ungeschlagenen Wrestler Edgar Garcia, der zuletzt in der WEC Hiromitsu Miura in der ersten Runde ausschalten konnte.
Garcia dürfte wie die meisten Wrestler geballte Power in den Fäusten haben, darunter sollte aber auch wieder die Genauigkeit leiden. Hier kann der ehemalige boxer Blackburn ansetzen. Technisch dürfte er Garcia überlegen genug sein, um ihn im Stand aus allen erdenklichen Winkeln mit Schlägen eindecken zu können. Interessant wird es sein, wie sich Blackburn in der Rückenlage schlägt, sollte Garcia der Takedown gelingen. Das Ground And Pound dürfte eindeutig Garcias Steckenpferd sein und hat ihm auch schon manchen Erfolg verschafft, da Garcia erst einmal mehr als fünf Minuten im Käfig stand.
Ich denke, dass Blackburn hier von seiner Erfahrung profitieren wird und die Takedowns des früheren Arizona Wrestling Champions abwehren kann. Falls ihm das gelingt dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Blackburn den Treffer landet, der Garcia umhaut.
Tipp: Brad Blackburn durch TKO in Runde 1
-Lightweight Fight:
Melvin Guillard (21-7-2) vs. Gleison Tibau (17-6-0)
Ein weiterer Style-Clash steht uns im letzten Fight der Undercard bevor, wenn der BJJ-Black Belt Gleison Tibau auf Striker Melvin Guillard trifft. Beide haben zwar eine positive, aber ansonsten durchwachsene UFC-Bilanz, konnten zuletzt aber wieder in die Erfolgsspur finden. Guillard konnte Dennis Siver ausknocken, Tibau gegen Rich Clementi und Jeremy Stephens gewinnen.
Guillard gehört zu den besten Athleten in der Lightweight-Division. Sein Striking könnte man als explosiv bezeichnen und auch konditionell dürfte er einigermaßen mithalten können. Seine größte Schwachstelle ist der Kopf. Zum einen verrennt sich Guillard gerne in den Gedanken, seinen Gegner um jeden Preis ausknocken zu müssen, zum anderen hat er die für Gegner nette Eigenschaft, seinen Hals preiszugeben. Dies dürfte dem BJJ Black Belt Tibau entgegen kommen. Tibau ist zwar Grappler, kann dafür aber im stand noch ganz gut mithalten. Gegen Guillard sollte er davon alerdings schleunigst Abstand nehmen und auf den Takedown gehen, da auf der Matte seine größte Chance zum Erfolg liegt. Einmal auf der Matte angekommen, dürfte es nur eine Frage der Zeit bis zur Submission sein, auch wenn Guillard letztens erwähnt hat, massiv an seiner Takedown- und Submissiondefense gearbeitet zu haben. Zudem dürfte Tibau mit einigen Pfunden mehr in den Käfig steigen, wodurch es am Boden für Guillard noch schwerer wird. Der ehemalige Welterweight kann ganz ordenrlich Abkochen. Daher lautet mein
Tipp: Gleison Tibau durch Submission in Runde 1
An diesem Samstag wird man insgesamt vier Fights mit reiner TUF 9-Beteiligung zu sehen bekommen. Zum einen die beiden Finalfights zwischen Damarques Johnson und James Wilks im Welterweight sowie das rein britische Lightweight-Finale zwischen Andre Winner und Ross Pearson. Des weiteren sorgt dieser Event ebenso für Spannung im Rennen um den Lightweight-Gürtel der Promotion, da man davon ausgehen kann, dass der Sieger im Main Event zwischen Diego Sanchez und Clay Guida der nächste Herausforderer auf den Titel sein dürfte.
Aber vor dem Main Event liegen noch neun weitere Fights, die dem UFC-Fan gefallen dürften, daher kommen wir ohne Umschweife zum ersten Kampf des Abends, wobei die Reihenfolge noch abgändert werden dürfte.
-Welterweight Fight:
Nick Osipczak (3-0-0) vs. Frank Lester (3-2-0)
Wie auch im Lightweight werden auch die unterlegenen Halbfinalisten im Welterweight aufeinandertreffen. Nick Osipczak konnte es bis ins Halbfinale schaffen, wo er schlussendlich nach hartem Kampf Damarques Johnson unterlag. Der ehemalige britische Kung Fu Champion gehört mit knappen 1,90m zu den größeren Welterweights und mag es, seine Kämpfe im Stand auszutragen, was seine ersten Gegner Tommy Maguire und Mark Miller am eigenen Leib erfahren durften. Der 24jährige hat aber auch die Grundlagen des Grapplings drauf, zwei seiner drei Siege kamen über einen Rear Naked Choke zustande. Ihm gegenüber steht mit Frank Lester sowas wie das Stehaufmännchen der Show. Nachdem er überhaupt erst den Qualifikationskampf zur Show angeboten bekam, nachdem ein US-Welterweight Probleme beim Abkochen hatte, konnte er sich erneut nur glücklich für die Show qualifizieren, da sein Gegner in ebendiesem Kampf, Kiel Reid, sie bei einem Slam selbst ausknockte. In der Show selbst zeigte Lester, was für ein Kämpferherz in ihm steckt, denn nachdem er im ersten Kampf gegen James Wilks vier Zähne ausgeschlagen bekam, zögerte er keine Sekunde, als ihm Dana White anbot, den frei gewordenen Platz von Jason Pierce einzunehmen. Lester nutzte seine Chance, besiegte David Faulkner und schied im Halbfinale erneut gegen James Wilks aus. Allerdings war das sein vierter Kampf innerhalb von 34 Tagen. Nun, nachdem Lester sich mehrere Wochen ausruhen und bei Team Quest auf den Fight vorbereiten konnte, dürften wir erneut einen verbesserten Lester bewundern. Schon in seinen Fights während der Staffel zeigte Lester,dass er über Power in seinen Händen verfügt. Die Technik ist zwar noch etwas roh, aber das ist bei jungen Fightern ja häufiger der Fall. Zudem hat Lester ein gutes Kinn, gutes Clinchwork und ordentliche Takedowndefense. Mit diesen Mitteln sowie der kräftigen Physis sollte Lester zumindest bestimmen können, ob der Fight auf der Matte oder im Standup stattfindet. Das Problem ist nur, dass er auch schon gegen James Wilks offenbart hat, Probleme mit größeren Gegnern zu haben und auf dem Boden dürfte ihm die Erfahrung fehlen.
Ich denke, dass biede Kontrahenten es hier auf ein Slugfest anlegen werden. Osipczak mag zwar der versiertere Fighter sein, die Power von Lester dürfte da allerdings einige Nachteile ausgleichen können. Zudem ist Lester ein Fighter, der einfach nicht aufgibt, egal, was man ihm entgegenwirft. Daher glaube ich, dass Lester jetzt, wo er ausnahmsweise vorbereitet und topfit in einen Fight geht, auch Osipzcak einfach überpowern wird, den KO wird er aber nicht schaffen.
Tipp: Frank Lester durch Unanimous Decision
-Lightweight Fight:
Cameron Dollar (2-1-0) vs. Jason Dent (18-9-0)
Hier stehen sich zwei Fighter gegenüber, die wohl gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite Jason Dent, der schon UFC-Erfahrung sammeln durfte, sich im BJJ und Muay Thai zuhause fühlt und während der Show stets der Außenseiter bei Team USA war und auf der anderen Seite der nahezu komplett unerfahrene Wrestler Cameron Dollar, der sich wohl mit 80% der Fighter im Haus gut verstand.
Dollar wurde erst im zweiten Anlauf für die Staffel ausgewählt, nachdem er bei Staffel 8 abgelehnt wurde. Im Qualifikationskampf konnte Dollar Tom Hayden besiegen, anschließend auch noch Martin Stapleton zur Aufgabe bringen, bevor für ihn gegen Andre Winner im Traingle Choke Schluss war. Jason Dent konnte im Qualifikationskampf Großmaul Robert Browning, Bruder von TUF 8-Unruheherd Junie Browning besiegen, bevor er erst Jeff Lawson mittels Anaconda Choke zur Aufgabe brachte. Sein Siegeszug fand sein Ende gegen Ross Pearson nach einem sehr unterhaltsamen Fight.
Jason Dent galt eigentlich durchweg als Favorit in der Show, da er einen großen Erfahrungsschatz aufweisen kann, allerdings ist Dent meiner Meinung nach einfach zu leicht für die Division. Ich vermute, dass er nicht einmal groß Abkochen muss, um die Obergrenze der Gewichtsklasse zu unterschreiten und auch sein Rettungsring während der Staffel spricht Bände. Gegen Dollar sollte sich Dent auf sein Standup verlassen. Am Boden dürfte ihn Dollar mit seinem guten Wrestling und der Power kontrollieren können, ähnlich wie es Pearson im Halbfinale machen konnte. So muss Dent also versuchen, den Stand soweit es geht im Stand zu halten, um da auch Dollars größte Schwäche, das Striking auszunutzen. Dollar gehört zu der Sorte Wrestler, der es mag, im Stand die großen Bomben zu werfen. High risk, high reward ist da die Vorgabe. Schwingen was das Zeug hält, irgendeiner wird schon mal treffen. Dass er dabei manchmal offen wie ein Scheunentor ist, wird gekonnt verdrängt, aber sein Kinn sollte die Treffer Dents aushalten können. Gewinnen kann er den Fight durch gute Takedowns, Top Control und Ground And Pound, aber finishen wird schwer, denn selbst ein Gleison Tibau oder Roger Huerta haben es nicht geschafft Dent vorzeitig zu besiegen.
Ähnlich wie bei Lester setze ich allerdings bei Cameron Dollar auf den Trainingseffekt. Dollar sah im Halbfinale schon viel besser aus als in der ersten Runde. Mit einem guten Trainingscamp im Rücken und genügend Vorbereitungszeit könnte der 21jährige noch für Furore sorgen. Bei Dent stellt sich die Frage, ob er nun sein Potential abrufen kann. Während der Show entschuldigte er schlechte Leistungen immer wieder damit, sich im Haus nicht wohlzufühlen. Am Samstag wird sich zeigen, ob das nun stimmt oder eine faule Ausrede war.
Tipp: Cameron Dollar durch Unanimous Decision
-Light Heavyweight Fight:
Mike Ciesnolevicz (17-3-0) vs. Tomasz Drwal (15-2-0)
Nun kommen wir zum einzigen Fight des Abends jenseits der 170 Pfund und zum Duell zwischen Mike Ciesnolevicz und Tomasz Drwal. Ciesnolevicz springt hier für den verletzten Eric Schafer ein, der eigentlich auf Drwal treffen sollte. Ciesnolevicz gehört zur Iowa-Sippe um Pat Miletich und kontne seinen bisher einzigen UFC-Fight gegen Neil Grove mittels Submission gewinnen. Ihm gegenüber steht der Pole Tomasz Drwal, der im dritten UFC-Fight nun zum ersten Mal auf einen Amerikaner trifft. Beide haben ähnlich viele Fights hinter sich gebracht, allerdings dürfte Ciesnolevicz in der IFL gegen die deutlich härteren Brocken angetreten sein als Drwal, der sich seine Sporten bisher fast ausschließlich in Europa verdienen konnte. Nach einer Niederlage gegen Thiago Silva und einem Sieg über Ivan Serati soll hier nun der zweite UFC-Sieg folgen.
Drwal sollte im Striking hier die Oberhand haben, aber beim Wrestling und auf der Matte dürfte ihm Ciesnolevicz überlegen sein. Für Ciesnolevicz kann daher die Devise nur lauten, unbeschadet den Takedown zu schaffen und Drwal anschließend mit Ground And Pound zu zermürben, bis dieser einen Fehler begeht. Aufpassen muss Ciesnolevicz auf die Fäuste Drwals, die schon den ein oder anderen Fighter ins Land der Träume schicken konnten. Ich denke, hier wird die Erfahrung Ciesnoleviczs zum Zug kommen. Er wird Drwal mit Ground And Pound zu einem kapitalen Fehler zwingen und diesen dann zu einem Choke nutzen.
Tipp: Mike Ciesnolevicz durch Submission in Runde 2
-Welterweight Fight:
Brad Blackburn (13-9-1) (1 NC) vs. Edgar Garcia (7-0-0)
Striker gegen Wrestler heißt es in diesem Welterweight-Fight zwischen Brad Blackburn und Edgar Garcia. Blackburn kam nach dem Ende der IFL zur UFC und konnte dort gleich zwei Erfolge gegen James Giboo und zuletzt Ryo Chonan feiern. Nun trifft er auf den ungeschlagenen Wrestler Edgar Garcia, der zuletzt in der WEC Hiromitsu Miura in der ersten Runde ausschalten konnte.
Garcia dürfte wie die meisten Wrestler geballte Power in den Fäusten haben, darunter sollte aber auch wieder die Genauigkeit leiden. Hier kann der ehemalige boxer Blackburn ansetzen. Technisch dürfte er Garcia überlegen genug sein, um ihn im Stand aus allen erdenklichen Winkeln mit Schlägen eindecken zu können. Interessant wird es sein, wie sich Blackburn in der Rückenlage schlägt, sollte Garcia der Takedown gelingen. Das Ground And Pound dürfte eindeutig Garcias Steckenpferd sein und hat ihm auch schon manchen Erfolg verschafft, da Garcia erst einmal mehr als fünf Minuten im Käfig stand.
Ich denke, dass Blackburn hier von seiner Erfahrung profitieren wird und die Takedowns des früheren Arizona Wrestling Champions abwehren kann. Falls ihm das gelingt dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Blackburn den Treffer landet, der Garcia umhaut.
Tipp: Brad Blackburn durch TKO in Runde 1
-Lightweight Fight:
Melvin Guillard (21-7-2) vs. Gleison Tibau (17-6-0)
Ein weiterer Style-Clash steht uns im letzten Fight der Undercard bevor, wenn der BJJ-Black Belt Gleison Tibau auf Striker Melvin Guillard trifft. Beide haben zwar eine positive, aber ansonsten durchwachsene UFC-Bilanz, konnten zuletzt aber wieder in die Erfolgsspur finden. Guillard konnte Dennis Siver ausknocken, Tibau gegen Rich Clementi und Jeremy Stephens gewinnen.
Guillard gehört zu den besten Athleten in der Lightweight-Division. Sein Striking könnte man als explosiv bezeichnen und auch konditionell dürfte er einigermaßen mithalten können. Seine größte Schwachstelle ist der Kopf. Zum einen verrennt sich Guillard gerne in den Gedanken, seinen Gegner um jeden Preis ausknocken zu müssen, zum anderen hat er die für Gegner nette Eigenschaft, seinen Hals preiszugeben. Dies dürfte dem BJJ Black Belt Tibau entgegen kommen. Tibau ist zwar Grappler, kann dafür aber im stand noch ganz gut mithalten. Gegen Guillard sollte er davon alerdings schleunigst Abstand nehmen und auf den Takedown gehen, da auf der Matte seine größte Chance zum Erfolg liegt. Einmal auf der Matte angekommen, dürfte es nur eine Frage der Zeit bis zur Submission sein, auch wenn Guillard letztens erwähnt hat, massiv an seiner Takedown- und Submissiondefense gearbeitet zu haben. Zudem dürfte Tibau mit einigen Pfunden mehr in den Käfig steigen, wodurch es am Boden für Guillard noch schwerer wird. Der ehemalige Welterweight kann ganz ordenrlich Abkochen. Daher lautet mein
Tipp: Gleison Tibau durch Submission in Runde 1
