13.03.2011, 20:14
Wieder einmal wurde der Menschheit bewusst, wie klein und mickrig sie im vergleich zur Natur und ihrer Kraft ist. Das Beben, das man jetzt auf 9.0 heraufstufte (also mindestens doppelt so stark wie eigentlich vermutet - 8.9 - und wahrscheinlich noch nicht das Ende der Fahnenstange, da man das Sumatra Beben erst mit Magnitude 8.0 angab. Heute ist man bei fast 9.3) verursachte einen Tsunami (Teletsunami) der wohl an manchen Küstenabschnitten die 20 m Marke überschritten haben dürfte. Anscheinend war die Hauptenergie des Tsunamis in Richtung Westen (also Japan) gerichtet, da die Anrainerstaaten doch sehr glimpflich (keine höheren Wellen als 3 m) davonkamen, was aber auch dem Frühwarnsystem geschuldet war (und der damit schnellen Evakuierung der betroffenen Küstengebiete), dass im Pazifik seit langer Zeit existiert
Auch etwas überraschend war die Lage des Erdbebens, da man eher davon ausging das ein 8.x Schlag weiter südlich stattfinden würde (Abschnitt E ist überfällig.
Anscheinend gibt es aber auch für dieses Erdbeben wie immer einen Vorläufer, denn wo ein Erdbeben (vorallem Große) einmal stattfand (in historischer Zeit), wird auch in Zukunft wieder eines stattfinden."869 Jogan earthquake and tsunami" . Selber Ort, Zeitabschnitt passt auch. Man hat nur die Stärke unterschätzt.
Das zeigt, dass die Geowissenschaften in diesem Bereich noch in den Anfängen steckt. Kleines Beispiel dazu. Ich hab ein paar Geobücher ;), dort ist die Subduktionszone die 2004 das schwere Sumatra Beben auslöste noch als schlafend, wenig erforscht oder als unbekannte tektonische Zone verzeichnet. (Alle Bücher sind Auflagen um 1990-1995 herum). Auch wurde damals mit einem schweren Erdbeben vor Sumatra gerechnet, aber ebenfalls nicht so nördlich wie es eben stattfand. Man ging eher davon aus, das es wieder eine Serie dieser 3 Beben (1797 Sumatra earthquake, 1833 Sumatra earthquake, 1861 Sumatra earthquake) geben würde.
Zu den AKW's - Ich denke es ist mindestens eine Kernschmelze (ob in einem oder in mehreren AKW'S) in Gange. Dafür spricht vorallem der Austritt von Cäsium137 und die Verteilung von Iod Tabletten (die aber nur gegen die Iod Isotope helfen, nicht gegen andere radioaktive Isotope). Wichtig ist das der eigentliche Rweaktor hält, bis man ausreichend externe Kühlung heranführt, denn das Fluten mit Meerwasser kann nur kurzfristig helfen, da dieses eben nicht in einem Kreislauf steckt und somit ebenfalls langfristig aufgebraucht wird und als Wasserdampf auch ein explosives Gemisch bilden wird. Ich will hier keinem Angst machen, aber die Chance das es keinen Super Gau gibt liegt bei maximal 50% und das auch nur weil man mehrere Sicherheitsreaktoren um die Strahlenquelle hat und es diesmal ein Leichtweassereaktor ist und kein wassergekühlter Graphitreaktor (Tschernobyl, der nicht mal eine richtige Sicherheitshülle hatte) ist.
Zum Erdbeben werd ich mich mit Sicherheit nochmal äußern, wenn ich mich mehr in die Materie (Erdbeben im nördlichen Raum Japan bzw. Kurilen) eingelesen hab. :winke:
Auch etwas überraschend war die Lage des Erdbebens, da man eher davon ausging das ein 8.x Schlag weiter südlich stattfinden würde (Abschnitt E ist überfällig.
Anscheinend gibt es aber auch für dieses Erdbeben wie immer einen Vorläufer, denn wo ein Erdbeben (vorallem Große) einmal stattfand (in historischer Zeit), wird auch in Zukunft wieder eines stattfinden."869 Jogan earthquake and tsunami" . Selber Ort, Zeitabschnitt passt auch. Man hat nur die Stärke unterschätzt.
Zitat:Future earthquake hazard
Three tsunami deposits have been identified within the Holocene sequence of the Sendai plain, all formed within the last 3,000 years, suggesting an 800 to 1,100 year recurrence interval for large tsunamigenic earthquakes. In 2001 it was reckoned that there was a high likelihood of a large tsunami hitting the Sendai plain as more than 1,100 years had then elapsed. As for the other two large tsunamis recognized before the 869 tsunami, one was estimated to have occurred between about 1000 BC and 500 BC and the other about 500 BC and 1 AD. In 2007 the probability of an earthquake with a magnitude of Mw8.1–8.3 was estimated as 99% within the following 30 years. The 2011 Sendai earthquake and tsunami was larger than the predicted event, but occurred in the same area and caused major flooding in the Sendai area.
Das zeigt, dass die Geowissenschaften in diesem Bereich noch in den Anfängen steckt. Kleines Beispiel dazu. Ich hab ein paar Geobücher ;), dort ist die Subduktionszone die 2004 das schwere Sumatra Beben auslöste noch als schlafend, wenig erforscht oder als unbekannte tektonische Zone verzeichnet. (Alle Bücher sind Auflagen um 1990-1995 herum). Auch wurde damals mit einem schweren Erdbeben vor Sumatra gerechnet, aber ebenfalls nicht so nördlich wie es eben stattfand. Man ging eher davon aus, das es wieder eine Serie dieser 3 Beben (1797 Sumatra earthquake, 1833 Sumatra earthquake, 1861 Sumatra earthquake) geben würde.
Zu den AKW's - Ich denke es ist mindestens eine Kernschmelze (ob in einem oder in mehreren AKW'S) in Gange. Dafür spricht vorallem der Austritt von Cäsium137 und die Verteilung von Iod Tabletten (die aber nur gegen die Iod Isotope helfen, nicht gegen andere radioaktive Isotope). Wichtig ist das der eigentliche Rweaktor hält, bis man ausreichend externe Kühlung heranführt, denn das Fluten mit Meerwasser kann nur kurzfristig helfen, da dieses eben nicht in einem Kreislauf steckt und somit ebenfalls langfristig aufgebraucht wird und als Wasserdampf auch ein explosives Gemisch bilden wird. Ich will hier keinem Angst machen, aber die Chance das es keinen Super Gau gibt liegt bei maximal 50% und das auch nur weil man mehrere Sicherheitsreaktoren um die Strahlenquelle hat und es diesmal ein Leichtweassereaktor ist und kein wassergekühlter Graphitreaktor (Tschernobyl, der nicht mal eine richtige Sicherheitshülle hatte) ist.
Zum Erdbeben werd ich mich mit Sicherheit nochmal äußern, wenn ich mich mehr in die Materie (Erdbeben im nördlichen Raum Japan bzw. Kurilen) eingelesen hab. :winke:
