22.04.2011, 15:51
Es wundert mich wirklich, dass für Bret Hart hier deutlich mehr gestimmt wird. Scheinbar ist die Stimmung zu Michaels einfach von Board zu Board verschieden.
Ich geh mal die einzelnen Kategorien durch, um zu begründen, warum Bret für mich ganz knapp vorne liegt:
1. Wrestling Skills
Shawns Wrestling-Stil war spektakulärer und spot-lastiger. Was ihm an Mat-Wrestling und Ringpsychologie im Vergleich zu Bret fehlte, machte er auf andere Weise wett. Deswegen sehe ich sie hier ungefähr gleich auf, ich gebe jedoch Bret den Vorzug, da er den besseren "Ruf" als ernsthafter Wrestler hatte.
2. Entertainment Skills
Bret wird häufig nachgesagt, dass er übel am Mikrofon war und ich muss zugeben, dass seine Redekunst der des Heartbreak Kid unterlegen ist. Bret ist aber trotzdem sehr charismatisch gewesen. Unterm Strich geht diese Kategorie aber deutlich an Shawn.
3. Erfolge
Bret hielt öfter und länger World Heavyweight Titel in beiden großen Ligen. Er galt im Gegensatz zu Shawn als klassischer und guter Champion. Andererseits hat Shawn besonders in den letzten Jahren mehr erinnerungswürdige Matches abgeliefert, die er aber leider meistens nicht gewonnen hat. Dementsprechend liegt Bret auch in dieser Kategorie bei mir vorne.
4. Einfluss
Beide beeinflussten das Business positiv und negativ. Bret verlieh dem Business einen ernstzunehmenden und glaubwürdigen Touch, viele hielten seinen Stil für nachahmenswert. Shawn hingegen beeinflusste den Nachwuchs sehr, der mehr Wert auf Spots und Entertainment legte. In negativer Hinsicht machten sie allerdings ebenfalls beide Schlagzeilen ... Monreal .. die Clique ... Greg Oliver ... die Schlammschlachten im Hause Hart ... alles Ereignisse, die einen schlechten Beigeschmack hinterließen. Hier ist die Entscheidung sehr schwer, aber ich würde auch hier Bret den Vorzug geben, da seine "Eskapaden" eher nicht während seiner Bestzeit passierten und er dort noch als sehr ernstzunehmender und respektabler Athlet galt. Shawn hingegen hat mitten während seiner Zeit als World Champion soviel Mist gebaut, dass auch seine später geläuterte Haltung dies nicht mehr ausgleicht.
5. Drawing Power
Da beide nicht in einer Zeit aktiv waren, als die Wrestler noch mehr Leute in die Hallen gezogen haben, als die Promotion selbst, ist dieser Punkt ebenfalls schwer zu beurteilen. Shawn war sicherlich besonders in den letzten Jahren ein großer Draw für WWE, besonders im Gespann mit Triple H in der DX. Seine Matches bei WrestleMania waren meistens die, die den Fans immer schon im Vorhinein eine gewisse Qualität versprochen haben. Bret hingegen brachte die WWF als Champion durch eine schwere Zeit nach dem Ende der Hulkamania-Ära. Soweit ich mich erinnere wurde Bret jedoch als Champion nie ausgebuht (ohne dass er den Heel spielte), was Shawn Michaels als Vollblut-Babyface gegen Ende seiner ersten Regentschaft massiv passierte. Ich würde sagen, dass Bret hier erneut den Punkt bekommt, besonders in Kanada und Europa hat er sicherlich einiges an zusätzlichem Publikum für die Promotion gezogen.
Unterm Strich führt der Hitman bei mir also in 4 von 5 Kategorien und gilt für mich also als größere Legende als Shawn Michaels, wobei jedoch nochmal unterstrichen werden muss, dass alle Entscheidungen sehr knapp sind und beide sicherlich in einer All-Time-Greatest-Wrestlers-Liste nicht allzu weit voneinander entfernt sein sollten.
Ich geh mal die einzelnen Kategorien durch, um zu begründen, warum Bret für mich ganz knapp vorne liegt:
1. Wrestling Skills
Shawns Wrestling-Stil war spektakulärer und spot-lastiger. Was ihm an Mat-Wrestling und Ringpsychologie im Vergleich zu Bret fehlte, machte er auf andere Weise wett. Deswegen sehe ich sie hier ungefähr gleich auf, ich gebe jedoch Bret den Vorzug, da er den besseren "Ruf" als ernsthafter Wrestler hatte.
2. Entertainment Skills
Bret wird häufig nachgesagt, dass er übel am Mikrofon war und ich muss zugeben, dass seine Redekunst der des Heartbreak Kid unterlegen ist. Bret ist aber trotzdem sehr charismatisch gewesen. Unterm Strich geht diese Kategorie aber deutlich an Shawn.
3. Erfolge
Bret hielt öfter und länger World Heavyweight Titel in beiden großen Ligen. Er galt im Gegensatz zu Shawn als klassischer und guter Champion. Andererseits hat Shawn besonders in den letzten Jahren mehr erinnerungswürdige Matches abgeliefert, die er aber leider meistens nicht gewonnen hat. Dementsprechend liegt Bret auch in dieser Kategorie bei mir vorne.
4. Einfluss
Beide beeinflussten das Business positiv und negativ. Bret verlieh dem Business einen ernstzunehmenden und glaubwürdigen Touch, viele hielten seinen Stil für nachahmenswert. Shawn hingegen beeinflusste den Nachwuchs sehr, der mehr Wert auf Spots und Entertainment legte. In negativer Hinsicht machten sie allerdings ebenfalls beide Schlagzeilen ... Monreal .. die Clique ... Greg Oliver ... die Schlammschlachten im Hause Hart ... alles Ereignisse, die einen schlechten Beigeschmack hinterließen. Hier ist die Entscheidung sehr schwer, aber ich würde auch hier Bret den Vorzug geben, da seine "Eskapaden" eher nicht während seiner Bestzeit passierten und er dort noch als sehr ernstzunehmender und respektabler Athlet galt. Shawn hingegen hat mitten während seiner Zeit als World Champion soviel Mist gebaut, dass auch seine später geläuterte Haltung dies nicht mehr ausgleicht.
5. Drawing Power
Da beide nicht in einer Zeit aktiv waren, als die Wrestler noch mehr Leute in die Hallen gezogen haben, als die Promotion selbst, ist dieser Punkt ebenfalls schwer zu beurteilen. Shawn war sicherlich besonders in den letzten Jahren ein großer Draw für WWE, besonders im Gespann mit Triple H in der DX. Seine Matches bei WrestleMania waren meistens die, die den Fans immer schon im Vorhinein eine gewisse Qualität versprochen haben. Bret hingegen brachte die WWF als Champion durch eine schwere Zeit nach dem Ende der Hulkamania-Ära. Soweit ich mich erinnere wurde Bret jedoch als Champion nie ausgebuht (ohne dass er den Heel spielte), was Shawn Michaels als Vollblut-Babyface gegen Ende seiner ersten Regentschaft massiv passierte. Ich würde sagen, dass Bret hier erneut den Punkt bekommt, besonders in Kanada und Europa hat er sicherlich einiges an zusätzlichem Publikum für die Promotion gezogen.
Unterm Strich führt der Hitman bei mir also in 4 von 5 Kategorien und gilt für mich also als größere Legende als Shawn Michaels, wobei jedoch nochmal unterstrichen werden muss, dass alle Entscheidungen sehr knapp sind und beide sicherlich in einer All-Time-Greatest-Wrestlers-Liste nicht allzu weit voneinander entfernt sein sollten.
