25.11.2011, 20:10
Zitat:Original von DiViNo
@ Mephisto: Dass in Deutschland bei sowas mit zweierlei Maß gemessen wird ist traurigerweise bekannt. Die Ost-Teams, um Rostock, Dresden etc. sind die Gebrandmarkten, andererorts wird das nicht so vehement kritisiert. Aus dem Westen ist da ja eigentlich nur Frankfurt sehr oft in den Medien präsent.
Aber man hat ja gern seine Sündenböcke, bei denen alles noch höher aufgebauscht wird, während es bei anderen Teams unter den Tisch gekehrt wird bzw. beschönigt wird, wie dieses Hannover-Beispiel zeigt.
Gut, bei z.B. Hansa mag es u.a. auch an den Geschossen in fremde Fanblöcke liegen, aber es ist ja wirklich so, dass Medien bzw die Kommentatoren sofort aufschreien, wenn die Fans der gebrandmarkten Teams irgendwo auch nur ein wenig Pyrotechnik zünden.
Bei welchem Spiel hat der ZDF-Kommentator damals pro Pyro ausgesprochen? Bei nem Länderspiel, oder? Ich frag mich, ob die Reaktion von dem bei einem Hansa - o. Dresden-Spiel die gleiche gewesen wäre.
Wie bereits gesagt, Pyro an sich drückt Emotionen aus, schaut gut aus, aber man muss klare Grenzen definieren und wenn die nicht eingehalten werden, dann gehts leider nicht.
Absolute Zustimmung.
Ich finde man macht es sich zu einfach, die Gesamtschuld einem Verein oder auch den, teilweise wirklich rabiaten, Auswärtsfans zuzuschieben. Ich habe selbst schon bei Auswärtsspielen, auch bei sogenannten Gefahrenspielen, absolut lustlose und desinteressierte Einlasskontrollen erlebt. Man wurde durchgewunken und hätte alles Mögliche ins Stadion schleppen können. Das soll keine Entschuldigung oder Rechtfertigung sein, für das teilweise ekelhafte Verhalten der Dynamo Fans, zeigt aber auch auf, dass wenn man es Idioten zu einfach macht, man zumindest eine Teilschuld am Geschehen trägt.
Am wenigstens verstehe ich den Sinn des Urteils. Wenn man Dynamo zu personifizierten Tickets bei Auswärtsspielen verdonnert hätte, wäre zumindest ein Zusammenhang zu den Vergehen hergestellt. Aber so erreicht man (mal wieder) nur, dass ein Traditionsverein nach hinten geworfen wird und einen großen Teil der Konkurrenzfähigkeit einbüßt.
