05.09.2012, 06:50
Zitat:Es war halt als Überblick über die Situation gedacht. So hat man es jahrelang gemacht. Mit der italienischen Lira war es ja genauso. Das man sich damit langfristig die Mittelschicht zerstört, weil die ihr Geld auf dem Konto hat und nicht in Sachwerten ist natürlich richtig.
Den Schuldenschnitt hatte ich in der Tat verdrängt. Die Größenordnung ist aber auch eine ganz andere als die "Rettungsschirme" (find das Wort immer noch so doof. Bürgschaften würde es doch viel besser treffen.) Der FAZ-Leser sieht halt: 14 Milliarden "aus dem Fenster raus" und mit dem ESM im Extremfall 700 Milliarden an Bürgschaft (Zahlen können falsch sein, hab sie jetzt nicht geprüft). Der informierte BILD-Leser sieht: omgwtflol 700 Milliarden haben wir an die Griechen gezahlt???!!einself Das stört mich so an der ganzen Sache. Ich gebe zu, relativ wenig über die ganze Sache zu wissen und halte mich im nationalen Vergleich trotzdem für ziemlich gut informiert. Das finde ich einfach erschreckend. Irgendwie scheint niemand ein Interesse daran zu haben, sinnvoll zu erklären, was überhaupt abgeht.
DAnn stellt sich die Frage, wei die Staaten ihre Ausgabenpolitik weiter finanzieren wollen? Und eine deutliche Reduzierung ist Sozialpolitisch nicht tragbar.
SOwieso hat das bei Griechenland und dem Euro grade etwas von lebenserhaltenden Maßnahmen bei nem Komapatienten. So wirklich ne Lösung hat eigentlich niemand, aber warten ist ja mal auf jeden Fall drin.
Und Ich behaupte mal, dass in der Politik und Presse viele nichtmehr durchblicken, weil so einfach wie in dem Video ist es halt auch wieder nicht.
Und dass die Bild bei den Artikeln eher weniger Wert auf sachliche Informationspolitik legt überrascht ja nun auch nicht, bei ein paar anderen zeitungen wird das ja auch manchmal etwas geauer dargestellt.
