03.02.2015, 16:44
Am deutlichsten wurde das bei der Nitro Show am 1 September 1997, nie sahen Flair und die Horsemen mieserabler aus. Eine Woche zuvor wurde die Nitro Show um Arn Anderson`s Retirement aufgebaut, die Nitro Show erreichte ein super Rating von 4,97 Punkten (ein neuer Nitro Rekord). Die Nitro Show am 1 September war so geplant das man die super Rede von Arn Anderson in der vorherigen Woche hypt. Bei der mitte der Show sollte die NWO sich ueber Anderson und die Horsemen dann lustig machen, und am Ende der Show sollten die Horsemen einen Run In machen und die NWO verschlagen mit einem laechelnden Arn Anderson. Wenn ihr bis hier hin gelesen habt werdet ihr natuerlich wissen das es so nie passiert ist. Die NWO machte sich zwar ueber die Horsemen lustig, aber den Horsemen Run In am Ende der Show liesen Nash und Hogan streichen. Flair war ausser sich, und meinte das es die Horsemen killen wird wenn sie sich nicht revanchieren (womit Flair natuerlich Recht hatte). Arn war so sauer das er fast kuendigte. Wieder ein Mal war die NWO unantastbar.
Der naechste PPV Fall Brawl fand natuerlich in Ric Flair Country statt, Winston-Salem, North Carolina. Fast 12,000 Zuschauer waren in der Halle, natuerlich fast alles Ric Flair Fans. Die WCW bookte natuerlicherweise eine weitere Ric Flair Niederlage im Main Event, als der neue 4 Horsemen Curt Hennig gegen die Horsemen turnte um NWO Mitglied zu werden und dafuer sorgte das die NWO wieder Mal gewann. Die NWO gewann immer. Bischoff interessierte es damals nicht das Backstage die Unzufriedenheit vieler Wrestler zunahm. Der Erfolg der WCW wurde groesser, das zaehlte fuer Bischoff. Nitro erzielte am Anfang des Jahres 1997 noch Ratings in den niedrigen 3 Punkten Bereichen. 9 Monate spaeter schlug Nitro am 8 September mit 4,27 Punkten deutlich Raw (2,15 Punkten), das waren ueber 2 Punkte Abstand, und damit der groesste Abstand bis zu diesem Zeitpunkt im Rating Krieg. Das Houseshow Business war auch super, am ersten September Wochenende nahm man $1 Millionen an Einnahmen ein, das erste Mal das die WCW an einem Wochenende die $1 Millionen Marke uebertraf, also ein weiterer neuer Rekord. Auch die PPV buys, stiegen an. Der Halloween Havoc 1997 PPV erreichte eine gigantische Buyrate von 1,1 Punkten mit 12,457 Fans in der Halle die noch Mal Zuschauereinahmen von $297,508 brachten. Der Event wurde erneut geheadlined von einem desastroesen und peinlichen Match zwischen Hollywood Hogan und Roddy Piper, ihr dritter PPV Main Event innerhalb von den letzten 10 Monaten. Auf der Undercard gab es ein phantastisches Eddie Guerrero vs Rey Mysterio Jr Match, eines der besten Matches der WCW Geschichte.
“Unsere Ratings sind hoch, unsere Hallen ausverkauft, unser Merchandise wird verkauft. Du hast Recht, es stimmt was nicht mit Nitro.“
Eric Bischoff am 17 April 1997 auf die Frage eines Fans warum die Qualitaet von Nitro so schlecht ist. Bischoff interessierte nur die Zahlen, und das sollte sein persoenlicher Untergang sein, und der der WCW.
Der naechste PPV World War III 1997 hatte Zuschauereinahmen von $407,831 und 17,128 zahlende Fans. Wen man so viel Erfolg hat, wieso sollte Eric Bischoff dann auf Kritik hoeren von unzufriedenen Wrestlern oder gar Fans und Journalisten? Nicht nur das die WCW Ende 1997 sehr viel Geld verdiente, auch die Zukunft schien gut zu sein. Bischoff stolperte zum naechsten Erfolg, Bill Goldberg. Goldberg war im August offiziell debutiert und besiegte Hugh Morris. Seither hatte er nichts gesagt, nur einen Gegner nach dem anderen gesquasht. Wie Sting redete Goldberg ueber ein Jahr kein Wort, was zeigt das man Mega Over kommen kann ohne ein einziges Wort gesagt zu haben. Bill Goldberg war Ende 1997 schon auf dem Weg zu einem der populaersten Wrestler der WCW zu werden.
-"Eric Bischoff claimed WWF would be out of business in six months."
WON - 27 October 1997
Ende 1997 sprach alles fuer die WCW und es sollte noch besser werden, der letzte Nagel im Sarg der WWF! Bischoff hatte 1996 schon versucht Bret Hart zu bekommen. 1996 hatte Vince McMahon noch Bret Hart ueberzeugen koennen zu bleiben, mit diesem irrsinnigen 20 Jahresvertrag und das obwohl die WWF 1996 $6 Millionen Verlust machte. Nun 1997 wollte Vince jedoch Bret Hart los werden und Bischoff sah erneut eine Chance den Top Wrestler zu bekommen den er immer wollte und den er noch nicht hatte. Gleichzeitig pushte die WWF ehemalige WCWler wie Steve Austin und Mick Foley, und denen hatte Bischoff ja abgesprochen Erfolg zu haben, so wenn er nun Bret Hart bekommt war Bischoff ueberzeugt, dann wuerde die WWF untergehen. Vince erzaehlte Bret Hart das er ihn nicht mehr bezahlen koennte (was nicht stimmte) und das er zur WCW gehen koenne. Als Bret Hart dann Eric Bischoff anrief und ihm das erzaehlte muss wohl Bischoff gedacht haben das die WWF kurz vor dem Untergang steht. Fuer Bischoff muss das einer seiner Hoehepunkte gewesen sein, er wuerde nicht nur einen weiteren Top Star bekommen, sondern auch der WWF einen der wenigen Top Draws weg nehmen. Als Bret Hart zur WCW wechselte, stiegen im uebrigen Automatisch die Gehaelter von Kevin Nash und Scott Hall an, aufgrund ihrer Klausel das ihre Gehaelter angepasst werden wenn die WCW jemanden verpflichtet der mehr verdient als sie.
Auf den Montreal Screwjob will ich hierbei nicht eingehen, aber ohne Zweifel war der Montreal Screwjob auch ein grosses Ereignis in der WCW. Die WWF und Vince McMahon hatten zuerst gehofft das der Montreal Screwjob bald vergessen wird, spaeter sollte man merken das man enorm davon profitierte. Die WCW haette auch enorm davon profitieren koennen, doch was machte man? Als erstes kam bei Nitro einen Tag nach dem Montreal Screwjob die gesamte NWO heraus und sang die schrecklichste Version von O Canada in der Geschichte der Menschheit. Dann schien es einem unmoeglich zu sein Bret Hart`s WCW Debut upzufucken. Doch wenn ihr eines gelernt habt in den letzten Stunden wo ihr diesen Artikel gelesen habt, dann das die WCW es bestimmt upfuckte, und genau so war es. Der naechste WCW PPV war Starrcade 1997, der groesste PPV der WCW Geschichte. Bret Hart konnte bei dieser Show noch nicht wrestlen, also was machte man? Man gab ihm einen Special Referee Posten in einem Match zwischen Eric Bischoff und Larry Zbyszko. HU? Jeder war ueberrascht und fand es daemlich, inklusive Bret Hart persoenlich. Bret Hart, der noch vor 6 Wochen WWF Champion war, der $3 Millionen pro Jahr kassiert, der Wrestler der durch den Montreal Screwjob zum populaersten Wrestler in Nord Amerika wurde, war nur ein Special Referee bei einem Midcard Match und damit eine kleine Randerscheinung in der Never-Ending WCW vs NWO Storyline. Das war der Beginn eines katastrophalen Runs fuer Bret Hart bei World Championship Wrestling.
Bret Hart ueber die WCW
“I remember Steve Austin telling me before I left that he’d never go back to WCW. He said it was the most disorganized, chaotic place and you couldn’t get a clear answer out of anyone. I knew from day one with Eric Bischoff – especially that I was coming in with so much momentum – that these guys didn’t know what they were doing. I knew it was a dumb idea before I even went out. Behind the scenes, Bischoff pretended he was Vince McMahon. But he was really a puppet for Kevin Nash, Hulk Hogan, and a handful of other guys who were telling him what to do. He was just a clueless idiot who never should have been in wrestling. He was as much of a liar as Vince ever was, but Vince was a very smart liar. Bischoff was just a clueless guy with no backbone and no brains.”
Doch erst Mal gab es im Dezember 1997 noch eine weitere entscheidende Entwicklung in der WCW. Die WCW wollte einen Roster Split machen, es wurde ueber ein 3/4 Jahre an einer neuen Show geplant, die Thunder heissen sollte. Thunder sollte fuer die WCW die woechentliche Show werden und die NWO sollte Nitro bekommen. Bischoff wollte sogar weiter gehen und die NWO und WCW in zwei Promotions splitten, was dann nicht nur zu mehr PPV`s und damit mehr Einnahmen fuehrt, sondern laut Bischoff auch dazu gefuehrt haette das die WWF die #3 Promotion in Nord Amerika sein wird. Ja, man hatte nichts aus dem NWO Soulet Out 1997 Fiasko gelernt. Vor Starrcade wollte Eric Bischoff einen Testlauf machen, und es gab eine NWO Monday Nitro Ausgabe. Das Ergebnis war extrem katastrophal, oder extrem vorhersehbar, wie man es eben sieht. Die erste halbe Stunde sah man nur Skits in dem die NWO die Show uebernahm. Es wurden NWO Banner aufgehaengt, es gab eine NWO Ringcrew, nur NWO Wrestler und natuerlich NWO Announcer. Die ganze NWO Nitro Show ging jedoch nur um ein Thema, um Hollywood Hogan die Ehre zu Erweisen. Es war im Prinzip eine zweistuendige Feier um in Hulk Hogan`s Arsch zu kriechen. Der Hoehepunkt war ein 20 minuetiges Segment wo Eric Bischoff ueber Hulk Hogan sprach wie von einem Gott. Bischoff gab Hogan Geschenke wie ein Motorrad, und ging dann sogar auf die Knie um Hogan einen Ring zu ueberreichen, und man dachte als Zuschauer das er ihm gleich Live bei Nitro einen Blowjob gibt. Bischoff und Hogan waren von dieser NWO Nitro Show sicherlich begeistert, die Show floppte jedoch gewaltig und lag einen ganzen Punkt unter dem durchschnittlichen Nitro Rating 1997, und das vor dem groessten PPV der WCW Geschichte.
Nun machte Eric Bischoff etwas, was er die letzten Jahre nicht machte, er wich von seiner Idee ab und cancelte alles. Der Plan einer NWO Nitro Show wurde fallen gelassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die WCW MILLIONEN DOLLAR investiert fuer unzaehlige Video Poduktionen, dem ganzen NWO Nitro Set, die 8 monatige Planung…und das ganze Geld war rausgeschmissen! Eric Bischoff nannte es spaeter ein fehlgeschlagenes Experiment. Fuer Bischoff bedeuteten die Millionen Dollar Verluste nichts, fuer ihn zaehlte nur das Risiko. Was waere gewesen wenn es geklappt haette? Die WWF waere am Ende gewesen (so dachte Eric Bischoff), und das war fuer Bischoff das Risiko wert. Und schliesslich stand die WCW immer noch gut da vor dem letzten PPV 1997, Starrcade. Hier sollte es zu DEM DREAM MATCH der vergangenen Jahre kommen, Hollywood Hogan vs Sting. Das war DAS Match das die meisten Fans in Nord Amerika sehen wollten. Dieses Match wurde die letzten 16 Monate aufgebaut. Es wurde kein Hotshotting betrieben. Die WCW hat ueber ein Jahr das Match super aufgebaut, auch wenn das Buildup in den drei Wochen vor Starrcade imo versaut wurde.
Aber gehen wir Starrcade 1997 mal durch: Kevin Nash sollte auf The Giant treffen, und The Giant sollte gewinnen. Kevin Nash hatte Monatelang erzaehlt das er nicht gegen The Giant jobben wird, und so war es dann auch. Am Abend von Starrcade rief Kevin Nash Eric Bischoff an, und sagte das er glaubt einen Herzinfakt zu haben. Niemand glaubte Nash, eben weil man solche Politics von ihm gewoehnt war. Nash lies den groessten PPV der WCW Geschichte platzen weil er nicht jobben wollte. Stattdessen sah man nun wie Scott Hall ueber The Giant herzieht. Nicht nur das Nash eine No Show hinlegte, das logische Ersatz Match (Hall vs Giant) fand ebenfalls nicht statt. Zur Ueberraschung von niemanden verlor die NWO an dem Abend kaum ein Match. Die Steiner Brothers verloren mal wieder, dieses Mal sogar gegen Karriere Jobber wie Vincent (aka Virgil) mit Scott Norton. Lex Luger, vor wenigen Monaten noch WCW World Heavyweight Champion verlor bei Starrcade, gegen Buff Bagwell. Kurzum es war eine einzige Farce. Diese Starrcade 1997 Show wurde ueber Monate aufgebaut das HIER die WCW ihre Revanche bekommt, aber das fand einfach nicht statt. Die WCW holte sich ein Sieg mit Larry Zbyszko der gegen Eric Bischoff gewann. Das war im uebrigen der Co Main Event der Show, ja Bischoff bookte sich selbst in den CO MAIN EVENT! In dem Match ging es darum ob die NWO die Nitro Show bekommt, waere das Experiment 6 Tage vorher nicht schief gelaufen, Bischoff haette hier auch gewonnen. Das Match war natuerlich ein Fiasko, genauso wie Bret Hart als Special Referee. Das Finish sah so aus das Bret Hart einfach so Larry Zbyszko zum Sieger erklaerte. Es gab kein Pinfall, keine Submission, sondern Bret Hart beendete einfach das Match. Es lies natuerlich Bret Hart`s erster grosser WCW Auftritt mieserabel aussehen.
Bis zum Main Event war diese Starrcade 1997 Show ein Fiasko, aber die “Die Hard“ WCW Fans werden sagen das es alles nicht gezaehlt hat, weil alles worauf es ankam war der Main Event, Sting vs Hogan. Wie schon gesagt war nicht nur dieser Event sondern auch diese Fehde darauf aufgebaut das die WCW endlich ihren grossen Sieg bekommt. Sting sollte endlich klar Hogan besiegen, das war das Buildup. Aber weil wir hier ueber Hollywood Hogan sprechen, passierte das natuerlich nicht. Hogan hatte Bischoff vor dem Event ueberzeugt das Sting “ausser Form“ sei, ein Witz wenn man Hogan`s Leistungen die drei Jahre davor sah. Nun war Sting sehr oft lazy in seiner Form und in seinen Matches, aber Sting war der #1 Face und die Fans wollten ihn klar gewinnen sehen. Das erwartete jeder, und das zu Recht. Stellt euch vor Vince McMahon haette immer wieder am Ende gegen Steve Austin gewonnen, Austin waere nie zu einem Top Draw geworden weil er wie ein Idiot ausgesehen haette. Genau das passierte bei der NWO vs WCW Storyline, und genau das passierte bei Sting vs Hogan.
Nach dem Sting 12 Monate nur von der Hallendecke zusehen war, und nur von der Hallendecke sich abseilte, kam er bei Starrcade wie ein normaler Wrestler zum Ring. Solche Fehler wuerde man bei…sagen wir Wrestlemania, nie sehen. Referee war NWO Heel Referee Nick Patrick, der seit 14 Monaten in der NWO war und in JEDEM Match die NWO bevorzugt hatte. Dann begann also das groesste Match in Nord Amerika in den letzten Jahren und es begann mit einem Schubser von Hogan gegen Sting. Die Zuschauer chanteten “HOGAN SUCKS“ in Erwartung das er nun von Sting fertig gemacht wird. Zur Erinnerung, Sting verpruegelte die letzten 9 Monate mehrmals gleich die gesamte NWO. Die Fans waren gerade verzweifelt endlich zusehen wie die WCW einen grossen Sieg einfaehrt und wie Hogan fertig gemacht wird. HAHAHA, die Fans kannten die WCW nicht. Hogan begann das Match gegen Sting zu DOMMINIEREN! Natuerlich mit seinen mieserablen Offensivaktionen. Hogan setzte etwa 2 Minuten einen Headlock an. Dann schmiss Hogan Sting nach draussen, schlug draussen auf ihn ein und schmiss ihn wieder zurueck. Hogan setzte zum Finish an…ging in die Seile und zeigte den Legdrop. Hogan covert Sting…Patrick geht zu Boden und zaehlt…1….2….3. Sting kickte NICHT aus! Der Wrestler der Hogan 14 Monate verfolgte hat gerade EPISCH VERSAGT in einem Match das ueber ein Jahr aufgebaut war! Nick Patrick streckte den Arm von Hogan nach oben, die Zuschauer waren TOTENSTILL! Niemand konnte glauben was gerade passiert ist. Hollywood Hogan DOMMINIERTE LOCKER den #1 Face in Nord Amerika. Der Master Politican hatte wieder zugeschlagen.
Die Kommentatoren erzaehlten den Fans etwas davon das Nick Patrick einen FAST COUNT zaehlte und damit Sting beschissen wurde. Das Problem daran war, es war KEIN Fast Count! Patrick hatte normal den Pinfall gezaehlt, ganz fair. Es war ein Fiasko. Nun rannte Bret Hart heraus, schnappte sich das Mic und erklaerte “das wird nicht noch Mal passieren“. Damit meinte Bret Hart das sich der Montreal Screwjob nicht noch Mal wiederholte. Das Problem hierbei war, das das Mic so leise war das viele Zuschauer Bret Hart nicht verstanden, und diejenigen die es taten sahen Bret Hart als Idioten an weil es ja gerade eben kein Screwfinish war. Abgesehen davon, war es ein Dirty Finish in dem groessten WCW Match der Geschichte, es war katastrophal gebooked. Sting, der Retter der WCW, lag IMMERNOCH auf dem Boden, KO von dem Legdrop. Man hatte ihn gerade als den groessten Versager der Pro Wrestling dargestellt. Nun schmiss Bret Hart Nick Patrick heraus, und erklaerte sich selbst zum Referee. Sting sprang ploetzlich auf, zeigte den Stinger Splash gegen Hogan. Dann setzte er den Scorpion Deathlock an, und die Zuschauer warteten das Hogan aufgibt, entweder verbal oder mit dem abklopfen. Das passierte natuerlich nicht, und Bret Hart erklaerte das Match erneut fuer beendet OHNE das es dafuer einen Grund gab. Die WCW Kommentatoren erklaerten das Hogan “I Quit“ gesagt haette, was man aber nicht sah und schon gar nicht hoerte. Bret Hart erklaerte Sting zum WCW World Heavyweight Champion in einem SCREWFINISH, und WCW Wrestler kamen zum Ring um mit Sting zu feiern.
Starrcade 1997 war der groesste Erfolg der WCW Geschichte. 17,500 Zuschauer fuer Zuschauereinnahmen von $543,000. Eine Buyrate von 1,9 Punkten und PPV Einnahmen von $6 Millionen. Es war RIESIG, und es war der Beginn des Abstiegs dieser Promotion. Gerade weil so viele Fans diese Show sahen, gerade weil diese Show so aufgebaut wurde das die WCW hier gross triumphieren sollte, gerade deswegen war das ganze Booking eine Katastrophe fuer die Promotion. Angefangen von Kevin Nash der sich weigerte gegen The Giant zu verlieren, das die NWO wieder ihre Matches dominierte, das Bret Hart erster groesser WCW Auftritt total versaut wurde, und dadurch er sein gesamtes Momentum verlor, die groesste Katastrophe war das Sting wie ein Versager aussah, von Hogan dominiert wurde, klar besiegt wurde und nur durch einen Screwjob noch gewann. Die Fans hassten es. Die WCW machte seit Jahren viele Fehler, aber erst bei Starrcade 1997 wurden es den meisten Fans klar was mit dieser Promotion nicht stimmte. Bis heute kann ich es nicht glauben wie sehr man diese Show versaut hat.
Das Blöde wenn man es versaut ist, das der Misserfolg erst verspätet eintritt. Genauso wie Erfolg nicht sofort eintritt wenn man auf dem richtigen Weg ist. Wenn man dann nur auf die nackten Zahlen schaut wie Eric Bischoff merkt man nicht das man in den Abgrund treibt. WCW Monday Nitro sellte Anfang 1998 jede Show aus, 20 Shows in Folge, oft Wochen im Voraus. Das war natuerlich ein neuer WCW Rekord. Im Januar 1998 hatte die WCW 8,023 Zuschauer pro Show im Schnitt, das waren 49% mehr Zuschauer als im Vorjahr im selben Monat. Die durchschnittlichen Zuschauereinahmen pro Show lagen im Januar 1998 bei $157,019, das war ein Anstieg von 150% im Vergleich zu 1997. Souled Out 1998 erreichte eine Buyrate von 1,02 Punkten (im Vorjahr 0,47 Punkte), was ein Anstieg um 173% war. Kurz gesagt der WCW ging es finanziell nie besser, Problem war, danach war es auch nie wieder so erfolgreich. Die WCW lernte nie aus ihren Fehlern.
Wenn man erfolgreich ist, dann kann man nichts falsch machen. Das Booking kann schrecklich sein, die Matches koennen sucken, Storylines koennen keinen Sinn machen, PPV`s koennen enttaueschen, Wrestler koennen no showen, usw. Die Fans werden bis zu einem bestimmten Zeitpunkt das mit machen, aber irgendwann werden die Fehler Auswirkungen haben. Das hat Eric Bischoff nicht verstanden und die WCW musste die Auswirkungen schmerzlich in den kommenden Monaten erfahren. Einige Leute haben die Theorie das das Pro Wrestling zyklisch ist. Eine Promotion wird “hot“ fuer einen bestimmten Zeitpunkt, und nach einiger Zeit wird es weniger erfolgreich, bevor irgendwann die Promotion wieder erfolgreich wird. Ich kann dieser Theorie nichts abgewinnen, den wieso sollte es so sein? Es hat fuer mich einen Grund warum etwas erfolgreich ist, und warum etwas nicht erfolgreich ist. Die WCW wurde erfolgreich weil sie einen coolen Act (NWO) hatte und ein Produkt lieferte das die Fans sehen wollten. Mit der Zeit jedoch lieferte man ein mieserables Produkt was die Fans nicht mehr sehen wollten. In der WWF fuehrte zum Beispiel Steve Austin als Hot Act dazu das die WWF die noch 1996 $6 Millionen Verlust machte, drei Jahre spaeter $456 Millionen Umsatz machte, und damit Vince McMahon zu einem Billionaire machte.
Nichts ist fuer die Ewigkeit, selbst der hotteste Act wird irgendwann kalt! Es ist nicht zu verhindern. Sicher, einige grosse Stars bleiben laenger Hot, oder bleiben Stars und beliebt bei den Fans, aber ihre Drawing Power wird frueher oder spaeter zurueck gehen. In einer perfekten Promotion nutzt man dann den ehemaligen Top Draw um einen neuen unverbrauchteren Draw aufzubauen. Das passiert in den seltensten Faellen aus mehreren Gruenden. Erstens verpasst man haeufig den richtigen Zeitpunkt und haelt zu lange an dem bewaehrten fest. Zweitens pusht man den neuen Star nicht wirklich als den neuen Star und gibt ihm am Ende nicht den grossen Sieg. Drittens halten die alten Stars an ihren Top Spots fest. Vielleicht seht ihr das diese drei Gruende alle auf die WCW zu trafen, und vorallem auf das Hollywood Hogan vs Sting Match. Kurz gesagt Wrestling Promoter sind in der Regel alle sehr Kurzsichtig und denken in der Regel nicht langfristig. Sie merken zu spaet wenn etwas schief laeuft. In der WCW handelte es sich um einen Promoter der nur fuer den Dienstag Morgen lebte als Nielsen die Montags Ratings bekannt gab. Der Abstieg kann dann umso schneller folgen wenn man kurzfristig denkt. Oft ist es dann so das wenn der Erfolg nach laesst, das sie in Panik geraten. Man hotshottet das Booking, aendert Ausrichtungen, schaut noch kurzfristiger als davor, und man stellt fest das alles nichts nuetzt. Viele Promoter, Booker, Wrestler und auch Fans wollen das nicht wahr haben, fuer sie ist Wrestling zyklisch, und Erfolg und Misserfolg haben nichts mit der Promotion zu tun.
Der Fakt ist jedoch, als die WCW Nitro erfand und Head to Head mit Raw lief, PPV Main Event Matchups im Free TV ausstrahlte, ein Produkt praesentierte das die Fans sehen wollten, da sorgte man dafuer das das Wrestling in eine HOT Phase kam. Die WWF passte sich der WCW an, und musste ein besseres Produkt liefern, und das sorgte dafuer das die WWF Hot wurde. Es gab einen Grund dafuer warum 1997/1998 in Nord Amerika das Pro Wrestling dreimal so viel Zuschauer hatte wie 2014 oder 1995. Und genauso gab es einen Grund warum die WCW Unterging. Fuer jeden Grund der zum Erfolg fuehrte in der WCW gab es drei Gruende die zum Untergang fuehrten.
Einer der groessten Fehler der WCW war, das immer die NWO gewann! Egal was passierte, bei Nitro, bei den PPV`s am Ende gewann immer die NWO! Und weil die NWO immer gewann, aenderte sich nichts! Man sah immer die Selben Leute an der Spitze. Bischoff dachte das Hogan, Nash und Hall ihm den Erfolg brachten und sie auch in Zukunft den Erfolg bringen. Aber sie wurden aelter (und waren schon sehr alt 1996), und ihr Act wurde aelter. Bischoff aenderte nichts, waehrend er haette vieles veraendern muessen. Hogan, Nash und Hall zeigten in der WCW keine guten Leistungen, NIE! Sie wussten das sie ihren Top Spot sicher hatten. Die Fans wollten aber was neues sehen, die Fans wollten sehen das einige der Top Wrestler der Undercard nach oben kommen, was aber nicht passierte. Benoit, Mysterio, Malenko, Guerrero, Jericho usw hatten weiterhin Top Matches in der WCW, aber sie hatten die gleichen Top Matches wie die letzten drei Jahre.
Das schoene an einer zweistuendigen Nationalen Fernsehshow, jede Woche im Prime Time, ist das man neue Stars aufbauen kann. Die Kehrseite ist, man muss es auch tun! Drei Jahre jede Woche zwei Stunden Programm im Fernsehen sind wie drei Jahrzehnte. Es ist sehr schnelllebig und
Stars und Fehden nutzen sich schnell ab. Im Januar 1998 passierten zwei Fernsehentscheidungen fuer die WCW die der Promotion enorm schaden sollten.
1. Die WCW begann mit WCW Thunder eine neue zweistuendige Fernsehshow an jedem Donnerstag. Wie gesagt war Thunder als erstes als gleichwertige Show geplant gewesen mit Nitro. TBS bezahlte der WCW $12 Millionen fuer Thunder, also noch Mal ein Anstieg der Einnahmen fuer die WCW. Aber von nun an gab es nicht mehr 2 Stunden im Nationalen Fernsehen, sondern vier Stunden jede Woche fuer die WCW. Die Wrestler waren auch unzufrieden, von nun an hatten sie 52 weitere Bookings im Jahr, und viele in der WCW drueckten sich darum bei Thunder aufzutreten (mit Erfolg). Dazu sei erwaehnt das die WCW die Top Stars bekam weil man mehr Geld fuer weniger Arbeit anbot wie im Vergleich mit der WWF. Mit Thunder bezahlte die WCW zwar immer noch mehr, aber jetzt hatten die WCWler auch einen haerteren Schedule. Thunder debutierte mit einem 4,0 Punkte Rating, was enorm war, eine Woche spaeter zog man immer noch 3,7 Punkte. Thunder war ein Erfolg…am Anfang.
2. Es wurde entschieden das WCW Nitro (ab dem 26 Januart 1998) von 2 auf 3 Stunden erweitert wird. Es gab nun also nicht nur vier, sondern 5 Stunden. Die Uebersaettigung des Produkts wurde also noch groesser.
Der naechste PPV Fall Brawl fand natuerlich in Ric Flair Country statt, Winston-Salem, North Carolina. Fast 12,000 Zuschauer waren in der Halle, natuerlich fast alles Ric Flair Fans. Die WCW bookte natuerlicherweise eine weitere Ric Flair Niederlage im Main Event, als der neue 4 Horsemen Curt Hennig gegen die Horsemen turnte um NWO Mitglied zu werden und dafuer sorgte das die NWO wieder Mal gewann. Die NWO gewann immer. Bischoff interessierte es damals nicht das Backstage die Unzufriedenheit vieler Wrestler zunahm. Der Erfolg der WCW wurde groesser, das zaehlte fuer Bischoff. Nitro erzielte am Anfang des Jahres 1997 noch Ratings in den niedrigen 3 Punkten Bereichen. 9 Monate spaeter schlug Nitro am 8 September mit 4,27 Punkten deutlich Raw (2,15 Punkten), das waren ueber 2 Punkte Abstand, und damit der groesste Abstand bis zu diesem Zeitpunkt im Rating Krieg. Das Houseshow Business war auch super, am ersten September Wochenende nahm man $1 Millionen an Einnahmen ein, das erste Mal das die WCW an einem Wochenende die $1 Millionen Marke uebertraf, also ein weiterer neuer Rekord. Auch die PPV buys, stiegen an. Der Halloween Havoc 1997 PPV erreichte eine gigantische Buyrate von 1,1 Punkten mit 12,457 Fans in der Halle die noch Mal Zuschauereinahmen von $297,508 brachten. Der Event wurde erneut geheadlined von einem desastroesen und peinlichen Match zwischen Hollywood Hogan und Roddy Piper, ihr dritter PPV Main Event innerhalb von den letzten 10 Monaten. Auf der Undercard gab es ein phantastisches Eddie Guerrero vs Rey Mysterio Jr Match, eines der besten Matches der WCW Geschichte.
“Unsere Ratings sind hoch, unsere Hallen ausverkauft, unser Merchandise wird verkauft. Du hast Recht, es stimmt was nicht mit Nitro.“
Eric Bischoff am 17 April 1997 auf die Frage eines Fans warum die Qualitaet von Nitro so schlecht ist. Bischoff interessierte nur die Zahlen, und das sollte sein persoenlicher Untergang sein, und der der WCW.
Der naechste PPV World War III 1997 hatte Zuschauereinahmen von $407,831 und 17,128 zahlende Fans. Wen man so viel Erfolg hat, wieso sollte Eric Bischoff dann auf Kritik hoeren von unzufriedenen Wrestlern oder gar Fans und Journalisten? Nicht nur das die WCW Ende 1997 sehr viel Geld verdiente, auch die Zukunft schien gut zu sein. Bischoff stolperte zum naechsten Erfolg, Bill Goldberg. Goldberg war im August offiziell debutiert und besiegte Hugh Morris. Seither hatte er nichts gesagt, nur einen Gegner nach dem anderen gesquasht. Wie Sting redete Goldberg ueber ein Jahr kein Wort, was zeigt das man Mega Over kommen kann ohne ein einziges Wort gesagt zu haben. Bill Goldberg war Ende 1997 schon auf dem Weg zu einem der populaersten Wrestler der WCW zu werden.
-"Eric Bischoff claimed WWF would be out of business in six months."
WON - 27 October 1997
Ende 1997 sprach alles fuer die WCW und es sollte noch besser werden, der letzte Nagel im Sarg der WWF! Bischoff hatte 1996 schon versucht Bret Hart zu bekommen. 1996 hatte Vince McMahon noch Bret Hart ueberzeugen koennen zu bleiben, mit diesem irrsinnigen 20 Jahresvertrag und das obwohl die WWF 1996 $6 Millionen Verlust machte. Nun 1997 wollte Vince jedoch Bret Hart los werden und Bischoff sah erneut eine Chance den Top Wrestler zu bekommen den er immer wollte und den er noch nicht hatte. Gleichzeitig pushte die WWF ehemalige WCWler wie Steve Austin und Mick Foley, und denen hatte Bischoff ja abgesprochen Erfolg zu haben, so wenn er nun Bret Hart bekommt war Bischoff ueberzeugt, dann wuerde die WWF untergehen. Vince erzaehlte Bret Hart das er ihn nicht mehr bezahlen koennte (was nicht stimmte) und das er zur WCW gehen koenne. Als Bret Hart dann Eric Bischoff anrief und ihm das erzaehlte muss wohl Bischoff gedacht haben das die WWF kurz vor dem Untergang steht. Fuer Bischoff muss das einer seiner Hoehepunkte gewesen sein, er wuerde nicht nur einen weiteren Top Star bekommen, sondern auch der WWF einen der wenigen Top Draws weg nehmen. Als Bret Hart zur WCW wechselte, stiegen im uebrigen Automatisch die Gehaelter von Kevin Nash und Scott Hall an, aufgrund ihrer Klausel das ihre Gehaelter angepasst werden wenn die WCW jemanden verpflichtet der mehr verdient als sie.
Auf den Montreal Screwjob will ich hierbei nicht eingehen, aber ohne Zweifel war der Montreal Screwjob auch ein grosses Ereignis in der WCW. Die WWF und Vince McMahon hatten zuerst gehofft das der Montreal Screwjob bald vergessen wird, spaeter sollte man merken das man enorm davon profitierte. Die WCW haette auch enorm davon profitieren koennen, doch was machte man? Als erstes kam bei Nitro einen Tag nach dem Montreal Screwjob die gesamte NWO heraus und sang die schrecklichste Version von O Canada in der Geschichte der Menschheit. Dann schien es einem unmoeglich zu sein Bret Hart`s WCW Debut upzufucken. Doch wenn ihr eines gelernt habt in den letzten Stunden wo ihr diesen Artikel gelesen habt, dann das die WCW es bestimmt upfuckte, und genau so war es. Der naechste WCW PPV war Starrcade 1997, der groesste PPV der WCW Geschichte. Bret Hart konnte bei dieser Show noch nicht wrestlen, also was machte man? Man gab ihm einen Special Referee Posten in einem Match zwischen Eric Bischoff und Larry Zbyszko. HU? Jeder war ueberrascht und fand es daemlich, inklusive Bret Hart persoenlich. Bret Hart, der noch vor 6 Wochen WWF Champion war, der $3 Millionen pro Jahr kassiert, der Wrestler der durch den Montreal Screwjob zum populaersten Wrestler in Nord Amerika wurde, war nur ein Special Referee bei einem Midcard Match und damit eine kleine Randerscheinung in der Never-Ending WCW vs NWO Storyline. Das war der Beginn eines katastrophalen Runs fuer Bret Hart bei World Championship Wrestling.
Bret Hart ueber die WCW
“I remember Steve Austin telling me before I left that he’d never go back to WCW. He said it was the most disorganized, chaotic place and you couldn’t get a clear answer out of anyone. I knew from day one with Eric Bischoff – especially that I was coming in with so much momentum – that these guys didn’t know what they were doing. I knew it was a dumb idea before I even went out. Behind the scenes, Bischoff pretended he was Vince McMahon. But he was really a puppet for Kevin Nash, Hulk Hogan, and a handful of other guys who were telling him what to do. He was just a clueless idiot who never should have been in wrestling. He was as much of a liar as Vince ever was, but Vince was a very smart liar. Bischoff was just a clueless guy with no backbone and no brains.”
Doch erst Mal gab es im Dezember 1997 noch eine weitere entscheidende Entwicklung in der WCW. Die WCW wollte einen Roster Split machen, es wurde ueber ein 3/4 Jahre an einer neuen Show geplant, die Thunder heissen sollte. Thunder sollte fuer die WCW die woechentliche Show werden und die NWO sollte Nitro bekommen. Bischoff wollte sogar weiter gehen und die NWO und WCW in zwei Promotions splitten, was dann nicht nur zu mehr PPV`s und damit mehr Einnahmen fuehrt, sondern laut Bischoff auch dazu gefuehrt haette das die WWF die #3 Promotion in Nord Amerika sein wird. Ja, man hatte nichts aus dem NWO Soulet Out 1997 Fiasko gelernt. Vor Starrcade wollte Eric Bischoff einen Testlauf machen, und es gab eine NWO Monday Nitro Ausgabe. Das Ergebnis war extrem katastrophal, oder extrem vorhersehbar, wie man es eben sieht. Die erste halbe Stunde sah man nur Skits in dem die NWO die Show uebernahm. Es wurden NWO Banner aufgehaengt, es gab eine NWO Ringcrew, nur NWO Wrestler und natuerlich NWO Announcer. Die ganze NWO Nitro Show ging jedoch nur um ein Thema, um Hollywood Hogan die Ehre zu Erweisen. Es war im Prinzip eine zweistuendige Feier um in Hulk Hogan`s Arsch zu kriechen. Der Hoehepunkt war ein 20 minuetiges Segment wo Eric Bischoff ueber Hulk Hogan sprach wie von einem Gott. Bischoff gab Hogan Geschenke wie ein Motorrad, und ging dann sogar auf die Knie um Hogan einen Ring zu ueberreichen, und man dachte als Zuschauer das er ihm gleich Live bei Nitro einen Blowjob gibt. Bischoff und Hogan waren von dieser NWO Nitro Show sicherlich begeistert, die Show floppte jedoch gewaltig und lag einen ganzen Punkt unter dem durchschnittlichen Nitro Rating 1997, und das vor dem groessten PPV der WCW Geschichte.
Nun machte Eric Bischoff etwas, was er die letzten Jahre nicht machte, er wich von seiner Idee ab und cancelte alles. Der Plan einer NWO Nitro Show wurde fallen gelassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die WCW MILLIONEN DOLLAR investiert fuer unzaehlige Video Poduktionen, dem ganzen NWO Nitro Set, die 8 monatige Planung…und das ganze Geld war rausgeschmissen! Eric Bischoff nannte es spaeter ein fehlgeschlagenes Experiment. Fuer Bischoff bedeuteten die Millionen Dollar Verluste nichts, fuer ihn zaehlte nur das Risiko. Was waere gewesen wenn es geklappt haette? Die WWF waere am Ende gewesen (so dachte Eric Bischoff), und das war fuer Bischoff das Risiko wert. Und schliesslich stand die WCW immer noch gut da vor dem letzten PPV 1997, Starrcade. Hier sollte es zu DEM DREAM MATCH der vergangenen Jahre kommen, Hollywood Hogan vs Sting. Das war DAS Match das die meisten Fans in Nord Amerika sehen wollten. Dieses Match wurde die letzten 16 Monate aufgebaut. Es wurde kein Hotshotting betrieben. Die WCW hat ueber ein Jahr das Match super aufgebaut, auch wenn das Buildup in den drei Wochen vor Starrcade imo versaut wurde.
Aber gehen wir Starrcade 1997 mal durch: Kevin Nash sollte auf The Giant treffen, und The Giant sollte gewinnen. Kevin Nash hatte Monatelang erzaehlt das er nicht gegen The Giant jobben wird, und so war es dann auch. Am Abend von Starrcade rief Kevin Nash Eric Bischoff an, und sagte das er glaubt einen Herzinfakt zu haben. Niemand glaubte Nash, eben weil man solche Politics von ihm gewoehnt war. Nash lies den groessten PPV der WCW Geschichte platzen weil er nicht jobben wollte. Stattdessen sah man nun wie Scott Hall ueber The Giant herzieht. Nicht nur das Nash eine No Show hinlegte, das logische Ersatz Match (Hall vs Giant) fand ebenfalls nicht statt. Zur Ueberraschung von niemanden verlor die NWO an dem Abend kaum ein Match. Die Steiner Brothers verloren mal wieder, dieses Mal sogar gegen Karriere Jobber wie Vincent (aka Virgil) mit Scott Norton. Lex Luger, vor wenigen Monaten noch WCW World Heavyweight Champion verlor bei Starrcade, gegen Buff Bagwell. Kurzum es war eine einzige Farce. Diese Starrcade 1997 Show wurde ueber Monate aufgebaut das HIER die WCW ihre Revanche bekommt, aber das fand einfach nicht statt. Die WCW holte sich ein Sieg mit Larry Zbyszko der gegen Eric Bischoff gewann. Das war im uebrigen der Co Main Event der Show, ja Bischoff bookte sich selbst in den CO MAIN EVENT! In dem Match ging es darum ob die NWO die Nitro Show bekommt, waere das Experiment 6 Tage vorher nicht schief gelaufen, Bischoff haette hier auch gewonnen. Das Match war natuerlich ein Fiasko, genauso wie Bret Hart als Special Referee. Das Finish sah so aus das Bret Hart einfach so Larry Zbyszko zum Sieger erklaerte. Es gab kein Pinfall, keine Submission, sondern Bret Hart beendete einfach das Match. Es lies natuerlich Bret Hart`s erster grosser WCW Auftritt mieserabel aussehen.
Bis zum Main Event war diese Starrcade 1997 Show ein Fiasko, aber die “Die Hard“ WCW Fans werden sagen das es alles nicht gezaehlt hat, weil alles worauf es ankam war der Main Event, Sting vs Hogan. Wie schon gesagt war nicht nur dieser Event sondern auch diese Fehde darauf aufgebaut das die WCW endlich ihren grossen Sieg bekommt. Sting sollte endlich klar Hogan besiegen, das war das Buildup. Aber weil wir hier ueber Hollywood Hogan sprechen, passierte das natuerlich nicht. Hogan hatte Bischoff vor dem Event ueberzeugt das Sting “ausser Form“ sei, ein Witz wenn man Hogan`s Leistungen die drei Jahre davor sah. Nun war Sting sehr oft lazy in seiner Form und in seinen Matches, aber Sting war der #1 Face und die Fans wollten ihn klar gewinnen sehen. Das erwartete jeder, und das zu Recht. Stellt euch vor Vince McMahon haette immer wieder am Ende gegen Steve Austin gewonnen, Austin waere nie zu einem Top Draw geworden weil er wie ein Idiot ausgesehen haette. Genau das passierte bei der NWO vs WCW Storyline, und genau das passierte bei Sting vs Hogan.
Nach dem Sting 12 Monate nur von der Hallendecke zusehen war, und nur von der Hallendecke sich abseilte, kam er bei Starrcade wie ein normaler Wrestler zum Ring. Solche Fehler wuerde man bei…sagen wir Wrestlemania, nie sehen. Referee war NWO Heel Referee Nick Patrick, der seit 14 Monaten in der NWO war und in JEDEM Match die NWO bevorzugt hatte. Dann begann also das groesste Match in Nord Amerika in den letzten Jahren und es begann mit einem Schubser von Hogan gegen Sting. Die Zuschauer chanteten “HOGAN SUCKS“ in Erwartung das er nun von Sting fertig gemacht wird. Zur Erinnerung, Sting verpruegelte die letzten 9 Monate mehrmals gleich die gesamte NWO. Die Fans waren gerade verzweifelt endlich zusehen wie die WCW einen grossen Sieg einfaehrt und wie Hogan fertig gemacht wird. HAHAHA, die Fans kannten die WCW nicht. Hogan begann das Match gegen Sting zu DOMMINIEREN! Natuerlich mit seinen mieserablen Offensivaktionen. Hogan setzte etwa 2 Minuten einen Headlock an. Dann schmiss Hogan Sting nach draussen, schlug draussen auf ihn ein und schmiss ihn wieder zurueck. Hogan setzte zum Finish an…ging in die Seile und zeigte den Legdrop. Hogan covert Sting…Patrick geht zu Boden und zaehlt…1….2….3. Sting kickte NICHT aus! Der Wrestler der Hogan 14 Monate verfolgte hat gerade EPISCH VERSAGT in einem Match das ueber ein Jahr aufgebaut war! Nick Patrick streckte den Arm von Hogan nach oben, die Zuschauer waren TOTENSTILL! Niemand konnte glauben was gerade passiert ist. Hollywood Hogan DOMMINIERTE LOCKER den #1 Face in Nord Amerika. Der Master Politican hatte wieder zugeschlagen.
Die Kommentatoren erzaehlten den Fans etwas davon das Nick Patrick einen FAST COUNT zaehlte und damit Sting beschissen wurde. Das Problem daran war, es war KEIN Fast Count! Patrick hatte normal den Pinfall gezaehlt, ganz fair. Es war ein Fiasko. Nun rannte Bret Hart heraus, schnappte sich das Mic und erklaerte “das wird nicht noch Mal passieren“. Damit meinte Bret Hart das sich der Montreal Screwjob nicht noch Mal wiederholte. Das Problem hierbei war, das das Mic so leise war das viele Zuschauer Bret Hart nicht verstanden, und diejenigen die es taten sahen Bret Hart als Idioten an weil es ja gerade eben kein Screwfinish war. Abgesehen davon, war es ein Dirty Finish in dem groessten WCW Match der Geschichte, es war katastrophal gebooked. Sting, der Retter der WCW, lag IMMERNOCH auf dem Boden, KO von dem Legdrop. Man hatte ihn gerade als den groessten Versager der Pro Wrestling dargestellt. Nun schmiss Bret Hart Nick Patrick heraus, und erklaerte sich selbst zum Referee. Sting sprang ploetzlich auf, zeigte den Stinger Splash gegen Hogan. Dann setzte er den Scorpion Deathlock an, und die Zuschauer warteten das Hogan aufgibt, entweder verbal oder mit dem abklopfen. Das passierte natuerlich nicht, und Bret Hart erklaerte das Match erneut fuer beendet OHNE das es dafuer einen Grund gab. Die WCW Kommentatoren erklaerten das Hogan “I Quit“ gesagt haette, was man aber nicht sah und schon gar nicht hoerte. Bret Hart erklaerte Sting zum WCW World Heavyweight Champion in einem SCREWFINISH, und WCW Wrestler kamen zum Ring um mit Sting zu feiern.
Starrcade 1997 war der groesste Erfolg der WCW Geschichte. 17,500 Zuschauer fuer Zuschauereinnahmen von $543,000. Eine Buyrate von 1,9 Punkten und PPV Einnahmen von $6 Millionen. Es war RIESIG, und es war der Beginn des Abstiegs dieser Promotion. Gerade weil so viele Fans diese Show sahen, gerade weil diese Show so aufgebaut wurde das die WCW hier gross triumphieren sollte, gerade deswegen war das ganze Booking eine Katastrophe fuer die Promotion. Angefangen von Kevin Nash der sich weigerte gegen The Giant zu verlieren, das die NWO wieder ihre Matches dominierte, das Bret Hart erster groesser WCW Auftritt total versaut wurde, und dadurch er sein gesamtes Momentum verlor, die groesste Katastrophe war das Sting wie ein Versager aussah, von Hogan dominiert wurde, klar besiegt wurde und nur durch einen Screwjob noch gewann. Die Fans hassten es. Die WCW machte seit Jahren viele Fehler, aber erst bei Starrcade 1997 wurden es den meisten Fans klar was mit dieser Promotion nicht stimmte. Bis heute kann ich es nicht glauben wie sehr man diese Show versaut hat.
Das Blöde wenn man es versaut ist, das der Misserfolg erst verspätet eintritt. Genauso wie Erfolg nicht sofort eintritt wenn man auf dem richtigen Weg ist. Wenn man dann nur auf die nackten Zahlen schaut wie Eric Bischoff merkt man nicht das man in den Abgrund treibt. WCW Monday Nitro sellte Anfang 1998 jede Show aus, 20 Shows in Folge, oft Wochen im Voraus. Das war natuerlich ein neuer WCW Rekord. Im Januar 1998 hatte die WCW 8,023 Zuschauer pro Show im Schnitt, das waren 49% mehr Zuschauer als im Vorjahr im selben Monat. Die durchschnittlichen Zuschauereinahmen pro Show lagen im Januar 1998 bei $157,019, das war ein Anstieg von 150% im Vergleich zu 1997. Souled Out 1998 erreichte eine Buyrate von 1,02 Punkten (im Vorjahr 0,47 Punkte), was ein Anstieg um 173% war. Kurz gesagt der WCW ging es finanziell nie besser, Problem war, danach war es auch nie wieder so erfolgreich. Die WCW lernte nie aus ihren Fehlern.
Wenn man erfolgreich ist, dann kann man nichts falsch machen. Das Booking kann schrecklich sein, die Matches koennen sucken, Storylines koennen keinen Sinn machen, PPV`s koennen enttaueschen, Wrestler koennen no showen, usw. Die Fans werden bis zu einem bestimmten Zeitpunkt das mit machen, aber irgendwann werden die Fehler Auswirkungen haben. Das hat Eric Bischoff nicht verstanden und die WCW musste die Auswirkungen schmerzlich in den kommenden Monaten erfahren. Einige Leute haben die Theorie das das Pro Wrestling zyklisch ist. Eine Promotion wird “hot“ fuer einen bestimmten Zeitpunkt, und nach einiger Zeit wird es weniger erfolgreich, bevor irgendwann die Promotion wieder erfolgreich wird. Ich kann dieser Theorie nichts abgewinnen, den wieso sollte es so sein? Es hat fuer mich einen Grund warum etwas erfolgreich ist, und warum etwas nicht erfolgreich ist. Die WCW wurde erfolgreich weil sie einen coolen Act (NWO) hatte und ein Produkt lieferte das die Fans sehen wollten. Mit der Zeit jedoch lieferte man ein mieserables Produkt was die Fans nicht mehr sehen wollten. In der WWF fuehrte zum Beispiel Steve Austin als Hot Act dazu das die WWF die noch 1996 $6 Millionen Verlust machte, drei Jahre spaeter $456 Millionen Umsatz machte, und damit Vince McMahon zu einem Billionaire machte.
Nichts ist fuer die Ewigkeit, selbst der hotteste Act wird irgendwann kalt! Es ist nicht zu verhindern. Sicher, einige grosse Stars bleiben laenger Hot, oder bleiben Stars und beliebt bei den Fans, aber ihre Drawing Power wird frueher oder spaeter zurueck gehen. In einer perfekten Promotion nutzt man dann den ehemaligen Top Draw um einen neuen unverbrauchteren Draw aufzubauen. Das passiert in den seltensten Faellen aus mehreren Gruenden. Erstens verpasst man haeufig den richtigen Zeitpunkt und haelt zu lange an dem bewaehrten fest. Zweitens pusht man den neuen Star nicht wirklich als den neuen Star und gibt ihm am Ende nicht den grossen Sieg. Drittens halten die alten Stars an ihren Top Spots fest. Vielleicht seht ihr das diese drei Gruende alle auf die WCW zu trafen, und vorallem auf das Hollywood Hogan vs Sting Match. Kurz gesagt Wrestling Promoter sind in der Regel alle sehr Kurzsichtig und denken in der Regel nicht langfristig. Sie merken zu spaet wenn etwas schief laeuft. In der WCW handelte es sich um einen Promoter der nur fuer den Dienstag Morgen lebte als Nielsen die Montags Ratings bekannt gab. Der Abstieg kann dann umso schneller folgen wenn man kurzfristig denkt. Oft ist es dann so das wenn der Erfolg nach laesst, das sie in Panik geraten. Man hotshottet das Booking, aendert Ausrichtungen, schaut noch kurzfristiger als davor, und man stellt fest das alles nichts nuetzt. Viele Promoter, Booker, Wrestler und auch Fans wollen das nicht wahr haben, fuer sie ist Wrestling zyklisch, und Erfolg und Misserfolg haben nichts mit der Promotion zu tun.
Der Fakt ist jedoch, als die WCW Nitro erfand und Head to Head mit Raw lief, PPV Main Event Matchups im Free TV ausstrahlte, ein Produkt praesentierte das die Fans sehen wollten, da sorgte man dafuer das das Wrestling in eine HOT Phase kam. Die WWF passte sich der WCW an, und musste ein besseres Produkt liefern, und das sorgte dafuer das die WWF Hot wurde. Es gab einen Grund dafuer warum 1997/1998 in Nord Amerika das Pro Wrestling dreimal so viel Zuschauer hatte wie 2014 oder 1995. Und genauso gab es einen Grund warum die WCW Unterging. Fuer jeden Grund der zum Erfolg fuehrte in der WCW gab es drei Gruende die zum Untergang fuehrten.
Einer der groessten Fehler der WCW war, das immer die NWO gewann! Egal was passierte, bei Nitro, bei den PPV`s am Ende gewann immer die NWO! Und weil die NWO immer gewann, aenderte sich nichts! Man sah immer die Selben Leute an der Spitze. Bischoff dachte das Hogan, Nash und Hall ihm den Erfolg brachten und sie auch in Zukunft den Erfolg bringen. Aber sie wurden aelter (und waren schon sehr alt 1996), und ihr Act wurde aelter. Bischoff aenderte nichts, waehrend er haette vieles veraendern muessen. Hogan, Nash und Hall zeigten in der WCW keine guten Leistungen, NIE! Sie wussten das sie ihren Top Spot sicher hatten. Die Fans wollten aber was neues sehen, die Fans wollten sehen das einige der Top Wrestler der Undercard nach oben kommen, was aber nicht passierte. Benoit, Mysterio, Malenko, Guerrero, Jericho usw hatten weiterhin Top Matches in der WCW, aber sie hatten die gleichen Top Matches wie die letzten drei Jahre.
Das schoene an einer zweistuendigen Nationalen Fernsehshow, jede Woche im Prime Time, ist das man neue Stars aufbauen kann. Die Kehrseite ist, man muss es auch tun! Drei Jahre jede Woche zwei Stunden Programm im Fernsehen sind wie drei Jahrzehnte. Es ist sehr schnelllebig und
Stars und Fehden nutzen sich schnell ab. Im Januar 1998 passierten zwei Fernsehentscheidungen fuer die WCW die der Promotion enorm schaden sollten.
1. Die WCW begann mit WCW Thunder eine neue zweistuendige Fernsehshow an jedem Donnerstag. Wie gesagt war Thunder als erstes als gleichwertige Show geplant gewesen mit Nitro. TBS bezahlte der WCW $12 Millionen fuer Thunder, also noch Mal ein Anstieg der Einnahmen fuer die WCW. Aber von nun an gab es nicht mehr 2 Stunden im Nationalen Fernsehen, sondern vier Stunden jede Woche fuer die WCW. Die Wrestler waren auch unzufrieden, von nun an hatten sie 52 weitere Bookings im Jahr, und viele in der WCW drueckten sich darum bei Thunder aufzutreten (mit Erfolg). Dazu sei erwaehnt das die WCW die Top Stars bekam weil man mehr Geld fuer weniger Arbeit anbot wie im Vergleich mit der WWF. Mit Thunder bezahlte die WCW zwar immer noch mehr, aber jetzt hatten die WCWler auch einen haerteren Schedule. Thunder debutierte mit einem 4,0 Punkte Rating, was enorm war, eine Woche spaeter zog man immer noch 3,7 Punkte. Thunder war ein Erfolg…am Anfang.
2. Es wurde entschieden das WCW Nitro (ab dem 26 Januart 1998) von 2 auf 3 Stunden erweitert wird. Es gab nun also nicht nur vier, sondern 5 Stunden. Die Uebersaettigung des Produkts wurde also noch groesser.
