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UFC 82 - Pride of a Champion Results
In meiner neuen Ausgabe von Achse speaks gehts um die NAchbetrachtung/Review von UFC 82, welcher am vergangenen Wochenende in Colombus, Ohio stattfand. Im Main Event musste Anderson Silva zum dritten Mal seinen UFC Middleweight Title aufs Spiel setzen und das gegen seinen wohl bis dahin schwersten Gegner vom Papier her im Ocatagon, Dan Henderson. Aber auch andere durchaus interessante Fights hatte die Card zu bieten und daher will ich das mal Stück für Stück aufarbeiten.

-Prelim Lightweight Fight:
Jorge Gurgel (12-3-0) vs John Halverson (16-6-0)


Im ersten Kampf des Abends traf der TUF 2 Teilnehmer Jorge Gurgel auf John Halverson, der seinen zweiten Fight bei der UFC damit bestritt.
Gurgel beginnt den Kampf mit einigen Low Kicks zu den Beinen seines Gegners und versucht es mit ein bisschen Striking von außen, dass Halverson nach einiger Zeit dann aber versucht zu kontern. Ihm gelingt dabei eine durchaus schöne Combo, die aber keine gravierende Wirkung hinterlässt. Zum Zweiten Teil der Auftaktrunde versucht Gurgel sich an einem Takedown, der Ihm dann auch gelingt, dabei aber in den Guillotine Choke gerät, aus dem er sich dann aber befreien kann und den Kampf dann am Boden seinen Stempel aufdrückt. Insgesamt dürfte die Runde an den TUF 2 Kandidaten gehen.
In der zweiten dominiert Jorge Gurgel noch besser den Kampf und trifft erstmal wunderschön mit einem High Kick zum Kopf. Wieder gelingt Ihm dann der Takedown, den Halverson genauso kontert wie in der ersten Runde, was erneut keinen Erfolg hat. Danach kontrolliert und dominiert Gurgel John Halverson komplett und Referee Dan Miragliotta fordert Halverson auch auf sich nun besser zu verteidigen, ansonsten muss er den Kampf beenden. Gurgel versucht es dann aus der Side Control mit einer Armbar, die auch keinen durchschlagenden Erfolg bringt. Zum Ende der Runde landen beide wieder im Stand Up, wo Halverson dann deutlich den besseren Eindruck macht, aber die Punktrichter wohl kaum noch entscheidend beeinflusst, ihm die Runde zu geben und damit verliert er auch diese.
In der dritten kann Halverson zuerst im Stand Up einige gute Treffer landen und sieht dabei ganz gut aus, bis Jorge erneut der Takedown gelingt. Aber auf den Boden sind beide Fighter dann zu inaktiv und der Ref stellt beide wieder auf die Füße und das kommt Halverson entgegen, der wiederum einige gute Treffer hat und damit die dritte Runde zwar gewonnen haben sollte, aber wohl den Kampf verliert. Die Judges sehen es ähnlich wie ich und zwei geben Jorge Gurgel den Kampf mit 29-28, während einer Ihn sogar alle Runden gibt. Insgesamt ein passabler Auftakt für UFC 82, mit zwei Fightern die aber irgendwo im Niemandsland der Rankings sein dürften.


-Prelim Welterweight Fight:
Diego Sanchez (18-2-0) vs David Bielkheden (12-6-0)


Diego Sanchez zeigte von Beginn an, dass er wieder auf die Siegerstrasse wollte. In gewohnt Aggressiver Art stürmte er gerade zu auf seinen Gegner los und hatte nach 10 Sekunden den Takedown. Das es überhaupt so lange dauerte, hat Bielkheden eher seiner ausgestreckten Hand zum abklatschen am Beginn des Kampfes zu verdanken.
Nachdem Diego seinen Gegner zu Boden gebracht hat, landet er in seiner Guard aus der er versucht mit einen Schlägen und Ellbogen, Eindruck bei Bielkheden zu machen. Aber dieser kann die Schläge sehr gut blocken und nach zwischenseitlicher Half Guard, befindet sich Sanchez wieder in der Guard. Aus dieser heraus trifft Diego Sanchez nun auch mehrmals zum Kopf und Body seines Gegenübers. Nachdem Diego dann mal kurz auf die Beine geht und Bielkhedens Trittversuche vom Boden aus Ihr Ziel verfehlen, gelingt es Sanchez in die Side Mount zu kommen, aus der er gleich ein paar Ellbogen zum Kopf folgen lässt. Schließlich folgt der Übergang in die Half Guard, aus der Diego Sanchez an einer Kimura arbeitet. Diesen Versuch kann Bielkheden zwar abwehren, aber Sanchez gelingt es dabei in die Full Mount zu gelangen. Fast zwei Minuten hat Bielkheden bis zum Rundenende zu überstehen. Nachdem er fast eine Minute lang die Angriffe seines Gegners blocken kann, kommt Diego dann aber mit einem Ellbogen durch, dem sofort einige Schwinger zum Kopf folgen. Als er dann einen wahren Schlaghagel folgen lässt, kommt David Bielkheden dem Referee zuvor und klopft schließlich ab.
Insgesamt sehr guter Kampf von Diego, der sicherlich Richtungsweisend für Ihn war. Bei Bielkheden zeigte sich, dass Diego Sanchez sicher eine Nummer zu groß für sein Debut war, indem er seine Stärken im Stand Up nicht im Ansatz zeigen konnte und auf dem Boden im Enddefekt Chancenlos war.


- Prelim Welterweight Fight:
Josh Koscheck (10-2-0) vs Dustin Hazelett (10-4-0)


Der einzige Prelim Fight der im Übrigen auf der Main Card zum Ende noch gezeigt wurde, war dieser hier.
Nach kurzer Abtastphase landete Hazelett einen gewaltigen High Kick zum Kopf und Koscheck musste ein paar Ausfallschritte nach hinten machen. Sofort ließ Hazelett noch ein schönes Knie zum Kopf folgen und Koscheck versuchte mit einem Takedown zu kontern, dieser hatte aber keinen Erfolg. Dann möchte Hazelett weiter seiner „Beute“ zusetzen und es kommt zu einem Schlagabtausch bei dem beide treffen und getroffen werden. Nach dem Schlagabtausch scheint Hazelett leicht beeindruckt und Koscheck aggressiver. Nun geht er sofort hinterher und ein wilder Schwinger verpasst knapp das Ziel. Nach einer sehr guten Anfangsphase beruhigt sich das Geschehen im Käfig wieder und Koscheck macht nun einen besseren Eindruck. Als er aber einen Takedown Versuch startet, setzt Hazelett zum Standing Guillotine Choke an, aus dem sich Koscheck dann aber wieder befreien kann. In den letzten zwei Minuten des Durchgangs hat Josh Koscheck leichte Vorteile zu verbuchen und kann 30 Sekunden vor Schluss mit einem Takedown eventuell knapp die Runde für sich verbuchen.
Die zweite Runde beginnt sehr verhaltend und Hazelett versucht aus der Distanz sich den abwartenden Koscheck vom Hals zu halten. Als Josh Koscheck dann aber mit einer Rechten durchkommt und danach einen mit Links getretenen High Kick zur Schläfe folgen lässt muss Hazelett zu Boden. Mit ein paar harten Rechten lässt er dann Referee Herb Dean keine andere Wahl als dazwischen zu gehen und Koscheck hat seinen TKO Sieg.


-Prelim Welterweight Fight:
Luigi Fioravanti (11-3-0) vs Luke Cummo (6-5-0)


Wir sehen einen Cummo der sofort im Stand Up Druck auf seinen Gegenüber ausüben will und Fioravanti muss auch kurz nach dem ersten Schlagabtausch auf die Knie, allerdings wohl eher durchs ausrutschen, als durch Schlagwirkung. Auch danach kann keiner der beiden einen entscheidenden oder guten Treffer landen und Luigi Fioravanti gelingt der Body-Lock Takedown. Allerdings kann er Cummo weder auf dem Boden ein paar Wirkungstreffer versetzen, noch den TUF 2 Finalisten am Boden halten und beide stehen sich damit wieder auf den Füssen entgegen. Nach kurzer Zeit gelingt Fioravanti wieder der Takedown, aber auch hier scheint sich Luke Cummo schnell wieder auf die Beine retten zu können. Kaum ist er aber auf diesen, bringt Fioravanti Ihn mit einem wunderschönen Belly-to-Back Suplex wieder auf dem Boden. Aus der Side Mount folgt ein kurzer Versuch an einer Kimura, die keinen Erfolg hat und ein paar Hammerfists. Die folgende Minute dominiert er Cummo komplett am Boden, der erst Sekunden vor Ende der Runde den Kampf in den Stand Up bringen kann, aber sofort folgt wieder der Takedown. Eine deutliche 10-9 Runde für Luigi Fioravanti.
Im Grunde genommen, ist der zweite Durchgang eine Kopie des ersten. Wieder einmal gelingt Fioravanti schnell der Takedown und er bestimmt den Kampf am Boden um dann kurze Zeit später das “Aufstehen” von Cummo nicht verhindern zu können. Lediglich am Ende der Runde kann Cummo in der Runde auf sich aufmerksam machen, als Ihm der Takedown etwas glücklich gelingt. Er kann in der Guard seines Gegners allerdings keine Treffer an den Mann bringen und läuft sogar Gefahr in die Submission zu laufen, als Luigi die Armbar versucht anzusetzen. Auch dieser Durchgang geht deutlich an Fioravanti.
Wer in Runde drei wie ich auf einen nun anderen Kampfverlauf hofft, irrt sich. Auch hier das gleiche Bild wie in den beiden Runden zuvor. Luigi Fioravanti kann weiterhin mit seinem Wrestling den Kampf dominieren, ohne dabei aber im GnP wirklich gefährlich zu werden. Luke Cummo findet einfach keine Antwort und muss immer wieder die Takedowns über sich ergehen lassen. Im Enddefekt verliert er auch diese Runde und die Judges bestätigen dies auch, indem alle drei den Fight mit 30-27 an Luigi Fioravanti geben.


-Prelim Heavyweight Fight:
Andrei Arlovski (12-5-0) vs Jake O`Brien (10-1-0)


Der vorerst letzte UFC Fight vom Pitbull und das nur in den Prelims. Als Gegner stellte man Ihm den bisher ungeschlagenen Jake O´Brien ins Ocatagon.
Nachdem der Referee Mark Matheny den Kampf frei gibt, versucht sofort O´Brien den Takedown, der erstmal von Arlovski verhindert wird. Nachdem wir ca. 1 Minute die Takedown Defense Künste vom Pitbull bewundern können, lässt Jake von seinem Gegner ab und setzt dabei eine Linke an das Kinn von Andrei. Aber sofort versucht O´Brien wieder den Takedown, den Arlovski abermals gut verhindern kann. Erneut lässt Jake nach rund 60 Sekunden von seiner vermeintlichen Beute ab um es eventuell mit den Fäusten auszutragen. Aber statt eines Schlagabtausches, belauern sich beide in den nächsten Sekunden dieses Durchgangs, bis Jake O´Brien abermals den Takedown versucht und dabei wieder nicht zum Erfolg kommt. Schließlich lässt er wieder ab um gleich danach erneut sein Glück zu versuchen und diesmal gelingt es Ihm und er landet in der Guard vom Pitbull. Ein paar Schläge, die aber Größtenteils geblockt werden, folgen. Aber auch Andrei Arlovski ist nicht untätig, auch wenn er dabei, ebenfalls nicht besser als sein Gegner durchkommt. Schließlich beendet die Sirene den ersten, doch recht langsamen, Durchgang.
Nachdem beide sich ein wenig verschnaufen konnten, beginnt die zweite Runde in der Jake O´Brien auch hier nicht viel Zeit vergehen lässt, um einen Takedownversuch zu starten. Abermals ist dieser aber nicht von Erfolg gekrönt und Arlovski kann es schon im Ansatz unterbinden und beide stehen sich wieder in der Ausgangshaltung gegenüber. Nach drei weiteren Erfolglosen wie kurzen Versuchen, Arlovski auf den Boden zubringen, kann der ungeschlagene O´Brien schließlich Erfolg vermelden und befindet sich in dessen Guard. Endlich gelingt Ihm der Takedown, aber nun landet er keine Treffer. Geradezu fast schon Inaktiv wirkt O´Brien, als er sein Teilziel erreicht hat und Anrei kann schließlich wieder hochkommen und beide Clinchen am Käfigrand. Jake O´Brien wirkt dabei ein bisschen müde und in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit gelingt dem ehemaligen Champion ein Body-Lock Takedown und Arlovski ist in der Full Mount. Sofort folgt eine ganze Armada von Schlägen und Ellbogen und schließlich muss der Ringrichter dazwischen.
Schon schade das es wohl erstmal der letzte Fight von Ihm in der UFC war. Mit einem 3-Fight-Winning Streak nun in einer schwach besetzten Division, da wäre es zum Titelkampf eventuell nicht mehr weit. Aber nun verabschiedet sich der Pitbull erstmal noch mit einem Sieg und fügt seinem Kontrahenten die erste Niederlage seiner Karriere zu.
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-Welterweight Fight:
Jon Fitch (16-2-0) vs Chris Wilson (13-4-0)


Der erste Fight der Main Event Card also. Wir sehen Chris Wilson in seinem UFC Comeback, aber die Hürde über die er muss ist in Jon Fitch gewaltig!
Nachdem wir uns die erste Werbung für die Hitman DVD, die übrings am 11. März in den Amerikanischen Handel kommt, angesehen haben, geht’s endlich los.
Wilson kann wohl in der ersten Runde einige überraschen mit seiner durchaus aggressiven Art und so landet er gleich zu Beginn einige schöne Knie im Clinch. Und nachdem er den ersten Takedown Versuch von Jon Fitch erfolgreich abwehrt landet er eine harte Rechte, die Fitch doch ein wenig durchschüttelt. Im dann folgenden Schlagabtausch folgt vom UFC Debutanten ein schöner High Kick und ein Uppercut. Wieder versucht sich Fitch am Takedown und Wilson beweist uns, dass er eine verdammt gute Defense gegen diese Versuche hat. Im Enddefekt gelingt Jon Fitch zwar zweimal der Takedown, aus dem heraus er aber rein gar nichts ausrichten kann und somit geht die Runde an Chris Wilson.
Auch in der zweiten Runde zeigt Wilson, dass er im Stand Up der bessere an diesem Tage anscheinend ist, aber seinem Gegner gelingt dann doch relativ schnell der Takedown. Die gesamte Runde kann er Wilson nun am Boden kontrollieren und bringt ein paar gute Schläge und Ellbogen an den Mann. Damit hält Fitch den Kampf offen und gleicht nach Runden aus.
In der dritten sieht das Stand Up Verhalten von Jon Fitch deutlich besser aus und er dreht dort den Spieß um. Endlich kann er die Distanz besser überbrücken und Wilson kann seine Reichweiten Vorteile kaum noch ausnutzen. Immer wieder Low Kicks und Combos treffen Wilson, wenn auch nicht wirklich hart. Auch kann er Wilsons Angriffe nun die Wirkung nehmen, indem er Sie schnell genug erkennt und im richtigen Moment zurückgeht. Zwei Minuten vor dem Fight Ende gelingt Fitch zudem der Takedown. Dort hält er Wilson mit gutem GnP im Schach und ist dabei die Runde Gefahrlos nach Hause zu bringen. Allerdings gerät er 20 Sekunden vor Ende in den Triangle Choke und Jon Fitch hat Glück, dass dieses erst zu spät passierte, denn ansonsten wäre Chris Wilson hier durch aus die Überraschung gelungen. Die Judges werten den Kampf alle zu Recht 29-28 für Jon Fitch, der damit nun einen 8-0 UFC Record aufzuweisen hat und einen 14-Fight-Winning-Streak. Fitch müsste als nächstes eindeutig die Chance bekommen, um den Titel zu kämpfen! Für Chris Wilson war es wohl trotz der Niederlage, ein guter Einstieg ins Octagon. Das diese Hürde höchstwahrscheinlich am Anfang zu hoch ist, war den meisten klar, aber er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen und scheint die eh schon sehr starke Welterweight Division der UFC nochmals zu verstärken.


-Middleweight Fight:
Yushin Okami (21-4-0) vs Evan Tanner (32-6-0)


Für Jushin Okami galt es, sich in den Rankings nicht zurückwerfen zu lassen und dafür musste der ehemalige UFC Champion Evan Tanner, der sein Comeback gab, aus dem Wege geräumt werden.
Ein relativ verhaltender Beginn. Während Tanner eher versucht leicht Druck zu machen, ist Okami eher abwartend und schaut nach einer Gelegenheit zum kontern. Eröffnen tut die Runde dann Evan Tanner mit einer schönen Combo zum Kopf des Japaners. Nach einer leichten linken und rechten, die Okami einstecken musste folgt dann eine Links/Rechts Combo von Ihm und Tanner muss zu Boden. Das hintersetzen von Okami bringt dann allerdings nicht wirklich das, was er sich wohl selbst davon versprochen hat und der ehemalige Champ kann sich wieder fangen. Nach dem schönen Niederschlag wird der Kampf leider langsamer und beide Clinchen am Käfigrand, bevor Sie wieder in die Mitte des Octagons gehen. In den restlichen zwei Minuten der Runde passiert so gut wie gar nichts mehr und der Japaner sichert sich somit den ersten Durchgang.
Die zweite Runde beginnt ungefähr so wie die erste aufgehört hat. Beide Fighter halten zwar das Tempo durchrecht aufrecht, allerdings vergessen Sie dabei irgendwie das Schlagen und Treten. Aber langsam zeigt sich, dass Okami mit seiner ruhigeren Körperhaltung und den konzentrierten Angriffen besser zum Erfolg kommt. Seine Leg Kicks treffen und hin und wieder bringt er ein paar Schläge ins Ziel. Als beide ca. zwei Minuten vor Ende des Durchgangs am Käfigrand Clinchen, kann Okami schließlich das Linke Knie ungehindert an Evan Tanners Kinn bringen, der darauf sofort zu Boden muss und der Referee beendet den Kampf.
Damit ist das Comeback vom ehemaligen Champ erst einmal schief gegangen und Yushin Okami zeigt weiterhin, dass er wohl der nächste legitime Herausforderer auf den Middleweight Titel ist. Eine Chance verdient er allemal und man wird ihm diese nur schwer wegdiskutieren können.


-Middleweight Fight:
Chris Leben (18-4-0) vs Alessio Sakara (12-7-0)


Nun also der Kampf den viele nicht unbedingt in die Main Card gestellt hätten. Sofort warten beide nicht lange, bis Sie ihre Fäuste und ein paar Kicks abfeuern und uns scheint wirklich das erwartete Slugfest bevorzustehen. Alessio Sakara wirkt dabei wie der bessere technische Boxer, während Chris Leben seine ganze Kraft in Wilde Schwinger steckt und sein Kinn überhaupt nicht deckt. Aber beide Seiten können hier treffen und am Ende kann Leben mit seinen Harten Treffern den Kampf dann auch entscheiden, als Sakara nach einer Linken auf den Boden muss und dort noch ein paar Treffer einsteckt, geht Referee Herb Dean vollkommen zu Recht dazwischen und beendet den Kampf. Leben hat den erwartet kurzen Fight für die Slugfest liebenden Zuschauer präsentiert, der Ihm seit neusten auch nicht wenig Kohle einbringt. So hat er für diesen Octagon Besuch stolze 50.000 Dollar auf sein Konto bekommen.


-Heavyweight Fight:
Heath Herring (28-13-0) vs Cheick Kongo (11-4-1)


Nach dem kurzen Fight zwischen Leben und Sakara, folgte nun bereits der Semi Main Event des Abends, in dem sich das Crazy Horse Heath Herring und der Franzose Cheick Kongo gegenüber standen.
Sofort macht Heath Herring seinen Spitznamen alle Ehre und geht sofort auf Kongo los und trifft diesen mit einer Rechten. Der Franzose muss daraufhin auf ein Knie und schien sichtlich überrascht, konnte dann aber sofort Klammern und das Tempo rausnehmen. Nachdem er sich vom ersten Schock erholt hatte, gelingt ihm sogar der Takedown aus dem Clinch heraus, aber relativ fix geht’s wieder auf die Beine und das Crazy Horse trifft zwar relativ unkontrolliert, aber er sieht überraschend besser im Stand Up aus als sein Gegenüber. Aber wieder gelingt Kongo der Takedown und man hat das Gefühl, dass beide genau das Gegenteil tun, von dem was man erwartet hätte. Aber auch aus diesem Takedown kann er kein Potenzial schlagen und wieder geht es nach einiger Zeit in den Clinch am Rande des Octagons. Den Rest der Runde passiert nicht wirklich viel und Cheick Kongo dürfte diese knapp gewonnen haben.
Auch in Runde zwei, kann überraschenderweise der Franzose den Takedown landen, aber wieder kann er hier nichts Entscheidendes erreichen und der Kampf geht nach einiger Zeit in den Stand Up, wo Kongo wieder der Takedown gelingt, aber Herring gelingt der Sweep und aus der Side Control bringt er die Fäuste und vor allem das Knie an Kopf und Body und kann so die Runde zum Ende hin für sich entscheiden.
Also auf geht’s zum dritten und entscheidenden Durchgang und wieder beginnt Sie relativ explosiv als sich beide mit den Knien in der Luft treffen und zu Boden dadurch gehen. Mit etwas Glück kann Kongo da die bessere Position für sich ergattern, vergisst dort aber Eindruck zu hinterlassen. Als er sich an einem Rear Naked Choke versucht rutscht er ab und beide sind deswegen wieder im Stand Up. Nach zwei wilden Schlagversuchen von Herring versucht er sich dann an einem Takedown, der zuerst keinen Erfolg hat. Als Kongo sich dann aber kurz an einem Angle Look versucht, nutzt das Crazy Horse dies und ergattert die bessere Position auf dem Boden. Aus der lässt er, wie schon in der Runde davor, einige Schläge und Knie folgen. Kongo kommt nun die verbleibende Zeit nicht mehr auf die Beine und könnte dadurch die Runde knapp verloren haben.
Die Punktrichter sind sich hierbei nicht ganz einig und während zwei Judges 29-28 für das Crazy Horse voten, sieht der dritte Cheick Kongo mit 29-28 vorn und somit kehrt Heath Herring mit dem Split Decision Sieg wieder in die Erfolgsspur zurück.


-UFC Middleweight Title Fight:
Anderson Silva (21-4-0) © vs Dan Henderson (22-7-0)


Der Main Event stand an und viele wollten nun endlich die Frage beantwortet haben, wie dominant Silva in der Middleweight Division ist. Es gab nicht wenige die Dan Henderson hier einen Sieg zutrauten.
Zu Anfang sehen wir zwei Gegner die sich belauern und relativ verhalten agieren. Lediglich zwei zaghafte Leg Kicks von Hendo bekam man in den ersten 60 Sekunden geboten, bevor dieser mit einer rechten den Kampf praktisch erst wirklich begann. Der Middleweight Champion beantwortete das mit zwei aggressiven Leg Kicks und einem Body Kick und konnte dabei der rechten vom Pride Champion aus dem Wege gehen. Nach ein paar weiteren Kicks von Silva, kann Hendo schließlich die Distanz überbrücken und geht mit Anderson Silva in den Clinch und kurz darauf schafft er den Takedown. Wiederfinden tut sich Dan Henderson dann in der Half Guard von Silva aus der er gut zum Kopf mit einigen Hammerfists arbeitet. Zum Ende der Runde kommt Hendo schließlich in die Side Control, aus der er ein paar Ellbogen folgen lässt und die Runde eindeutig gewinnen kann.
In der zweiten Runde erhöht der UFC Middleweight Champion dann sofort das Tempo und wirkt dabei deutlich entschlossener als im ersten Durchgang. Aber Hendo kann trotz der Tempoverschärfung die ersten 60 Sekunden gut dagegen halten und bleibt mit seiner Rechten gefährlich. Nachdem Henderson dann leicht wegrutscht, befindet sich Silva am Boden über Henderson. Nach drei Bodypunches vom Champ, kann Hendo aber wieder auf die Beine kommen und Clincht nun mit dem Brasilianer. Im Clinch selbst versucht es Silva mit Aufwärtshaken, während sein Gegenüber mit dem Knie arbeitet und immer wieder den Takedown Versuch startet. Nach einem rechten Knie vom Amerikaner zur Brust, lösen beide schließlich den Clinch und Hendo lässt dann eine gute Rechte zum Kopf folgen, von der sich der Champ aber nicht beeindruckt zeigt. Sofort kontert er mit einigen Schlägen und Knies, die den Amerikaner hart treffen und er doch leicht angeschlagen wirkt und ein bisschen einknickt. Mit beiden Knien auf dem Boden versucht Henderson an die Beine seines Gegners zu kommen, doch dieser weicht gut aus und trifft mit der linken. Nun befindet sich Silva in der Half Guard seines Gegenübers und lässt weitere Schläge und Ellbogen folgen, die Wirkung zeigen. Henderson versucht nun zu klammern, bzw. sich den Schlägen zu entziehen um so diese schwierige Situation zu überstehen. Aber er sieht angeschlagen aus und außerdem ist sein Mund bereits weit offen nach Luft schnappend. Als man gerade denkt der Ami könnte nun evtl. sich damit in die Rundenpause retten, kann Silva gut 60 Sekunden vor dem Ende des Durchgangs, in Hendersons Rücken gelangen und erreicht die Back Mount aus der er einige kräftige Schläge zum Kopf zeigt. Schließlich nimmt Silva Hendo in den Body Traingle und dreht sich mit seinem Gegner, so dass er selber auf dem Rücken liegt und in Hendos Rücken arbeiten kann. Nach ein paar Schlägen und Ellbogen, kann der UFC Middleweight Champion schließlich den Rear Naked Choke ansetzten und 8 Sekunden vor dem Rundenende muss Henderson abklopfen.
Wer hätte dies so wirklich erwartet? Ein fast chancenloser Dan Henderson, nachdem Silva in Runde 2 das Tempo anzieht und anscheinend nicht mal im Ansatz an die Grenze geht. Sicherlich Silva war der Favorit, aber doch fast jeder ging davon aus, dass er deutlich gefordert wird in diesem Fight. So haben wir jetzt zwar eindeutig festgestellt, dass Silva das Middleweight komplett dominiert und der derzeit beste P4P Fighter ist, aber es bleiben auch viele Fragen. Und zwar vor allem eine: Wie will man Silva im Ocatagon im Middleweight gefährlich werden und vor allem wer soll ihm gefährlich werden?


Fazit:

Auch UFC 82 bot eine schöne Show, die nicht enttäuschte. Der Semi Main Event war deutlich besser als Ihn wohl die meisten erwartet hätten. Auch mit Fitch vs. Wilson sah man ein sehr schönen Kampf. Der Main Event lebte natürlich allein schon von der Spannung die im Vorfeld erzeugt wurde und wir bekamen einige Antworten dort, die genauso viele Fragen damit aufwarf. Und selbst für Slugfest Lieblinge war mit Laben vs. Sakara was dabei und somit enttäuschte eigentlich keine Fight der im PPV gezeigt wurde.
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