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Zitat:Original von Crusher Kane
Was haltet ihr von einem freiwilligen Wehrdienst?
Mehr als überfällig. Man verkürzt lieber das Gymnasium auf 12 Jahre, anstatt da zu kürzen, wo es wirklich möglich ist. Schluss mit der Ungerechtigkeit durch Ausmusterungen mit bescheuerten Begründungen und grundlose Nicht-Einberufung.
Einziger Makel ist natürlich der Wegfall des Zivildienstes, der irgendwie kompensiert werden muss. Das ist für mich auch der einzige, logische Grund, warum dieses Relikt des Kalten Krieges noch nicht abgeschafft wurde.
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Stellt sich nur die Frage, ob sich die angestrebten 8,3 Mrd. in den nächsten Jahren wirklich einsparen lassen. Soweit ich weiß, sind andere Länder mit Umstellung auf eine reine Berufsarmee nicht viel günstiger gefahren. In der Gesamheit ohnehin ein eher geringer Posten.
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Zitat:Original von Geeps
Zitat:Original von Crusher Kane
Was haltet ihr von einem freiwilligen Wehrdienst?
Mehr als überfällig. Man verkürzt lieber das Gymnasium auf 12 Jahre, anstatt da zu kürzen, wo es wirklich möglich ist. Schluss mit der Ungerechtigkeit durch Ausmusterungen mit bescheuerten Begründungen und grundlose Nicht-Einberufung.
Einziger Makel ist natürlich der Wegfall des Zivildienstes, der irgendwie kompensiert werden muss. Das ist für mich auch der einzige, logische Grund, warum dieses Relikt des Kalten Krieges noch nicht abgeschafft wurde.
Relikt des Kalten Krieges? Die Wehrpflicht besteht mehr oder minder seit Zeiten Scharnhorsts, also um 1800. Sie wurde zwar mehrfach ausgesetzt, aber an sich hat sie mehr oder minder 200 Jahre überstanden. Deswegen verstehe ich das Relikt des Kalten Krieges auch nicht. Das Problem wird nun auch darin liegen, die Bundeswehr attraktiv zu gestalten das man den drohenden Kräftemangel nicht geschehen lässt. Würde die Wehrpflicht in der jetzigen Zeit ausgesetzt werden, wird die Bundeswehr massiv Probleme bekommen Leute für den Job zu finden. Auch im Zivildienst Sektor ist es problematisch...
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Die einfachste und beste Lösung ist mMn dass jeder Schulabgänger ein Soziales Jahr ableisten muss bei dem es nur eine Ausnahmeregelungen gibt denn jeder kann irgendetwas machen im sozialen Bereich auch wenn man viele Gebrechen vom Arzt bescheingt bekommen sollte! Und diese einzige Ausnahmeregelung ist der Dienst für min 2 Jahre bei der Bundeswehr!
Dies wäre in meinen Augen die beste Lösung! Der soziale Sektor hätte seine Mitarbeiter und ich denke dass auch der Bund für manche einen Anreiz hätte!
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Zitat:Original von The Russian Zar
Das Problem wird nun auch darin liegen, die Bundeswehr attraktiv zu gestalten das man den drohenden Kräftemangel nicht geschehen lässt. Würde die Wehrpflicht in der jetzigen Zeit ausgesetzt werden, wird die Bundeswehr massiv Probleme bekommen [...]
Wie viele Leute entscheiden sich denn wirklich während des Wehrdienstes für ein Leben als Soldat. Das sollten doch wohl die wenigsten sein. Der Großteil wird wohl schon mit dieser Absicht zum Wehrdienst antreten. Auch drohenden Kräftemangel sehe ich auch nicht. In der heutigen hochtechnisierten Zeit brauche ich keine hundertausend unter Waffen. Warum sollte eine Armee aus 150.000 gut ausgebildeten Soldaten nicht funktionieren bzw. sollte sie nicht auf jeden Fall besser funktionieren als in sechs Monaten absolut mangelhaft ausgebildete Zwangssoldaten?
Das mit der Wehrpflicht lass ich gelten, ist schon was älter. Ich ändere die Aussage in: "Hat seit Ende des Kalten Krieges ihre Bedeutung verloren."
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Diskussion: Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke - ja oder nein?
Ein Thema, was diese Woche wieder kontrovers diskutiert wird, ist die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält an der Brennelementesteuer fest. Mit ihr soll ein Teil der Umsätze, der vier großen Stromkonzerne, abgeschöpft werden. Merkel appellierte bei ihrem heutigen Besuch im AKW Lingen, dass sich die großen Stromkonzerne noch weiter über der Brennelementesteuer an der Finanzierung regenerativer Energien beteiligen könnten. Gegen die Laufzeitverlängerung protestieren Umweltschützer und Politiker der Grünen.
Wie ist eure Meinung zur Laufzeitverlängerung von AKW's - ja oder nein?
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Diskussion: Thilo Sarrazin - Thesen oder Wahrheit?
Ein Thema der vergangenen Tage waren ja die Äußerungen von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin u.a. zu Migranten. Sarrazin's Buch "Deutschland schafft sich ab" hat eine heftige Debatte ausgelöst. Die SPD will ihn aus der Partei ausschließen und die Bundesbank distanzierte sich von seinen Aussagen.
Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Legt Sarrazin Fakten auf den Tisch oder sind es doch nur Thesen?
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Hallo zusammen!
Sarrazin legt weder Fakten noch Thesen auf den Tisch, sondern lediglich plumpe, hirnlose Polemik.
Dass sich die SPD nun endgültig von diesem verwirrten Menschen trennen möchte, kann ich als überzeugtes Parteimitglied nur sehr begrüßen.
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Sarrazin schaufelt sich leider zurzeit sein eigenes Grab. Während er zu Beginn nur etwas überzeichnet auf reale Probleme eingegangen ist und damit die Chance hatte, dafür zu sorgen, dass endlich mal über diese Dinge auf sachlicher, politischer statt auf Stammtischebene gesprochen wird, hat er es nun geschafft, sich durch lächerliche Aussagen über Genetik und ähnliches zu einer ziemlichen Witzfigur zu machen.
Nichtsdestotrotz finde ich es traurig, dass Sarrazins Aussagen zurzeit als Geschwätz eines "verwirrten Menschen" abgetan werden. Denn wenn man den genetischen Nonsense und seine nicht zu verhehlende Islamophobie ausblendet, stößt man auf recht interessante statistischbelegte Aussagen. Selbstverständlich darf man dies nicht alles für bare Münze nehmen, da auch Sarrazin Statistiken natürlich zu seinen Gunsten auslegt, aber es ist ein nicht zu verkennender Fakt, dass die Politik sich bislang um die Beantwortung einer zentralen Frage drückt, die lautet: Weshalb sind Portugiesen, Italiener, Polen, Russen, Vietnamesen, Japaner und Chinesen größtenteils besser integriert als muslimische Ausländer, im speziellen Türken, Kurden und Libanesen?
Blubb
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Ob Sarrazin wahres sagt oder nicht ist überhaupt nicht relevant. Mit seinen herablassenden Äußerungen über "Kopftuchmädchen", "Gemüsehändler" und Hartz IV-Empfänger in den letzten paar Jahren, hat er sich einfach vollkommen dafür disqualifiziert, sich "unterstützend" in die Integrationsdebatte mit einem Buch einzuschalten. Sarrazin ist ein Spalter und kein Integrierer, die Rolle des Mahners steht ihm nicht zu, weil er selber ethisch-moralisch nicht akzeptabel ist. Gerade mit jemandem wie ihm sollten sich Politiker, Presse und Bevölkerung nicht über Themen der Integration auseinandersetzen. Mit Leuten, die sich respektvoll über Menschen äußern natürlich, meinetwegen sogar über Gene und sonstwas. Aber nicht mit ihm.
Ganz davon abgesehen schreibt er auch in seinem Buch eine Menge unwissenschaftlichen Müll, der ihn noch dreimal disqualifiziert.
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@ Geeps
Das mit der Genetik kann ich so nicht stehen lassen. Fakt ist, dass die "Welt am Sonntag" Sarrazin auf dieses Thema angesprochen und er lediglich geantwortet hat, dass bei bestimmten Völkern bestimmte Gene oder Gengruppen häufiger auftreten. Er hat daraus keinerlei Wertigkeit o.ä. abgeleitet, sondern nur dass wiedergegeben, was in der Humangenetik Forschungsstand ist.
http://www.nature.com/ejhg/journal/v16/n...08210a.pdf
Mein Englisch reicht leider nicht ganz für den Text, aber der setzt sich recht ausführlich mit der Humangenetik auseinander.
Das seine Aussagen sehr provokant und auch unseriös sind, ist schon wahr,aber er hat eine Problematik angesprochen, die schon lange bekannt ist, über die nur niemand sprechen wollte/durfte.
Mich würde außerdem interessieren, wieviele der Berufsempörten sein Buch überhaupt gelesen haben und wievielen lediglich die paar Auszügen aus Funk und Fernsehen bekannt sind. Und was mich bald noch mehr interessiert: Sind denn wirklich alle so schockiert und empört über Sarrazins Aussagen oder geben alle einfach nur die in der Öffentlichkeit vorherrschende Meinung wieder ?
Mir ist bei dieser "Diskussion" jedenfalls sofor Fr.Noelle-Neumann mit ihrer Schweigespirale in den Sinn gekommen.
Persönlich bin ich mir noch unsicher, ob ich mir das Buch zulegen soll oder nicht, werde mich aber mit Aussagen zurückhalten, solange mir nur Textstellen bekannt sind. Das Thilo Sarazzin nicht nur Unfug geschrieben haben kann, darauf weisen zumindestens die zahlreichen Leserkommentare diverse Zeitungen und Internetforen hin, die sicher nicht ausschließlich von NPD'lern kommen werden.
@zbyskos
Deinen ersten Satz finde ich recht bedenklich. Seit wann ist es denn unrelevant, ob Aussagen wahr oder unwahr sind? ?-(
Mit dem Rest deines Beitrags kann ich zum Teil aber konform gehen.
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Hallo zusammen!
Sarrazin hat mehr als einmal unter Beweis gestellt, dass seine "Statistiken", die er nutzt, mehr als fragwürdig sind. Er zeichnet die Gesellschaft in 120 Jahren auf und führt eine Prognose auf, die nicht mal annähernd realitätsgetreu ist.
Wer dann auch noch von Gemüsehändler u.ä. spricht, verkennt die Situation, in der die Integrationspolitik in Deutschland steckt, gewaltig.
Nun könnte man von einem Dipl. Volkswirt erwarten, dass er sich mit der Wirklichkeit so auseinandersetzt, dass das nicht nur nachvollziehbar, sondern auch reralistisch ist. Beim Buch des Herrn Sarrazin sucht man aber mit einer gehörigen Portion Verzweiflung nach eben jenen Kriterien des seriösen Publizismus.
Seine Statistiken und Aussagen über die Genetik werden sogar von den zitierten Behörden und Wissenschaftlern widerlegt.
So haben sich kürzlich das Statistische Bundesamt und Frau Steiner von seinen Interpretationen der Ergebnisse dieser beiden massiv distanziert und ihm Unwissenheit vorgeworfen.
Was sicherlich berechtigt ist, denn wer ein Buch über Genetik liest, ist nicht mal als Laie einzustufen. Mehr Wissen verfügt Herr Sarrazin aber nicht. Das zeigt sich daran, dass viele Statistiken eben auch auf eigene Berechnungen beruhen.
Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Integrationspolitik aber auf derart stumpfsinnige Weise zu bombadieren, grenzt an Menschenfeindlichkeit.
Sich dann hinzustellen und zu behaupten, dass gerade das letzte Kapitel seines Buches eine Satire sei (wie gestern geschehen bei der ARD - Hart aber Fair), verhöhnt die integrationswilligen Migrantinnen und Migranten ein weiteres Mal.
Auch seine Aussage, dass Juden nun 15% mehr Intelligenz besitzen würden, ist gelinde ausgedrückt, eine bodenlose Unverschämtheit.
Natürlich muss man gesellschaftliche Probleme ansprechen. Diese aber so anzusprechen, wie es Herr Sarrazin in seinem Buch macht, ist menschenverachtend, diskrimierend und rassistisch. Es trägt nicht in einem einizigen Satz dazu bei, die Integration nach vorne zu bringen und bietet auch nicht mal einen einizigen eigenen Gedanken zur Integrationspolitik. Er ist Demagoge.
Blubb
Gast
Zitat:Original von The Fighting Irish
@zbyzsko
Deinen ersten Satz finde ich recht bedenklich. Seit wann ist es denn unrelevant, ob Aussagen wahr oder unwahr sind? ?-(
Mit dem Rest deines Beitrags kann ich zum Teil aber konform gehen.
Der Satz bezieht sich auf den Rest meines Beitrags und sollte wohl eher lauten, dass es ausdrücklich nur in der Sarrazindebatte nicht mehr relevant ist. Sarrazin steht es einfach nicht zu, sich als Mahner aufzuspielen, egal ob er teilweise neben den falschen auch richtige Sachen sagt. Die Mischung aus richtig und falsch ergibt im Endergebnis für mich kein akzeptables "richtig" mehr.
Ich mach mal ein Extrembeispiel: Holocaustleugnung ist in Deutschland ein Straftatbestand. Darüber kann man streiten, besonders im Hinblick auf den Grundsatz der freien Meinungsäußerung. In einer Debatte darüber sollte man sich immer zurückhaltend und vorsichtig äußern, immer im Hinblick auf die Gefühle anderer Menschen. Das können einige, vielleicht sogar viele und solche Argumente höre ich mir dann auch gerne an. Ich höre mir aber nicht mehr die "Argumente" von Rechtsradikalen an, die schon in der Vergangenheit durch andere volksverhetzende Aussagen aufgefallen sind. Da können die Argumente noch so richtig sein, für eine sachliche Diskussion hat man sich da schon disqualifiziert, denn egal wie zurückhaltend sie sich äußern (und Sarrazin ist ja jetzt nicht mal zurückhaltend oder vorsichtig), die vorherigen Äußerungen hallen in die Diskussion hinein und führen so zu einem nicht-wünschenswerten Ergebnis.
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