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Ich find die Reaktion auf das Grass-Gedicht erschreckend. Halte ich die Aussage des Gedichtes als pro-israelisch eingestellte Person für überzeichnet und schwachsinnig? Natürlich, aber die Art und Weise wie mit der Meinungsäußerung einer Person hier umgegangen wird, ist unter aller Sau.
Seine Kernaussagen sind:
- Israel handelt unnötig aggressiv.
- Deutschland sollte an so handelnde Länder keine Waffen liefern.
- Der Iran ist nicht so gefährlich wie er gemacht.
- Auch Israels Nuklearwaffen müssen kontrolliert werden.
Und diese Aussagen hat man gefälligst zu akzeptieren, egal, ob man sie für Nonsense hält (für mich sind das alle vier). Einem aufgrund solcher Aussagen zu unterstellen, er sei Antisemit, ist ekelhaft.
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Akzeptieren muss man Grass' Aussagen auf alle Fälle, denn das ist ja seine eigene Meinung, die er hier auch frei äußern kann. Deshalb gibt es ja das Grundrecht auf Meinungsfreiheit. Aber mir kommt es generell so vor, dass man - auch sieben Jahrzehnte nach dem Holocaust - sich als Deutscher beim Thema Israel zurückzuhalten hat und man für einige Leute doch noch Schuld an den Verbrechen der Nazi Zeit hat. Grass hat eben ein Tabu gebrochen und als Deutscher den Staat Israel kritisiert. Warum auch nicht? Was ist mit der Siedlungspolitik, der Situation im Gaza Streifen oder die Raketenangriffe auf den Libanon? Soll man das alles totschweigen und nicht drauf reagieren?
Wenn es um Israel und Kritik aus Deutschland geht, kommt doch gleich wieder die Assoziation mit der Zeit von 1933 bis 45. Ich bin ja strikt gegen das Vergessen und halte es für zwingend notwendig, an das zu erinnern, was damals passiert ist, doch man kann doch beim besten Willen nicht mehr von einer Schuld sprechen, wenn die Kritik von Leuten z.B. aus unserer Generation kommt. Ist so mein Eindruck den ich habe, wenn das in den Medien oder auch im privaten Umfeld mal thematisiert wird. Immer wieder der Bezug Israel - Deustch - Holocaust. Die Situation im Gaza-Streifen und mit Palästina ist für mich ein Krieg. Was soll es auch anderes sein? Ich behaupt mal, dass es in Deutschland mehr Menschenrechte gibt, als im Nahen Osten. Und dazu zählt nun mal auch Israel.
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Dieses "Gedicht" war schlecht, als Meinungsäußerung platt. Herr Grass rudert ja schon wie ein Weltmeister...
Ich möchte betonen, dass hier ein Unterschied besteht zwischen Deutschland und seiner Wenigkeit. Günther mag es nicht wenn er allzu lange unbeachtet bleibt, leider kann er mit fortschreitendem Alter kaum noch qualitativ wertvolles abliefern. Wäre nicht weiter schlimm, würde nicht plötzlich so ein Medien-Hype losbrechen. Nebenbei...wir alle überleben es, wenn wir nicht nach Israel reisen dürfen...oder? Ebenso verhält es sich mit einer Kritik am Staat Israel...dieser überlebt es ebenso wenn Günther Grass "Kritik" äußert.
Nur eine Frage an Crusher - was genau sollte man nicht vergessen? Oder an was erinnern? Beides ist schlicht nicht möglich für die Nachkriegsgeneration. Sicher können wir Betroffenheit simulieren...aber ob dies irgendwem gerecht wird ist fraglich.
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Diese Animation sagt alles. Der Rettungsschirm. Werft das Geld aus dem Fenster. Genau dies macht der Staat...
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Hi, würdest du statt nur der Karikatur, eine Frage oder Intention die du damit erreichen willst stellen/zeichen. Das Bild an sich bringt keine Diskussionskultur in diesen Thread, das Thema an sich, der Rettungsschirm ist aber sehr brisant und breitfächig. Von daher, Intention bringen oder Frage stellen und es kann losgehen. Ich habe voll Bock auf solche Diskussionen...
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Zitat:Original von TaKeRoCk
Diese Animation sagt alles. Der Rettungsschirm. Werft das Geld aus dem Fenster. Genau dies macht der Staat...
Liest du jeden Morgen BILD-Zeitung?
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Ganz so einfach ist das halt alles nicht. Man muss auch bei dem Rettungsschirm mehrere Faktoren berücksichtigen die für bzw. gegen einen solchen Eingreif in die Finanzwirtschaft eines Landes sprechen. Für heute habe ich aber keine Zeit mehr das nen bisschen auszuweiten, weil ich jetzt gleich mit dem Kämpfenden Iren auf ein Sommerfest bei uns im Ort gehe.
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@ Geeps: Nein.
@The Russian Zar: Findest du die Zeit noch?
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Heute sicher nicht mehr...Muss mal schauen wann es klappt...Bzw. ich hatte das ganze hier auch schon vergessen...
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Zitat:Original von TaKeRoCk
@Geeps: Nein.
Immerhin etwas. Der Zar wird da wahrscheinlich ne nette Wall of Text raushauen und ich muss sagen, ich bin im Thema zur Zeit nicht ganz drin, deshalb von mir nur eine Anmerkung:
Entgegen der landläufigen Meinung haben wir vom "Rettungsschirm" für Griechenland noch keinen einzigen Cent bezahlt. Wir bürgen lediglich für die griechischen Schulden, damit die griechische Regierung sich für einen sehr viel geringeren Zinssatz Geld leihen kann und nicht bankrott geht. Wir zahlen erst, wenn Griechenland tatsächlich zahlungsunfähig wird. (Was sicherlich im Bereich des möglichen liegt, aber keineswegs gesichert ist.) Sollte Griechenland zahlungsfähig bleiben und die Krise überwinden, verdient Deutschland sogar Geld.
Ansonsten hier noch ein Erklärungsvideo zur griechischen Schuldenkrise. Ich finde die Stimme etwas anstrengend, aber inhaltlich kommt mir das mit meiner Laienmeinung richtig vor.
[YOUTUBE]GM7eCP5jnu8[/YOUTUBE]
EDIT: Nur falls es missverständlich ist, ich trau dem ganzen Rettungsschirmbraten auch nicht weiter als ich pinkeln kann, aber es geht mir mittlerweile sowas von auf den Keks, dass überall Leute, die nicht einmal das Prinzip von Staatsanleihen begreifen oder überhaupt jemals davon gehört haben, meinen, sie hätten beim Thema Schuldenkrise die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Das geht nicht mal persönlich gegen dich, ich bin da, glaub ich, einfach mittlerweile leicht reizbar und bei einem so komplexen Thema ein Gif und einen Satz zu posten und das für eine intelligente Meinungsäußerung zu halten, unterbietet einfach sogar Stammtischniveau.
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Zitat:Original von Geeps
Zitat:Original von TaKeRoCk
@Geeps: Nein.
Immerhin etwas. Der Zar wird da wahrscheinlich ne nette Wall of Text raushauen und ich muss sagen, ich bin im Thema zur Zeit nicht ganz drin, deshalb von mir nur eine Anmerkung:
Entgegen der landläufigen Meinung haben wir vom "Rettungsschirm" für Griechenland noch keinen einzigen Cent bezahlt. Wir bürgen lediglich für die griechischen Schulden, damit die griechische Regierung sich für einen sehr viel geringeren Zinssatz Geld leihen kann und nicht bankrott geht. Wir zahlen erst, wenn Griechenland tatsächlich zahlungsunfähig wird. (Was sicherlich im Bereich des möglichen liegt, aber keineswegs gesichert ist.) Sollte Griechenland zahlungsfähig bleiben und die Krise überwinden, verdient Deutschland sogar Geld.
Ansonsten hier noch ein Erklärungsvideo zur griechischen Schuldenkrise. Ich finde die Stimme etwas anstrengend, aber inhaltlich kommt mir das mit meiner Laienmeinung richtig vor.
[YOUTUBE]GM7eCP5jnu8[/YOUTUBE]
EDIT: Nur falls es missverständlich ist, ich trau dem ganzen Rettungsschirmbraten auch nicht weiter als ich pinkeln kann, aber es geht mir mittlerweile sowas von auf den Keks, dass überall Leute, die nicht einmal das Prinzip von Staatsanleihen begreifen oder überhaupt jemals davon gehört haben, meinen, sie hätten beim Thema Schuldenkrise die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Das geht nicht mal persönlich gegen dich, ich bin da, glaub ich, einfach mittlerweile leicht reizbar und bei einem so komplexen Thema ein Gif und einen Satz zu posten und das für eine intelligente Meinungsäußerung zu halten, unterbietet einfach sogar Stammtischniveau.
Das stimmt so nicht ganz. Der Schuldenschnitt im März diesen Jahres hat dem deutschen Steuerzahler sehr wohl Geld gekostet. Das sind zwar nicht direkt Kosten aus dem Rettungsschirm,aber eben schon im Zusammenhang mit der so genannten "Euro-Krise".
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gr...78283.html
Zum Video:
Wieso gibt es eig. immer noch Menschen, die die Abwertung der Währung als geldpolitische Wunderwaffe verkaufen ? Mit der Abwertung bzw. Entwertung einer Währung, die nebenbei natürlich auch immer eine Enteignung der Bürger bedeutet, ist noch kein Wohlstand geschaffen wurden. Dafür braucht es nämlich Arbeitseinsatz,Innovation, Unternehmertum etc.
Nach der Logik der Abwertungs -Apologeten müsste dann Simbawe ja das reinste Paradies sein.
Mit der Abwertung der Währung überdeckt man allenfalls volkswirtschaftliche Unzulänglichkeiten, Probleme werden jedenfalls so nicht gelöst.
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Zitat:Original von The Fighting Irish
Wieso gibt es eig. immer noch Menschen, die die Abwertung der Währung als geldpolitische Wunderwaffe verkaufen ? Mit der Abwertung bzw. Entwertung einer Währung, die nebenbei natürlich auch immer eine Enteignung der Bürger bedeutet, ist noch kein Wohlstand geschaffen wurden. Dafür braucht es nämlich Arbeitseinsatz,Innovation, Unternehmertum etc.
Es war halt als Überblick über die Situation gedacht. So hat man es jahrelang gemacht. Mit der italienischen Lira war es ja genauso. Das man sich damit langfristig die Mittelschicht zerstört, weil die ihr Geld auf dem Konto hat und nicht in Sachwerten ist natürlich richtig.
Den Schuldenschnitt hatte ich in der Tat verdrängt. Die Größenordnung ist aber auch eine ganz andere als die "Rettungsschirme" (find das Wort immer noch so doof. Bürgschaften würde es doch viel besser treffen.) Der FAZ-Leser sieht halt: 14 Milliarden "aus dem Fenster raus" und mit dem ESM im Extremfall 700 Milliarden an Bürgschaft (Zahlen können falsch sein, hab sie jetzt nicht geprüft). Der informierte BILD-Leser sieht: omgwtflol 700 Milliarden haben wir an die Griechen gezahlt???!!einself Das stört mich so an der ganzen Sache. Ich gebe zu, relativ wenig über die ganze Sache zu wissen und halte mich im nationalen Vergleich trotzdem für ziemlich gut informiert. Das finde ich einfach erschreckend. Irgendwie scheint niemand ein Interesse daran zu haben, sinnvoll zu erklären, was überhaupt abgeht.
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Zitat:Es war halt als Überblick über die Situation gedacht. So hat man es jahrelang gemacht. Mit der italienischen Lira war es ja genauso. Das man sich damit langfristig die Mittelschicht zerstört, weil die ihr Geld auf dem Konto hat und nicht in Sachwerten ist natürlich richtig.
Den Schuldenschnitt hatte ich in der Tat verdrängt. Die Größenordnung ist aber auch eine ganz andere als die "Rettungsschirme" (find das Wort immer noch so doof. Bürgschaften würde es doch viel besser treffen.) Der FAZ-Leser sieht halt: 14 Milliarden "aus dem Fenster raus" und mit dem ESM im Extremfall 700 Milliarden an Bürgschaft (Zahlen können falsch sein, hab sie jetzt nicht geprüft). Der informierte BILD-Leser sieht: omgwtflol 700 Milliarden haben wir an die Griechen gezahlt???!!einself Das stört mich so an der ganzen Sache. Ich gebe zu, relativ wenig über die ganze Sache zu wissen und halte mich im nationalen Vergleich trotzdem für ziemlich gut informiert. Das finde ich einfach erschreckend. Irgendwie scheint niemand ein Interesse daran zu haben, sinnvoll zu erklären, was überhaupt abgeht.
DAnn stellt sich die Frage, wei die Staaten ihre Ausgabenpolitik weiter finanzieren wollen? Und eine deutliche Reduzierung ist Sozialpolitisch nicht tragbar.
SOwieso hat das bei Griechenland und dem Euro grade etwas von lebenserhaltenden Maßnahmen bei nem Komapatienten. So wirklich ne Lösung hat eigentlich niemand, aber warten ist ja mal auf jeden Fall drin.
Und Ich behaupte mal, dass in der Politik und Presse viele nichtmehr durchblicken, weil so einfach wie in dem Video ist es halt auch wieder nicht.
Und dass die Bild bei den Artikeln eher weniger Wert auf sachliche Informationspolitik legt überrascht ja nun auch nicht, bei ein paar anderen zeitungen wird das ja auch manchmal etwas geauer dargestellt.
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