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Slash's NBA View - October 2004
#1
Will mal wieder möglichst alles geben, die NBA hier im Forum etwas populär zu machen, auch wenn wir hier in Deutschland nur ganz ganz wenig davon mitbekommen. Am 02.November, also in einem guten Monat beginnt die neue Saison, welche ich zunächst mit ca. zwei Zusammenfassungen pro Monat und am Ende der Regular Season natürlich wieder mit dem genauen Blick auf's Playoff-Gerangel präsentieren will. Dies soll auch denjenigen, die vielleicht früher (zu Jordan, Pippen, Detlef Schrempf - Zeiten) die NBA verfolgt haben, ein bisschen zum Wiedereinstieg verhelfen.

Werde nun Anfang Oktober einen möglichst genauen Blick auf die Eastern Conference werfen, gegen Ende Oktober gibt es dann die Vorschau auf die Western Conference.



NBA Forecast - Eastern Conference

Durch die Umstrukturierung der Liga spielen die 30 NBA-Teams (incl. Neuling Charlotte Bobcats) in sechs Divisions zu je fünf Teams, wie beim Eishockey in der NHL. Die Eastern Conference ist also nicht wie bisher in "Atlantic -" und "Central Division" unterteilt, sondern teilt sich in "Atlantic", "Central" und "South East".

In der Atlantic Division finden wir weiterhin drei Absolute Traditionsclubs. Die Boston Celtics gehen wie immer mit dem großen Ziel Playoffs ins Rennen, welches sie letztes Jahr mit Rang acht im Osten ja gerade noch erreichten. Trotzdem verlief die Off-Season für die Celtics nicht wirklich nach Plan.Sie schickten Chris Mihm, Chucky Atkins, Jumaine Jones - drei wichtige Rollenspieler - und einen Draft-Pick zu den Lakers nach Los Angeles und bekamen dafür Gary Payton und Rick Fox. Hört sich für's erste gar nicht mal so schlecht an, hätte der gute Payton nicht seinen Koller bekommen und das Karriereende angekündigt. Alles wartet nun gespannt, ob "The Glove" zum bald beginnenden Trainingscamp erscheint oder nicht. Und in Sachen Rick Fox kommts fast noch dicker: Ihn plagten seit Jahren Fuß-, Rücken- und Nackenprobleme, die ihm nun endgültig am Basketballspielen hindern werden. Am 30. September mussten die Celtics ihn wieder ziehen lassen, damit er seine Karriere beenden kann. Bitter, bitter, Boston. Was bleibt also für die neue Saison? Ein weiteres Jahr der "Paul Pierce"-ein-Mann-Show?
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Immerhin haben sie ja noch Ricky Davis und Jiri Welsh, die jederzeit gute Stats liefern können. Außerdem haben sie ja mit Marcus Banks ein echtes Talent auf der Aufbauposition. So könnte das sogar wirklich was werden, mit dem anvisierten Playoff-Platz. Auch die Philadelphia 76ers waren in der Offseason auf dem Transfermarkt äußert aktiv, jedoch häuften sich bei den Sixers, die den ehemaligen MVP Allen Iverson meiner Meinung nach schon vor zwei Jahren hätten traden müssen um einfach wieder frischen Wind in die Bude zu bekommen. Stattdessen ist A.I. immer noch der Star, jedoch in Zukunft ohne seinen kongenialen Guard-Partner Eric Snow, den sie nach Cleveland verloren und mit Kevin Ollie nur äußerst schwachen Ersatz bekamen. Weiters kam für Center Coleman der Power Forward Williamson vom Meister aus Detroit. Wenn der Iverson-Trade jetzt im Oktober oder während der Saison nicht kommt, wird's wohl wieder nix mit den Playoffs, diesmal jedoch deutlich! Der dritte Traditionsclub sind die New York Knicks, die nun ja endlich mit Marbury ihren Star gefunden haben, jedoch im Sommer eigentlich nur durch einen total hirnlosen Trade (meine Meinung) aufgefallen sind, als sie die halbe Mannschaft für Backup-Forward Jerome Williams und das Guard-Talent Jamal Crawford nach Chicago geschickt haben. Nur wo soll Crawford spielen, besitzen die Knicks doch bereits mit Marbury, Penny Hardaway und Allen Houston, wenn gesund, drei hervorragende Guards...? Ihren Müll hätten sie woanders sinnvoller hin verschachern können. Dennoch, die Knicks sind diese Saison von Beginn an stark und schaffen wieder die Playoffs.

Die Altantic Divison wird komplettiert von den New Jersey Nets und den ja direkt an der Atlantikküste beheimateten Toronto Raptors....?! Naja, wusstet ihr, dass die New Jersey Nets bald nach Brooklyn umziehen? Ist irgendwie auch kein Wunder, bei den Zuschauerzahlen in der Continental Airlines Arena (East Rutherford), wo man sich wenn überhaupt dann wohl lieber den NJ Devils (NHL) widmet. Aber so eine neue Halle zu bauen kostet Geld und das hat man nur, wenn man teure Spieler ziehen lässt. So sagte man Adieu zu Kenyon Martin und Kerry Kittles...und das ohne echte Gegenleistung. Sparkurs halt. Was bleibt sind Jason Kidd (der übrigens im November wohl noch ausfallen wird), Super-Talent Richard Jefferson (seinen Vertrag hat man verlängert) und ein 40-jähriger Alonzo Mourning mit seinem x-ten Comeback nach Knieverletzung (Mal sehen, ob's dieses Mal länger als drei bis vier Monate dauert). Natürlich wird jetzt um einen Kidd-Trade spekuliert, immerhin ist er auch schon 30 und nach einem Titelaspirant sehen die Nets nun momentan wirklich nicht aus. Die Playoffs könnten mit viel Glück und einem gesunden Kidd klappen, vor allem weil R.J. diese Saison richtig einschlagen wird! Die Toronto Raptors sind die letzte Exklave der NBA im nördlichen Nachbarland, wo es ab sofort "Air Canada" Vince Carter nicht mehr gefällt. Er will weg, die Raptors jedoch lassen ihn nicht, und, fast noch schlimmer, die anderen wollen ihn nicht! Kaum ein Team würde ihren besten Spieler für Vince nach Toronto schicken, ganz schön arm, oder? In Frage kämen höchstens die Nets für Kidd, New Orleans für Baron Davis oder, das werfe ich jetzt einfach mal rein, Sacramento für Super-Jugo-Scorer Peja Sojakovic plus Draufgabe, der bekanntlich aus Sac-Town weg will. Was Toronto in dieser Saison erreichen wird, steht wohl noch in den Sternen, denn ein unzufrieder Carter als Superstar würde wohl alles andere als einen Playoffeinzug garantieren.

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Nachdem die Atlantic Division nicht wirklich echte Favoriten auf die Ost-Spitze mit sich bringt, wird man da in der Central Division schon fündiger: NBA Champ De(eeefense-)troit und das beste Team der vergangenen Regular Season, die Indiana Pacers, bitten zum Tanz, in fast unveränderter Besetzung. Die Indiana Pacers ersetzten lediglich ihren Sixth Man Al Harrington durch Stephen Jackson von den Atlanta Hawks, der wohl Reggie Miller aus der Starting Five verdrängt. Miller kommt damit zum ersten Mal in seiner 17jährigen NBA-Karriere bei den Pacers von der Bank. Verlass wird neben MVP-Aspirant Jermaine O'Neal auch wieder auf den "Defensive Player of the Year", Ron Artest, sein. Die Detroit Pistons ließen MoTown im Juni jubeln, als sie die Lakers-Stars mit 4-2 aus dem Finals ballerten. Defense wins...genau deshalb halte ich die Titelverdigung der Pistons in diesem Jahr für mehr als wahrscheinlich. Ben Wallace, Racheed Wallance, Derrick Coleman (neu aus Philly), Elden Campbell, Antonio McDyess (als Free Agent verpflichtet)....fünf Absolute Bollwerke, wer soll diese Defense überwinden und sich gleichzeit gegen Tayshaun Princes und Chancey Billups Dreier, sowie gegen Rip Hamiltons Scores aus allen Lagen wehren? Detroit wird die Eastern Conference gewinnen...die Frage ist nur, was der Westen dagegenstellen kann...

Hinter den beiden großen Fischen des Ostens lauern in der Central Division die oft so unscheinbaren Milwaukee Bucks um Michael Redd, Keith Van Horn und Joe Smith. Auch wenn sie ohne echten Superstar antreten, schafften sie es zuletzt immer wieder in die Playoffs. Schlägt jetzt auch Point Guard T.J. Ford (er war letzte Saison lange verletzt) in seinem zweiten NBA-Jahr auch noch ein, dann könnte das auch diese Saison wieder klappen. Weiters finden wir das Team um LeBron James, die Cleveland Cavaliers, letztes Jahr nur knapp an der Postseason gescheitert, wollen sie es jetzt erneut wissen, trotz großem Umbruch. Power Forward Carlos Boozer verließ die Cavs gen Utah, als Ersatz wurde Drew Gooden von den Magic verpflichetet. Desweiteren kam Eric Snow aus Philadelphia. Große Hoffnungen werden außerdem noch in den Litauen-Riesen Zydrunas Ilgauskas und in Youngster Dajuan Wagner gesetzt, der den Fans in seinem dritten NBA-Jahr immer noch einiges schuldig ist. Mit etwas Glück und einer schnell zusammen findenden Starting Five werden wir die Cavs auf jeden Fall in den Playoffs 2005 wiedersehen und wenn LeBron sie im Alleingang dorthin befördert.

Womit wir beim Sorgenkind des Ostens wären...die Chicago Bulls, das Team mit der jüngsten Starting Five der Liga...viele Talente, die seit Jahren als Geheimtipp gelten, doch Anspruch und Wirklichkeit lagen einfach immer viel zu weit auseinander. Interessant zu verfolgen vor allem ob der "zweite Shaq" Eddy Curry dieses Jahr endlich den Durchbruch schaffen wird. Sorry Bulls, Playoffs gibt's wohl auch heuer nicht..

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Womit wir bei der neuen Division des Ostens wären, der Southeast Division, die neue Heimat des "Diesels" Shaquille O'Neal, der seinen Miami Heat bei seiner Ankunft protzig den Championship versprochen hatte. Helfer bei diesem Unternehemen hat Shaq jedoch nicht viele...lediglich Eddie Jones und Dwayne Wade werden wohl stark an seiner Seite auflaufen. Ankommen wird es auf der Rest der Mannschaft, der hauptsichtlich eigentlich clever aus Free Agents zusammengefischt wurde. Leute wie Christian Laettner und Wesley Person werden über sich hinaus wachsen müssen, um den versprochenen ganz großen Coup landen zu können. Und wenn wir schon in Florida sind, liegt es nahe, über das "Jahr eins nach T-Mac" bei den Orlando Magic zu sprechen. Die schlechteste Franchise der letzten Saison hat sich komplett umgekrempelt und ist für mich der große Geheimfavorit im Osten. Im Zentrum des Teams steht Point Guard Steve Francis, für T-Mac zusammen mit Scoringmaschine Cuttino Mobley aus Houston gekommen. Aus San Antonio fischte man sich Dreierspezialist Hedo Türkoglu und im Draft haben sie ebenfalls abgeräumt: No.1-Pick Dwight Howard kommt frisch aus der High School, Jameer Nelson ist amtierender "College Player of the Year". Zudem holten sie sich den Kroaten Mario Kasun vom deutschen Basketballmeister Opel Skyliners aus Frankfurt. Zu diesem Haufen an Top-Talenten kam vor ein paar Tagen die Meldung, dass es Allstar Grant Hill mal wieder mit einem Comeback versucht....sollte dies auch funktionieren, kann es für die Magic im Osten ganz weit nach vorne gehen.

Der Rest der Southeast Division dürfte sich wohl um den letzten Platz der Eastern Conference streiten. Außenseiterchancen auf die Playoffs können höchstens noch die Washington Wizards aufweisen, die immer noch auf den Durchbruch von Kwame Brown auf der Power Forward-Position warten. Am Scoring wird es nicht scheitern, denn Gilbert Arenas und Larry Hughes bekommen von Antawn Jamison (neu aus Dallas) eine große Verstärkung. Bei den Atlanta Hawks glaubt man oft, dass sie nicht tiefer sinken können und sie beweisen letztendlich dann doch, dass es geht. Auch wenn sie noch ein paar erfahrene Free Agents wie Kenny Anderson und Jon Barry verpflichtet haben, hängt das Team eigentlich nur vom zuletzt enttäuschenden Antonie Walker (neu aus Dallas) und zuletzt Edeljoker Al Harrington (neu aus Indiana) ab. Es wird wieder ein sehr schweres Jahr für die Hawks. Last and Least, die Charlotte Bobcats für die es nun endlich in der NBA losgeht. Erwähnenswert eigentlich nur No.2-Draft-Pick Emeka Okafor (PF), der bereits mit dem "Dream Team" ;) in Athen war und Gerald Wallace (SG), der aus Sacramento kam. Der Rest ist bestenfalls unterer NBA-Durchschnitt....alles andere als die Ränge 27-30 am Ende der Regular Season wäre eine faustdicke Überraschung.


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Meine Zusammenfassung:

Detroit und Indiana werden den Osten dominieren, der wohl sogar noch schlechter als letztes Jahr sein wird. Mit etwas Abstand dahinter werden sich Miami und Orlando um den dritten Platz streiten. Sichere Playoffplätze gibts für New York und Cleveland, um die Plätze sieben und acht streiten sich Milwaukee, New Jersey und Boston. Außenseiterchancen haben bestenfalls noch die Bulls und die Wizards, mit dem Rest rechne ich, solange es sich nichts entscheidendes mehr tut, persönlich nicht.

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Eine Vorschau auf die Western Conference folgt hier wie versprochen Mitte bis Ende des Monats.
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#2
Super Slash Daumen hoch
Ganz besonders der Teil mit Toronto und dem Atlantik gefaellt mir ;) .Das "Problem" haben wir ja auch in der NHL was echt komisch ist,da ist schonmal Washington im Suedosten waehrend New Jersey das gerademal 80km noerdlicher liegt im Nordosten liegt.Am geilsten finde ich aber die "Pacific" Division,wo man Teams wie von Dallas in Texas findet oder Phoenix Breites Grinsen

Jetzt mal zu den beurteilungen,ja das kann man so unterschreiben,bis auf das ich die Heat weiter vorne sehe.Auch geil ist deine Formulierung der Atlanta Hawks,aber ich glaube dieses Jahr geht es nichtmehr weiter nach unten Breites Grinsen

Und zu Charlotte auch noch eine Anmerkung,haette man nicht eher anstatt Bobcats die Hornets wieder nehmen sollen? Bei Bobcats denke ich unweigerlich an ein College Team ;)
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#3
Vielen Dank, man tut was man kann...

Zitat:Original von Nefercheperur
Und zu Charlotte auch noch eine Anmerkung,haette man nicht eher anstatt Bobcats die Hornets wieder nehmen sollen? Bei Bobcats denke ich unweigerlich an ein College Team ;)

Finde die Nameswahl auch nicht gerade einschüchternd...ich muss da immer an Mädchenvolleyball denken, kA warum. :rolli:
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#4
Gestern öffneten in den Staaten (und Toronto ;) ) also endlich die Trainigscamps für die neue Saison. Gleichzeitig war Media-Day, wo sich einige harte Fälle den Medien stellten.

So hatte es Vince Carter mit Sicherheit nicht leicht, sich den bohrenden Fragen der lokalen Presse zu stellen, hatte der Publikumsliebling doch einen Trade gefordert. Doch betonte er: "I'm going to bust my (butt) every day for the Toronto Raptors until that jersey says something else. That's where I am." (Toronto Sun) Breites Grinsen

In New Jersey wurde Jason Kidd mit Tradegerüchten konfrontiert. Seine Antwort darauf: "I dream about it. But I haven't asked to be traded." (NY Daily News)


Eine freudige Überraschung gab es in Boston, wo auf einmal Gary Payton voll motiviert mit seiner Nummer 20 auf dem Parkett stand. Man ließ verlauten, dass mehrere Gespräche der Celtics-Offis mit ihm und seiner Ehefrau Klarheit gebracht haben und dass er voll motiviert für die Celtics auflaufen wird....

[Bild: http://www.nba.com/media/celtics/payton_229_041005.jpg]

Na das sieht doch nun gar nicht mehr nach Karriereende aus... ;)


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EDIT

Achja, und wen's interessiert...NBA.com hat nun auch eine ausführliche Eastern Conference Vorschau mit allen Starting Fives der kommenden Sasion online gebracht:

http://www.nba.com/preview2004/index.html
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#5
Zu Vince Carter,man kennt das spielchen ja schon mittlerweile von ihm (und auch von anderen).In der Off Season betonen sie aber in jedem Interview das sie weg wollen und gerne eine neue Herausforderung suchen wollen.Und dann wenn kein Club da ist der es ihnen zahlen will dann sagen sie wenn die Season beginnt,ich spiele hier fuer mein Leben und ich tue alles fuer das Team,bla bla bla.Beim ersten guten Angebot ist Vince Carter weg ;)

Zu Payton
Zitat:dass mehrere Gespräche der Celtics-Offis mit ihm und seiner Ehefrau Klarheit gebracht haben

;)
Das heisst soviel Payton hat nochmal kraeftig kassiert.Oder wer glaubt schon das er freiwillig wieder anfaengt,da ging es bestimmt um die ein oder andere Millionen.
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#6
NBA Forecast - Western Conference

Wir sind mitten in der Preseason und fast alle Teams haben sich bereits desöfteren die Ehre gegeben. In sechs Tagen geht's los und wie im Osten, so gibt es auch im Westen viel neues. Woran sich jedoch nichts ändern wird ist die absolute Dominanz des Westens in der Vorsaison...außer es kommt noch dicker für die Osten. Aber blicken auf die Teams...

Beginnen wir mit der Pacific Division. Hier thronen natürlich weiterhin die Los Angeles Lakers, die es im Sommer ja bekanntlich durchgeschüttelt hat wie nie zuvor. Nach dem sie in den Finals von den Jungs aus Mo-Town gehörig vorgeführt wurden, folgte eins aufs andere: Kobe wird genauso wie Karl Malone und Derek Fisher Free Agent und will weg; Trainer Phil Jackson hört auf; Shaq ist stinksauer auf den Vorstand und fordert einen Trade; Shaq geht nach Miami, kaum ist er in Florida, verlängert Kobe seinen Vertrag um sieben Jahre; Point Guard Fisher geht nach Golden State, Payton und Fox werden nach Boston getraded (siehe Celtics) und Vlade Divac von den Sacramento Kings wiederverpflichtet (er wurde 1996 für die Rechte an Kobe Bryant von den Lakers zu den Hornets geschickt). Was bleibt also bei den Lakers? Miami-Neulinge Lamar Odom und der talentierte Caron Butler werden sich vorraussichtlich die Small Forward Position teilen und den Lakers neben Kobe treue Dienste liefern. Brian Grant wird erstmal seit Jahren wieder als Power Forward auflaufen, was Probleme mit sich bringen könnte, ebenso wie die auf der Center und der Point Guard Position. Divac ist in die Jahre gekommen, Kareem Rush und Chucky Atkins sind nun mal nicht die Klangvollsten Namen auf der Aufbauposition. Für die Playoffs reicht es nur, wenn das neue Team schnell zusammenfindet, denn der große Division-Rivale der Lakers bleibt ihnen natürlich auch nach der Umstellung erhalten: die Sacramento Kings. In Sac-Town verflucht man zwar inzwischen sämtliche Best-of-seven Serien in den Playoffs, hofft aber in dieser Saison auf eine ähnliche Stärkedemonstration wie über weite Strecken der letzten Saison. Im Prinzip soll es auch die selbe Mannschaft wieder richten, obwohl der Abgang von Gerald Wallace und die Tatsache, dass sich Peja Stojakovic (SF) und Chris Webber (PF) nicht wirklich gut leiden können, ihnen einen gewaltigen Dämpfer verpassen könnte und wohl auch wird. Die Kings schaffen zwar die Playoffs....dieses Mal aber nur knapp, denn es gibt neue Größen im Westen:

Wie zum Beispiel die Stadt, deren Name nie besser passte als im Moment: Aus ihrer eigenen Asche erstiegen die Phoenix Suns während der Offseason zu neuem Glanz. Nachdem ja lange Zeit um die Verpflichtung Kobe's spekuliert wurde, stand man jedoch am 01.Juli um 00:01 oder so bei Steve Nash in Dallas vor der Tür und machte ihm ein Angebot, dass er als klar denkender Mensch gar nicht ablehnen konnte. Von den Clippers dann noch schnell Brandy's Verlobten Quentin Richardson dazugekauft und fertig ist die neue Achse: Stoudemire (PF) - Marion (SF) - Richardson (SG) - Nash (PG). Wenn die bald funktioniert, dann könnte der Pacific Title dieses Jahr doch tatsächlich nach Phoenix wandern (so skuril dass in mehrerlei Hinsicht auch klingt ;) ). Denn zu diesen drei Teams gesellen sich die beiden Prügelknaben des Westens. Einerseits die Los Angeles Clippers, die für den dahingezogenen Quentin Richardson den ein paar Jahre älteren Kerry Kittles aus New Jersey verpflichtet haben. Doch da helfen auch die Talente Marko Jaric (PG) und Chris Kaman ©, sowie die Stars Elton Brand (PF) und Corey Maggette (SF) nichts.....die Clippers bleiben die Clippers und werden wieder letzter, hinter den Golden State Warriors, die mit Erick Dampier einen ihrer wichtigsten Puzzlesteine nach Dallas verloren haben. Jason Richardson (SG) wird weiter dunken was das Zeug hält, Troy Murphy (PF) vielleicht wieder ins Zentrum des Teams rücken und Derek Fisher (PG) kann Nick Van Exel sicherlich auch ersetzen, doch dem Team fehlt einfach die Perspektive. Oakland wird wohl noch ne Weile auf einen Playoffeinzug warten müssen.

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Jetzt aber gleich in die Northwest Division und natürlich zu meinem persönlichem Lieblinsteama....die Minnesota Timberwolves um MVP Kevin Garnett. Alle sind sie wieder fit...Wally "World" Szczerbiak (SF/SG), Sam "I am" Cassell (PG), Troy Hudson (PG) und Michael "Kandi Man" Olowokandi ©. Vor allem letzterer könnte diese Saison endlich seinen großen Durchbruch haben und den ohnehin hochfavorisierten Wolves den letzten Schliff verpassen. Wenn dieses Jahr endlich auch alle mal fit bleiben, und Latrell Sprewell (SF/SG) und der bei Houston und New Jersey gescheiterte Neuzugang Eddie Griffin zu bewährter Stärke zurückfinden könnte es sogar etwas werden, mit dem ganz großen Wurf, den sie sich sich für dieses Jahr vorgenommen haben und der ihnen letztes Jahr noch verwehrt wurde....die NBA Finals.

Vor ein paar Monaten sah es noch so aus, als wären die Wolves in ihrer Division wohl ohne Konkurrenz, doch ausgerechnet in den Rockys wurde gewaltig aufgerüstet. Die Utah Jazz holten sich mit Mehmet Okur (C, aus Detroit) und Carlos Boozer (PF, aus Cleveland) zwei absolute Knaller aus dem Osten, die ihre Defense um einiges verstärken können. Obendrein kann Kirilenko endlich wieder auf die Small Forward Position rücken, auf der er zu den Besten der Besten in der NBA gehört. Die Jazz sollte man gut im Auge behalten, sie werden alles geben, um die so knapp verpassten Playoffs letztes Jahr diesmal klar zu machen. Die Denver Nuggets hatten sich nämlich anstatt den Jazz den Platz Nummer acht gesichert und ebenfalls mit Kenyon Martin (PF) aus New Jersey einen echten Hammer verpflichtet. Für die Nuggets gilt jetzt ähnliches wie für Phoenix, wenn die neue Achse Ma-Ma-Me-Mi ;) [Marcus Camby © - Kenyon Martin (PF) - Carmelo Anthony (SF) - Andre Miller (PG)] schnell einschlägt, kann der große Wurf gelingen und es geht erneut in die Playoffs.

Fehlen noch zwei Teams, die wohl weniger für Furore sorgen. Die Seattle SuperSonics haben einfach einen zu schwachen Kader um im hochkarätigen Westen mithalten zu können. Ray Allen (SG), Rashard Lewis (SF) & Co. wären zwar im Osten sicherlich eine große Nummer nur leider klappt's dann mit Seattle dann doch noch nicht ganz für die Eastern Conference (nicht einmal in der NBA ;) ). Die Portland Trail Blazers haben zwar ein ganz passables Team aber leider auch Shareef Abdur-Rahim (PF/SF) in ihren Reihen und wer ihn hat, der kommt bekanntlich nicht in die Playoffs, da kann er noch so lange Basketball spielen. Breites Grinsen Darius Miles (SF) und Zach Randolph (PF) werden jedoch mit Sicherheit für die Westküstler eine gute Saison spielen, abwarten muss man, welchen Nick Van Exel (PG, neu aus Oakland) man dieses Jahr zu sehen kriegt.

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Ab in den Süden, wo Texas alles dominieren wird. Die Southwest Division wird angeführt vom besten Team im Westen, den San Antonio Spurs, die letztes Jahr einfach nicht gegen die Lakers verlieren hätten dürfen (Ich sag nur 0.4-Sekunden-Fisher)! Jetzt haben sie Brent Barry aus Seattle geholt, dessen Drei-Punkte-Würfe sie noch weniger ausrechenbar machen werden. Obendrein stellen sie eine Weltauswahl aus aller Herren länder aufs Feld. Erwähnenswert sind auf jeden Fall der Franzose Tony Parker (PG) und der frisch gekürte Olympiasieger Manu Ginobili (SG) aus Argentinien. Dazu noch Tim Duncan (PF) und fertig ist das beste Team des Westens in der Regular Season, dass sicherlich schon wieder den nächsten NBA-Title im Hinterkopf hat. Die Houston Rockets haben sich mit Juwan Howard (PF) und Tracy McGrady (SG) zwei Top-Leute aus Orlando geholt, die mit Sicherheit voll einschlagen werden. Yao Ming © wird obendrein jedes Jahr besser. Sie sind die große X-Variable des Westens, denn wenn die Raketen sofort abschussbereit sind, dann kanns weit für sie gehen....verdammt weit. Ähnlich interesant zu beobachten werden auch die Dallas Mavericks sein, bei denen Dirk Nowitzki nun nach den Abgängen von Nash und Jamison der Go-To-Guy sein wird und endlich auf einer festen Position (PF) die NBA rocken kann. Seine Stats werden in die Höhe schnellen. Als Alternativen findet er mit Marquis Daniels und Jason Terry (neu aus Atlanta) im Backcourt zwei tolle Scorer und mit Michael Finley (SF) an seiner Seite einen echten Veteranen, der aber noch voll im Saft steht, vor. Von der Bank verstärkt sie Jerry Stackhouse (neu aus Washington) und...jetzt kommts....die Mavs haben einen echten Center, der Defense spielen kann!!! Dass ich das noch erleben darf Breites Grinsen . Erick Dampier kommt von den Warriors und könnte der fehlende Puzzlestein in Don Nelsons Taktik sein. Wir dürfen gespannt sein, die Playoffs sind Pflicht für die Mavs.

Den Süden komplettieren die beiden Ost-Teams aus Tennesse und Louisiana. Die Memphis Grizzlies spielten letztes Jahr eine hervorragende Saison und durften sogar etwas Playoff-Luft schnuppern, wenn auch nur spärlich (0-4 gegen San Antonio). Pau Gasol und Jason Williams wollen dies natürlich wiederholen, doch den Erfolg dieser Mission will ich doch in Frage stellen. Erstens waren sie damals die große Überraschung (soll heißen: der Rest ist nun gewarnt) und zweitens haben sich die anderen Teams zu gut verstärkt. Keine Playoffs mehr in Graceland, sorry. Das gleiche Schicksal wird wohl den New Orleans Hornets blühen, die dank den Bobcats nun aus dem Osten in den Westen verpflanzt wurden und dort ohne Jamal Mashburn (SF, er wird die ganze Saison verletzungsbedingt ausfallen) keinen Blumentopf gewinnen werden. Da helfen auch die treuen Punkte von MVP-Kandidaten Baron Davis (PG) nichts.

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Meine Zusammenfassung:

Die San Antonio Spurs werden eine Riesensaison spielen und die Gegner dominieren, ebenso wie die T-Wolves, die sich diese Saison jedoch nach der Regular Season nur mit dem Divisiontitel schmücken dürfen. Um die Plätze drei, vier und fünf werden sich Dallas, Houston und eventuell auch Phoenix streiten. Denver, Utah und Sacramento kreigen die restlichen Playoff-Ränge, die Lakers müssen leider draußen bleiben. Breites Grinsen Einziges Überraschungsteam könnte Portland werden, wenn sie Shareef für Peja zu den Kings schicken und die danach alle Spiele verlieren ;) .


So, das war's also mit meiner Vorschau auf die Saison, ich werd am Ball bleiben und monatlich weiter über die NBA berichten (vor allem, weil es ja auch keine NHL-Saison geben wird). Freue mich auf interessante Diskussionen im Laufe der Saison und auf viel Schadenfreude über die Lakers... :rolli:

I love this game.
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#7
Wiedermal gute Zusammenfassung, Daumen hoch
vorallem bei den Lakers kann man sich nur anschliessen,und hoffen das sie es nicht schaffen (sowie die Schadenfreude).Doch alleine der glaube fehlt mir in diesem zusammenhang,denn die Lakers werden es sicherlich wieder packen.
Neben den Spurs und den Wolves schaetze ich vorallem die Jazz in der Western Conference hoch ein,ich glaube die koennten diese Season das Ueberraschungsteam werden,neben den Chicago Bulls (nein nur scherz Breites Grinsen ).

Die Timberwolves sind bei dir aber in jedem Jahr Favorit Slash oder? ;)
Und in jedem Jahr werden sie es nicht packen Breites Grinsen
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#8
Die Wolves zählen nun mal zu den Favoriten. Cassell und Sprewell werden alt, sie haben vielleicht nur noch ein, höchstens zwei gute Jahre, wenn die Wolves einen Titel wollen, dann müssen sie ihn also jetzt holen. Und zwar Pronto! Breites Grinsen
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#9
Kennst du die Geschichte der Vancouver Canucks? ;) Die sind auch immer gut,und zaehlen manchmal zu den Favoriten.Aber denn Stanley Cup haben sie noch nie gehollt (gut 94 wurden wir beschissen).Und so wird es auch den Wolves ergehen ;)
Du bist 2 Jahre juenger als ich,also wirst du es vielleicht nochmal erleben das die Wolves die NBA Championships hollen,ich habe da wohl weniger glueck ;)
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