03.10.2004, 19:51
Will mal wieder möglichst alles geben, die NBA hier im Forum etwas populär zu machen, auch wenn wir hier in Deutschland nur ganz ganz wenig davon mitbekommen. Am 02.November, also in einem guten Monat beginnt die neue Saison, welche ich zunächst mit ca. zwei Zusammenfassungen pro Monat und am Ende der Regular Season natürlich wieder mit dem genauen Blick auf's Playoff-Gerangel präsentieren will. Dies soll auch denjenigen, die vielleicht früher (zu Jordan, Pippen, Detlef Schrempf - Zeiten) die NBA verfolgt haben, ein bisschen zum Wiedereinstieg verhelfen.
Werde nun Anfang Oktober einen möglichst genauen Blick auf die Eastern Conference werfen, gegen Ende Oktober gibt es dann die Vorschau auf die Western Conference.
NBA Forecast - Eastern Conference
Durch die Umstrukturierung der Liga spielen die 30 NBA-Teams (incl. Neuling Charlotte Bobcats) in sechs Divisions zu je fünf Teams, wie beim Eishockey in der NHL. Die Eastern Conference ist also nicht wie bisher in "Atlantic -" und "Central Division" unterteilt, sondern teilt sich in "Atlantic", "Central" und "South East".
In der Atlantic Division finden wir weiterhin drei Absolute Traditionsclubs. Die Boston Celtics gehen wie immer mit dem großen Ziel Playoffs ins Rennen, welches sie letztes Jahr mit Rang acht im Osten ja gerade noch erreichten. Trotzdem verlief die Off-Season für die Celtics nicht wirklich nach Plan.Sie schickten Chris Mihm, Chucky Atkins, Jumaine Jones - drei wichtige Rollenspieler - und einen Draft-Pick zu den Lakers nach Los Angeles und bekamen dafür Gary Payton und Rick Fox. Hört sich für's erste gar nicht mal so schlecht an, hätte der gute Payton nicht seinen Koller bekommen und das Karriereende angekündigt. Alles wartet nun gespannt, ob "The Glove" zum bald beginnenden Trainingscamp erscheint oder nicht. Und in Sachen Rick Fox kommts fast noch dicker: Ihn plagten seit Jahren Fuß-, Rücken- und Nackenprobleme, die ihm nun endgültig am Basketballspielen hindern werden. Am 30. September mussten die Celtics ihn wieder ziehen lassen, damit er seine Karriere beenden kann. Bitter, bitter, Boston. Was bleibt also für die neue Saison? Ein weiteres Jahr der "Paul Pierce"-ein-Mann-Show?
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Immerhin haben sie ja noch Ricky Davis und Jiri Welsh, die jederzeit gute Stats liefern können. Außerdem haben sie ja mit Marcus Banks ein echtes Talent auf der Aufbauposition. So könnte das sogar wirklich was werden, mit dem anvisierten Playoff-Platz. Auch die Philadelphia 76ers waren in der Offseason auf dem Transfermarkt äußert aktiv, jedoch häuften sich bei den Sixers, die den ehemaligen MVP Allen Iverson meiner Meinung nach schon vor zwei Jahren hätten traden müssen um einfach wieder frischen Wind in die Bude zu bekommen. Stattdessen ist A.I. immer noch der Star, jedoch in Zukunft ohne seinen kongenialen Guard-Partner Eric Snow, den sie nach Cleveland verloren und mit Kevin Ollie nur äußerst schwachen Ersatz bekamen. Weiters kam für Center Coleman der Power Forward Williamson vom Meister aus Detroit. Wenn der Iverson-Trade jetzt im Oktober oder während der Saison nicht kommt, wird's wohl wieder nix mit den Playoffs, diesmal jedoch deutlich! Der dritte Traditionsclub sind die New York Knicks, die nun ja endlich mit Marbury ihren Star gefunden haben, jedoch im Sommer eigentlich nur durch einen total hirnlosen Trade (meine Meinung) aufgefallen sind, als sie die halbe Mannschaft für Backup-Forward Jerome Williams und das Guard-Talent Jamal Crawford nach Chicago geschickt haben. Nur wo soll Crawford spielen, besitzen die Knicks doch bereits mit Marbury, Penny Hardaway und Allen Houston, wenn gesund, drei hervorragende Guards...? Ihren Müll hätten sie woanders sinnvoller hin verschachern können. Dennoch, die Knicks sind diese Saison von Beginn an stark und schaffen wieder die Playoffs.
Die Altantic Divison wird komplettiert von den New Jersey Nets und den ja direkt an der Atlantikküste beheimateten Toronto Raptors....?! Naja, wusstet ihr, dass die New Jersey Nets bald nach Brooklyn umziehen? Ist irgendwie auch kein Wunder, bei den Zuschauerzahlen in der Continental Airlines Arena (East Rutherford), wo man sich wenn überhaupt dann wohl lieber den NJ Devils (NHL) widmet. Aber so eine neue Halle zu bauen kostet Geld und das hat man nur, wenn man teure Spieler ziehen lässt. So sagte man Adieu zu Kenyon Martin und Kerry Kittles...und das ohne echte Gegenleistung. Sparkurs halt. Was bleibt sind Jason Kidd (der übrigens im November wohl noch ausfallen wird), Super-Talent Richard Jefferson (seinen Vertrag hat man verlängert) und ein 40-jähriger Alonzo Mourning mit seinem x-ten Comeback nach Knieverletzung (Mal sehen, ob's dieses Mal länger als drei bis vier Monate dauert). Natürlich wird jetzt um einen Kidd-Trade spekuliert, immerhin ist er auch schon 30 und nach einem Titelaspirant sehen die Nets nun momentan wirklich nicht aus. Die Playoffs könnten mit viel Glück und einem gesunden Kidd klappen, vor allem weil R.J. diese Saison richtig einschlagen wird! Die Toronto Raptors sind die letzte Exklave der NBA im nördlichen Nachbarland, wo es ab sofort "Air Canada" Vince Carter nicht mehr gefällt. Er will weg, die Raptors jedoch lassen ihn nicht, und, fast noch schlimmer, die anderen wollen ihn nicht! Kaum ein Team würde ihren besten Spieler für Vince nach Toronto schicken, ganz schön arm, oder? In Frage kämen höchstens die Nets für Kidd, New Orleans für Baron Davis oder, das werfe ich jetzt einfach mal rein, Sacramento für Super-Jugo-Scorer Peja Sojakovic plus Draufgabe, der bekanntlich aus Sac-Town weg will. Was Toronto in dieser Saison erreichen wird, steht wohl noch in den Sternen, denn ein unzufrieder Carter als Superstar würde wohl alles andere als einen Playoffeinzug garantieren.
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Nachdem die Atlantic Division nicht wirklich echte Favoriten auf die Ost-Spitze mit sich bringt, wird man da in der Central Division schon fündiger: NBA Champ De(eeefense-)troit und das beste Team der vergangenen Regular Season, die Indiana Pacers, bitten zum Tanz, in fast unveränderter Besetzung. Die Indiana Pacers ersetzten lediglich ihren Sixth Man Al Harrington durch Stephen Jackson von den Atlanta Hawks, der wohl Reggie Miller aus der Starting Five verdrängt. Miller kommt damit zum ersten Mal in seiner 17jährigen NBA-Karriere bei den Pacers von der Bank. Verlass wird neben MVP-Aspirant Jermaine O'Neal auch wieder auf den "Defensive Player of the Year", Ron Artest, sein. Die Detroit Pistons ließen MoTown im Juni jubeln, als sie die Lakers-Stars mit 4-2 aus dem Finals ballerten. Defense wins...genau deshalb halte ich die Titelverdigung der Pistons in diesem Jahr für mehr als wahrscheinlich. Ben Wallace, Racheed Wallance, Derrick Coleman (neu aus Philly), Elden Campbell, Antonio McDyess (als Free Agent verpflichtet)....fünf Absolute Bollwerke, wer soll diese Defense überwinden und sich gleichzeit gegen Tayshaun Princes und Chancey Billups Dreier, sowie gegen Rip Hamiltons Scores aus allen Lagen wehren? Detroit wird die Eastern Conference gewinnen...die Frage ist nur, was der Westen dagegenstellen kann...
Hinter den beiden großen Fischen des Ostens lauern in der Central Division die oft so unscheinbaren Milwaukee Bucks um Michael Redd, Keith Van Horn und Joe Smith. Auch wenn sie ohne echten Superstar antreten, schafften sie es zuletzt immer wieder in die Playoffs. Schlägt jetzt auch Point Guard T.J. Ford (er war letzte Saison lange verletzt) in seinem zweiten NBA-Jahr auch noch ein, dann könnte das auch diese Saison wieder klappen. Weiters finden wir das Team um LeBron James, die Cleveland Cavaliers, letztes Jahr nur knapp an der Postseason gescheitert, wollen sie es jetzt erneut wissen, trotz großem Umbruch. Power Forward Carlos Boozer verließ die Cavs gen Utah, als Ersatz wurde Drew Gooden von den Magic verpflichetet. Desweiteren kam Eric Snow aus Philadelphia. Große Hoffnungen werden außerdem noch in den Litauen-Riesen Zydrunas Ilgauskas und in Youngster Dajuan Wagner gesetzt, der den Fans in seinem dritten NBA-Jahr immer noch einiges schuldig ist. Mit etwas Glück und einer schnell zusammen findenden Starting Five werden wir die Cavs auf jeden Fall in den Playoffs 2005 wiedersehen und wenn LeBron sie im Alleingang dorthin befördert.
Womit wir beim Sorgenkind des Ostens wären...die Chicago Bulls, das Team mit der jüngsten Starting Five der Liga...viele Talente, die seit Jahren als Geheimtipp gelten, doch Anspruch und Wirklichkeit lagen einfach immer viel zu weit auseinander. Interessant zu verfolgen vor allem ob der "zweite Shaq" Eddy Curry dieses Jahr endlich den Durchbruch schaffen wird. Sorry Bulls, Playoffs gibt's wohl auch heuer nicht..
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Womit wir bei der neuen Division des Ostens wären, der Southeast Division, die neue Heimat des "Diesels" Shaquille O'Neal, der seinen Miami Heat bei seiner Ankunft protzig den Championship versprochen hatte. Helfer bei diesem Unternehemen hat Shaq jedoch nicht viele...lediglich Eddie Jones und Dwayne Wade werden wohl stark an seiner Seite auflaufen. Ankommen wird es auf der Rest der Mannschaft, der hauptsichtlich eigentlich clever aus Free Agents zusammengefischt wurde. Leute wie Christian Laettner und Wesley Person werden über sich hinaus wachsen müssen, um den versprochenen ganz großen Coup landen zu können. Und wenn wir schon in Florida sind, liegt es nahe, über das "Jahr eins nach T-Mac" bei den Orlando Magic zu sprechen. Die schlechteste Franchise der letzten Saison hat sich komplett umgekrempelt und ist für mich der große Geheimfavorit im Osten. Im Zentrum des Teams steht Point Guard Steve Francis, für T-Mac zusammen mit Scoringmaschine Cuttino Mobley aus Houston gekommen. Aus San Antonio fischte man sich Dreierspezialist Hedo Türkoglu und im Draft haben sie ebenfalls abgeräumt: No.1-Pick Dwight Howard kommt frisch aus der High School, Jameer Nelson ist amtierender "College Player of the Year". Zudem holten sie sich den Kroaten Mario Kasun vom deutschen Basketballmeister Opel Skyliners aus Frankfurt. Zu diesem Haufen an Top-Talenten kam vor ein paar Tagen die Meldung, dass es Allstar Grant Hill mal wieder mit einem Comeback versucht....sollte dies auch funktionieren, kann es für die Magic im Osten ganz weit nach vorne gehen.
Der Rest der Southeast Division dürfte sich wohl um den letzten Platz der Eastern Conference streiten. Außenseiterchancen auf die Playoffs können höchstens noch die Washington Wizards aufweisen, die immer noch auf den Durchbruch von Kwame Brown auf der Power Forward-Position warten. Am Scoring wird es nicht scheitern, denn Gilbert Arenas und Larry Hughes bekommen von Antawn Jamison (neu aus Dallas) eine große Verstärkung. Bei den Atlanta Hawks glaubt man oft, dass sie nicht tiefer sinken können und sie beweisen letztendlich dann doch, dass es geht. Auch wenn sie noch ein paar erfahrene Free Agents wie Kenny Anderson und Jon Barry verpflichtet haben, hängt das Team eigentlich nur vom zuletzt enttäuschenden Antonie Walker (neu aus Dallas) und zuletzt Edeljoker Al Harrington (neu aus Indiana) ab. Es wird wieder ein sehr schweres Jahr für die Hawks. Last and Least, die Charlotte Bobcats für die es nun endlich in der NBA losgeht. Erwähnenswert eigentlich nur No.2-Draft-Pick Emeka Okafor (PF), der bereits mit dem "Dream Team" ;) in Athen war und Gerald Wallace (SG), der aus Sacramento kam. Der Rest ist bestenfalls unterer NBA-Durchschnitt....alles andere als die Ränge 27-30 am Ende der Regular Season wäre eine faustdicke Überraschung.
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Meine Zusammenfassung:
Detroit und Indiana werden den Osten dominieren, der wohl sogar noch schlechter als letztes Jahr sein wird. Mit etwas Abstand dahinter werden sich Miami und Orlando um den dritten Platz streiten. Sichere Playoffplätze gibts für New York und Cleveland, um die Plätze sieben und acht streiten sich Milwaukee, New Jersey und Boston. Außenseiterchancen haben bestenfalls noch die Bulls und die Wizards, mit dem Rest rechne ich, solange es sich nichts entscheidendes mehr tut, persönlich nicht.
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Eine Vorschau auf die Western Conference folgt hier wie versprochen Mitte bis Ende des Monats.
Werde nun Anfang Oktober einen möglichst genauen Blick auf die Eastern Conference werfen, gegen Ende Oktober gibt es dann die Vorschau auf die Western Conference.
NBA Forecast - Eastern Conference
Durch die Umstrukturierung der Liga spielen die 30 NBA-Teams (incl. Neuling Charlotte Bobcats) in sechs Divisions zu je fünf Teams, wie beim Eishockey in der NHL. Die Eastern Conference ist also nicht wie bisher in "Atlantic -" und "Central Division" unterteilt, sondern teilt sich in "Atlantic", "Central" und "South East".
In der Atlantic Division finden wir weiterhin drei Absolute Traditionsclubs. Die Boston Celtics gehen wie immer mit dem großen Ziel Playoffs ins Rennen, welches sie letztes Jahr mit Rang acht im Osten ja gerade noch erreichten. Trotzdem verlief die Off-Season für die Celtics nicht wirklich nach Plan.Sie schickten Chris Mihm, Chucky Atkins, Jumaine Jones - drei wichtige Rollenspieler - und einen Draft-Pick zu den Lakers nach Los Angeles und bekamen dafür Gary Payton und Rick Fox. Hört sich für's erste gar nicht mal so schlecht an, hätte der gute Payton nicht seinen Koller bekommen und das Karriereende angekündigt. Alles wartet nun gespannt, ob "The Glove" zum bald beginnenden Trainingscamp erscheint oder nicht. Und in Sachen Rick Fox kommts fast noch dicker: Ihn plagten seit Jahren Fuß-, Rücken- und Nackenprobleme, die ihm nun endgültig am Basketballspielen hindern werden. Am 30. September mussten die Celtics ihn wieder ziehen lassen, damit er seine Karriere beenden kann. Bitter, bitter, Boston. Was bleibt also für die neue Saison? Ein weiteres Jahr der "Paul Pierce"-ein-Mann-Show?
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Immerhin haben sie ja noch Ricky Davis und Jiri Welsh, die jederzeit gute Stats liefern können. Außerdem haben sie ja mit Marcus Banks ein echtes Talent auf der Aufbauposition. So könnte das sogar wirklich was werden, mit dem anvisierten Playoff-Platz. Auch die Philadelphia 76ers waren in der Offseason auf dem Transfermarkt äußert aktiv, jedoch häuften sich bei den Sixers, die den ehemaligen MVP Allen Iverson meiner Meinung nach schon vor zwei Jahren hätten traden müssen um einfach wieder frischen Wind in die Bude zu bekommen. Stattdessen ist A.I. immer noch der Star, jedoch in Zukunft ohne seinen kongenialen Guard-Partner Eric Snow, den sie nach Cleveland verloren und mit Kevin Ollie nur äußerst schwachen Ersatz bekamen. Weiters kam für Center Coleman der Power Forward Williamson vom Meister aus Detroit. Wenn der Iverson-Trade jetzt im Oktober oder während der Saison nicht kommt, wird's wohl wieder nix mit den Playoffs, diesmal jedoch deutlich! Der dritte Traditionsclub sind die New York Knicks, die nun ja endlich mit Marbury ihren Star gefunden haben, jedoch im Sommer eigentlich nur durch einen total hirnlosen Trade (meine Meinung) aufgefallen sind, als sie die halbe Mannschaft für Backup-Forward Jerome Williams und das Guard-Talent Jamal Crawford nach Chicago geschickt haben. Nur wo soll Crawford spielen, besitzen die Knicks doch bereits mit Marbury, Penny Hardaway und Allen Houston, wenn gesund, drei hervorragende Guards...? Ihren Müll hätten sie woanders sinnvoller hin verschachern können. Dennoch, die Knicks sind diese Saison von Beginn an stark und schaffen wieder die Playoffs.
Die Altantic Divison wird komplettiert von den New Jersey Nets und den ja direkt an der Atlantikküste beheimateten Toronto Raptors....?! Naja, wusstet ihr, dass die New Jersey Nets bald nach Brooklyn umziehen? Ist irgendwie auch kein Wunder, bei den Zuschauerzahlen in der Continental Airlines Arena (East Rutherford), wo man sich wenn überhaupt dann wohl lieber den NJ Devils (NHL) widmet. Aber so eine neue Halle zu bauen kostet Geld und das hat man nur, wenn man teure Spieler ziehen lässt. So sagte man Adieu zu Kenyon Martin und Kerry Kittles...und das ohne echte Gegenleistung. Sparkurs halt. Was bleibt sind Jason Kidd (der übrigens im November wohl noch ausfallen wird), Super-Talent Richard Jefferson (seinen Vertrag hat man verlängert) und ein 40-jähriger Alonzo Mourning mit seinem x-ten Comeback nach Knieverletzung (Mal sehen, ob's dieses Mal länger als drei bis vier Monate dauert). Natürlich wird jetzt um einen Kidd-Trade spekuliert, immerhin ist er auch schon 30 und nach einem Titelaspirant sehen die Nets nun momentan wirklich nicht aus. Die Playoffs könnten mit viel Glück und einem gesunden Kidd klappen, vor allem weil R.J. diese Saison richtig einschlagen wird! Die Toronto Raptors sind die letzte Exklave der NBA im nördlichen Nachbarland, wo es ab sofort "Air Canada" Vince Carter nicht mehr gefällt. Er will weg, die Raptors jedoch lassen ihn nicht, und, fast noch schlimmer, die anderen wollen ihn nicht! Kaum ein Team würde ihren besten Spieler für Vince nach Toronto schicken, ganz schön arm, oder? In Frage kämen höchstens die Nets für Kidd, New Orleans für Baron Davis oder, das werfe ich jetzt einfach mal rein, Sacramento für Super-Jugo-Scorer Peja Sojakovic plus Draufgabe, der bekanntlich aus Sac-Town weg will. Was Toronto in dieser Saison erreichen wird, steht wohl noch in den Sternen, denn ein unzufrieder Carter als Superstar würde wohl alles andere als einen Playoffeinzug garantieren.
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Nachdem die Atlantic Division nicht wirklich echte Favoriten auf die Ost-Spitze mit sich bringt, wird man da in der Central Division schon fündiger: NBA Champ De(eeefense-)troit und das beste Team der vergangenen Regular Season, die Indiana Pacers, bitten zum Tanz, in fast unveränderter Besetzung. Die Indiana Pacers ersetzten lediglich ihren Sixth Man Al Harrington durch Stephen Jackson von den Atlanta Hawks, der wohl Reggie Miller aus der Starting Five verdrängt. Miller kommt damit zum ersten Mal in seiner 17jährigen NBA-Karriere bei den Pacers von der Bank. Verlass wird neben MVP-Aspirant Jermaine O'Neal auch wieder auf den "Defensive Player of the Year", Ron Artest, sein. Die Detroit Pistons ließen MoTown im Juni jubeln, als sie die Lakers-Stars mit 4-2 aus dem Finals ballerten. Defense wins...genau deshalb halte ich die Titelverdigung der Pistons in diesem Jahr für mehr als wahrscheinlich. Ben Wallace, Racheed Wallance, Derrick Coleman (neu aus Philly), Elden Campbell, Antonio McDyess (als Free Agent verpflichtet)....fünf Absolute Bollwerke, wer soll diese Defense überwinden und sich gleichzeit gegen Tayshaun Princes und Chancey Billups Dreier, sowie gegen Rip Hamiltons Scores aus allen Lagen wehren? Detroit wird die Eastern Conference gewinnen...die Frage ist nur, was der Westen dagegenstellen kann...
Hinter den beiden großen Fischen des Ostens lauern in der Central Division die oft so unscheinbaren Milwaukee Bucks um Michael Redd, Keith Van Horn und Joe Smith. Auch wenn sie ohne echten Superstar antreten, schafften sie es zuletzt immer wieder in die Playoffs. Schlägt jetzt auch Point Guard T.J. Ford (er war letzte Saison lange verletzt) in seinem zweiten NBA-Jahr auch noch ein, dann könnte das auch diese Saison wieder klappen. Weiters finden wir das Team um LeBron James, die Cleveland Cavaliers, letztes Jahr nur knapp an der Postseason gescheitert, wollen sie es jetzt erneut wissen, trotz großem Umbruch. Power Forward Carlos Boozer verließ die Cavs gen Utah, als Ersatz wurde Drew Gooden von den Magic verpflichetet. Desweiteren kam Eric Snow aus Philadelphia. Große Hoffnungen werden außerdem noch in den Litauen-Riesen Zydrunas Ilgauskas und in Youngster Dajuan Wagner gesetzt, der den Fans in seinem dritten NBA-Jahr immer noch einiges schuldig ist. Mit etwas Glück und einer schnell zusammen findenden Starting Five werden wir die Cavs auf jeden Fall in den Playoffs 2005 wiedersehen und wenn LeBron sie im Alleingang dorthin befördert.
Womit wir beim Sorgenkind des Ostens wären...die Chicago Bulls, das Team mit der jüngsten Starting Five der Liga...viele Talente, die seit Jahren als Geheimtipp gelten, doch Anspruch und Wirklichkeit lagen einfach immer viel zu weit auseinander. Interessant zu verfolgen vor allem ob der "zweite Shaq" Eddy Curry dieses Jahr endlich den Durchbruch schaffen wird. Sorry Bulls, Playoffs gibt's wohl auch heuer nicht..
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Womit wir bei der neuen Division des Ostens wären, der Southeast Division, die neue Heimat des "Diesels" Shaquille O'Neal, der seinen Miami Heat bei seiner Ankunft protzig den Championship versprochen hatte. Helfer bei diesem Unternehemen hat Shaq jedoch nicht viele...lediglich Eddie Jones und Dwayne Wade werden wohl stark an seiner Seite auflaufen. Ankommen wird es auf der Rest der Mannschaft, der hauptsichtlich eigentlich clever aus Free Agents zusammengefischt wurde. Leute wie Christian Laettner und Wesley Person werden über sich hinaus wachsen müssen, um den versprochenen ganz großen Coup landen zu können. Und wenn wir schon in Florida sind, liegt es nahe, über das "Jahr eins nach T-Mac" bei den Orlando Magic zu sprechen. Die schlechteste Franchise der letzten Saison hat sich komplett umgekrempelt und ist für mich der große Geheimfavorit im Osten. Im Zentrum des Teams steht Point Guard Steve Francis, für T-Mac zusammen mit Scoringmaschine Cuttino Mobley aus Houston gekommen. Aus San Antonio fischte man sich Dreierspezialist Hedo Türkoglu und im Draft haben sie ebenfalls abgeräumt: No.1-Pick Dwight Howard kommt frisch aus der High School, Jameer Nelson ist amtierender "College Player of the Year". Zudem holten sie sich den Kroaten Mario Kasun vom deutschen Basketballmeister Opel Skyliners aus Frankfurt. Zu diesem Haufen an Top-Talenten kam vor ein paar Tagen die Meldung, dass es Allstar Grant Hill mal wieder mit einem Comeback versucht....sollte dies auch funktionieren, kann es für die Magic im Osten ganz weit nach vorne gehen.
Der Rest der Southeast Division dürfte sich wohl um den letzten Platz der Eastern Conference streiten. Außenseiterchancen auf die Playoffs können höchstens noch die Washington Wizards aufweisen, die immer noch auf den Durchbruch von Kwame Brown auf der Power Forward-Position warten. Am Scoring wird es nicht scheitern, denn Gilbert Arenas und Larry Hughes bekommen von Antawn Jamison (neu aus Dallas) eine große Verstärkung. Bei den Atlanta Hawks glaubt man oft, dass sie nicht tiefer sinken können und sie beweisen letztendlich dann doch, dass es geht. Auch wenn sie noch ein paar erfahrene Free Agents wie Kenny Anderson und Jon Barry verpflichtet haben, hängt das Team eigentlich nur vom zuletzt enttäuschenden Antonie Walker (neu aus Dallas) und zuletzt Edeljoker Al Harrington (neu aus Indiana) ab. Es wird wieder ein sehr schweres Jahr für die Hawks. Last and Least, die Charlotte Bobcats für die es nun endlich in der NBA losgeht. Erwähnenswert eigentlich nur No.2-Draft-Pick Emeka Okafor (PF), der bereits mit dem "Dream Team" ;) in Athen war und Gerald Wallace (SG), der aus Sacramento kam. Der Rest ist bestenfalls unterer NBA-Durchschnitt....alles andere als die Ränge 27-30 am Ende der Regular Season wäre eine faustdicke Überraschung.
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Meine Zusammenfassung:
Detroit und Indiana werden den Osten dominieren, der wohl sogar noch schlechter als letztes Jahr sein wird. Mit etwas Abstand dahinter werden sich Miami und Orlando um den dritten Platz streiten. Sichere Playoffplätze gibts für New York und Cleveland, um die Plätze sieben und acht streiten sich Milwaukee, New Jersey und Boston. Außenseiterchancen haben bestenfalls noch die Bulls und die Wizards, mit dem Rest rechne ich, solange es sich nichts entscheidendes mehr tut, persönlich nicht.
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Eine Vorschau auf die Western Conference folgt hier wie versprochen Mitte bis Ende des Monats.
