20.11.2010, 21:05
History – Todestag von Jess McMahon
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/ronald/Jess McMahon.jpg]
Die eine Ära endete und eine neue Ära begann: Als sich Jess McMahon aus dem Boxen und Wrestling zurückzog, war sein zweiter Sohn Vincent James gerade dabei, in die Fußstapfen des Vaters zu steigen. Vincent legte 1952/53 in Washington D.C. den Grundstein für das später so erfolgreiche WWE Format. Den eigentlichen Beginn, der nun schon über 100-jährigen Geschichte der McMahon's im Veranstaltergewerbe, machten zwei Brüder der Familie aus Harlem, New York – Jess und Edward McMahon. 1909 debütierten sie als Manager-Team im örtlichen Olympic Athletic Club. Sie veranstalteten in noch mehr Clubs und Hallen der Region. Am Anfang waren es Boxkämpfe, bis sie ihr Metier auf Baseball, Basketball und Wrestling erweiterten. Baseball stand dabei zuerst an vorderster Stelle, was sich dann 1911 in der Gründung der New York Lincoln Giants zeigte. Jess hatte sich für das Team maßgeblich eingesetzt. Drei Jahre später formierten Jess und Edward das Team The New York Lincoln Stars.
Die McMahon Brüder waren damals populär und beliebt, vor allem wegen ihrer Toleranz gegenüber andersfarbigen Spielern. Vom Baseball weg, etablierten sie sich dann im Basketball. 1922 bildeten sie das Team The Commonwealth Big Five. Nach vielen erfolgreichen Spielen bekam Jess eines Tages das Angebot, als Co-Promoter im Madison Square Garden zu arbeiten. Er wurde von Tex Rickard kontaktiert, der den Garden praktisch für sich alleine hatte. Dem größten Boxpromoter des Landes konnte man schlecht absagen, also rückte Jess im Oktober 1925 an Rickard's Seite. Zwei Monate später eröffnete der dritte MSG, bekannt als „Mekka des Boxens“, seine Pforten und Jess konnte sich vollends als Boxpromoter beweisen. Er bookte Gene Tunney, Jack Sharkey und Jack Dempsey. Die New Yorker Sportwelt war schon damals durch Kurzlebigkeit gekennzeichnet, was hieß, dass es für viele Sportler und Promoter ein ständiges Auf und Ab gab. Die Karriere von Jess verlief auch turbulent, besonders nach dem er den Job im Garden 1928 kündigte. Mit Rickard war kein leichtes Auskommen möglich.
Das New Yorker Coliseum wollte Jess nun zu seiner Veranstaltungshalle schlechthin ausbauen, als mit dem Börsencrash 1929 alle Träume zerplatzten. Ein paar gute Boxkämpfe konnte er noch abhalten, bevor im Dezember 1929 das Aus kam. Herbe finanzielle Verluste zwangen ihn und seine Geldgeber dazu. Mit Beginn der 30er Jahre zog Jess von einer Halle zur nächsten, was zwar nicht mit einem großen Geldsegen einherging, doch aber seine Kontakte wesentlich verstärkte. Diese Kontakte ebneten den späteren Aufbau von NWA Capitol Wrestling, seitens von Toots Mondt und Vincent James McMahon. Jess blieb auch in seinem späteren Leben mehr ein Boxpromoter, veranstaltete aber, als Erster aus seiner Familie, professionelle Wrestling-Shows. Erste Erfahrungen im Wrestling hatte er bereits an der Seite seines Bruders Edward gesammelt, als die beiden in den 20er Jahren den Harlemer Commonwealth Sporting Club leiteten. Aber das hatte mit Pro-Wrestling noch nicht viel zu tun.
Mit dem Wechsel ins Municipal Stadium in Freeport, Long Island entschied sich Jess für das Pro-Wrestling und promotete dort seine ersten Shows. In der Hempstead Arena bewies er sich als guter Indepentent Promoter, besonders durch Auftritte überregional bekannter Wrestler wie Everett Marshall oder den Dusek Brüdern. Auch hatte sein Sohn Vincent hier bereits Einblicke ins Business des Vaters bekommen. Jess hatte die Pionierarbeit geleistet, jetzt lag es an Vince diese fortzuführen. 1947, nach seinem Militärdienst, reiste Vince nach Washington D.C. und arbeitete noch eine Weile als Konzertpromoter, bevor man ihn zum Manager der Turner-Arena machte. Im Januar 1953 debütierte er hier auch mit seiner ersten Wrestling-Show. Der Rest ist Geschichte. Noch bevor er in New York debütierte, starb Jess am 21. November 1954 im Krankenhaus in Wilkes-Barre, Pennsylvania. Er wurde 72 Jahre alt.
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/ronald/Jess McMahon.jpg]
Die eine Ära endete und eine neue Ära begann: Als sich Jess McMahon aus dem Boxen und Wrestling zurückzog, war sein zweiter Sohn Vincent James gerade dabei, in die Fußstapfen des Vaters zu steigen. Vincent legte 1952/53 in Washington D.C. den Grundstein für das später so erfolgreiche WWE Format. Den eigentlichen Beginn, der nun schon über 100-jährigen Geschichte der McMahon's im Veranstaltergewerbe, machten zwei Brüder der Familie aus Harlem, New York – Jess und Edward McMahon. 1909 debütierten sie als Manager-Team im örtlichen Olympic Athletic Club. Sie veranstalteten in noch mehr Clubs und Hallen der Region. Am Anfang waren es Boxkämpfe, bis sie ihr Metier auf Baseball, Basketball und Wrestling erweiterten. Baseball stand dabei zuerst an vorderster Stelle, was sich dann 1911 in der Gründung der New York Lincoln Giants zeigte. Jess hatte sich für das Team maßgeblich eingesetzt. Drei Jahre später formierten Jess und Edward das Team The New York Lincoln Stars.
Die McMahon Brüder waren damals populär und beliebt, vor allem wegen ihrer Toleranz gegenüber andersfarbigen Spielern. Vom Baseball weg, etablierten sie sich dann im Basketball. 1922 bildeten sie das Team The Commonwealth Big Five. Nach vielen erfolgreichen Spielen bekam Jess eines Tages das Angebot, als Co-Promoter im Madison Square Garden zu arbeiten. Er wurde von Tex Rickard kontaktiert, der den Garden praktisch für sich alleine hatte. Dem größten Boxpromoter des Landes konnte man schlecht absagen, also rückte Jess im Oktober 1925 an Rickard's Seite. Zwei Monate später eröffnete der dritte MSG, bekannt als „Mekka des Boxens“, seine Pforten und Jess konnte sich vollends als Boxpromoter beweisen. Er bookte Gene Tunney, Jack Sharkey und Jack Dempsey. Die New Yorker Sportwelt war schon damals durch Kurzlebigkeit gekennzeichnet, was hieß, dass es für viele Sportler und Promoter ein ständiges Auf und Ab gab. Die Karriere von Jess verlief auch turbulent, besonders nach dem er den Job im Garden 1928 kündigte. Mit Rickard war kein leichtes Auskommen möglich.
Das New Yorker Coliseum wollte Jess nun zu seiner Veranstaltungshalle schlechthin ausbauen, als mit dem Börsencrash 1929 alle Träume zerplatzten. Ein paar gute Boxkämpfe konnte er noch abhalten, bevor im Dezember 1929 das Aus kam. Herbe finanzielle Verluste zwangen ihn und seine Geldgeber dazu. Mit Beginn der 30er Jahre zog Jess von einer Halle zur nächsten, was zwar nicht mit einem großen Geldsegen einherging, doch aber seine Kontakte wesentlich verstärkte. Diese Kontakte ebneten den späteren Aufbau von NWA Capitol Wrestling, seitens von Toots Mondt und Vincent James McMahon. Jess blieb auch in seinem späteren Leben mehr ein Boxpromoter, veranstaltete aber, als Erster aus seiner Familie, professionelle Wrestling-Shows. Erste Erfahrungen im Wrestling hatte er bereits an der Seite seines Bruders Edward gesammelt, als die beiden in den 20er Jahren den Harlemer Commonwealth Sporting Club leiteten. Aber das hatte mit Pro-Wrestling noch nicht viel zu tun.
Mit dem Wechsel ins Municipal Stadium in Freeport, Long Island entschied sich Jess für das Pro-Wrestling und promotete dort seine ersten Shows. In der Hempstead Arena bewies er sich als guter Indepentent Promoter, besonders durch Auftritte überregional bekannter Wrestler wie Everett Marshall oder den Dusek Brüdern. Auch hatte sein Sohn Vincent hier bereits Einblicke ins Business des Vaters bekommen. Jess hatte die Pionierarbeit geleistet, jetzt lag es an Vince diese fortzuführen. 1947, nach seinem Militärdienst, reiste Vince nach Washington D.C. und arbeitete noch eine Weile als Konzertpromoter, bevor man ihn zum Manager der Turner-Arena machte. Im Januar 1953 debütierte er hier auch mit seiner ersten Wrestling-Show. Der Rest ist Geschichte. Noch bevor er in New York debütierte, starb Jess am 21. November 1954 im Krankenhaus in Wilkes-Barre, Pennsylvania. Er wurde 72 Jahre alt.
