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UFC 100 Card Thread - Druckversion

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- Can Shamrock - 20.06.2009

Hrhr, von dem Interview hab ich gelesen, da meint Lesnar auch, sein Körper sei ein Geschenk Gottes und er habe die Physis eines Schwarzen. Außerdem wären alle, die ihm Steroidenmissbrauch vorwerfen nur neidisch, weil sie nicht so einen Körper wie er hätten.
Sympathiepunkte sammeln geht mMn anders, aber mir würde es auch irgendwann auf die Nerven gehen, wenn man mir ständig unterstellt, ich würde irgendwelche Mittelchen zu mir nehmen.


- TheRaven666 - 20.06.2009

Noch mehr nerven würde es mich, wenn sie recht haben.


- Adrian Adonis - 20.06.2009

Du unterstellt Lesnar tatsächlich Steroide genommen zu haben?

Das wird er aber nicht gerne hören.

[Bild: http://mrsunshinevegas.files.wordpress.com/2008/02/lesnar2.jpg]


- TheRaven666 - 20.06.2009

Breites Grinsen

Ich finde es nur lustig wie er von seinem Steroidmissbrauch abzulenken versucht, in dem er stolz von 60 bestandenen Tests erzählt.

Rhetorisch natürlich erste Sahne, aber insgesamt bestätigt das Interview genau das Bild, das ich von Brock Lesnar habe. Wenn er gegen Mir verliert unterstelle ich ihm sogar, dass er mittelfristig am MMA genauso das Interesse verliert wie vorher bei allen anderen Dingen die er angefangen und nie zu Ende gebracht hat.


- Can Shamrock - 20.06.2009

Die da wären? Und komm jetzt nicht mit der NFL-Geschichte. Dass er es überhaupt ohne Vorbildung da alleine aufgrund seiner Physis soweit geschafft hatte, ist eher positiv anzumerken.


- TheRaven666 - 20.06.2009

WWE, NFL, NJPW....nicht zu vergessen die Schlammschlachten die er mit jedem seiner früheren Arbeitgeber hatte. Lesnar war, ist und wird imho auch immer ein Söldner bleiben.

Nachtrag: Komm mir nicht mit der NFL-Sache? Physis hin oder her, aber nur weil man ihm nicht wie zuerst bei WWE, später bei NJPW und in Zukunft bei der UFC den Hof gemacht hat, hat er geflennt wie ein kleines Kind. Lesnar schwimmt nur so lange mit seinen Arbeitgebern, wie diese ihm bedingungslos jede Forderung erfüllen. Wie oben schon gesagt: Das nennt man Söldner.


- xXx - 20.06.2009

Ich seh Lesnar atm auch noch sehr gerne, und naja die Sache mit den Steroiden rührt denke ich mal auch noch von seiner Wrestling Karriere her. Bleibt halt abzuwarten wie lange er jetzt MMA betreibt, aber meiner Meinung nach hat er keine großen möglichkeiten mehr offen. Entweder er bleibt beim MMA oder geht zurück zum Wrestling, da er sich das denke ich mal auch bewusst ist wird er sich schon ins Zeug legen.

Werd mit UFC100 auch angucken, bisher sieht die Card ja gut aus auch wenn ich nicht alle Fighter kenne.


Frank Mir und Brock Lesnar arbeiten beide massiv an ihrem Striking Game - TheRaven666 - 09.07.2009

[YOUTUBE]4DabdOeddgY[/YOUTUBE]

Frank Mir - Striking

vs.

Brock Lesnar - Striking

[YOUTUBE]pkQu4r_Qyj8[/YOUTUBE]


Vielleicht erwartet uns genau das in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Gott, bin ich pumped für diesen verdammten Event!

WAR Frank "The Warrior" Mir!


- kovy - 10.07.2009

GSP scheint etwas gehandicapped (schleimbeutelentzündung im rechten ellbogen) in seinen kampf gegen thiago alves zu gehen...

[Bild: http://i28.tinypic.com/mvqlw8.jpg]
[Bild: http://www.combatlifestyle.com/pics/albums/070809mandalay/1015.jpg]

normalerweise:
[Bild: http://www.cdn.sherdog.com/_images/pictures/48/48035.jpg]


Weigh-In Results - Christian - 11.07.2009

Brock Lesnar - 265 lbs.
Frank Mir - 245 lbs.

Georges St. Pierre - 170 lbs.
Thiago Alves - 170 lbs.

Michael Bisping - 186 lbs.
Dan Henderson - 185 lbs.

Alan Belcher - 186 lbs.
Yoshihiro Akiyama - 185 lbs.

Jon Fitch - 170 lbs.
Paulo Thiago - 170 lbs.

Stephan Bonnar - 205 lbs.
Mark Coleman - 205 lbs.

Mac Danzig - 154 lbs.
Jim Miller - 155 lbs.

Jon Jones - 206 lbs.
Jake O'Brien - 206 lbs.

Dong Hyun Kim - 170 lbs.
TJ Grant - 171 lbs.

Tom Lawlor - 184 lbs.
CB Dollaway - 186 lbs.

Matt Grice - 155 lbs.
Shannon Gugerty - 156 lbs.


- Christian - 11.07.2009

Schöne Stimmung bei dem Einwiegen.
Bisping wurde ordentlich Ausgebuht, genau wie Lesnar, wobei sich das dann doch etwas legte.
Hatte etwas Angst das Alves die 170 nichts schafft, aber es ging alles gut, so dass er morgen GSP (der am lautesten bejubelt wurde) umhauen kann. Breites Grinsen
Einer der Fertitta's mit einem schicken PrideFC T-Shirt. Daumen hoch


Undercard Preview - The Russian Zar - 11.07.2009

Die UFC feiert ein ganz besonderes Jubiläum. Am Samstag veranstaltet man im Mandalay Bay Event Center die 100ste Show der Ultimate Fighting Championship (eigentlich sind es noch mehr). Für diesen besonderen Tag wartet der Veranstalter mit zwei Titelkämpfen und jeder Menge interessanter Fights auf. Der große Publikumsmagnet Brock Lesnar, sowie den kanadischen Volkshelden Georges St. Pierre und die beiden TUF Trainer Michael Bisping und Dan Henderson kann man an jenem denkbaren Abend bejubeln. Can Shamrock und meine Wenigkeit, The Russian Zar nehmen diesen Event zum Anlass einen Einblick in die Kämpfe zu bieten. Nun zu den Fights und dem Undercard Preview von Can Shamrock.

-Lightweight Fight:
Matt Grice (9-2-0) vs. Shannon Gugerty (11-3-0)


Los geht es im Lightweight zwischen Matt Grice und Shannon Gugerty. Shannon Gugerty bestreitet am Samstag seinen dritten Kampf in der UFC. Einem Erfolg im Debutkampf gegen Dale Hartt folgte eine Niederlage bei UFC 90 gegen Spencer Fisher, wobei man allerdings hinzufügen muss, dass Gugerty kurzfristig einspringen musste, nachdem Melvin Guillard für diesen Fight ausfiel. Gugerty trainiert unter anderem mit Dean Lister und ist ein ordentlicher Grappler mit einem BJJ Brown Belt, der die meisten seiner Siege über Submission erringt. Zudem gehört er zu den größeren Lightweights und dürfte als Rechtsausleger auch im Stand das ein oder andere Problem darstellen.
Matt Grice bestreitet hier seinen vierten Fight unter dem Banner der UFC. Einem Sieg über Jason Black stehen zwei vorzeitige Niederlagen gegen Terry Etim und Matt Veach gegenüber. Grice ist ein guter Ringer, aber damit hat es sich auch schon fast. Das Striking ist nicht mehr als Durchschnitt und sein BJJ dürfte dem Gugertys nicht gewachsen sein, trotzdem hat Grice durch sein gutes Wrestling zumindest die Kontrolle über den Standort des Kampfes, auch wenn ich bezweifle, dass ihm das langfristig etwas bringen wird.
Gugerty stellt für ihn einfach ein zu großes Matchup-Problem dar und dürfte sowohl im Stand als auch auf dem Boden die Oberhand behalten können.

Tipp: Shannon Gugerty durch Submission in Runde 2


-Middleweight Fight:
Tom Lawlor (5-1-0) (1 NC) vs. CB Dollaway (8-1-0)


Wir gehen ins Mittelgewicht und damit zum Kampf zwischen Tom Lawlor und C.B. Dollaway. Beide wurde durch The Ultimate Fighter dem Kader der UFC hinzugefügt. Lawlor nahm bei der achten Ausgabe der Show teil, verlor allerdings während der Show gegen den späteren Sieger Ryan Bader durch TKO. Später konnte Lawlor bei der Final-Show der Staffel Kyle Kingsbury besiegen um anschließend eine Gewichtsklasse nach unten zu gehen. C.B. Dollaway ging als haushoher Favorit in die siebente TUF-Staffel und untermauerte seinen Status mit schnellen Erfolgen. Leider konnte er es in zwei Anläufen nicht schaffen, Amir Sadollah zu besiegen, sodass der Traum des TUF-Sieges vorbei war.
An sich eine komische Ansetzung meiner Meinung nach. C.B. Dollaway konnte nach der Niederlage gegen Sadollah in der Finalshow zwei Siege feiern, wobei er insgesamt keine sieben Minuten im Käfig stand.
Lawlor ist ein ordentlicher Wrestler mit KO-Power in den Händen und unterdurchschnittlichem Groundgame. Mit Dollaway steht ihm ein besserer Wrestler, Striker und deutlich stärkerer Grappler gegenüber. Dollaway konnte in seiner kurzen Zeit in der UFC schon einige interessante Ansätze zeigen und der Peruvian Neck Tie gegen Jesse Taylor war in der engeren Auswahl zur Submission Of The Year 2008.
Sollte Lawlor den Takedown schaffen, könnte er mit seinem Ground And Pound vielleicht zum Erfolg kommen, die Chancen stehen meiner Meinung nach eher gering, da Dollaway zu diesem Zeitpunkt einfach der bessere und vielseitigere Fighter ist.

Tipp: C.B. Dollaway durch TKO in Runde 1


-Welterweight Fight:
Dong Hyun Kim (11-0-1) (1 NC) vs. TJ Grant (14-2-0)


Es geht zum ersten mal an diesem Abend ins Weltergewicht und damit zum internationalen Fight zwischen dem Kanadier T.J. Grant und dem Koreaner Dong-Hyun Kim. Beide sind bisher noch ungeschlagen in der UFC. Grant konnte sein Debut gegen Ryo Chonan erfolgreich bestreiten, während Kim mittlerweile schon drei Fights in der UFC hinter sich hat und dabei erst Jason Tan und anschließend Matt Brown besiegen konnte. Sein dritter UFC-Fight gegen Karo Parisyan lief nicht ganz so erfolgreich, allerdings wurde die Niederlage im Nachhinein als No Contest gewertet, nachdem man bei Parisyan Rückstände verbotener Schmerzmittel im Blut fand.
Grant ist BJJ Brown Belt unter Jorge Gurgel, aber wer jetzt denkt, dass Grant damit auch Gurgels Eigenart übernimmt, den Fight auf alle Fälle im Stand auszutragen, irrt. Grant ist sich seiner Stärken bewusst und setzt seine Gegner früh unter Druck, um dann später mit seinem Grappling zu punkten. In wie weit er das gegen den größeren und schwereren Kim zeigen kann, bleibt abzuwarten. Kim gehört zu den besten Judokas der UFC und führt einen schwarzen Gürtel vierten Grades in Judo. Zudem gehört er zu den kräftigeren Welterweights, sodass er auch im Clinch eine gute Figur macht, von der Top-Position ganz zu schweigen. Seine Ellenbogen sind gefürchtet. Probleme könnte bei Kim wieder die Kondition machen. Sowohl gegen Brown als auch gegen Parisyan ging ihm im Verlauf des Kampfes die Luft aus und Grant ist ein Wirbelwind im Oktagon, der wirklich aufs Tempo drückt.
An sich würde ich hier auf Kim tippen, aber der Koreaner hat es in jüngster Zeit vermissen lassen, einen Fight vorzeitig zu beenden und ich glaube nicht, dass er Grant zur Aufgabe bringt oder einen TKO schafft, von daher gebe ich aufgrund der besseren Kondition hier Grant den Vorzug, aber es wird knapp.

Tipp: T.J. Grant durch Unanimous Decision


-Light Heavyweight Fight:
Jon Jones (8-0-0) vs. Jake O'Brien (11-2-0)


Es geht hoch in die Light Heavyweight-Division und zum Fight zwischen Jake O’Brien und Jon Jones. Jake O’Brien bestreitet hier seinen zweiten Fight seit dem Wechsel in die Light Heavyweight-Division und seinen siebenten UFC-Fight überhaupt. Nachdem seine Siegesserie gegen Andrei Arlovski ein Ende fand und er sich daraufhin auch noch Cain Velasquez geschlagen geben musste, ist O’Brien momentan weit davon entfernt, auch nur an einer Main Card zu schnuppern. Sollte er dem Erfolg über Christian Wellisch nun einen Sieg über Jones folgen lassen, dann sieht es schon ganz anders aus.
Jones gehört nach seinen durchaus imposanten Punktsiegen über Andre Gusmao und Stephan Bonnar zu den Kämpfern, um die momentan viel Wirbel gemacht wird. Sicherlich, Jones ist ein großes Talent, aber er verlässt sich momentan noch zu sehr auf seine Athletik und auf sein Talent. Mit Jake O’Brien bekommt er hier einen sehr unangenehmen Gegner, gegen den man erstens schwer gewinnt und zweitens im Zweifel nicht gut dabei aussieht, es sei denn man heißt Cain Velasquez. O’Brien gehört zu den besseren Wrestlern der Division, allerdings setzt O’Brien dabei eher auf Kontrolle als auf das frühe Finish, sodass O’Brien zur ungeliebten Riege der Lay And Pray-Ringer gehört, aber danach fragt später keiner mehr, wenn man gewinnt.
Allerdings rechne ich O’Brien wenig Chancen aus. Jones ist jetzt schon mit 21 Jahren der bessere Fighter, obwohl er noch unglaublich roh ist, aber das unorthodoxe Striking sowie der gute Sprawl sollten O’Brien davon abhalten, Jones auf den Rücken zu bringen. Jones wird O’Brien wohl nicht vorzeitig finishen können, aber erneut einen Punktsieg einfahren.

Tipp: Jon Jones durch Unanimous Decision


-Lightweight Fight:
Mac Danzig (18-6-1) vs. Jim Miller (13-2-0)


Es geht zurück in die Lightweight-Division und damit zum Fight zwischen Jim Miller und TUF 6-Gewinner Mac Danzig. Miller betrat die UFC Oktober letzten Jahres und konnte sofort mit starken Leistungen gegen den europäischen Top-Grappler David Baron und Matt Wiman punkten, bevor er sich bei UFC 96 gegen Gray Maynard seine erste Niederlage in der UFC abholte. Für Mac Danzig begann die UFC-Karriere auch vielversprechend. Nachdem Danzig bei der TUF-Show allen anderen Teilnehmern überlegen war und das auch das ein oder andere mal im Haus den anderen mitteilte, konnte er danach eher selten auf Siege anstoßen. Einem Erfolg über Mark Bocek folgten zwei deutliche Niederlagen gegen Clay Guida und Josh Neer.
Miller ist ein starker Grappler und ein Energiebündel im Käfig. Miller versucht ständig, den Takedown zu schaffen und am Boden geht er auch sofort auf die Submission. Gegen Matt Wiman führte das zu einem sehr ansehnlichen Fight. Mac Danzig hingegen ist eher im Striking zuhause, allerdings verfügt Danzig über ebenso gute ringerische Fähigkeiten und auch auf der Matte weiß er sich zumindest zu helfen. An die Fähigkeiten eines Miller kommt er da wohl nicht heran, aber dafür hat er im Stand den Vorteil.
Für beide ist dieser Fight außerordentlich wichtig. Miller will wieder nach oben klettern auf der Lightweight-Leiter und für Danzig geht es hier fast schon um eine weitere Beschäftigung in der UFC, von daher werden beide kämpfen bis zum Umfallen. Allerdings gebe ich hier Miller den Zuschlag. Sein Standup ist nicht so schlecht, sein Wrestling ist gut und das Ground Game sowieso. Das, gepaart mit der hohen Geschwindigkeit, dürfte am Ende zuviel sein für Danzig, ein Finish werden wir aber auch hier nicht sehen.

Tipp: Jim Miller durch Unanimous Decision


-Light Heavyweight Fight:
Stephan Bonnar (11-5-0) vs. Mark Coleman (15-9-0)


Zum Abschluss der Undercard gehen wir noch einmal in die Light Heavyweight-Division und zum Kampf zwischen TUF 1-Finalist Stephan Bonnar und UFC-Hall Of Famer Mark Coleman. Stephan Bonnar gehört mittlerweile zu den erfahreneren Light Heavyweights der UFC und hat seinen Status als Gatekeeper zementiert. Für Fighter vom Kaliber Eric Schafer und Mike Nickels mag es noch reichen, aber wenn es gegen aufstrebende Kämpfer vom Kaliber eines Jon Jones oder früher noch Rashad Evans geht, da kann er wohl nicht mehr mithalten. Das Mark Coleman nicht zu den aufstrebenden Stars der Promotion gehört, sollte ob seines nahezu biblischen Alters von 44 Jahren einleuchten. Coleman kehrte fast auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem letzten UFC-Fight gegen Pedro Rizzo bei UFC 18 zurück und verlor gegen Mauricio Rua. Dabei sah Coleman nicht wirklich gut aus. Mit einer guten Pumpe war er noch nie gesegnet und das Alter hat seine Spuren bei ihm hinterlassen. Coleman wirkte behäbig und langsam, der TKO durch Rua war also nur eine Frage der Zeit. Stephan Bonnar könnte man im großen und ganzen als Durchschnitt bezeichnen. Variables Striking, durchschnittliches Wrestling und ein ordentliches BJJ, dazu ein gutes Kinn und nicht die schlechteste Kondition. Allerdings ist Bonnar in seiner Entwicklung stehen geblieben und die lange Verletzungspause dürfte ihm auch nicht gut getan haben.
Trotzdem sollte Bonnar hier einen weiteren Erfolg verbuchen können. Er ist einfach variabler als der stets eindimensionale Coleman und sollte, so es einmal auf den Boden geht auch gegen das Ground And Pound bestehen können. Warum sollte gerade der 44jährige Coleman der erste sein, der Bonnar vorzeitig besiegen kann (dabei lasse ich mal bewusst Bonnars TKO-Niederlage durch einen Cut gegen Machida weg). Im Stand ist der größere und schnellere Bonnar Coleman sowieso überlegen.

Tipp: Stephan Bonnar durch TKO in Runde 1


Maincard Preview - The Russian Zar - 11.07.2009

-Welterweight Fight:
Jon Fitch (18-3-0) vs. Paulo Thiago (11-0-0)


Nach der Undercard die mit einem Hall of Famer gespickt war kommen wir zu dem was die rund eine Millionen Fans, die sich den Event bestellen zu sehen bekommen. Anfangen wollen wir mit einem richtungweisenden Kampf im Welterweight zwischen Jon Fitch, dem Punching Ball von GSP der aber nie aufgab und dem jungen Brasilianer Paulo Thiago. Paulo Thiagos Stern in der UFC erblühte schnell ohne das es einer von ihm erwartete. Vorher nur in seiner Heimat kämpfend gab die UFC ihm die Chance sich gegen Josh Koscheck zu beweisen. Nur die kühnsten Optimisten rechneten wohl mit einem Sieg des Mannes, der aus der Hauptstadt Brasilia kommt. Ganz im Gegensatz zu seinen sonstigen Gewohnheiten schaffte er aber nicht nur den Sieg, sondern konnte Koscheck zum Schock der anwesenden Fans auch ausknocken und sorgte für eine der größten Überraschungen des bisherigen Jahres. Nun heißt es für ihn, die gezeigte Leistung zu wiederholen und seine weiße Weste zu behalten.

Mit Jon Fitch wartet ein harter Brocken, ein Test der wiederrum eigentlich kaum lösbar ist. Der Mann von der American Kickboxing Academy ist einer der erfahrensten Fighter im achteckigen Käfig und musste sich in seiner Zeit bei der UFC nur einmal geschlagen geben. Seine Niederlage resultiert aus einer wahren Schlacht gegen den Welterweight Champion Georges St. Pierre. Fitch der eigentlich unterlegene Gegner musste Schläge einstecken ohne Ende wollte aber nicht aufgeben und erntete so den Respekt der Fans in der Halle und der TV Zuschauer. Die Niederlage verkraftete der US – Amerikaner aber gut und gewann den Kampf gegen den Japaner Akihiro Gono. Wieder auf dem Weg Richtung Titelkampf wartet nun also ein Newcomer, ein schwer auszurechender Gegner auf den Allrounder.

Der Kampf der beiden Weltergewichtler ist schwer vorherzusagen. Paulo Thiago ist noch ein Rätsel was es zu lösen gilt. Die eigentliche Stärke des Brasilianers liegt in seinen Submission Skills, aber der Sieg gegen Josh Koscheck zeigte auch deutlich, dass sein Stand Up nicht zu unterschätzen ist. Der UFC Veteran Jon Fitch sollte das aber im Griff haben. In seinem nunmehr 11 Kampf für die Promotion kann er auf jede Menge Erfahrung vertrauen und auf das Wissen, dass er gegen eine Georges St. Pierre ganze 5 Runden durchhalten konnte. Außerdem hat er auch den Contender des Weltergewichts Champ auf der Liste seiner Opfer. Mit seinem guten Allround Stil wird er im Kampf immer wieder Punkte sammeln und Schwierigkeiten so gut es geht aus dem Weg gehen, sodass er den Kampf über Decision gewinnen wird.

Tipp: Jon Fitch via Unanimous Decision

-Middleweight Fight:
Alan Belcher (14-5-0) vs. Yoshihiro Akiyama (12-1-0, 2 NC)


Vom Welterweight geht es eine Gewichtsklasse nach oben ins Middleweight und zum langerwarteten UFC Debüt von Yoshihiro Akiyama. Aber kommen wir erstmal zu seinem Gegner Alan Belcher. Der junge Mann ist in der UFC sowas wie ein Gatekeeper. Ein Mann der zwar zu der erweiterten Weltspitze zählt jedoch nie an die Spitze seiner Division kommen wird. Niederlagen gegen Yushin Okami, Kendall Grove und zuletzt gegen Jason Day sprechen eine deutliche Sprache und zeigen das der Weg für den erst 25 jähirgen noch sehr weit ist, will er nicht weiter Gatekeeper bleiben. Den bitteren Niederlagen folgten in seiner UFC Zeit aber auch stets gute Siege. Nicht zuletzt der Sieg in seinem letzten Kampf gegen Denis Kang ist hier ein gutes Beispiel. Die Herausforderung vor der aber bei diesem Event gestellt wird ist eine weitaus größere.

Yoshihiro Akiyama ist das Cash Cow von Dream gewesen. Immer wenn der Japaner mit Koreanischen Wurzeln in den Ring der japanischen Promotion stieg gingen die sonst eher mäßigen Quoten in die Höhe. Umso verwunderlicher also, dass der Mann aus Osaka den Weg in die USA zur UFC gefunden hat. Akiyamas einzige Niederlage stammt aus einem Kampf gegen das Schwergewicht Jerome Le Banner, der seine Erfahrung im K-1 und sein höheres Gewicht ausnutzte und den Kampf durch KO gewann. Die letzten beiden Fights von Akiyama darf man nicht als Gradmesser für sein Abschneiden in den Vereinigten Staaten nehmen, da die Gegner kein Weltniveau hatten. Viel mehr über sein Leistungsvermögen sagt der Sieg gegen Denis Kang in dessen Hochphase und der Sieg gegen Melvin Manhoef aus. Akiyama muss sich erstmal wieder gegen Higher Competition beweisen, so stammen seine großen Kämpfe aus dem Jahre 2007.

Als guten Einstiegskampf für den Japanischen Helden kann man diesen Fight sehen. Beide Fighter sind sowohl im Stand als auch am Boden gefährlich und so kann sich keiner ausruhen und den Kampf in eine bestimmte Situation führen. Akiyama sollte in diesem Fight die Oberhand behalten. Seine bisherigen Gegner waren zwar nicht immer besser, als die von Alan Belcher trotz allem findet man dort große Namen der Division und Akiyama hat eine Menge Erfahrung. Belchers großes Plus ist das Selbstbewusstsein, dass er aus seinen letzten beiden Kämpfen ziehen konnte. Der Kampf wird im Stand vorentschieden in dem Akiyama Belcher schwer trifft und den Kampf am Boden per Ground and Pound finished.

Tipp: Yoshihiro Akiyama via TKO in Runde 2

-Middleweight Fight:
Michael Bisping (17-1-0) vs. Dan Henderson (24-7-0)


In der Gewichtsklasse bleibend kommt es zum Duell der TUF 9 Trainer, das Duell Großbritannien gegen die USA. Michael Bisping trifft hierbei auf die Pride Legende und Titelträger in zwei Gewichtsklassen Dan Henderson. Michael Bisping ist der große Publikumsmagnet der Engländer. In die UFC kam er über die 3. Staffel von The Ultimate Fighter die der Mann von der Wolfsair MMA Academy gewinnen konnte. Sein Weg schien unaufhaltsam in die Titelregion der Light Heavyweight Division zu gehen, doch der Split Decision Sieg über Matt Hamill, sowie die bisher einzige Niederlage seiner Karriere gegen Rashad Evans ließen ihn seine erste Krise in seiner Karriere erleben. Sein Weg führte ihn ins Middleweight. Dort angekommen gab man ihm zwei dankbare Gegner, die er jeweils ziemlich deutlich besiegte. Charles McCarthy sowie Jason Day war zwei Tests zur Eingewöhnung an die neue Gewichtsklasse. Mit Chris Leben servierte man ihm danach einen deutlich schweren Gegner. Chris Leben lag dem Engländer nicht und er tat sich schwer die nötigen Punkte zu sammeln um den Sieg per Decision zu holen. Mit Dan Henderson wartet nun einer der besten MMA Kämpfer der Welt auf ihn, mehr als ein Richtungstest, hier geht es um die Chance auf einen Titelkampf.

Jener Dan Henderson trainiert beim Team Quest und war 2 mal im Olympia Team der Ringer. Im Laufe der Jahre eignete er sich aber auch schwere Fäuste an, die für jeden Kämpfer eine Gefahr darstellen können. Mit seinen nunmehr 38 Jahren und 31 Fights gegen die besten MMA Fighter auf dem Planeten gehört er wohl zu den erfahrensten noch aktiven Duellanten. Legendär wurde der Amerikaner dadurch, dass er zwei Titel gleichzeitig hielt bei Pride und diese auch als jeweils letzter Kämpfer der Promotion die ja leider die Tore dicht machen musste. Bei UFC 75 kehrte er dann wieder zur UFC zurück und bekam auch prompt einen Titelkampf den er knapp durch Decision gegen Quinton Jackson verlor. Das ganze passierte im Halbschwergewicht. Sein nächster Kampf war dann wieder im Mittelgewicht. Auch hier durfte er wieder um den Titel kämpfen. Er gehört wohl zu den wenigen Leuten, die sagen können, sie hätten Anderson Silva eine Runde abgenommen. Trotz der sehr guten ersten Runde verlor er in Runde 2, in dem er schwer KO ging. Um ihn wieder aufzubauen, bzw. um den jungen aufstrebenden Brasilianer Rousimar Palhares zu testen, stellte man den Veteranen gegen eben jenem. Toquihno konnte zwar gut mithalten, verlor aber gegen einen wieder besser aufgelegten Dan Henderson, der seinem Spitznamen mal wieder alle Ehre machte und sich die Decision sicherte. Mit einem knappen Sieg gegen Rich Franlin qualifizierte er sich für diesen Contender Fight.

Dan Henderson gegen Michael Bisping dürfte ein Fight werden der sich Großteils im Stand abspielen sollte. Beide Boxen gerne, nur sollte es sich Michael Bisping gut überlegen ob er das versucht. Dan Henderson kann sein Kinn testen und hat selbst ein recht stabiles Kinn. Auch am Boden sollte Henderson dem jungen Engländer überlegen sein. 2 Olympische Spiele sprechen hier wohl eine deutliche Sprache. Schafft Bisping also keinen Lucky Punch sollte es Henderson schaffen, Quinton Jacksons Trainingskameraden zu bezwingen. Ob er das per KO oder über Punkteentscheid macht spielt eigentlich keine Rolle. Bisping wird hier vor ein schlechtes Match Up für ihn gestellt.

Tipp: Dan Henderson via Unanimous Decision