Hier die restlichen die ich gesehen habe:
Wettbewerb:
Jud Süß: Der neue Röhler Film und einer der wenigen deutschen im Wettbewerb. Er handelt vom verboten NS-Propagande Film"Jud Süß" der seit 1945 verboten wurde und wie er auf Druck Goebbels zustande kam, die Schauspieler mißbraucht wurde etc. Er ist auch hervorragend besetzt, nur leider im ganzen einfach mißlungen. Einerseits bedient er sich ja der historischen Figuren, bleibt aber nicht bei der Wahrheit, andererseits erfindet er Dinge hinzu die der Film nicht nötig hat (Sexszenen etc). Schade um ne vertanene Chance, aber ne 1/10 wie er zumeist bewertet wurde ist auch übertrieben
Exit through the gift shop:
Film beschäftigt sich mit Street Art, diese unterscheidet sich zum Grafiti dadurch, dass nichts gesprüht wird, sondern meist geklebt, wie zB Symbole. Dadurch dass sich die Person um die der Film letztendlich geht seit den Anfängen damit beschäftigt hat ist es ganz interessant die Entwicklung zu sehen, denn einige der Künstler sind inzwischen anerkannt in der Kunstszene und mehrfache Millionäre.
Sollte man sich nicht entgehen lassen, sehr witzig gemacht!
Rompecabeza aka Puzzle: Argentinischer Wettbewerbsfilm in dem eine Hausfrau eine Leidenschaft fürs Puzzlen entdeckt und diese auf Kosten der Familie ausbaut. Leider aber sehr flach und kitschig
Na putu:
Ein Film aus Bosnien-Herzegowina, für mich ein heißer Bärenkandidat.
Ein Pärchen dass die üblichen Probleme hat, bis der Mann einen alten Kriegskamerad wieder trifft der inzwischen seinen islamischen Glauben extrem auslebt. Der Mann bekommt dort einen Job und verändert sich. Der Film ist als Sinnbild für die Entwicklung in Bosnien zu sehen, ein großteil der Bevölkerung öffnet sich dem Westen, ein anderer Teil wird infolge des Krieges und der Vertreibung und Kriegsverbrechen radikal, welche Bewegung hat am Ende die Oberhand?
How I ended this Summer: Erster der 3 Filme bei denen nichts passiert aus Russland. 2 Männer sind allein auf einer antarktischen Forschungsstation, nur über Funk mit der Außenwelt verbunden, und müssen alle 3h meßergebnisse durchgeben. Als der eine dem andere den Tod seiner Familie verschweigt und dies herauskommt jagen sich die beiden ein bisschen, aber mehr passiert auch nicht in den 2h
The Kids are allright: Nächster Film mit Rufallo neben Shutter Island und wesentlich unterhaltsamer. Rufallo ist Spenderdaddy *g* für 2 Lesben, deren 2 Kinder, den leiblichen daddy kennenlernen wollen,.
Das ganze ist eine sehr amüsante, aber auch tiefgründige Komödie, in der das lesbische Paar wie jedes andere Paar reagiert. Alle Figuren sind sehr tief und auch das Ende ist stimmig, denke mal der wird ins Kino kommen bei uns
Shahada: Fürs kleine Fernsehspiel gedreht, sprich Erstlingsfilm und gleich im Wettbewerb, leider gehört er dort aber nicht hin. Der Regisseur versucht die Konflikte vom Emigranten bzw Moslems darzustellen in unserer Gesellschaft, anhand von mehreren, kaum ineinander verwobenen Gesichten. Leider bleibt alles zu vage, aber guter Ansatz.
Bal/Honey: Teil 3 einer Trilogie die ohnedie ersten beiden wohl schwer zu verstehen ist, da es chronoligisch gesehen der erste ist.
Allerdings wieder ein türkischer, scheinen echt begabte Regisseure hochzukommen. Es geht um einen kleinen, dessen Vater, ein Hingsammler, verunglückt. Sehr ruhig erzählt mit sehr schönen Bildern.
The Hunter: Beitrag aus dem Iran über einen Mann dessen Frau erschossen wird, sein Kind findet er auch nicht mehr, daraufhin dreht er durch und tötet einen Polizisten worauf ein Wettlauf beginnt. Im politischen Kontext betrachtet ist das Ende leider sehr bedrückend, aber trifft wohl was derzeit im iran passiert, der einzelne ist nichts wert, der Staat entscheidet wer lebt und stirbt.
Berlinale Special:
Welt am Draht: Fast verschollener Faßbinder TV-Zweiteiler, der sich mit der Zukunft beschäftigt. Aus dem jahre 1976 handelt er von parallelen Computerwelten, aus heutiger Sicht natürlich nicht mehr sehr futuristisch. Wie immer mit dem festen Faßbinder Ensemble. Zieht sich halt da 2x 105min, aber fand ihn ganz unterhaltsam.
Forum/Panorama:
Fin/Ende: Der Tag der Filme wo nichts passiert, endete mit Fin. Es ging um 3 Jugendliche die mit einem Auto an einen abgelegenen Ort fuhren, alle sehr bedrückt, denke mit dem Titel kann man sich denken was passiert, nur da hätte es auch ein Kurzfilm mit 15min getan.
Pus: Direkt davor kam der türkische Film Pus. Die männliche Hauptpseron um die 40, astreunt herum, stiehlt ab und zu was und kommt durch Zufall mit einem Mörder in Kontakt, dessen auftrag er dann ausführen will, nachdem diesen die Polizei erschoßsen hat, hm?
Portrait of the Fighter: Mit knapp 3h einer der längsten Filme dieses Jahr. Der rumänische Filme handelt vom Widerstandskampf der Rumänen nach dem Krieg gegen die kommunistischen Besatzer. Diese wollten ein anderes System und haben autarg, also ohne Unterstützung der Kirche, des Auslands etc gekämpft. Der Film beruht auf den Erinneurngen eines überlebenden, der rest wurde hingerichtet, und ist trotz der Länge unterhaltsam, denn es wurde auch immer wieder die andere Seite gezeigt. Wieder einmal hervorragendes Kino aus Rumänien!
El mal ajeno

ie Ödipus Story im hetigen Argentinien angesiedelt, als ich das mal erkannt habe gabs auch keine Überraschungen mehr ;)
Kanikosen: Spielt auf einem japnischen U-Boot im 2.Weltkrieg gegen Russland, die Mannschaft rebelliert solidarisch dne rauhen Umgang der "oberen", so ne Art Panzerkreuzer Potemkin geschichte, leider den Anfang verpasst, daher kann ich auch nicht beurteilen.
Parade: Die Erwartungen waren hoch, der Regisseur hatte 2002 "Go" gemacht, einer meiner top 20 Filme. Der neue Film handelt von 4 Jugendlichen die sich eine Wohnung teilen. Der Film beschäftigt sich jeweils 30min näher mit einer Person. Es sind dabei sehr interessante Charaktere und im Vergleich zu den anderen asiatischen keine allzu abgefahrenen aus unserer Sicht, aber mir hat das Ende nicht gefallen. Trotz allem für Freunde des asiatischen Kinos ein Tipp, allerdings dann unbedingt das Berlinale Highlight 2008, Love Exposure anschaun!!!
Welcome to the Rileys: Auf den hatte ich mich wegen Gandolfini am meisten gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Die Ehe mit seiner Frau ist fast zerbrochen(aufgrund des Todes ihrer gemeinsamen Tochter), er hat ne affäre, aber diese stirbt. So kommt er nach New Orleans und trifft fort in einem Stripclub eine junge Tänzerin und zieht bei ihr ein, weil er ihn an seine Tochter einnert, die Frau kommt auch nach New Orleans ...
Wieder mal ein super US_Independent Film, leider ist die Berlinale da eher immer schwach besetzt, aber bald ist ja wieder Münchner Filmfest mit Schwerpunkt auf US-Kino ;)
Im Schatten. Wie schon erwähnt, eins meiner Highlights. Ein Mann wird aus dem Knast entlassen und ist gleich auf der Suche nach dem nächsten "Job", er kommt dabei sofort wieder in probleme, zieht aber einen Überfall auf einen Geldtransporter durch. Wie ssoft im neuen deutschen Film, ist dies alles mit sehr langen Einstellungen gedreht, die Figuren sind sehr präsent, das dramatische und offene Ende vorhersehbar. Leider zu selten in unseren Kinos!!
Aisheen(Still alivve in Gaza): Doku über den Zustand in gaza nach den jüngsten Angriffen in Gaza. Wieso sehen wir da nicht mehr Bilder? Es sieht aus wie in haiti, die Israelis bomben täglich, scheinbar nach Lust und Laune, wird ein Arzt benötigt muss man die Leute nach Ägypten bringen ...
Natürlich sehr einseitige Doku, denke auch nicht dass ein isreali mitgemacht hätte, aber schlimm was da passiert, wenn man die jungen Leute gefragt hat was sie machen wollen kam meist wohl als Selbstmordattentäter sterben, sonst gibts ja keine Alternative ...
Film wurde dank der Schweiz produziert.
A Crowd of Three:
3 Jugendliche, 2 Jungs und 1 Mädl, alles außenseiter, hauen von daheim ab. Eine Art Roadmovie.
Kawa no soko kara konnichi wa aka Sawako Decides:
25jähriges Mädl. 5 Jahr an der Uni, 5er Job, 5er Freund. total lethargisch ist mit nem mann zusammen der ein Kind hat obwohl sie nichts mit Kindern anfangen kann, den Typ auch nicht mag, aber ihr Motto lautet "Da kann man nichts machen" . Eine Änderung gibts erst als sie wieder heim zum Vater geht, der im Sterben liegt und den sie seit 5 jahren nicht mehr gesehen hat, seit sie ausgerissen ist.
Über weite Strecken sehr lustiger Film, aber immer tragisch, fand ihn sehr gelungen,
Tag des Spatzen: Während man meist nur Bilder über die Natur sieht und es über Spatzen geht, geht es eigentlich um den Afghanistan Krieg, da er bei der Bundeswehr keine Drehgenehmigung bekam, wurde dies teils mit Untertiteln, teils durch Erzählung eingebaut. Interessanter Ansatz, aber bisschen langweilig ;)