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Zars Literaturecke
#14
na so auf Papier und mit einem Einband drum herum ^^
nicht auf einem Pad zu lesen, oder gar Comics ^^
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#15
Wir wollen Bücher(-titel) hören, nicht was ein Buch ist. Breites Grinsen:P
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#16
Zitat:Original von Sawyer
Wir wollen Bücher(-titel) hören, nicht was ein Buch ist. Breites Grinsen:P

Kommt ja nichtmal wirklich darauf an, was für ein Buch es ist. Bücher und Musik regen erwiesenermaßen die Fantasie des Lesers bzw. des Hörers an, da nur ein Teil gegeben ist und der Rest in der Vorstellungskraft der einzelnen Person liegt.
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#17
Und mal davon ganz abgesehen, ist das hier kein wir diskutieren was ein Buch ist -Thread ^^

Ich möchte halt viel leiber wissen, was ihr so von meinen Werken haltet ;)
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#18
Zitat:Original von Zar
Ich möchte halt viel leiber wissen, was ihr so von meinen Werken haltet ;)

Vorweg erstmal meinen Respekt, dass du deine eigenen Gedichte hier postet.

Mich persönlich berühren die Gedichte nicht wirklich, was allerdings nicht zwingend an der Qualität der Gedichte, sondern viel mehr an meiner eigenen Sichtweise zur Fantasie liegt.

Vielleicht noch etwas konstruktives:

Vielleicht kannst Du an gewissen Stellen einen Absatz mehr mit einbauen, dann lesen sich die Gedichte etwas leichter und flüssiger
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#19
Die düsteren Drei


An einem dunklen Ort, natürlich Untertage, hörte man etwas kratzen, tuscheln, heimlich in sich hinein lachen.
Das Feuer warf zuckende Schatten an die unregelmäßigen Steinwände und ließ drei Gestalten erkennen.
Jeder für sich war schon gefährlich, verrückt und mächtig, aber zusammen waren sie eine Bedrohung für
die vorherrschende Ordnung dieser Welt. Sie hätten auch schon lange die Herrschaft übernommen, wenn
es ihnen nicht so einen Spaß gemacht hätte, mir ihren Opfern zu spielen. Denn wo war der Reiz an einer Welt,
die keine Gegenwehr mehr aufbringen könnte? Auf dieser Welt gibt es auch Streiter für das Gute, aber auch sie
waren nur Spielbälle in den Machenschaften der düsteren Drei.

Sie hatten viele Namen, einige unaussprechlich, einige aus Furcht geboren. Die Namen, die sie sich selbst gaben,
waren weder unheillvoll oder gar mächtig. Wenn sie unter sich waren, bedeuten Namen nicht wirklich etwas.
Sie waren bloß Mittel zum Zweck, um sich ansprechen zu können.

Sie standen um ein Feuer herum, in ihren Tätigkeiten vertieft. Nadja, die von ihren Feinden die tödliche Alvana
genannt wurde, lass in einem sehr alten Buch. Dieses war in einer auf dieser Welt ausgestorbenen Sprache
geschrieben, und nur wenige waren in der Lage sie zu lesen, geschweige dann wirklich zu verstehen. Sie suchte
Nach einem bestimmten Fluch, mit dem sie die Feinde belegen konnte, die auf dem Weg waren um die düstere Drei-Boshaftigkeit
zu besiegen. Das dieser Versuch zum scheitern verurteilt war, ist ebenso offensichtlich wie amüsant. Nadja
hatte eine Ausstrahlung die von ungeheurer Macht zeugte. Diese wurde nur noch durch ihre Attraktivität übertroffen
die sich nicht alleine aus Schönheit, sondern eher aus der Kühle ihres Auftretens erklärte. Ihre schwarze Mähne
schlang sich ungebändigt um den Kopf, verlief schlangenhaft den Hals bis auf den Ansatz ihres Dekoltees herunter.
Diese Haare, ihre blitzenden braunen Augen und ihre weiße Haut ergaben eine Mischung, die am ehesten mit
wild und ungezähmt beschrieben werden kann. Wenn sie meinte etwas Besonderes in dem Buch gefunden zu haben,
kratzte sie mit einem alten Bleistift Anmerkungen hinein. Somit wurde das erste Geräusch erklärt.

Nun bleiben Fragen offen, die erste, wer der beiden Übrigen tuschelte? Dies war Zar, der einzige der ein wenig
auf seinen Namen eingebildet war, und somit nicht jene souveräne Ausstrahlung von Nadja erreichte. Aber auch er
hatte Macht, die nur nicht so offensichtlich war. Sein Äußeres war nicht schön, aber trotzdem beeindruckend.
Alleine mit diesem schaffte er es, seinen Feinden und Opfern schieres Entsetzen abzutrotzen. Er war alt, und das
sah man auch. Seine runzelige Haut war zwar frei von Entstellungen, seine Hände jedoch hatten Altersflecken. Sein kleiner
kahler Schädel wurde beherrscht von den Augen. Diese waren außergewöhnlich groß. Hatte er seine Augen nicht
in völliger Konzentration geschlossen, hätte man keine Pupillen oder Iris ausmachen können. Nur total weiße Augäpfel,
die ihm einen total emotionsloses Aussehen gaben. Seine Finger waren langgliedrig und endeten in schwarzen Fingernägeln.
Er war in einer langen schwarzen Robe gekleidet und bis auf eine mattschwarzes großes Amulett um seinen Hals war
er vollkommen schmucklos. Er hatte eine sehr tiefe, mächtige Stimme und selten gelang es Lebewesen dieser Stimme
und dem Blick standzuhalten. Er tuschelte Worte der Macht und steigerte sich in einen langsamen Gesang hinein.
Seine bisherigen Feinde haben beim Klang seiner Stimme bisher immer angsterfüllt die Flucht ergriffen und
mit einem entsetzten Klang seinen Namen gerufen, bevor sie starben. Asrakan, der Finstere.

Das dritte Geräusch war nun wieder zu hören, Schnizi, wie er sich liebevoll nannte, lachte in sich hinein.
Wusste er doch, dass er bald in die Schlacht ziehen durfte. Seine Armee aus unbeschreiblichen, dunklen
Kreaturen erwartete ihn bereits. Er war ein schlanker, rothäutiger Dämon, mit giftgrünen Augen. Sein großer
athletischer Körper war nur mit einer schlichten blauen Hose aus grobem Stoff bedeckt. Er hatte einen
mächtigen Kopf mit feuerroten, wilden kurzen Haaren. Aus seiner Haut brachen in unregelmäßigem
Abständen schwarze Stachel hervor, die eine giftige Substanz absonderten, sobald sie von einem normalen
Lebewesen berührt wurden. Er atmete schwer, war er doch schon ganz auf seinen Einsatz vorbereitet
und wartete ungeduldig darauf, seine Feinde zu zerfetzen. Seine Hände und Füße endeten in langen Klauen, mit
denen er effizient arbeitete. Sein Name wurde bei seinen Feinden aus Angst selten ausgesprochen und nur
hinter vorgehaltener hand wurde von Israhuk dem Gnadenlosen geflüstert.


Plötzlich hörte Zar auf zu singen, Nadja sprach Worte der Macht und beide blickten Schnizi an.
Wie auf einem geheimen Zeichen hin sprachen die beiden synchron das Wort, welches Schnizi
schon so herbeigesehnt hatte. „Zerstöre!!!“
Und Schnizi sprang in langen Schritten aus dem Raum und lachte leise in sich hinein….
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#20
und noch ein Gedicht Smile



Liebe?

Ja, ich habe die Liebe gespürt
war Teil von ihr, und habe sie gekostet
aber letztendlich
habe ich sie auch immer getötet

Ich erwache aus Träumen
In denen meine Ex-Freundin
mich anlacht und als Dämon tituliert
und es gefällt mir sogar

Immer wieder frage ich mich,
wie es passieren konnte
Ich habe aus Rücksichtnahme
meine Freundin tief verletzt

Und wieder wirft sich für mich die Frage auf
Bin ich der Mörder der Liebe?
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#21
So, jetzt muss ich hier auch mal sagen das es wirklich teilweise klasse Werke von dir sind!!

Wirklich spitze, weiter so! Daumen hoch Daumen hoch
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#22
Erstmal danke für das Lob Smile

Aber mich würde schon noch interessieren, welche dir gefallen, und eventuell auch warum.
Bei deinem Beruf traue ich dir das voll zu ^^
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#23
So, hier mal meiner Meinung nach das Beste, was ich je geschrieben habe:


Literarischer Notstand


Manchmal verspürte er den Drang zum Schreiben, doch wenn er sich hinsetzte, fiel ihm nichts mehr ein. Dabei halfen ihm weder die Drogen, noch die aufputschende Musik, die ihm so oft halfen, seine Gedanken zu ordnen.
In so einer Phase entstanden Sätze wie: "Stadteinwärts gucken hohle Schädel traurig."
Gut, aber zu keiner Story gehörend. Es ist keine große Kunst, brillante Sätze zu formulieren - jeder drittklassige Ghostwriter eines Politikers vermag dieses. Die Kunst besteht darin, solche Sätze wie beiläufig zu bringen, sozusagen als glänzende Perlen im schleimigen Fleisch der Austermuschel. Ein Ruhepol im zuckenden, glitschigen Leben. Ähnlich wie in der Musik muss es einem gelingen, regelrechte Hymnen zu platzieren, im Rhythmus des durchschnittlichen Wortschwalls.


Normalerweise brachten ihn die Drogen dazu, einfach alles aufzuschreiben, was er in seinem literarischen Phantasietrip erschuf. War er dann wieder clean, las er sich alles noch mal durch und war immer wieder erstaunt, dass er so viele geniale Sätze und Passagen formulieren konnte. Er glich jemanden, der Gold im Sand suchte und er hatte wohl das gleiche Gefühl, wie jene Goldsucher, wenn er fand, was er suchte: Brillanz in Form aneinander gereihter Sätze, Wörter und Buchstaben. Ja - selbst ein normaler Punkt, ein ungewöhnlich gesetztes, aber trotzdem passendes Satzzeichen konnte diese Euphorie erzeugen.


Jetzt funktionierte selbst dieses nicht mehr. Er war wütend, fühlte seine wachsenden Zorn, einem brodelnde Vulkan gleich, welch hilflose menschliche Reaktion auf das Gefühl der Leere in seinem Kopf. Was sollte er denn anderes tun, als Gegenstände durch die Gegend zu werfen. Im Gegensatz zu Menschen, versuchten diese wenigstens nicht, irgendwelche tollen Ratschläge zu erteilen. Seine Reaktion hätte in solchen Momenten vielleicht dazu geführt, den Menschen zu verletzten oder zu töten.
Ja - destruktive Gewalt nahm einen immer größer werdenden Platz auf der Farbpalette seiner Emotionen ein. Er fand gefallen darin, sich in Gewalt und Selbstmitleid, abwechselnd wie Ebbe und Flut, zu verlieren. Welch ein Versager er doch war, gefangen in zwei Gefühlen der destruktiven Art. Anstatt zu schaffen, zerstörte er nur noch, seine Geschichten und sich selbst.


Langsam beruhigte er sich wieder, suchte nach Lösungen, entwarf Konzepte und verwarf sie wieder. Keine kreativen Ergüsse heute Nacht, soviel stand fest. Was also anfangen, mit der angebrochenen Nacht? Er sollte schlafen, er hatte schon seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Wenn doch, hatte er drogengeschwängerte Träume, Alpträume - um genau zu sein.
Deshalb schlief er nicht mehr, aus Furcht wieder zu träumen.

Überall nur noch Einbahnstrassen - kein Ausweg!!!
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#24
Kurz, aber schmerzvoll:


Der Krieger

Schwer enttäuscht, getroffen und verletzt
Mit blutendem Herzen, geht der Krieger zu Boden
Feinde konnte er besiegen
Aber die Liebe hat ihn getötet
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#25
Hier mal was ganz anderes:


Auren

Schreie.
Blut.
Tod.
Stille.

Er steht zitternd mitten drin. Aber es ist kein Zittern der Angst, sondern ein Zittern, das in der Stunde der Erregung geboren wird. Es lag in den Wehen, als seine Wut ihn steuerte. Es war eine schnelle Geburt, ohne Komplikationen. Zumindest für ihn.

Seine Opfer würden es anders sehen, sie zumindest haben den Schmerz der Wehen und der Geburt gespürt. Sie haben ihn raus geschrien. In die Welt hinaus geschrien. Er war in ihren Augen zu sehen. In der Minute des Todes nahm er den Kopf seines Opfers uns blickte ihm in die Augen. Er versuchte etwas zu entdecken. Die Seele, den Sinn, die Quelle des Lebens.
Er glaubte es gesehen zu haben bei seinem ersten Opfer. Seit dem suchte er bei jedem anderen Opfer wieder danach. Dann schnitt er die Halsschlagader auf und trank das Blut, saugte gierig den Lebenssaft auf nur um ihn Stunden später wieder zu erbrechen. Er hoffte aber auf die Energie, die dem Blut doch innewohnen musste.

Verzweifelt suchte er nach dem Sinn des Lebens in den letzten Worten der Opfer, aber in fast allen Fällen war es nur sinnloses Gestammel oder erschöpftes Stöhnen. Er suchte schon so lange nach dem Sinn des Ganzen und fand nichts. Dann verfiel er in tiefe Depressionen und fragte Gott, warum er ihn so leiden lässt. Womit er das verdient hatte. Warum bekam er keine Antwort auf seine Fragen?

Nur laute und aggressive Musik verhinderte ein ständiges Denken. Sein Hirn suchte ständig nach dem Muster hinter den Mysterien des Lebens. Die Musik betäubte seine Gedanken zumindest für ein paar Minuten. Aber die Spannung baute sich immer wieder auf, und irgendwann musste sie raus. Gott hatte ihm die Werkzeuge dafür gegeben. Er hatte den Jagdinstinkt und fand immer die richtige Beute. Er setzte sich in ein Cafe und suchte nach den strahlenden Menschen. Man erkannte sie immer. Männer oder Frauen. Mädchen oder Jungen.
Das Alter war unwichtig. Aber diese Menschen waren immer der Mittelpunkt. Sie kamen in ein Restaurant, in ein Geschäft oder Cafe und alle hielten insgeheim den Atem an. Sie alle konnten diese Präsenz spüren. Die göttliche Aura, die einem förmlich anschrie: BEACHTE MICH!

Dann wieder wurde die Aura versteckt. Alle anderen gingen wieder ihren Tätigkeiten nach, er saß da und starrte intensiv auf den Menschen der so strahlte. Er war das Gegenteil. Niemand beachtete ihn auf den ersten Blick. Wenn er es wollte, konnte er ein Magnet sein. Aber er konnte sich auch absolut unauffällig in eine Ecke verziehen und sein Opfer anvisieren. Er sah eigentlich mittelmäßig aus, hatte aber immer eine unterschwellige Gefahr von sich ausgehend. Diese machte ihn für die Feiglinge zum Jäger. Für die Abenteurer jedoch interessant. Strahlende Menschen sind immer Abenteurer. Sie merkten, wie er sie anstarrte und schauten ihm direkt ins Gesicht, dann lächelte er zurück. Kein freundliches Lächeln, sondern ein sardonisches. Diese Lächeln besagte: Komm mit mir, ich kann dir Dinge zeigen, die noch niemand gesehen hat. Damit wurde das Zittern gezeugt, welches im Blutrausch geboren wird.

Irgendwann würde auch er strahlen. Irgendwann würde er in einen Raum eintreten und alle Köpfe würden sich zu ihm drehen. Und alle Augen sich vor Ehrfurcht weiten. Dann endlich hätte er den Sinn des Ganzen gefunden.

Aber bis dahin muss er jagen und suchen. Weitere Jahre. Weitere Morde.
Schreie.
Blut.
Tod.
Stille.
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#26
Mal wieder hoch hol, aus aktuellem Anlass!
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