16.05.2010, 01:39
iIch weiss nicht ob dieser Schwindelkl zwingend etwas mit Wrestlibng zu tzun hat - jedenfalls ist Käpernick ein Schnellläufer gewesen. Von der Zeit her würde es auch passen.
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Epochen des deutschen Wrestlings
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16.05.2010, 01:39
iIch weiss nicht ob dieser Schwindelkl zwingend etwas mit Wrestlibng zu tzun hat - jedenfalls ist Käpernick ein Schnellläufer gewesen. Von der Zeit her würde es auch passen.
16.05.2010, 01:48
Den Artikel hat mir der ital. Historiker G. Bonini zugeschickt. Er ist auch Autor mehrerer Bücher zum Thema Gewichtheben und Kraftakrobatik. Das hing ja damals alles zusammen.
18.05.2010, 13:59
So hier sind ja noch ein paar Fragen von zbyszko offen.
Zitat:Zwar sind Wrestler unterschiedlicher Stile schwer vergleichbar, aber insgesamt würde ich Abs sogar als größten und bedeutendsten deutschen Ringer überhaupt bezeichnen. Dieter, Wanz, Schikat und Schwarz Jr. in allen Ehren, aber Abs sticht für mich am allermeisten hervor. Nein, Abs ist als größter deutscher Pionier anzusehen, jedoch nicht als größter deutscher Ringer im Allgemeinen. Man könnte natürlich nun eine ganze Reihe an Namen aufzählen, die viel für das Catchen und den Berufsringkampf in Deutschland allgemein geleistet haben. Da wären Berger und Selenkowitsch als wichtige Promoter. Paul Westergaard-Schmidt als IBV Präsident und wichtiger Ringer der Vorkriegszeit. Westergaard-Schmidt war nicht nur mehrfacher Weltmeister, kann im Moment gar nicht sagen wie oft - 5x,6x (??), sondern auch einer der Wegbereiter für den Neubeginn nach Kriegsende 1945. Das war nämlich keine Selbstverständlichkeit, das es so schnell wieder losging. Paul hat in Hamburg große Turniere veranstaltet, durch die etwa auch ein Gustl Kaiser bekannt wurde. Zu nennen wären noch Leute wie Carl Jänecke, die sich als Sportjournalisten und Verbandsgründer verdient gemacht haben. Jänecke war im Übrigen auch ein Förderer und Trainingspartner von Abs. Vielleicht sollte ich noch Jakob Koch, Heinrich Eberle, Georg Strenge und Altmeister Heinrich Weber nennen. Vier große Ringer, die den deutschen Berufsringkampf stark prägten. Sowohl im Ring als auch durch Fachbücher und als Trainer. Zitat:Wieso ist ausgerechnet die IWW der Vorläufer der Indy-Promotions? Warum nicht VoRo oder frühere unabhängige Veranstalter, die nicht im VDB oder im IBV organisiert waren? Völlink war mehr zum IBV hingezogen! Das lässt sich gut in den Dokumenten ablesen, da er mit Schäfer auch in Kontakt stand. Und Schäfer war, unabhängig von seinen Ambitionen zur GWF und zum VDB, ein sehr starker Anhänger vom IBV. Haupt und Kowalski (IWW) waren, das muss man sagen, die Ersten, die sich groß vom alten Catch-Stil verabschiedeten. Es etablierte sich mit der IWW der Stil, den man aus heutigen Indy-Promotions in Deutschland kennt. Natürlich hat da jede Promotion ihre eigenen Wege gefunden und bei der wXw ist das so wohl am besten gelungen. Das belegen ja die Zuschauerzahlen. Haupt hatte nicht sonderlich viel Erfolg und es war im Prinzip ein Auf und Ab.
19.05.2010, 11:10
Klingt sehr interessant, was du immer wieder über Paul Westergaard-Schmidt erzählst. Über mehr Informationen über seine Karriere als Ringer und Veranstalter wäre ich hocherfreut ^^
19.05.2010, 11:32
Paul Westergaard-Schmidt, eigentlich Paul Schmidt, stammte aus Spandau, das glaube ich bei seiner Geburt noch nicht zu Berlin gehörte. Ich müsste nachschauen, da ich jetzt keine großen Details über ihn weiß. Er trat einem Berliner Ring- und Stemmclub bei und zog einen Möbelwagen mal eben so durch die Straßen von Spandau. Paul reiste dann, ich glaube öfters sogar, in die USA und nannte sich nach Jesse Westergaard dann "Westergaard-Schmidt". Ein ziemlich kräftiger Typ und einer der stärksten deutschen Ringer überhaupt. Wie gesagt dann mehrfacher Weltmeister im Schwergewicht und auch Veranstalter in Hamburg - "Paul Westergaard-Schmidt Wanderpokal". Eines der größten Turniere zu dieser Zeit in Deutschland. Paul betrieb noch eine Kneipe, war dann 1. Präsident des 1947 gegründeten IBV in Hamburg. Faktisch noch eine Weile höher als Gustl Kaiser. Als Paul in den Ruhestand ging, übernahm Kaiser den Posten. Westergaard-Schmidt starb 1963. Ich glaube er wurde in den 1880er Jahren geboren - tendiere da mehr zu 1886.
20.05.2010, 00:04
War jetzt lange nicht mehr in diesem Forum. Schön dass man hier weiterhin etwas zum deutschen Berufsringkampf findet.
Über Westergaard-Schmidt gibt es eine Biografie von Max Griebert , die mit Nachtrag bis 1926 geht. Danach wurde er in der Tat am 17. 5. 1886 in Spandau (gehört erst ab 1920 zu Berlin) geboren. Bei Interesse kann ich den Text zur Verfügung stellen, Crusher Kane wird ihn aber auch haben bzw. das Heft gibts auch im NISH. Hier noch ein Bildchen von Schmidt, Schwarz Jr., Zehe: http://www.flickr.com/photos/9720826@N06/4379670061/
20.05.2010, 00:46
Speicherfähigkeit hat man oder man hat sie nicht. Ich komme schon immer bei meinem Geburtsjahr in Schleudern ....
Also ich habe den Eindruck, dass der IBV im Wesentlichen die Interessenorganisation Gustl Kaisers war. So wie dann der VDB die von Paul Berger. Westergaard-Schmidt war das Aushängeschild und man nutzte wohl seine Kneipe, zumal Kaiser vor den Toren Hamburgs wohnte. Wichtig ist immer wer das Geld gibt und das war doch wohl Kaiser.Und der war ja auch 2.Vorsitzender und Geschäftsführer, lenkte also das Tagesgeschäft. Wobei man die Rolle der beiden Verbände ohnehin nicht überschätzen sollte. Aber das wäre nun wieder eine Diskussion für sich.
20.05.2010, 00:55
Ah ja - das verstehe ich jetzt besser. :winke:
Seit wann bist du eigentlich schon Fan? Auch amerik. Wrestling? Kurze Frage noch: Kannst du mal bitte in diesen Thread kucken und vielleicht dazu was posten. Also so als fachliche Meinung deinerseits. http://wwf4ever.de/forum/thread.php?threadid=22796&sid= pantaleon hat auch dran mitgearbeitet. :winke: Edit: Ok Cay ich muss für heute Schluss machen. Bis dann.
20.05.2010, 01:19
Ach ja. Ich bin so uralt, dass mein Wrestlinginteresse noch von den amerikanischen Wrestlingheften der 80iger/90iger geweckt wurde. Der Grundstock meiner Sammlung sozusagen.
Nur von US-Wrestlinggeschichte habe ich keine vertiefte Ahnung und lerne wirklich aus deinen Beiträgen. Die CWA-Sache werde ich mir angucken. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du und pantaleon irren, scheint mir schon mal sehr gering. So, muss morgen leider arbeiten. Good night, and good luck.
20.05.2010, 17:22
Ich nutze den Thread mal, um die Berufsringkampfexperten zu Rate zu ziehen ^^
Ich habe gerade in einer Biografie zu dem mexikanischen Wrestler Charro Aguayo gelesen, dass einer seiner wichtigeren Gegner ein Deutscher namens "Stephan Berne" gewesen sein soll. Sagt euch dieser Name irgendwas? Dieser Herr Berne ist unter anderem bei der ersten EMLL Anniversario Show im Jahr 1934 aufgetreten. Finde leider kaum Infos zu ihm. War er in Deutschland bekannt?
21.05.2010, 12:04
Es gibt von G. Schäfer eine Biografie des Ringers und Veranstalters G. Kaiser, die 2 Listen mit Namen von wohl über 300 mitteleuropäischen Profiringern des 20. Jahrhunderts hat - da kommt auch annähernd der Name Stephan Berne nicht vor. Der Name ist mir in alten Programmen ebenfalls noch nicht begegnet.
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