22.08.2006, 17:37
-Light Heavyweight Fight:
Forrest Griffin (12-3-0) vs Stephan Bonnar (9-3-0)
Wie die meisten Fans war auch ich ueberrascht das die UFC diesen Fight zum jetzigen Zeitpunkt ansetzt, weil ich es bis jetzt nicht verstehe. Zum einen haben beide Fighter zuletzt verloren, Forrest Griffin in einem guten Fight gegen Tito Ortiz, und Stephan Bonnar verlor gegen Rashad Evans. Einer der beiden wird also einen Losing Streak bekommen mit back to back Niederlagen, und zum jetzigen Zeitpunkt ihrer Karriere ist das ein sehr schwerer Schlag fuer denjenigen. Ausserdem kann man den Fight nicht wirklich gut promoten und hypen, nachdem beide zuletzt verloren. Waere es da nicht besser gewessen beide tretten gegeneinander an, wenn sie ihre letzten Fights gewonnen haben? Und dann glaube ich das Stephan Bonnar einen Refight einfach nicht verdient hat! Waehrend Forrest Griffin sich seit dem TUF1 LHW Finale staendig weiter entwickelt hat und mit Tito Ortiz auch gegen einen Top Fighter antrat, duempelte Bonnar bei den UFN Shows rum, und konnte in keinem einzigen Fight seit dem Griffin Fight ueberzeugen. Im ersten Fight hat Bonnar nur knap verloren, und viele inklusive mir haben ihn damals vorne gesehen mit einer Runde. Aber seither ist viel passiert! Zudem sage ich mal ehrlich, das mich der Refight jetzt garnicht interessiert (weil ich sowieso weiss das es definitiv einen dritten Fight geben wird).
Stephan Bonnar vs Forrest Griffin 1 war spektakulaer und ein gutes Slugfest, aber es war keinesfalls ein hochklassiger Fight. Vom Refight kann man weder erwarten das es ein hochklassiger Fight wird, noch das er so aussehen wird wie der erste Fight. Beide Fighter haben in etwa die gleichen staerken und schwaechen. Sie haben beide gute Nehmerqualitaeten, geben beide immer alles, und sind solide auf dem Boden. Doch sie haben beide auch eine fragwuerdige Kondition, und sogut wie keine Striking Skills. Doch wie oben angemerkt hat Griffin sich weiter entwickelt, und steht nun eine Stufe ueber Bonnar. Griffin zeigte gegen Ortiz das er ihn im Standup beherrschen kann, er zeigte gegen einen der besten Takedown Spezialisten der UFC das er einen guten Sprawl hat, und das er auch auf dem Boden mit guten Wrestlern mithalten kann. Bonnar dagegen wurde von Keith Jardine zum teil vorgefuehrt (gewann aber dennoch den Fight, woraufhin selbst Dana White meinte das es ein Fehlurteil war), und dann von Rashad Evans deutlich besiegt.
Es gibt das Geruecht wonach Stephan Bonnar der Ruhm eines TUF Stars zu Kopf gestiegen ist, und nicht richtig trainierte seit letztem Jahr, wie ernst man das Geruecht nehmen mag sollte jeder selbst wissen. Bonnar jedenfalls trainierte zuletzt mit Miguel Torres, Helio Soneca und Eric Schafer. Vom Fight her erwarte ich eigentlich nicht viel, Bonnar wie auch Griffin wissen was fuer sie auf dem Spiel steht, sie wissen aber auch weshalb sie so Populaer wurden! Ich denke Griffin ist mittlerweile der viel bessere Fighter wie noch vor 16 Monaten als beide etwa gleich einzuschaetzen waren. Der einzige Weg wie Bonnar den Fight gewinnt, sehe ich durch einen Cut von Griffin, und das dann der Fight abgebrochen wird. Ansonsten denke ich das Griffin den Fight bestimmen wird, und entweder durch TKO oder Decision klar gewinnen sollte.
-UFC Light Heavyweight Title Fight:
Chuck Liddell (18-3-0) © vs Renato “Babalu” Sobral (27-5-0) (3rd Defense)
Bei all diesen Refights in der UFC 2006, ist dieser Refight neben Hughes vs GSP noch der interessanteste, jedenfalls fuer mich denn hier treffen zwei meiner Lieblings Fighter aufeinander. Das erstemal trafen beide bei UFC 40-Vendetta vor fast genau vier Jahren aufeinander, damals beendete Liddell nach nichtmal drei Minuten mit einem spektakulaeren High Kick den Fight und knockte Sobral aus. Seither haben beide sich extrem weiter entwickelt. Chuck Liddell verlor zwar danach gegen Randy Couture und Quinton Jackson, doch es folgten dominante Siege ueber Tito Ortiz, Jeremy Horn, Vernon White und zweimal Randy Couture. Renato Sobral hat seit der Niederlage gegen Liddell einen 10 Fight Winning Streak vorzuweissen, und besiegte dabei Namhafte Fighter wie Mauricio Rua, Jeremy Horn, Trevor Prangley, und Jose Pele Landi. In der UFC folgten zudem drei weitere Siege ueber Travis Wiuff, Chael Sonnen und Mike Van Arsdale.
Renato Sobral war schon immer ein guter Submission Wrestler (war auch im Brasilianischen Wrestling Team), doch seit er bei Gracie Barra ist und mit Marcio Cruz (5 facher BJJ Weltmeister) trainiert, wuerde ich sagen ist Babalu einer der besten Groundfighter die es im MMA gibt. Doch was nuetzen die besten Ground Skills wenn der Fight nicht auf dem Boden stattfindet? Wie immer bei Chuck Liddell`s Gegnern ist ihr groesstes Problem den Iceman zu Boden zubringen, und dort auch zuhalten. Liddell hat einen der besten Sprawls die es gibt, und bis auf Randy Couture bei UFC 43 hat es niemand geschafft Liddell auch nur annaehrend zu Boden zubringen in den letzten 4 Jahren. Selbst Couture hatte bei UFC 43 Probleme Liddell auf den Boden zuhalten, und Couture schaffte es bei UFC 52 und UFC 57 ja nicht einen erfolgreichen Takedown zuschaffen. Wobei man sagen muss das Couture bei UFC 57 fast einen Takedown schaffte, und Liddell sich im Octagon festhielt. Damals wurde zwar Liddell verwarnt, aber der Fight blieb im Standup. Hier wuerde ich mir von den UFC Referees mehr entschlossenheit wuenschen, wenn jemand sich im Octagon festhaelt, muss das ein sofortigen Punktabzug geben. Denn bei einer Verwarnung lacht doch Liddell hinterher, wenn der Fight dennoch im Standup blieb. Auch bei UFC 62 wird die entscheidende Frage sein, ob Babalu den Takedown schafft und Liddell auf den Boden halten kann. Darum wird sich der Fight drehen, denn wenn er es nicht schafft, dann wird er frueher oder spaeter ausgeknockt werden. Sobral machte im ersten Fight den Fehler den Shoot In zu versuchen, und lief dabei in den High Kick der ihn ausknockte. Mittlerweile hat jedoch Babalu einen exzellten Takedown wie er bei der IFC gegen Horn, Prangley und Shogun zeigte. Sobral muss versuchen in den Clinch zukommen, und dann den Takedown zuschaffen in der mitte des Octagon`s (aber erst in den spaeteren Runden). Doch gegen Chuck Liddell die Distanz zu verkuerzen, kann zur Folge haben das man irgendwann auf dem Boden liegt und Big John McCarthy einen fraegt ob alles okay ist.
Renato Sobral hat alles was es braucht um Chuck Liddell zu besiegen, daher wird es auf die Taktik ankommen. Chuck ist ein Counter Puncher, der auf seine Gegner wartet, der gerne sich die Zeit nimmt bis die Moeglichkeit sich bietet zu seiner Kombinationen. Man darf gegen Liddell nicht den Fehler machen zu aggresiv zusein, das mag Liddell und dann kommt man genau in die Staerke des Iceman. Man braucht Geduld wenn man gegen Chuck fightet, denn eine Schwaeche die Liddell sicherlich hat ist seine Kondition. Ausserdem muss man gegen Liddell die Haende vergessen, mit Chuck Liddell versuchen zu striken, endet unweigerlich im eigenen KO (ausser man heisst Wandy, Shogun oder Rampage). Gegen Liddell braucht es Leg Kicks, und Body Kicks von aussen, sowie Kniestoesse. Liddell selbst hat ja eine Fussoperation hinter sich an beiden Fuessen (!), und Liddell selbst sagte letztes Jahr bereits das er in Fights nur noch wenig Kicks zeigt (was man sieht). Also versuchen die Schwaeche von Liddell auszunutzen mit Kicks ist denke ich das beste was Sobral machen kann.
Liddell wird dann automatisch langsamer, und frueher oder spaeter wird dann Liddell versuchen die Distanz zu verkuerzen. Man darf gegen Liddell nicht den Fehler machen, schon in den ersten Runden zuviel zuwollen wenn er Fit ist, man muss versuchen von ihm weg zubleiben, und nicht in seine Reichweite kommen, wie es Randy getan hat. Rampage hat zum Beispiel Liddell mit Kniestoessen besiegt, und Couture hat bei UFC 43 erst Liddell klar auf dem Boden gebracht, als dieser Muede war. Deswegen denke ich sollte Babalu es in den ersten Runden mit vielen Leg und Body Kicks von aussen versuchen, wenn Chuck versucht die Distanz zu verkuerzen, sofort ausweichen und ihn ins leere laufen lassen. Er muss versuchen Chuck in den ersten beiden Runden, mit den Leg Kicks langsamer zumachen, und wenn erstmal die Beine angeschlagen sind, dann ist auch der Sprawl von Liddell nichtmehr so gut. Die wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Takedowns gegen Liddell ist dann viel besser gegeben, wie in der ersten Runde. Wenn der Fight auf dem Boden ist, und das wichtigste Babalu Chuck am Boden halten kann, dann denke ich hat Sobral gute Chancen ueber Submission zugewinnen. Jeremy Horn hatte bei UFC 54 eine aehnliche Strategie, Horn hatte aber zuviel Schlaege einstecken muessen, als das er in der vierten Runde von der Taktik profitieren konnte. Aber Horn zeigte wie es gehen kann, wenn man versucht die Distanz zubehalten.
Doch wie heisst es so schoen, unterschaetze niemals einen Champion! Chuck ist ein schlechtes Matchup fuer Babalu. Babalu ist physisch unterlegen, und er ist schonmal KO gegangen. Liddell war die letzten Jahre nichtmehr auf den Boden, und herausragende Wrestler wie Kevin Randleman, Randy Couture und Tito Ortiz sind an der Aufgabe gescheitert Liddell zu Boden zubringen. Wieso sollte es dann ausgerechnet Renato Sobral gelingen? Vielleicht weil Liddell angeschlagen in den Fight geht durch seine Fuss Operationen? Koennte moeglich sein, auch wenn das nur reine Spekulation meinerseits ist. Je laenger der Fight dauert, desto besser sind die Chancen von Babalu, doch die Chancen stehen besser das Chuck in der ersten oder zweiten Runde wieder den KO schafft. Ich denke das Babalu nicht soviel Schlaege nehmen kann wie es braucht um gegen Liddell es in die dritte oder vierten Runde zuschaffen, auch wenn ich es mir wuenschen wuerde. Mein Verstand sagt mir Chuck gewinnt den Fight klar durch KO wie das erstemal, mein Herz sagt mir Babalu gewinnt den Fight. Ich denke das es auch fuer die UFC garnicht so schlecht waere wenn Sobral gewinnen wuerde, dann waere wiedermal ein Rubber Match moeglich, und eine Triologie, und das bringt ja immer viel Geld. Aber am ende tippe ich doch auf den Champion durch KO in der ersten oder zweiten Runde.
Fazit:
Die UFC bietet mit UFC 62 eine der schwaechsten UFC PPV Card`s unter Zuffa auf, selbst UFC 60 und 61 sahen zum teil noch besser aus, und die waren schon schlecht! Es gibt 7 UFC Debutanten, die haelfe davon sind No Names, und das bei einem PPV! Es gibt 3 Fights auf der Card, wo beide Fighter zuletzt ihre Fights verloren in der UFC! Ich denke das sagt schon einiges ueber die Qualitaet der Fight Card aus. Ich habe es schon vor einigen Monaten mal gesagt, die UFC ist so erfolgreich wie nie, aber die Qualitaet dafuer sinkt immer weiter. Je mehr Shows man abhaelt, je mehr Fighter braucht man, je groesser muss der Roster sein. Doch die UFC hat momentan nicht die Anzahl von guten Fightern die es braucht fuer 9 PPV`s im Jahr und etliche Free TV Shows! Die UFC kann garnicht soviele gute und etablierte Fighter haben, weil man vor zwei Jahren noch vier Shows im Jahr abhielt, jetzt ist es die vierfache Anzahl von Shows. Die Folge davon ist eben das die UFC immer mehr Lower Level Fighter zu einer Card hinzufuegen muss, und dann kommt als Ergebniss eben solche Cards wie die von UFC 62 heraus. Die UFC ist zuschnell zu gross geworden, und hat zuschnell die Showanzahl dramatisch erhoeht (aus Qualitaetssicht). Bis auf Chuck vs Babalu, Diaz vs Neer und vielleicht noch Okami vs Belcher finde ich keinen Fight der wirklich interessant ausschaut fuer mich. Es scheint so das UFC Shows immer mehr zu Shows werden, wo man 2-3 gute Matchups hat, und der Rest irgendwie im Niemandsland versinkt (was nicht heissen soll, das sich aus dem Rest keine guten Fights entwickeln koennen). Aber genug gesagt, am Samstag kommt UFC 62 und auf dem Peoplesboard gibt es wie immer die Live Results sowie das Review von mir nach der Show, bis dahin und take care.
Nefercheperur
Forrest Griffin (12-3-0) vs Stephan Bonnar (9-3-0)
Wie die meisten Fans war auch ich ueberrascht das die UFC diesen Fight zum jetzigen Zeitpunkt ansetzt, weil ich es bis jetzt nicht verstehe. Zum einen haben beide Fighter zuletzt verloren, Forrest Griffin in einem guten Fight gegen Tito Ortiz, und Stephan Bonnar verlor gegen Rashad Evans. Einer der beiden wird also einen Losing Streak bekommen mit back to back Niederlagen, und zum jetzigen Zeitpunkt ihrer Karriere ist das ein sehr schwerer Schlag fuer denjenigen. Ausserdem kann man den Fight nicht wirklich gut promoten und hypen, nachdem beide zuletzt verloren. Waere es da nicht besser gewessen beide tretten gegeneinander an, wenn sie ihre letzten Fights gewonnen haben? Und dann glaube ich das Stephan Bonnar einen Refight einfach nicht verdient hat! Waehrend Forrest Griffin sich seit dem TUF1 LHW Finale staendig weiter entwickelt hat und mit Tito Ortiz auch gegen einen Top Fighter antrat, duempelte Bonnar bei den UFN Shows rum, und konnte in keinem einzigen Fight seit dem Griffin Fight ueberzeugen. Im ersten Fight hat Bonnar nur knap verloren, und viele inklusive mir haben ihn damals vorne gesehen mit einer Runde. Aber seither ist viel passiert! Zudem sage ich mal ehrlich, das mich der Refight jetzt garnicht interessiert (weil ich sowieso weiss das es definitiv einen dritten Fight geben wird).
Stephan Bonnar vs Forrest Griffin 1 war spektakulaer und ein gutes Slugfest, aber es war keinesfalls ein hochklassiger Fight. Vom Refight kann man weder erwarten das es ein hochklassiger Fight wird, noch das er so aussehen wird wie der erste Fight. Beide Fighter haben in etwa die gleichen staerken und schwaechen. Sie haben beide gute Nehmerqualitaeten, geben beide immer alles, und sind solide auf dem Boden. Doch sie haben beide auch eine fragwuerdige Kondition, und sogut wie keine Striking Skills. Doch wie oben angemerkt hat Griffin sich weiter entwickelt, und steht nun eine Stufe ueber Bonnar. Griffin zeigte gegen Ortiz das er ihn im Standup beherrschen kann, er zeigte gegen einen der besten Takedown Spezialisten der UFC das er einen guten Sprawl hat, und das er auch auf dem Boden mit guten Wrestlern mithalten kann. Bonnar dagegen wurde von Keith Jardine zum teil vorgefuehrt (gewann aber dennoch den Fight, woraufhin selbst Dana White meinte das es ein Fehlurteil war), und dann von Rashad Evans deutlich besiegt.
Es gibt das Geruecht wonach Stephan Bonnar der Ruhm eines TUF Stars zu Kopf gestiegen ist, und nicht richtig trainierte seit letztem Jahr, wie ernst man das Geruecht nehmen mag sollte jeder selbst wissen. Bonnar jedenfalls trainierte zuletzt mit Miguel Torres, Helio Soneca und Eric Schafer. Vom Fight her erwarte ich eigentlich nicht viel, Bonnar wie auch Griffin wissen was fuer sie auf dem Spiel steht, sie wissen aber auch weshalb sie so Populaer wurden! Ich denke Griffin ist mittlerweile der viel bessere Fighter wie noch vor 16 Monaten als beide etwa gleich einzuschaetzen waren. Der einzige Weg wie Bonnar den Fight gewinnt, sehe ich durch einen Cut von Griffin, und das dann der Fight abgebrochen wird. Ansonsten denke ich das Griffin den Fight bestimmen wird, und entweder durch TKO oder Decision klar gewinnen sollte.
-UFC Light Heavyweight Title Fight:
Chuck Liddell (18-3-0) © vs Renato “Babalu” Sobral (27-5-0) (3rd Defense)
Bei all diesen Refights in der UFC 2006, ist dieser Refight neben Hughes vs GSP noch der interessanteste, jedenfalls fuer mich denn hier treffen zwei meiner Lieblings Fighter aufeinander. Das erstemal trafen beide bei UFC 40-Vendetta vor fast genau vier Jahren aufeinander, damals beendete Liddell nach nichtmal drei Minuten mit einem spektakulaeren High Kick den Fight und knockte Sobral aus. Seither haben beide sich extrem weiter entwickelt. Chuck Liddell verlor zwar danach gegen Randy Couture und Quinton Jackson, doch es folgten dominante Siege ueber Tito Ortiz, Jeremy Horn, Vernon White und zweimal Randy Couture. Renato Sobral hat seit der Niederlage gegen Liddell einen 10 Fight Winning Streak vorzuweissen, und besiegte dabei Namhafte Fighter wie Mauricio Rua, Jeremy Horn, Trevor Prangley, und Jose Pele Landi. In der UFC folgten zudem drei weitere Siege ueber Travis Wiuff, Chael Sonnen und Mike Van Arsdale.
Renato Sobral war schon immer ein guter Submission Wrestler (war auch im Brasilianischen Wrestling Team), doch seit er bei Gracie Barra ist und mit Marcio Cruz (5 facher BJJ Weltmeister) trainiert, wuerde ich sagen ist Babalu einer der besten Groundfighter die es im MMA gibt. Doch was nuetzen die besten Ground Skills wenn der Fight nicht auf dem Boden stattfindet? Wie immer bei Chuck Liddell`s Gegnern ist ihr groesstes Problem den Iceman zu Boden zubringen, und dort auch zuhalten. Liddell hat einen der besten Sprawls die es gibt, und bis auf Randy Couture bei UFC 43 hat es niemand geschafft Liddell auch nur annaehrend zu Boden zubringen in den letzten 4 Jahren. Selbst Couture hatte bei UFC 43 Probleme Liddell auf den Boden zuhalten, und Couture schaffte es bei UFC 52 und UFC 57 ja nicht einen erfolgreichen Takedown zuschaffen. Wobei man sagen muss das Couture bei UFC 57 fast einen Takedown schaffte, und Liddell sich im Octagon festhielt. Damals wurde zwar Liddell verwarnt, aber der Fight blieb im Standup. Hier wuerde ich mir von den UFC Referees mehr entschlossenheit wuenschen, wenn jemand sich im Octagon festhaelt, muss das ein sofortigen Punktabzug geben. Denn bei einer Verwarnung lacht doch Liddell hinterher, wenn der Fight dennoch im Standup blieb. Auch bei UFC 62 wird die entscheidende Frage sein, ob Babalu den Takedown schafft und Liddell auf den Boden halten kann. Darum wird sich der Fight drehen, denn wenn er es nicht schafft, dann wird er frueher oder spaeter ausgeknockt werden. Sobral machte im ersten Fight den Fehler den Shoot In zu versuchen, und lief dabei in den High Kick der ihn ausknockte. Mittlerweile hat jedoch Babalu einen exzellten Takedown wie er bei der IFC gegen Horn, Prangley und Shogun zeigte. Sobral muss versuchen in den Clinch zukommen, und dann den Takedown zuschaffen in der mitte des Octagon`s (aber erst in den spaeteren Runden). Doch gegen Chuck Liddell die Distanz zu verkuerzen, kann zur Folge haben das man irgendwann auf dem Boden liegt und Big John McCarthy einen fraegt ob alles okay ist.
Renato Sobral hat alles was es braucht um Chuck Liddell zu besiegen, daher wird es auf die Taktik ankommen. Chuck ist ein Counter Puncher, der auf seine Gegner wartet, der gerne sich die Zeit nimmt bis die Moeglichkeit sich bietet zu seiner Kombinationen. Man darf gegen Liddell nicht den Fehler machen zu aggresiv zusein, das mag Liddell und dann kommt man genau in die Staerke des Iceman. Man braucht Geduld wenn man gegen Chuck fightet, denn eine Schwaeche die Liddell sicherlich hat ist seine Kondition. Ausserdem muss man gegen Liddell die Haende vergessen, mit Chuck Liddell versuchen zu striken, endet unweigerlich im eigenen KO (ausser man heisst Wandy, Shogun oder Rampage). Gegen Liddell braucht es Leg Kicks, und Body Kicks von aussen, sowie Kniestoesse. Liddell selbst hat ja eine Fussoperation hinter sich an beiden Fuessen (!), und Liddell selbst sagte letztes Jahr bereits das er in Fights nur noch wenig Kicks zeigt (was man sieht). Also versuchen die Schwaeche von Liddell auszunutzen mit Kicks ist denke ich das beste was Sobral machen kann.
Liddell wird dann automatisch langsamer, und frueher oder spaeter wird dann Liddell versuchen die Distanz zu verkuerzen. Man darf gegen Liddell nicht den Fehler machen, schon in den ersten Runden zuviel zuwollen wenn er Fit ist, man muss versuchen von ihm weg zubleiben, und nicht in seine Reichweite kommen, wie es Randy getan hat. Rampage hat zum Beispiel Liddell mit Kniestoessen besiegt, und Couture hat bei UFC 43 erst Liddell klar auf dem Boden gebracht, als dieser Muede war. Deswegen denke ich sollte Babalu es in den ersten Runden mit vielen Leg und Body Kicks von aussen versuchen, wenn Chuck versucht die Distanz zu verkuerzen, sofort ausweichen und ihn ins leere laufen lassen. Er muss versuchen Chuck in den ersten beiden Runden, mit den Leg Kicks langsamer zumachen, und wenn erstmal die Beine angeschlagen sind, dann ist auch der Sprawl von Liddell nichtmehr so gut. Die wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Takedowns gegen Liddell ist dann viel besser gegeben, wie in der ersten Runde. Wenn der Fight auf dem Boden ist, und das wichtigste Babalu Chuck am Boden halten kann, dann denke ich hat Sobral gute Chancen ueber Submission zugewinnen. Jeremy Horn hatte bei UFC 54 eine aehnliche Strategie, Horn hatte aber zuviel Schlaege einstecken muessen, als das er in der vierten Runde von der Taktik profitieren konnte. Aber Horn zeigte wie es gehen kann, wenn man versucht die Distanz zubehalten.
Doch wie heisst es so schoen, unterschaetze niemals einen Champion! Chuck ist ein schlechtes Matchup fuer Babalu. Babalu ist physisch unterlegen, und er ist schonmal KO gegangen. Liddell war die letzten Jahre nichtmehr auf den Boden, und herausragende Wrestler wie Kevin Randleman, Randy Couture und Tito Ortiz sind an der Aufgabe gescheitert Liddell zu Boden zubringen. Wieso sollte es dann ausgerechnet Renato Sobral gelingen? Vielleicht weil Liddell angeschlagen in den Fight geht durch seine Fuss Operationen? Koennte moeglich sein, auch wenn das nur reine Spekulation meinerseits ist. Je laenger der Fight dauert, desto besser sind die Chancen von Babalu, doch die Chancen stehen besser das Chuck in der ersten oder zweiten Runde wieder den KO schafft. Ich denke das Babalu nicht soviel Schlaege nehmen kann wie es braucht um gegen Liddell es in die dritte oder vierten Runde zuschaffen, auch wenn ich es mir wuenschen wuerde. Mein Verstand sagt mir Chuck gewinnt den Fight klar durch KO wie das erstemal, mein Herz sagt mir Babalu gewinnt den Fight. Ich denke das es auch fuer die UFC garnicht so schlecht waere wenn Sobral gewinnen wuerde, dann waere wiedermal ein Rubber Match moeglich, und eine Triologie, und das bringt ja immer viel Geld. Aber am ende tippe ich doch auf den Champion durch KO in der ersten oder zweiten Runde.
Fazit:
Die UFC bietet mit UFC 62 eine der schwaechsten UFC PPV Card`s unter Zuffa auf, selbst UFC 60 und 61 sahen zum teil noch besser aus, und die waren schon schlecht! Es gibt 7 UFC Debutanten, die haelfe davon sind No Names, und das bei einem PPV! Es gibt 3 Fights auf der Card, wo beide Fighter zuletzt ihre Fights verloren in der UFC! Ich denke das sagt schon einiges ueber die Qualitaet der Fight Card aus. Ich habe es schon vor einigen Monaten mal gesagt, die UFC ist so erfolgreich wie nie, aber die Qualitaet dafuer sinkt immer weiter. Je mehr Shows man abhaelt, je mehr Fighter braucht man, je groesser muss der Roster sein. Doch die UFC hat momentan nicht die Anzahl von guten Fightern die es braucht fuer 9 PPV`s im Jahr und etliche Free TV Shows! Die UFC kann garnicht soviele gute und etablierte Fighter haben, weil man vor zwei Jahren noch vier Shows im Jahr abhielt, jetzt ist es die vierfache Anzahl von Shows. Die Folge davon ist eben das die UFC immer mehr Lower Level Fighter zu einer Card hinzufuegen muss, und dann kommt als Ergebniss eben solche Cards wie die von UFC 62 heraus. Die UFC ist zuschnell zu gross geworden, und hat zuschnell die Showanzahl dramatisch erhoeht (aus Qualitaetssicht). Bis auf Chuck vs Babalu, Diaz vs Neer und vielleicht noch Okami vs Belcher finde ich keinen Fight der wirklich interessant ausschaut fuer mich. Es scheint so das UFC Shows immer mehr zu Shows werden, wo man 2-3 gute Matchups hat, und der Rest irgendwie im Niemandsland versinkt (was nicht heissen soll, das sich aus dem Rest keine guten Fights entwickeln koennen). Aber genug gesagt, am Samstag kommt UFC 62 und auf dem Peoplesboard gibt es wie immer die Live Results sowie das Review von mir nach der Show, bis dahin und take care.
Nefercheperur
