18.09.2009, 20:13
Am Samstag kommt es zum großen Duell und ich rede/schreibe nicht vom eigentlichen Duell zwischen Vitor Belfort, der nach langer Abstinenz den Weg zurück zur UFC wieder fand und seinem Gegner Rich Franklin. Nein, am Samstag kommt auch es zum großen Duell zwischen MMA und Boxen. Denn zeitgleich mit dem MMA Event UFC 103 findet eine andere Rückkehr statt, die von „Pretty Boy Floyd“ Floyd Mayweather, Jr., der gleich mal zum Aufwärmen gegen einen der Besten P4P Kämpfer antreten wird, dem Mexikaner „JMM“ Juan Manuel Márquez. Dana White hatte gleich „lobende“ Worte für diese Box-Veranstaltung und zog in seiner bewohnten Art und Weise über diesen Event her, indem er meint das Boxen würde seine Zuschauer größtenteils verarschen, indem man ihnen Kämpfe serviert, die er (der Zuschauer) eigentlich nicht sehen will. Da ist die UFC schon ein ganz anderes Kaliber und man scheut sich nicht, auch Kämpfer nach 2-3 Kämpfen ins kalte Wasser zu schmeißen und ihnen einen Titelkampf zu geben. Dieses Konzept hat sich bewährt und brachte der UFC großartige PPV-Buy Ratings ein. UFC 100 knackte die 1,7 Millionen Marke und UFC 101 soll auch an die 1,1 Millionen Käufer heranreichen, Werte von denen der Boxsport seit längerer Zeit nur noch träumen kann. Nun wird man mit großer Spannung abwarten, wie dass Duell am Samstag ausgehen wird. Die UFC bietet mit UFC 103 nicht die Mörder-Card auf, aber es sind ausgeglichene Kämpfe, wo man den Gewinner nicht einfach so vorhersagen kann. Sollte die UFC Card die Box Card bei den PPV’s Ratings schlagen, ist das Boxen endgültig und mit dem letzten Beweis ihrer Zweitklassigkeit in das hintere Glied verwiesen. Andererseits muss man auch sagen, dass eine Card mit Lesnar, Kimbo und GSP jede Box-Card in die Schranken verweisen würde, selbst das Traum Duell zwischen Manny Pacquiao und PBF (Floyd Mayweather, Jr). Boxen lebt, wenn man den Tatsachen ins Auge sieht, nur noch von Gnaden der UFC.
Und am Samstag kann UFC 103 den Beweis oder das Boxen den Gegenbeweis anstellen. Auf alle Fälle fährt Dana White gleich 13 Kämpfe, 5 wie immer als PPV und davor, als Appetithappen, 1 Stunde lang 2 Vorkämpfe auf Spike TV. Es wird nichts unversucht gelassen, seinem Konkurrenten eine reinzuwürgen, was ihr gutes Recht ist.
Da Las Vegas durch den Boxabend besetzt ist, weicht man nach Texas, besser gesagt nach Dallas aus. Und das Publikum bekommt mit den angekündigten 13 Kämpfen einiges zu sehen. Und den Anfang macht mal wieder ein Lightweight Kampf.
-Lightweight Fight:
Rob Emerson (8-7-0-1) vs. Rafael dos Anjos (11-4-0)
Rob Emerson, der zuletzt gegen Kurt Pellegrino den Kürzeren durch Submission zog, ersetzt im ersten Kampf des Abends den verletzten Matt Wiman. Dieser war eigentlich als Gegner für den BBJ Black Belt Rafael dos Anjos vorgesehen. Solch ein Szenario wird uns im Laufe dieses Previews immer wieder begegnen, dass der eigentlich vorgesehene Kampf umdisponiert werden musste, aufgrund von Trainingsverletzungen einzelner Kämpfer. Zurück zum 1.Kampf, der Brasilianer dos Anjos muss endlich zurück in die Erfolgsspur, mit zuletzt 2 Niederlagen, sieht es für ihn ziemlich düster in seiner UFC Karriere (0-2) aus. Eine weitere Niederlage dazu und das Kapitel UFC könnte vorerst ausgeträumt sein. Mit Emerson hat er zumindest eine machbare Aufgabe vor der Brust. Der Kalifornier, der einen guten Kickbox bzw. Stand-up Hintergrund besitzt, wurde von Pellegrino zum 1. Mal in seiner Karriere vorzeitig besiegt. Das zeigt, dass es Rafael dos Anjos schwer haben wird Emerson in eine günstige Position zu bekommen und mit einer Submission siegreich aus dem Käfig zu gehen. Andererseits ist der Amerikaner auch mal gut einen schnellen KO hervorzuzaubern, man muss nur mal bei Manvel Gamburyan nachfragen.
Meiner Meinung nach wird der Kampf über die Runden gehen und am Ende wird Rafael dos Anjos in einem knappen Kampf der Sieg zugesprochen.
Rafael dos Anjos durch Split Decision
-Light Heavyweight Fight:
Vladimir Matyushenko (22-4-0) vs. Igor Pokrajac (21-5-0)
Es ist dreckig in der UFC oder warum kommt der Hausmeister Vladimir Matyushenko zurück an seine alte Wirkungsstätte??? Denn um die Lightheavyweight Szene in der UFC auszumisten, da fehlt ihm doch die Frische und Jugend dazu. Als weiterer Gatekeeper vielleicht, obwohl es in dieser Gewichtsklasse eigentlich nicht an Leuten fehlt, die als Testphase für andere Kämpfer herhalten müssen. Sei es drum, er ist wieder zurück und bekommt es gleich mit einem Buddy von Mirko Filipovic zu tun. Igor Pokrajac gehörte wohl zu dem Geschenk welches Lorenzo Fertitta dem Kroaten Filipovic machte, als man ihn wieder zur UFC zurücklotsen wollte. Anscheinend hat es gewirkt, für beide Seiten, der von Crocop Filipovic und der von Igor Pokrajac. Ob es auch für UFC ein Gewinn war, diesen Mann zu verpflichten, wird man erst nach dem Kampf gegen den Veteranen Matyushenko beurteilen können.
Vladimir Matyushenko ein herausragender Ringer und in seinem ersten UFC-Run 3-2, u.a. mit einem Titelkampf gegen Tito Ortiz dem er sich nach Punkten geschlagen geben musste, wird mit dem Trainingspartner von Mirko Crocop Igor Pokrajac eine lösbare Aufgabe vorgesetzt. Anders als der kroatische Heavyweight, ist Pokrajac ein sehr guter Wrestler der dazu auch noch über gutes BJJ verfügt. Trotzdem fehlen da ein paar Trainingseinheiten um an die Klasse eines Matyushenko heranzureichen. Somit steht einer eindeutigen Punktentscheidung nichts mehr im Wege, außer seine Kondition vielleicht, die ich zuletzt bei seiner Niederlage im Rematch gegen Antonio Rogerio Nogueira etwas vermisst habe, als er vom Brasilianer auf die Bretter geschickt wurde. Da pumpte er schon gut in Runde 2 vor sich hin. Da ich aber nicht glaube, dass ihn der Kroate so dermaßen im Stand-up zusetzen wird und ihn durch den Käfig scheucht, sehe ich doch ein recht lockeres Comeback mit einer einstimmigen Punktentscheidung.
Vladimir Matyushenko durch Unanimous Decision
-Light Heavyweight Fight:
Eliot Marshall (7-1-0) vs. Jason Brilz (17-1-1)
Wie könnte die Überschrift für den nächsten Kampf lauten. „TUF Teilnehmer gegen Hobby Fighter“ oder „BJJ Kämpfer gegen Wrestler“. Egal wie, der Kampf findet im Lightheavyweight statt und die Überschriften beschreiben ganz gut die beiden Charaktere die sich im 3.Kampf des Abends gegenüberstehen werden. Marshall, wie erwähnt ein sehr guter BJJ Kämpfer schaffte es bis ins Halbfinale der 8. TUF Staffel, wo er sich dem späteren Gewinner und ebenfalls herausragenden Wrestler Ryan Bader geschlagen geben musste. Sein Gegner Jason Brilz, der laut eigener Aussage an einer Vollzeitbeschäftigung als MMA Kämpfer nicht interessiert ist, war ein hervorragender Wrestler zu seiner Schul- und Uni-Zeit. Obwohl er den MMA Sport nur nebenberuflich betreibt, ist er seit 2001 ungeschlagen. Darunter fallen Leute wie Justin Eilers, Jason MacDonald und Alex Schoenauer. Sicher nicht die Top Granaten, aber immerhin grundsolide MMA Kämpfer. Zuletzt bezwang er bei 2 UFC Auftritten Brad Morris und zuletzt Tim Boetsch.
Wie schon geschrieben, verlor Marshall bei TUF 8 gegen einen Wrestler. Seitdem hat er aber einen Sprung nach vorne gemacht und gewann ebenfalls 2 Kämpfe in der UFC, zuletzt sogar gegen sein ehemaliges TUF 8 Team Mitglied Vinny Magalhães.
Der Kampf könnte ein knappes Ding werden. Im Stand-up könnte Marshall im Vorteil sein, da er 10 cm größer ist als Brilz und Reichweiten Vorteile besitzt. Auf dem Boden sehe ich den Teilzeitprofi Brilz im Vorteil durch sein dominantes Wrestling. Auch ist er selbst kein unbeschriebenes Blatt, wenn es um Submission Siege geht.
Es fällt mir schwer, das zu sagen bzw. zu schreiben, aber auch dieser Kampf wird meiner Ansicht nach über die Runden gehen. Brilz wird seine Siegesserie weiter ausbauen können.
Jason Brilz durch Unanimous Decision
-Welterweight Fight:
Rick Story (8-3-0) vs. Brian Foster (14-3-0)
Sagte ich schon, dass sich einige Kämpfe im Laufe der Monate geändert haben. Normalerweise sah man vor Brian Foster gegen Paul Daley kämpfen zu lassen. Da aber ein anderer Kämpfer auf der Maincard ausfiel, dazu mehr etwas weiter unten – einfach etwas scrollen, bekam Daley den Spot unter der Sonne (Maincard). Da stand er nun alleine da, der Brian Foster. Aber die UFC fand schnell Ersatz. Rick Story, sein erster Einsatz war in Deutschland bei UFC 99 und dieser begann auch äußerst unglücklich mit einer Niederlage gegen John Hathaway, ist der Ersatzmann von Daley und wird es nun im 2. UFC Kampf seiner Karriere mit Brian Foster zu tun haben. Für Foster, einem Freestyle Kämpfer, ist es übrigens das Debüt in der UFC. Von seinen letzten 11 Kämpfen verlor er nur 1. Außerdem wurden bei seinen Kämpfen noch nie die Punktrichter benötigt.
Sein Gegner Rick Story ist ein ehemaliger Ringer, der bis zu seinem UFC Debüt mit anschließender Punktniederlage einen 6-0 Run hingelegt hatte.
Da ich Foster so einschätze, dass er wieder Vollgas gehen wird, also die Punktrichter außen vor lassen möchte, trotz seines UFC Debüts, wird dieser Kampf nicht über die volle Distanz gehen. Auch vor dem Hintergrund das Rick Story zuletzt ebenfalls durch Punktentscheidung verloren hat, müsste es in seinem Interesse sein, den Kampf ebenfalls vorzeitig zu beenden.
Daher tippe ich auf einen vorzeitigen Sieg von Brian Foster.
Brian Foster durch TKO in Runde 2
-Lightweight Fight:
Nik Lentz (18-3-1) vs. Rafaello Oliveira (8-1-0)
War da nicht was, Kampf-Änderung wegen Verletzung??? Auch hier traf es jemanden, denn das eigentliche Match-up lautete Dan Lauzon gegen den Brasilianer Rafaello Oliveira. Lauzon verletzte sich und Nik Lentz sprang seinerseits rein. Kein adäquater Ersatz auf den ersten Blick. Aber erstmal was zum BJJ Experten aus Brasilien.
Rafaello Oliveira sollte eigentlich gegen Takanori Gomi bei Affliction III kämpfen. Aber diese Veranstaltung kam leider aufgrund von „Dauerdopenden“ nicht zustande. Schade drum, aber wie viele ehemalige Affliction Kämpfer fand auch er eine neue Heimat. Zuvor war er in seiner Heimat und u.a. bei XFC und ShoXC unterwegs. Sein Kampfrekord steht bei 9-1 und er wird versuchen diesen Rekord weiter auszubauen. Das hat natürlich auch sein Gegner Nik Lentz vor, der auch schon ein paar Abstecher in das Welterweight gemacht hatte. Zuletzt gegen Drew Fickett den er auch besiegen konnte. Er ist ein ehemaliger Wrestler und Freestyle Kämpfer der seit 8 Kämpfen ungeschlagen ist, 5 davon konnte er sogar vorzeitig beenden.
Diesmal wird er aber den Kürzeren ziehen, da ich den Brasilianer für den Stärkeren und kompletteren Kämpfer halte.
Rafaello Oliveira durch Submission in Runde 1
-Lightweight Fight:
Jim Miller (14-2-0) vs. Steve Lopez (12-1-0)
Jim Miller ist wieder in Aktion zu sehen. Diesmal gegen Steve Lopez, einem Neuling in der UFC. Auch hier fiel der eigentliche Kampf aufgrund einer Verletzung flach. Thiago Tavares war eigentlich als Gegner für Jim Miller vorgesehen. Tja, so kommt Steve Lopez in den Genuss seines ersten UFC Kampfes. Außer das er vor einem Jahr seinen letzten Kampf bestritt und einen Rekord von 12-1 vorzuweisen hat, den er sich über einen Zeitraum von 1 ½ Jahren in kleineren MMA Promotions aufgebaut hatte, ist nicht viel über ihn bekannt.
Über seinen Gegner, Jim Miller umso mehr. Er ist ein ausgezeichneter Ringer der sich seine Sporen in der High School und am College verdiente. Dazu entwickelte er sch in seiner aktiven MMA Zeit zu einem guten BJJ Kämpfer. Es ist sein 5. UFC Kampf am Samstag (bei uns Sonntag früh) und Siege über David Baron, Matt Wiman und Mac Danzig sprechen eine deutliche Sprache. Nur die Niederlage gegen den besseren Wrestler Gray Maynard trübt etwas diese gute Bilanz.
Alles andere als ein klarer Sieg für Miller wäre schon eine Überraschung. Sollte Lopez diesen Kampf siegreich gestalten, würde sich dieser Kampf in die Liste „Upset of the Year" Award einreihen.
Jim Miller durch Submission in Runde 1
Und am Samstag kann UFC 103 den Beweis oder das Boxen den Gegenbeweis anstellen. Auf alle Fälle fährt Dana White gleich 13 Kämpfe, 5 wie immer als PPV und davor, als Appetithappen, 1 Stunde lang 2 Vorkämpfe auf Spike TV. Es wird nichts unversucht gelassen, seinem Konkurrenten eine reinzuwürgen, was ihr gutes Recht ist.
Da Las Vegas durch den Boxabend besetzt ist, weicht man nach Texas, besser gesagt nach Dallas aus. Und das Publikum bekommt mit den angekündigten 13 Kämpfen einiges zu sehen. Und den Anfang macht mal wieder ein Lightweight Kampf.
-Lightweight Fight:
Rob Emerson (8-7-0-1) vs. Rafael dos Anjos (11-4-0)
Rob Emerson, der zuletzt gegen Kurt Pellegrino den Kürzeren durch Submission zog, ersetzt im ersten Kampf des Abends den verletzten Matt Wiman. Dieser war eigentlich als Gegner für den BBJ Black Belt Rafael dos Anjos vorgesehen. Solch ein Szenario wird uns im Laufe dieses Previews immer wieder begegnen, dass der eigentlich vorgesehene Kampf umdisponiert werden musste, aufgrund von Trainingsverletzungen einzelner Kämpfer. Zurück zum 1.Kampf, der Brasilianer dos Anjos muss endlich zurück in die Erfolgsspur, mit zuletzt 2 Niederlagen, sieht es für ihn ziemlich düster in seiner UFC Karriere (0-2) aus. Eine weitere Niederlage dazu und das Kapitel UFC könnte vorerst ausgeträumt sein. Mit Emerson hat er zumindest eine machbare Aufgabe vor der Brust. Der Kalifornier, der einen guten Kickbox bzw. Stand-up Hintergrund besitzt, wurde von Pellegrino zum 1. Mal in seiner Karriere vorzeitig besiegt. Das zeigt, dass es Rafael dos Anjos schwer haben wird Emerson in eine günstige Position zu bekommen und mit einer Submission siegreich aus dem Käfig zu gehen. Andererseits ist der Amerikaner auch mal gut einen schnellen KO hervorzuzaubern, man muss nur mal bei Manvel Gamburyan nachfragen.
Meiner Meinung nach wird der Kampf über die Runden gehen und am Ende wird Rafael dos Anjos in einem knappen Kampf der Sieg zugesprochen.
Rafael dos Anjos durch Split Decision
-Light Heavyweight Fight:
Vladimir Matyushenko (22-4-0) vs. Igor Pokrajac (21-5-0)
Es ist dreckig in der UFC oder warum kommt der Hausmeister Vladimir Matyushenko zurück an seine alte Wirkungsstätte??? Denn um die Lightheavyweight Szene in der UFC auszumisten, da fehlt ihm doch die Frische und Jugend dazu. Als weiterer Gatekeeper vielleicht, obwohl es in dieser Gewichtsklasse eigentlich nicht an Leuten fehlt, die als Testphase für andere Kämpfer herhalten müssen. Sei es drum, er ist wieder zurück und bekommt es gleich mit einem Buddy von Mirko Filipovic zu tun. Igor Pokrajac gehörte wohl zu dem Geschenk welches Lorenzo Fertitta dem Kroaten Filipovic machte, als man ihn wieder zur UFC zurücklotsen wollte. Anscheinend hat es gewirkt, für beide Seiten, der von Crocop Filipovic und der von Igor Pokrajac. Ob es auch für UFC ein Gewinn war, diesen Mann zu verpflichten, wird man erst nach dem Kampf gegen den Veteranen Matyushenko beurteilen können.
Vladimir Matyushenko ein herausragender Ringer und in seinem ersten UFC-Run 3-2, u.a. mit einem Titelkampf gegen Tito Ortiz dem er sich nach Punkten geschlagen geben musste, wird mit dem Trainingspartner von Mirko Crocop Igor Pokrajac eine lösbare Aufgabe vorgesetzt. Anders als der kroatische Heavyweight, ist Pokrajac ein sehr guter Wrestler der dazu auch noch über gutes BJJ verfügt. Trotzdem fehlen da ein paar Trainingseinheiten um an die Klasse eines Matyushenko heranzureichen. Somit steht einer eindeutigen Punktentscheidung nichts mehr im Wege, außer seine Kondition vielleicht, die ich zuletzt bei seiner Niederlage im Rematch gegen Antonio Rogerio Nogueira etwas vermisst habe, als er vom Brasilianer auf die Bretter geschickt wurde. Da pumpte er schon gut in Runde 2 vor sich hin. Da ich aber nicht glaube, dass ihn der Kroate so dermaßen im Stand-up zusetzen wird und ihn durch den Käfig scheucht, sehe ich doch ein recht lockeres Comeback mit einer einstimmigen Punktentscheidung.
Vladimir Matyushenko durch Unanimous Decision
-Light Heavyweight Fight:
Eliot Marshall (7-1-0) vs. Jason Brilz (17-1-1)
Wie könnte die Überschrift für den nächsten Kampf lauten. „TUF Teilnehmer gegen Hobby Fighter“ oder „BJJ Kämpfer gegen Wrestler“. Egal wie, der Kampf findet im Lightheavyweight statt und die Überschriften beschreiben ganz gut die beiden Charaktere die sich im 3.Kampf des Abends gegenüberstehen werden. Marshall, wie erwähnt ein sehr guter BJJ Kämpfer schaffte es bis ins Halbfinale der 8. TUF Staffel, wo er sich dem späteren Gewinner und ebenfalls herausragenden Wrestler Ryan Bader geschlagen geben musste. Sein Gegner Jason Brilz, der laut eigener Aussage an einer Vollzeitbeschäftigung als MMA Kämpfer nicht interessiert ist, war ein hervorragender Wrestler zu seiner Schul- und Uni-Zeit. Obwohl er den MMA Sport nur nebenberuflich betreibt, ist er seit 2001 ungeschlagen. Darunter fallen Leute wie Justin Eilers, Jason MacDonald und Alex Schoenauer. Sicher nicht die Top Granaten, aber immerhin grundsolide MMA Kämpfer. Zuletzt bezwang er bei 2 UFC Auftritten Brad Morris und zuletzt Tim Boetsch.
Wie schon geschrieben, verlor Marshall bei TUF 8 gegen einen Wrestler. Seitdem hat er aber einen Sprung nach vorne gemacht und gewann ebenfalls 2 Kämpfe in der UFC, zuletzt sogar gegen sein ehemaliges TUF 8 Team Mitglied Vinny Magalhães.
Der Kampf könnte ein knappes Ding werden. Im Stand-up könnte Marshall im Vorteil sein, da er 10 cm größer ist als Brilz und Reichweiten Vorteile besitzt. Auf dem Boden sehe ich den Teilzeitprofi Brilz im Vorteil durch sein dominantes Wrestling. Auch ist er selbst kein unbeschriebenes Blatt, wenn es um Submission Siege geht.
Es fällt mir schwer, das zu sagen bzw. zu schreiben, aber auch dieser Kampf wird meiner Ansicht nach über die Runden gehen. Brilz wird seine Siegesserie weiter ausbauen können.
Jason Brilz durch Unanimous Decision
-Welterweight Fight:
Rick Story (8-3-0) vs. Brian Foster (14-3-0)
Sagte ich schon, dass sich einige Kämpfe im Laufe der Monate geändert haben. Normalerweise sah man vor Brian Foster gegen Paul Daley kämpfen zu lassen. Da aber ein anderer Kämpfer auf der Maincard ausfiel, dazu mehr etwas weiter unten – einfach etwas scrollen, bekam Daley den Spot unter der Sonne (Maincard). Da stand er nun alleine da, der Brian Foster. Aber die UFC fand schnell Ersatz. Rick Story, sein erster Einsatz war in Deutschland bei UFC 99 und dieser begann auch äußerst unglücklich mit einer Niederlage gegen John Hathaway, ist der Ersatzmann von Daley und wird es nun im 2. UFC Kampf seiner Karriere mit Brian Foster zu tun haben. Für Foster, einem Freestyle Kämpfer, ist es übrigens das Debüt in der UFC. Von seinen letzten 11 Kämpfen verlor er nur 1. Außerdem wurden bei seinen Kämpfen noch nie die Punktrichter benötigt.
Sein Gegner Rick Story ist ein ehemaliger Ringer, der bis zu seinem UFC Debüt mit anschließender Punktniederlage einen 6-0 Run hingelegt hatte.
Da ich Foster so einschätze, dass er wieder Vollgas gehen wird, also die Punktrichter außen vor lassen möchte, trotz seines UFC Debüts, wird dieser Kampf nicht über die volle Distanz gehen. Auch vor dem Hintergrund das Rick Story zuletzt ebenfalls durch Punktentscheidung verloren hat, müsste es in seinem Interesse sein, den Kampf ebenfalls vorzeitig zu beenden.
Daher tippe ich auf einen vorzeitigen Sieg von Brian Foster.
Brian Foster durch TKO in Runde 2
-Lightweight Fight:
Nik Lentz (18-3-1) vs. Rafaello Oliveira (8-1-0)
War da nicht was, Kampf-Änderung wegen Verletzung??? Auch hier traf es jemanden, denn das eigentliche Match-up lautete Dan Lauzon gegen den Brasilianer Rafaello Oliveira. Lauzon verletzte sich und Nik Lentz sprang seinerseits rein. Kein adäquater Ersatz auf den ersten Blick. Aber erstmal was zum BJJ Experten aus Brasilien.
Rafaello Oliveira sollte eigentlich gegen Takanori Gomi bei Affliction III kämpfen. Aber diese Veranstaltung kam leider aufgrund von „Dauerdopenden“ nicht zustande. Schade drum, aber wie viele ehemalige Affliction Kämpfer fand auch er eine neue Heimat. Zuvor war er in seiner Heimat und u.a. bei XFC und ShoXC unterwegs. Sein Kampfrekord steht bei 9-1 und er wird versuchen diesen Rekord weiter auszubauen. Das hat natürlich auch sein Gegner Nik Lentz vor, der auch schon ein paar Abstecher in das Welterweight gemacht hatte. Zuletzt gegen Drew Fickett den er auch besiegen konnte. Er ist ein ehemaliger Wrestler und Freestyle Kämpfer der seit 8 Kämpfen ungeschlagen ist, 5 davon konnte er sogar vorzeitig beenden.
Diesmal wird er aber den Kürzeren ziehen, da ich den Brasilianer für den Stärkeren und kompletteren Kämpfer halte.
Rafaello Oliveira durch Submission in Runde 1
-Lightweight Fight:
Jim Miller (14-2-0) vs. Steve Lopez (12-1-0)
Jim Miller ist wieder in Aktion zu sehen. Diesmal gegen Steve Lopez, einem Neuling in der UFC. Auch hier fiel der eigentliche Kampf aufgrund einer Verletzung flach. Thiago Tavares war eigentlich als Gegner für Jim Miller vorgesehen. Tja, so kommt Steve Lopez in den Genuss seines ersten UFC Kampfes. Außer das er vor einem Jahr seinen letzten Kampf bestritt und einen Rekord von 12-1 vorzuweisen hat, den er sich über einen Zeitraum von 1 ½ Jahren in kleineren MMA Promotions aufgebaut hatte, ist nicht viel über ihn bekannt.
Über seinen Gegner, Jim Miller umso mehr. Er ist ein ausgezeichneter Ringer der sich seine Sporen in der High School und am College verdiente. Dazu entwickelte er sch in seiner aktiven MMA Zeit zu einem guten BJJ Kämpfer. Es ist sein 5. UFC Kampf am Samstag (bei uns Sonntag früh) und Siege über David Baron, Matt Wiman und Mac Danzig sprechen eine deutliche Sprache. Nur die Niederlage gegen den besseren Wrestler Gray Maynard trübt etwas diese gute Bilanz.
Alles andere als ein klarer Sieg für Miller wäre schon eine Überraschung. Sollte Lopez diesen Kampf siegreich gestalten, würde sich dieser Kampf in die Liste „Upset of the Year" Award einreihen.
Jim Miller durch Submission in Runde 1
