20.10.2009, 21:48
Herzlich willkommen zur Vorschau auf UFC 104: Machida Vs. Shogun. Seit dem 03. Februar 2007 ist Lyoto Machida offiziell ein UFC-Kämpfer. An diesem Tag betrat der damals 29jährige das Octagon, um The Ultimate Fighter-Veteran Sam Hoger durch eine Punktentscheidung in die Schranken zu weisen. Dies sollte auch der einzige Tag sein, den Lyoto Machida und sein Karate in der Undercard eines Events verbringen sollte. Trotz eines eher mäßigen Fights konnte sich Machida in der Folge auf den Main Cards etablieren und Event für Event Fans hinzugewinnen, bis Machida im Mai schlussendlich im Main Event eines UFC Pay-per-Views Rashad Evans den Light Heavyweight-Titel abnehmen konnte. Ein langer Weg erreichte seinen Höhepunkt und es sieht so aus, als ob es sich Machida an der Spitze gemütlich machen wolle. Das will sein Landsmann und Gegenüber natürlich verhindern. Mauricio "Shogun" Rua galt einst als das Wunderkind einer ganzen Division und als Champion in der Warteschleife bei PRIDE, nachdem einer seiner besten Freunde, Wanderlei Silva dort jahrelang den Titel hielt. Shogun kann auf eine ausgezeichnete MMA-Ausbildung zurückblicken und konnte sich durch seinen interessanten Stil schon früh eine Menge Fans sichern, die ihn auch in der UFC nach Kräften unterstützen. So kommt es am kommenden Samstag nun zum Aufeinandertreffen zweier Fighter, deren Stellung man zu diesem Zeitpunkt komplett anders vermutet hätte. Auf jeden Fall verspricht der Fight eine ganze Menge und wer weiß, vielleicht ist Shogun der Mann, der Lyoto Machida nicht nur eine Runde, sondern vielleicht sogar einen ganzen Fight abnehmen kann. Am Samstag sind wir schlauer. Überdies kommt es auf der Main Card noch zu interessanten Duellen im Heavyweight, Lightweight und im Welterweight, aber auch auf der Undercard finden sich einige bekannte Namen wieder, weswegen wir nun auch ohne Umschweife zur Vorschau auf die Fights kommen werden, die im Zweifel nur die Fans in der Halle zu Gesicht bekommen werden.
<b>-Heavyweight Fight:
Stefan Struve (21-3-0) vs. Chase Gormley (6-0-0)</b>
Los geht es mit einem Heavyweight-Fight zwischen Stefan Struve und Chase Gormley. Gormley sollte bei diesem Event in seinem UFC-Debut eigentlich als Aufbaugegner für den nun im Co-Main Event stehenden Ben Rothwell dienen, während Struve mittlerweile nach einer Niederlage gegen Junior dos Santos und einem Sieg über Denis Stojnic in Köln zum dritten Mal das Octagon betritt, dieses Mal aber zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten.
Gormley ist seit drei Jahren aktiv und dabei in sechs Kämpfen noch ungeschlagen. Der gebürtige Kalifornier hat hier die Aufgabe, die Menge durch seinen Bonus als Hometown-Hero kräftig anzuheizen. Ob ihm das gelingt, bezweifle ich gelinde gesagt. Gormley ist ein weiterer durchschnittlicher eindimensionaler Wrestler, der sich auf seine Takedowns und die gute alte Overhand Right verlässt. Gegen Struve könnte ihm das nicht viel nützen. Der Niederländer hat eine wie für einen Striker gemachte Statur und dazu noch einen Größenvorteil von 20 cm, fühlt sich allerdings eher auf der Matte zuhause und kann im zarten Alter von 21 Jahren bereits auf 24 Kämpfe zurückblicken. Struve ist ein mittelmäßiger Kickboxer, kann dafür aber mit seinen langen Gleidmaßen auf der Matte jedem Gegner das Leben schwer machen. Dass es auf die Matte geht, dafür wird Gormley schon sorgen, ist es doch außer dem One Punch KO seine einzige Chance auf einen Erfolg. Wie gesagt, schätze ich Gormleys Chancen gering ein. Struve hat bewiesen, dass er bei Ground And Pound die Ruhe bewahren und sich auf seine Stärken besinnen kann. Gegen Gormley wird das ausreichen, um ihn in der ersten Runde mit einem Choke zur Aufgabe zu bringen.
Tipp: Stefan Struve durch Submission in Runde 1
<b>-Light Heavyweight Fight:
Kyle Kingsbury (7-2-0) vs. Razak Al-Hassan (6-1-0)</b>
Wir gehen eine Gewichtsklasse nach unten und zum Fight zwischen Kyle Kingsbury und Razak Al-Hassan. Kyle Kingsbury kam durch die achte Staffel von The Ultimate Fighter zur UFC und musste sich in seinem UFC-Debut bei der Finale Show Tom Lawlor über Punktentscheid geschlagen geben. Der 27jährige kommt aus dem Boxen und gehört zu den Light Heavyweights, die sich mehr auf ihre Athletik verlassen. Ihm gegenüber steht mit dem leicht kleineren Razak Al-Hassan ein Fighter, der sich eher auf sein Ground-Game verlässt, wenn er nicht ein paar Tricks aus seinem Tae-Kwon-Do-Repertoire hervorbringt. Al-Hassan bestreitet hier seinen zweiten UFC-Kampf, nachdem er sich zuvor ungeschlagen durch kleinere Serien kämpfen konnte. In seinem UFC-Debut lieferte er sich ein hartes Gefecht mit Brian Stann, der ihn dann schlussendlich zur Aufgabe bringen konnte, aber erst, nachdem er mit aller Gewalt eine Armbar durchdrücken konnte, in der wohl jeder andere schon nach wenigen Sekunden aufgegeben hätte.
Dieser Kampf wird wohl auf Technik gegen athletik hinauslaufen. Kingsbury dürfte der kräftigere der beiden sein und mit deutlich mehr Gewicht in den Kampf gehen, allerdings dürfte er es nicht darauf absehen, den Kampf zu Boden zu bringen, da er dort gegen Al-Hassan wohl keinen Stich sehen wird. Ich schätze, dass dieser Kampf hauptsächlich im Clinch oder Stand ausgetragenen werden dürfte und dort Kingsbury auf Dauer durch seine Größe und Athletik Al-Hassan ermüden dürfte. Ein Finish sehe ich hier allerdings nicht voraus.
Tipp: Kyle Kingsbury durch Unanimous Decision
<b>-Middleweight Fight:
Rob Kimmons (22-4-0) vs. Jorge Rivera (16-7-0)</b>
Es geht eine weitere Gewichtsklasse tiefer und damit ins Mittelgewicht. Jorge Rivera dürfte mittlerweile seinen Platz in der UFC gefunden haben. Man kann davon ausgehen, dass der 37jährige seine Karriere aller Voraussicht nach als UFC-Fighter beenden wird und dabei wohl nicht mehr über den Rang eines Gatekeepers hinauskommen wird. 2009 ist so etwas wie ein Neuanfang für Rivera, der letztes Jahr nicht nur einen Kampf, sondern leider auch seine älteste Tochter verlor. Seitdem hat sich Rivera auf seine Familie konzentriert und stand nur ein einziges Mal im Käfig, dafür aber erfolgreich gegen Nissen Osterneck. Ihm gegenüber steht der neun Jahre jüngere Rob Kimmons. Kimmons konnte in seiner Karriere die ein oder andere Station durchmachen und musste sich in seiner Karriere außerhalb der UFC nur den UFC-Veteranen Ryan Jensen, Joe Riggs und Marvin Eastman geschlagen geben. Seit Juni 2008 versucht Kimmons nun, auch in der UFC für Furore zu sorgen und seine zwei Siege aus drei Kämpfen dürften da einen ordentlichen Grundstein gelegt haben.
Am Samstag werden die Fans hier einen klassischen Striker vs. Grappler-Matchup zu Gesicht bekommen. Rivera fühlt sich auf den Beinen wohl, auf dem Boden eher weniger. Dies ist allerdings die Stärke von Rob Kimmons, der vierzehn seiner 22 Siege durch Submission erreichen konnte, auf den Beinen aber auch nicht aufgeschmissen ist. Das Matchup favorisiert hier den ausgeglicheneren Kimmons, der seine Nachteile in der Reichweite schnell überbrücken dürfte und den Kampf früher oder später auf die Matte verlegen kann. Dort sollte er Rivera noch vor dem Ende der zweiten Runde mit einem Hebel zur Aufgabe bringen können.
Tipp: Rob Kimmons durch Submission in Runde 2
<b>-Middleweight Fight:
Yushin Okami (23-4-0) vs Chael Sonnen (22-10-1)</b>
Was hat Yushin Okami eigentlich angestellt, dass er bei jedem PPV aufs neue so gedemütigt wird. Der Japaner, der in seiner UFC-Karriere in acht Kämpfen einzig von Rich Franklin geschlagen werden konnte, wird nicht nur auf die Undercard verbannt, nein er wird nicht einmal auf SpikeTV gezeigt werden, wie die beiden folgenden Kämpfe. Dies ist wohl allein der Tatsache geschuldet, dass Okami ein sehr taktischer Fighter ist, der seine Kämpfe meist über einen Punktentscheid gewinnt. Allerdings darf dies, wenn man den Main Event betrachtet, kein Argument dafür sein, einen der besten Middleweight-Fighter der Welt auf die non-televised Undercard zu packen. Mitleiden muss an dieser Stelle Chael Sonnen. Der Team Quest-Wrestler wurde nach dem Ende der Middleweight-Division in der WEC wieder in die UFC aufgenommen und konnte zuletzt nach einer Niederlage gegen Demian Maia Dan Miller über Punktentscheid schlagen.
Beide Fighter verstehen sich gut darauf, den Gegner aus der Top Position zu kontrollieren und mit Ground And Pound zu traktieren. Somit kann man davon ausgehen, dass wir hier einen Fight sehen werden, der sich größtenteils im Clinch abspielen wird. Beide sind circa gleich groß und auch gleich kräftig, sodass ich hierbei denke, dass der größere Techniker hierbei das bessere Ende für sich haben wird.
In diesem Aufeinandertreffen sehe ich Yushin Okami im Vorteil. Sicherlich hat auch Sonnen schon den ein oder anderen Namen in die Schranken weisen können, allerdings hat Okami eine beeindruckendere Bilanz gegen bessere Gegner. Okami dürfte zudem ordentlich sauer sein, erneut keine Chance zu haben, seine Sponsoren zufrieden stellen zu können. Zum Verhängnis könnte dem Japaner allerdings werden, dass er verletzungsbedingt erneut fast ein komplettes Jahr keinen Wettkampf mehr bestreiten konnte und Chael Sonnen sich diesen "Rost" zunutze machen könnte. Wetten darauf würde ich allerdings nicht eingehen.
Tipp: Yushin Okami durch Unanimous Decision
<b>-Heavyweight Fight:
Pat Barry (4-1-0) vs. Antoni Hardonk (8-5-0)</b>
Kommen wir nun zum zweiten Heavyweight Fight des Abends und damit zum Battle Of The Low Kicks zwischen Pat Barry und Antoni Hardonk. Beide Fighter wurden von der UFC verpflichtet, um vielversprechenden Talenten einen Härtetest in Sachen Standup gegenüberzustellen, bevor man sie auf die Main Card lässt. Beide Fighter werden hierbei den Teufel tun und den Fight auf die Matte bringen, dafür sind beide viel zu sehr im Standup zuhause. Die Fans wirds freuen, hier wird es Low Kicks beiderseits regnen, da beide dafür bekannt sind, die Beine des Gegners zu bearbeiten. Vor allem für Hardonk dürfte es interessant werden, einmal seine eigene Medizin schlucken zu dürfen. Allerdings sehe ich hier keinen Fight auf Augenhöhe. Barry ist trotz seines Alters mit nur fünf MMA-Fights recht unerfahren und hat nicht ansatzweise die Gegner vor den Fäusten gehabt, wie sein Gegenüber, der sich zuletzt mit Cheick Kongo herumschlagen durfte. Zudem hat Hardonk hier auch die Reichweite und Größe auf seiner Seite, sodass er die Vorteile im Stand haben dürfte und da ich bezweifle, dass Barry auf sein Grappling setzt, wird es hier einen vorzeitigen Sieg von Antoni Hardonk geben, der neben den Fans in der Halle auch die Fans an den Schirmen freuen dürfte, da wie schon bei UFC 103 die letzten beiden Fights der Undercard auf SpikeTV gezeigt werden.
Tipp: Antoni Hardonk durch TKO in Runde 2
<b>-Light Heavyweight Fight:
Ryan Bader (9-0-0) vs. Eric Schafer (11-3-2)</b>
Wir kommen zum letzten Fight der Undercard und damit zum Kampf zwischen Eric "Ravishing Red" Schafer und Ryan Bader. Bader kehrt hier nach einer langwierigen Knieverletzung zurück, die ihn allerdings zum Zeitpunkt des Entstehens nicht davon abhielt, Carmello Marrero drei Runden lang zu dominieren. Sein zweiter Test nach dem erfolgreichen TUF-Finale lautet also Eric Schafer. Schafer gehört zu den Gatekeepern der Division und dürfte mit seinen Submissions und seiner Erfahrung keine leichte Aufgabe für den Wrestler Bader werden. Zumal Schafer auch nicht gerade der schwächste Wrestler der Division ist und Bader beim Takedown einige Probleme bereiten dürfte. Nichtsdestotrotz denke ich, dass Bader hier Dana White und Co. weiterhin Freude bereiten wird und auch die zweite Hürde auf dem Weg Richtung Spitze gekonnt nehmen dürfte. Bader hat im TUF-Haus an seinen Submissions und der Defense dagegen arbeiten können, zudem eine gute Athletik, die ihm vor allem im Stand bisher zu Gute kommen konnte. Schafer wird hierbei seine dritte Niederlage in Folge gegen TUF-Alumni einstecken müssen, nachdem ihn Ryan Bader Ende der ersten Runde in die Schranken weisen wird.
Tipp: Ryan Bader durch TKO in Runde 1
Danke für die Aufmerksamkeit und morgen gibt es dann den zweiten Teil der Preview, dann mit der Main Card des Events.
<b>-Heavyweight Fight:
Stefan Struve (21-3-0) vs. Chase Gormley (6-0-0)</b>
Los geht es mit einem Heavyweight-Fight zwischen Stefan Struve und Chase Gormley. Gormley sollte bei diesem Event in seinem UFC-Debut eigentlich als Aufbaugegner für den nun im Co-Main Event stehenden Ben Rothwell dienen, während Struve mittlerweile nach einer Niederlage gegen Junior dos Santos und einem Sieg über Denis Stojnic in Köln zum dritten Mal das Octagon betritt, dieses Mal aber zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten.
Gormley ist seit drei Jahren aktiv und dabei in sechs Kämpfen noch ungeschlagen. Der gebürtige Kalifornier hat hier die Aufgabe, die Menge durch seinen Bonus als Hometown-Hero kräftig anzuheizen. Ob ihm das gelingt, bezweifle ich gelinde gesagt. Gormley ist ein weiterer durchschnittlicher eindimensionaler Wrestler, der sich auf seine Takedowns und die gute alte Overhand Right verlässt. Gegen Struve könnte ihm das nicht viel nützen. Der Niederländer hat eine wie für einen Striker gemachte Statur und dazu noch einen Größenvorteil von 20 cm, fühlt sich allerdings eher auf der Matte zuhause und kann im zarten Alter von 21 Jahren bereits auf 24 Kämpfe zurückblicken. Struve ist ein mittelmäßiger Kickboxer, kann dafür aber mit seinen langen Gleidmaßen auf der Matte jedem Gegner das Leben schwer machen. Dass es auf die Matte geht, dafür wird Gormley schon sorgen, ist es doch außer dem One Punch KO seine einzige Chance auf einen Erfolg. Wie gesagt, schätze ich Gormleys Chancen gering ein. Struve hat bewiesen, dass er bei Ground And Pound die Ruhe bewahren und sich auf seine Stärken besinnen kann. Gegen Gormley wird das ausreichen, um ihn in der ersten Runde mit einem Choke zur Aufgabe zu bringen.
Tipp: Stefan Struve durch Submission in Runde 1
<b>-Light Heavyweight Fight:
Kyle Kingsbury (7-2-0) vs. Razak Al-Hassan (6-1-0)</b>
Wir gehen eine Gewichtsklasse nach unten und zum Fight zwischen Kyle Kingsbury und Razak Al-Hassan. Kyle Kingsbury kam durch die achte Staffel von The Ultimate Fighter zur UFC und musste sich in seinem UFC-Debut bei der Finale Show Tom Lawlor über Punktentscheid geschlagen geben. Der 27jährige kommt aus dem Boxen und gehört zu den Light Heavyweights, die sich mehr auf ihre Athletik verlassen. Ihm gegenüber steht mit dem leicht kleineren Razak Al-Hassan ein Fighter, der sich eher auf sein Ground-Game verlässt, wenn er nicht ein paar Tricks aus seinem Tae-Kwon-Do-Repertoire hervorbringt. Al-Hassan bestreitet hier seinen zweiten UFC-Kampf, nachdem er sich zuvor ungeschlagen durch kleinere Serien kämpfen konnte. In seinem UFC-Debut lieferte er sich ein hartes Gefecht mit Brian Stann, der ihn dann schlussendlich zur Aufgabe bringen konnte, aber erst, nachdem er mit aller Gewalt eine Armbar durchdrücken konnte, in der wohl jeder andere schon nach wenigen Sekunden aufgegeben hätte.
Dieser Kampf wird wohl auf Technik gegen athletik hinauslaufen. Kingsbury dürfte der kräftigere der beiden sein und mit deutlich mehr Gewicht in den Kampf gehen, allerdings dürfte er es nicht darauf absehen, den Kampf zu Boden zu bringen, da er dort gegen Al-Hassan wohl keinen Stich sehen wird. Ich schätze, dass dieser Kampf hauptsächlich im Clinch oder Stand ausgetragenen werden dürfte und dort Kingsbury auf Dauer durch seine Größe und Athletik Al-Hassan ermüden dürfte. Ein Finish sehe ich hier allerdings nicht voraus.
Tipp: Kyle Kingsbury durch Unanimous Decision
<b>-Middleweight Fight:
Rob Kimmons (22-4-0) vs. Jorge Rivera (16-7-0)</b>
Es geht eine weitere Gewichtsklasse tiefer und damit ins Mittelgewicht. Jorge Rivera dürfte mittlerweile seinen Platz in der UFC gefunden haben. Man kann davon ausgehen, dass der 37jährige seine Karriere aller Voraussicht nach als UFC-Fighter beenden wird und dabei wohl nicht mehr über den Rang eines Gatekeepers hinauskommen wird. 2009 ist so etwas wie ein Neuanfang für Rivera, der letztes Jahr nicht nur einen Kampf, sondern leider auch seine älteste Tochter verlor. Seitdem hat sich Rivera auf seine Familie konzentriert und stand nur ein einziges Mal im Käfig, dafür aber erfolgreich gegen Nissen Osterneck. Ihm gegenüber steht der neun Jahre jüngere Rob Kimmons. Kimmons konnte in seiner Karriere die ein oder andere Station durchmachen und musste sich in seiner Karriere außerhalb der UFC nur den UFC-Veteranen Ryan Jensen, Joe Riggs und Marvin Eastman geschlagen geben. Seit Juni 2008 versucht Kimmons nun, auch in der UFC für Furore zu sorgen und seine zwei Siege aus drei Kämpfen dürften da einen ordentlichen Grundstein gelegt haben.
Am Samstag werden die Fans hier einen klassischen Striker vs. Grappler-Matchup zu Gesicht bekommen. Rivera fühlt sich auf den Beinen wohl, auf dem Boden eher weniger. Dies ist allerdings die Stärke von Rob Kimmons, der vierzehn seiner 22 Siege durch Submission erreichen konnte, auf den Beinen aber auch nicht aufgeschmissen ist. Das Matchup favorisiert hier den ausgeglicheneren Kimmons, der seine Nachteile in der Reichweite schnell überbrücken dürfte und den Kampf früher oder später auf die Matte verlegen kann. Dort sollte er Rivera noch vor dem Ende der zweiten Runde mit einem Hebel zur Aufgabe bringen können.
Tipp: Rob Kimmons durch Submission in Runde 2
<b>-Middleweight Fight:
Yushin Okami (23-4-0) vs Chael Sonnen (22-10-1)</b>
Was hat Yushin Okami eigentlich angestellt, dass er bei jedem PPV aufs neue so gedemütigt wird. Der Japaner, der in seiner UFC-Karriere in acht Kämpfen einzig von Rich Franklin geschlagen werden konnte, wird nicht nur auf die Undercard verbannt, nein er wird nicht einmal auf SpikeTV gezeigt werden, wie die beiden folgenden Kämpfe. Dies ist wohl allein der Tatsache geschuldet, dass Okami ein sehr taktischer Fighter ist, der seine Kämpfe meist über einen Punktentscheid gewinnt. Allerdings darf dies, wenn man den Main Event betrachtet, kein Argument dafür sein, einen der besten Middleweight-Fighter der Welt auf die non-televised Undercard zu packen. Mitleiden muss an dieser Stelle Chael Sonnen. Der Team Quest-Wrestler wurde nach dem Ende der Middleweight-Division in der WEC wieder in die UFC aufgenommen und konnte zuletzt nach einer Niederlage gegen Demian Maia Dan Miller über Punktentscheid schlagen.
Beide Fighter verstehen sich gut darauf, den Gegner aus der Top Position zu kontrollieren und mit Ground And Pound zu traktieren. Somit kann man davon ausgehen, dass wir hier einen Fight sehen werden, der sich größtenteils im Clinch abspielen wird. Beide sind circa gleich groß und auch gleich kräftig, sodass ich hierbei denke, dass der größere Techniker hierbei das bessere Ende für sich haben wird.
In diesem Aufeinandertreffen sehe ich Yushin Okami im Vorteil. Sicherlich hat auch Sonnen schon den ein oder anderen Namen in die Schranken weisen können, allerdings hat Okami eine beeindruckendere Bilanz gegen bessere Gegner. Okami dürfte zudem ordentlich sauer sein, erneut keine Chance zu haben, seine Sponsoren zufrieden stellen zu können. Zum Verhängnis könnte dem Japaner allerdings werden, dass er verletzungsbedingt erneut fast ein komplettes Jahr keinen Wettkampf mehr bestreiten konnte und Chael Sonnen sich diesen "Rost" zunutze machen könnte. Wetten darauf würde ich allerdings nicht eingehen.
Tipp: Yushin Okami durch Unanimous Decision
<b>-Heavyweight Fight:
Pat Barry (4-1-0) vs. Antoni Hardonk (8-5-0)</b>
Kommen wir nun zum zweiten Heavyweight Fight des Abends und damit zum Battle Of The Low Kicks zwischen Pat Barry und Antoni Hardonk. Beide Fighter wurden von der UFC verpflichtet, um vielversprechenden Talenten einen Härtetest in Sachen Standup gegenüberzustellen, bevor man sie auf die Main Card lässt. Beide Fighter werden hierbei den Teufel tun und den Fight auf die Matte bringen, dafür sind beide viel zu sehr im Standup zuhause. Die Fans wirds freuen, hier wird es Low Kicks beiderseits regnen, da beide dafür bekannt sind, die Beine des Gegners zu bearbeiten. Vor allem für Hardonk dürfte es interessant werden, einmal seine eigene Medizin schlucken zu dürfen. Allerdings sehe ich hier keinen Fight auf Augenhöhe. Barry ist trotz seines Alters mit nur fünf MMA-Fights recht unerfahren und hat nicht ansatzweise die Gegner vor den Fäusten gehabt, wie sein Gegenüber, der sich zuletzt mit Cheick Kongo herumschlagen durfte. Zudem hat Hardonk hier auch die Reichweite und Größe auf seiner Seite, sodass er die Vorteile im Stand haben dürfte und da ich bezweifle, dass Barry auf sein Grappling setzt, wird es hier einen vorzeitigen Sieg von Antoni Hardonk geben, der neben den Fans in der Halle auch die Fans an den Schirmen freuen dürfte, da wie schon bei UFC 103 die letzten beiden Fights der Undercard auf SpikeTV gezeigt werden.
Tipp: Antoni Hardonk durch TKO in Runde 2
<b>-Light Heavyweight Fight:
Ryan Bader (9-0-0) vs. Eric Schafer (11-3-2)</b>
Wir kommen zum letzten Fight der Undercard und damit zum Kampf zwischen Eric "Ravishing Red" Schafer und Ryan Bader. Bader kehrt hier nach einer langwierigen Knieverletzung zurück, die ihn allerdings zum Zeitpunkt des Entstehens nicht davon abhielt, Carmello Marrero drei Runden lang zu dominieren. Sein zweiter Test nach dem erfolgreichen TUF-Finale lautet also Eric Schafer. Schafer gehört zu den Gatekeepern der Division und dürfte mit seinen Submissions und seiner Erfahrung keine leichte Aufgabe für den Wrestler Bader werden. Zumal Schafer auch nicht gerade der schwächste Wrestler der Division ist und Bader beim Takedown einige Probleme bereiten dürfte. Nichtsdestotrotz denke ich, dass Bader hier Dana White und Co. weiterhin Freude bereiten wird und auch die zweite Hürde auf dem Weg Richtung Spitze gekonnt nehmen dürfte. Bader hat im TUF-Haus an seinen Submissions und der Defense dagegen arbeiten können, zudem eine gute Athletik, die ihm vor allem im Stand bisher zu Gute kommen konnte. Schafer wird hierbei seine dritte Niederlage in Folge gegen TUF-Alumni einstecken müssen, nachdem ihn Ryan Bader Ende der ersten Runde in die Schranken weisen wird.
Tipp: Ryan Bader durch TKO in Runde 1
Danke für die Aufmerksamkeit und morgen gibt es dann den zweiten Teil der Preview, dann mit der Main Card des Events.
