09.07.2012, 14:22
@Fry: Da passt auch romantisieren ganz gut. Astronomie als Hobby und als Beruf ist halt was komplett anderes. Ich denke, Fachliteratur lesen und Videos gucken entspricht dem Erkenntnisgewinn, den du dir vorstellst. Der Astronom heutzutage schmeißt ein Teleskop an, durch das man nicht mehr gucken kann und wartet dann auf das Ergebnis seines Rechners. Der Rest der Zeit ist Papierkram. So stell ich es mir zumindest vor. 
Fänds auf jeden Fall schön, wenn alle auch schreiben würden, warum das ihr Traumberuf ist. ;)
Meiner wäre eine kleine Strandbar irgendwo, wo es wunderschön ist. Ich hätte drei bis vier Stammgäste, die alle nett, freundlich und interessant sind. Dazu Laufkundschaft, die hauptsächlich aus Personen mit Geschichte besteht. Keine Ballermannkundschaft, keine Spießer, keine "typischen" Urlauber. Eine Mischung aus Aussteigern, Schriftstellern und generell interessanten Menschen. Es gäbe ein paar Hocker am Tresen, zwei, drei Tische vor der überdachten Bar, Sitzgelegenheiten draußen und Hängematten. Es läuft entspannte Musik. Hinten sind Palmen, es ist warm, aber es weht ständig eine kleine Brise, der Sand ist weiß, das Meer kristallklar. Die Bar ist gefüllt mit interessanten Getränken, kein Bacardi oder ähnlicher Fusel, sondern gute Qualität. Unter der Bar steht eine Flasche Ron Zapaca für die ganz guten Gäste. Ich habe ein kleines Boot, das ich durchaus auch Besuchern überlasse, mit dem man entspannt rausfahren kann zu den interessanten Tauchspots kurz vor der Küste. Der Rentenfonds ist genug gefüllt, dass ich mir keine Sorgen machen muss über die Zeit, wenn ich vielleicht zu alt für die Bar bin und sie macht genau genug Umsatz, damit ich mir Essen von guter Qualität, eine kleine, feine Wohnung und hin und wieder eine zusätzliche Ausgabe leisten kann.
Und dann wache ich auf...
Was vielleicht auffällt ist, dass ich sehr wenig auf den eigentlichen Beruf eingehe, sondern mehr auf einen ganzen Traum. Für mich ist generell das Umfeld des Jobs sehr wichtig und macht mindestens 70% der Attraktivität auf. Mit miesgelaunten Kollegen, an einem schlechten Standort und mit Geldproblemen kann ein Beruf so viel Spaß machen wie er will, es ist kein Traumberuf.
Wenn es nur um den Beruf geht, hätte ich zwei Alternativen:
Als erstes müsste ich mich wohl Zar anschließen: erfolgreicher Schriftsteller. Ich schreibe gerne, weiß aber auch, um die vielen Probleme des Schriftstellerdaseins. Miese Bezahlung, Deadlinedruck, unsichere Zukunft, all das sind Dinge, die zum Teil wegfallen, wenn man schon ein bis zwei erfolgreiche Bücher geschrieben hat. An der schriftstellerischen Tätigkeit gefällt mir generell, dass man nicht ortsgebunden ist. Ich kann prinzipiell überall schreiben. Wenn ich zuhause bin, wenn ich meine Eltern besuche, wenn ich in Urlaub bin, wenn ich alte Freunde besuche. Es gibt keine festen Arbeitszeiten, was toll für mich ist, weil meine mit Abstand leistungsfähigste Zeit zwischen 19 und 22 Uhr liegt.
Meine zweite Alternative kommt nach den beiden Hippietraumberufen vielleicht etwas strange. Ich würde gerne mein Geld mit Traden an der Börse verdienen.
Ich lese mir jetzt schon Bücher über Markttechnik durch, finde es total interessant mir Charts anzugucken und sie auf Trendlinien, Unterstützungen und Widerstände zu untersuchen. Hier zieht wieder das gleiche Argument wie beim Schriftsteller: Ich kann von überall arbeiten. Einzig die Zeit ist etwas eingeschränkter, weil ich nur von Montags bis Freitags arbeiten kann und da auch nicht den ganzen Tag lang, weil das Handelsvolumen oft zu gering ist. Im Grunde ist das Einzige, was mich von diesem Job abhält, die Frage, ob ichs drauf habe, sowie das Startkapital, das leider sehr hoch sein muss. Denn als angestellter Daytrader in einer dieser Börsenlegebatterien möchte ich nicht arbeiten.
Coole Threadidee, Takerock.

Fänds auf jeden Fall schön, wenn alle auch schreiben würden, warum das ihr Traumberuf ist. ;)
Meiner wäre eine kleine Strandbar irgendwo, wo es wunderschön ist. Ich hätte drei bis vier Stammgäste, die alle nett, freundlich und interessant sind. Dazu Laufkundschaft, die hauptsächlich aus Personen mit Geschichte besteht. Keine Ballermannkundschaft, keine Spießer, keine "typischen" Urlauber. Eine Mischung aus Aussteigern, Schriftstellern und generell interessanten Menschen. Es gäbe ein paar Hocker am Tresen, zwei, drei Tische vor der überdachten Bar, Sitzgelegenheiten draußen und Hängematten. Es läuft entspannte Musik. Hinten sind Palmen, es ist warm, aber es weht ständig eine kleine Brise, der Sand ist weiß, das Meer kristallklar. Die Bar ist gefüllt mit interessanten Getränken, kein Bacardi oder ähnlicher Fusel, sondern gute Qualität. Unter der Bar steht eine Flasche Ron Zapaca für die ganz guten Gäste. Ich habe ein kleines Boot, das ich durchaus auch Besuchern überlasse, mit dem man entspannt rausfahren kann zu den interessanten Tauchspots kurz vor der Küste. Der Rentenfonds ist genug gefüllt, dass ich mir keine Sorgen machen muss über die Zeit, wenn ich vielleicht zu alt für die Bar bin und sie macht genau genug Umsatz, damit ich mir Essen von guter Qualität, eine kleine, feine Wohnung und hin und wieder eine zusätzliche Ausgabe leisten kann.
Und dann wache ich auf...
Was vielleicht auffällt ist, dass ich sehr wenig auf den eigentlichen Beruf eingehe, sondern mehr auf einen ganzen Traum. Für mich ist generell das Umfeld des Jobs sehr wichtig und macht mindestens 70% der Attraktivität auf. Mit miesgelaunten Kollegen, an einem schlechten Standort und mit Geldproblemen kann ein Beruf so viel Spaß machen wie er will, es ist kein Traumberuf.Wenn es nur um den Beruf geht, hätte ich zwei Alternativen:
Als erstes müsste ich mich wohl Zar anschließen: erfolgreicher Schriftsteller. Ich schreibe gerne, weiß aber auch, um die vielen Probleme des Schriftstellerdaseins. Miese Bezahlung, Deadlinedruck, unsichere Zukunft, all das sind Dinge, die zum Teil wegfallen, wenn man schon ein bis zwei erfolgreiche Bücher geschrieben hat. An der schriftstellerischen Tätigkeit gefällt mir generell, dass man nicht ortsgebunden ist. Ich kann prinzipiell überall schreiben. Wenn ich zuhause bin, wenn ich meine Eltern besuche, wenn ich in Urlaub bin, wenn ich alte Freunde besuche. Es gibt keine festen Arbeitszeiten, was toll für mich ist, weil meine mit Abstand leistungsfähigste Zeit zwischen 19 und 22 Uhr liegt.
Meine zweite Alternative kommt nach den beiden Hippietraumberufen vielleicht etwas strange. Ich würde gerne mein Geld mit Traden an der Börse verdienen.
Ich lese mir jetzt schon Bücher über Markttechnik durch, finde es total interessant mir Charts anzugucken und sie auf Trendlinien, Unterstützungen und Widerstände zu untersuchen. Hier zieht wieder das gleiche Argument wie beim Schriftsteller: Ich kann von überall arbeiten. Einzig die Zeit ist etwas eingeschränkter, weil ich nur von Montags bis Freitags arbeiten kann und da auch nicht den ganzen Tag lang, weil das Handelsvolumen oft zu gering ist. Im Grunde ist das Einzige, was mich von diesem Job abhält, die Frage, ob ichs drauf habe, sowie das Startkapital, das leider sehr hoch sein muss. Denn als angestellter Daytrader in einer dieser Börsenlegebatterien möchte ich nicht arbeiten. Coole Threadidee, Takerock.
