16.12.2003, 10:25
Zitat:Original von RDLA
Und nun zum Geschichtsunterricht:
Im dritten punischen Krieg 149-146 v.Chr. wurde das ursprüngliche Karthago zerstört. Es wurde später ein neues Karthago aufgebaut, dass allerdings nichts mehr mit dem ursprünglichen zu tun hatte.
Die ganze Analogie ist natürlich vollkommen für'n A....
1. Die Punischen Kriege waren der Zusammenprall der zwei großen "Republiken" (auch Karthago war eine Art Republik) über die Vorherrschaft über das Mittelmeer. Der Irak war wohl beim besten Willen kein demokratisches Land.
2. Die Punischen Kriege waren der Grundstein des Römischen "Welt-"Reiches, die USA sind schon eine Weltmacht. Der 3. Punische Krieg diente außerdem ja nur dazu, Karthago zu erobern, während die USA ja versuchen, so bald wie möglich wieder die Macht an die Iraker zurück zu geben.
3. Die Unruhen, die letztendlich zum Kaiserreich geführt haben, sind erst 88 v. Chr. ausgebrochen (Krieg der Popularen gegen die Optimaten), also erst nach dem Krieg gegen die Kimbern und Teutonen und auch nicht aus dem Grund, dass es keine äußeren Feinde mehr gab, sondern weil man im o.g. Krieg verstärkt Soldaten aus dem einfachen Volk eingesetzt hatte und diese jetzt politische Mitsprache verlangten. Ich kann da keinerlei ähnliche Entwicklung in den USA sehen.
Noch was zu Pearl Harbour:
Wie heute G. W. Bush brauchte Roosevelt einen Publicity-Grund, um einen Krieg zu beginnen, der bereits geplant war und auch richtig war. Aus diesem Grund hat die US-Regierung bereits seit Ende '40 begonnen, alles zu tun, um die Achsenmächte zu provozieren, z.B. haben "neutrale" US-Kriegsschiffe deutsche U-Boote beschossen und hat die US-Regierung durch ein absolutes Öl-Embargo die japanische Wirtschaft lahmgelegt, um die andere Seite zu zwingen, den ersten Schuss zu tun. Die Geschichte vom Angriff auf die neutralen USA ist nichts als eine Legende.
