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Zitat:Original von Sharkboy
ich finde es erheiternd, das man direkt beleidigend wird, obwohl hier im thread nach meinung gefragt wurde. bitte hier ist meine, lebt damit, fertig.
Deine politische Einstellung habe ich keineswegs kritisiert, was du wählst ist mir gleich. Aber wer so einen Quatsch wie "kein Mitleid für Soldaten" schreibt, der brauht sich nicht wundern, wenn was zurück kommt.
Blubb
Gast
Ich würde mich wohl grob als Sozialdemokrat einordnen und wähle daher die Partei Die Linke.
Natürlich kann ich nicht vorhersehen, wie sich Die Linke als Regierungspartei schlagen würde, ich möchte ihr aber aufgrund ihrer Programmatik und vielmehr noch aufgrund ihres grundsätzlichen Engagements für Menschenwürde und Solidarität gerne eine Chance geben. Mal (vielleicht unfair) verallgemeinernd gesagt, empfinde ich sie als einzige Bundestagspartei, für die Paragraph 1 des Grundgesetzes nicht nur eine hohle Floskel ist.
Für mich sind die übrigen im Bundestag vertretenen Parteien unwählbar geworden, da sie alle aufgrund ihrer in meinen Augen sehr schlimmen bisherigen Entscheidungen zu Hartz IV, Afghanistan, Rente etc., viel zu sehr mit der neoliberalen bzw. kapitalistischen Idee von Wachstums- und Leistungsversessenheit verstrickt sind, als dass sie unser Land wieder auf einen Weg hin zu einem funktionierenden, menschenwürdigen Gesamtgefüge von Gesundheits-, Arbeitsmarkt-, Finanz-, Außen-, Innen-, Bildungs- und Umweltpolitik bringen könnten. Unter den bisherigen Regierungsparteien kann es diesbezüglich doch nur bergab gehen. Ich sehe dort einfach keine Bereitschaft aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen, um einen besseren Weg zu beschreiten.
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Zitat:Original von Can Shamrock
Zitat:Original von Sharkboy
ich finde es erheiternd, das man direkt beleidigend wird, obwohl hier im thread nach meinung gefragt wurde. bitte hier ist meine, lebt damit, fertig.
Deine politische Einstellung habe ich keineswegs kritisiert, was du wählst ist mir gleich. Aber wer so einen Quatsch wie "kein Mitleid für Soldaten" schreibt, der brauht sich nicht wundern, wenn was zurück kommt.
Ist doch nur die ehrliche Meinung. So hart es sich anhört, keiner wird gezwungen in einer Kriegsgegend zu dienen. Jeder, der dort hingeht, weiß, dass er sich für ein gewisses Entgelt einer Gefahr aussetzt, da muss man auch nicht unbedingt Mitleid haben bzw heucheln. Die führen ihren Job aus, wie Millionen andere Mitbürger ... Bei manchen reicht es halt für ein gutbezahlten Job im Innenland, andere müssen sich ihre Brötchen halt im Ausland verdienen, ob es nun an mangelnder Intelligenz oder übermäßigem Patriotismus liegt. Einer drückt es härter aus, der andere nicht. Auch ich hab schon Angst um Freunde gehabt, weil sie in Krisengebieten waren, aber das ist deren Entscheidung. Trauer? Ja! Mitleid? Nur mit den Angehörigen, nicht mit den Soldaten ... Deren Entscheidung, deren Schicksal, egal wie hart sich das anhört.
Traurig ist nur, dass die für eine Sache sterben, die sich total im Sand verrennt ... Deutsche Soldaten sollten allgemein an kriegsähnlichen Konflikten nicht mehr teilnehmen. Seine Unterstützung, in dem Fall für die westlichen Länder, kann man auch anders ausdrücken. Gerade wir Deutschen sollten wissen, was Krieg anrichten kann. Auch wenn wir nicht selber miterlebt haben ... Aber wir wissen es allen möglichen Dokus/Erzählungen wohl besser als der Rest der Welt ... Von daher ist jede Schweißperle, jeder vergossene Bluttropfen eines Deutschen auf einem Schlachtfeld eine Perle/ein Tropfen zu viel ... Insofern man nicht in eine Kampfhandlung gezwungen und genötigt wird, und das wurden wir nicht, sollten wir daran nicht teilhaben. Krieg kann nie für Gerechtigkeit sorgen, auch wenn die US-Amerikaner das vielleicht für möglich halten ... Die Invasion in Afghanistan ist bald 9 Jahre her, die im Irak 7 Jahre ... Wenn man die Leute da jetzt fragt, ob es denen wirklich viel besser geht, was würden sie wohl antworten? Man kann ohne den Willen eines Volkes keine andere/fremde Staatsform installieren, das geht nicht. Aber sowas werden die Amis wohl nie lernen.
Worum ging es? Um Parteien? Mkay ... Ich wähle nie fest. Keine feste Gesinnung. Eine Partei muss mich überzeugen, immer wieder. Ausgeschlossen werden dabei extrem linke und extrem rechte bzw rechte Parteien ... Ein Wahlkampf ist nunmal das Mittel um Wähler zu gewinnen ... Natürlich hat man seine gewisse Einstellung, aber ich lasse mich auch gern belehren/überzeugen, nur leider schafft das in der heutigen Parteienlandschaft kaum jemand.
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Zitat:Original von DiViNo
Ist doch nur die ehrliche Meinung. So hart es sich anhört, keiner wird gezwungen in einer Kriegsgegend zu dienen. Jeder, der dort hingeht, weiß, dass er sich für ein gewisses Entgelt einer Gefahr aussetzt, da muss man auch nicht unbedingt Mitleid haben bzw heucheln. Die führen ihren Job aus, wie Millionen andere Mitbürger ... Bei manchen reicht es halt für ein gutbezahlten Job im Innenland, andere müssen sich ihre Brötchen halt im Ausland verdienen, ob es nun an mangelnder Intelligenz oder übermäßigem Patriotismus liegt. Einer drückt es härter aus, der andere nicht. Auch ich hab schon Angst um Freunde gehabt, weil sie in Krisengebieten waren, aber das ist deren Entscheidung. Trauer? Ja! Mitleid? Nur mit den Angehörigen, nicht mit den Soldaten ... Deren Entscheidung, deren Schicksal, egal wie hart sich das anhört.
Nach der Logik darf es aber auch kein Mitleid für Entwicklungshelfer geben, die vielleicht bei einem Attentat umkommen, die könnten mit Sicherheit auch in Deutschland ihre Brötchen verdienen.
Und natürlich auch kein Mitleid für Polizisten. Die werden, weil an der Waffe geschult, eh zu Mördern ausgebildet und zweitens sind sie selbst schuld, wenn sie andere beschützen. Die wissen doch, dass sie sich da in Gefahr begeben. Könnten mit Sicherheit auch beim Lidl an der Kasse arbeiten. Selbst schuld, wenn sie sterben. Achja, da sie für den deutschen Staat arbeiten, sind sie auch automatisch Nazi-Fascho-Kapitalisten.
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Soldaten sind Mörder.
Entwicklungshelfer nicht.
Deutsche Soldaten ermorden Menschin in Afghanistan und werden ermordet. Klingt irgendwie fair.
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Zitat:Original von Can Shamrock
Zitat:Original von DiViNo
Ist doch nur die ehrliche Meinung. So hart es sich anhört, keiner wird gezwungen in einer Kriegsgegend zu dienen. Jeder, der dort hingeht, weiß, dass er sich für ein gewisses Entgelt einer Gefahr aussetzt, da muss man auch nicht unbedingt Mitleid haben bzw heucheln. Die führen ihren Job aus, wie Millionen andere Mitbürger ... Bei manchen reicht es halt für ein gutbezahlten Job im Innenland, andere müssen sich ihre Brötchen halt im Ausland verdienen, ob es nun an mangelnder Intelligenz oder übermäßigem Patriotismus liegt. Einer drückt es härter aus, der andere nicht. Auch ich hab schon Angst um Freunde gehabt, weil sie in Krisengebieten waren, aber das ist deren Entscheidung. Trauer? Ja! Mitleid? Nur mit den Angehörigen, nicht mit den Soldaten ... Deren Entscheidung, deren Schicksal, egal wie hart sich das anhört.
Nach der Logik darf es aber auch kein Mitleid für Entwicklungshelfer geben, die vielleicht bei einem Attentat umkommen, die könnten mit Sicherheit auch in Deutschland ihre Brötchen verdienen.
Und natürlich auch kein Mitleid für Polizisten. Die werden, weil an der Waffe geschult, eh zu Mördern ausgebildet und zweitens sind sie selbst schuld, wenn sie andere beschützen. Die wissen doch, dass sie sich da in Gefahr begeben. Könnten mit Sicherheit auch beim Lidl an der Kasse arbeiten. Selbst schuld, wenn sie sterben. Achja, da sie für den deutschen Staat arbeiten, sind sie auch automatisch Nazi-Fascho-Kapitalisten. 
Warum nicht gemäßigt, wenn es auch total provokant geht.
;)
Und der Vergleich des im Kriegsgebiet dienenden Soldaten und des Polizisten hinkt doch schon etwas. Ich hab es doch extra gesagt ... Kein Soldat wird GEZWUNGEN in so ein Krisengebiet zu gehen, allerhöchstens mit Geld gelockt. Diese Leute setzen sich wissentlich diesen Gefahren aus. Sicherlich ist es traurig, dass dort Landsleute sterben, aber es ist ja nun nicht so, als hätte ihn keiner gesagt, dass dort auch mit scharfer Munition geschossen wird.
Gut, auch Polizisten können sich ins Ausland versetzen lassen, in einer Botschaft arbeiten und dem Land dienen, aber auch dann werden sie über mögliche, kalkulierbare bis unkalkulierbare, Risiken aufgeklärt.
Dann widerum gibts Polizisten/Bundespolizisten, wie z.B. mein Bruder, die im Inland ihre Arbeit verrichten. Sicherlich bleibt auch da ein Risiko, aber Polizisten und Soldaten auf eine Ebene zu stellen halte ich schon für etwas gewagt ... Das fängt beim bildungstechnischen Stand ( Jeder, sorry, "Idiot" - ich kenne genug, zum Glück nur flüchtig ;) - kann zum Bund ... Ist nunmal ein Fakt. Polizei hingegen erfordert schon etwas mehr. Ich erinner mich da ein juraähnliches Studium bei meinem Bruder ) an und hört dabei auf, dass wir in Deutschland keine kriegsähnlichen Gebiete haben.
Übrigens hab ich die Wörter Polizist und Mörder nie in einem Kontext erwähnt, würd ich auch nicht.
Polizisten beschützen die deutschen Staatsbürger. Was die Bundeswehr in Afghanistan macht erschließt sich mir hingegen nicht so ganz. Schutz des deutschen Volkes? Quasi der eigentliche Sinn der Bundeswehr? Ich sagte ja schon, dass Auslandseinsätze einer deutschen Armee sowieso ein heikles Thema sind bzw sein sollten. Viele Länder mischen sich dort in Belange ein, die sie nicht wirklich was angehen ... Und das Resultat? Teile des Islams verstehen nicht, warum die westlichen Staaten dort Weltverbesserer spielen wodurch widerum Hass gebündelt wird ... Und dieser Hass kann vor der eigenen Haustür mehr Schaden anrichten, als dass man in diesen Krisenregionen was aufbauen kann. Seit Oktober 2001 sind dort Truppen stationiert ... Man hat ein grausames Regime abgelöst,schön und gut. Man hat eine Regierung installiert, den Leuten dort quasi das regieren abgenommen ... Man könnt es auch Schattenregierung nennen. Aber hält das die Leute vom Morden ab? Von Anschlägen? Eher nicht. Ich wage zu behaupten, dass, seitdem westliche Truppen in Ländern wie Afghanistan oder dem Irak stationiert sind, deutlich mehr Zivilisten durch Anschläge getötet werden, als es vorher der Fall war ... Die "Weltverbesserer-Medaille" hat immer 2 Seiten ... Man sollte beide betrachten.
Ich schweife ab ... Der wichtige Unterschied nochmal kurz zusammengefasst ... Ich persönlich spüre, dass die Polizei für meinen Schutz sorgt, mein Freund und Helfer ist ... Bei der Bundeswehr hab ich dieses Gefühl nicht. Jedenfalls nicht bei einem sinnfreien Konflikt ferab der Heimat, von daher hinkt dieser Vergleich für mich.
Kurz zum Entwicklungshelfer ... Auch die setzen sich einer Gefahr aus in diversen Ländern der dritten Welt, ist nunmal so. Das muss jeder für sich selbst abwägen. Es ist ja schön, dass Leute helfen wollen, aber bevor ich direkt vor Ort den barmherzigen Samariter spiele achte ich doch lieber auf mich und mein eigenes Leben. Klingt egoistisch, aber eine Portion Egoismus gehört für mich dazu. Ich respektiere die Arbeit dieser Leute, allein schon deshalb, weil ich persönlich wohl viel zu viel Panik hätte in solchen Krisengebieten draufzugehen, aber es ist halt nur Respekt. Falls dort jemand stirbt oder entführt wird ist das natürlich auch traurig, aber ob ich Mitleid empfinde weiß ich nicht. Wohl eher nicht ... In z.B. einem Gebiet, in dem sich 2 verfeindete Warlords und deren Truppen gegenseitig die Rüben wegknallen würd ich z.B. nicht als Entwicklungshelfer arbeiten wollen, da wär mir mein eigenes Leben erstmal wichtiger. Und wenn diversen Leuten dort eine realistische Einschätzung der Lage fehlt, dann kann ich da halt wenig Mitleid verspüren, egal wie karikativ der eigentliche Zweck sein soll ... Frei nach dem Motto: Ist ja nicht so, als hätte sie keiner gewarnt
Polizei in Deutschland - Recht kalkulierbares Risiko
Bundeswehr, Entwicklungshelfer - Unkalkulierbare Risiken
... Meine Meinung.
Sorry, wenn wir vom Thema abdriften, aber immerhin mal wieder ne Diskussion hier.
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Zitat:Original von Pauleta
Soldaten sind Mörder.
Entwicklungshelfer nicht.
Deutsche Soldaten ermorden Menschin in Afghanistan und werden ermordet. Klingt irgendwie fair.
Ich bezweifle langsam, dass du überhaupt weißt, was Mord bedeutet, bzw. was der Unterschied zwischen Mord und Totschlag ist. Und dafür, dass du dich hier moralisch über andere stellst, ist Auge um Auge Zahn um Zahn doch ziemlich unteres Niveau. Bist du auch für die Wiedereinführung der Todesstrafe hier in Deutschland? Ich meine hier dürfen Mörder ja auch weiterleben...klingt irgendwie unfair.
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Zitat:Original von DiViNo
Kurz zum Entwicklungshelfer ... Auch die setzen sich einer Gefahr aus in diversen Ländern der dritten Welt, ist nunmal so. Das muss jeder für sich selbst abwägen. Es ist ja schön, dass Leute helfen wollen, aber bevor ich direkt vor Ort den barmherzigen Samariter spiele achte ich doch lieber auf mich und mein eigenes Leben. Klingt egoistisch, aber eine Portion Egoismus gehört für mich dazu. Ich respektiere die Arbeit dieser Leute, allein schon deshalb, weil ich persönlich wohl viel zu viel Panik hätte in solchen Krisengebieten draufzugehen, aber es ist halt nur Respekt. Falls dort jemand stirbt oder entführt wird ist das natürlich auch traurig, aber ob ich Mitleid empfinde weiß ich nicht. Wohl eher nicht ... In z.B. einem Gebiet, in dem sich 2 verfeindete Warlords und deren Truppen gegenseitig die Rüben wegknallen würd ich z.B. nicht als Entwicklungshelfer arbeiten wollen, da wär mir mein eigenes Leben erstmal wichtiger. Und wenn diversen Leuten dort eine realistische Einschätzung der Lage fehlt, dann kann ich da halt wenig Mitleid verspüren, egal wie karikativ der eigentliche Zweck sein soll ... Frei nach dem Motto: Ist ja nicht so, als hätte sie keiner gewarnt
Ich finde, das ist ein ganz schön hartes Stück, was du hier von Dir gibst. Das impliziert nämlich, dass die, die sich für die Gesellschaft oder für andere in Gefahr begeben und daher wirklich was für andere tun, selbst schuld sind, wenn sie selbst Opfer von Gewalt werden.
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Zitat:Original von zbyszko
Für mich sind die übrigen im Bundestag vertretenen Parteien unwählbar geworden, da sie alle aufgrund ihrer in meinen Augen sehr schlimmen bisherigen Entscheidungen zu Hartz IV, Afghanistan, Rente etc., viel zu sehr mit der neoliberalen bzw. kapitalistischen Idee von Wachstums- und Leistungsversessenheit verstrickt sind, als dass sie unser Land wieder auf einen Weg hin zu einem funktionierenden, menschenwürdigen Gesamtgefüge von Gesundheits-, Arbeitsmarkt-, Finanz-, Außen-, Innen-, Bildungs- und Umweltpolitik bringen könnten. Unter den bisherigen Regierungsparteien kann es diesbezüglich doch nur bergab gehen. Ich sehe dort einfach keine Bereitschaft aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen, um einen besseren Weg zu beschreiten.
Ich würde nicht davon sprechen, das die bisherigen Entscheidungen zu Hartz IV unnötig und unsozial waren. Die Zusammenlegung von ALG und Arbeitslosenhilfe hat dem Arbeitsmarkt schon geholfen. Unter'm Strich sehe ich diese Reform als notwendig und auch als erfolgreich an. Sie hat in der Durchführung viele Fehler, vor allem was die Auslegung betrifft. Aber das Grundprinzip ist richtig. Bei den Linken sehe ich jedoch erstmal personelle Probleme und Antipathien in den eigenen Reihen. Abschaffung von Hartz IV - das ist in meinen Augen unsozial, da die Linke kein schlüssiges Konzept vorlegen kann. Große Probleme habe ich vor allem mit Klaus Ernst und anderen aus der ehemaligen WASG. Ich empfinde ihre Äußerungen nur als Populismus.
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Zitat:Original von Pauleta
Soldaten sind Mörder.
Entwicklungshelfer nicht.
Deutsche Soldaten ermorden Menschin in Afghanistan und werden ermordet. Klingt irgendwie fair.
Harte Worte. Du sagst also tatsächlich zu mir ich sei ein Mörder? Ich werde also auf eine Stufe gestellt mit Leuten die Kinder ermorden, die ihre Familie auslöschen oder die aus politischen Wahn andere Leute umbringen? Ich weiß nicht ob du sowas halten kannst. Ich will dir mal was sagen, ein Mörder mordet weil er es will, wir bekämpfen Leute weil sie uns beschießen bzw. weil sie uns was böses tun wollen, wir tun dies nicht wenn wir es nicht tun müssten um unser eigenes Leben zu schützen. Ich hoffe ich komme nie in die Situation, dass ich die Waffe gegen einen anderen erheben muss. Du implizierst hier aber das wir genau das wollen, ich muss mich hier gerade echt zurückhalten um nicht total ausfallend zu werden.
@ Zybsko
Ich halte Hartz 4 für eine wichtige und richtige Entscheidung der damaligen Regierung unter Schröder. Wenn sie auch viel falsch gemacht haben, dass haben sie richtig gemacht und den Arbeitsmarkt damit wieder erfolgreicher gemacht. Das jetzt von Leuten aus der SPD gefordert wird, dass es wieder abgeschafft werden soll, beweist doch nur wieder das viele noch in einer Rosa Roten Regenbogen Welt leben. Gute Entscheidungen kaputt machen, was für ein Nonsense. Das Sozialsystem war eine gute Erfindung es lässt sich so aber auch nicht aufrechterhalten, nicht in der Form, dass sollte man sehen. Es ist aber nunmal so das viele für sich das beste wollen, egal um welchen Preis, dass damit der Staat in einen Bankrott wie in Griechenland rennt ist den Leuten doch egal. Nur dann kommt das große heulen. Wir befinden uns nicht mehr in einem Schlaraffenland wo wir wirklich die beste Versorgung der Welt hatten, die Zeiten sind vorbei. Wir müssen jetzt die Systeme umstellen und die Wirtschaft stärken. Meine persönliche Meinung soweit.
Divino, deutschen Soldaten mangelnde Intelligenz bzw. zu großen Patriotismus vorzuwerfen finde ich schon krass. Nur weil man beim Bund ist, ist man nicht dumm. Ich würde mal sagen wer mit meinem Lernaufwand das gleiche Abi Ergebnis bspw. schafft der soll sich jetzt melden. Außerdem sind viele Soldaten auch sehr interessiert in tägliche Themen und von daher da auch gut gebildet. Zu zweiteren, kann es sein dass für dich alle Soldaten Nazis sind? Komische Sichtweise, nur weil man also sich für die Bevölkerung einsetzt ist man ein Nazi? Nur weil man Stolz auf die Kultur und die eigene Bevölkerung ist, im Wissen um die eigene Geschichte und in Demut darin, ist man ein Nazi? Ich weiß echt nicht was ich noch sagen soll, bin sprachlos...
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@ Pauleta
Ich schalte mich mal vorsichtig zwischen euch und bitte Pauleta mal darum seine Argumente sachlicher vorzutragen. Kontrovers kann man immer diskutieren. Aber nicht auf so einer Ebene, die ich als ziemlich provozierend empfinde. Soldaten haben einen Eid auf die Verfassung geschworen und müssen im Ernstfall ihr Leben für uns lassen. Ich möchte nicht vor der Entscheidung stehen, einen Menschen erschießen zu müssen, weil er mich und andere bedroht. Durch das Grundgesetz ist dies geschützt und kann wohl kaum als Mord gewertet werden.
Blubb
Gast
Zitat:Original von Ronald GroßpietschIch würde nicht davon sprechen, das die bisherigen Entscheidungen zu Hartz IV unnötig und unsozial waren. Die Zusammenlegung von ALG und Arbeitslosenhilfe hat dem Arbeitsmarkt schon geholfen. Unter'm Strich sehe ich diese Reform als notwendig und auch als erfolgreich an. Sie hat in der Durchführung viele Fehler, vor allem was die Auslegung betrifft. Aber das Grundprinzip ist richtig.
Also vorweg, ich fühle mich nicht wirklich kompetent genug, diese ganzen Themen wirklich ordentlich zu diskutieren. Trotzdem geb ich mal meine Eindrücke hierzu wieder und hoffe, dass nicht für jeden Satz ein Nachweis gefordert wird ;)
Für mich sind viele Aspekte von Hartz IV nicht einfach unnötig oder unsozial, sondern menschenunwürdig. Das fängt schon bei der "Berechnung" des Regelsatzes an. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiß ja nun wenigstens eine breitere Öffentlichkeit, dass da eher gewürfelt wurde als dass man empirisch einen tatsächlichen Bedarf berechnet hätte. Dass mit hilfsbedürftigen Menschen so umgegangen wird, kann einfach nicht sein.
In einer Bedarfsgemeinschaft bist du so abhängig vom "Mitbewohner", dass du dir wirklich zweimal überlegst, ob du zusammenziehst, das verhindert die Bildung von Familien. Ich möchte hier nicht die ganz speziellen Konsequenzen hier breittreten, die diesbezüglich Bekannte von mir immer wieder erdulden müssen, ich möchte nur sagen, dass ich hier regelmäßig die Hände überm Kopf zusammenschlage.
Als ALG II-Empfänger, auch als Langzeitsarbeitsloser, auch Samstags, darfst du dich ohne Erlaubnis der ARGE nicht einfach morgens in die Bahn setzen, um einen etwas weiter entfernten Bekannten zu besuchen, da man ja "bereit" stehen muss für Jobangebote. Das kann unter Umständen sicher nötig sein, aber doch nicht wenn das Verhältnis von Arbeitssuchenden zu offenen Stellen so dermaßen unausgewogen ist, da kommt man sich nur schikaniert vor. Als ob das nicht anders ginge. Stattdessen werden die Erwerbstätigen gegen die Erwerbslosen ausgespielt und wenn die einen nicht einfach mal den Tag verplanen können, dann dürfen das die anderen natürlich auch nicht, auch wenn gesellschaftliche und familiäre Teilhabe ihnen nur gut tun könnten. Es gibt natürlich viele solcher Beispiele, bei denen ich natürlich auch gleich die Gegenargumente der Pro-Hartz-IV-Fraktion im Kopf habe. Eine Antwort auf diese Probleme zu finden, ist natürlich verdammt schwierig, aber das Ganze hat für mich eben ganz viel mit Menschenwürde und auch der Vorstellung von einer erstrebenswerteren, solidarischeren, gerechteren Gesellschaft zu tun. Und genau deswegen gehen diese Dinge für mich einfach nicht.
Die Schaffung dieses gewaltigen Niedriglohnsektors durch 1 Euro-Jobs, Aufstockung, die wirklich frechdreisten Tricks, die man nun bei der Berechnung der Arbeitslosenzahlen anwendet, etc. macht mich einfach nur traurig. Deutschland ist so ein reiches Land, schau dir eine Grafik der Vermögens- und Einkommensverteilung an, angesichts dessen kann man doch nicht sagen, dass die Löhne immer weiter gedrückt werden müssen, dass die Regelsätze so niedrig sein müssen etc, dass überall an den Ärmsten gespart werden muss, damit die reichsten immer noch reicher werden und die Mitte immer mehr verschwindet. Und wenn ich bedenke auf was für simplen, irrealen, marktwirtschaftlichen Modellen diese neoklassische Marktlogik beruht, die so viel gutes für die ärmeren Schichten verhindert, dann wird mir Angst und Bange, wo das denn noch alles hinführen soll.
Unterm Strich bleibt für mich bei Hartz IV nichts wirklich besser als vorher funktionierendes übrig. Das Grundprinzip ist das Sparen und Aushöhlen des sozialen Systems aus für mich unredlichen Gründen und das ist in meinen Augen grundfalsch.
Zitat: Bei den Linken sehe ich jedoch erstmal personelle Probleme und Antipathien in den eigenen Reihen. Abschaffung von Hartz IV - das ist in meinen Augen unsozial, da die Linke kein schlüssiges Konzept vorlegen kann.
Das linke Konzept erscheint vielen auch daher nicht lals schlüssig und finanzierbar, da die Linke das bisherige System in Frage stellt. Wenn die Linke an der Regierung wäre, gälte beispielsweise nicht das Dogma, dass Mindestlöhne Arbeitsplätze vernichten, sondern u.a. durch höhere Kaufkraft die Nachfrage nach Konsumgütern und dadurch wiederum das Angebot von Arbeitsplätzen steigern. Auch das ist natürlich keine Grundregel. Aber auch nicht weniger logisch als das herkömmliche neoklassische Modell von Angebot und Nachfrage. Wenn man das Konzept der Linken kritisiert, dann muss man sich immer vor Augen halten, dass sie andere aber genauso wissenschaftlich anerkannte Marktmodelle verwendet. Ein System- bzw. Logikwechsel hätte ebenfalls Auswirkungen auf Steuereinnahmen, Geldwert etc., sodass man die Finanzierungsvorschläge der Linken nicht so ohne weiteres in der momentan vorwiegend angewandten Marktlogik bewerten kann.
Zitat:Große Probleme habe ich vor allem mit Klaus Ernst und anderen aus der ehemaligen WASG. Ich empfinde ihre Äußerungen nur als Populismus.
Den Populismusvorwurf kann ich angesichts solcher Herren wie Westerwelle, Koch und Sarrazin ... und speziell bei der wirklich unfairen Stigmatisierung der Linken durch alle Parteien während jeder Wahlkampfzeit nicht wirklich ernstnehmen. Den meisten linken geht es eben um eine menschenwürdigere Welt, das sprechen sie aus, und klar hören das auch viele gerne. Es gibt halt auch bei "populistischen" Aussagen nicht nur schwarz und weiß und für mein Gefühl bekleckern sich die übrigen Parteien diesbezüglich nicht gerade mit Ruhm.
Ich finde es eigentlich sehr erfrischend, dass die linken Landesverbände und Strömungen sich auch untereinander stark kritisieren. Besonders, dass der Berliner Landesverband für seine aus linker Sicht nicht immer glücklichen Entscheidungen als regierende Partei so kritisiert wird, da freut sich doch das demokratische Herz. Klaus Ernst ist jetzt für mich persönlich auch kein wirklicher Sympathieträger, mir liegt dieses bairische Geschmetter nicht so ;) Was allerdings an seinen Ansichten bzw. denen der Westlinken so schlimm sein soll, erschließt sich mir nicht.
Blubb
Gast
Zitat:Original von The Russian Zar
[quote][i]
@ Zybsko
Ich halte Hartz 4 für eine wichtige und richtige Entscheidung der damaligen Regierung unter Schröder. Wenn sie auch viel falsch gemacht haben, dass haben sie richtig gemacht und den Arbeitsmarkt damit wieder erfolgreicher gemacht. Das jetzt von Leuten aus der SPD gefordert wird, dass es wieder abgeschafft werden soll, beweist doch nur wieder das viele noch in einer Rosa Roten Regenbogen Welt leben. Gute Entscheidungen kaputt machen, was für ein Nonsense. Das Sozialsystem war eine gute Erfindung es lässt sich so aber auch nicht aufrechterhalten, nicht in der Form, dass sollte man sehen. Es ist aber nunmal so das viele für sich das beste wollen, egal um welchen Preis, dass damit der Staat in einen Bankrott wie in Griechenland rennt ist den Leuten doch egal. Nur dann kommt das große heulen. Wir befinden uns nicht mehr in einem Schlaraffenland wo wir wirklich die beste Versorgung der Welt hatten, die Zeiten sind vorbei. Wir müssen jetzt die Systeme umstellen und die Wirtschaft stärken. Meine persönliche Meinung soweit.
Ich bin letztlich wirklich zu faul dir zu deinen Thesen die Gegenargumente irgendwo rauszusuchen, ich bin ein schlechter Linker und habe so etwas nicht auswendig drauf ;)
Ich möchte dich nur darauf hinweisen, dass es nach meiner Erfahrung einen verdammt großen Haufen wirklich intelligenter Menschen in Deutschland gibt, die den Arbeitsmarkt NICHT für erfolgreicher halten, die es für absolut unnotwendig halten das Sozialsystem aufzugeben und so weiter. Bevor du das Sozialsystem in den Mülleimer wirfst, widerspruchslos den Niedriglohnsektor, schlechtere Gesundheitsversorgung, etc. für dich, deine Verwandten und Freunde in Kauf nimmst und noch Werbung dafür machst, hoffe ich inständig, dass du dich auch so ausführlich mit den Gegenargumenten auseinandergesetzt hast. Ich bin jedenfalls nicht einfach so bereit, die wohl recht gute Chance sausen zu lassen, dass wir das alles behalten und noch besser hinbekommen könnten, nur weil irgendwelche Versicherungs- und Wirtschafts-Lobbyisten sich das aus welchen Gründen auch immer anders vorstellen.
Edit: Sorry fürs Doppelposting, ich gelobe Besserung ^^
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