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UFC 114: Jackson vs. Evans + Double F´s View: The Final Showdown
#14
Tja, dann sollte man wohl versuchen mal wieder einen guten LHW zu holen. Denn Nog braucht hier ein Match, denn das könnte ihn als Contender präsentieren. Ich bin wirklich gespannt, wen man aus dem Hut zaubert!
#15
Der Gegner von Nogueira wird kein geringerer als Jason Brilz sein ;)
#16
Anscheinend war wirklich nichts besseres auf dem Markt. :pfeif: Na mal sehen wie lang Nog braucht um den Wrestler auf die Bretter zu schicken. ;)
#17
Zitat:Original von Christian
Anscheinend war wirklich nichts besseres auf dem Markt. :pfeif: Na mal sehen wie lang Nog braucht um den Wrestler auf die Bretter zu schicken. ;)
Ach kommt schon. Wenn Brilz gegen Eliot Marshall nicht komplett beschissen worden wäre, wäre er 4-0 in der UFC und die Beschwerden würden sich in Grenzen halten. ;)

Ich sage nicht, das er Lil Nog schlägt, aber zumindest ist er eine gute Wahl.
#18
Thiago Tavares fällt aufgrund einer Ellenbogenverletzung auf unbestimmte Zeit aus und kann demzufolge auch nicht seinen Kampf gegen Melvin Guillard bestreiten. Ein Ersatzgegner wurde bis jetzt noch nicht bekannt gegeben.
#19
Es ist amtlich. Der Gewinner aus dem Lightheavyweight Fight Evans vs. Rampage wird die Chance auf den UFC Lightheavyweight Title von Mauricio Rua bekommen und damit der nächste Herausforderer für den Brasilianer werden.
Dies vermeldete Dana White höchstpersönlich auf einer Pressekonferenz für UFC 114: Jackson vs. Evans.
#20
Sehr cool!

Das ist doch gleich noch mehr Zündstoff!! Daumen hoch
#21
Hallo und herzlich willkommen zu meiner ersten Kolumne für den MMA-Bereich. Ich möchte mich mit dem Main Event von UFC 114 etwas näher beschäftigen und so einen Ausblick auf diesen Fight geben. Aber fangen wir mal chronologisch bei beiden Kämpfern an.

UFC for One
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/TUF2Poster.png]
„Sugar“ Rashad Evans wurde am 25. September 1979 in Niagara Falls, New York geboren und kam dann über Football und Wrestling zum Mixed Martial Arts, wo er 2004 sein Debut gab und seine ersten fünf Fights gewinnen konnte. Dies zeichnete ihn dann aus und Rashad kam zu „The Ultimate Fighter 2“, wo er einer von 9 Heavyweights war, die um diesen Titel kämpften. Das Debut der Show gab es am 22. August 2005 und Evans ging in jeden seiner Kämpfe als Underdog, da er ziemlich schmächtig für das Heavyweight war, spielte seine Technik aber gut aus und konnte Tom Murphy, Mike Whitehead und Keith Jardine durch Decision besiegen, um ins Finale einzuziehen. Er schaffte es sogar, dass der gegnerische Coach Matt Hughes für den Halbfinalfight die Seiten wechselte und sich um ihn kümmerte. Im Finale konnte Evans dann Brad Imes durch eine Split Decision besiegen und war somit der Sieger der zweiten Staffel und konnte sich über einen Vertrag mit der UFC freuen. „Sugar“ Rashad hatte also das erste Ziel erreicht und war teil der größten Promotion geworden.

Pride for the Other
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/P...ix2003.png]
Sein Gegner Quinton „Rampage“ Jackson erblickte am 20. Juni 1978 das Licht der Welt. Auch er widmete sich dem Wrestling und wollte sogar den Weg eines Professional Wrestlers einschlagen, am Ende entschied er sich dann aber nach der High School für das Mixed Martial Arts. Er machte sich bei kleineren Promotions einen Namen und brachte einen Fight Record von 11-1 zu Stande. Während dieser Zeit waren auch schon große Namen seine Gegner, jedoch waren alle noch ein Schatten ihrer Selbst. Jackson konnte so Kevin Randleman, Chuck Liddell, Matt Lindland, Dan Henderson, Wanderlei Silva oder Keith Jardine besiegen. Jackson ging einen anderen Weg, wie Evans, denn ihn verschlug es zuerst zur größten Konkurrenz von Ultimate Fighting Championship – Pride FC.
Bei Pride machte sich Rampage dann schnell einen Namen und wurde vom unbekannten Jungen schnell zu einem der gefürchtetsten Fighter der Promotion. 2001 gab er sein Debut bei Pride 15 und er konnte Kazushi Sakuraba, einem der prominentesten Fighter der Promotion noch nicht das Wasser reichen und verlor durch einen Rear Naked Choke. Seinen nächsten Kampf konnte er bei Pride 17 eindrucksvoll durch einen Knockout gewinnen, darauf folgte jedoch eine DQ-Niederlage wegen eines Low Blows. Es war also ein steiniger Weg für Jackson auf dem Weg nach oben. 2002 verbesserte er seine Kick-Box-Künste und trat nach einigen Siegen im MMA auch in reinen Kick-Box-Veranstaltungen auf. Cyril Abidi war unter K-1-Regeln ein Opfer für Quinton, denn dieser knockte den Veteranen nach 1:55 in der ersten Runde aus und auch ein Re-Match entschied der Kalifornier für sich. Ein weiterer Denkzettel für alle Kritiker.
Nach diesem Sieg widmete er sich jedoch voll und ganz dem MMA und hatte anschließend seinen ersten großen Kampf: „The Axe Murderer“ Wanderlei Silva machte sich bis dahin selbst einen Namen im MMA und vor allem bei Pride, als sich dieser den Middleweight Titel sichern konnte. Jackson machte sich auf den Weg sich diesen Titel zu holen und kam beim Pride Middleweight Grand Prix 2003 nach Siegen über Murilo Bustamante und Chuck Liddell ins Finale gegen Silva. Beide standen sich im „Fight of the Year 2003“ gegenüber. Dies bestätigen viele anerkannte Magazine. Jackson verlor den Fight, nachdem der Referee den Kampf nach harten Treffern von Silva mit dem Knie zu Recht abbrach. Die Pride Karriere ging für Jackson danach aber natürlich weiter und einen „Knockout of the Century“ Kandidaten konnte er ebenfalls liefern. Im zweiten Fight nach Silva hatte er es mit Ricardo Arona zu tun. Dieser konnte einen Anaconda Vice Aufgabegriff ansetzen, Rampage konterte diesen mit einer Art Powerbomb und knockte seinen Gegner somit aus.
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/JacksonSlam.png]
Dies brachte ihn zum Re-Match mit Wanderlei, aber auch hier konnte er nach starker Vorstellung nur als Verlierer die Halle verlassen, denn Silva erwischte ihn wieder mit harten Knie-Treffern. Nun gab es nicht mehr viele Fights für ihn bei Pride. Konnte er Murilo Rua noch besiegen, musste er sich gegen Mauricio „Shogun“ Rua via TKO geschlagen geben. Dies geschah beim Pride Middleweight Grand Prix 2005 in Runde 2. Nach dieser Niederlage kam er mit einem neuen Trainer zusammen. Juanito Ibarra brachte ihn wieder auf die Siegerstraße, jedoch kam nach zwei Siegen das Ende bei Pride.

The Way to the Championship
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/R...sChamp.png]
Wir sind also im Jahr 2006 angekommen und blicken nun wieder auf Evans. Rashad hatte die TUF 2-Staffel gewonnen und danach wechselte er erst einmal ins Light Heavyweight. Am 06. April 2006 gab es dann seinen ersten richtigen Fight für die UFC im Octagon gegen Sam Hogar. Dieser war Halbfinalist bei TUF 1. Hier konnte sich Evans mit einer Split Decision durchsetzen und hatte somit ein relativ gelungenes Debut geschafft. Im Juni fiel ihm ein weiterer TUF 1 Veteran zum Opfer. Stephan Bonnar musste sich ebenfalls durch Decision geschlagen geben. Mit Jason Lambert sollte dann bei UFC 63 der erste schwere Brocken auf ihn warten, doch der Wrestler konnte sich durch Schläge in der Mount durchsetzen und schlug Lambert, der bis dahin 8-0 war, KO. Nach diesem Sieg kam der erste Main Event für Evans. Bei UFC Fight Night 8: Evans vs Salmon stand ihm der Newcomer Sean Salmon gegenüber, ein hoch dekorierter Wrestler mit einem 9-1 Kampfrekord. Auch hier fuhr Rashad einen beeindruckenden Sieg ein. Nach einem Head Kick in Runde 2 gingen für Salmon die Lichter aus und er musste auf einer Trage ins Krankenhaus gebracht werden. Nun kam UFC 73 und UFC-Präsident Dana White gab Evans die Chance gegen Tito Ortiz. Ein klasse Kampf endete in einem 28-28 Draw, den alle drei Kampfrichter so sahen. Ortiz hatte zwar zwei von drei Runden gewonnen, ihm wurde jedoch ein Punkt abgezogen, da er sich bei einem Take Down von Rashad am Käfig fest hielt. Ein Re-Match wurde versprochen, doch bis heute wurde dies den Fans verwährt. Bei UFC 78 gab es dann den ersten Main Event für Rashad Evans bei einem PPV. The Ultimate Fighter 3 Gewinner Michael Bisping war sein Gegenüber und Rashad konnte ihn durch Split Decision in einem sehr engen Kampf besiegen. Nun sollte der nächste große Schritt für „Sugar“ Rashad folgen. Ein Kampf gegen den ehemaligen Light Heavyweight Champion Chuck Liddell. Evans war klarer Außenseiter, besiegte seinen Gegner jedoch bei UFC 88 mit dem „Knockout of the Year 2008“ von Sherdog. Somit war der Weg frei für Rashad und bei UFC 92 sollte er seine erste Chance auf UFC-Gold bekommen, wenn er auf den Light Heavyweight Champion Forrest Griffin treffen sollte.
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/R...iddell.png]

Finally both at the UFC
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/RampageChamp.png]
Am 11. Dezember 2006 fand Quinton Jackson den Weg zur UFC. „Endlich“, dachten viele Fans, aber Jackson ist gut befreundet mit Tito Ortiz und wollte wegen ihm nicht zur UFC. Marvin Eastman war dann bei UFC 67 der erste Kontrahent von Rampage, musste sich jedoch durch KO geschlagen geben. Bei UFC 71 schaffte es Rampage dann in seinem ersten Anlauf gegen Chuck Liddell sich den UFC Light Heavyweight Titel zu sichern. Er knockte Chuck in Runde 1 mit Punches aus und konnte sich so zum zweiten Mal nach 2003 bei Pride gegen Liddell durchsetzen. Am 8. September 2007 wurde bei UFC 75 Geschichte geschrieben, als der UFC Light Heavyweight Champion Quinton Jackson auf den Pride Light Heavyweight Champion Dan Henderson traf und Rampage durch Unanimous Decision die beiden Titel vereinigen konnte und somit seine einstige Wirkungsstätte endgültig begrub.

The Ultimate Fighter 7 stand auf dem Plan und nach seinem kurzen Engagement bei UFC wurde Rampage auch gleich einer der beiden Coaches. Sein Gegenüber war Forrest Griffin. In der Reality-Show zeigte Jackson ziemlich schnell, welch Heißsporn er doch ist und seine Picks schafften es nicht wirklich zu überzeugen. So kamen nur zwei von Quinton, jedoch 6 Fighter von Griffin in die nächste Runde. Im Finale siegte dann auch ein Fighter von Forrest. Amir Sadollah sicherte sich mit einem Sieg via Armbar in Runde 1 gegen C.B. Dollaway von Team Rampage den Titel des Ultimate Fighter 7. Am 5. Juli 2008 gab es bei UFC 86 dann das Aufeinandertreffen der Coaches und Griffin sicherte sich nach einem OK-Fight nach 46–48, 46–48 und 46–49 den Light Heavyweight Titel durch Unanimous Decision. Dieses Ergebnis war eine Art Upset und der Coach von Jackson, Juanito Ibarra, überlegte sogar Einspruch gegen das Ergebnis einzulegen. Dies wurde jedoch letztlich gelassen. Nach dieser Niederlage geriet Jackson in einen Verkehrsunfall mit überhöhter Geschwindigkeit und wurde vom Gericht schuldig gesprochen.

UFC 92 and the first Fight?
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/UFC92Poster.png]
UFC 92 gab es dann zum ersten Mal Jackson und Evans bei einem Event zu sehen. Zuerst kam Jackson ins Octagon. Und er hatte gegen seinen Gegner noch eine große Rechnung offen, denn dieser war Wanderlei Silva, der einzige, der Rampage zwei Mal besiegen konnte. Diesen Fight entschied Quinton aber sehr schnell für sich, denn bereits in Runde 1 gab es den TKO nach Punches.
Später am Abend sollte der größte Erfolg für Rashad Evans folgen. Auch er konnte seinen Fight vorzeitig beenden und er sicherte sich durch den TKO Sieg gegen Griffin in Runde 3 den Light Heavyweight Gürtel, das erste Gold seiner Karriere. Im Jahr 2008 wurde Evans von Sherdog zum „Fighter of the Year“ gewählt.

Bei UFC 96 gab es dann einen der wichtigsten Fights für Rampage. Keith Jardine war sein Gegner und falls er diesen besiegen kann, würde er eine Chance auf den Light Heavyweight Titel bekommen. Falls nicht, würde Lyoto Machida den Shot erhalten. Jackson konnte den Fight für sich entscheiden, am Ende bekam jedoch Machida die Chance, da Rampage durch einige Verletzungen zurück geworfen wurde. Bei UFC heißt es hier „The Show must go on“ und so bekam der Dragon die Titelchance gegen Rashad Evans. Diese konnte der bis dahin unbesiegte Brasilianer auch eindrucksvoll nutzen und so musste Evans seinen Titel bei der ersten Verteidigung auch gleich wieder abgeben. Jackson sollte dann auf den Sieger des Titelmatches treffen, jedoch kam auch dieser Fight nie zu Stande.

The First Showdown – The Ultimate Fighter
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/TUF10.png]
The Ultimate Fighter. Diese Worte habe ich schon oft benutzt bis zu dieser Stelle. Beide kamen immer wieder damit in Verbindung und im Juni 2009 sollte es dann zum ersten wirklichen Treffen der beiden bei der 10. Staffel von TUF kommen. Beide wurden Coaches der Staffel und hier merkte man schnell, dass sie sich nicht ausstehen können. Rampage rastete auch hier immer wieder aus. Und es wird wohl länger unvergessen bleiben, als Jackson nach einem Fight eine Tür zerlegte. Auch in dieser Staffel sah es für „Coach Rampage“ lange nicht gut aus. Die ersten sieben Kämpfe dieser Staffel gingen allesamt an Team Rashad. Dies lag aber nicht nur an den schlechten Pics von Jackson, sondern auch an seiner Art als Coach. So prallte er aber nicht nur immer wieder mit seinen Team-Mitgliedern aneinander, sondern auch mit dem generischen Coach: Rashad Evans. Dies war wohl eine der größten Fehden bei einer TUF-Staffel überhaupt und das Ganze sollte bereits bei UFC 107 am 12. Dezember in einem Fight der beiden Coaches gipfeln. Vorher gewann jedoch Team Rashad diese TUF-Staffel durch Roy Nelson. Im Finale stand ebenfalls ein Rashad-Fighter, nämlich Brendan Schaub. Dieser hatte den einzigen Rampage-Zögling in der Endrunde, Marcus Jones, im Halbfinale ausgeschaltet.
Während der Ausstrahlung dieser Staffel, genauer gesagt am 22. September 2009, gab Jackson bekannt, dass er sich aus dem MMA-Geschäft zurück zieht und somit seine Karriere beendet. Der Fight mit Evans war damit also abgesagt.

One in the Octagon, the other at film-studios
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/A-Team.png]
Quinton Jackson hatte aber nicht nur seine MMA-Karriere beendet, sondern er begann eine neue Karriere, als Schauspieler. Das „A-Team“ wurde neu verfilmt und der ehemalige Champion wurde für die Rolle des „B. A.“ auserkoren und Rampage machte seinem Bad Boy Gimmick während dieser Zeit auch noch alle Ehre und wurde auf Grund seiner Fahrerfluch zu 3 Jahren auf Bewährung verurteilt.
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/UFC108.png]
Rashad hingegen kämpfte am 02. Januar 2010 bei UFC 108 gegen Thiago Silva. Vor diesem Fight gab Rampage bekannt, dass er sich entschlossen hat, doch wieder in den Ring zu steigen. Der Weg für ein Aufeinandertreffen wäre also geebnet, wenn Rashad gegen Jardine gewinnt. Der Sieger dieses Kampfes würde nämlich einen Fight gegen Jackson erhalten.
Einen Grund zur Freude hatte Evans aber bereits vor dem Kampf. Während die Prelim-Fights bei SpikeTV gezeigt wurden, wurde ihm der Schwarze Gurt des Brazilian Jiu-Jitsu von Rolles Gracie übergeben. Der Kampf gegen Thiago Silva konnte durch Unanimous Decision gewonnen werden und hier zeigte Rashad, dass er sich noch einmal weiter entwickelt hat. Normalerweise liegen seine Stärken im Stand Up und im Striking, diesmal gab es jedoch einige Take Downs und man merkte, dass Silva von Sekunde zu Sekunde frustrierter wurde, da er einfach keine Chance gegen Evans sah. Kurzzeitig konnte Silva den Kampf noch einmal kippen, als er Rashad mit einem rechten Haken am Kinn traf, jedoch konnte sich Evans noch einmal retten und letztlich triumphieren.

Finally it will come to an end
[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/double%20f/UFC114.jpg]
Nun sind also alle Probleme aus dem Weg geräumt und der Fight zwischen „Sugar“ Rashad Evans und Quinton „Rampage“ Jackson ist in trockenen Tüchern und für den 29. Mai bei UFC 114 in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas, Nevada angesetzt. Dieser Kampf wurde seit UFC 92 erwartet und nach einigen Querelen und der Ultimate Fighter 10 Staffel stehen sich beide endgültig gegenüber. Beide sind sehr gute Striker, was sie in der Vergangenheit auch bewiesen haben, beide haben aber ihre Wurzeln auch im Wrestling. Rashad erweiterte seinen Horizont nun noch durch den schwarzen Gurt in BJJ und erhofft sich dadurch natürlich Vorteile im Ground-Game. Alle haben darauf gewartet und es kann nicht wirklich ein großer Favorit ausgemacht werden, vor allem da es so viel böses Blut gab und nun wurde noch einmal etwas mehr Öl ins Feuer gegossen.
Seit UFC 113 haben wir einen neuen UFC Light Heavyweight Champion in Mauricio „Shogun“ Rua gefunden und er braucht natürlich auch einen ersten Herausforderer. Bei einer Pressekonferenz gab Dana White nun bekannt, dass es bei Jackson vs Evans nicht nur um die Ehre geht, sondern auch um den Platz des #1-Contenders. Ein Grund mehr, wieso die ganze Welt des Kampfsports am 29. Mai seine Augen nach Las Vegas richtet.

[YOUTUBE]6rU6qmi8Z5Q[/YOUTUBE]

Tale of the Tape:

Rashad Evans (14-1-1) vs Quinton Jackson (30-7-0)
30 Alter 31
1. 80 m Größe 1.85 m
93 kg Gewicht 93 kg
189 cm Reichweite 185

Am Ende möchte ich kurz noch einen Ausblick auf den Fight geben, wie ich denke, dass er verlaufen wird. Zu Beginn kann ich mir vorstellen, dass beide erstmal verhalten vorgehen, da sie über die jeweilige Knockout-Power des Gegners natürlich Bescheid wissen. Es wird sich sehr viel im Stand Up abspielen, wobei Evans immer wieder versuchen wird, den Kampf auf den Boden zu bringen. Er muss jedoch auf die Schwinger von Rampage sehr gut aufpassen. Ich glaube, dass der Fight ein vorzeitiges Ende in Runde 2 sehen wird. Evans kommt hier auf dem Boden mit einer Submission durch, oder er landet eine schöne Gerade am Kinn von Jackson!
Sieger in Runde 2 durch Submission oder KO: Rashad Evans

Evans selbst rechne ich 40:60 Chancen dann gegen Shogun ein, wenn dieser Top Fit ist. Für Rampage folgt dann entweder das endgültige Karriere Ende oder ein Aufbau-Gegner, wobei ich ersteres dann für wahrscheinlicher halte.

Zwei begnadete Kämpfer werden sich im Octagon gegenüber stehen und eine jahrelange Fehde beenden. Außerdem wird der Platz des Herausforderers um den UFC Light Heavyweight Gürtel ausgekämpft. Zwei Fighter, die ihren Weg von ganz unten nach ganz oben angetreten sind und schon ihren ersten Zenit überschritten haben. Für einen kann es ein weiterer Karrierehöhepunkt werden, der andere wird einen großen Dämpfer erhalten. Für beide steht viel auf dem Spiel und nur einer wird das Octagon als Sieger verlassen.

Seid dabei, wenn es am 29. Mai bei UFC 114 zum Main Event heißt: „IT´S TIME!“

[YOUTUBE]PpbDZueNaA4[/YOUTUBE]

Euer
Double F Bier
#22
"Passt" - das würde Flo wahrscheinlich jetzt an meiner Stelle sagen. Breites Grinsen Aber das reicht mir nicht! Vielen Dank für diese MMA Kolumne. Als Laie kann ich leider nicht viel, eigentlich nichts, zu den genannten Fightern schreiben. Kaum zu glauben, dass wir schon bei Ausgabe 114 sind. Ich selbst muss wohl bei UFC 1 noch mal anfangen, um die Hintergründe zu verstehen. Smile :winke:
#23
Auch von mir einen großen Dank für diese Kolumne. Leider kommt das Feedback bei solchen Sachen einfach sehr knapp. Die meisten lesen zwar, aber äußern sich nicht, da viele einfach nicht wissen was sie dazuschreiben sollen. Ganz ehrlich, ich wüsste auch nicht so recht was ich hierzu sagen sollte außer dankeschön. ;-)
Du hast uns die Karrieren der beiden näher gebracht und für diese Mühe muss man natürlich danken.
In Erinnerung habe ich noch diese Art Powerbomb bzw. Spinebuster von Rampage, die bei YouTube gleich am ersten Tag mehr als 500.000 Hits bekam. Auch die Vergleiche der beiden sind interessant.
#24
Danke euch beiden...
Die "Powerbomb" sieht man auch im ersten Video, die eigenlich eine gute Kurzzusammenfassung ist. Genau deshalb habe ich es ausgewählt! :winke:
#25
WOW, sehr schöne MMA-Kolumne, Flo ! :winke:

Ich mochte Evans nie, aber irgendwie favorisiere ich ihn ebenfalls. Seit Rampage nicht mehr mit J.Ibarra trainiert hat er imho merklich nachgelassen. Denke immer noch, das der Rampage der gegen Dan Henderson und Chuck Liddell antrat, der beste Rampage aller Zeiten war. Seine Technik, seine Kopfarbeit , alles sah viel frischer aus.
Rashad wird einen gravierenden Vorteil haben, und das dürfte die Schnelligkeit sein...
#26
Zitat:Original von Souljacker
WOW, sehr schöne MMA-Kolumne, Flo ! :winke:

Danke für das Lob. Hab mir auch richtig Mühe gegeben ;)

Und ich sehe Jackson eben einfach momentan nicht auf seinem Höhepunkt. Evans zeigte eine gute Performance gegen Silva und genau deswegen glaube ich auch an einen Sieg von ihm. Auch wenn Experten klar Rampage vorne sehen...


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