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UFC 107: Penn Vs. Sanchez Card
#21
Herzlich willkommen zur Vorschau auf den letzten UFC-Pay-per-View des Kalenderjahres 2009. Die UFC wird sich freuen, dieses Seuchenjahr oder besser gesagt diesen Seuchenwinter, in welchem eine Titelverteidigung nach der anderen aufgrund Erkrankungen oder Verletzungen ad acta gelegt werden musste, zu beenden. Zum Schluss des Kalenderjahres gibt es wenigstens noch einen letzten PPV mit einem Titelkampf, dem ersten seit UFC 104 und überhaupt erst dem dritten Titelkampf seit UFC 100. Und zum zweiten Mal in dieser zweiten Jahreshälfte stellt sich BJ Penn einem Herausforderer um den Lightweight-Titel. Nachdem es bei UFC 101 im August bereits Kenny Florian erfolglos versuchte, Penn seinen Titel abzunehmen, steht ihm nun Diego Sanchez gegenüber. Ein spannender Kampf zwischen zwei BJJ-Black Belts, die beide noch ein mehr als ordentliches Standup zu bieten haben, sodass im Main Event Spannung garantiert sein sollte. Dies ist aber nicht der einzige Kampf auf der Main Card, im Co-Main Event wird es zu einem Style Clash zwischen dem französischem Standup-Fighter Cheick Kongo und dem Grappler Frank Mir kommen. Des Weiteren kommt es auf der Main Card noch zu Fights zwischen Jon Fitch und Mike Pierce, Kenny Florian und Clay Guida sowie Paul Buentello und Stefan Struve.

Aber bevor die beiden Schwergewichte von Bruce Buffer angekündigt werden, stehen den Fans in der Halle noch weitere sechs Kämpfe bevor.

-Welterweight Fight:
Kevin Burns (7-3-0) vs. TJ Grant (14-3-0)

Los geht es im Welterweight zwischen Kevin Burns und dem Kanadier TJ Grant. Kevin Burns bestreitet hier seinen bereits fünften Kampf im UFC-Octagon und dürfte nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Anthony Johnson und Chris Lytle bereits um sein Überleben in der Promotion kämpfen. Konnte der BJJ-Purple Belt anfangs noch mit einem Submission-Sieg über Roan Carneiro und einem umstrittenen Erfolg über Anthony Johnson Fans gewinnen, dürfte der Aufstieg nach den beiden jüngsten Niederlagen wohl vorerst gestoppt sein. Mit einem Sieg über TJ Grant hofft Burns, sich eine weitere Chance im Octagon zu sichern. TJ Grant dürfte noch nicht soweit sein, zwar verlor der Kanadier bei UFC 100 gegen Dong Hyun Kim, sein Debut-Erfolg über Ryo Chonan dürfte ihm allerdings einige Sympathien gebracht haben.

Kevin Burns ist der stärkere Striker der beiden, verfügt über unterschätztes Grappling und dürfte den besseren Gameplan haben. Grant hingegen ist zwar der bessere Wrestler und Grappler, allerdings dürfte es schwer sein, Burns Punches zu entgehen, um den Kampf auf die Matte zu bringen. Grants großes Plus ist seine Kondition. Immer ein hohes Tempo gehend, sollte Grant Burns früh unter Druck setzen können, um anschließend über die Top Position oder seine Submission Skills den Fight für sich entscheiden zu können.

Tipp: TJ Grant durch Unanimous Decision



-Welterweight Fight:
DaMarques Johnson (9-7-0) vs. Edgar Garcia (7-1-0)

Wir bleiben im Welterweight und kommen zum Kampf zwischen TUF 9-Finalist DaMarques Johnson und Edgar Garcia, der seinen zweiten Kampf in der UFC absolviert. Johnson ging als einer der Favoriten in die neunte Staffel von The Ultimate Fighter und untermauerte diesen Status durch überzeugende Erfolge. Im Finale war allerdings gegen James Wilks Schluss. Edgar Garcia hingegen erarbeitete sich den Status des UFC-Fighters über kleinere Promotion und die WEC, bevor er im Finale von TUF 9 sein UFC-Debut gegen Brad Blackburn knapp über eine Split Decision verlor.

DaMarques Johnson ist der bessere Grappler der beiden und kann durch seine langen Gliedmaßen am Boden für Furore sorgen. Sein Problem ist es, den Kampf überhaupt dahin hu verlagern. Zwar verfügt Johnson über eine guten Clinch, aber die Takedowns sind mehr als ausbaufähig. Dies kommt Garcia entgegen, der den Kampf sowieso lieber im Stand belässt und mit Johnson da ein vermeintlich leichtes Opfer erhält. Johnson tendiert dazu, seine Fäuste unten zu lassen und auch seine Kopfbewegungen sind alles andere als gut für ihn. Zudem konnte man im TUF-Finale gut sehen, dass Johnson Probleme bekommt, wenn er früh unter Druck gerät. Garcia kann am Boden zwar zu keinem Zeitpunkt mit Johnson mithalten, allerdings wird es erst gar nicht so weit kommen, stattdessen wird Garcia Johnson ins Land der Träume schicken.

Tipp: Edgar Garcia durch KO in Runde 1

-Middleweight Fight:
Rousimar Palhares (9-2-0) vs. Lucio Linhares (13-4-0)

Wir gehen vom Welter- ins Middleweight hoch und zum brasilianischen Duell zwischen Rousimar Palhares und Lucio Linhares. Palhares konnte in drei UFC-Fights bisher zwei Erfolge feiern und musste sich nur Dan Henderson geschlagen geben und auch das nur über Decision. Ihm gegenüber gibt Lucio Linhares sein UFC-Debut.

Beide Fighter sind auf der Matte zuhause und das Striking zwischen den beiden dürfte mehr schlecht als recht anzuschauen sein, auch wenn ich hier Lucio Linhares unter anderem wegen der größeren Reichweite die größeren Chancen einräume, den Kampf zu entscheiden, aber machen wir uns nichts vor, früher oder später landet der Kampf auf der Matte. Hier sollte Palhares die Vorteile haben. Toquinho hatte schon deutlich stärkere Kaliber gegen sich und ist der physisch imposantere Kämpfer, der am Boden durch pure Muskelkraft ein schlechtes Matchup für Linhares sein dürfte. Zudem lässt Linhares seinen Gegnern am Boden recht viele Freiheiten, um seine Submissions anzusetzen, was gegen einen Weltklasse-Grappler wie Palhares keine gute Idee sein dürfte, der mit seinem taktisch geführten Ground Game schlussendlich eine Nummer zu groß für Linhares sein sollte.

Tipp: Rousimar Palhares durch Submission in Runde 2



-Welterweight Fight:
Johny Hendricks (6-0-0) vs. Ricardo Funch (7-0-0)

Es geht zurück ins Welterweight und zum Kampf zwischen den beiden ungeschlagenen Johny Hendricks und Ricardo Funch. Funch gibt hierbei sein UFC-Debut. Das hat Hendricks schon hinter sich, der zuletzt bei UFC 101 TUF 7-Sieger Amir Sadollah ausknocken konnte.

Hier dürfte es zu einem klassischen Wrestler vs. BJJ-Fighter-Matchup kommen. Hendricks trainiert bei Team Takedown und hat nicht nur einen sehr ausgeprägten Wrestling-Background, sondern auch, wie viele Wrestler, die Kraft in den Fäusten, die ausreicht, um den Gegner ins Land der Träume zu schicken. Die Frage ist aber, ob Hendricks Wrestling nicht zum Verhängnis werden könnte. Das gute Submission-Game von Funch schwebt wie ein Damokles-Schwert über jedem Takedown von Hendricks. Funch wird es nicht selbst schaffen, den Kampf auf die Matte zu bekommen und ob Hendricks so dumm ist, dies zu tun, bleibt abzuwarten. Funchs größtes Problem wird der Clinch sein. Hendricks ist wie gemacht für das Clinchgame und der linke Uppercut dürfte Funch in arge Nöte bringen. Zwar hat Funch die nötigen Skills, um Hendricks am Boden zu schlagen, aber ich glaube, dass Hendricks sein Wrestling eher dazu nutzen wird, Funchs Takedowns zu verhindern und ihn im Clinch zu dominieren, um schlussendlich einen weiteren frühen KO zu feiern.

Tipp: Johny Hendricks durch TKO in Runde 1



-Lightweight Fight:
Matt Wiman (10-5-0) vs. Shane Nelson (12-4-0)

Es geht noch eine Klasse tiefer ins Lightweight und zum Kampf zwischen den TUF-Alumni Matt Wiman und Shane Nelson. Wiman, ein TUF 5-Veteran, konnte bis Ende letzten Jahres einige Erfolge in der UFC feiern, zuletzt musste er sich allerdings erst Jim Miller und anschließend auch noch Sam Stout, jeweils über Decision, geschlagen geben. Shane Nelson hat noch nicht ganz so viele UFC-Kämpfe auf dem Buckel. Nach einem Erfolg im TUF 8-Finale gegen George Roop lieferte er sich zwei Fights mit Aaron Riley, die in einer ausgeglichenen Bilanz endeten.

Nelson ist der vielseitigere Fighter. Allerdings gehört er auch zu jenen mittelmäßigen Kämpfern, die von allem ein wenig, aber nichts richtig gut können. Zwar schwören manche auf das BJJ des Penn-Schützlings, allerdings konnte Nelson bisher nicht zeigen, dass sein BJJ dem anderer UFC-Lightweights überlegen ist. Matt Wiman hingegen hält sich am liebsten von der Rückenlage fern. Das ist auch gut so, denn sein Striking ist gut genug, um die meisten Lightweights in Bedrängnis zu bringen und mit dem ein oder anderen Takedown dürfte Wiman ein Paket bieten, dass Nelson in Schwierigkeiten bringen dürfte. Wiman wird im Stand die Hosen anbehalten und Nelson von vorne bis hinten die Grenzen in Sachen Striking aufzeigen. Zudem wird Wiman den ein oder anderen Takedown einbauen, um so weiter an der Punkteausbeute zu arbeiten. Eine Submission durch Nelson sehe ich hier nicht. Wiman hat auch den Kampf gegen Jim Miller überstanden, ohne abklopfen zu müssen und ich schätze Miller als weitaus stärkeren Grappler ein als Nelson. Wiman wird den Kampf drei Runden lang im Stand und aus der Top Position dominieren und schlussendlich auf allen drei Scorecards vorne liegen.

Tipp: Matt Wiman durch Unanimous Decision



-Middleweight Fight:
Alan Belcher (14-6-0) vs. Wilson Gouveia (12-6-0)

Wir kommen zum letzten Kampf der Undercard und zu einem weiteren Middleweight-Fight. Für beide ist es bereits der zehnte Kampf für die UFC und beide haben eine positive Bilanz erreichen können. Zuletzt mussten sich allerdings sowohl Gouveia als auch Belcher geschlagen geben. Belcher unterlag ganz knapp Yoshihiro Akiyama und Gouveia wurde von Nate Marquardt besiegt. Sicherlich keine schwachen Gegner.

Nun geht es also gegeneinander. Alan Belcher dürfte der bessere Striker der beiden sein. Sein Muay Thai ist stark aber Belcher geht gerne mit dem Kopf durch die Wand. Ein Umstand, der ihm schon die ein oder andere Niederlage beigebracht hat. Zwar kann Gouveias Striking technisch nicht mit Belchers mithalten, dafür braucht Gouveia weniger Treffer, um den Gegenüber schlafen zu schicken. Sollte Belcher also weiterhin unvorsichtig agieren, könnte er recht schnell Gouveias Kraft spüren. An sich meiden beide die Matte wie der Teufel das Weihwasser, allerdings denke ich, dass Gouveia hier eine Lunte riechen könnte und einer der einfacheren Wege, Belcher zu besiegen ist definitiv das Grappling. Beide sind schwache Wrestler, aber Gouveia ist am Boden doch ein wenig erfahrener als Belcher. Letzterer sollte seine Leg Kicks und sein Striking nutzen, um Gouveia im Stand zu beschäftigen und Punkte zu sammeln. Belcher hat die Kondition, um Gouveia drei Runden lang müde zu machen, was bei Gouveia sowieso nicht schwer ist, aber sollte sich Belcher früh aus dem Brawl heraushalten und intelligent vorgehen, dürfte er entweder einen Sieg über die Punkte oder einen späten TKO einfahren.

Tipp: Alan Belcher durch Unanimous Decision
#22
Da SpikeTV was anderes am Abend vorhat, wird es nicht wie zuletzt 2 Kämpfe als Appetithappen vor dem eigentlichen PPV geben. Diesmal muss man darauf hoffen, dass die Maincard Kämpfe von UFC 107 schnell vorübergehen bzw. die Sache immer eindeutig in eine Richtung verlaufen wird, wenn man in den Genuss von einigen Undercard Fights kommen möchte. Aber schon der Eröffnungskampf könnte eine knifflige Angelegenheit werden. Denn eigentlich war ein Striker vs. Striker Match vorgesehen, aber Todd Duffee musste leider aus Verletzungsgründen absagen und so stand der UFC Rückkehrer und MMA Veteran Paul Buentello erstmal ohne Gegner da. Aber dieser Zustand hielt nicht lange an, denn das Roster der UFC ist groß und so bekam der Niederländer Stefan Struve den Startplatz.

-Heavyweight Fight:
Paul Buentello (27-10-0) vs. Stefan Struve (18-3-0)

Groß ist auch das richtige Stichwort, wenn man Struve mal gesehen hat. Aus der gleichen Linie wie so einige Niederländische Kampfsportler, muss auch er mit dem gleichen Mittel in Kontakt gekommen sein, wie dass Gemüse bei denen da Drüben Aber anders als seine Landsmänner die ebenfalls Luft atmen, wo sich eigentlich der Flugverkehr bewegt, ist er kein reiner Stand-up Fighter. Man kann sogar soweit gehen, ihn als reinen Grappler zu bezeichnen. BJJ ist seine Welt und das mussten fast alle seiner Kontrahenten neidlos anerkennen und verließen zumeist als Verlierer den Ring oder den Käfig.
So wird das Dilemma für Paul Buentello offensichtlich. Ein Striker, der über eine Takedown Verteidigung verfügt, die leicht über der eines Cheik Kongo’s anzusiedeln ist, könnte ein gefundenes Fressen für den Holländer sein.
Trotzdem eines sollte man nicht vergessen, Buentello verfügt über gesunde Schlaghärte und kann auch einen Struve mit einem Schlag ins Lala Land schicken, aber wenn man sich mal seine MMA Vita näher betrachtet, bewegte er sich nie über gehobenes MMA Mittelmaß Niveau hinaus.
Zusätzlich ist Buentello nicht mehr der Jüngste, könnte aber angestachelt von dem Aspekt, dass er wieder in der UFC kämpft einen Motivationsschub bekommen und alles aus sich herausholen. Dann könnte es für Struve noch mal schwer werden und sein Gesicht wieder solch schöne Farbe annehmen, wie im Kampf gegen Denis Stojnic bei UFC 99.
Damit es nicht soweit kommt, muss er seine Jugend und seine enormen Reichweiten-Vorteile einsetzen, Buentello erst auf Distanz halten, den Jab bringen und dann im entscheidenden Moment den Takedown schaffen. Dann dürfte dem Submission Sieg nichts mehr im Wege stehen.

Stefan Struve durch Submission in Runde 2


Nach dem Eröffnungskampf, hat Animal von der Muppet Show seinen Auftritt. Damit er unter den vielen MMA Kämpfern nicht so auffällt, hat er sich den Namen Clay Guida zugelegt und sich einen beachtlichen MMA Rekord erarbeitet.
Natürlich war das jetzt nur eine spaßige Randnotiz meinerseits, denn jeder weiß das Animal nicht Clay Guida ist, sondern Clay Guida ist Animal und war als Drummer der Band „Dr. Teeth and The Electric Mayhem“ vor seiner MMA Karriere unterwegs.
Das „Tier“ hat es mit dem Aushilfs-Color Kommentatoren, der UFC und WEC und dem MMA Experten der ESPN Show „MMA Live“, Kenny Florian zu tun.

-Lightweight Fight:
Clay Guida (25-7-0) vs. Kenny Florian (13-4-0)

Darüber hinaus war Florian Teilnehmer der 1. TUF Staffel und verlor erst im Finale gegen Diego Sanchez. Das Duell fand damals im Middleweight statt. Heute bewegt er sich in kleineren Dimensionen bzw. in Regionen, wo weniger Gewicht auf seinen Rippen liegt.
Zu seinen sportlichen Ambitionen, er kommt gerade mit einer Niederlage aus dem Titelkampf um den Lightweight Titel und versucht nun mit einem Sieg sich wieder in Stellung zu bringen um eine neuerliche Chance zu bekommen.
Das wird aber schwer, denn mit Clay Guida, Ex-Strikeforce Lightweight Champion, steht ihm ein Kämpfer gegenüber der nie aufgibt und über Stamina eines Grizzlybären verfügt.
Der hat ebenfalls seinen letzten Kampf verloren, also Guida nicht der Grizzly, auch gegen eben jenen Diego Sanchez, dieser Name wird noch häufiger vorkommen, zumindest in diesem Preview.
Guida ist der klassische Freestyle Kämpfer, er kann alles sehr gut, sei es Wrestling, Boxen, Muay Thai usw. und wie gesagt, er kommt mit einem riesen Kämpferherz in das Oktagon und ist nur sehr schwer zu stoppen.
Florian ihm gegenüber, zeichnet sich vor allem durch sein ausgezeichnetes BJJ (Schwarzgurt) aus. Dazu kommen ebenfalls gute Fähigkeiten im Stand-up. Sei es Muay Thai oder Boxen, beide Arten sind ihm nicht fremd.
Im letzten Kampf wurde Guida schlichtweg überpowert, konnte den Kampf aber trotzdem zeitweise ziemlich ausgeglichen gestalten. Gegen Florian wird er diesen Nachteil nicht haben, ist ihm aber technisch um eine Klasse unterlegen. Kann er diesen Aspekt durch seinen puren Willen ausgleichen, wird wie üblich in letzter Zeit alles auf eine geteilte Punktentscheidung hinauslaufen. Wer diese dann bekommen wird, kann ich nicht mit 100%tiger Sicherheit sagen, da zuletzt ziemlich merkwürdige Decisions ausgesprochen wurden. Dana sollte mal wirklich die Gameboy’s und Handy’s der Punktrichter einziehen, zumindest während der Kämpfe.
Nun gut, das nur am Rande, ich glaube das die pure Willenskraft von Guida nicht ganz ausreicht um den Kampf ausgeglichen zu gestalten. Es werden ein paar kleine Nuancen fehlen, vor allem in technischer Hinsicht, die den Kampf zugunsten von Florian entscheiden werden. Er wird den Kampf klug führen und ich halte auch einen Aufgabesieg in der 3. Runde nicht für ganz ausgeschlossen, denke aber, dass es eine einstimmige Punktentscheidung für Kenny Florian geben wird.

Kenny Florian durch Unanimous Decision


Fast Halbzeit in der Runde, okay die 1. von 3 Stunden könnte schon vorbei sein, aber der Kampfabend ist noch jung und das MMA Glücksrad dreht sich immer weiter. Diesmal zeigt die Nadel Welterweight Fight an.
Das Welterweight der UFC wird von GSP beherrscht, wie kaum eine andere Division der UFC. Der Rest darf sich um die Plätze kloppen und einer davon der weit vorne Platz nimmt, aber trotzdem viel zu weit weg sitzt, um an GSP’S Stuhl zu rütteln, ist Jon Fitch.
Er sollte eigentlich erst auf Ricardo Almeida treffen. Kurzes Statement dazu – verletzt. Also wurde ein Rematch mit einem anderen Fighter, nämlich Thiago Alves, vereinbart. Wieder kurzes Statement – ebenfalls Absage aufgrund einer Verletzung. Was blieb, ist nicht mehr als ein Aufwärmkampf, für spätere, höhere Aufgaben. Oder etwa doch nicht ???
Sein Gegner ist Mike Pierce, der zwar eine ordentliche Reputation vorweisen kann, aber reicht das gegen Fitch?

-Welterweight Fight:
Mike Pierce (10-2-0) vs. Jon Fitch (19-3-0)

Gute Frage. Pierce ist wie Fitch ein sehr guter Wrestler der über ordentlich Power in den Fäusten verfügt. Außerdem konnte er die letzten 6 Kämpfe in Folge für sich entscheiden und hat nun mit einem Sieg über Jon Fitch die Chance, sich für einen Titelkampf zu empfehlen. Ob er die Chance dazu bekommt, wage ich zu bezweifeln.
Denn Fitch trainierte bei Tom Erikson sein Wrestling und ist darüber hinaus ein ordentlicher Kickboxer mit guten BJJ Fähigkeiten. Vom Gesamtpaket ist er schon ein exzellenter Kämpfer und das zeigt er auch. Dazu kann er ordentlich was einstecken, wie man leidvoll mit ansehen musste, als er von GSP nach Strich und Faden auseinander genommen wurde und mehrere Knockdowns über sich ergehen lassen musste. Trotzdem hielt er die vollen 5 Runden durch, in denen so manch Anderer an seiner Stelle 2-3x KO gegangen wäre.
Wie gesagt auch Pierce verfügt über genug Power um Fitch zu stunnen oder sogar umzuhauen. Vorallem die Rechte sollte Fitch im Auge behalten oder besser gesagt sich nicht von ihr treffen lassen. Andererseits Fitch ist ebenfalls für einen Knockdown gut und Pierce muss ebenfalls erstmal beweisen, dass er einen Volltreffer von Fitch wegstecken kann.
Das alles ist aber nur rein theoretischer Natur, denn es wird wohl so ablaufen, wie so fast jeder der zuletzt von Fitch geführten Kämpfe. Er wird sein Wrestling auspacken und seinen Gegner auf der Matte kontrollieren, um einen ungefährdeten Punktsieg einzufahren.

Jon Fitch durch Unanimous Decision


Der Weihnachtsmann steht schon fast vor der Tür bzw. steckt im Schlot vom Kamin fest. Aber bevor es zur Bescherung kommt, gibt es erstmal den Co Main Event. In dem steht mal wieder Cheick Kongo, wie schon in einigen UFC Veranstaltungen zuvor. Vielleicht reicht es nach diesem Fight sogar mal für den Main Event. Als Voraussetzung muss er aber erstmal seinen Kampf gegen Frank Mir gewinnen.

-Heavyweight Fight:
Frank Mir (12-4-0) vs. Cheick Kongo (20-5-1)

Frank Mir, zuletzt im Rematch gegen Brock Lesnar unterlegen, ist ein BJJ Schwarzgurt und war auch schon Trainer einer TUF Staffel. Außerdem gewann er den UFC Heavyweight und den UFC Interim Heavyweight Title.
Zu seinen Grappling Fähigkeiten gesellen sich neuerdings Stand-up Qualitäten und er bewies gegen Antônio Rodrigo Nogueira, dass er auch Kämpfe durch TKO gewinnen kann.
Gegen einen ehemaligen Kickboxer wie Cheick Kongo wäre das aber ein Himmelfahrtskommando. Der Franzose der so fast jede asiatische Kampfsportart beherrscht, die auch nur im entferntesten Sinne was mit Schlägen und Tritten zu tun hat, musste ebenfalls zuletzt eine Niederlage einstecken. Dabei erwies es sich wieder einmal als hinderlich, das er nur über rudimentäre Wrestling Fähigkeiten verfügt und so seine Takedown Verteidigung gegen „null“ tendiert. Das war ein gefundenes Fressen für den Ausnahme Wrestler Cain Velasquez. Trotzdem, solange der Kampf im Stehen geführt wurde, hatte Kongo seine lichten Momente und konnte Velasquez ein paar Mal gut Treffen und nur dem guten Kinn vom Amerikaner war es zu verdanken, dass er nicht KO ging.
Kann Kongo diese Treffer bei Mir ansetzen, geht dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit KO. Damit ihm (Frank Mir) das nicht passiert, darf er sich auf kein Stand-up Geplänkel einlassen. Er muss die schwache Takedown Verteidigung des Franzosen nutzen, um den Kampf zu Boden zubringen und dort mit der Aufgabe zum Sieg zu kommen. Je länger dieses Unterfangen dauert, umso größer sind die Chancen, dass Kongo seine Hände ins Ziel bringt.
Für Kongo muss das Motto lauten: Distanz wahren, seine gefürchteten Leg Kicks einsetzen und dann mit einer 1-2 Kombination an den Mann ran, um den vorzeitigen Knockout zu schaffen.
Eines ist auf jeden Fall sicher, dieser Kampf wird nicht über die Runden gehen. Sehr wahrscheinlich wird sich einer von Beiden schon in Runde 1 den Sieg holen.
Ich mag ja beide Kämpfer, aber ich glaube an den kleinen Upset. Cheick Kongo wird früh sein Ziel finden und muss keine Angst haben in einen Takedown zu laufen.

Cheick Kongo durch TKO in Runde 1


So der Weihnachtsmann kommt mit seinen Schlitten angeflogen. Aber, wenn man genau hinschaut, ist es nicht der Weihnachtsmann, es ist BJ Penn und auf der Rückbank sitzt Diego Sanchez, der auch gerne Weihnachtsmann spielen will und ans Steuer möchte. Schon auf den Weg zu UFC 107 musste BJ Penn ungebetene Gäste, u.a. Joe Stevenson, Sean Sherk und Kenny Florian, von den billigen Rückbankplätzen prügeln, da sie ebenfalls den Platz an der Sonne beanspruchten. Nun sitzt also nur noch Diego Sanchez dort und wartet auf seine Chance.
BJ versuchte einmal umzusteuern und fand sich auf dem Rücksitz vom anderen Weihnachtsmann, GSP, wieder. Dieser fand es aber wiederum nicht so lustig und so entschied sich Penn seinen ursprünglichen Schlitten weiterzulenken. Bei UFC 107 wird es also ausgefochten, wer als nächstes die vorgespannten Rentiere führen darf: Penn oder Sanchez?

-Lightweight Championship Fight:
BJ Penn (14-5-1) vs. Diego Sanchez (21-2-0)

BJ Penn ein Hawaiianer und BJJ Schwarzgurt ist derzeitiger UFC Lightweight Titelträger und ein ehemaliger Träger des UFC Welterweight Gürtels. Hinzukommen sehr gute boxerische Fähigkeiten mit außergewöhnlich guten Nehmerqualitäten.
Sein gegenüber Diego Sanchez ist der Gewinner der 1. TUF Staffel der Middleweight Klasse und ist über die Umwege Middleweight und Welterweight, schlussendlich im Lightweight gelandet. Nach Jahren des Wartens um einen Titelshot im Welterweight, hat dies auf Anhieb im Lightweight geklappt.
Sanchez ist ziemlich groß und mächtig für einen Lightweight Kämpfer, dazu ist er ein Braungurt im BJJ, ein sehr guter Stand-up Fighter sowohl im Boxen wie auch im Kickboxen und auch sein Wrestling ist sehr gut ausgeprägt. Rundum ein kompletter MMA Kämpfer.
Der Kampf wird mit Sicherheit hauptsächlich im Stehen geführt, wobei Sanchez mehr über die Kraft und das Kickboxen kommen wird. Penn bevorzugt das klassische Boxen und versucht über den Jab in den Kampf zu kommen und den Gegner dann auszukontern.
Am Boden besitzt Penn die größere Klasse, darf aber nicht ins Hintertreffen geraten, denn sollte Sanchez die Top Position erlangen, kann er den Kampf durch GnP beenden. Denn
kräftemäßig dürften die Vorteile bei Sanchez liegen.
Zuletzt etablierte Sanchez seinen High Kick, was sein letzter Gegner Clay Guida zu spüren bekam. Auf diese Attacken sollte auch ein BJ Penn achten, denn einen Volltreffer wird auch er nicht ohne weiteres wegstecken können.
Penn seinerseits muss seinen Jab durchbringen, so wie gegen Sean Sherk um dann mit Kontern zu punkten bzw. den Knockout zu schaffen. Sollte sich eine Position ergeben, wird er auch dem Bodenkampf nicht abgeneigt sein und für eine Submission war/ist BJ Penn immer gut.
Der Kampfverlauf wird wohl den ähnlichen Gang gehen, wie schon die Kämpfe gegen Sherk und Florian. Beide Herausforderer versuchten ihren Stil durchzubringen, scheiterten aber am Bollwerk Penn. Diesmal wird es auch so laufen, bloß das Sanchez die 5 Runden überstehen wird. Der Titel bleibt aber beim „alten Weihnachtsmann“ BJ Penn.

BJ Penn durch Unanimous Decision
#23
Super Vorschau, hier mal meine Tipps ;)

Undercard:
-Welterweight Fight:
Kevin Burns (7-3-0) vs. TJ Grant (14-3-0)

Tipp: Burns durch TKo Runde 1

-Welterweight Fight:
DaMarques Johnson (9-7-0) vs. Edgar Garcia (7-1-0)

Tipp: Garcia durch Unanimous Decision

-Middleweight Fight:
Rousimar Palhares (9-2-0) vs. Lucio Linhares (13-4-0)

Tipp: Palhares durch Submission Runde 1

-Welterweight Fight:
Johny Hendricks (6-0-0) vs. Ricardo Funch (7-0-0)

Tipp: Hendricks durch Submission Runde 2

-Lightweight Fight:
Matt Wiman (10-5-0) vs. Shane Nelson (12-4-0)

Tipp: Wiman durch Unanimous Decision

-Middleweight Fight:
Alan Belcher (14-6-0) vs. Wilson Gouveia (12-6-0)

Tipp: Belcher durch TKO Runde 2


Maincard:
-Heavyweight Fight:
Paul Buentello (27-10-0) vs. Stefan Struve (18-3-0)

Tipp:Struve durch TKO in Runde2

-Lightweight Fight:
Clay Guida (25-7-0) vs. Kenny Florian (13-4-0)

Tipp: Florian durch Ko in Runde 1

-Welterweight Fight:
Mike Pierce (10-2-0) vs. Jon Fitch (19-3-0)

Tipp: Fitch durch Submission in Runde 1

-Heavyweight Fight:
Frank Mir (12-4-0) vs. Cheick Kongo (20-5-1)

Tipp: Mir durch Submission in Runde 1

-Lightweight Championship Fight:
BJ Penn (14-5-1) vs. Diego Sanchez (21-2-0)

Tipp: Sanchez durch durch TKO Runde 2 Smile
#24
BJ Penn - 155 lbs.
Diego Sanchez - 155 lbs.

Frank Mir - 264.5 lbs.
Cheick Kongo - 239 lbs.

Clay Guida - 156 lbs.
Kenny Florian - 156 lbs.

Paul Buentello - 255 lbs.
Stefan Struve - 247 lbs.

Mike Pierce - 171 lbs.
Jon Fitch - 171 lbs.

Alan Belcher - 195 lbs.
Wilson Gouveia - 193 lbs.

Matt Wiman - 156 lbs.
Shane Nelson - 156 lbs.

Johny Hendricks - 171 lbs.
Ricardo Funch - 171 lbs.

Rousimar Palhares - 186 lbs.
Lucio Linhares - 185 lbs.

DaMarques Johnson - 171 lbs.
Edgar Garcia - 171 lbs.

Kevin Burns - 171 lbs.
TJ Grant - 171 lbs.

- Edgar Garcia ist 2 Pfund über dem Limit und hat 2 Stunden um das geforderte Limit von 171 lbs. zu schaffen

- Alan Belcher vs. Wilson Gouveia wurde im Vorfeld der Weigh-Ins in ein Catchweight Fight bis 195 lbs. umgewandelt

- Angeblich ist Gouveia an Offizielle herangetreten mit der Bitte den Kampf in ein Catchweight Fight bis 190 lbs. umzuwandeln. Belcher wurde daraufhin gefragt und dieser meinte: Da er eh zurzeit 195 lbs. wiegt und ob er nun auf 185 oder 190 abkocht spielt in dem Falle keine Rolle, so sollte man doch gleich einen 195 lbs. Catchweight Fight daraus machen.

- Etliche Fighter mussten blank ziehen, um das Gewichtslimit zu schaffen, darunter auch Diego Sanchez.

Update: Edgar Garcia schaffte gleich im Anschluss an das Offizielle Weigh-in die geforderten 171 lbs.
#25
WOW Frank Mir mit nahezu 120 Kg....War er schon jemals so nah am Gewichtslimit??? Hatte ihn sonst glaube ich immer bei 250 Pfund...Das soviele Gewichtsprobleme haben ist natürlich auch übel...
#26
Er soll ziemlich viel Muskelmasse zugelgt haben. Konnte das Weigh In mal wieder nicht sehen, da der UFC Server wieder mal überlastet war :pfeif: und kann daher es nicht wirklich einschätzen wie er aussieht, aber wenn er das Limit gerade mal so geschafft hat, wird er morgen mit 275-280 angewaschelt kommen. Der Typ hat die Niederlage gegen Lesnar nicht verkraftet und versucht nun mit Lesnar anscheindend gleichzuziehen, zumindest gewichtsmäßig. Kräftemäßig wird da immer etwas fehlen. Aber um einen Titelkampf muss sich Mir eh keine Sorgen machen, da er morgen vom Franzosen abgeschossen wird. Breites Grinsen
#27
Ich werde sicher morgen auch wieder dabei sein. Es sei denn DSF macht sein Versprechen scneller war und zeigt den PPV schon am Montag Smile


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