Moin Moin,
habe mich heute dazu entschlossen mich bei diesem Forum anzumelden, da die anderen Foren leider von Usern bevölkert werden, welche sich ausschließlich mit Spoilern und Flamen beschäftigen und zwar 24/7/365
Diesen Beitrag hier habe ich mir sehr interessiert durchgelesen und kann in großen Teilen nur zustimmen. Die Wrestling Scene (damals WWF + WCW) verfolge ich mit kleinen Unterbrechungen seit 1992.
Diese Zeit war meiner Meinung nach 3 Personen / Gruppen geprägt:
1) The Ultimate Warrior
2) Bret Hart
3) Legion of Doom (Hawk + Animal)
Es gab zwar schon Lengenden wie Ric Flair, Macho Man und Hulk Hogan aber mit diesen Wrestlern konnte ich mich noch nie anfreunden.
Einen Undertaker gab es ebenfalls. Diesen habe ich bewusst nicht oben aufgeführt, da er damals noch nicht so im Fokus stand wie heute.
Mit feude erinnere ich mich an die völlig überdrehten Promos der damaligen Wrestler, welche ausschliesslich in Form eines Interviews stattfanden. Eine meiner Meinung nach sehe gute Promo war die Fehde zw. Papa Shango und dem Warrior.
http://www.youtube.com/watch?v=U7XkkSRT65s
Ich weiss, dass die meisten Fans über sowas nur müde lachen würden. Ich fand das damals einfach nur genial und alsolut faszinierend. (Gut, ich war damals auch erst 10 Jahre alt und durch visuelle Effekte sehr leicht beeinflussbar)
Die Jahre gingen ins Land und das Wrestling veränderte sich.
Zeitsprung 1997
Es sind 5 Jahre vergangen und die Wrestlingwelt hatte sich etwas verändert...die Wrestlingwelt versuchte komisch zu werden.
Bestes Beispiel...ein Match Mini Goldust vs Mini Vader..
Langsam fragte ich mich, was das eig alles soll...es wurde langweilig... Immer mehr "komische" Gestalten wurden eingeführt.
Aber es gab leichte Lichtblicke...
Hunter Hearst Helmsley, Ken Shamrock, Steve Austin und Mankind waren meine Lichtblicle. Diese Charaktere konnten mich noch gut unterhalten noch ein Lichtblick waren die Monday-Night-Wars. Die WWF und WCW lieferten sich knallharte TV Duelle.
Der Rest war Beiwerk, mehr nicht...dieses bemerkte auch die WWF und was kam? Meiner Meinung nach die geilste Zeit der WWF die ich erlebt habe..die
Ättitude Ära jene Zeit nach der ich mich zurücksehne.
Stone Cold Steve Austin, D-Generation-X, Worker legen sich mit den Bossen an, es wurde geflucht ohne ende und es floss Blut.
Ich wurde älter und das Wrestlingentertainment wurde auch älter und erwachsener das gefiel mir am Besten!
Zeitsprung heute 2012
Die WWF befindet sich in der PG-Ära...Keine Schimpfworte...wenig bis kein Blut...
In letzter Zeit mehren sich die Comebacks von Stars aus der Glanzzeit der WWE.
1) Kurzcomeback: Diesel / Kevin Nash
2) Y2J
3) Mick Foley
4) Botch Lesnar (syr, ich habe eine starke Abneigung gegen Lesnar)
- Die Matches...werden vom vielen gerde in den Schatten gestellt. Es gibt mehr Redezeit wie Ringzeit.
- Es gibt sehr viele Squash Matches und Neulinge / Comebacker werden als völlig overpowered dagestellt.
- Qualitativ hochwertige Storylines? Eher nein. Dank der Generation Online wird alles im Vorfeld gespoilert und nimmt somit die Luft raus. Die Fehde zwischen Punk und Y2J ist ebenfalls nach 2 Wochen öde...CM Punk bestreitet ein Match und am Ende kommt Y2J und überschüttet ihn mit a) Bier oder b) Schnaps...
- Sollte es mal keine Storyline geben...Kein Problem, die WWE greift zu ihrer Eierlegendenwollmilchsau: John Cena, frei nach dem Motto --> Keine Storyline --> Cena macht das schon. Bestes Beispiel ist die aktuelle
wannabe Fehde Cena vs. Botch Lesnar
- Qualität der Matches? Leider sehr wenige. Das WrestleMania Match Punk vs. Y2J mag eine Ausnahme sein. Der rest war Mainstream und langweilig bzw. im Falle von The Undertaker vs. HHH mit special Referee Shawn Michaels alles schon mal gesehen.
Technisch gute Wrestler wie D. Bryan bekommen nach dem Titelgewinn ein ätzendes Gimmik verpasst und er bestreitet Matches welche vom Niveau knapp unterhalb der Grasnarbe liegen...
- Comebacks? Definitiv zu viele in zu kurzer Zeit ich hab die Befürchtung, dass es bald wieder so ein Match geben könnte!
http://www.youtube.com/watch?v=U5JETjzLAEg
Qualität des Matches grottig...Reaktion der Crowd --> Pfeifkonzert
Das Problem ist aber nicht die Entwicklung der WWE
Das Problem ist, dass die Zuschauer älter werden und die WWE darauf reagieren musste. Die neue Zielgruppe damals waren die "Teenager" diese sind jetzt aber auch wieder älter geworden. Deshalb hat die WWE auch schon reagiert. Es fliesst wieder Blut! Die WWE befindet sich in einem natürlichen Kreislauf, da die WWE ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen ist. Genau aus diesem Grund nutzt die WWE eben auch die Medien der jetzigen Generation Online...Twitter und Facebook. Kann man es Ihr verdenken? Irgendwie nicht. In ein paar jahren befindet sich die WWE eben wieder in den "Monday Night Wars" nur eben diesmal mit der TNA. Dieses scheint mir irgendwie unausweichlich. Was darauf folgen wird, ist ein reload der Attitude Ära. Es sind schon die ersten Anzeichen zu sehen...Die Stars joinen TNA danach WWE und wieder TNA...
Beispiel Kevin Nash: Erst TNA, dann WWE und was liest man, er überlegt wieder einige Zeit für TNA zu wrestlen, da es ja vor der Haustür liegt oder nehmen wir Ric Flair. Es kursieren die Gerüchte, dass Flair ebenfalls wieder der WWE joinen wird. NUr hoffe ich nicht als Wrestler, sondern als Showmanager...aber das sind nur Vermutungen.
Ich kann nur eins sagen, die WWE hat sich nicht verändert. Nur die Zuschauer. Die WWE ist in einem Kreislauf gefangen aus der sie sich nicht befreien kann.
PS: Solche Threads hab es damals auch schon, nur wurden diese nicht online ausgetragen, sondern auf dem Schulhof oder per Brief
Sry für die riesige Textwand