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Na klar, ich erwarte von einem Kommentator Fäkalsprache. Du hast es raus! Rühr mal weiter an deiner Interpretationssuppe ...
Wie wärs mit einem ordentlichen Maß an Kritik!? Wer lobt, wenn was gut klappt, der soll auch kritisieren, wenn etwas nicht so gut läuft. Kann man jawohl erwarten, oder? Hier, im Friede-Freude-Ringelpiez-mit-anfassen-Sonnenschein-Land anscheinend nicht ;)
Gut, dass die deutschen Kommentatoren größtenteils unterste Kanone sind ist bekannt, aber sowas ...
Von Scheiße kann der Zuschauer sprechen, der Kommentator kann es gerne "nicht gut" oder "schwach" nennen.
Und am Arsch ging es mir nicht vorbei ... Das war heute zu Spielbeginn ne recht faire Chance meinerseits für den Frauenfußball. Klar gibt es Vorurteile, aber wenn diese im gesamten Spiel durchweg bestätigt werden, soll ich da noch freudestrahlend schreiben, wie schade die Niederlage ist!? Chance vergeigt!
Vor allem diese sinnlose Bolzerei hat mich echt an den Rand des Wahnsinns gebracht. Viel zu oft lange Bälle ohne jegliche Chance eine Mitspielerin zu erreichen. Wieso sollten lange Bälle eigentlich besser klappen, wenn selbst Kurzpässe bzw die Ballannahme bei diesen schon Probleme bereiten!? Bloß weil die Japaner kleiner sind? Man muss doch während des Spiels sehen und kapieren können, dass dieses Mittel nichts bringt und dann etwas variieren, Flexibilität gewähren. Aber nein, weiterhin langen Hafer ins Niemandsland. Und da frag ich mich, warum man sowas hier anscheinend nicht kritisch äußern kann!?
Zum Hype: Künstlicher Medienhype ist etwas doppelt gemoppelt, stimmt schon. Medienhype reicht aus ... Und den gab es definitiv. Die Medien wollten dieses Ereignis größer machen, als es ist und sie haben es geschafft ... Obwohl das Niveau zum Teil auf der Strecke blieb. Von einem zweifachen Weltmeister, einem zigfachen Europameister, dem Dominator des Frauenfußballs der letzten Jahre konnte man jedenfalls mehr erwarten.
Und Männerfußball muss von Medien nicht wirklich gehypt werden, der wird auch so angeschaut, wenn es um Meisterschaften geht.
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Zitat:Und da frag ich mich, warum man sowas hier anscheinend nicht kritisch äußern kann!?
tust du doch.. verbieten kann es dir eh keiner.. und macht doch auch keiner..
*rühr*
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Ist dann Männerfussball nicht vielleicht überhypt wenn da auch jeder Rotz geguckt wird?
Für mich klingt das einfach nach frauenFUSSBALL (mit Ausrufezeichen und Betonung auf Fussball und absoluter Ignoranz gegenüber Anführungszeichen)-verachtender Grundeinstellung ... mag sein, dass es nur unterschwellig ist, aber ich bezweifel da trotzdem dass es eine wirkliche Startfairness bei der Betrachtung des Spiels gab (und ich rede hier NICHT vom eigentlichen Spiel an sich - beziehe mich da aber auf "recht faire Chance", was schon irgendwie Implikationen möglich macht). Aber auch das ist verständlich wenn man im Bekanntenkreis dann allgemein auch nur Anti-Frauenfussball ist. Da kann man ja auch keinen Vorwurf machen. Oder war das "ordentliche Kritik"?
Was heißt hier das Ereignis künstlich größer machen als es ist? Es ist ne Fussball-WM im eigenen Land, mein Gott. Ich bezweifel, dass der 25.000 Stadiondurchschnitt dadurch erreicht wurde, dass man die Leute "pistol-whipping" in die Arenen getrieben hat. Wir sind hier ja nicht in Pjöngjang.
Es ist nen internationales Sportereignis von nicht gerade kurzer Frequenz ... zeige mir ein Land, dass an der Stelle die "Nationalmannschaft" madig redet. Dann haben wir ja anscheinend ne Friede-Freude-Sonnenschein-Pina Colada schlürfend und Blumenkranz-werfende Welt ... geil, Kriegssituation erledigt ;)
Hier gehts doch vorallem in der Diskussion (jeder erlaubt kritische Diskussionen, warum auch nicht?) darum, dass angedeutet wird, dass Männer beim Fussball die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und Frauen prinzipiell zu doof für diese Sportart sind und sich lieber gepflegt um die Schmuckschatulle im heimischen Schlafzimmer kümmern sollen.
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Um mal meinen Senf zur Frauenfußball-WM abzugeben:
Vorweg: Als direkter Verwandter einer Bundesligaspielerin und ehemaligen Junioren-Nationalspielerin bin ich schon vom Interesse her grundsätzlich etwas näher an dem Geschehen des Frauenfußballs dran als so manch anderer (Fairweather-)Fan. Ich konnte den Hype um die WM im eigenen Lande im Falle der Frauen-WM allerdings nicht wirklich nachvollziehen.
Natürlich ist da ein großes Interesse diese Event wirtschaftlich möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Wenn aber so offensichtlich Schwachsinn verzapft wird wie im Vorfeld zu dieser WM, dann braucht man sich nicht wundern wenn man auch die Kritiker hinter dem Ofen hervorlockt.
Man nehme einfach nur mal ein paar Stilblüten der Vergangenheit: Ein DFB-Vize, welcher der Frauen-Natio "Zweitliga-Niveau" der Männer attestiert. Eine Selektion der besten Fußball-Frauen des Landes, welche innerhalb von 10 Minuten gegen 9. und 10-Klässlern einer U17-Jugendmannschaft des VfB Sttutgart mit 0:3 in Rückstand gerät. Eine Birgit Prinz, welche als ehemalige Heldin und Rekordspielerin während der WM abgesägt wird. Eine Silvia Neid, welche leichte Züge eines Louis van Gaal offenbart. Eine WM, die praktisch schon verordnete Einigkeit und verordnetes Fansein vermittelt.
Das sind nur mal ein paar der Eindrücke, welche ich trotz allem Jubel und Hypes nicht vergessen habe. Was mir in den letzten Wochen aufgefallen ist: Gerade die, welche vom Tagesgeschäft im Frauenfußball so gut wie gar keine Ahnung haben und eigentlich auch nichts mitkriegen, haben zuletzt am lautesten gebrüllt wie toll die Frauen-Nationalelf doch ist. Pah, seit ewigen Zeiten bei einer WM nicht mehr geschlagen! Das machen wir doch mit Links! Fuck yeah, go Deutschland! Gerade dieses Verhalten war es, welches mir die Galle hat hochkommen lassen und wofür ich nur Kopfschütteln übrig hatte.
Zur eigentlichen WM: In all dem Hype und Getöse um die WM und die deutsche Nationalelf der Frauen war dem fachkundigen Beobachter ziemlich schnell klar, dass es fast so kommen musste wie heute Abend geschehen. Der Frauenfußball ist die letzten Jahre um einiges enger zusammengerückt. Nicht umsonst vermisst man dieses Mal die überdeutlichen Ergebnisse, die absolut dominanten Spiele und die Klassenunterschiede der Vergangenheit. Der ignorante Gelegenheits-Fanboy kann das natüülcih nicht wissen - aber gerade die getroffenen Hunde sind es ja, die dann am lautesten bellen...nicht wahr?
Die deutsche Mannschaft hat das gesamte WM-Turnier über nicht gut gespielt. Auch die Leistungen der anderen WM-Teilnehmer war nicht unbedingt das, was man im Vorfeld erwartet hätte. Zudem waren die Leistungen der Randfiguren, wie Schiedsrichter und Kommentatoren und Reporter teilweise auch unterirdisch schwach. Kommentatoren die ihrer subjektiven Sichtweise fröhnen, anstatt objektiv zu berichten. Reporter, die mehr damit beschäftigt waren Birgit Prinz nachzustellen als die sportlich wichtigen Fragen zu stellen. Schiedsrichterinen, die keinerlei Kontrolle über das Spiel haben, keinerlei Maß erkennen lassen und dazu noch horrende Fehlentscheidungen treffen. Nicht zuletzt die Spielerinnen, welche durch viele horrende Fehlpässe, Stockfehler, wenig Spielfluss, mangelnde Ballkontrolle und Kreativität glänzten. Sehr selten waren die Momente und Aktionen, welche von Genialität, Kreativität und Technik geprägt waren. Viel Kick & Rush, viel Gebolze, streckenweise auch viel Geholze.
Fazit: Diese WM war (bis dato!) alles andere als gute Werbung für den Frauenfußball. Wer jetzt wirklich immer noch glaubt, das dieser Hype oder das (größtenteils geheuchelte und erzwungene) Interesse im Anschluss an die WM weiterbestehen wird, dem wünsche ich jetzt wirklich nur noch gute Besserung. Es mag sicher auch Ausnahmen gegeben haben und einige der wenigen schönen Standards haben nicht zuletzt viel von dem Elend halbwegs erträglich scheinen lassen. Aber seien wir ehrlich: Wären die Torhüterinnen nicht teil- und streckenweise inkompetent, hätte es noch weniger sehenswerte Aktionen und Tore gegeben.
Nur noch eines zum Abschluss: Vor nicht allzulanger Zeit wurde einem hochrangigen Vertreter im deutschen Fußball die Frage gestellt, warum er den Frauenfußball nicht mit mehr Geldern unterstützt und weiter aufbaut - und stattdessen mittlerweile sogar der Basketballabteilung mit mehr Aufmerksamkeit und finanzieller Fürsorge unter die Arme greift. Die Antwort darauf lautete sinngemäß ungefähr so: "Ich unterstütze gerne die Sportarten und Sparten, welche die Leute und Fans sehen wollen. Deshalb erhält die Basketballabteilung mehr Unterstützung als die Abteilung für den Frauenfußball."
Dieser hochrangige Vertreter war niemand geringerer als Uli Hoeneß. Und bevor jetzt die Hoeneß-Hater wieder die Keule auspacken: Wenn der Mann eines tut, dann ist es Wahrheiten auf den Punkt gebracht aussprechen. Der Mann lebt den Fußball seit etlichen Jahrzehnten. Er weiß aber besser als jeder andere, dass zu den Clubspielen der Frauen im Schnitt nichtmal 1500 Zuschauer anreisen - und das sagt eigentlich alles. 16 Mio. Zuschauer beim WM-Auftakt gegen Kanada hin oder her: Von den 16 Mio. haben 15,5 Mio. nichtmal beim Gipfeltreffen des Clubfußball der Frauen, dem CL Finale zwischen Lyon und Potsdam im Jahr 2011 eingeschalten. Die Sportschau hat keinerlei Bedarf auch nur 10 Minuten pro Wochenende dem Frauenfussball zu widmen. Also hört mir auf mit dem patriotistischen Gehabe und dem geheuchelten Interesse. Wenn ein Rolf Töpperwien den Frauenfußball-Populisten bei "Hart aber fair" raushängen lässt ist das eine Sache - das man den Kerl nicht mehr ganz ernst nehmen kann und er nicht mehr alle Kisten auf dem Laster hat weiß man spätestens seit seiner Streichholz-Alkohol-Aktion im Kokainrausch. Wenn aber eine halbe Nation den "Fan aus Pflichtgefühl" raushängen lässt und vier Wochen später weiß keiner mehr so recht warum und weshalb er das eigentlich gemacht hat, dann finde ich das ehrlich gesagt ziemlich lächerlich.
So, und nun nach all der Kritik zieh' ich noch eben den flamefesten Feuerschutzanzug an, bevor mich die potentiellen Fanboys und Hater zu rupfen versuchen.
</rant>
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Zitat:Original von TheRaven666
Um mal meinen Senf zur Frauenfußball-WM abzugeben:
Vorweg: Als direkter Verwandter einer Bundesligaspielerin und ehemaligen Junioren-Nationalspielerin bin ich schon vom Interesse her grundsätzlich etwas näher an dem Geschehen des Frauenfußballs dran als so manch anderer (Fairweather-)Fan. Ich konnte den Hype um die WM im eigenen Lande im Falle der Frauen-WM allerdings nicht wirklich nachvollziehen.
Natürlich ist da ein großes Interesse diese Event wirtschaftlich möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Wenn aber so offensichtlich Schwachsinn verzapft wird wie im Vorfeld zu dieser WM, dann braucht man sich nicht wundern wenn man auch die Kritiker hinter dem Ofen hervorlockt.
Man nehme einfach nur mal ein paar Stilblüten der Vergangenheit: Ein DFB-Vize, welcher der Frauen-Natio "Zweitliga-Niveau" der Männer attestiert. Eine Selektion der besten Fußball-Frauen des Landes, welche innerhalb von 10 Minuten gegen 9. und 10-Klässlern einer U17-Jugendmannschaft des VfB Sttutgart mit 0:3 in Rückstand gerät. Eine Birgit Prinz, welche als ehemalige Heldin und Rekordspielerin während der WM abgesägt wird. Eine Silvia Neid, welche leichte Züge eines Louis van Gaal offenbart. Eine WM, die praktisch schon verordnete Einigkeit und verordnetes Fansein vermittelt.
Das sind nur mal ein paar der Eindrücke, welche ich trotz allem Jubel und Hypes nicht vergessen habe. Was mir in den letzten Wochen aufgefallen ist: Gerade die, welche vom Tagesgeschäft im Frauenfußball so gut wie gar keine Ahnung haben und eigentlich auch nichts mitkriegen, haben zuletzt am lautesten gebrüllt wie toll die Frauen-Nationalelf doch ist. Pah, seit ewigen Zeiten bei einer WM nicht mehr geschlagen! Das machen wir doch mit Links! Fuck yeah, go Deutschland! Gerade dieses Verhalten war es, welches mir die Galle hat hochkommen lassen und wofür ich nur Kopfschütteln übrig hatte.
Zur eigentlichen WM: In all dem Hype und Getöse um die WM und die deutsche Nationalelf der Frauen war dem fachkundigen Beobachter ziemlich schnell klar, dass es fast so kommen musste wie heute Abend geschehen. Der Frauenfußball ist die letzten Jahre um einiges enger zusammengerückt. Nicht umsonst vermisst man dieses Mal die überdeutlichen Ergebnisse, die absolut dominanten Spiele und die Klassenunterschiede der Vergangenheit. Der ignorante Gelegenheits-Fanboy kann das natüülcih nicht wissen - aber gerade die getroffenen Hunde sind es ja, die dann am lautesten bellen...nicht wahr?
Die deutsche Mannschaft hat das gesamte WM-Turnier über nicht gut gespielt. Auch die Leistungen der anderen WM-Teilnehmer war nicht unbedingt das, was man im Vorfeld erwartet hätte. Zudem waren die Leistungen der Randfiguren, wie Schiedsrichter und Kommentatoren und Reporter teilweise auch unterirdisch schwach. Kommentatoren die ihrer subjektiven Sichtweise fröhnen, anstatt objektiv zu berichten. Reporter, die mehr damit beschäftigt waren Birgit Prinz nachzustellen als die sportlich wichtigen Fragen zu stellen. Schiedsrichterinen, die keinerlei Kontrolle über das Spiel haben, keinerlei Maß erkennen lassen und dazu noch horrende Fehlentscheidungen treffen. Nicht zuletzt die Spielerinnen, welche durch viele horrende Fehlpässe, Stockfehler, wenig Spielfluss, mangelnde Ballkontrolle und Kreativität glänzten. Sehr selten waren die Momente und Aktionen, welche von Genialität, Kreativität und Technik geprägt waren. Viel Kick & Rush, viel Gebolze, streckenweise auch viel Geholze.
Fazit: Diese WM war (bis dato!) alles andere als gute Werbung für den Frauenfußball. Wer jetzt wirklich immer noch glaubt, das dieser Hype oder das (größtenteils geheuchelte und erzwungene) Interesse im Anschluss an die WM weiterbestehen wird, dem wünsche ich jetzt wirklich nur noch gute Besserung. Es mag sicher auch Ausnahmen gegeben haben und einige der wenigen schönen Standards haben nicht zuletzt viel von dem Elend halbwegs erträglich scheinen lassen. Aber seien wir ehrlich: Wären die Torhüterinnen nicht teil- und streckenweise inkompetent, hätte es noch weniger sehenswerte Aktionen und Tore gegeben.
Nur noch eines zum Abschluss: Vor nicht allzulanger Zeit wurde einem hochrangigen Vertreter im deutschen Fußball die Frage gestellt, warum er den Frauenfußball nicht mit mehr Geldern unterstützt und weiter aufbaut - und stattdessen mittlerweile sogar der Basketballabteilung mit mehr Aufmerksamkeit und finanzieller Fürsorge unter die Arme greift. Die Antwort darauf lautete sinngemäß ungefähr so: "Ich unterstütze gerne die Sportarten und Sparten, welche die Leute und Fans sehen wollen. Deshalb erhält die Basketballabteilung mehr Unterstützung als die Abteilung für den Frauenfußball."
Dieser hochrangige Vertreter war niemand geringerer als Uli Hoeneß. Und bevor jetzt die Hoeneß-Hater wieder die Keule auspacken: Wenn der Mann eines tut, dann ist es Wahrheiten auf den Punkt gebracht aussprechen. Der Mann lebt den Fußball seit etlichen Jahrzehnten. Er weiß aber besser als jeder andere, dass zu den Clubspielen der Frauen im Schnitt nichtmal 1500 Zuschauer anreisen - und das sagt eigentlich alles. 16 Mio. Zuschauer beim WM-Auftakt gegen Kanada hin oder her: Von den 16 Mio. haben 15,5 Mio. nichtmal beim Gipfeltreffen des Clubfußball der Frauen, dem CL Finale zwischen Lyon und Potsdam im Jahr 2011 eingeschalten. Die Sportschau hat keinerlei Bedarf auch nur 10 Minuten pro Wochenende dem Frauenfussball zu widmen. Also hört mir auf mit dem patriotistischen Gehabe und dem geheuchelten Interesse. Wenn ein Rolf Töpperwien den Frauenfußball-Populisten bei "Hart aber fair" raushängen lässt ist das eine Sache - das man den Kerl nicht mehr ganz ernst nehmen kann und er nicht mehr alle Kisten auf dem Laster hat weiß man spätestens seit seiner Streichholz-Alkohol-Aktion im Kokainrausch. Wenn aber eine halbe Nation den "Fan aus Pflichtgefühl" raushängen lässt und vier Wochen später weiß keiner mehr so recht warum und weshalb er das eigentlich gemacht hat, dann finde ich das ehrlich gesagt ziemlich lächerlich.
So, und nun nach all der Kritik zieh' ich noch eben den flamefesten Feuerschutzanzug an, bevor mich die potentiellen Fanboys und Hater zu rupfen versuchen.
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Es bleibt nicht viel Anderes zu sagen, weil dieser Post meine Meinung ziemlich genau auf den Punkt bringt. Ich würde mich jetzt keinesfalls als Frauenfußballexperte ausgeben, da ich das nicht bin, aber ich bin einer der interessierteren Gucker und ich musste diesen groben Klassenunterschied zwischen Frauen- und Männerfußball ebenfalls feststellen! Man kann es so viel leugnen wie man will, aber das oben angebrachte Beispiel sagt doch alles! Ich habe sogar noch ein weiteres aus meiner Umgebung:
Die Frauen Bundesliga Mannschaft des HSV hat gegen eine B-Jugend Verbandsliga Mannschaft (also eine ordentliche, aber keinesfalls überragende Jugendmannschaft) sang- und klanglos mit 4:2 verloren. Daran sieht man eindeutig, dass der Frauenfußball ein sehr niedriges Niveau im Gegensatz zum Männerfußball hat, tut mir leid, aber da kann man mich nicht umstimmen!
Diese WM war nicht nur für das deutsche Team eine herbe Enttäuschung, sondern auch für alle Personen, die daran beteiligt waren, seien es Offizielle, Promoter oder Fans, es lief so einiges schief und das liegt auch am nicht vorhandenen Breiten-Interesse an Frauenfußball. Dieses Interesse wird es aus gutem Grund auch nach der WM nicht mehr geben, wie man nun sehen kann. Es ist sehr schade, aber im fußballerischen Bereich muss man einsehen, dass man die Geschlechter nicht vergleichen kann und das wahrscheinlich auch nie möglich sein wird.
Versteht mich nicht falsch, ich finde Frauenfußball nicht schlecht, ganz im Gegenteil, was ich von den jungen Spielerinnen auf einem Turnier gesehen habe, welches ich gepfiffen habe, war teilweise sogar wirklich große Klasse, aber gleichzeitig muss man auch realistisch bleiben und die Kirche im Dorf lassen, wie man so sagt, denn wettkampf- und mediatechnisch wird Frauenfußball dem Männersport niemals Konkurrenz machen! :winke:
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Ich muss meinem Post von da oben noch etwas hinzufügen: Ich möchte eigentlich keinen direkten Vergleich zwischen dem Männerfußball und dem Equivalent der Frauen anstreben. Ein solcher Vergleich wäre fernab jeglicher Realität und das alleine schon bevor man auf die Unterschiede der körperlichen und athletischen Voraussetzungen eingeht. Natürlich gibt es einen Riesenunterschied zwischen Männern und Frauen in vorwiegend körperlichen Sportarten und dieser Unterschied ist auch absolut gerechtfertig.
Der große Fehler, welcher aber von Seiten der Verantwortlichen, Repräsentanten und Medien gemacht wurde, war genau diesen Unterschied weg- bzw. schönreden zu wollen. Wenn eine Stürmerin Garefrekes einen Dropkick mit dem Innenrist aus etwa 13 Metern freistehend etliche Meter über das Tor drischt, dann war das laut Kommentator eine "technisch anspruchsvolle Aktion" mit einem "schwer zu nehmenden Ball". Wenn ein Stürmer Gomez eine solche Aktion versemmelt, dann war es "ein typischer Gomez". Was soll das? Ich kann solche Flachpfeifen nicht ernst nehmen - schließlich sind die Frauen ja technisch gleichauf mit den Männern? What the...?
Zudem möchte ich noch erläutern weswegen die Trainerin Silvia Neid meiner Ansicht nach von der Medienlandschaft die kommenden Wochen einiges an Gegenwind erfahren müsste - wenn man denn wirklich so konsequent wäre. Man gehe zurück zur WM 2006 unter Trainer Jürgen Klinsmann. Ich bin alles andere als ein Fan von Klinsmann in jeglicher Form, allerdings muss man ihm eines zu Gute halten: Er wusste wie er eine Mannschaft auf ein Turnier vorzubereiten hat. Ich war damals mit der Art und Weise wie Oliver Kahn als Nummer 1 im Tor der deutschen Nationalelf ausgebootet wurde ganz und gar nicht einverstanden. Klinsmann jedoch verstand es, vor dem Turnier die nominellen Entscheidungen zu fällen und zum Start des Turniers für klare Verhältnisse und "Ruhe im Puff" zu sorgen. Ebenso verstand es Jogi Löw vor der WM 2010 dies seinerseits zu tun. Man bedenke hierbei, dass Löw und Klinsmann aufgrund des wesentlich enger gesteckten Terminplans im männlichen Clubfußball nicht die gleiche Zeit zur akribischen Vorbereitung hatten, wie Silvia Neid in den Wochen und gar Monaten vor dieser Weltmeisterschaft der Frauen im eigenen Land. Neid jedoch versäumte es, ihre Stammformation und zugleich ein eingeschworenes Kernteam zu formen. Stattdessen ließ sie zu, dass eine formschwache Birgit Prinz den Medien zum Fraß vorgeworfen wurde. Gleichzeitig beförderte sie Celia Okoyino da Mbabi nach ihrem Treffer aus der Jokerrolle heraus zur neuen Heilsbringerin, ersetzte Prinz nach der zweiten schwachen Vorstellung der Vorrunde mit Inka Grings (was zu diesem Zeitpunkt sicherlich keine falsche Entscheidung war) und holte im letzten Spiel der Gruppenphase die Brechstange raus - der Gruppensieg musste her, damit man von Seiten der Medienlandschaft nicht noch mehr Feuer bekommt als ohnehin schon durch die Situation um Birgit Prinz und die fehlende Dominanz da war. Kommt nun noch eine Fatmire Bajramaj in einer Selbstfindungsphase und fehlende Souveränität im Spielaufbau - ganz besonders im Mittelfeld - dazu, hat man ganz schnell eine Suppe im Kessel am Kochen die fürchterlich schlecht schmecken wird.
Es wurde ganz klar versäumt ein "Siegerteam" während der Vorbereitung zu formen. Im Turnier wurde dann durch Improvisation und (fast blinden) Aktionismus geglänzt. Celia Okoyino da Mbabi konnte den gestiegenen Erwartungen ab dem zweiten Gruppenspiel nicht mehr wirklich gerecht werden. Mit einer Fatmire Bajramaj will die Trainerin mitten im Turnier "bei Null anfangen" - diese zeigt ihre bestes Spiel gegen Frankreich und sitzt dann gegen Japan im Viertelfinale auf der Bank? Da wundert es mich nicht wenn in diesem Team die allgemeine Verunsicherung und fehlendes Selbstbewusstsein die Runde macht. Auffällig war auch, dass Silvia Neid in den ersten beiden Spielen der Gruppenphase wie eine Furie am Spielfeldrand agierte, im Viertelfinale aber nicht viel von ihr zu sehen war. Das sich Kim Kulig in den ersten Minuten der Begegnung einen Kreuzbandriss abholt war sicherlich nicht geplant, aber die Antwort von Silvia Neid auf dieses Ereignis war auch mindestens fragwürdig. Spätestens zu ihrer dritten Wechseloption hätte sie nochmal über Birgit Prinz nachdenken können, nachdem das deutsche Spiel zum Großteil nur noch aus Standardsituationen und hohen Bällen in den Strafraum bestand. Das muss nicht die Wende bringen, wäre aber gegen die durchweg körperlich unterlegenen Japanerinnen eine nachvollziehbare Option gewesen. Spielerinnen wie Simone Laudehr und Linda Bresonik, welche sehr früh Ermüdungserscheinungen zeigten und mit angezogeneer Handbremse spielten, hätte man unter Umständen auch nicht von Beginn an bringen müssen wenn man denn schon so auf Rotation setzt und das Team sowieso munter durcheinanderwürfelt. Es fehlte die klare Linie, am Ende war es nichts Halbes und nichts Ganzes. Mit schlechten Kompromissen kommt man dann meistens nicht sehr weit und in diesem Falle war halt im Viertelfinale "Endstation".
Für mich ist die wirkliche Verliererin des Turniers tatsächlich Silvia Neid. In den entscheidenen Situationen war sie nicht "auf dem Platz" und traf zweifelhafte Entscheidungen. Das wichtigste in der Hierarchie dieses Teams scheint am Ende es Abenteurs gewesen zu sein, dass die Chefin von den jüngeren Spielerinnen mit "Frau Neid" angesprochen werden muss - Louis lässt grüßen.
Eine positive Randnotiz zwischendurch: Beste Spielerin auf dem Platz war für mich am gestrigen Abend mit Abstand Melanie Behringer - man merkte ihr an das sie heiß und frisch war, nach ihrer Verletzungspause aus der Gruppenphase. Die Frau hat geackert und sich die Seele aus dem Leib gerannt - etwas wozu manch andere Spielerin nach dem Brechstangen-Akt zum Gruppensieg gegen Frankreich scheinbar gar nicht in der Lage war. Die Japanerinnen hingegen schonten sich gegen England und waren gegen Deutschland konditionell wie auch taktisch hervorragend eingestellt. Auch etwas, was man im deutschen Führungsstab wohl kläglich versäumt hat.
Auf einen letzten Punkt möchte ich noch eingehen: Die Faktoren "Kulisse" und "Erwartungshaltung". Eine Frage, welche von den Reportern gebetsmühlenartig nach den ersten Partien an so ziemlich jede Spielerin gestellt wurde war "Haben sie sich von der Kulisse so ein kleines bisschen beeindrucken lassen?". Nach dem Nigeria-Spiel war es dann die Frage "Haben sie sich von der Gangart des Gegners so ein kleines bisschen beeindrucken lassen?". Zum Thema Kulisse wollte fast keine Spielerin das Argument gelten lassen, man hätte sich von der ungewohnten Zuschauerkulisse beeindrucken lassen. Im ersten Spiel zum Auftakt würde ich mir das fast noch durchgehen lassen, denn 75.000 Zuschauer im Berliner Olymiastadion sind sicherlich etwas anderes als 25.000 in Wolfsburg. Mal abgesehn davon, dass diese Fans wie eine Wand hinter der Mannschaft standen und sie bis zum Schluss nach vorne peitschte. Wären das Spiele in Hexenkesseln der gegnerischen Teams gewesen, man hätte sich beeindrucken lassen können - aber nicht von den eigenen Fans im eigenen Land. Nun muss mir aber z.B. einer der Reporter noch erklären warum sich ein zweifacher Titelverteidiger überhaupt von irgendwas beeindrucken lassen sollte. Macht für mich wenig bis gar keinen Sinn, aber Hauptsache die feinen Herren am Mikrofon haben was zum wühlen, gelle?
Das Auftreten des Teams entsprach jedenfalls nicht einer gut eingeschworenen/eingestellten und selbstbewusst vorbereiteten Mannschaft. Da wurde definitiv Fehler gemacht und grundlegende Dinge für ein Turnier versäumt. Von daher erwarte ich mir das man das objektiv und kritisch aufarbeitet - aber bevor das geschieht wird denke ich im Interesse des Veranstaltungsfriedens eher weiter schön auf Speichellecker von Seiten der Medienlandschaft gemacht und jetzt die Familienpackung Trosttaschentücher ausgepackt.
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Aber das ist doch ein Widerspruch in sich, Dashing .. einerseits willst du nicht vergleichen, tust es dann aber doch durch das stetige Gleich-Setzen-Versuchen beider Sportarten.
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Schade, dass es nicht geklappt hat, aber die Japaner waren taktisch einfach besser eingestellt und wenn du vorne deine Dinger (wobei es ja eigentlich keine hundertprozentige gabe) nicht machst, dann fängst du dir hinten halt einen.
Kann Raven in Bezug auf Neid nur zustimmen, zumal die ja von den Kommentatoren quasi den Taktik-Nobelpreis für das Frankreich-Spiel bekommen hat. Leider fehlte durch Kuligs frühe Verletzung am Ende noch eine dritte Auswechslung für Prinz oder Bajramaj, die hätte die müden Japaner definitiv mehr beschäftigt als Mbabi zu dem Zeitpunkt und hätte zumindest noch vielleicht ein oder zwei Standards rausgeholt.
Egal: ich schau auch die letzten Spiele, solange die USA oder Brasilien noch dabei sind.
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Ich hab das Spiel leider nicht sehen können, muss aber sagen, nach den Eindrücken der Vorrunde, war es mir klar, dass die deutschen Mädels es ganz schwer haben werden. Da gab es Mannschaften wie Schweden, Brasilien und USA, die mich wesentlich mehr überzeugt haben.
Den unseren Mädels fehlte es an Spielwitz und Kreativität, einfach nur Kick and Rush zu versuchen reicht auch bei den Frauen nicht mehr, zumal das eigentlich auch nicht unsere Spielkultur ist.
Zum Thema Medienhye, den habe ich eigentlich nur einmal so empfunden, als alle nur noch über Prinz berichtet hatten, ansonsten eine normale Aufmerksamkeit, dafür dass es eine WM im eigenen Land ist - bei den Männern war da nun viel mehr Tärä - und das aber auch zurecht
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Die Schwedinnen nehmen gerade Australien auseinander und nach 20 min stehts bereits 2:0!
Meines erachtens wieder sehr viele Stoppfehler und Fehlpässe, trotzdem ist es ein Spiel, dass man sich gut anschauen kann, was aber hauptsächlich an der Attraktivität der beteiligten Damen liegt!!! ;)
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Damit ist wohl auch das deutsche Olympiaticket weg. Die deutschen Damen hätten nur bei einem Weiterkommen von Australien noch eine Chance. Aber wer so durch eine Heim-WM rumpelt hat die Quali auch nicht verdient.
USA gg Brasilien nachher ist ne ganz interessante Kiste, da kann man vielleicht mal reinschauen. Könnte verhältnismäßig ein richtig gutes Spiel werden.
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Unterschätzt mir die Mathildas nicht.
Gerade der Anschlusstreffer zum 1:2 durch einen schönen Schlenzer von der Strafraumgrenze. Da gabs auch für die schwedische Torfrau nicht allzuviel zu halten, hätte sie auf ihrer Linie geklebt wäre sie möglicherweise mit den Fingern noch rangekommen. Der Schuß selbst - auch in der Entstehung - war schön und klug herausgespielt.
Zudem sind diese platzierten Schüsse aus der Mitteldistanz bei dieser WM offensichtlich das Mittel zum Torerfolg schlechthin gegen die grundsätzlich etwas zu klein gewachsenen Torfrauen.
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Zitat:Original von Silk
Aber das ist doch ein Widerspruch in sich, Dashing .. einerseits willst du nicht vergleichen, tust es dann aber doch durch das stetige Gleich-Setzen-Versuchen beider Sportarten.
Da hast du mich glaube ich ziemlich falsch verstanden Benni
Ich möchte die beiden Sachen auf jeden Fall vergleichen bzw. gleichsetzen, denn Fußball bleibt für mich Fußball und ich sehe Frauen- und Männerfußball nicht als zwei verschiedene Sportarten an, außerdem wäre ohne gezogenen Vergleich hier die Diskussion ziemlich unsinnig! ;)
Du nimmst wahrscheinlich Bezug auf diesen Satz von mir:
Zitat:Es ist sehr schade, aber im fußballerischen Bereich muss man einsehen, dass man die Geschlechter nicht vergleichen kann und das wahrscheinlich auch nie möglich sein wird.
"vergleichen" ist hier aber in dem Sinne gemeint, dass ich der Meinung bin, dass der Frauenfußball niemals weder an das spielerische Niveau noch an das dauerhafte mediale Interesse für Clubfußball usw. (hauptsächlich aufgrund des niedrigen spielerischen Niveaus) des Männerfußballs anknüpfen können wird! Das ist nicht schön, aber so ist es leider nunmal, das kann man sich hindrehen wie man will, aber wenn man objektiv raufschaut und etwas mehr betrachtet als nur die Weltmeisterschaft, wenn sie mal in Deutschland ist, dann sollte man merken, wie groß die Kluft doch noch ist und wahrscheinlich lange oder für immer bleiben wird!
Versteht mich nicht falsch, ich werde mir trotzdem weiterhin die größeren Spiele des Frauenfußballs (nationale Pokalendspiele, Champions League mit deutscher Beteiligung, Europameisterschaft und ein paar Spiele anderer Nationen wie USA oder Brasilien) anschauen, was die meisten hier wahrscheinlich nicht tun werden nach der WM, weil ich, glaubt es oder nicht, tatsächlich ein Befürworter des Frauenfußballs bin und selber eine Mädchenmannschaft an meiner Schule trainiere!
Gleichzeitig darf man den Blick für die Realität aber nicht verlieren und die sieht so aus, dass der aktuelle Stand des Frauenfußballs nicht so hoch ist, wie manche Leute versuchen sich "schön zu reden"!
So weit nur meine Meinung und ich hoffe, dass es dieses Mal nicht zu Missverständnissen kommt und ich meine Meinung verständlich und nachvollziehbar formuliert habe! :winke:
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