15.03.2005, 21:32
So, mal wieder höchste Zeit, einen genauen Blick auf die aktuelle NBA-Situation zu werfen (auch um in die abschreckenden acht Tippthreads oben im Forum mal wieder was normales entgegenzusetzen ;) ).Die Saison befindet sich in ihrem letzten Viertel und bevor das große Hufescharren um die Playoffs dann im April losgeht, will ich mal für euch auf das eine oder andere Team blicken, das mir seit dem All-Star-Game und den Trade-Deadline-Tumulten (positiv oder negativ) aufgefallen ist.
Beginnen will ich mit was sehr positiven, mit den Miami Heat. Was Dwayne Wade in dieser Saison aufs Parkett zaubert ist zur Zeit echt schwer Meisterschaftsverdächtig. Oder sollte man besser sagen, die Freiräume, die Shaq ihm schafft, lassen ihn so gut aufspielen? Wie auch immer. Der Sophomore bringt 23.8 Punkte pro Spiel, pflückt sich als Guard 5.3 Rebounds und disht mit 7.1 Assists was das Zeug hält. Außerdem lieferte er bereits vor LeBron James sein erstes NBA-Triple-Double ab. Gerade eben weil die Heat wirklich "Wade's Team" sind, wie Shaq zu Beginn der Saison statuierte und der Diesel sich nicht mehr in den Mittelpunkt drängt, ziehen die Beiden die ganze Mannschaft mit. Sei es Oldie Alonzo Mourning, der vor kurzem als Free Agent zurück nach Miami kam, oder bisherige Hinterbänkler wie Udonis Haslem oder Damon Jones. Miami hat die letzten 13 Heimspiele gewonnen, dazu zuletzt neun Spiele in Folge mit einem "W" versehen können. Beispiel gefällig? Letzte Nacht wurde Milwaukee mit 110-71 (!!!) aus der American Airlines Arena geschossen (Wade legte mal lockere 29 Punkte vor). Wo also führt der Weg die Heat? Auf jeden Fall zum Top Spot für die Playoffs im Osten. Und dann? Ich sag mal Conference Finals aufwärts. Könnte denn Shaq sein Versprechen, einen Titel in den Sunshine State zu holen, tatsächlich wahrmachen?
Nicht weit weg von den Heat sind die Orlando Magic beheimatet. Bis vor kurzem war das auch in der Tabelle so, doch zuletzt gings immer tiefer und tiefer in die Sümpfe bis man schließlich bei nicht für möglich gehaltenen 31-31 Siegen angekommen ist. Das ist ja so schlecht wie die T-Wolves, und die brechen gerade auseinander!! Gut, im Osten reicht das noch für Platz sieben, aber was ist los in Disneyland? Ganz einfach grottige Transferpolitik. Orlando hätte nie und nimmer Cuttino Mobley nach Sacramento schicken dürfen. Natürlich haben sie dafür Doug Christie gekriegt, doch der spielt so richig kacke seit er in Orlando ist. Unter anderem schaffte er es seine 7.3 Punkte pro Spiel in Sacramento auf 5.7 zu senken. (Vergleich: Mobley brachte 16.0 Punkte und auch keine so viel schlechtere Defense). Jetzt ist Christie verletzt. Doch an einem Trade liegt es natürlich nicht nur dass Orlando zu Zeit so gar nicht magisch ist. Grant Hill zwickts wieder, jedoch nicht schlimm und Steve Francis wurde von seiner Point Guard Position abgeschoben (Erst nimmt man ihm seinen eingespielten Shooting Guard weg, dann wandelt man ihn selber zum SG um), die jetzt Rookie Jameer Nelson sehr gut ausfüllt. Müssen die Magic tatsächlich noch um die Playoffs zittern? Ich glaube nicht, Francis ist inzwischen schon lange genug dabei um seine Mätzchen abzustellen und wird bald als SG so richtig aufgehen. No.1-Pick Dwight Howard tut dies derzeit schon und glänzt zuletzt mit grandioser Punkt und Reboundausbeute. Auch wenn's nicht leicht wird, Orlando kämpft sich wieder hoch.
Totgeglaubte leben also doch länger....zwei Playoff-Aspiranten im Westen waren vor der Saison auf jeden Fall die Houston Rockets und die Denver Nuggets, doch beide enttäuschten bodenlos. In Denver wurde sogar Coach Gillen gefeuert der inzwischen nach Interimscoaching von Assistent Cooper von George Carl ersetzt wurde. In Denver fehlte erst die Chemie, dann wurden sie von Verletzungen gequält. Die Rockets widerum brachten zu Beginn der Saison Yao und McGrady einfach nicht unter einen Hut, rutschten hinter die Clippers und auf Tuchfühlung zu den Loosertruppen Golden State und Utah. Doch schon im Januar sollte das anders werden...erst brachte man immer wieder mal vier Siege in Folge, um im Februar dann acht Spiele in Folge zu gewinnen, T-Mac wieder ganz nach oben auf die Scorer Liste zu setzen und im Sturm die Playoff-Plätze hochzuklettern. Im Moment haben die Rockets wieder fünf in Folge gewonnen und streiten sich mit den Grizzlies und den Kings um Platz fünf im Westen. Das nenn ich mal einen Turnaround. Denver hatte es derweil in der Tabelle noch mit Portland und Utah zu tun, von den Clippers ganz zu schweigen, doch pünktlich zum Alltar-Game in der eigenen Halle machte es irgendwie "Klick": Carmelo Anthony wird MVP der Rookie-Challenge und leitet dann auch für die Nuggets eine Acht-Spiele-Siegesserie ein, die erst vorgestern gegen Primus Phoenix ihr Ende fand. Wie sich die Geschehnisse doch gleichen. Nun ja, nicht ganz, denn erstens waren außer San Antonio unter Denvers Opfern auch zwei Mal Atlanta und die Bobcats, und zweitens befinden sie sich jetzt im Infight um den achten Playoff-Platz mit den Lakers und den Wolves. Denver hat nun sechs Heimspiele in Folge Zeit, um den klar zu machen und gegen Teams wie Washington, die Lakers und Sacramento zu glänzen. Auf jeden Fall vorentscheidend.
Ich will noch einmal in den Nordosten hüpfen, besser gesagt, ins Sorgenkind Atlantic Division. Dies hat nämlich jetzt endlich eine ernstzunehmende Mannschaft. Wie, das gibt's nicht? Sehr wohl....denn die Boston Celtics sind das einzige Team, das zur Trade Deadline wirklich alles richtig gemacht hat. Antoine Walker aus Atlanta heimzuholen war der fehlende Puzzlestein zu den Playoffs. Paul Pierce hat die Lust am Basketball neben seinem alten Buddy wiedergefunden, Toine selbst erlebt den dritten Frühling....und dann war ja noch das Glanzstück, Gary Payton, den man ja für Walker nach Atlanta schickte, über den Free Agent Markt in Boston zu behalten, ohne dass er nur ein Spiel für die Hawks absolviert hat. Erinnert mich ein wenig an die Rasheed Wallace Aktion letzes Jahr. Ich werd aus den Hawks einfach nicht schlau, vielleicht haben die ja Wetten laufen, am Ende nur halb so viele Siege wie der Neuling Charlotte Bobcats auf dem Konto zu haben? Aber zurück nach Boston. Die Playoffs können kommen und auf einmal sind die Celtics wieder ein echt heißens Eisen im Feuer....zweite Runde ist absolut drin!
Soweit meine kleine, wenn auch etwas spezielle Analyse. Anbei noch die aktuellen Tabellen.
Demnächst dann: Warum sich völlig berechtigt keiner mehr für die Trail Blazers interessiert, wie New Jersey, Toronto und die Knicks um den letzten Platz der Atlantic Division kämpfen und warum die Lakers, die Wolves und die Nuggets auf einmal im Kampf um Platz acht um die Wette verlieren und am Ende doch noch die Clippers ins gelobte Land einziehen werden. ^^
Take care.
-----------------
Eastern Conference
1. Miami Heat (49-16)
2. Detroit Pistons (39-23)
3. Boston Celtics (35-29)
4. Washington Wizards (34-27)
5. Cleveland Cavaliers (33-27)
6. Chicago Bulls (32-28)
7. Orlando Magic (31-31)
8. Indiana Pacers (31-31)
----
9. Philadelphia 76ers (30-33)
10. New Jersey Nets (28-36)
11. Toronto Raptors (27-36)
12. New York Knicks (26-35)
13.Milwaukee Bucks (25-37)
14. Charlotte Bobcats (12-49)
15. Atlanta Hawks (11-52)
Western Conference
1. San Antonio Spurs (48-15)
2. Phoenix Suns (48-15)
3. Seattle SuperSonics (42-19)
4. Dallas Mavericks (41-21)
5. Sacramento Kings (39-25)
6. Houston Rockets (38-25)
7. Memphis Grizzlies (36-27)
8. Los Angeles Lakers ers (32-30)
----
9. Denver Nuggets (32-30)
10. Minnesota Timberwolves (32-32)
11. Los Angeles Clippers (28-35)
12. Portland Trail Blazers (23-38)
13. Utah Jazz (20-42)
14. Golden State Warriors (20-44)
15. New Orleans Hornets (14-48)
Beginnen will ich mit was sehr positiven, mit den Miami Heat. Was Dwayne Wade in dieser Saison aufs Parkett zaubert ist zur Zeit echt schwer Meisterschaftsverdächtig. Oder sollte man besser sagen, die Freiräume, die Shaq ihm schafft, lassen ihn so gut aufspielen? Wie auch immer. Der Sophomore bringt 23.8 Punkte pro Spiel, pflückt sich als Guard 5.3 Rebounds und disht mit 7.1 Assists was das Zeug hält. Außerdem lieferte er bereits vor LeBron James sein erstes NBA-Triple-Double ab. Gerade eben weil die Heat wirklich "Wade's Team" sind, wie Shaq zu Beginn der Saison statuierte und der Diesel sich nicht mehr in den Mittelpunkt drängt, ziehen die Beiden die ganze Mannschaft mit. Sei es Oldie Alonzo Mourning, der vor kurzem als Free Agent zurück nach Miami kam, oder bisherige Hinterbänkler wie Udonis Haslem oder Damon Jones. Miami hat die letzten 13 Heimspiele gewonnen, dazu zuletzt neun Spiele in Folge mit einem "W" versehen können. Beispiel gefällig? Letzte Nacht wurde Milwaukee mit 110-71 (!!!) aus der American Airlines Arena geschossen (Wade legte mal lockere 29 Punkte vor). Wo also führt der Weg die Heat? Auf jeden Fall zum Top Spot für die Playoffs im Osten. Und dann? Ich sag mal Conference Finals aufwärts. Könnte denn Shaq sein Versprechen, einen Titel in den Sunshine State zu holen, tatsächlich wahrmachen?
Nicht weit weg von den Heat sind die Orlando Magic beheimatet. Bis vor kurzem war das auch in der Tabelle so, doch zuletzt gings immer tiefer und tiefer in die Sümpfe bis man schließlich bei nicht für möglich gehaltenen 31-31 Siegen angekommen ist. Das ist ja so schlecht wie die T-Wolves, und die brechen gerade auseinander!! Gut, im Osten reicht das noch für Platz sieben, aber was ist los in Disneyland? Ganz einfach grottige Transferpolitik. Orlando hätte nie und nimmer Cuttino Mobley nach Sacramento schicken dürfen. Natürlich haben sie dafür Doug Christie gekriegt, doch der spielt so richig kacke seit er in Orlando ist. Unter anderem schaffte er es seine 7.3 Punkte pro Spiel in Sacramento auf 5.7 zu senken. (Vergleich: Mobley brachte 16.0 Punkte und auch keine so viel schlechtere Defense). Jetzt ist Christie verletzt. Doch an einem Trade liegt es natürlich nicht nur dass Orlando zu Zeit so gar nicht magisch ist. Grant Hill zwickts wieder, jedoch nicht schlimm und Steve Francis wurde von seiner Point Guard Position abgeschoben (Erst nimmt man ihm seinen eingespielten Shooting Guard weg, dann wandelt man ihn selber zum SG um), die jetzt Rookie Jameer Nelson sehr gut ausfüllt. Müssen die Magic tatsächlich noch um die Playoffs zittern? Ich glaube nicht, Francis ist inzwischen schon lange genug dabei um seine Mätzchen abzustellen und wird bald als SG so richtig aufgehen. No.1-Pick Dwight Howard tut dies derzeit schon und glänzt zuletzt mit grandioser Punkt und Reboundausbeute. Auch wenn's nicht leicht wird, Orlando kämpft sich wieder hoch.
Totgeglaubte leben also doch länger....zwei Playoff-Aspiranten im Westen waren vor der Saison auf jeden Fall die Houston Rockets und die Denver Nuggets, doch beide enttäuschten bodenlos. In Denver wurde sogar Coach Gillen gefeuert der inzwischen nach Interimscoaching von Assistent Cooper von George Carl ersetzt wurde. In Denver fehlte erst die Chemie, dann wurden sie von Verletzungen gequält. Die Rockets widerum brachten zu Beginn der Saison Yao und McGrady einfach nicht unter einen Hut, rutschten hinter die Clippers und auf Tuchfühlung zu den Loosertruppen Golden State und Utah. Doch schon im Januar sollte das anders werden...erst brachte man immer wieder mal vier Siege in Folge, um im Februar dann acht Spiele in Folge zu gewinnen, T-Mac wieder ganz nach oben auf die Scorer Liste zu setzen und im Sturm die Playoff-Plätze hochzuklettern. Im Moment haben die Rockets wieder fünf in Folge gewonnen und streiten sich mit den Grizzlies und den Kings um Platz fünf im Westen. Das nenn ich mal einen Turnaround. Denver hatte es derweil in der Tabelle noch mit Portland und Utah zu tun, von den Clippers ganz zu schweigen, doch pünktlich zum Alltar-Game in der eigenen Halle machte es irgendwie "Klick": Carmelo Anthony wird MVP der Rookie-Challenge und leitet dann auch für die Nuggets eine Acht-Spiele-Siegesserie ein, die erst vorgestern gegen Primus Phoenix ihr Ende fand. Wie sich die Geschehnisse doch gleichen. Nun ja, nicht ganz, denn erstens waren außer San Antonio unter Denvers Opfern auch zwei Mal Atlanta und die Bobcats, und zweitens befinden sie sich jetzt im Infight um den achten Playoff-Platz mit den Lakers und den Wolves. Denver hat nun sechs Heimspiele in Folge Zeit, um den klar zu machen und gegen Teams wie Washington, die Lakers und Sacramento zu glänzen. Auf jeden Fall vorentscheidend.
Ich will noch einmal in den Nordosten hüpfen, besser gesagt, ins Sorgenkind Atlantic Division. Dies hat nämlich jetzt endlich eine ernstzunehmende Mannschaft. Wie, das gibt's nicht? Sehr wohl....denn die Boston Celtics sind das einzige Team, das zur Trade Deadline wirklich alles richtig gemacht hat. Antoine Walker aus Atlanta heimzuholen war der fehlende Puzzlestein zu den Playoffs. Paul Pierce hat die Lust am Basketball neben seinem alten Buddy wiedergefunden, Toine selbst erlebt den dritten Frühling....und dann war ja noch das Glanzstück, Gary Payton, den man ja für Walker nach Atlanta schickte, über den Free Agent Markt in Boston zu behalten, ohne dass er nur ein Spiel für die Hawks absolviert hat. Erinnert mich ein wenig an die Rasheed Wallace Aktion letzes Jahr. Ich werd aus den Hawks einfach nicht schlau, vielleicht haben die ja Wetten laufen, am Ende nur halb so viele Siege wie der Neuling Charlotte Bobcats auf dem Konto zu haben? Aber zurück nach Boston. Die Playoffs können kommen und auf einmal sind die Celtics wieder ein echt heißens Eisen im Feuer....zweite Runde ist absolut drin!
Soweit meine kleine, wenn auch etwas spezielle Analyse. Anbei noch die aktuellen Tabellen.
Demnächst dann: Warum sich völlig berechtigt keiner mehr für die Trail Blazers interessiert, wie New Jersey, Toronto und die Knicks um den letzten Platz der Atlantic Division kämpfen und warum die Lakers, die Wolves und die Nuggets auf einmal im Kampf um Platz acht um die Wette verlieren und am Ende doch noch die Clippers ins gelobte Land einziehen werden. ^^
Take care.
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Eastern Conference
1. Miami Heat (49-16)
2. Detroit Pistons (39-23)
3. Boston Celtics (35-29)
4. Washington Wizards (34-27)
5. Cleveland Cavaliers (33-27)
6. Chicago Bulls (32-28)
7. Orlando Magic (31-31)
8. Indiana Pacers (31-31)
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9. Philadelphia 76ers (30-33)
10. New Jersey Nets (28-36)
11. Toronto Raptors (27-36)
12. New York Knicks (26-35)
13.Milwaukee Bucks (25-37)
14. Charlotte Bobcats (12-49)
15. Atlanta Hawks (11-52)
Western Conference
1. San Antonio Spurs (48-15)
2. Phoenix Suns (48-15)
3. Seattle SuperSonics (42-19)
4. Dallas Mavericks (41-21)
5. Sacramento Kings (39-25)
6. Houston Rockets (38-25)
7. Memphis Grizzlies (36-27)
8. Los Angeles Lakers ers (32-30)
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9. Denver Nuggets (32-30)
10. Minnesota Timberwolves (32-32)
11. Los Angeles Clippers (28-35)
12. Portland Trail Blazers (23-38)
13. Utah Jazz (20-42)
14. Golden State Warriors (20-44)
15. New Orleans Hornets (14-48)

(der alte irre ;) )