01.09.2009, 13:15
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Double F´s View. Ich möchte mich heute mit einem meiner Fave-Wrestler beschäftigen: Randy Orton. In seiner noch jungen Karriere hat er sehr viel erreicht, aber er wurde auch schon einige Male falsch gebooked oder man hat ihm dann am Ende seines Pushes doch nicht den kompletten End-Push verliehen, sondern fallen gelassen.
Im Laufe meiner Kolumne werdet ihr erfahren, was ich damit meine. Beginnen wir erstmal ganz am Anfang seiner Karriere. Orton ist der Sohn von WWE Hall of Famer "Cowboy" Bob Orton jr. und der Enkel von Bob Orton sr.. Am 1. April 1980 erblickte er das Licht der Welt und heißt mit bürgerlichem Namen Randal Keith Orton. Er ging nach seinem Abschluss zum US Marine Corps und wurd dort dann nach einem Jahr unehrenhaft entlassen, nachdem er sich zwei mal unerlaubt vom Dienst entfernte.
Sein Wrestling Debut gab er bei der Mid-Missouri Wrestling Association (Southern Illinois Conference Wrestling) und im Alter von 20 Jahren erhielt er einen WWE-Development Vertrag und trat ab diesem Zeitpunkt bei Ohio Valley Wrestling an. In seinem ersten Match besiegte er Johnny Spade. Somit reihte er sich in die Familientradition ein und wurde nach seinem Großvater und seinem Vater ein 3rd Generation Superstar.
Bei OVW gewann er dann auch 2001 seinen ersten Singles Titel. Er besiegte Mr. Black und wurde OVW Hardcore Champion.
Am 16. April gab er dann sein WWF-Debut gegen Flash Flanigan, am 25. April dann sein erstes TV-Match gegen Hardcore Holly, was er ebenfalls als Sieger verlies. 2001 war er dann beim Pro Wrestling Insider (PWI) der Rookie of the Year 2001.
Ab Januar 2002 hatte er eine kleinere Fehde mit Brock Lesnar, der ebenfalls bei der WWF debutierte. Eine Verletzung an der Schulter verhinderte aber einen parallelen Aufstieg mit dem "Next Big Thing" und so hatte er nur noch kleinere Auftritte mit seiner "Get Well Randy"-Aktion. So blieb er den meisten jedoch wenigstens im Gedächtnis.
Seine größte Zeit jedoch sollte noch auf sich warten lassen. Die Gründung der Evolution im Januar 2003 war dann sein endgültiger Durchbruch in der Mid Card der WWE. Zusammen mit Triple H, Ric Flair und Batista war er in einem der erfolgreichsten Stables nach der Jahrtausendwende. Er mauserte sich immer mehr und aus den Eingriffen für seinen Mentor Triple H wurde nach einer erneuten Verletzungspause bis zum Juni dann Ende des Jahres eine Fehde um den Intercontinental Titel gegen Rob van Dam. Orton sicherte sich den Titel am 14. Dezember und sein neues Gimmick als "Legend Killer" war geboren. Er durfte den Titel 210 Tage halten und gab ihn an Edge ab.
Während er IC-Champion war, begann seine Legend Killer Tour und nach einer Fehde gegen Mick Foley, welche bei einem No Holds Barred Match bei Backlash 2004 ihr Ende fand, wusste man, dass Orton irgendwann ganz oben stehen würde.
Die Zeit der Evolution ging langsam zu Ende und der "kleine" Randy Orton bekam zwischenzeitlich immer wieder die Chance auf den World Heavyweight Titel. Zum Beispiel in der Elimination Chamber beim Summerslam 2003, als Triple H seinen Titel gegen Goldberg, Shawn Michaels, Kevin Nash, Chris Jericho und eben Randy Orton verteidigen konnte.
Orton bekam während seines Runs als IC-Champion immer wieder gute Reaktionen durch Pops, was die Verantwortlichen dazu bewegte, Orton von der Evolution zu splitten. So gab er im Juli seinen IC-Titel ab und gewann dann beim Summerslam 2004 gegen Chris Benoit seinen ersten World Title. Bis hier hin hatte man eigentlich alles richtig gemacht mit dem jetzt 24-jährigen.
Der Split von der Evolution folgte auf dem Fuße, als Triple H und die restlichen Mitglieder den frisch gebackenen Champion attackierten und der damit verbundene Face Turn durchgezogen wurde. Das war der erste große Fehler, den die WWE mit Randy Orton machte. Wenn man ihm hier sein Gimmick hätte behalten lassen und ihn eher zum Tweener gemacht hätte, dann hätte sein Run besser funktionieren können und der erste Fall aus dem Main Event wäre nicht geschehen. Orton wurde nun also als Babyface gebooked und man konnte schnell erkennen, dass das nicht das Richtige für den einstigen Legend Killer war. Triple H gewann folgerichtig den World Titel bei Unforgiven, nur ca. 4 Wochen später. Eine kurze Fehde gegen Ric Flair endete in einem Steel Cage Sieg für Orton bei Taboo Tuesday. Eine kurze Rückkehr in den Main Event feierte er bei der Survivor Series, als er zusammen mit Chris Jericho, Chris Benoit und Maven gegen Triple H, Batista, Snitzky und Edge triumphierte und die 4 Sieger die nächsten 4 General Manager von RAW waren.
2005 begann noch einmal ähnlich gut, da er in der Elimination Chamber bei New Years Revolution beteiligt war, jedoch gewann Triple H ein weiteres Mal den Titel. Ebenfalls mit dabei waren Batista, Chris Jericho, Chris Benoit und Edge. Es gab dann beim Royal Rumble noch ein weiteres Match gegen Triple H um den Titel, aber auch das ging verloren. So verabschiedete sich Orton endgültig aus dem Main Event und Batista und John Cena nahmen seinen Platz ein.
Eine weitere Hiobsbotschaft kündigte sich an. Er war ein heißer Favorit, bei Wrestlemania die Streak des Undertakers zu brechen, jedoch verletzte er sich kurz vorher wieder an seiner Schulter und so gab es eine knappe Niederlage in einem sehr guten Match gegen den Deadman. Anschließend gab es eine 4 Monatige Pause.
Von dieser kam er jedoch gestärkt wieder zurück und die Fehde mit dem Undertaker sollte er dann letztendlich doch für sich entscheiden können, zumindest bis zum letzten PPV des Jahres 2005. Dies war Fehler Nummer 2 für Randy Orton. Statt dem Jungen den endgültigen Sieg über den Deadman zu geben, lies man ihn das Hell in a Cell Match bei Armageddon verlieren und somit war der Weg in den Main Event wieder versperrt.
Dies brachte ihm dann nur noch einen Platz in der Upper Card. Er bekam zwar immer wieder einen Spot um den World Title, aber die richtige Main Fehde war zu dieser Zeit immer den anderen vorbehalten. So sicherte er sich bei No Way Out 2006 gegen Rey Mysterio einen Platz bei Wrestlemania um den World Heavyweight Title, doch den gewann dann am Ende der kleine Mexikaner in einem Triple Threat Match gegen Randy und Champion Kurt Angle. Eine Kurzfehde gegen Kurt Angle führte ihn dann zu einer Fehde mit Hulk Hogan beim Summerslam. Auch dieses Match durfte er nicht gewinnen.
So blieb ihm also erst einmal der Weg zurück in den Main Event verwährt. Eine neue Richtung wurde für ihn eingeschlagen und mit einem anderen Top Heel, der im ME keinen Platz mehr hatte wurde eine neue Allianz gebohren: Rated RKO. Mit Edge zusammen konnte Orton die Tag Team Titel gewinnen und es gab eine Fehde mit der D-Generation X, bestehend aus Triple H und Shawn Michaels. Diese Fehde musste dann jedoch fallen gelassen werden, nachdem sich Hunter bei New Years Revolution 2007 verletzte. Bei der Survivor Series 2006 gab es vorher noch eine Demütigung, als das Team bestehend aus Triple H, Shawn Michaels, CM Punk, Jeff Hardy und Matt Hardy gegen Orton, Edge, Gregory Helms, Johnny Nitro und Mike Knox mit 5-0 Pins gewann.
Am 29. Januar verloren Edge und Orton dann auch noch die Tag Team Titel an John Cena und Shawn Michaels. So brauchte man also erneut einen neuen Start für Randy Orton. Im Money in the Bank Match bei Wrestlemania spielte er dann ebenfalls nur einen Nebenrolle, als Ken Kennedy den Koffer gewinnen konnte. Weitere Niederlagen bei PPV´s, auch um einen World Title folgten, ehe er beim Great American Bash Dusty Rhodes in einem Texas Bullrope Match schlug.
Beim Summerslam folgte jedoch eine weitere Niederlage gegen den WWE Champion John Cena und einen Monat später blieb ihm nur ein DQ-Sieg gegen den Champion. Cena musste dann seinen Titel auf Grund einer Verletzung abgeben. Eine neue Chance für den Legend Killer sollte sich bieten. Bei No Mercy wurde er von Vince McMahon zum neuen Champion ernannt, am gleichen Abend verlor er den Titel jedoch erst gegen Triple H, nur um ihn bei diesem PPV am Ende noch in einem Last Man Standing Match zu besiegen und den Titel endgültig wieder sein Eigen nennen konnte. Orton war wieder im Main Event angekommen, aber sein Standing als Heel-Champion war nicht gerade das Beste. Er konnte den Titel zwar immer wieder verteidigen, auch bei Wrestlemania in einem Triple Threat Match gegen Triple H und John Cena, aber bei Backlash gab es eine weitere Elimination Chamber, die einmal mehr Triple H als Sieger verlies. Somit war Orton den Titel ein weiteres Mal los und sein Main Event Spot war zwar weiterhin vorhanden, aber seinen ehemaligen Mentor konnte er dann weder in einem Steel Cage Match beim Judgment Day, noch in einem Last Man Standing Match beim One Night Stand PPV besiegen. Dies war meiner Meinung nach fast der Todesstoß für Orton, der nun zwar schon ein 3-facher World Champion, aber immer noch nicht wirklich ein Top Star war.
Nun folgte eine weitere schwere Zeit für Randy Orton. Er verletzte sich im Mai 2008 schwer, als er nach einem missglückten Bump sein rechtes Schlüsselbein brach und erst im November wieder zurückkehren konnte. Diese Auszeit zahlte sich für Orton nach den letzten Monaten aber eher aus, als das sie ihm geschadet hätte.
Er kehrte wieder zurück und wurde stärker gepusht als jemals zuvor. Orton kostete mit Armmanschette nicht nur CM Punk den World Title, sondern er gründete auch sein eigenes Stable: Die Legacy. Cody Rhodes, Ted DiBiase jr., Manu und auch Sim Snuka kämpften darum, Orton als Mentor zu bekommen, aber nur Rhodes und DiBiase blieben am Ende übrig. Im Dezember verlor er bei Armageddon gegen Batista, legte sich aber anschließend mit der McMahon Familie an. Die größte Fehde für Randy Orton in seiner Karriere. Man verglich ihn sogar zeitweise mit Steve Austin.
Orton gewann 2009 nicht nur den Royal Rumble, nein er fertigte auch ein Mitglied der McMahon Familie nach dem Anderen mit seinem Punt-Kick ab. Stephanie McMahon musste den RKO einstecken und das rief dann deren Mann Triple H auf den Plan, und so wurde zum ersten Mal on Air seine Ehe mit Stephanie wieder erwähnt. Bei No Way Out sicherte sich Hunter den WWE Championship Belt und Orton fertigte Shane McMahon ab. In der Folgezeit gab es eine sehr persönliche Fehde zwischen Orton und Hunter die dann bei Wrestlemania 25 ihren Höhepunkt finden sollte. Randy Orton war nun auf seinem bisherigen Zenith der Karriere und ein Titelgewinn bei WM 25 würde sein Standing noch mehr erhöhen und diesem perfekten Push die Krone aufsetzen.
Nun folgte aber der nächste Fehler der WWE. Nicht der zuletzt so gepushte Randy Orton gewann den Main Event von Wrestlemania, nein Triple H besiegte seinen Dauerrivalen clean. Dies war der nächste Dämpfer für Orton und auch sein bisher größter Fall von ganz oben zurück in die Upper Card. Randy fehdete zwar weiter gegen den Champion und gewann dann bei Backlash auch den Titel, aber nur in einem 6 Men Tag Team Match. Der Impact des Titelgewinns war so erloschen und es war leider erneut der Todesstoß für einen langen Run. Denn egal wie lange Orton nun Champion geblieben wäre, das Momentum des I-Tüpfelchens auf seinen Push fehlte einfach. Diesen Kratzer sollte er nicht abbekommen und so gab es dann sofort die Fehde mit seinem ehemaligen Stable-Kollegen Batista. Auch hier wurde der Champion viel zu schwach dargestellt und am Ende gewann The Animal den Titel in einem Steel Cage Match bei Extreme Rules, trotz einer Verletzung von Batista. Dies war wie ein Schlag ins Gesicht für den Legend Killer. Eine Woche Später konnte er sich den Titel in einem Fatal 4 Way Match gegen John Cena, Triple H und The Big Show sichern. Auch hier fehlte natürlich das Momentum und er bleibt trotz eines relativ langen Runs weiter nicht ganz oben. Dies erkennt man auch daran, dass er seine Matches um den WWE Championtitel bei den PPV nicht im Main Event verteidigt, sondern immer im Co-Main-Event. Am Ende konnte er nun bei den letzten 3 PPV´s zwar seinen Titel verteidigen, in einem 3 Stages of Hell Match gegen HHH und in einem weiteren Match gegen Hunter und John Cena bei Night of Champions.
Beim Summerslam 2009 verteidigte er nun in einem sehr kontroversen Match gegen John Cena, wieder nich im Main Event, seinen WWE Championtitel.
Die WWE baut auf Randy Orton, das merkt man in meiner kurzen Zusammenfassung, aber das Problem an der Sache ist, dass man ihm nie wirklich das Zepter komplett übergeben hat. Orton durfte sehr viele größere Fehden führen und auch die Größte der letzten Jahre gegen die McMahon-Familie, aber im End Effekt ist er immer noch da, wo er nach seinem ersten Titelgewinn stand. Zwischenzeitlich gab es immer wieder den Aufstieg an die Spitze, von wo er aber immer wieder sehr schnell gefallen ist.
Randy Orton ist für mich einer der Top Stars des Business und er könnte die Company auch führen. Er zeigt In Ring Intelligenz und auch am Mic brilliert er immer wieder. Deshalb ist es für mich unverständlich, wieso man ihm den letzten, endgültigen Push ganz nach oben verwährt. Hätte man ihn nach dem ersten Titelgewinn nicht sofort zum Babyface gemacht und wäre nun am Ende bei WM 25 ein Sieg auf seinem Konto gestanden, dann hätte man einen neuen Star geboren. So aber wird Randy Orton weiter nur in der Upper Card stecken bleiben, obwohl er eine Main Fehde nach der anderen bekommt. Das Standing eines All Time Main Eventers hat er trotz seiner vielen bestrittenen Mein Fehden sicher noch nicht erreicht. Man muss ihn immer wieder erst über Umwege aufbauen und selbst wenn er dann den Titel inne hat vertraut man ihm nicht an, einen PPV zu headlinen.
World Wrestling Entertainment baut auf die alten Zugpferde, wie Triple H, den Undertaker oder auch Shawn Michaels. Die neuen Zugpferde, wie Randy Orton, John Cena, Edge oder auch CM Punk ziehen dort immer wieder den kürzeren. Man darf nun, kurz vor dem wahrscheinlichen Karriereende von Shawn Michaels und des Undertakers nicht versäumen diese Leute noch einen großen Sieg über diese zu geben. Sonst wird man immer wieder die Auftritte von eben diesen Alt-Stars brauchen, um on Top zu bleiben, nur weil man sich nicht getraut hat, einen endgültigen Push durchzuführen...
"The Rise and Fall of Randy Orton" wird hoffentlich nur eine Momentaufnahme von mir bleiben und man kann nur hoffen, dass Orton sich selbst am Riemen reißt und seine Backstage-Spiränzchen sein lässt und die WWE endlich den Arsch in der Hose hat um die Zukunft an die Spitze zu pushen!!!
Euer
Double F
Im Laufe meiner Kolumne werdet ihr erfahren, was ich damit meine. Beginnen wir erstmal ganz am Anfang seiner Karriere. Orton ist der Sohn von WWE Hall of Famer "Cowboy" Bob Orton jr. und der Enkel von Bob Orton sr.. Am 1. April 1980 erblickte er das Licht der Welt und heißt mit bürgerlichem Namen Randal Keith Orton. Er ging nach seinem Abschluss zum US Marine Corps und wurd dort dann nach einem Jahr unehrenhaft entlassen, nachdem er sich zwei mal unerlaubt vom Dienst entfernte.
Sein Wrestling Debut gab er bei der Mid-Missouri Wrestling Association (Southern Illinois Conference Wrestling) und im Alter von 20 Jahren erhielt er einen WWE-Development Vertrag und trat ab diesem Zeitpunkt bei Ohio Valley Wrestling an. In seinem ersten Match besiegte er Johnny Spade. Somit reihte er sich in die Familientradition ein und wurde nach seinem Großvater und seinem Vater ein 3rd Generation Superstar.
Bei OVW gewann er dann auch 2001 seinen ersten Singles Titel. Er besiegte Mr. Black und wurde OVW Hardcore Champion.
Am 16. April gab er dann sein WWF-Debut gegen Flash Flanigan, am 25. April dann sein erstes TV-Match gegen Hardcore Holly, was er ebenfalls als Sieger verlies. 2001 war er dann beim Pro Wrestling Insider (PWI) der Rookie of the Year 2001.
Ab Januar 2002 hatte er eine kleinere Fehde mit Brock Lesnar, der ebenfalls bei der WWF debutierte. Eine Verletzung an der Schulter verhinderte aber einen parallelen Aufstieg mit dem "Next Big Thing" und so hatte er nur noch kleinere Auftritte mit seiner "Get Well Randy"-Aktion. So blieb er den meisten jedoch wenigstens im Gedächtnis.
Seine größte Zeit jedoch sollte noch auf sich warten lassen. Die Gründung der Evolution im Januar 2003 war dann sein endgültiger Durchbruch in der Mid Card der WWE. Zusammen mit Triple H, Ric Flair und Batista war er in einem der erfolgreichsten Stables nach der Jahrtausendwende. Er mauserte sich immer mehr und aus den Eingriffen für seinen Mentor Triple H wurde nach einer erneuten Verletzungspause bis zum Juni dann Ende des Jahres eine Fehde um den Intercontinental Titel gegen Rob van Dam. Orton sicherte sich den Titel am 14. Dezember und sein neues Gimmick als "Legend Killer" war geboren. Er durfte den Titel 210 Tage halten und gab ihn an Edge ab.
Während er IC-Champion war, begann seine Legend Killer Tour und nach einer Fehde gegen Mick Foley, welche bei einem No Holds Barred Match bei Backlash 2004 ihr Ende fand, wusste man, dass Orton irgendwann ganz oben stehen würde.
Die Zeit der Evolution ging langsam zu Ende und der "kleine" Randy Orton bekam zwischenzeitlich immer wieder die Chance auf den World Heavyweight Titel. Zum Beispiel in der Elimination Chamber beim Summerslam 2003, als Triple H seinen Titel gegen Goldberg, Shawn Michaels, Kevin Nash, Chris Jericho und eben Randy Orton verteidigen konnte.
Orton bekam während seines Runs als IC-Champion immer wieder gute Reaktionen durch Pops, was die Verantwortlichen dazu bewegte, Orton von der Evolution zu splitten. So gab er im Juli seinen IC-Titel ab und gewann dann beim Summerslam 2004 gegen Chris Benoit seinen ersten World Title. Bis hier hin hatte man eigentlich alles richtig gemacht mit dem jetzt 24-jährigen.
Der Split von der Evolution folgte auf dem Fuße, als Triple H und die restlichen Mitglieder den frisch gebackenen Champion attackierten und der damit verbundene Face Turn durchgezogen wurde. Das war der erste große Fehler, den die WWE mit Randy Orton machte. Wenn man ihm hier sein Gimmick hätte behalten lassen und ihn eher zum Tweener gemacht hätte, dann hätte sein Run besser funktionieren können und der erste Fall aus dem Main Event wäre nicht geschehen. Orton wurde nun also als Babyface gebooked und man konnte schnell erkennen, dass das nicht das Richtige für den einstigen Legend Killer war. Triple H gewann folgerichtig den World Titel bei Unforgiven, nur ca. 4 Wochen später. Eine kurze Fehde gegen Ric Flair endete in einem Steel Cage Sieg für Orton bei Taboo Tuesday. Eine kurze Rückkehr in den Main Event feierte er bei der Survivor Series, als er zusammen mit Chris Jericho, Chris Benoit und Maven gegen Triple H, Batista, Snitzky und Edge triumphierte und die 4 Sieger die nächsten 4 General Manager von RAW waren.
2005 begann noch einmal ähnlich gut, da er in der Elimination Chamber bei New Years Revolution beteiligt war, jedoch gewann Triple H ein weiteres Mal den Titel. Ebenfalls mit dabei waren Batista, Chris Jericho, Chris Benoit und Edge. Es gab dann beim Royal Rumble noch ein weiteres Match gegen Triple H um den Titel, aber auch das ging verloren. So verabschiedete sich Orton endgültig aus dem Main Event und Batista und John Cena nahmen seinen Platz ein.
Eine weitere Hiobsbotschaft kündigte sich an. Er war ein heißer Favorit, bei Wrestlemania die Streak des Undertakers zu brechen, jedoch verletzte er sich kurz vorher wieder an seiner Schulter und so gab es eine knappe Niederlage in einem sehr guten Match gegen den Deadman. Anschließend gab es eine 4 Monatige Pause.
Von dieser kam er jedoch gestärkt wieder zurück und die Fehde mit dem Undertaker sollte er dann letztendlich doch für sich entscheiden können, zumindest bis zum letzten PPV des Jahres 2005. Dies war Fehler Nummer 2 für Randy Orton. Statt dem Jungen den endgültigen Sieg über den Deadman zu geben, lies man ihn das Hell in a Cell Match bei Armageddon verlieren und somit war der Weg in den Main Event wieder versperrt.
Dies brachte ihm dann nur noch einen Platz in der Upper Card. Er bekam zwar immer wieder einen Spot um den World Title, aber die richtige Main Fehde war zu dieser Zeit immer den anderen vorbehalten. So sicherte er sich bei No Way Out 2006 gegen Rey Mysterio einen Platz bei Wrestlemania um den World Heavyweight Title, doch den gewann dann am Ende der kleine Mexikaner in einem Triple Threat Match gegen Randy und Champion Kurt Angle. Eine Kurzfehde gegen Kurt Angle führte ihn dann zu einer Fehde mit Hulk Hogan beim Summerslam. Auch dieses Match durfte er nicht gewinnen.
So blieb ihm also erst einmal der Weg zurück in den Main Event verwährt. Eine neue Richtung wurde für ihn eingeschlagen und mit einem anderen Top Heel, der im ME keinen Platz mehr hatte wurde eine neue Allianz gebohren: Rated RKO. Mit Edge zusammen konnte Orton die Tag Team Titel gewinnen und es gab eine Fehde mit der D-Generation X, bestehend aus Triple H und Shawn Michaels. Diese Fehde musste dann jedoch fallen gelassen werden, nachdem sich Hunter bei New Years Revolution 2007 verletzte. Bei der Survivor Series 2006 gab es vorher noch eine Demütigung, als das Team bestehend aus Triple H, Shawn Michaels, CM Punk, Jeff Hardy und Matt Hardy gegen Orton, Edge, Gregory Helms, Johnny Nitro und Mike Knox mit 5-0 Pins gewann.
Am 29. Januar verloren Edge und Orton dann auch noch die Tag Team Titel an John Cena und Shawn Michaels. So brauchte man also erneut einen neuen Start für Randy Orton. Im Money in the Bank Match bei Wrestlemania spielte er dann ebenfalls nur einen Nebenrolle, als Ken Kennedy den Koffer gewinnen konnte. Weitere Niederlagen bei PPV´s, auch um einen World Title folgten, ehe er beim Great American Bash Dusty Rhodes in einem Texas Bullrope Match schlug.
Beim Summerslam folgte jedoch eine weitere Niederlage gegen den WWE Champion John Cena und einen Monat später blieb ihm nur ein DQ-Sieg gegen den Champion. Cena musste dann seinen Titel auf Grund einer Verletzung abgeben. Eine neue Chance für den Legend Killer sollte sich bieten. Bei No Mercy wurde er von Vince McMahon zum neuen Champion ernannt, am gleichen Abend verlor er den Titel jedoch erst gegen Triple H, nur um ihn bei diesem PPV am Ende noch in einem Last Man Standing Match zu besiegen und den Titel endgültig wieder sein Eigen nennen konnte. Orton war wieder im Main Event angekommen, aber sein Standing als Heel-Champion war nicht gerade das Beste. Er konnte den Titel zwar immer wieder verteidigen, auch bei Wrestlemania in einem Triple Threat Match gegen Triple H und John Cena, aber bei Backlash gab es eine weitere Elimination Chamber, die einmal mehr Triple H als Sieger verlies. Somit war Orton den Titel ein weiteres Mal los und sein Main Event Spot war zwar weiterhin vorhanden, aber seinen ehemaligen Mentor konnte er dann weder in einem Steel Cage Match beim Judgment Day, noch in einem Last Man Standing Match beim One Night Stand PPV besiegen. Dies war meiner Meinung nach fast der Todesstoß für Orton, der nun zwar schon ein 3-facher World Champion, aber immer noch nicht wirklich ein Top Star war.
Nun folgte eine weitere schwere Zeit für Randy Orton. Er verletzte sich im Mai 2008 schwer, als er nach einem missglückten Bump sein rechtes Schlüsselbein brach und erst im November wieder zurückkehren konnte. Diese Auszeit zahlte sich für Orton nach den letzten Monaten aber eher aus, als das sie ihm geschadet hätte.
Er kehrte wieder zurück und wurde stärker gepusht als jemals zuvor. Orton kostete mit Armmanschette nicht nur CM Punk den World Title, sondern er gründete auch sein eigenes Stable: Die Legacy. Cody Rhodes, Ted DiBiase jr., Manu und auch Sim Snuka kämpften darum, Orton als Mentor zu bekommen, aber nur Rhodes und DiBiase blieben am Ende übrig. Im Dezember verlor er bei Armageddon gegen Batista, legte sich aber anschließend mit der McMahon Familie an. Die größte Fehde für Randy Orton in seiner Karriere. Man verglich ihn sogar zeitweise mit Steve Austin.
Orton gewann 2009 nicht nur den Royal Rumble, nein er fertigte auch ein Mitglied der McMahon Familie nach dem Anderen mit seinem Punt-Kick ab. Stephanie McMahon musste den RKO einstecken und das rief dann deren Mann Triple H auf den Plan, und so wurde zum ersten Mal on Air seine Ehe mit Stephanie wieder erwähnt. Bei No Way Out sicherte sich Hunter den WWE Championship Belt und Orton fertigte Shane McMahon ab. In der Folgezeit gab es eine sehr persönliche Fehde zwischen Orton und Hunter die dann bei Wrestlemania 25 ihren Höhepunkt finden sollte. Randy Orton war nun auf seinem bisherigen Zenith der Karriere und ein Titelgewinn bei WM 25 würde sein Standing noch mehr erhöhen und diesem perfekten Push die Krone aufsetzen.
Nun folgte aber der nächste Fehler der WWE. Nicht der zuletzt so gepushte Randy Orton gewann den Main Event von Wrestlemania, nein Triple H besiegte seinen Dauerrivalen clean. Dies war der nächste Dämpfer für Orton und auch sein bisher größter Fall von ganz oben zurück in die Upper Card. Randy fehdete zwar weiter gegen den Champion und gewann dann bei Backlash auch den Titel, aber nur in einem 6 Men Tag Team Match. Der Impact des Titelgewinns war so erloschen und es war leider erneut der Todesstoß für einen langen Run. Denn egal wie lange Orton nun Champion geblieben wäre, das Momentum des I-Tüpfelchens auf seinen Push fehlte einfach. Diesen Kratzer sollte er nicht abbekommen und so gab es dann sofort die Fehde mit seinem ehemaligen Stable-Kollegen Batista. Auch hier wurde der Champion viel zu schwach dargestellt und am Ende gewann The Animal den Titel in einem Steel Cage Match bei Extreme Rules, trotz einer Verletzung von Batista. Dies war wie ein Schlag ins Gesicht für den Legend Killer. Eine Woche Später konnte er sich den Titel in einem Fatal 4 Way Match gegen John Cena, Triple H und The Big Show sichern. Auch hier fehlte natürlich das Momentum und er bleibt trotz eines relativ langen Runs weiter nicht ganz oben. Dies erkennt man auch daran, dass er seine Matches um den WWE Championtitel bei den PPV nicht im Main Event verteidigt, sondern immer im Co-Main-Event. Am Ende konnte er nun bei den letzten 3 PPV´s zwar seinen Titel verteidigen, in einem 3 Stages of Hell Match gegen HHH und in einem weiteren Match gegen Hunter und John Cena bei Night of Champions.
Beim Summerslam 2009 verteidigte er nun in einem sehr kontroversen Match gegen John Cena, wieder nich im Main Event, seinen WWE Championtitel.
Die WWE baut auf Randy Orton, das merkt man in meiner kurzen Zusammenfassung, aber das Problem an der Sache ist, dass man ihm nie wirklich das Zepter komplett übergeben hat. Orton durfte sehr viele größere Fehden führen und auch die Größte der letzten Jahre gegen die McMahon-Familie, aber im End Effekt ist er immer noch da, wo er nach seinem ersten Titelgewinn stand. Zwischenzeitlich gab es immer wieder den Aufstieg an die Spitze, von wo er aber immer wieder sehr schnell gefallen ist.
Randy Orton ist für mich einer der Top Stars des Business und er könnte die Company auch führen. Er zeigt In Ring Intelligenz und auch am Mic brilliert er immer wieder. Deshalb ist es für mich unverständlich, wieso man ihm den letzten, endgültigen Push ganz nach oben verwährt. Hätte man ihn nach dem ersten Titelgewinn nicht sofort zum Babyface gemacht und wäre nun am Ende bei WM 25 ein Sieg auf seinem Konto gestanden, dann hätte man einen neuen Star geboren. So aber wird Randy Orton weiter nur in der Upper Card stecken bleiben, obwohl er eine Main Fehde nach der anderen bekommt. Das Standing eines All Time Main Eventers hat er trotz seiner vielen bestrittenen Mein Fehden sicher noch nicht erreicht. Man muss ihn immer wieder erst über Umwege aufbauen und selbst wenn er dann den Titel inne hat vertraut man ihm nicht an, einen PPV zu headlinen.
World Wrestling Entertainment baut auf die alten Zugpferde, wie Triple H, den Undertaker oder auch Shawn Michaels. Die neuen Zugpferde, wie Randy Orton, John Cena, Edge oder auch CM Punk ziehen dort immer wieder den kürzeren. Man darf nun, kurz vor dem wahrscheinlichen Karriereende von Shawn Michaels und des Undertakers nicht versäumen diese Leute noch einen großen Sieg über diese zu geben. Sonst wird man immer wieder die Auftritte von eben diesen Alt-Stars brauchen, um on Top zu bleiben, nur weil man sich nicht getraut hat, einen endgültigen Push durchzuführen...
"The Rise and Fall of Randy Orton" wird hoffentlich nur eine Momentaufnahme von mir bleiben und man kann nur hoffen, dass Orton sich selbst am Riemen reißt und seine Backstage-Spiränzchen sein lässt und die WWE endlich den Arsch in der Hose hat um die Zukunft an die Spitze zu pushen!!!
Euer
Double F
