06.12.2003, 19:09
Hallo und herzlichwillkommen zur zweiten Ausgabe
dieses Magazins welches ihnen mit freundlicher
unterstützung von Big Bens Entertainment geliefert wird
und wöchentlich ein Thema raussucht welches die Welt
angeht. Ob Heiter, ernst, oder albern, wir haben keine
Hemmungen zu sagen was wir denken, selbst wenn es
manchmal doch mehr als Radikal klingen mag. Ich Bitte
daher JEDEN der es liest genug Abstand zum Thema
oder zu den Worten zu halten, gerne gesehen sind
zwar streitigkeiten, denn es soll zum Antworten
Animieren, aber wir wollen auch so vernünftig bleiben.
Sexistische äusserungen sind erlaubt, sollten wenn zu
heftig Zensiert werden. Rassistische Äusserungen
müssen nach den Boardregeln unterlassen bleiben, so
wie es sich auch gehört denn selbst wenn man mal über
einige Ethische Gruppen verunglimpft werden hat das
nichts mit Antisemistismus oder dergleichen zu tun,
sondern reagiert, wenn überhaupt auf Klieschees die
hier auch gerne bedient werden. Genug der Vorworte.
Heutiges Thema ist Japan, die ersten Informationen
habe ich zwar auch selber doch ich nehme sie komplett
ausformuliert von http://www.wissen.de .
Japan
Bevölkerung
Über 99% der Bevölkerung sind Japaner, unter den
Ausländern stellen Koreaner und Chinesen den größten
Anteil, gefolgt von Filipinos und Brasilianern. Auf
Hokkaido leben noch einige tausend Ainu, Angehörige
der Urbevölkerung. Hauptreligionen sind der
Buddhismus und die ehemalige Nationalreligion des
Shintoismus; rund 80% der Japaner gehören
gleichzeitig beiden Religionen an, etwa 4% bekennen
sich zum Christentum. Die rasche Bevölkerungszunahme
(1846 erst 27 Mio. Einwohner) führte zu starker
Auswanderung, extremer Bevölkerungsdichte in den
schmalen Küstenebenen und weit gehender
Verstädterung. Die größten Städte sind neben der
Hauptstadt Tokyo die Millionenstädte Osaka, Yokohama,
Nagoya, Kyoto, Kobe, Sapporo, Kawasaki, Hiroshima,
Fukuoka und Kitakyushu.
Wirtschaft
Nur noch 5,3% (1960 waren es 31%) der
erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Land-,
Forst- und Fischereiwirtschaft. Etwa 12% der
Landesfläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Die
Landwirtschaft erwirtschaftet weniger als 2% des
Bruttoinlandsproduktes. Der überwiegende Teil wird von
Reisfeldern im Terrassensystem eingenommen.
Demgegenüber tritt die Viehzucht zurück. Japan ist eine
der bedeutendsten Fischereinationen der Welt. Den
Nahrungsmittelbedarf kann Japan zu rund 60% selbst
decken.
Japan ist ein außerordentlich rohstoffarmes Land. Die
Energieversorgung stützt sich auf Erdöl, Kohle,
Wasserkraft, zunehmend auch auf Erdgas. Die
Energiegewinnung durch Kernkraft wird verstärkt
(2000: 53 Kernkraftwerke, 4 weitere im Bau). Die
Industrie hat Japan in die erste Reihe der
Wirtschaftsgroßmächte gestellt. Sie ist ebenso vielseitig
und leistungsfähig wie, dank hohem technischen Stand,
international konkurrenzfähig. Produziert bzw.
exportiert werden vor allem Fertigwaren aller Art,
besonders Eisen- und Stahlwaren, Maschinen, Schiffe
(vor allem Supertanker), Kraftfahrzeuge, elektronische,
optische und feinmechanische Geräte, Papier,
Chemikalien, aber auch Obstwaren und -konserven,
Fischkonserven, Tabak, Perlen (größter Weltproduzent)
und keramische Erzeugnisse. Von großer wirtschaftlicher
Bedeutung ist auch der tertiäre Sektor (Handel,
Finanzwesen und Dienstleistungen), in dem 62% der
japanischen Erwerbstätigen beschäftigt sind. Nach
Jahren des beständigen hohen Wirtschaftswachstums
erlebt Japan jedoch seit Mitte der 1990er Jahre eine
wirtschaftliche Stagnation, die auch nach umfangreichen
staatlichen Konjunkturprogrammen bislang noch nicht
überwunden ist.
Verkehr
Japan verfügt über ein hervorragend entwickeltes
Eisenbahn-, Straßen- und interinsulares
Schiffsverkehrsnetz. Das gesamte Straßennetz hat eine
Länge von 1,1 Mio. km, davon sind 6100 km
Schnellstraßen. Seit 1988 besteht eine durchgehende
Schienenverbindung zwischen den 4 Hauptinseln. Die
japanischen computergesteuerten Expresszüge
gehören mit 300 km/h Höchstgeschwindigkeit zu den
besten der Welt. Rund die Hälfte des japanischen
Frachtverkehrs im Inland wird von der Küstenschifffahrt
bewältigt. Hauptumschlagshäfen sind Kobe, Yokohama,
Tokyo, Osaka, Nagasaki, Moji, Nagoya, Kitakyushu und
Muroran. Von den zahlreichen günstig gelegenen
Naturhäfen dienen etwa 40 auch dem Überseeverkehr.
Japans Handelsflotte zählt zu den größten der Erde.
Dem nationalen wie dem internationalen Luftverkehr, in
dem Japan vor allem als Stützpunkt der pazifischen
Transitrouten Bedeutung zukommt, bietet das Land
etwa 90 Flugplätze und -häfen. Knotenpunkt des
Flugnetzes ist Tokyo (Flughäfen Haneda und Narita).
Geschichte
Aufgrund von archäologischen Funden ist nachweisbar,
dass die japanischen Inseln im 12. Jahrhundert v. Chr.
bereits besiedelt waren. Die Ureinwohner, die Ainu,
wurden von Einwanderern mongolischer und malaiischer
Abstammung nach Norden zurückgedrängt. Diese
Einwanderungsperiode fand ihren Abschluss mit der
Gründung des Yamato-Reichs, nach der offiziellen
(mythologischen) Darstellung um 660 v. Chr.
Historisch gesicherte Daten sind erst für den Zeitraum
der japanischen Expansionsversuche in Korea (1.-6.
Jahrhundert n. Chr.) überliefert. Der Kaiser, dessen
Abstammung auf die Sonnengöttin Amaterasu
zurückgeführt wurde, galt als göttlich und war mehr
religiöses Symbol als Staatsoberhaupt. Es gab keine
feste Erbfolge, und die Macht im Staat lag jeweils in den
Händen einer Adelsfamilie.
Im 5. Jahrhundert wurde von Korea aus die chinesische
Schrift, im 6. Jahrhundert der Buddhismus in Japan
eingeführt. Neben diesem behauptete sich die
einheimische Religion, heute Shintoismus genannt. Aus
Machtkämpfen 7. Jahrhundert ging die Familie Fujiwara
erfolgreich hervor. Sie behielt die Vorherrschaft für die
nächsten 500 Jahre. Der erste von den Fujiwara
eingesetzte Kaiser war Kotoku, der 645 Japan zu einem
zentralistischen Beamtenstaat nach chinesischem
Muster machte. Ebenfalls nach chinesischem Vorbild
wurde 710 die neue Hauptstadt und erste wirkliche
Stadt Japans, Nara, angelegt.
In der Nara-Zeit (710-784) steigerten die zahlreichen in
und um Nara gelegenen buddhistischen Klöster ihren
Einfluss und ihren politischen Machtanspruch derart,
dass Kaiser Kammu nach einer anderen Hauptstadt
suchte. 794 wurde Kyoto (Heian Kyo) Regierungssitz.
In der Heian-Zeit (794-1192) verschmolz der
Buddhismus mit dem Shintoismus. Die Fujiwara bauten
ihre Machtposition weiter aus, hielten aber an der
Legitimation durch den Kaiser fest. In den Provinzen
wuchs aufgrund der Steuerprivilegien des Adels und der
Klöster deren Machtstellung. Aus den Kämpfen zwischen
privaten Heeren und den Streitkräften der
Zentralregierung ging 1185 die Familie Minamoto als
Sieger hervor. Yoritomo Minamoto, der als erblicher
Kronfeldherr (Shogun) zugleich die oberste zivile Gewalt
innehatte, wählte Kamakura zur Residenzstadt.
Die feudalistische Kamakura-Zeit (1192-1333) wurde
durch die ethischen Gesetze der Schwertritter (Samurai)
geprägt. Die wichtigste Behörde wurde das Samurai-
Dokoro (zentrale Heeresbüro) des Shoguns. Im 13.
Jahrhundert versuchten die Mongolen zweimal (1274
und 1281) vergeblich, Japan zu erobern. Beide Male
wurde der Kampfausgang durch Stürme (von den
Japanern dankbar "Götterwind", Kamikaze, genannt),
die die Schiffe der Mongolen vernichteten, zugunsten
der Japaner entschieden.
1338 begründete Ashikaga Takauji nach zweijährigen
Kämpfen das Ashikaga-Shogunat. Die Ashikaga-Zeit
(Muromachi-Zeit, 1338-1573), in der die Residenz
wieder nach Kyoto verlegt wurde, war handelspolitisch
und kulturell eine Blütezeit, die aber vom Verfall der
Zentralgewalt begleitet wurde. 1467 begann mit dem
Onin-Krieg die Zeit der Streitenden Reiche, die bis zum
Ende des 16. Jahrhunderts dauerte. In dieser Zeit der
innerjapanischen Machtkämpfe zerfiel Japan in
zahlreiche unabhängige Gebiete, an deren Spitze
jeweils ein Krieger-Daimyo stand. Neben dem alles
beherrschenden Rittertum entwickelten sich mit der
städtischen Kultur die Anfänge des Bürgertums.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts trafen die ersten
Europäer in Japan ein. Die Portugiesen vermittelten den
Japanern 1542 die Kenntnis der Feuerwaffen. 1549
wurde durch katholische Missionare das Christentum in
Japan bekannt.
1573 stürzte Oda Nobunaga den Ashikaga-Shogun und
begann die Einigung des Landes, die 1582 von
Toyotomi Hideyoshi vollendet wurde. Seine Nachfolge
trat Tokugawa Ieyasu an, der 1600 in der Schlacht bei
Sekigahara die aufständischen Daimyos besiegte und
den der Kaiser 1603 zum Shogun ernannte. Das
Tokugawa-Shogunat (1603-1868) war durch strenge
Gesetze geprägt, die Japan zum Polizeistaat machten
und von der Außenwelt abschnitten. Handel mit Japan
wurde nur holländischen und chinesischen Kaufleuten
gestattet. In der über 200 Jahre währenden
Friedenszeit verarmten die Samurai, während die
Kaufleute zu Reichtum und Ansehen kamen. Es
entwickelte sich ein überbesetzter und starrer
Verwaltungsapparat. Die Bauern litten unter hohen
Steuern, und es kam zu zahlreichen Bauernaufständen.
Eine Bewegung zum Studium der nationalen Literatur
und Geschichte führte schließlich zur Forderung nach
Restauration der Kaisermacht und Abschaffung des
Shogunats.
Den Versuchen auswärtiger Mächte, Zutritt in das Land
zu erhalten, widersetzte sich Japan lange. Erst als 1853
ein amerikanisches Geschwader in der Bucht von Tokyo
erschien, sah sich das Shogunat genötigt, den Fremden
einige Häfen zu öffnen. Mit Preußen schloss es 1861
einen Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag.
Eine fremdenfeindliche Opposition zwang den Shogun
1868 zum Rücktritt. Der Kaiser übernahm die
Regierungsgewalt und gab seiner Regierungsperiode
den Namen Meiji. In der Meiji-Ära (1868-1912) wurde
der kaiserliche Hof von Kyoto nach Tokyo verlegt. 1869
wurde durch kaiserlichen Erlass das Reformprogramm
der "Neuen Ära" verkündet, das Japan einen Platz unter
den Großmächten sichern sollte. Eisenbahn, Post und
Fernmeldewesen, Heer und Erziehungssystem wurden
nach westlichem Vorbild eingerichtet. Die 1889
verkündete Verfassung machte Japan zur
konstitutionellen Monarchie nach preußischem Muster.
Der Kaiser (Tenno) hatte die ausübende Staatsgewalt;
Kabinett und Geheimer Staatsrat hatten nur beratende
Funktionen.
Seit 1871 war Japan außenpolitisch aktiv. 1872
beanspruchte es die Herrschaft über die Ryukyu-Inseln
und brachte im folgenden Jahr die Bonin-Inseln unter
seine Kontrolle. 1874 unternahm Japan
eine "Strafexpedition" nach Taiwan. 1875 wurden auf
vertraglichem Wege von Russland die Kurilen erworben
und der japanisch-russische Grenzverlauf in Sibirien
geklärt. Das japanische Bestreben, Korea unter seinen
Einfluss zu bringen, führte zum chinesisch-japanischen
Krieg (1894/1895). Im Frieden zu Shimonoseki musste
China auf alle Rechte in Korea verzichten sowie Taiwan
und die Pescadores abtreten.
1902 unterzeichnete Japan einen Bündnisvertrag mit
England, den ersten seiner Art zwischen einer
westlichen Macht und einem asiatischen Staat. 1904
griff Japan die Russen bei Port Arthur (heute Lushun)
an. Der russisch-japanische Krieg (1904/05) endete mit
der Niederlage Russlands, das im Frieden von
Portsmouth die Halbinsel Liaotung und Südsachalin an
Japan abtreten musste. Japan erhielt außerdem die
Schutzherrschaft über Korea und gewann damit freie
Hand zur Annexion Koreas (1910).
Ende Teil 1
dieses Magazins welches ihnen mit freundlicher
unterstützung von Big Bens Entertainment geliefert wird
und wöchentlich ein Thema raussucht welches die Welt
angeht. Ob Heiter, ernst, oder albern, wir haben keine
Hemmungen zu sagen was wir denken, selbst wenn es
manchmal doch mehr als Radikal klingen mag. Ich Bitte
daher JEDEN der es liest genug Abstand zum Thema
oder zu den Worten zu halten, gerne gesehen sind
zwar streitigkeiten, denn es soll zum Antworten
Animieren, aber wir wollen auch so vernünftig bleiben.
Sexistische äusserungen sind erlaubt, sollten wenn zu
heftig Zensiert werden. Rassistische Äusserungen
müssen nach den Boardregeln unterlassen bleiben, so
wie es sich auch gehört denn selbst wenn man mal über
einige Ethische Gruppen verunglimpft werden hat das
nichts mit Antisemistismus oder dergleichen zu tun,
sondern reagiert, wenn überhaupt auf Klieschees die
hier auch gerne bedient werden. Genug der Vorworte.
Heutiges Thema ist Japan, die ersten Informationen
habe ich zwar auch selber doch ich nehme sie komplett
ausformuliert von http://www.wissen.de .
Japan
Bevölkerung
Über 99% der Bevölkerung sind Japaner, unter den
Ausländern stellen Koreaner und Chinesen den größten
Anteil, gefolgt von Filipinos und Brasilianern. Auf
Hokkaido leben noch einige tausend Ainu, Angehörige
der Urbevölkerung. Hauptreligionen sind der
Buddhismus und die ehemalige Nationalreligion des
Shintoismus; rund 80% der Japaner gehören
gleichzeitig beiden Religionen an, etwa 4% bekennen
sich zum Christentum. Die rasche Bevölkerungszunahme
(1846 erst 27 Mio. Einwohner) führte zu starker
Auswanderung, extremer Bevölkerungsdichte in den
schmalen Küstenebenen und weit gehender
Verstädterung. Die größten Städte sind neben der
Hauptstadt Tokyo die Millionenstädte Osaka, Yokohama,
Nagoya, Kyoto, Kobe, Sapporo, Kawasaki, Hiroshima,
Fukuoka und Kitakyushu.
Wirtschaft
Nur noch 5,3% (1960 waren es 31%) der
erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Land-,
Forst- und Fischereiwirtschaft. Etwa 12% der
Landesfläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Die
Landwirtschaft erwirtschaftet weniger als 2% des
Bruttoinlandsproduktes. Der überwiegende Teil wird von
Reisfeldern im Terrassensystem eingenommen.
Demgegenüber tritt die Viehzucht zurück. Japan ist eine
der bedeutendsten Fischereinationen der Welt. Den
Nahrungsmittelbedarf kann Japan zu rund 60% selbst
decken.
Japan ist ein außerordentlich rohstoffarmes Land. Die
Energieversorgung stützt sich auf Erdöl, Kohle,
Wasserkraft, zunehmend auch auf Erdgas. Die
Energiegewinnung durch Kernkraft wird verstärkt
(2000: 53 Kernkraftwerke, 4 weitere im Bau). Die
Industrie hat Japan in die erste Reihe der
Wirtschaftsgroßmächte gestellt. Sie ist ebenso vielseitig
und leistungsfähig wie, dank hohem technischen Stand,
international konkurrenzfähig. Produziert bzw.
exportiert werden vor allem Fertigwaren aller Art,
besonders Eisen- und Stahlwaren, Maschinen, Schiffe
(vor allem Supertanker), Kraftfahrzeuge, elektronische,
optische und feinmechanische Geräte, Papier,
Chemikalien, aber auch Obstwaren und -konserven,
Fischkonserven, Tabak, Perlen (größter Weltproduzent)
und keramische Erzeugnisse. Von großer wirtschaftlicher
Bedeutung ist auch der tertiäre Sektor (Handel,
Finanzwesen und Dienstleistungen), in dem 62% der
japanischen Erwerbstätigen beschäftigt sind. Nach
Jahren des beständigen hohen Wirtschaftswachstums
erlebt Japan jedoch seit Mitte der 1990er Jahre eine
wirtschaftliche Stagnation, die auch nach umfangreichen
staatlichen Konjunkturprogrammen bislang noch nicht
überwunden ist.
Verkehr
Japan verfügt über ein hervorragend entwickeltes
Eisenbahn-, Straßen- und interinsulares
Schiffsverkehrsnetz. Das gesamte Straßennetz hat eine
Länge von 1,1 Mio. km, davon sind 6100 km
Schnellstraßen. Seit 1988 besteht eine durchgehende
Schienenverbindung zwischen den 4 Hauptinseln. Die
japanischen computergesteuerten Expresszüge
gehören mit 300 km/h Höchstgeschwindigkeit zu den
besten der Welt. Rund die Hälfte des japanischen
Frachtverkehrs im Inland wird von der Küstenschifffahrt
bewältigt. Hauptumschlagshäfen sind Kobe, Yokohama,
Tokyo, Osaka, Nagasaki, Moji, Nagoya, Kitakyushu und
Muroran. Von den zahlreichen günstig gelegenen
Naturhäfen dienen etwa 40 auch dem Überseeverkehr.
Japans Handelsflotte zählt zu den größten der Erde.
Dem nationalen wie dem internationalen Luftverkehr, in
dem Japan vor allem als Stützpunkt der pazifischen
Transitrouten Bedeutung zukommt, bietet das Land
etwa 90 Flugplätze und -häfen. Knotenpunkt des
Flugnetzes ist Tokyo (Flughäfen Haneda und Narita).
Geschichte
Aufgrund von archäologischen Funden ist nachweisbar,
dass die japanischen Inseln im 12. Jahrhundert v. Chr.
bereits besiedelt waren. Die Ureinwohner, die Ainu,
wurden von Einwanderern mongolischer und malaiischer
Abstammung nach Norden zurückgedrängt. Diese
Einwanderungsperiode fand ihren Abschluss mit der
Gründung des Yamato-Reichs, nach der offiziellen
(mythologischen) Darstellung um 660 v. Chr.
Historisch gesicherte Daten sind erst für den Zeitraum
der japanischen Expansionsversuche in Korea (1.-6.
Jahrhundert n. Chr.) überliefert. Der Kaiser, dessen
Abstammung auf die Sonnengöttin Amaterasu
zurückgeführt wurde, galt als göttlich und war mehr
religiöses Symbol als Staatsoberhaupt. Es gab keine
feste Erbfolge, und die Macht im Staat lag jeweils in den
Händen einer Adelsfamilie.
Im 5. Jahrhundert wurde von Korea aus die chinesische
Schrift, im 6. Jahrhundert der Buddhismus in Japan
eingeführt. Neben diesem behauptete sich die
einheimische Religion, heute Shintoismus genannt. Aus
Machtkämpfen 7. Jahrhundert ging die Familie Fujiwara
erfolgreich hervor. Sie behielt die Vorherrschaft für die
nächsten 500 Jahre. Der erste von den Fujiwara
eingesetzte Kaiser war Kotoku, der 645 Japan zu einem
zentralistischen Beamtenstaat nach chinesischem
Muster machte. Ebenfalls nach chinesischem Vorbild
wurde 710 die neue Hauptstadt und erste wirkliche
Stadt Japans, Nara, angelegt.
In der Nara-Zeit (710-784) steigerten die zahlreichen in
und um Nara gelegenen buddhistischen Klöster ihren
Einfluss und ihren politischen Machtanspruch derart,
dass Kaiser Kammu nach einer anderen Hauptstadt
suchte. 794 wurde Kyoto (Heian Kyo) Regierungssitz.
In der Heian-Zeit (794-1192) verschmolz der
Buddhismus mit dem Shintoismus. Die Fujiwara bauten
ihre Machtposition weiter aus, hielten aber an der
Legitimation durch den Kaiser fest. In den Provinzen
wuchs aufgrund der Steuerprivilegien des Adels und der
Klöster deren Machtstellung. Aus den Kämpfen zwischen
privaten Heeren und den Streitkräften der
Zentralregierung ging 1185 die Familie Minamoto als
Sieger hervor. Yoritomo Minamoto, der als erblicher
Kronfeldherr (Shogun) zugleich die oberste zivile Gewalt
innehatte, wählte Kamakura zur Residenzstadt.
Die feudalistische Kamakura-Zeit (1192-1333) wurde
durch die ethischen Gesetze der Schwertritter (Samurai)
geprägt. Die wichtigste Behörde wurde das Samurai-
Dokoro (zentrale Heeresbüro) des Shoguns. Im 13.
Jahrhundert versuchten die Mongolen zweimal (1274
und 1281) vergeblich, Japan zu erobern. Beide Male
wurde der Kampfausgang durch Stürme (von den
Japanern dankbar "Götterwind", Kamikaze, genannt),
die die Schiffe der Mongolen vernichteten, zugunsten
der Japaner entschieden.
1338 begründete Ashikaga Takauji nach zweijährigen
Kämpfen das Ashikaga-Shogunat. Die Ashikaga-Zeit
(Muromachi-Zeit, 1338-1573), in der die Residenz
wieder nach Kyoto verlegt wurde, war handelspolitisch
und kulturell eine Blütezeit, die aber vom Verfall der
Zentralgewalt begleitet wurde. 1467 begann mit dem
Onin-Krieg die Zeit der Streitenden Reiche, die bis zum
Ende des 16. Jahrhunderts dauerte. In dieser Zeit der
innerjapanischen Machtkämpfe zerfiel Japan in
zahlreiche unabhängige Gebiete, an deren Spitze
jeweils ein Krieger-Daimyo stand. Neben dem alles
beherrschenden Rittertum entwickelten sich mit der
städtischen Kultur die Anfänge des Bürgertums.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts trafen die ersten
Europäer in Japan ein. Die Portugiesen vermittelten den
Japanern 1542 die Kenntnis der Feuerwaffen. 1549
wurde durch katholische Missionare das Christentum in
Japan bekannt.
1573 stürzte Oda Nobunaga den Ashikaga-Shogun und
begann die Einigung des Landes, die 1582 von
Toyotomi Hideyoshi vollendet wurde. Seine Nachfolge
trat Tokugawa Ieyasu an, der 1600 in der Schlacht bei
Sekigahara die aufständischen Daimyos besiegte und
den der Kaiser 1603 zum Shogun ernannte. Das
Tokugawa-Shogunat (1603-1868) war durch strenge
Gesetze geprägt, die Japan zum Polizeistaat machten
und von der Außenwelt abschnitten. Handel mit Japan
wurde nur holländischen und chinesischen Kaufleuten
gestattet. In der über 200 Jahre währenden
Friedenszeit verarmten die Samurai, während die
Kaufleute zu Reichtum und Ansehen kamen. Es
entwickelte sich ein überbesetzter und starrer
Verwaltungsapparat. Die Bauern litten unter hohen
Steuern, und es kam zu zahlreichen Bauernaufständen.
Eine Bewegung zum Studium der nationalen Literatur
und Geschichte führte schließlich zur Forderung nach
Restauration der Kaisermacht und Abschaffung des
Shogunats.
Den Versuchen auswärtiger Mächte, Zutritt in das Land
zu erhalten, widersetzte sich Japan lange. Erst als 1853
ein amerikanisches Geschwader in der Bucht von Tokyo
erschien, sah sich das Shogunat genötigt, den Fremden
einige Häfen zu öffnen. Mit Preußen schloss es 1861
einen Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag.
Eine fremdenfeindliche Opposition zwang den Shogun
1868 zum Rücktritt. Der Kaiser übernahm die
Regierungsgewalt und gab seiner Regierungsperiode
den Namen Meiji. In der Meiji-Ära (1868-1912) wurde
der kaiserliche Hof von Kyoto nach Tokyo verlegt. 1869
wurde durch kaiserlichen Erlass das Reformprogramm
der "Neuen Ära" verkündet, das Japan einen Platz unter
den Großmächten sichern sollte. Eisenbahn, Post und
Fernmeldewesen, Heer und Erziehungssystem wurden
nach westlichem Vorbild eingerichtet. Die 1889
verkündete Verfassung machte Japan zur
konstitutionellen Monarchie nach preußischem Muster.
Der Kaiser (Tenno) hatte die ausübende Staatsgewalt;
Kabinett und Geheimer Staatsrat hatten nur beratende
Funktionen.
Seit 1871 war Japan außenpolitisch aktiv. 1872
beanspruchte es die Herrschaft über die Ryukyu-Inseln
und brachte im folgenden Jahr die Bonin-Inseln unter
seine Kontrolle. 1874 unternahm Japan
eine "Strafexpedition" nach Taiwan. 1875 wurden auf
vertraglichem Wege von Russland die Kurilen erworben
und der japanisch-russische Grenzverlauf in Sibirien
geklärt. Das japanische Bestreben, Korea unter seinen
Einfluss zu bringen, führte zum chinesisch-japanischen
Krieg (1894/1895). Im Frieden zu Shimonoseki musste
China auf alle Rechte in Korea verzichten sowie Taiwan
und die Pescadores abtreten.
1902 unterzeichnete Japan einen Bündnisvertrag mit
England, den ersten seiner Art zwischen einer
westlichen Macht und einem asiatischen Staat. 1904
griff Japan die Russen bei Port Arthur (heute Lushun)
an. Der russisch-japanische Krieg (1904/05) endete mit
der Niederlage Russlands, das im Frieden von
Portsmouth die Halbinsel Liaotung und Südsachalin an
Japan abtreten musste. Japan erhielt außerdem die
Schutzherrschaft über Korea und gewann damit freie
Hand zur Annexion Koreas (1910).
Ende Teil 1

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