22.03.2003, 01:28
Was mich zur Zeit am meisten ärgert an der Sache, ist nicht der Krieg, weil den haben wir jetzt und daran kann man nichts mehr ändern.
Viel mehr ärgert mich die heuchlerische Haltung der Bundesregierung. Zum einen ist man öffentlich gegen den Krieg und nutzt jede Möglichkeit sich dagegen Öffentlichkeitswirksam auszusprechen. Dann aber bekommen im Gegenzug die amerikanischen Flugzeuge eine Überflugserlaubnis und was noch schlimmer wiegt, man lässt die AWACS-Flugzeuge und Spürpanzer samt Besatzung im Kriegsgebiet, die dort natürlich auch eingesetzt werden. Und dann erhöht man auch noch die Stärke der Einheiten.
Mit anderen Worten:
Entgegen der Ankündigung der Bundesregierung beteiligt sich die Bundeswehr sehr wohl am Krieg gegen den Irak!
Das sagt wohl einiges über die wahren Beweggründe der Bundesregierung aus sich gegen den Krieg auszusprechen.
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Ein weiterer Punkt der mich stört, was allerdings auch nicht anders zu erwarten war, ist die Pressezensur bzw. Pressepropaganda im Kriegsgebiet, die von allen Seiten ausgeht.
Die US Streitkräfte z.B. liefern Informationen nur an die Presse der beteiligten Staaten, bzw an Journalisten der Staaten, die sich hinter die USA gestellt haben. Ebenso gestatten die US Streitkräfte anderen Kriegsbeteiligten nicht, dass diese Informationen an die Presse nichtbeteiligter Nationen abgeben. So kommt es teilweise zu Situationen, dass Journalisten Journalisten interviewen müssen.
Dass es eine gewisse Propagandapolitik geben würde, war zu erwarten und das dürfte auch noch aus dem letzten Golfkrieg bekannt sein. Aber diese Ausmaße sind dennoch imo erschreckend.
Ebenfalls sehr ungewöhnlich finde ich die TV Situation in Deutschland. Am ersten Kriegstag war das gesamte Abendprogramm fast aller wichtiger Sender vom Kriegsgeschehen bestimmt und viele Sendungen fielen aus. Am zweiten Kriegstag gingen fast alle Sender wieder ihrem normalen Prgramm nach. Natürlich gab es mehr Nachrichtensendungen als sonst, aber dieses rasche nachlassen des Interesses, stmmte mich doch nachdenklich. Hat man den Krieg schon so schnell akzeptiert oder lohnt es sich nicht mehr darüber zu berichten? Oder hat man gar eingesehen, dass es mehr Kriege als nur diesen einen gibt?
Am ehesten würde ich vermuten, dass man glaubt, dass uns dieser Krieg im Grunde ebensowenig angeht wie die meisten laufenden Kriege zur Zeit. Aber warum macht dann unsere Regierung so ein Aufsehen darum? Fragen über Fragen.
Und um ganz ehrlich zu sein: Dieses drumherum finde ich fast interessanter, da man vom eigentlichen Kriegsgeschehen sowieso nur das zu sehen und zu wissen bekommt, was uns die amerikanische Propagandamaschine glauben machen will.
Viel mehr ärgert mich die heuchlerische Haltung der Bundesregierung. Zum einen ist man öffentlich gegen den Krieg und nutzt jede Möglichkeit sich dagegen Öffentlichkeitswirksam auszusprechen. Dann aber bekommen im Gegenzug die amerikanischen Flugzeuge eine Überflugserlaubnis und was noch schlimmer wiegt, man lässt die AWACS-Flugzeuge und Spürpanzer samt Besatzung im Kriegsgebiet, die dort natürlich auch eingesetzt werden. Und dann erhöht man auch noch die Stärke der Einheiten.
Mit anderen Worten:
Entgegen der Ankündigung der Bundesregierung beteiligt sich die Bundeswehr sehr wohl am Krieg gegen den Irak!
Das sagt wohl einiges über die wahren Beweggründe der Bundesregierung aus sich gegen den Krieg auszusprechen.
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Ein weiterer Punkt der mich stört, was allerdings auch nicht anders zu erwarten war, ist die Pressezensur bzw. Pressepropaganda im Kriegsgebiet, die von allen Seiten ausgeht.
Die US Streitkräfte z.B. liefern Informationen nur an die Presse der beteiligten Staaten, bzw an Journalisten der Staaten, die sich hinter die USA gestellt haben. Ebenso gestatten die US Streitkräfte anderen Kriegsbeteiligten nicht, dass diese Informationen an die Presse nichtbeteiligter Nationen abgeben. So kommt es teilweise zu Situationen, dass Journalisten Journalisten interviewen müssen.
Dass es eine gewisse Propagandapolitik geben würde, war zu erwarten und das dürfte auch noch aus dem letzten Golfkrieg bekannt sein. Aber diese Ausmaße sind dennoch imo erschreckend.
Ebenfalls sehr ungewöhnlich finde ich die TV Situation in Deutschland. Am ersten Kriegstag war das gesamte Abendprogramm fast aller wichtiger Sender vom Kriegsgeschehen bestimmt und viele Sendungen fielen aus. Am zweiten Kriegstag gingen fast alle Sender wieder ihrem normalen Prgramm nach. Natürlich gab es mehr Nachrichtensendungen als sonst, aber dieses rasche nachlassen des Interesses, stmmte mich doch nachdenklich. Hat man den Krieg schon so schnell akzeptiert oder lohnt es sich nicht mehr darüber zu berichten? Oder hat man gar eingesehen, dass es mehr Kriege als nur diesen einen gibt?
Am ehesten würde ich vermuten, dass man glaubt, dass uns dieser Krieg im Grunde ebensowenig angeht wie die meisten laufenden Kriege zur Zeit. Aber warum macht dann unsere Regierung so ein Aufsehen darum? Fragen über Fragen.
Und um ganz ehrlich zu sein: Dieses drumherum finde ich fast interessanter, da man vom eigentlichen Kriegsgeschehen sowieso nur das zu sehen und zu wissen bekommt, was uns die amerikanische Propagandamaschine glauben machen will.
