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Irak Krieg - Diskussionsthread
#66
Und so soll es nach de Willen der US-Regierung im Irak weitergehen. Ein weiterer absolut unverständlicher PLan seitens der USA:

Um den Irak politisch zu stabilisieren, wollen die USA und ihre Verbündeten das Land in mindestens drei Militär-Sektoren aufteilen. Die Überraschung am Samstag: Ein Drittel des Landes sollen multinationale Truppen unter der Führung des US-Verbündeten Polen kontrollieren. Die übrigen Landesteile werden von den USA und Großbritannien verwaltet, wie der US-Sender CNN berichtete. Der Sender beruft sich dabei auf hohe Beamte der US-Regierung.

Polen schickt bis zu 10.000 Soldaten
Für die multinationale Besatzungstruppe will Polen zwischen 4000 und 10.000 Soldaten bereitstellen, erklärte der polnische Verteidigungsminister Jerzy Szmajdzinski. Darüber werde Ende dieses Monats in London und Warschau verhandelt. Der Umfang des polnischen Kontingents werde von den finanziellen Hilfen des Auslands abhängen. An dem Krieg gegen den Irak hatte sich Polen mit rund 200 Soldaten beteiligt.

Deutschland bleibt außen vor
CNN meldete weiter, insgesamt hätten zehn Staaten sich bereit erklärt, sich an der Besatzungstruppe für den Irak zu beteiligen. Zu ihnen gehören unter anderem Italien, Spanien, Dänemark und die Niederlande. Hingegen seien Deutschland, Frankreich und Russland gar nicht erst um Unterstützung gebeten worden.

Randaufgaben für die Uno
Auch die Uno spielt bei diesem Szenario nur eine untergeordnete Rolle. Ein UN-Mandat, so CNN, sehe der am vergangenen Mittwoch bei einer Konferenz von 16 der an der Koalition gegen das Regime von Saddam Hussein beteiligten Staaten in London beschlossene Plan nicht vor. Demnach bleibt der Uno nur die Aufgabe, sich um humanitäre Belange zu kümmern. Laut CNN hätten die USA und Großbritannien bereits einen entsprechenden Resolutionsentwurf für den Weltsicherheitsrat vorbereitet.

EU um einheitliche Position bemüht
Unterdessen bemüht sich die Europäische Union (EU) darum, für künftige Irak-Debatten im Sicherheitsrat eine gemeinsame Position zu entwickeln. Das sagte Bundesaußenminister Joschka Fischer nach Beratungen mit seinen EU-Kollegen auf der griechischen Insel Rhodos.

Eine Stimme gegenüber den USA
Fischer zufolge konzentrieren sich die EU-Außenminister darauf, nach den Differenzen über den Irak-Krieg alles zu unternehmen, um wieder zu einer einheitlichen Haltung gelangen. Ebenso deutlich sei bei dem Treffen der EU-Außenminister auf Rhodos der Wunsch gewesen, auch mit den USA wieder eine gemeinsame Position zu finden.

EU will im Irak eine Rolle spielen
Nach Angaben des griechischen Außenministers und derzeitigen Vorsitzenden des EU-Ministerrats, Giorgos Papandreou, soll der für Außenbeziehungen zuständige EU-Kommissar Chris Patten ein mögliches Engagement der Union im Irak vorbereiten. Das gelte für Hilfen beim Wiederaufbau wie auch für die Entwicklung neuer Strukturen zum Beispiel im Justizwesen. Dafür soll auch die Rückkehr diplomatischer Vertreter der EU-Staaten in den Irak vorbereitet werden, die sich vor Ort ein Bild machen könnten. Konkrete Beschlüsse hierzu wurden bei dem informellen Treffen der Minister jedoch noch nicht gefasst.


Quelle: http://www.t-online.de
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#67
Gegen US-Kommandeur Franks wird in Belgien wegen Kriegsverbrechen Klage eingereicht. Insgesamt 19 irakische Kläger, allesamt Angehörige von Kriegsopfern, wollen den US-Oberkommandanten Franks wegen Kriegsverbrechen vor ein belgisches Gericht bringen.

Als Gerichtsort haben sie ein Gericht in Belgien gewählt, weil hier eine universelle Zuständigkeit für Kriegsverbrechen besteht.

Franks wird wegen seinem Einsatz von Streubomben und der Marine-Oberleutnant Brian McCoy wegen seiner Erlaubnis Krankenwagen zu beschießen angeklagt.


Quelle: http://www.freiepresse.de


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natürlich wird das nicht durchkommen, da die USA sich nicht von diesem Tribunal zu verantworten haben... als einziges Land der WElt, soweit mir bekannt...
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#68
Bagdad - Die US-Armee will ab sofort jeden Iraker, der mit einer nicht registrierten Waffe angetroffen wird, für ein Jahr ins Gefängnis bringen. Das erklärte ein Armeesprecher in Bagdad.
Zusätzlich müsse der Betroffene 1000 US-Dollar Strafe (rund 1300 Franken) zahlen. US-Zivilverwalter Paul Bremer hatte die Iraker im Mai zur Abgabe ihrer Waffen bis zum 14. Juni aufgefordert. Diesem Aufruf kamen jedoch nur sehr wenige Iraker nach.

Erlaubt ist fortan laut US-Armee lediglich der Besitz leichterer Schusswaffen mit einem von den Amerikanern ausgestellten Waffenschein. Ausserdem dürfen diese Waffen nur in Ausnahmefällen ausserhalb des Hauses getragen werden.

In Bagdad wurden inzwischen mehrere Kontrollpunkte zur Durchsuchung von Fahrzeugen nach Waffen eingerichtet. Die Armee kündigte weitere Razzien an.


fest (Quelle: sda)

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Ich will den Iraker sehen, welcher 1000 US-Dollar zur Verfügung hat... :respekt:

btw: welches Land gilt als Waffenvernarrt ohne Ende? :rolli:
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#69
Zitat:Original von dkS
Gegen US-Kommandeur Franks wird in Belgien wegen Kriegsverbrechen Klage eingereicht. Insgesamt 19 irakische Kläger, allesamt Angehörige von Kriegsopfern, wollen den US-Oberkommandanten Franks wegen Kriegsverbrechen vor ein belgisches Gericht bringen.

Als Gerichtsort haben sie ein Gericht in Belgien gewählt, weil hier eine universelle Zuständigkeit für Kriegsverbrechen besteht.

Franks wird wegen seinem Einsatz von Streubomben und der Marine-Oberleutnant Brian McCoy wegen seiner Erlaubnis Krankenwagen zu beschießen angeklagt.


Quelle: http://www.freiepresse.de



natürlich wird das nicht durchkommen, da die USA sich nicht von diesem Tribunal zu verantworten haben... als einziges Land der WElt, soweit mir bekannt...

Die Klagen sind ja wohl mehr als berechtigt. Jeder Kriegsbeteiligte gehört rein theoretisch verklagt, schließlich waren das Verbrechen gegen das Völkerrecht. Dieses belgische Gesetz ist imo auf dieser Welt einmalig.
Btw. in Belgien hängen auch Klagen gegen Bush sen. und Colin Powell aus dem ersten Krieg gegen den Irak an. Deshalb fordert Rumsfeld jetzt schon, dieses Gesetz aufzuheben oder die NATO-Zentrale zu verlegen, die sich in Brüssel/Belgien befindet. EIne unglaubliche Arroganz, die dieser Kerl ausstrahlt. Wenn etwas verlegt werden muss, dann der Sitz der Vereinten Nationen. Der darf nicht weiter in einem verbrecherischen, terroristischen Land sein.

Zum Thema Mohamed Said al Sahaf: Der ehemalige irak. Informationsminister wird ja auf breiter Basis verspottet. Für mich unbegreiflich. Sind Menschen so vergesslich!? Nur zur Erinnerung:

1. Sahaf sagt, die Iraker haben Kriegsgefangene, Rumsfeld vereint ausdrücklich. Wer hat Recht!? Al Dschasira präsentiert Bilder und entlarvt Rumsfeld als Lügner.

2. Sahaf berichtet von abgeschossenen Apache Hubschrauber. Rumsfeld macht sich darüber lustig-das irak. Staatsfernsehen präsentiert Bilder und entlarvt Rumsfeld als Lügner. Ob der Opa das nun war, der den Apache abgeschossen hat, bezweifel ich mal auch. Das gehört zur Propaganda, aber in der Kernfrage hatte Sahaf Recht und Rumsfeld war der Lügner.

3. Sahaf berichtet, man leiste den Amerikanern erfolgreich Widerstand. Rumsfeld zeigt sich amüsiert und verweist auf die Bilder, die amerikan. Truppen beim schnellen Vormarsch auf Bagdad zeigen. Nur ist es doch klar, dass die Irakis den Amerikanern die Wüste überlassen, denn auf freiem Welt würden sie von den Amis kaputtgebombt werden. In den Städten haben sie durchaus lange harten Widerstand geleistet. Das Dorf Umm Kasr liegt unmittelbar an der kuwaitischen Grenze und wurde schon am 1 Tag als eingenommen bezeichnet. Später musste die amerik. Führung dann zurückrudern, als selbst EINE WOCHE später immer noch heftige KKämpfe dort waren. Auch in vielen anderen Städten mussten die Amerikaner lange Kämpfen, dies wurde nur durch das gezielten Ausstrahlen von Bildern übertüncht, die den Vorstoß durch die leere, unbedeutende Wüste zeigten.

4. Sahaf behauptet, die Amerikaner stehen vor einer blutigen Niederlage am Flughafen von Bagdad. Sie werden nie oder nur mit horrenden Verlusten in die Hauptstadt eindringen können, Eineinhalb Tage später ist Bagdad gefallen und die Welt mach tsich über die Äußerungen lustig. Nur: Es gibt nicht gerade wenige Meldungen, die Sahafs Behauptuntgen unterstützen. Die amerik. Divisionen am FLughafen waren eingekreist und wären vernichtet worden, was eine Unzahl von Opfern bedeutet hätte. Es ist doch verwunderlich, dass selbst Wochen nach dem Kriegsende (sofern das überhaupt jemals eingetreten ist) bis auf ein Flugzeug gleich nach Eroberung des Flughafens nie weitere Flugzeuige gelandet sind, obwohl sich das doch geradezu anbietet. Auch wurde Journalisten jeder Zugang zum Flughafen verwehrt und das Gebiet weiträumig als militärisches Sperrgelände ausgewiesen. Der VErdacht liegt nahe, dass hier etwas vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt werden sollen. Dazu gibt es verschiedene Theorien.
Zu Bagdad: Auch hier hätte Sahaf Recht behalten. Die Verteidigungsringe um Bagdad wurden von russischen Militärs als beinahe uneinnehmbar bezeichnet. Unabhängigen Schätzungen zu Folge hätten die Amerikaner alleine am 1 Ring Verluste von 10000 bis 20000 Soldaten hinnehmen müssen. Diese Zahlen findet man auch auf Spiegel-Online. Es ist nie zum Kampf um Bagdad gekommen. Ihr glaubt doch nicht, dass die Amerikaner so einfach in Bagdad einspazieren, wenn sie in einem kleinen Fischerdorf wie Umm Kasr eine Woche brauchen. Vieles spricht dafür, dass der Kommandeuer von Bagdad sich kaufen ließ. Angeblich sollen die Amerikaner ihn sogar vor die Wahl gestellt haben. Er solle aufgeben und würde dafür mit Geld und frieem Geleid für sich und seine Familie belohnt oder die Amerikaner würden die sog. Mini-Dukes einsetzen, was nichts anderes als kleine Atombomben sind. Letzteres würd eich mit Vorsicht genießen, aber eines ist beinahe sicher. Bagdad ist wegen einem Verrat gefallen. Dass muss auch der irak. Führung klar gewesen sein, denn die wurde ja nicht in Bagdad überrascht, wie viele behaupten und dies wieder auf Sahaf schieben. Als die Amerikaner in Bagdad einmarschierten, gab es keine offizielle Staatsrepräsentanz mehr. Alle Uniformierten, Staatsbediensteten u.ä. waren mit einem Schkag verschwunden. Selbst die Aufpasser bei der Presse waren von einem auf den anderen Moment weg. Dies alles spricht für einen organisierten Rückzug. Die Amerikaner selbst mussten zugeben, dass sie nicht mal wissen, wo plötzlich einige irak. Divisionen abgeblieben sind, was die These nur untermauert.


EDIT: Ich finde es sehr wichtig, dass auf diese Dinge hingewiesen wird. Denn bereits jetzt hat ein unglaublicher Prozess der Geschichtsverklärung begonnen, den ich nicht akzeptieren kann. Die Amerikaner stehen jetzt als glorreiche Sieger da und ihre großen Schwierigkeiten, die wahrscheinlich noch wesentlich größer waren, als wir es berichtet bekamen, wären in un dum Bagdad noch mal um ein vielfaches größer gewesen, wenn es nicht dern Verrat gegeben hätte. Und diese Tatsache (der Verrat) ist so gut wie sicher.


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#70
Zitat:Original von James W. Jefferson

Die Klagen sind ja wohl mehr als berechtigt. Jeder Kriegsbeteiligte gehört rein theoretisch verklagt, schlie0ßlich waren das Verbrechen gegen das Völkerrecht. Dieses belgische Gesetz ist imo auf dieser Welt einmalig.
Btw. in Belgien hängen auch Klagen gegen Bush se. und Colin Powell aus dem ersten Krieg gegen den Irak an. Deshalb fordert Rumsfeld jetzt schon, dieses Gesetz aufzuheben oder die NATO-Zentrale zu verlegen, die sich in Brüssel/Belgien befindet. EIne unglaubliche Arroganz, die dieser Kerl ausstrahlt. Wenn etwas verlegt werden muss, dann der Sitz der Vereinten Nationen. Der darf nicht weiter in einem verbrecherischen, terroristischen Land sein.

Das schon Klagen da waren, wusste ich nicht. Ich glaube das wird auch bewusst nicht Publiziert, ansonsten wäre dies ja wieder ein Kritikpunkt in der weissen Fassade des beinahe schon satirisch weissen Hauses. Ich bekomme so langsam ein echtes Problem mit den USA.
Als ich mir began Gedanken über die USA zu machen, war mir noch nicht bewusst, wie viel Dreck am Stecken diese Aussenpolitisch hatten. Diehaben auch Innenpolitisch recht aufgeholt, siehe die Wahl von George W. Bush Jr. zum Präsidenten.

Das die USA, allenvoran Rumsfeld nun Belgien wegen der Regelungen auch noch kritisieren, scheint mir logisch. Die wollen ja nicht zum Ende ihrer Amtszeit noch in ein Gefängnis kommen, allerdings wäre genau das, das richtige. Am besten gleich neben Milosevic und Hussein einpferchen.

Wer gegen internationales Völkerrecht verstösst, gehört bestrafft. Ob das im Namen Gottes oder im Namen des Friedens oder im Namen des Schlitzes zwischen den Beinen GWB's war oder nicht, darf nicht interessieren. Diese Leute haben sich einen Dreck um die Konsequenzen ihres Handelns gescherht. Deshalb sollen sie diese nun auch tragen. Und zwar im vollen Umfang!
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#71
Zitat:Wer gegen internationales Völkerrecht verstösst, gehört bestrafft. Ob das im Namen Gottes...

Das ist ja das Interessante. Bush beruft sich auf die selbe Instanz wie z.B. ein Osama Bin Laden. Er ist nichts anderes als ein religiöser Fanatiker, nur das er Präsident der stärksten Wirtschafts-und Militärmacht der Welt ist.
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#72
Der Irakische Informationsminister Mohammed el Sahaf ist nach angaben des Daily Mirror an einer Strassensperre in Bagdad gefasst worden. Er habe sich bei Verwandten versteckt und SatelitenTV geschaut.

Diese Information ist von unabhängiger Seite nicht bestätigt worden, genausowenig wie vom US-Aussenministerium.

El Sahaf machte sich selbst Weltbekannt durch Irrwitzige Aussagen über die befindlichkeit der Irakischen Arme, sowie der Anti-Amerikanischen Propaganda. Sogar als hinter ihm im selben Bild amerikanische Panzer zu sehen waren und die Leute schon flüchteten, hielt er Stellung, nur um zu beweisen, dass die Amerikaner gar nicht da waren... 8)
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#73
So wie die irakische Berichterstattung einseitig war, war auch die amerikanische Berichterstattung einseitig. So gab es z.B. teilweise Pressekonferenzen bei denen nur Journalisten der beteiligten Länder teilnehmen durften. Und was dort alles geschönt dargestellt wurde, will ich überhaupt nicht wissen.

Es ist wohl eher so, dass es in einem Krieg von jeder Kriegspartei nur einseitige Berichte gibt, die man auch gemeinhin als Propaganda bezeichnet.
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#74
Zitat:Original von RDLA
So wie die irakische Berichterstattung einseitig war, war auch die amerikanische Berichterstattung einseitig...

Es ist wohl eher so, dass es in einem Krieg von jeder Kriegspartei nur einseitige Berichte gibt, die man auch gemeinhin als Propaganda bezeichnet.


Das kann ich so unterschreiben. Ich halte es übrigens auch für Schwachsinn, dass der Opa den Apache abgeschossen habe. So ist Legendenbildung im Krieg. Die Amerikaner haben dafür ein Krankenhaus gestürmt in voller Montur mit allem möglichen technischen Schickschnack. Das ganze wurde dann spektakulär gefilmt. Vorher haben sie aber ihren Dolmetscher reingeschickt, der nachsehen sollte, ob die Luft rein ist Breites Grinsen
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#75
Es ist absolut irrelevant ob sich Sahaf selber sestellt hat oder ob er gefangen genommen wurde. Außerdem hat er im Medienkrieg wohl doch eher eine untergeordnete Rolle gespielt, zumindest in der westlichen Welt. Bei uns war er doch eine reine Witzfigur, während er den eigenen Truppen versuchte Mut zu machen. Was hätte er auch sonst machen sollen? Er machte seinen Job als Informationsminister.

BTW: Der erste Medienkrieg war dies bei weitem nicht. Der 91er Golfkrieg war nach demselben Strickmuster geführt worden. Nur ist es den meisten damals nicht aufgefallen, dass man manipuliert wurde, da diese Art der medialen Kriegsführung noch neu war. 12 Jahre später und mit dem Wissen, dass man bereits schon einmal an der Nase herumgeführt wurde, sind viele viel sensibler geworden. Trotzdem haben die Medien nach wie vor eine extrem große Macht, die Meinung des Volkes zu beeinflussen und gar zu formen. Und das ist extremst gefährlich.

Desweiteren möchte ich euch bitten dies Diskussion weiter sachlich zu führen und auf jegliche Provokation zu verzichten.
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#76
Zitat:Original von RDLA

....


BTW: Der erste Medienkrieg war dies bei weitem nicht. Der 91er Golfkrieg war nach demselben Strickmuster geführt worden. Nur ist es den meisten damals nicht aufgefallen, dass man manipuliert wurde, da diese Art der medialen Kriegsführung noch neu war. 12 Jahre später und mit dem Wissen, dass man bereits schon einmal an der Nase herumgeführt wurde, sind viele viel sensibler geworden. Trotzdem haben die Medien nach wie vor eine extrem große Macht, die Meinung des Volkes zu beeinflussen und gar zu formen. Und das ist extremst gefährlich.

Mit einem Unterschied. Bei diesem Golfkrieg gab es einen gescheiten Informationsminister, der den Amis nun wirklich Paroli bieten konnte(Ob mit Wahrheiten oder Unwahrheiten lasse ich jetzt mal dahin gestellt ;)). Und noch wichtiger: Al Dschasira!!!! Im ersten Irak-USA/Allierten Krieg hatten die Amerikaner die volle Medienkontrolle. Das war dieses Mal ganz anders.
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#77
In eine sachliche Diskussion gehören imo überhaupt keine Smilies. Entweder man kann mit Argumenten überzeugen oder man ist in einer derartigen Diskussion eher fehl am Platz.
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#78
Mittwoch, 23. Juli 2003 / 18:15:49


Weisses Haus räumt CIA-Warnung vor Uran-Behauptung in Irak-Rede ein
Washington - Das Weisse Haus hat überraschend die Mitverantwortung im Streit um die Uran-Passage in der Rede von Präsident George W.Bush zur Lage der Nation übernommen. Dies wirft ein schiefes Licht auf Sicherheitsberaterin Condoleeza Rice.
Der Vize-Sicherheitsberater der US-Regierung, Stephen Hadley, sagte am Dienstag in Washington, er sei direkt verantwortlich für die Prüfung der Präsidentenreden, habe aber seine Kontrollfunktion in diesem Fall nicht erfüllt.

Hadley sagte, Rice habe auf seine zuverlässige Arbeit vertraut. Es ist nun für mich klar, dass ich versagt habe, zitierte die Washington Post Hadley am Mittwoch. Er betonte, dass Rice nicht über die Zweifel informiert worden sei, sich aber persönlich verantwortlich fühle.

Wie Hadley jetzt einräumte, wurden inzwischen zwei Dokumente mit Datum Oktober im Weissen Haus gefunden, in denen die CIA wegen erheblicher Zweifel Einspruch gegen die Uran-Behauptung erhob. Er selbst habe diesbezüglich ein Telefonat mit CIA-Chef George Tenet geführt, sagte Hadley. Als die Rede zur Lage der Nation vom Januar erarbeitet wurde, habe er es jedoch versäumt, an die Kontroverse um die Uran-These zu erinnern.

Die demokratische Opposition forderte am Mittwoch bereits eine neue Untersuchung zu Gerüchten, das Weisse Haus habe absichtlich eine Undercoveragentin des CIA enttarnt. Deren Mann, Ex-Botschafter Joseph Wilson, hatte zuvor Kritik an der Verwendung der Uran-These durch die Regierung geübt.

Wilson hatte am 6. Juli einen Gastkommentar in der New York Times veröffentlicht. Darin warf er der Regierung vor. sie habe Geheimdienstmaterial verzerrt, um die Bedrohung durch Irak aufzubauschen.

Knapp eine Woche später sickerten in der Presse Informationen von ranghohen Regierungsvertretern durch, nach denen Wilsons Frau eine Agentin der CIA sei. Wilson, früherer US-Botschafter in Irak, sagte in einem Interview mit dem Fernsehsender NBC, er befürchte, das Outing solle Kritiker einschüchtern.



bert (Quelle: sda)
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