05.06.2005, 11:55
Lance Armstrong, der am Sonntag bei der französischen Dauphiné- Rundfahrt seine Tour de France- Generalprobe beginnt, ist sich vier Wochen vor der "Großen Schleife" seiner Form nicht sicher. "Schwer zu sagen, wo ich derzeit stehe", sagte der Amerikaner am Samstag bei einer Pressekonferenz am Vorabend des Prologzeitfahrens des "Critérium du Dauphiné", dem traditionellen Aufgallop zur Tour, den Armstrong zwei Mal (2002 und 2003) gewinnen konnte. Letztes Jahr war er dort Vierter.
"Mein letztes Rennen war in Georgia und danach habe ich nur viel trainiert", sagte Armstrong, der bei der Rundfahrt im Süden der USA im April keinen überzeugenden Eindruck machte und auch sonst in dieser Saison wesentlich schwächer fuhr als in den letzten Jahren. "Ich weiß wirklich nicht, wie meine Form ist. Das ist schwer zu sagen. Nach der Dauphiné weiß ich mehr", sagte Armstrong lakonisch. Spekulationen, er werde womöglich gar nicht zur Frankreich-Rundfahrt gehen, wenn seine Form nicht 100-prozentig stimmt, trat Armstrong entgegen. "Nur eine Verletzung oder Krankheit kann mich von einem Start abhalten."
Bisher hat der 33-Jährige, der nach der nächsten Tour de France seine Karriere beenden will, noch keinen Saisonerfolg zu Buche stehen, was die Frage aufwirft, ob er nach seiner Rücktrittsankündigung wirklich noch mit ganzem Herzen Rennfahrer ist. "Manche denken, ich sei schon Rentner. Denen möchte ich gern das Gegenteil beweisen", sagte Armstrong, der allerdings nicht als Favorit auf einen dritten Dauphiné-Sieg gelten will. Vor dem Mont Ventoux habe er "großen Respekt" und im Zeitfahren sei er auch noch nicht in Topform, meinte er.
"Es wäre schon komisch ("weird"), zur Tour zu gehen ohne einen Saisonsieg. Das wäre das erste Mal in sieben Jahren. Ich hoffe, ich habe Erfolg in den nächsten acht Tagen", meinte der sechsfache Toursieger. Besorgt äußerte sich der Discovery-Star, in diesem Jahr kaum Rennpraxis im Zeitfahren gesammelt zu haben. Und das umso mehr, als er seinen ewigen Rivalen Jan Ullrich, der die letzte Chance hat, den Amerikaner zu schlagen, stärker einschätzt. Beim Training in den Pyrenäen konnte sich Armstrong ein eigenes Bild machen von der T-Mobile-Trainingsgruppe um Ullrich: "Die waren terrible." Schrecklich gut, meinte er damit.
"Ich glaube, (Ullrich) ist weiter dieses Jahr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ullrich nicht aufs Podium kommt", sagt Armstrong, der die Magentatruppe als größte Gefahr sieht. "So weit ich das nach den Berichten sehe, ist (Ullrichs) Mannschaft stärker denn je. Ullrich ist der klare Leader, aber was sie so gefährlich macht ist die Kombination der drei. Klöden und Jan werden besser und Vino (Vinokourov) ist so stark wie immer. Da ist also eine potenzielle Bedrohung durch ein Trio. Aber wir können das mit (Yaroslav) Popovych und (Giro-Sieger Paolo) Savoldelli neutralisieren." Als weitere gefährliche Tour-Rivalen nannte Armstrong seinen ehemaligen spanischen Leutnant Roberto Heras und den italienischen Vorjahresdritten Ivan Basso, der beim Giro mit seinen verbesserten Zeitfahr-Qualitäten beeindruckte.
"Wenn man anschaut, was er beim Giro gezeigt hat, muss man sagen, dass Basso sehr viel gefährlicher geworden ist. Er hat sich im Zeitfahren enorm verbessert. Seine Position auf dem Rad ist besser, seine Geschwindigkeit war unglaublich. Er ist ein anderer Athlet geworden", sagt Armstrong. "Das wird eine aufregende Tour. Da ist eine ganze new wave von jüngeren Fahrern wie (Alejandro) Valverde, Basso und (Damiano) Cunego. Dann ist da Heras, der bisher ruhig fuhr, aber bei der Tour seine Karten richtig spielen könnte."
Mit welchem Ziel er bei seiner letzten Tour de France antritt, daran lässt Armstrong keinen Zweifel. "Wenn ich die Rampe runterrolle, habe ich den Sieg im Blick. Aber ich glaube, man kann beides machen. Ich will meine letzte Tour genießen und trotzdem gewinnen", so Armstrong. Ob das mit dem Genießen so hinhaut, wenn Ullrich oder Basso gewinnen?
Quelle: radsport-news.com
Ist mal wieder typisch Armstrong.Er schiebt mal wieder den anderen die Favoritenrolle zu mit seinen Worten.
Man kann also auf die heute beginnende Dauphine gespannt sein.
Ein überragendes Starterfeld (u.a.Armstrong,Popovich,Menchov,Mancebo,Heras,
Klöden,Winokourow,Sevilla,Leipheimer,Landis) und dazu noch Mont Ventoux und Col de Joux-Plane , der Berg an dem Armstrong im Jahr 2000 bei der Tour einen Hungerast erlitt.
Ich tippe auf Gesamtsieg Popovych oder einer der 3 Amis
"Mein letztes Rennen war in Georgia und danach habe ich nur viel trainiert", sagte Armstrong, der bei der Rundfahrt im Süden der USA im April keinen überzeugenden Eindruck machte und auch sonst in dieser Saison wesentlich schwächer fuhr als in den letzten Jahren. "Ich weiß wirklich nicht, wie meine Form ist. Das ist schwer zu sagen. Nach der Dauphiné weiß ich mehr", sagte Armstrong lakonisch. Spekulationen, er werde womöglich gar nicht zur Frankreich-Rundfahrt gehen, wenn seine Form nicht 100-prozentig stimmt, trat Armstrong entgegen. "Nur eine Verletzung oder Krankheit kann mich von einem Start abhalten."
Bisher hat der 33-Jährige, der nach der nächsten Tour de France seine Karriere beenden will, noch keinen Saisonerfolg zu Buche stehen, was die Frage aufwirft, ob er nach seiner Rücktrittsankündigung wirklich noch mit ganzem Herzen Rennfahrer ist. "Manche denken, ich sei schon Rentner. Denen möchte ich gern das Gegenteil beweisen", sagte Armstrong, der allerdings nicht als Favorit auf einen dritten Dauphiné-Sieg gelten will. Vor dem Mont Ventoux habe er "großen Respekt" und im Zeitfahren sei er auch noch nicht in Topform, meinte er.
"Es wäre schon komisch ("weird"), zur Tour zu gehen ohne einen Saisonsieg. Das wäre das erste Mal in sieben Jahren. Ich hoffe, ich habe Erfolg in den nächsten acht Tagen", meinte der sechsfache Toursieger. Besorgt äußerte sich der Discovery-Star, in diesem Jahr kaum Rennpraxis im Zeitfahren gesammelt zu haben. Und das umso mehr, als er seinen ewigen Rivalen Jan Ullrich, der die letzte Chance hat, den Amerikaner zu schlagen, stärker einschätzt. Beim Training in den Pyrenäen konnte sich Armstrong ein eigenes Bild machen von der T-Mobile-Trainingsgruppe um Ullrich: "Die waren terrible." Schrecklich gut, meinte er damit.
"Ich glaube, (Ullrich) ist weiter dieses Jahr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ullrich nicht aufs Podium kommt", sagt Armstrong, der die Magentatruppe als größte Gefahr sieht. "So weit ich das nach den Berichten sehe, ist (Ullrichs) Mannschaft stärker denn je. Ullrich ist der klare Leader, aber was sie so gefährlich macht ist die Kombination der drei. Klöden und Jan werden besser und Vino (Vinokourov) ist so stark wie immer. Da ist also eine potenzielle Bedrohung durch ein Trio. Aber wir können das mit (Yaroslav) Popovych und (Giro-Sieger Paolo) Savoldelli neutralisieren." Als weitere gefährliche Tour-Rivalen nannte Armstrong seinen ehemaligen spanischen Leutnant Roberto Heras und den italienischen Vorjahresdritten Ivan Basso, der beim Giro mit seinen verbesserten Zeitfahr-Qualitäten beeindruckte.
"Wenn man anschaut, was er beim Giro gezeigt hat, muss man sagen, dass Basso sehr viel gefährlicher geworden ist. Er hat sich im Zeitfahren enorm verbessert. Seine Position auf dem Rad ist besser, seine Geschwindigkeit war unglaublich. Er ist ein anderer Athlet geworden", sagt Armstrong. "Das wird eine aufregende Tour. Da ist eine ganze new wave von jüngeren Fahrern wie (Alejandro) Valverde, Basso und (Damiano) Cunego. Dann ist da Heras, der bisher ruhig fuhr, aber bei der Tour seine Karten richtig spielen könnte."
Mit welchem Ziel er bei seiner letzten Tour de France antritt, daran lässt Armstrong keinen Zweifel. "Wenn ich die Rampe runterrolle, habe ich den Sieg im Blick. Aber ich glaube, man kann beides machen. Ich will meine letzte Tour genießen und trotzdem gewinnen", so Armstrong. Ob das mit dem Genießen so hinhaut, wenn Ullrich oder Basso gewinnen?
Quelle: radsport-news.com
Ist mal wieder typisch Armstrong.Er schiebt mal wieder den anderen die Favoritenrolle zu mit seinen Worten.
Man kann also auf die heute beginnende Dauphine gespannt sein.
Ein überragendes Starterfeld (u.a.Armstrong,Popovich,Menchov,Mancebo,Heras,
Klöden,Winokourow,Sevilla,Leipheimer,Landis) und dazu noch Mont Ventoux und Col de Joux-Plane , der Berg an dem Armstrong im Jahr 2000 bei der Tour einen Hungerast erlitt.
Ich tippe auf Gesamtsieg Popovych oder einer der 3 Amis
